Grobputz

Grobputz – die Basis einer schönen Wand

Grobputz ist die Schicht Putz, die Sie auf Ihre unbehandelte Rohwand auftragen. Bei der Verarbeitung von Gronputz gibt es eine Reihe von Dingen zu beachten. Tipp zum Bau verrät Ihnen, worauf es ankommt.

Die Beiträge von Tipp zum Bau helfen Ihnen, sich beim Bauen, Renovieren und Sanieren zu orientieren.

1. Was ist Grobputz?

Unter Grobputz versteht man eine Art Grundierung, die auf die Mauer aufgetragen wird. Dadurch wird das Mauerwerk eingekleidet. Danach wird meist Tapete oder eine Schicht Feinputz aufgetragen. So erhalten Sie eine schönere Wandoptik. Informationen zu den Themen um Grobputz, wie Arten, Kosten und das richtige Verbauen finden Sie hier.

2.Die verschiedenen Typen

Grobputz gibt es für verschiedene Zwecke. Meist kommt noch eine abschließende Schicht Feinputz oder Tapete auf die Wand. Daher gibt es eine Auswahl von Grobputzen, die beispielsweise besonders feuchtigkeitsabsorbierend oder wärmeisolierend sind.
Dabei spielt es auch eine Rolle wie dick die Schicht des Grobputzes ist, die Sie auf Ihre Wände streichen. Grobputze für die Grundierung von Fliesenwänden verfügen über eine erhöhte Bindekraft. Durch verschiedene Bestandteile eignen sich bestimmte Grobputze auch zur Verwendung bei der Fassadenverputzung oder Sanierung.

3.Werkzeuge, die Sie brauchen.

Zur ordnungsgemäßen Verarbeitung von Grobputz brauchen Sie ein paar Werkzeuge.

Maurerkellen bei Tipp zum Bau

Zur Verarbeitung von Grobputz empfehlen wir Ihnen die Verwendung von Maurerkellen.

Hierzu sind folgende Dinge notwendig:

  • Eine Maurerkelle.
  • Einen Putzhaken.
  • Ein Reibbrett.
  • Ein Anschlagbrett.
  • Einen Baueimer.



Diese Werkzeuge finden Sie kostengünstig in Ihrem Baumarkt. Alternativ dazu können Sie sich ihre Werkzeuge im Internet bestellen. Somit werden sie dann auch an Ihre Haustüre geliefert. Nachdem Sie nun alle Werkzeuge und Materialien beschaffen haben, geht es nun an die Verarbeitung des Grobputzes.

Sicherheitsvorkehrungen

Die meisten Grobputze sind schädlich für die Atemwege, sowie die Haut und die Augen. Vermeiden Sie daher den Staub einzuatmen oder verwenden Sie eine Schutzmaske. Verzichten Sie keinesfalls auf Handschuhe und eine Schutzbrille.

Sollten Sie dennoch in direkten Kontakt kommen, waschen Sie Ihre Augen umgehend mehrmals mit fließendem Wasser aus. Bei erhöhtem Hautkontakt ist es wichtig Wasser und Seife zur Reinigung zu verwenden. Falls Sie den Grobputz einatmen, sorgen Sie für ungehinderte Frischluftzufuhr. Waschen Sie Ihre Kleidung nach dem Kontakt.

4. Voraussetzung für die Verarbeitung von Grobputz

Die Wand, an der Sie Ihren Grobputz anwerfen wollen, muss einige Kriterien erfüllen. Die Wand muss:

Grobputz bei Tipp zum Bau

Zur richtigen Auftragung von Grobputz sind einige Dinge zu beachten. Sie hängen mit der Beschaffenheit der Grundmauern zusammen.

  • Fettfrei sein.
  • Tragfähig sein.
  • Staubfrei sein.

Darüber hinaus ist es wichtig, dass Sie die Installationschlitze mit Zementmörtel verschließen.  Wenn Ihre Mauer diese Kriterien erfüllt, geht es am besten an die Auftragung des Grobputzes. Hierzu mischen Sie zu aller erst Ihren Grobputz mit Wasser oder Bindemittel in einem großen Eimer an.


5. Erfolgreiche Verarbeitung von Grobputz

Nachdem Sie Ihren Grobputz angemischt haben und die Wand vorbereitet ist, geht es nun ans Vorspritzen. Dieser Ausdruck bezeichnet einen Vorgang, bei dem der Grobputz auf die Mauer geworfen wird. Dadurch bietet der vorgespritzte Grobputz der größeren Masse Halt an einer sonst glatten Wand.

Entscheidend dabei ist, dass Sie Ihre Wand anfeuchten und beim Anspritzen eine dünne, geschlossene Schicht Grobputz auftragen. Tragen Sie den Grobputz mittels einer Maurerkelle auf.

Putzfaschen und Anschlagbretter

Als nächster Schritt bei der Verarbeitung von Grobputz werden Faschen und Anschlagbretter erstellt. Faschen sind Bänder aus Grobputz, die eine zu verputzende Wand unterteilen. Auf diese Weise hilft Ihnen eine Fasche bei der Erstellung einer geraden Schicht von Grobputz. Erstellen Sie am besten alle 1,5 Meter eine neue Fasche an der Wand, um ein ansehnliches Ergebnis zu erzielen.

Die Stärke der Faschen ist an die Dicke der gewünschten Schicht aus Grobputz anzupassen. Um darüber hinaus eine ebene Schicht Grobputz aufzutragen empfehlen einige Fachleute den Einsatz eines Anschlagbrettes. Zum einen gibt es die Möglichkeit im Baumarkt ein industriell gefertigtes Brett zu kaufen.

Andererseits ist es möglich sich selbst eins herzustellen. Alles was Sie dafür benötigen sind zwei Aluminium-Vierkantrohre und ein Verbindungsstück mit Eingriff. Als Alternative dazu ist die Verarbeitung des Grobputzes durch eine Maurerkelle auch denkbar. Die Verwendung eines Anschlagbrettes jedoch spart viel Zeit und gewährt Ihnen als unerfahrener Heimwerker ein gutes Ergebnis.

Kantenschoner einputzen

Kantenschoner sind Eckstabilisatoren, die Ihre Wand beim Verputzen schützt und die Struktur der Ecke erhält. Dafür gibt es spezielle Kantenschutzprofile, die für Sie im Baumarkt aus Aluminium oder anderen Materialien erhältlich sind. Beachten Sie bitte, dass Sie zum Anbringen dieser Schutzleisten auch einen Kleber brauchen. Daher empfehlen wir Ihnen eine ausführliche Beratung im Baumarkt.

Tipp zum Bau informiert Sie über Deckenputz

Vor allem beim Verputzen von Fenstern und Türen ist es wichtig Kantenschoner zu verwenden.

Sobald Sie die Schoner und den Kleber haben, geht es an die Verputzung der Ecken. Schneiden Sie hierfür die Schonleisten je nach der Höhe Ihrer Wand zu. Anschließend kleben Sie sie auf die Mauerecken. Sparen Sie hierbei nicht am Kleber. Es gilt das Motto „Viel hilft viel“.

Nachdem der Kleber angetrocknet ist, verbergen Sie die Ecke unter Einsatz einer schnell trocknenden Spachtelmasse. Wenn Sie alles richtig gemacht haben, ist der Kantenschutz nicht mehr zu erkennen. Die Benutzung solcher Schutzleisten empfiehlt sich insbesondere bei Türen und Fenstern.

Auswerfen der Flächen mit Grobputz

Nun haben Sie die Faschen angebracht, Ihre Ecken verspachtelt und ein Abziehbrett gekauft oder selbst gebastelt. Jetzt geht es an die großflächige Verarbeitung des Grobputzes. Das wird auch Anwerfen genannt. Dabei ist es wichtig die Wand im Vorfeld anzufeuchten.

Auch das Anspritzen einer dünnen Schicht haben Sie bis dahin schon abgeschlossen. Nun tragen Sie Ihren Grobputz in den Flächen zwischen den gezogenen Faschen auf und streichen diese Schicht mit Ihrem Abziehbrett eben.

Diesen Vorgang wiederholen Sie bei den restlichen Flächen. Geben Sie dabei den abgezogenen Grobputz wieder in den Eimer. Zum Verstreichen ist es optimal eine Links-rechts Bewegung von unten nach oben auszuführen.

Verwendung eines Reibbrettes

Als letzter Schritt in diesem Prozess ist es immer gut die ausgetrocknete Wand aus Grobputz mit einem Reibbrett zu bearbeiten. Das sorgt für eine zusätzlich glattere Wand. Des Weiteren erlangt der Grobputz dadurch eine höhere Festigkeit.

Hierbei besteht die Option durch die Verwendung von Schwämmen oder verschiedener Glättekellen Muster in die Wand zu ziehen oder die Optik zu verändern. Sie können auf die Wand aus Grobputz  auch Tapete anbringen. Ungeahnte Kombinationsvielfalt ergibt sich durch einen anschließenden Einsatz von Feinputz.

Sind Sie an diesem Thema interessiert? Informieren Sie sich hier über Feinputz.

Rabottieren des Grobputzes

Beabsichtigen Sie eine weitere Schicht Feinputz, um eine schöne Farbe oder ein Muster einzuarbeiten? Dann ist es nötig die Schicht aus Grobputz zu rabottieren. Dafür verwendet man ein Reibebrett, nachdem die Masse oberflächlich getrocknet ist. Durch das Aufrauen der Fläche durch ein solches Brett erleichtern Sie dem Oberputz den Halt. So sorgen Sie auch für mehr Stabilität.

Interessenten von weiteren Möglichkeiten informieren sich am besten auf unserer Seite Putz.

6. Kosten für Werkzeug und Material

In der Sache der Kosten von Grobputz kommt es in erster Linie darauf an, wie viel Fläche Sie verputzen wollen. Je nach Hersteller kann ein Kilogramm Grobputzmischung zwischen 0,22 € und 1,05 € kosten.

Die Kostenkalkulation gelingt mit Tipp zum Bau

Zur Errechnung der Kosten ist es wichtig gründlich zu recherchieren und sich beraten zu lassen.

Hierbei bitten wir Sie zu beachten, dass der Materialverbrauch des Grobputzes sich stark danach richtet wie dick Sie Ihre Wand verputzen. Bei einer maximalen Schichtdicke von 15 mm kann ein Kilogramm Grobputz bis zu 2,1 Quadratmeter abdecken. Diese Angaben variieren je nach Hersteller und Produkt stark. Erkundigen Sie sich am besten nach dem Produkt, das am besten für Ihre Situation geeignet ist.

Nachdem die Abfüllmenge ebenso schwankt, belaufen sich die Kosten für einen Sack Grobputz auf etwa 41 € für 40 Kilogramm Material. Andere Hersteller verkaufen Ihren Grobputz zu 10 Kilogramm im Sack. Daher empfehlen wir erneut eine ausführliche Kaufberatung.

Werkzeugkosten

In Bezug auf die genannten Werkzeuge, die Sie für das Verputzen Ihrer Wände benötigen ergeben sich folgende Preisspannen.

  • Der Preis einer Maurerkelle befindet sich zwischen 7,31 und 10,28 €.
  • Ein einzelner Putzhaken aus Edelstahl liegt bei den Kosten zwischen 1,85 und 2,91 €.
  • Ein Reibbrett befindet sich im preislichen Segment von 1,80 und 10,66 €.
  • Eine zwei Meter lange Abziehlatte aus Aluminium kostet zwischen 10,63 und 17,50 €.
  • Ein Baueimer kostet je nach Größe unterschiedlich. Das günstigste Modell ist für 0,97 € erwerbbar.
  • Putzquirle gibt es in vielen verschiedenen Varianten. Je nach Länge und Zweck kosten sie beispielsweise zwischen 4,63 und 10,68 €.

Grobputz verarbeiten lassen durch den Fachmann

Falls Ihnen das handwerkliche Selbstvertrauen fehlt, sind Sie gut mit einer Verputzung durch den Fachmann beraten. Eine Einkleidung Ihrer Wände durch einen Maurer gewährleistet eine saubere Wand ohne Fehler. Es erspart Ihnen auch eine Menge Zeit und Ärger.

Je nachdem in welcher Region Sie wohnen oder bauen, kostet die Verputzung eines Quadratmeters zwischen 15 und 20 €. Dazu fallen noch die Materialkosten an, die je nach Ihren Wünschen ebenso unterschiedlich hoch ausfallen.

Erfahren Sie alles Wissenswerte über Maurer bei Tipp-zum-Bau

Ein Maurer verputzt Ihre Wände sauber. Die Kosten für einen Maurer schwanken je nach Material und Standort.

Für Heimwerker, die ihre Kosten minimieren, ist die Eigenverarbeitung des Grobputzes durchaus machbar. Für professionelle Bauherren und größere Projekte empfehlen wir jedoch den Fachmann.

Den passenden Maurer in Ihrer Umgebung finden Sie in unserem Branchenbuch.


7. Alternativen zu verputzen Wänden

Wenn Ihre Mauern stehen, Sie dem Verputzen der Wände jedoch skeptisch gegenüberstehen, gibt es hier ein paar anregende Ideen für Sie. Zum einen können Sie Ihre Wände mit Gipskartonplatten einkleiden. Sie werden lediglich auf die bestehende Mauer aufgeklebt.

Das spart sowohl Zeit als auch Materialkosten. Allerdings brauchen Gipskartonplatten lange, um zu trocknen. Darüber hinaus sind sie nicht so stabil als Wände, die mit Grobputz bearbeitet wurden.

Falls Ihnen diese Variante nicht zusagt, haben Sie noch eine andere Option. Lassen Sie die Mauer unverkleidet. So erhalten Sie ein rustikales Ambiente. Aus optischen Gründen empfehlen wir allerdings in einem Raum nur eine Wand unverkleidet zu lassen.

In einem neueren Trend werden Stoffe anstelle von Putzen verwendet. Damit ergeben sich neue Muster und Effekte. Von bunt bis einfarbig mit Akzenten ist für jeden Geschmack etwas dabei. Anstelle normaler Tücher ist es denkbar Teppiche an die Wand zu hängen. Wenn Sie sich nicht auf eine Option festlegen wollen, können Sie auch ein Ensemble aus verschiedenen Materialien zusammenstellen. Es ist Zeit für Sie, kreativ zu werden!

8.Fazit

Die Verwendung von Grobputz zur Grundierung Ihres Mauerwerks ist gängige Praxis. Sie bietet die Möglichkeit, eine große Bandbreite von Dekorationen darauf aufzubauen. Beispiele hierfür sind Holz, Fliesen oder auch Textilien. Grobputze weisen dazu praktische Eigenschaften wie Wärmedämmung auf.

Wissenswertes über Grobputz bei Tipp zum Bau

Grobputz ist die Schicht zwischen dem Mauerwerk und Ihrer persönlichen und individuellen Vier Wände.

Entscheidend für Sie ist, dass Sie Ihr Heim nach Ihren individuellen Anforderungen gestalten. Es gibt sehr viele Möglichkeiten bei der Ausgestaltung. Lassen Sie sich daher ordentlich und eingehend beraten.

9. Grobputz für den Außenbereich

Grobputze werden sowohl im Innen- als auch Außenbereich eingesetzt. Eine kahle, unverputzte Wand sehen Sie kaum. Grobputzsorten für den Außenbereich verfügen über andere Eigenschaften und setzten sich anders zusammen. Dadurch sind sie beispielsweise witterungsbeständiger. Diese Kriterien treffen nur bedingt auf Grobputze im Innenbereich zu.

Obwohl Außenputze im Regelfall dünner aufgetragen werden, verfügen sie über eine höhere Beständigkeit gegen Wind und Wetter. Die meisten dieser Außenputze sind durch ihre Zusammensetzung aus einem Kalk-Zementmörtel-Gemisch diffusionsoffen. Das bedeutet, dass sie feuchtigkeitsdurchlässig sind. Dennoch bieten Außenputze genug Schutz für Ihr Mauerwerk. Moderne Grobputzsorten kommen ohne eine zusätzliche Schicht Oberputz aus.

10. Entsorgung von Grobputz

Fallen nach der Verputzung Ihrer Wände Reste an, entsorgen Sie diese fachgerecht als Bauschutt. Bauschutt wird größtenteils recycelt, solange es sich nicht um schadhafte Substanzen handelt. Der abgeschlagene Putz von der Wand wird geschreddert oder gemahlen und anschließend zur Verarbeitung im Straßenbau angeboten.

Hierbei werden unterschiedliche Korngrößen erstellt. Die Materialien bei handelsüblichem Grobputz sind gesundheitlich unbedenklich. Lediglich auf den Staub ist bei der Verarbeitung zu achten. Falls Sie Ihren Grobputz entsorgen möchten, empfehlen wir die Verwendung von Schutzkleidung. Waschen Sie diese nach dem Kontakt mit dem Putz.

11. Verputzte Wände seit der Antike

Wenn Sie denken, dass die Verputzung von Wänden ein neuzeitliches Phänomen ist, täuschen Sie sich. Schon seit 12.000 Jahren verwenden Menschen verschiedene Baustoffe, um ihre Wände zu glätten und das Mauerwerk zu schützen.

Die ältesten Befunde fand man in der Region des Fruchtbaren Halbmondes. Dieser Ausdruck beschreibt die antiken Regionen von Ägypten, Assyrien und Mesopotamien. Dabei handelt es sich um die heutigen Länder des Nahen Osten.

Auch im antiken Rom, zum Beispiel in der versunkenen Stadt Pompeji, fand man verschiedenste Schichten von Kalk, Lehm oder Gips auf den Bauwerken. Während der Industrialisierung verkleidete man die Bauten in Ersatzstoffen und wich von der Verwendung organischer Rohstoffe ab. Vor allem die Verwendung von Lehmputzen erlebt momentan eine Wiedergeburt.

12. Vorteile einer sauber verputzten Wand

Das Verputzen einer Wand mit mindestens einer Schicht aus Grobputz bietet zahlreiche Vorteile. Je nachdem welche Sorte Sie benutzen kann Putz beispielsweise wärme- und schallisolierend wirken. Andere Putzsorten werden auch im öffentlichen Raum verbaut, da sie brandvorbeugend Im Außenbereich bieten sie Ihnen und Ihrem Mauerwerk Schutz vor Wind und Wetter.

Im Innenbereich beeinflussen Putzsysteme Ihr Raumklima, die Lichtverhältnisse und die Schalldämmung. Darüber hinaus dichtet eine Putzschicht auf Ihrem Mauerwerk eventuelle Zugstellen ab. Putze verhindern durch ihre Durchlässigkeit bei Feuchtigkeit die Bildung von Schimmelpilzen. Diese Eigenschaft wird diffusionsoffen genannt.

Um all diese Vorteile zu erhalten, ist es wichtig, dass Sie Ihre Wand lückenlos und sauber verputzen. Falls Sie nicht das nötige Wissen und Können mitbringen, wenden Sie sich an einen Fachmann.

13. Beachten Sie diese Normen

Das Deutsche Institut für Normung e.V. ist dafür zuständig für alle Produkte aus allen Bereichen der deutschen Wirtschaft einheitliche Normen Daran halten sich die Produzenten auch.

  •  Im Außenbereich wird die Planung und Ausführung von Außenputzen von den Normen DIN EN 13914-1 und ergänzend DIN 18550-1 geregelt.
  • So genannte mineralische Innenputze mit Kalk oder Zement als Hauptbindemittel müssen der DIN 998-1 entsprechen.
  • Lehmputze unterliegen der DIN 18947.
  • Gipsputze haben der DIN EN 13279-1 zu entsprechen. Diese eignen sich vor allem zur Benutzung für Nassräume, wie zum Beispiel Badezimmer.
  • Es gibt zahlreiche verschiedene Putzmischungen, die anderen Normen unterstellt sind. Eine Beratung im Baumarkt zur fachgemäßen Verarbeitung ist daher unerlässlich.

14. Genaue Zusammensetzung von Grobputzen

Grobputze unterscheiden sich untereinander in der Zusammensetzung ihrer Werkstoffe. Meist werden dafür kalk und Zement gemischt. Je nach Produkt unterscheidet sich jedoch die genaue chemische Zusammensetzung. Die Verwendungsmöglichkeiten der Grobputzsorten richtet sich vor allem nach der Kombination der Werkstoffe.

  • Lehmputze bestehen aus Lehm, Sand, Fasern und Gerstenstroh. Sie eignen sich für den Innenbereich.
  • Münchener Rauhputz wird aus Calciumhydroxid, also Kalk, und verschiedenen Sorten Zement hergestellt. Dieser wird meist an der Außenfassade angebracht.
  •  Mauer- und Putzmörtel wird hauptsächlich aus Zement und mineralischen Bindemitteln zusammengesetzt.
  • Dämmputz enthält Zement, Kalk und organische Leichtzuschläge. Normalerweise wird Dämmputz an den Innenwänden verarbeitet.

15. Wasserbedarf bei der Vermengung von Grobputzen

Zur Verarbeitung von Grobputzen aus dem Sack benötigen Sie Wasser. Je nachdem in welcher Phase Sie sind ändert sich der Wasserverbrauch. Das liegt vor allem an der gewünschten Konsistenz. Beim so genannten Anspritzen ist eine dünnere Konsistenz von Vorteil. Dabei wird eine dünne Schicht großflächig auf dem Mauerwerk verteilt, um der Hauptschicht Haftung zu verleihen. Um das zu erreichen ist eine Wassermenge von fünf Litern pro Kilogramm meist ideal.
Wichtig für Sie ist, dass Sie den Anweisungen auf der Packung oder dem Datenblatt Diese Menge kann je nach Sorte und Produkt variieren. Bei der Vermengung der größeren Masse nimmt man üblicherweise drei Liter pro Kilogramm. Damit erhalten Sie eine zähere Konsistenz, mit der Sie eine dickere Schicht zu Stande bringen.

16. Umweltverträglichkeit von Grobputzen

Grobputze werden für den Straßenbau und andere Branchen selbst nach der Verwendung recycelt. Dadurch ist die Verwendung derartiger Putzsorten nachhaltig und umweltfreundlich. Weil die meisten Grobputze zu großen Teilen aus Kalk hergestellt werden, sind diese Baustoffe auch umweltverträglich. Darüber hinaus werden diese Werkstoffe als besonders Allergiker freundlich betrachtet. Dadurch sind sie baubiologisch und bauphysikalisch sehr wertvoll. Wenn Sie wert auf nachhaltiges Bauen legen, empfehlen wir Ihnen die Verwendung von Lehmputzen. Durch ihre organische Zusammensetzung betonen sie den Aspekt der Nachhaltigkeit noch mehr. Zwar ist der Wasserverbrauch auf große Flächen hoch, aber die CO²-Bilanz ist wesentlich besser als bei anderen Optionen.

17. Anleitung zur Verarbeitung von Grobputz

Zur erfolgreichen und nachhaltigen Verarbeitung von Grobputz empfehlen wir Ihnen folgende Schritte:

  • Nässen Sie Ihre Wand am Vortag an, damit der Putz an der Wand haftet.
  •  Mischen Sie Ihren Putz mit fünf Litern Wasser auf ein Kilogramm Putzmasse. Beachten Sie aber bitte den Verpackungshinweis.
  •  Spritzen Sie die dünne Masse an die Wand. Verstreichen Sie die erste Schicht gleichmäßig und lassen Sie sie ein wenig antrocknen.
  •  Mischen Sie danach Ihre Putzmischung mit drei Litern Wasser pro Kilogramm.
  •  Mit dieser Mischung ziehen Sie zunächst Faschen im Abstand von etwa 1,5 Metern.
  •  Danach ist es wichtig mit Schonern die Ecken zu verspachteln. Achten Sie darauf, dass die Schoner komplett unter der Spachtelmasse bedeckt sind.
  •  Streichen Sie den Grobputz zwischen den Faschen auf. Verwenden Sie ein Vierkantröhre aus Aluminium. Bewegen Sie sich von rechts nach links und unten nach oben.
  • Verwenden Sie abschließend ein Reibebrett, um die letzten Unregelmäßigkeiten zu beseitigen.

18. Neue Trends bei der Wandverschönerung

Obwohl die Verwendung von Grundputzen zum Standard geworden ist, gibt es mittlerweile eine ganze Reihe anderer Möglichkeiten zur Gestaltung Ihrer Wände:

  •  Lassen Sie Ihr Mauerwerk, wie es ist. Das verleiht Ihrem Raum einen rustikalen Charme. Allerdings empfehlen wir Ihnen aus Optikgründen nie mehr als eine Wand pro Raum unverputzt zu lassen.
  •  Auf den Grobputz ist es möglich eine Schicht Fein- oder Edelputz aufzutragen. Dadurch ergeben sich wieder andere Raumeigenschaften und eine ungeahnte Bandbreite möglicher Dekorationen.
  •  Verkleiden Sie Ihre Wände mit Teppichen oder anderen Textilien. Das ist eine sehr unkonventionelle Methode. Dadurch hüllen Sie Ihren Raum in eine bunte, dreidimensionale Atmosphäre.
  •  Kombinieren Sie aus den genannten Möglichkeiten nach Ihrem Geschmack. Ihrer Kreativität sind hierbei keine Grenzen gesetzt.

19. Sanierung mit Grobputz

Trotz der ständigen Verbesserungen bei Putzsorten, ergibt sich dennoch manchmal Sanierungsbedarf. Das hängt meistens mit einem feuchten und versalzten Mauerwerk zusammen. Gerade bei älteren Bauten aus dem 19. Und frühen 20. Jahrhundert ist dies häufig der Fall. Das liegt daran, dass man sich in dieser Zeit von der Verwendung organischer Putzmaterialien entfernt hat.
Durch die Zusammensatzung heutiger Putzsysteme, lassen sich sanierbedürftige Mauerwerke retten. Wichtig ist dabei zunächst die Ursache für die steigende Feuchtigkeit zu klären und diese zu unterbinden. Anschließend ist es wichtig den beschädigten Putz restlos zu entfernen und die beschädigten Mauern gegebenenfalls Nach eingehender Beratung durch den Fachmann oder im Baumarkt ist es Zeit für den Einsatz des neuen Unterputzes. Durch die Anpassung des Oberputzes an den Untergrund erstrahlen komplette Gebäude in neuem Glanz.

20. Putzsysteme aus zwei Schichten

Die Verwendung von zwei Schichten Putz auf Ihrer Mauer ist eine Möglichkeit zur Gestaltung Ihrer Wände. Dabei empfiehlt es sich auf ein sauber aufeinander abgestimmtes Putzsystem zurückzugreifen. Derartige Systeme bestehen aus einem Grobputz und einem Feinputz, die schichtweise aufeinander aufgetragen werden.
Bei der Gestaltung einer Wand mit einem Putzsystem gibt es zahlreiche Faktoren zu beachten. Einige davon sind der Untergrund, die gewünschte Optik, das Raumklima und viele andere. Vor allem die Beschaffenheit des Mauerwerks ist von ausschlaggebender Optimalerweise tun Sie gut daran einen Fachmann zu engagieren. Maurer bringen genug Wissen und Können mit, um Ihnen zu Ihrem Wunschergebnis zu verhelfen. Eine Beratung im Baumarkt ist für Heimwerker jedoch unerlässlich. Das Verputzen von Wänden erfordert höchste Präzision bei der Planung und der Umsetzung.

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