Erdschluss

Welche Gefahren sich aufgrund eines Erdschlusses ergeben: Das erläutert das Glossar von Tipp zum Bau.

Erdschlüsse entstehen durch Fehler im Stromkreis.

Ein Erdschluss liegt bei einer gestörten Verbindung im Stromkreis vor. Die elektrische Leitung führt dabei ungewollt in die Erde oder in ein geerdetes Netzteil. Eine mögliche Ursache dafür liegt beispielsweise in einer zerstörten Isolation.

In einem Stromkreis sind verschiedene Fehler möglich. Elektro-Ingenieure sehen den Erdschluss auch als Kurzschluss an. Denn wie beim Kurzschluss verringert sich der Widerstand ganz plötzlich. Diese Verringerung entsteht, weil die Leitung einen Teil des Stromkreises überspringt. Stattdessen fließt der Strom direkt in die Erde oder ein geerdetes Teil.

Ursachen für einen Erdschluss

Es gibt verschiedene Gründe, warum Erdschlüsse entstehen. Eine gebrochene Leitung oder Isolation sind die Hauptgründe. Die Ursachen für einen Bruch erscheinen ebenfalls zahlreich. Vor allem bei Mittel- und Hochspannungsnetzen treten oft externe Einflüsse auf. Dabei handelt es sich um:
Beschädigte oder verschmutzte Isolatoren.
• Äste, die auf die Spannungsnetze fallen.
Spannungsleitungen, die auf den Boden hängen.
• Vögel, die sich auf die Spannungsnetze setzen.

Gefahren und Folgen durch einen Erdschluss

Da der Erdschluss durch einen Fehler im Stromkreis entsteht, bleiben mögliche Gefahren nicht aus. Denn die Folgen erscheinen in Form einer sehr plötzlichen und hohen Spannung. Dies bedeutet Gefahr für das Stromnetz und für Lebewesen in der Nähe des Kurzschlusses. Folgende Gefahren treten auf:
• Funken bedeuten eine Gefahr des Feuerausbruchs.
Ebendiesen Effekt haben auch Lichtbögen. Ein Lichtbogen ist ein energiegeladener Bogen zwischen zwei elektrisch geladenen Teilen. Die Teile berühren sich in der Regel nicht.
Menschen oder Tiere in der Nähe setzen sich der Gefahr eines Stromschlags aus.
Der Netzbetrieb schaltet sich bei einem Erdschluss automatisch aus. Dies hat Auswirkungen auf die Stromversorgung.

Schutz vor einem Erdschluss

Um mögliche Gefahren vorzubeugen, planen Elektro-Ingenieure bestimmte Schutzvorkehrungen für das Stromnetz. Falls ein Erdschluss auftritt, sorgen sie für die Ableitung des Stroms. Auch im Abschalten des Netzwerks besteht eine Möglichkeit des Schutzes. Dies wird realisiert durch:
• Schutzschalter, die das Netz abschalten, wenn der Stromfluss zu schnell steigt.
Mithilfe eines dritten Pols leiten Schutzkontaktstecker und -steckdosen Fehlerströme ab.
• Erdungsdrähte, die den Strom bei einer Störung über Umwege zurück in die Erde führen.