Genießen sie Gemüse aus Ihrem eigenen Gemüsegarten. Tipp zum Bau zeigt Ihnen wie.
Ernte • Der Ernte-Kalender zum Herbst

Die eigene Ernte im Herbst

Ernte im eigenen Garten

Der Herbst steht vor der Türe und anlässlich dessen macht sich der Gärtner die ersten Gedanken über seine Ernte. Aber bei so vielen verschiedenen Obst- und Gemüsesorten und ihren jeweiligen Besonderheiten kann es schwierig sein, alle Erntezeiten im Blick zu behalten.

Lesen Sie hier alles Wissenswerte über das rechtzeitige Ernten Ihres selbst angebauten Obsts und Gemüses.

Garten oder Gewächshaus

Im wechselhaften deutschen Klima ist es nicht immer einfach eine einwandfreie Ernte zu gewährleisten. Vor allem für empfindliches Gemüse wie Tomaten oder Gurken empfiehlt es sich also, diese in einem Gewächshaus anzubauen. Je nach Gemüsesorte können Sie zusätzlich entscheiden, ob das Gewächshaus beheizt oder unbeheizt bleiben soll.

Für nahezu alle Obst- und Gemüsesorten und auch Salatsorten ist der Gartenanbau geeignet. Wussten Sie, dass die Wachstumsgeschwindigkeit von Wurzelgemüse stark vom Wetter abhängig ist? Wenn eine lange sonnige Periode auf kühles und regnerisches Wetter folgt, dann wächst das Gemüse auch schneller. Manchmal sogar zu schnell, sodass Risse entstehen. Dasselbe gilt auch für Möhren.

Ernte-Kalender: September, Oktober, November

Die Monate September und Oktober sind sehr wichtig für die Ernte. Wann genau soll was geerntet werden? Was können Sie gegebenenfalls früher ernten und heranreifen lassen? Alles Wissenswerte zu diesem Thema finden Sie hier.

Im Frühherbst werden viele verschiedene Obst- und Gemüsesorten geerntet. Von Äpfeln, Birnen und Beeren, bis hin zu Wurzelgemüse, und Salaten. Alles, selbstverständlich, zu einem bestimmten Zeitpunkt.

Aber auch im November können sowohl Obst und Gemüse als auch diverse Salate geerntet werden.

Bei Kernobst gilt es zu beachten, dass nur die geerntet und gelagert werden können, die keine Druckstellen oder Schädlingsbefälle haben. Der richtige Zeitpunkt der Ernte ist dann, wenn sich die Frucht ohne großen Druckaufwand oder Drehen, samt Stiel, vom Holz lösen lässt. Starkes Zerren beschädigt das Obstgehölz und wirkt sich negativ auf die Folgeernte aus.

Eine genauere Übersicht zu den Erntemonaten im Herbst entnehmen Sie der beiliegenden Tabelle.

Grundregeln für eine erfolgreiche Ernte

  1. Ernten Sie bei trockenem Wetter
  2. Seien Sie behutsam und vorsichtig
  3. Vermeiden Sie Verletzungen an Ihrer geernteten Frucht
  4. Bringen Sie Ihre Ernte an einen schattigen und kühlen Ort

Ernten Sie nach Möglichkeit, vor allem Ihr Gemüse, gartenfrisch, also vormittags. An heißen Tagen kann schon zur Mittagszeit so viel Wasser verdunstet sein, dass die Pflanzen erschlaffen und welk sind. Spinat, Salat und Feldsalat können auch gut am Nachmittag oder in den Abendstunden geerntet werden.

Erntemonate Herbst

MonatObstGemüseSalate
SeptemberÄpfel, Birnen,
Brombeeren, Kirschen,
Mirabellen, Pflaumen,
Renekloden, Zwetschgen
Blattspinat, Blumenkohl,
Brechbohnen, Brokkoli,
Buschbohnen, Champignons,
Chinakohl, Fenchel, Knollensellerie,
Kohlrabi, Kürbis, Lauch, Mangold,
Möhren, Rote Bete, Rotkohl,
Salatgurken, Stangenbohnen,
Stangensellerie, Tomaten, Weißkohl,
Zucchini, Zuckermais, Zwiebeln, Wirsing

Eisbergsalat, Endiviensalat, Feldsalat, Friseesalat, Pflügsalat
OktoberAprikosen, Birnen, QuittenBlattspinat, Blumenkohl, Brechbohnen,
Brokkoli, Buschbohnen, Champignons,
Chinakohl,
Feldsalat, Fenchel,
Grünkohl, Kartoffeln,
Knollensellerie, Kohlrabi, Kürbis,
Lauch, Mangold, Möhren,
Rosenkohl, Rotkohl, Rote Bete,
Schwarzwurzeln, Stangenbohnen,
Stangensellerie, Tomaten, Weißkohl,
Wirsing, Zucchini, Zwiebeln
Chicoree, Eisbergsalat, Endiviensalat, Feldsalat, Friseesalat, Pflügsalat
NovemberÄpfel, Birnen, QuittenBlattspinat, Blumenkohl, Brokkoli,
Chinakohl, Champignons,
Fenchel, Grünkohl, Kürbis, Kartoffeln, Knollensellerie, Lauch,
Mangold, Möhren, Rosenkohl,
Rote Bete, Rotkohl, Schwarzwurzeln,
Stangensellerie, Weißkohl, Wirsing
Chicoree, Endiviensalat, Feldsalat, Pflügsalat

Im Frühjahr bis in den Juli können neue Pflanzen gesät oder eingepflanzt werden. Dies bietet Ihnen die Möglichkeit, über den Herbst bis in den Winter hinein frisches Gemüse ernten zu können. Beim Nachsäen kommt es auf den richtigen Fruchtwechsel an. Hatten Sie vorher einen Starkzehrer bepflanzt, so sollten Sie jetzt einen Mittel– oder Schwachzehrer einpflanzen. Durch den Wechsel der Pflanzfamilie beugen Sie Pilzerkrankungen und Schädlingen vor.

Starkzehrer, Mittelzehrer und Schwachzehrer

Unter Starkzehrer versteht man im Garten-Fachchargon: Blumenkohl, Kopfkohl, Kürbis, Rosenkohl, Rhabarber, Sellerie, Zucchini und Zuckermais.

Zu den Mittelzehrern gehören: Kohlrabi, Tomaten, Gurken, Möhren, Rote Bete, Mangold, Spinat, Porree, Spargel und Stangenbohnen.

Die Schwachzehrer sind vertreten durch: Erbsen, Buschbohnen, Radieschen, Salate, Rucola, Feldsalat, Petersilie und Zwiebel.

Den Pflücksalat beispielsweise können Sie einfach stehen lassen, da dieser fortlaufend geerntet werden kann.

Voraussetzung hierfür ist, dass Sie das Herz des Salates stehen lassen. So geben Sie der Pflanze die Möglichkeit, dass die äußeren Blätter nachwachsen können. Auch Feldsalat, Fenchel, Radieschen, Speiserüben, Spinat und Petersilie dürfen jetzt noch gesät werden. Herbstrübchen und schwarzen Winterrettich können Sie Mitte bis Ende Juli aussäen.

Deadline für den Mangold ist Ende Juli. Wenn er schön austreiben sollte, so wird er Ihnen zu Anfangszeiten des Winters schmackhafte Blätter liefern. Unmittelbar nach der Aussaat sollte das Beet mit einem Erdflohnetz abgedeckt werden, um der Möhrenfliege keinerlei Möglichkeiten geben zu können, dass sie ihre Eier ablegen kann.

Grün- und Palmkohl dürfen jetzt dort wachsen, wo Gartenkresse und Rucola standen. Düngen Sie den Boden reichhaltig mit organisch-biologischem Dünger, da Kohlsorten viel Nahrung benötigen. Im Spätherbst kann dann geerntet werden.

Weitere Tipps zum Salat

Einige Salatsorten, wie beispielsweise der Pflücksalat, der Feldsalat oder die Salatrauke, welche Sie nochmals unter dem Punkt Vorteile eines Hochbeets finden werden, überstehen sogar den Winter und liefern Ihnen somit köstliche Salatblätter im neuen Jahr. Bis Mitte September können Sie diese ansäen. Winter-Lattughino, Brauner Winter, Maikönig, Winterbutterkopf oder Maiwunder können auch in diesem Zeitraum angepflanzt werden.

Anfang Oktober werden Sie dann sehen, dass die Salatpflanzen kleine Köpfe gebildet haben, welche im Frühling reichlich wachsen werden.

Für die Bauern beginnt im Dezember die Ernte des Selleries, der Roten Beete oder der Steckrüben. Möhren beispielsweise können ganzjährig angebaut und geerntet werden. Sie gelten daher als ganz besonderes Gemüse.

Weitere Tipps zur Frühernte und dem Reifeprozess finden Sie unter dem Punkt: Vorteile eines Hochbeets.

Geerntet, und was nun? 

Sie haben Ihr Obst und Gemüse erfolgreich geerntet und stellen sich jetzt als Hobby-Gärtner die Frage: Was mache ich mit meiner Ernte? Bei Äpfeln, Zwiebeln, Karotten oder Kartoffeln ist es noch einfach, da diese recht lange gelagert werden können. Nach der Ernte sollte vor allem das Obst gut auskühlen, am besten über Nacht.

Die Lagerung und Weiterverarbeitung

Die Lagerung sollte daher in einem dunklen, gelüfteten Raum stattfinden. Äpfel und Birnen müssen Sie unbedingt getrennt von Gemüse aufbewahren, da sonst Geschmack und Haltbarkeit stark beeinflusst werden können.

Kontrollieren Sie Ihre Ernte außerdem  regelmäßig auf Druckstellen und Faulstellen. Aber was ist mit der Ernte, die nicht länger eingelagert werden kann? Die Antwort hierauf ist Weiterverarbeitung. Bei Beeren und dem meisten Obst ist es recht einfach.

Kochen Sie leckere und frische Marmelade. Diese ist nicht nur köstlich, sondern auch noch lange haltbar.  Außerdem können Sie  leckere Limonade oder Früchtekompott daraus machen.

Bei den Gemüsesorten haben Sie auch gute Möglichkeiten zur Weiterverarbeitung. Wie wäre es mit eingelegtem Gemüse? Egal ob Aubergine, Tomaten, Paprika oder Pilze – mit dem richtigen Rezept schaffen Sie ein spannendes Gericht, welches lange in den Winter halten könnte – wenn es nur nicht so lecker wäre!

Gute Bedingungen bietet auch das Gemüsefach im Kühlschrank. Tomaten, Paprika, Zucchini, Erbsen oder Bohnen sollten Sie hingegen lieber für ein paar Tage in Ihrer Küche oder in Ihrer Speisekammer aufbewahren.

Die Weiterverarbeitung und Konservierung von Salaten gestaltet sich leider etwas schwieriger. Daher lautet hier der Tipp: Möglichst bald in leckere Salate und andere Gerichte verarbeiten. Am besten auch nicht alles gleichzeitig ernten, sondern nur Salatkopf für Salatkopf. So bekommen Sie nicht nur den frischesten, sondern auch den geschmacksintensivsten Salat auf Ihren Teller.

Smoothies als gesunde Alternative

Falls Sie keine Lust auf Kochen haben, dann bereiten Sie sich doch einfach einen leckeren Smoothie zu. Ein täglich frisch zubereiteter Smoothie ist nicht nur gesund, sondern schmeckt auch noch richtig gut! Einfach beliebiges Obst und Gemüse in einen Mixer geben, klein machen, Wasser dazu geben, fertig! Gern können Sie ihrem Smoothie zum Beispiel auch, nach Belieben, ein wenig Blattspinat, Ingwer oder Broccoli hinzugeben. Dies rundet den einmaligen individuellen Geschmack ab.

Fallobst kann auch als Futterobst für Tiere verwendet werden, natürlich sollte dieses nicht von Schädlingen und Pilzen befallen sein. Auch bieten ländliche Obstbauern an, Ihre Äpfel zu pressen, falls Sie keinen eigenen leistungsstarken Entsafter haben sollten. Erkundigen Sie sich doch einfach mal und fragen nach.

Wir wünschen Ihnen eine gute, erfolgreiche und vor allem leckere Ernte.

Vorbereitung für die nächste Saison

Die besten Lebensmittel kommen immer noch aus dem heimischen Garten. Damit die Ernte üppig ausfällt, muss aber der Boden vorbereitet werden. Erfahren Sie hier die besten Tipps, wie Sie Ihren Garten optimal für die neue Saison vorbeireiten.

  1. Lockern Sie, mit Hilfe eines Grubbers, Ihren Boden auf
  2. Unkraut entfernen
  3. organisches-biologisches Düngen
  4. pH-Wert prüfen:

Optimal ist ein Wert von 7, unter 6,5 ist der Boden sauer. Behandeln Sie Ihren Boden mit Kalk oder Basaltmehl. Sollte der Wert über 7,5 sein, ist Ihr Boden alkalisch. Behandeln Sie Ihren Boden mit Torf oder Granitmehl.  Ziehen Sie, bei Bedarf, fachmännischen Rat hinzu.

Obstbäume müssen nach der Ernte beschnitten werden, das heißt, Konkurrenztriebe und sich kreuzende Äste werden entfernt. Der Herbst ist Pflanzzeit für neue Gehölze oder zum Umpflanzen junger Bäume. Apfel-, Birnen-, Pflaumen- und viele andere Obstbäume sind keine Selbstbefruchter. Daher sind Befruchtersorten, für eine ertragsreiche Ernte, besonders wichtig.

Elegantes und bequemes Anpflanzen: Das Hochbeet

Nicht nur das Ernten kann für den Hobbygärtner anstrengend sein, auch das Anpflanzen und die allgemeine Pflege fordern Mühe. Vermeiden Sie das unnötige Knien in Ihrem Garten durch sogenannte Hochbeete.

Durch das erhöhte Beet schonen Sie nicht nur den Rücken sondern auch die Umwelt. Die, unter anderem mit Gartenkompost, erhöhten Beete versorgen Ihre Pflanzen mit Nährstoffen und Ihre Grünabfälle werden auf umweltfreundliche Art und Weise entsorgt.

Worauf ist also zu achten? Auf die richtige Schichtung kommt es an. Um ein gutes Hochbeet zu schichten, müssen Sie mit einer Lage aus Schnittabfällen anfangen. Dünnes Geäst, Blätter von Bäumen und Sträuchern bieten sich hierfür am besten an. Darüber kommt eine Schicht aus Laub, Grünabfällen und feinen Strauchschnitten. Wichtig ist, dass die Basisschichten gut abgedichtet sind, ansonsten könnte das Beet zusammensacken!

Über diese Gartenabfall-Schicht kommt nun Gartenerde. Anschließend eine Lage aus vorgereiftem Kompost und zu guter Letzt Pflanzenerde. Fertig ist Ihr Hochbeet.

Vorteile eines Hochbeets

Das Hochbeet bietet sich mitunter perfekt für den Herbst an, das Sie bis in den Winter hinein nutzen können.

Durch die Höhe hat der Anfangsfrost keinerlei Chance in die Erde vorzudringen, das den Wurzeln schaden könnte und das Pflanzenwachstum behindern könnte.

Die verschiedenen Bodenschichten im Beet bieten einen optimalen Wärmespeicher gegen die eiserne Kälte. Ebenfalls sind die Pflanzen durch die Höhe gut vor Fäulnis und Pilzen geschützt, was gern einmal durch die nasskalten Septembertage vorkommen kann.

Eine Abdeckung wie beispielsweise ein fest integriertes Dach oder ein Folientunnel bietet zusätzlichen Schutz vor der bevorstehenden Nässe und Frost. Hierdurch kann die Wärme optimal gespeichert werden, sodass eine Ernte sogar bis in den Januar möglich ist.

Einmal pro Tag sollte aber die Abdeckung zur Luftzirkulierung geöffnet werden. Bei einer etwas kürzeren Frostperiode können Sie auch auf ein einfaches Vlies zurückgreifen.

Es gibt einige Gemüse- und Salatkulturen, welche Sie bereits im September aussäen können, um sie dann im Winter ernten zu können.

Hier finden Sie geeignete Kulturen für das Hochbeet im Herbst:

  • alle Kohlarten
  • Feldsalat
  • Pflücksalat
  • Salatrauke
  • Lauch
  • Radieschen

Herbstgemüse, welches im Sommer gesät und im Herbst dann geerntet wird, ist ebenfalls für ein Hochbeet ideal.

Zum Herbstgemüse zählen:

  • Rosenkohl
  • Chinakohl
  • Rote Bete
  • Endivien
  • Fenchel
  • Sellerie
  • Möhren

Abschließende Hinweise

Ernten Sie während der kalten Jahreszeit so gilt es zu beachten, dass es keinen Frost hat. Blatt-, Wurzel- und Kohlgemüse sollte nicht gefroren sein, wenn Sie ernten. Rosenkohlsorten hingegen entfalten ihren vollen Geschmack erst durch den Frost.

Zusätzliche Prävention vor Kälte bietet, wie bereits erwähnt, eine fest integrierte Abdeckung oder bei einer etwas kürzeren Frostperiode ein einfaches Vlies.

Neben der herbstlichen Ernte ist ebenso die Aussaat für die nächste Gartensaison von äußerst hoher Priorität. Bereits im Oktober können Sie damit anfangen neu auszusäen.

Beispielsweise Knoblauch wächst durch die Kälte des Winters im Frühjahr viel besser. Dasselbe gilt für Zwiebeln und Gartenkerbel. Sie können auch alternativ bereits im Oktober Blumenzwiebeln einpflanzen, sodass Sie im Frühjahr ein prachtvolles Blumenmeer erblicken.

Sollte das Hochbeet über die Winterzeit unbepflanzt bleiben, so rechen Sie die Erde zu einer Seite des Beetes und füllen Sie Grünschnitt, Laub und andere Gartenabfälle nach. Hierdurch wird der Boden mit neuen vitalen Nährstoffen angereichert, die an die obere Erdschicht abgegeben werden.

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