Haustechnik

Haustechnik – stellt die Versorgung Ihres Eigenheims sicher

Ihre Haustechnik ist ein wichtiger Bestandteil Ihres Hauses. Sie stellt sicher, dass Sie tagtäglich sauberes Wasser haben und mit Strom versorgt sind. Außerdem verpflegt sie Ihr gesamtes Zuhause mit Wärme. So haben Sie höchsten Komfort in Ihrem modernen Eigenheim.

1. Begriff der Haustechnik

Erfahren Sie alles zur Haustechnik bei Tipp zum Bau. Hier lesen Sie wissenswerte Begriffe kennen.

Die Haustechnik versorgt Ihr Eigenheim mit Wasser, Strom und Wärme.

Seitdem Wohnungen und Häuser gebaut werden, gibt es die Haustechnik. Dazu gehören alle technischen Installationen in einem Haus einer Wohnung oder einer Wohnanlage. Allgemein umfasst die Haustechnik alle technischen Maßnahmen, die Gebäude, Betriebsstätten und sonstige Einrichtungen versorgen.

Oft bezieht sich der Begriff Haustechnik nur auf Anlagen der Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik. Der genaue Wortsinn zählt dagegen auch elektrotechnische, elektromechanische und steuertechnische Anlagen zur Haustechnik. Begriffe, die häufig gleichgestellt und im Alltag verwendet werden, sind:

  • Versorgungstechnik.
  • Gebäudetechnik.
  • Technische Gebäudeausrüstung (TGA).
  • Gebäudetechnische Anlage (GTA).
  • Technischer Ausbau.
  • Technische Ausrüstung.

Durch das Voranschreiten der Technologien, wird auch die Haustechnik zunehmend digitaler. Die Komponenten der Haustechnik kommunizieren mehr denn je miteinander. Somit ist zunehmend auch von Hausautomatisierung die Rede.

2. Funktionen der Haustechnik

Haustechnik hat in erster Linie die Funktion der Ver- und Entsorgung. Der technische Aufwand ist dabei meist überschaubar. Die entsprechenden Zu- und Ableitungen liegen im Untergrund. Dadurch wird:

  • Ein Gebäude mit Wasser versorgt.
  • Abwasser abgeleitet.
  • Strom und in manchen Fällen auch Wärme geliefert.

Welche technischen Anlagen im Einzelfall zur Haustechnik zählen, hängt vom Kontext ab. Mithilfe der Haustechnik ist die Versorgung der Haushalte sichergestellt. Haustechnische Anlagen haben folgende Funktionen:

  • Die energetische Versorgung, beispielsweise mit Strom, Gas und Wärme.
  • Das Entsorgen von Abfall und Abwasser.
  • Die stoffliche Versorgung, beispielsweise mit Wasser und Gas.

3. Verschiedene Teilgebiete der Haustechnik

Erfahren Sie alles zu den Bereichen der Haustechnik bei Tipp zum Bau.

Die Teilgebiete der Haustechnik sind vielfältig. Sanitäre Anlagen aber auch Ihr Internetanschluss zählen beispielsweise dazu.

Die Haustechnik umfasst die Technik in vielen Bereichen. Dazu zählen die Umwandlung, Übertragung, Bereitstellung und Steuerung von Energie und Stoffen. Einige Beispiele dafür sind die Wasserversorgung, die Klimatisierung oder das Stromnetz. Die klassischen Teilgebiete, die von der Haustechnik versorgt werden, sind:

Für immer mehr finden Sie mittlerweile Angebote über das Internet. Daher entfallen im Laufe der Zeit einige technische und veraltete Lösungen. Dazu zählen etwa Reparaturen für Telefone, TV-Antennenanlagen und TV-Kabelanschlüsse.

4. Geschichte der Haustechnik

Die Haustechnik gibt es schon seitdem die ersten Menschen in festen Behausungen wohnten. Offene Feuerstellen reichten damals, um einen begrenzten Raum aufzuwärmen. Bereits in den frühesten Gebäuden sind Ansätze einer technischen Ausstattung zu finden. Schon in der Antike erreichte die Haustechnik ein hohes Niveau. Beispiele hierfür sind:

  • Die Wasserversorgung mittels wasserführender Brücken.
  • Das Ableitungssystem aus Bleirohren.
  • Die Fußbodenheizung mithilfe der Durchleitung von Gasen in unterirdischen Kammern.

Eine Frischwasserversorgung, wie wir sie heute kennen, gibt es erst seit etwa 150 Jahren. In Deutschland entstand das erste moderne Wasserversorgungssystem im Jahr 1849. Die Trinkwasserhygiene verbesserte sich immer mehr, da das Wissen über Krankheitserreger weiterwuchs. Weitere Meilensteine in der Geschichte der Haustechnik sind:

  • Der erste Kühlschrank für den privaten Gebrauch im Jahr 1913.
  • Das erste Kühlhaus in Boston und London im Jahr 1881.
  • Der erste Ölbrenner im Jahr 1932.

Bis diese technischen Entwicklungen verfügbar und bezahlbar waren, dauerte es teilweise noch einige Jahrzehnte. Das alltägliche Leben in Wohnungen und Häusern hat sich durch neue Technologien verändert. Die Errungenschaften machten das Wohnen zunehmend einfacher und komfortabler.

5. Entwicklung der Haustechnik

Bei Tipp zum Bau lesen Sie die Entwicklung der Haustechnik bis zum heutigen Tag.

Die Entwicklung der Haustechnik ist geprägt von der Industrialisierung und der Entdeckung von fossilen Brennstoffen.

Um die Entwicklung zu verstehen, ist der Blick auf zwei Meilensteine des 19. Jahrhunderts erforderlich. Zum einen ist das die Industrialisierung und zum anderen die Entdeckung von fossilen Brennstoffen. Diese Ereignisse lieferten die Voraussetzungen für den technischen Fortschritt in vielen Bereichen. Durch fossile Brennstoffe kamen moderne Brennöfen und durch die standardisierte Fertigung ihre starke Verbreitung.

Energie und industrielle Produktionsmethoden brachten eine immer schnellere Entwicklung von Geräten, Materialien und Technologien. Der technische Fortschritt hat dabei zwei Seiten. Einerseits bringen die Erfindungen einen hohen Komfort mit sich:

  • Neuere Elektrogeräte, wie die Waschmaschine oder die Spülmaschine, übernehmen Aufgaben, die sehr zeitaufwendig sind.
  • Moderne Sanitäranlagen liefern sauberes Trinkwasser und klären das Abwasser.
  • Neue Werkstoffe, wie Aluminium und Acryl, lassen sich vielfältig einsetzen.

Andererseits erfordert der technische Wandel die Anpassung und Offenheit für das Neue. Professionelle Handwerker benötigen neue Kenntnisse und Fähigkeiten, um moderne Technologien anzuwenden und zu verbauen. Händler und Produzenten konkurrieren mit der Entwicklung, um die Nachfrage bedienen zu können. Bildungsstätten brauchen wiederum Fachleute, um das Wissen an die nächsten Generationen weiterzugeben.

Zudem ist die heutige Herausforderung für die Haustechnik der Umweltschutz. Größere Nachhaltigkeit und Klimaschutz wurde bereits erreicht und gefördert durch:

  • Neue Dämmstoffe.
  • Die Entwicklung von Solarpanels.
  • Und der stetigen Verbesserung von Verbrennungsöfen.

Gleichzeitig steigt die Komplexität bei Verordnungen, den Vergabeverfahren und rechtlichen Bestimmungen. Dadurch erhalten neue Kompetenzen aus anderen Fachgebieten Mitsprache in der Branche. Planung, Ausführung und Koordination ist auf verschiedene Berufsgruppen verteilt somit ein komplexes Zusammenspiel.

Die Haustechnik nimmt einen immer größeren Teil an Aufwand und Kosten von Gebäuden ein. Der Anteil der Haustechnik im Hochbau beträgt zwischen 25 % und 60 % der Gesamtbaukosten. Bei komplexeren Bauvorhaben wird die Haustechnik von einem Fachplaner betreut.

6. Planung der Haustechnik

Erfahren Sie alles zur Planung Ihrer Haustechnik bei Tipp zum Bau. Hier lesen Sie, welche Funktionen Sie automatisch bedienen können.

Die Haustechnik wird zunehmend digitaler. Achten Sie darauf bei Ihrer persönlichen Planung.

Innovative Technologien und neue Erfindungen ermöglichen Ihnen immer mehr Komfort in Ihrem Eigenheim. Auch bei der Haustechnik spielt die Automatisierung eine bedeutendere Rolle. Außerdem liegen Sie damit immer im Trend.

Heutzutage vernetzen Sie problemlos zahlreiche Funktionen in Ihrem Zuhause miteinander. Diese lassen sich von einem zentralen Steuerungselement aus bedienen. Die Planung Ihrer Haustechnik lässt sich somit optimal auf Ihre individuellen Bedürfnisse abstimmen. Nutzen Sie die idealen Funktionen für Ihre persönlichen Vorlieben. Einige Funktionen, die Sie problemlos automatisch steuern, sind:

Bei der Planung der Haustechnik in Ihrem Eigenheim haben Sie oft die Qual der Wahl. Welche Art der Türkommunikation ist zum Beispiel optimal für Ihr Zuhause? Hier bieten sich verschiedene Möglichkeiten für Sie an:

  • Die Öffnung Ihrer Haustür per Fingerabdruck-System.
  • Eine Zugangskontrolle über eine Videotürstation.
  • Oder aber ein berührloser Türöffner.

Auch bei der Gestaltung der Haustechnik in Ihrem Eigenheim sind einige Entscheidungen zu treffen. Welches Material passt am besten zu Ihrem Haus? Welche Farbe ist Ihnen am liebsten? Und viele weitere Fragen in der Planung Ihrer Haustechnik.

Neueste Funktionen bieten Ihnen höchsten Komfort in Ihrem Heim. Ein Beispiel hierfür ist die „Coming Home Funktion“. Bei dieser Funktion geht das Smart Home-Licht an, sobald Sie nach Hause kommen. So fühlen Sie sich sofort willkommen und erholen sich von einem anstrengenden Tag.

Ein weiterer wichtiger Aspekt bei der Planung Ihrer Haustechnik ist die Sicherheit. Hier bieten sich einige Möglichkeiten an Überwachung und Kontrolle in Ihrem Zuhause. So gönnen Sie sich und Ihrem Haus ein großes Maß an Komfort und Sicherheit. Damit genießen Sie die Zeit daheim und außer Haus noch viel entspannter.

7. Elektroinstallationen in der Haustechnik

Erfahren Sie bei Tipp zum Bau, worauf es bei der Planung Ihrer Elektroinstallation ankommt.

Die Planung der Elektroinstallationen Ihrer Haustechnik ist sehr speziell. Sie haben eine große Auswahl an möglichen Installationen.

Die meisten Bauherren machen sich zu den Heizungs- und Wasserrohren wenige Gedanken. Sie entscheiden lediglich, wohin Ihre Toilette oder Ihr Spülbecken in der Küche stehen. Nachdem die Wasseranschlüsse verlegt sind, ist das Thema oft erledigt. Bei den Elektroinstallationen ist es dabei etwas spezieller:

  • Wo installieren Sie Schalter?
  • Wohin verlaufen Ihre Kabelschächte?
  • Wo bauen Sie Steckdosen ein?

Es lassen sich auch direkt Netzwerkkabel verlegen. Diese dienen als Basis für ein leistungsfähiges Smart Home System. Außerdem lässt sich ein „Dolby Surround System“ in Ihrem Zuhause einplanen. Dies ist ein Tonsystem, das ähnlich wie das Tonsystem in Kinos funktioniert. Bei Ihrer Elektrik haben Sie damit eine große Auswahl an Möglichkeiten für persönliche Wünsche.

8. Smart Home und automatisierte Haustechnik

Durch voranschreitende Technik steuern Sie Ihr Eigenheim immer komfortabler. Automatisierte Haustechnik und Smart Home ermöglichen Ihnen die einfache Bedienung vieler Funktionen. Smart Home vernetzt Ihre Haustechnik und Geräte miteinander. Die Steuerung vieler Funktionen lässt sich trotzdem von Ihnen tätigen. Durch die Automatisierung der Funktionen übernimmt jedoch die Haustechnik dies für Sie. Mithilfe einer Smart-Phone-App oder eines Steuerungsmoduls lassen sich dann:

  • Die Temperatur regeln.
  • Die Fenster schließen.
  • Die Heizung aufdrehen.
  • Die Waschmaschine starten.
  • Der Ofen vorheizen und vieles mehr.

Lüftungsanlagen übernehmen das Lüften in Ihrem Eigenheim. Außerdem geht bei Systemen mit Wärmerückgewinnung nur sehr wenig Energie verloren. Diese Systeme sind bei energetisch hoch effizienten Häusern ein Teil des Systems. Für andere Neubauten ist dieses System lediglich eine Zusatzoption. Ihre Lüftungsanlage lässt sich automatisch steuern, ebenso wie Ihre Heizung.

Das Gleiche gilt für Ihre Klimaanlage. Immobilien mit viel Glas und ohne alternatives Kühlsystem benötigen eine solche Anlage fast zwangsläufig. Die großflächige Verglasung insbesondere von Büroräumen sorgt schließlich für einen Treibhauseffekt. Dieser Effekt heizt das Gebäude auf. Eine Klimaanlage schafft hier Abhilfe.

9. Modernisierung der Haustechnik

Tipp zum Bau erklärt Ihnen einige Vorschriften bezüglich der Haustechnik.

Die Modernisierung Ihrer Haustechnik lohnt sich in sehr vielen Fällen. Alte Abwasserrohre stellen ein Problem für Ihre Sanitärtechnik dar.

Ein großer Teil Ihrer Haustechnik stellt eher Luxus als dringliche Notwendigkeit dar. Trotzdem lohnt es sich in vielen Bereichen, Ihre Haustechnik modern zu halten. Ist Ihre Elektrik veraltet, ist aus Sicherheitsgründen unter Umständen eine Aufrüstung nötig.

Auch aus ökonomischen Gründen lohnt es sich, über eine Modernisierung Ihrer Haustechnik nachzudenken. Einige Maßnahmen sind dagegen auch vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Beachten Sie sowohl die Verbote als auch die Pflichten in Bezug auf Ihre Haustechnik.

Ein Beispiel hierfür ist das Verbot von Bleirohren vor einigen Jahren. Eine Pflicht, die dagegen in Deutschland bereits eingeführt wurde, ist die Installation von Rauchmeldern. Auch dies ist eine Form von Haustechnik.

10. Lüftungsanlagen in Ihrem Eigenheim

Moderne Gebäude sind meist gut gedämmt und luftdicht. Damit die verbrauchte und feuchte Luft entweicht, ist eine Lüftung mehrmals täglich notwendig. Dies ist jedoch nicht immer möglich oder gewünscht. Abhilfe schaffen dabei moderne Lüftungsanlagen, die die Innenluft automatisch austauschen.

Eine Lüftung ist in modernen, luftdichten Immobilien theoretisch mindestens drei Mal am Tag notwendig. Dabei sind jedoch die Wärmeverluste vor allem im Winter erheblich. Eine Lüftungsanlage übernimmt das nötige Lüften automatisch für Sie. Dabei benötigen Sie keine manuelle Öffnung von Fenstern und Türen.

Zentrale Lüftungsanlagen befinden sich meist in gut gedämmten Neubauten. Die Anlage sorgt über ein zentrales Aggregat für den Luftaustausch im ganzen Haus. Dieses benötigt einen Anschluss zum Außenbereich und eine Verbindung zu einem Rohrsystem. So sind alle Räume miteinander verbunden. Dieses Rohrsystem benötigt allerdings ausreichend Platz. Das ist bei mehrgeschossigen Häusern oder auch bei Altbauten häufig problematisch.

11. Klimaanlagen in der Haustechnik

Tipp zum Bau zeigt Ihnen, den Deckenlüfter eines Kleinraumventilators zur Frischluftzufuhr.

Eine Klimaanlage als Teil Ihrer Haustechnik kühlt, wärmt, befeuchtet und entfeuchtet Ihre Luft.

Klimaanlagen sind in Deutschland in der Regel nicht sehr weit verbreitet. Angesichts zunehmend steigender Temperaturen steigt die Nachfrage jedoch an. Es gibt viele verschiedene Arten von Klimaanlagen. Aber auch Alternativen wie zum Beispiel Wärmepumpen tragen zur Kühlung der Raumtemperatur bei.

Klimaanlagen steuern das Klima in Ihren Innenräumen. Damit ist jedoch nicht nur die Kühlung gemeint, sondern auch andere Funktionen gehören dazu, wie:

Das Befeuchten der Luft.
Die Erwärmung Ihrer Räume.
Das Entfeuchten der Luft.

Die Bezeichnung Teilklimaanlage bezieht sich auf Geräte, die nicht alle vier thermodynamischen Funktionen erfüllen. Grundsätzlich gibt es die Unterscheidung zwischen zentralen und dezentralen Klimaanlagen. Bei einer zentralen Klimaanlage sorgt ein Gerät für die Klimatisierung aller Räume Ihres Hauses. Dabei sind Ihre Räume über Luftkanäle mit dem Klimagerät verbunden. Dezentrale Klimaanlagen sind hingegen einzelne Geräte, die nur einen bestimmten Raum kühlen.

12. Heizungsanlagen als Teil der Haustechnik

In den kalten Jahreszeiten sorgt Ihre Heizung für Wärme und Komfort in Ihrem Eigenheim. Die Heizungsanlage als Teil der Haustechnik ist dabei ein sehr komplexes System. In Ihrer Warmwasserheizung dehnt sich erhitztes Wasser aus und zieht sich abgekühltes Wasser zusammen. Diese Volumenänderung kompensiert Ihr Heizsystem, um optimal zu arbeiten. Um diese Änderung auszugleichen, gibt es zwei gängige Möglichkeiten: offene und geschlossene Heizungssystem.

Bei einem offenen Heizungssystem kommt ein offenes Ausdehnungsgefäß zum Einsatz. Das offene Ausdehnungsgefäß befindet sich in der Regel an der höchsten Stelle im Gebäude. Das Heizwasser kommt bei einem offenen System direkt in Kontakt zur Außenluft. Dadurch verdunstet ein Teil des Heizwassers über die Zeit.

In einem geschlossenen Heizungssystem kommt für den Ausgleich der Volumenänderung ein geschlossenes Ausdehnungsgefäß zum Einsatz. Durch die Volumenänderung in diesem Heizungssystem baut sich Druck auf. Deshalb heißen Ausdehnungsgefäße in geschlossenen Heizungen auch Druckausdehnungsgefäße.

Heutzutage kommen meist geschlossene Heizungssysteme zum Einsatz. Diese weisen viele Nachteile einer offenen Heizung nicht auf. Dazu zählt beispielsweise:

  • Kein direkter Kontakt des Heizwassers zur Außenluft, wodurch die Korrosion im Heizungsnetz vermieden wird.
  • Verbau weniger Rohrleitungen, da Sie keine Sicherheitsvorlauf- und Sicherheitsrücklauf-Leitungen benötigen.
  • Heizwasser verdunstet nicht im System, wie es in einer offenen Anlage vorkommt.

13. Berufsbild im Gebiet der Haustechnik

Erfahren Sie alles zu den beruflichen Wegen in der Haustechnik bei Tipp zum Bau.

Heizungsinstallateure und Elektroinstallateure zählen zu den Berufsbildern im Gebiet der Haustechnik.

Die Berufsbilder, die mit der Technik Ihres Eigenheims zusammenhängen, sind vielfältig. Im akademischen Bereich sind viele Berufe vertreten, die Haustechnik-Anlagen entwickeln, fertigen oder planen. Ähnlich ist es auch bei den Berufsausbildungen der Versorgungs- und Haustechnik.

Meist deckt die berufliche Tätigkeit eines Ingenieurs nur fachliche Teilbereiche der Haustechnik ab. Das liegt an der Komplexität der Materie. Einige Berufsbilder im Gebiet der Haustechnik sind zum Beispiel:

  • Technische Zeichner.
  • Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik.
  • Installateure.

Diese Modellberufe sind sowohl in Deutschland als auch in Österreich und der Schweiz vertreten. Personen aus der Versorgungstechnik haben die Möglichkeit, sich durch eine Fortbildung weiter zu qualifizieren. Ein Beispiel hierfür ist der Techniker für Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik.

14. Studiengänge im Bereich der Haustechnik

In Deutschland bieten verschiedene Fachhochschulen den Studiengang „Versorgungstechnik“ an. Diese Studienrichtung deckt weite Teile der Technik in Gebäuden ab. Jedoch vertieft der Lehrplan nicht alle Teilgebiete der Haustechnik umfangreich. Einige Universitäten und Technische Hochschulen bieten außerdem ähnliche Studiengänge an. Beispiele hierfür sind etwa „Verfahrenstechnik“ oder „Maschinenbau“. Angebote dazu finden Sie als „Bachelor of Engineering”, “Master of Engineering” oder „Dipom-Ingenieur“. Innerhalb der Studienrichtung zur Hautechnik gibt es weitere Spezialisierungen und Fachrichtungen. Die häufigsten verbreiteten Fachrichtungen sind:

  • Technische Gebäudeausrüstung.
  • Facilitymanagement.
  • Energie- und Umwelttechnik.
  • Entsorgungstechnik.

15. Regelwerke der Haustechnik

Tipp zum Bau erklärt Ihnen einige Regelwerke und Anlaufstellen bezüglich Ihrer Haustechnik.

Regeln, Normen und Verordnungen haben einen Einfluss auf die Planung der Haustechnik.

Wie in vielen Bereichen, gibt es auch in der Versorgungs- und Haustechnik einige Regelwerke. Dazu zählen Technische Regeln, Normen und Verordnungen. Der Arbeitskreis Maschinen- und Elektrotechnik staatlicher und kommunaler Verwaltung (AMEV) hat dabei großen Einfluss.

Dort finden Sie viele Informationen zur Technischen Gebäudeausrüstung. Der Arbeitskreis beschließt beispielweise Empfehlungen zu deren Planung, Bau und Betrieb. Diese beziehen sich auf den Bereich der öffentlichen Verwaltungen in Deutschland.

Daneben gibt es einige „Baufachliche Richtlinien“ (BFR). Die Fachinformation Bundesbau (FIB) erstellt diese und gibt sie heraus. Dieser Richtlinien bedient sich unter anderem vor allem die Bundeswehr.

16. Abkürzungen im Bereich der Haustechnik

Im Gebiet der Haustechnik sind eine Menge an Abkürzungen bekannt. Heizungsbau-, Klima- und Lüftungstechnik ist häufig als HKL- oder HLK-Technik zusammengefasst. Wird die Kältetechnik zusätzlich hinzugefügt, ist die Rede von der HLKK-Technik.

Alternativ sprechen Fachleute auch von der Bezeichnung WBR für Wärmeversorgung, Brauchwassererwärmung und Raumlufttechnik. Im internationalen Raum ist die Rede von HVAC. Das steht für „Heating, Ventilation and Air Conditioning“.

In der Sanitärtechnik, die eng mit der Haustechnik verwandt ist, verwenden Fachleute weiteren Abkürzungen. Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik ist zusammengefasst als SHK-Technik. Ihre Heizung, Klimatechnik, Lüftung, Sanitär ist als HKLS abgekürzt. Ihre Gas-Wasser-Installation heißt dementsprechend GWI. Weitere Abkürzungen aus diesem Bereich sind:

  • RLT für Raumlufttechnik.
  • ELT für Elektrotechnik.
  • FMT für Fernmeldetechnik.
  • GLT für Gebäudeleittechnik.
  • MSR für Mess-, Steuer- und Regeltechnik.
  • AFL für Aufzugs-, Förder- und Lagertechnik.

17. Nachhaltige Planung Ihrer Haustechnik

Bei Ihrer Planung eines Neubaus oder bei einer umfassenden Sanierung spielt vieles eine Rolle. Beachten Sie dabei nicht nur Ihre aktuellen Bedürfnisse. Die Planung Ihrer Haustechnik ist im Idealfall schließlich für viele Jahre und Jahrzehnte gedacht.

Die Lebensumstände der Bewohner in einer Privatwohnung ändern sich schon nach einigen Jahren. Beispielsweise verlassen erwachsene Kinder das Haus und Senioren benötigen ein barrierefreies Zuhause. Auch bei gewerblich genutzten Immobilien lassen sich Nutzungsänderungen nicht sicher ausschließen. Planen Sie deshalb Ihre Haustechnik so, dass Sie möglicherweise bei Bedarf mit wenig Aufwand:

  • Eine Modernisierung veranlassen.
  • Ihr Eigenheim an neue Bedürfnisse oder eine neue Situation anpassen.
  • Eine einfache Erweiterung durchführen.

18. Beachten Sie bei der Planung Ihrer Haustechnik diese Punkte

Der Neubau Ihres Hauses oder die Sanierung Ihres Eigenheims ist ein anspruchsvolles Projekt. Bei der Ihrer Haustechnik ist Genauigkeit und eine vorausschauende Planung gefragt. Schließlich hat Ihre Haustechnik großen Einfluss darauf, ob Sie sich in Ihrem Zuhause wohlfühlen. Die Überlegungen bei der Planung sind im privaten als auch im gewerblichen Gebrauch ähnlich.

Beachten Sie bei der Planung diese fünf Punkte:

  • Welche Energieträger verwenden Sie für Ihre Heizung?
  • Wie statten Sie Bäder und Küche aus?
  • Welche Ansprüche haben Sie bezüglich der Klimatisierung und Lüftung der einzelnen Räume?
  • An welchen Stellen installieren Sie welche Art von Beleuchtung?
  • Wünschen Sie sich eine digitale Steuerung Ihrer Haustechnik?

Weitere zentrale Themen bei der Planung Ihrer Haustechnik sind der Umweltschutz und die Nachhaltigkeit. In älteren Immobilien geht häufig viel Energie verloren. Das liegt daran, dass die Heizungssysteme nicht effektiv arbeiten. Außerdem sind diese Gebäude meist nicht ausreichend wärmeisoliert. Das kostet Sie sehr viel Geld und belastet zusätzlich das Klima.

Wenn Sie heute bauen oder sanieren, sind in dieser Hinsicht strenge Auflagen einzuhalten. Doch einige Bauherren sind selbst aktiv und gehen noch einen Schritt weiter als vorgeschrieben. Sie entscheiden sich bewusst für:

  • Eine gute Wärmeisolierung.
  • Regenerative Energien.
  • Moderne Lüftungs- und Beleuchtungssysteme.

Um einen hohen Effekt zu erzielen, stimmen Sie die Komponenten der Haustechnik aufeinander ab. Vernetzen Sie diese nach Möglichkeit auch miteinander. Dabei ist Smart Home das Stichwort, das bei Ihrer Haustechnik zunehmend an Bedeutung gewinnt. Mithilfe von Fachleuten, erzielen diese Lösungen bei der Planung Ihrer Haustechnik höchste Effektivität.

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