Glasfaserausbau

Der Glasfaserausbau – die Revolution für schnelles Internet

Der Glasfaserausbau befindet sich auf dem Vormarsch. Immer mehr Städte erhalten einen Zugang zu schnellerem Internet. Egal, ob Sie Ihren Internetzugang gelegentlich oder täglich für mehrere Stunden nutzen. Sie übermitteln Ihre Daten schneller als jeder andere Anschluss. Dank verschiedenen Verfahren im Glasfaserausbau ziehen die Glasfasern auch bei Ihnen ein.

1. Was sind Glasfasern – Glasfaserausbau erklärt

Tipp zum Bau informiert Sie über den Glasfaserausbau.

Der Glasfaserausbau sorgt für schnelles Internet.

Glasfasern sind aus Glas bestehende dünne Fasern. Das macht sie weitaus vielseitiger als Kupfer. Ihr bekanntestes Einsatzgebiet ist die Datenübertragung. Dort fungieren Glasfasern als sogenannte Lichtwellenleiter, welche verschiedene Datenmengen von A nach B transportieren.

Die Glasfasern finden bisher nur in den wenigsten Regionen Deutschlands Anwendung. Nach einem Ranking aller OECD-Länder haben in Deutschland 3,6% der Bevölkerung Zugang zu Glasfasern. Damit liegt Deutschland deutlich unter dem Durchschnitt, der bei etwa 26,8% liegt (Stand 2019). Und das entspricht nicht einmal der Hälfte des höchsten Anteils. Südkorea ist Spitzenreiter. Dort verfügen 81,7 % der Bevölkerung über einen Glasfaser-Anschluss.

Glasfasern bieten eine hohe Bandbreite. Sie sind also in der Lage, mehrere Signale und Daten auf einmal zu übermitteln. Dies erfolgt über drei Stationen:

  • Einen garagenähnlichen Hauptverteiler, dem Point of Presence oder kurz PoP. Er leitet die Informationen weiter.
  • Einen Unterverteiler DP, kurz für Distribution Points.
  • Die Hausübergangs-Punkte, kurz HÜPs genannt.

Ein PoP versorgt problemlos zeitgleich bis zu 48 Haushalte. Um von dem Glasfasernetz Gebrauch zu machen, benötigen Sie einen Glasfaserausbau. Ein Glasfaserausbau lässt sich in einzelnen Gebäuden oder innerhalb einer ganzen Gemeinde realisieren.

2. Verschiedene Arten von Glasfasern beim Glasfaserausbau

Bevor der Glasfaserausbau erfolgt, wählen Sie ein passendes Glasfaserkabel aus. Unterschiedliche Kabelarten stehen dabei zur Verfügung.

Hauptgrößen

Glasfasern weisen in ihrer Struktur einen fast identischen Querschnitt auf. Jedoch unterscheiden sich mehrere Typen und Arten von Glasfasern in der Datenübertragung. Die Arten lassen sich anhand ihrer „Zahlen“ auseinanderhalten. Sie geben den Durchmesser des Glasfaserkerns sowie des Mantels an. Grundlegend lassen sich verschiedene Kerngrößen einteilen. Die drei Hauptgrößen von Glasfasern sind 50/125 Mikrometer, 62,5/125 Mikrometer und 8,3/125 Mikrometer. 

Die erste Hauptgröße 50/125 ist die gebräuchlichste Variante. Zusammen mit 62,5/125 stellt sie die effektivste Art für das Gigabit-Ethernet dar. Das Gigabit-Ethernet verwenden wegen seiner Geschwindigkeit vor allem Unternehmen. Es beschreibt die Übertragung von Ethernet-Frames mit einer Geschwindigkeit von Gigabit pro Sekunde.

Single-Mode und Multi-Mode

Des Weiteren lässt sich zwischen Singlemode-Fasern und Multimode-Fasern unterschieden. Der „Modus“ hängt mit dem Weg, auf dem sich das Licht ausbreitet, zusammen. Hierbei haben die Singlemode-Fasern einen weitaus kleineren Kerndurchmesser (8,3/125). Sie kommen bei Netzwerkverbindungen über große Längen und Wege zum Einsatz. Multimode-Fasern (50/125 und 62,5/125) haben einen größeren Kerndurchmesser und eignen demnach für kürzere Strecken.

3. Die Alternative zur Glasfaser

Tipp zum Bau zeigt Ihnen, welche Alternativen zum Glasfaserausbau bestehen.

An manchen Stellen stockt der Glasfaserausbau noch. Es geht jedoch aufwärts.

Deutschland klettert die Leiter in Richtung erfolgreiche Digitalisierung nur langsam herauf. Einige Regionen Deutschlands sind noch weit von einem umfassenden Glasfaserausbau entfernt. Oft liegt das an einem mangelnden Interesse oder unzureichender Finanzierungsmöglichkeiten. Das ist zwar ärgerlich, aber auch hier lässt sich Abhilfe schaffen. Denn mittlerweile gibt es zahlreiche Alternativen zur Glasfaser, die ein ähnliches Ergebnis versprechen.

Kabel Internet

Einen übersichtlichen Überblick über verschiedene Arten von Steckdosen bietet das Bauportal Tipp-zum-Bau. Hier erfahren Sie alles rund um Steckdosen, Schalter und Buchsen.

Es geht auch ohne Glasfaser.

Kabel-Internet ist nichts Neues. Umso überraschender ist es, dass es eine der besten Alternativen zur Glasfaser ist. Denn anders als Glasfaserkabel sind Highspeed-Kabel-Anschlüsse nahezu überall verfügbar. Auch Telefon- und Fernsehanschlüsse wickeln Sie über die Kabel ab. Das macht das Kabel-Internet vielseitig in seiner Anwendung. Außerdem ist es schnell und vergleichsweise günstig.

VDSL

Warum vor allem VDSL eine gute Alternative zur Glasfaser darstellt ist einfach. Ein Teil der VDSL-Kabel besteht aus Glasfasern. Wie beim Kabel-Internet ist die Verfügbarkeit sehr weitläufig. Und auch hier sind die Kosten überschaubar. Leider verringert sich die Highspeed-Datenübertragung bei steigender Entfernung zum Verteiler.

LTE

Jeder, der ein Smartphone besitzt, kommt womöglich einmal mit LTE in Berührung. Mit 98% Abdeckung in Deutschland ist LTE der Spitzenreiter unter den Glasfaser-Alternativen. Das hat den Vorteil, dass es auch ländlicheren Gegenden möglich ist, problemlos darauf zuzugreifen. Preislich liegt das LTE-Netz auf dem Niveau von VDSL. Bei den meisten Tarifen ist der Verbrauch des Highspeed-Internets allerdings ziemlich hoch. Mittlerweile stehen hierfür Hybrid-Tarife zur Verfügung.

SAT-DSL

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Satellitenschüsseln als gute Alternative!

Auch Satelliten stellen im Bereich der Datenübertragung eine Möglichkeit dar. Beim Internet und als Alternative zur Glasfaser ist der Satellit aber eher eine Notlösung. Mittlerweile bietet aber auch SAT-DSL gute Übertragungsraten. Im Gegensatz zu anderen Alternativen ist Internet per Satellit jedoch vergleichsweise teurer und langsamer. Weitere Informationen finden Sie unter Satellitenanlage.

4. Warum stockt der Glasfaseranbau?

Der Glasfaserausbau lässt sich trotz seiner Aktualität nicht in kürzester Zeit bewältigen. Denn er benötigt eine ausreichende Zeit zur Planung. Selten sieht sich eine Ortsgemeinde dazu verpflichtet, Glasfaser zu verlegen. Gründe dafür gibt es viele. Diese unterstützt allerdings nicht jeder. Auf Glasfaser zu wechseln und den Glasfaserausbau voranzutreiben, lässt sich aber gut begründen:

  • Glasfasern bieten eine Breitbandversorgung.
  • Andere Netzanbieter kommen für eine Breitbandversorgung nicht auf.
  • Die Strategie der Glasfasern wird endlich in der Umgebung umgesetzt.
  • Es finden ohnehin Baumaßnahmen statt.
  • Ein Glasfaseranbieter stellt ein konkretes Angebot.

Oftmals reicht eine gute Begründung nicht aus. Nicht jeder erkennt sofort die Vorteile, was sich als problematisch erweist. Hinzu kommen die nötigen Voraussetzungen und Ansprüche, die zu erfüllen sind. Erst dann beginnt der Glasfaserausbau und das schnellere Internet zieht in die Häuser ein. Dabei spielt vor allem die Gemeinde eine sehr große Rolle:

  • Sie übernimmt den (Teil-)Ausbau.
  • Die Gemeinde finanziert den Glasfaserausbau und die weitere Nutzung langfristig.
  • Der Glasfaserausbau hat einen großen Aufwand. Die Gemeinde benötigt hierfür die Bereitschaft in der Bevölkerung.
  • Ohne geeignetes Personal sowie staatliche Unterstützung geht es nicht.
  • Eine gute Zusammenarbeit von Netzplaner und Bauingenieur ist notwendig.

Sieht die Gemeinde keinen Bedarf in einem Glasfaserausbau, stehen die Chancen schlecht. Es gibt jedoch Maßnahmen, wie Sie maßgeblich zu einem Ausbau beitragen.

5. Glasfaserausbau im Detail – Wie kommen die Glasfasern zu mir?

Streben Sie einen Glasfaseranschluss im eigenen Zuhause oder flächendeckend in Ihrer Gemeinde an? Die Installation im eigenen Haus oder der eigenen Wohnung lässt sich schnell erledigen. Ein allgemeiner Glasfaserausbau dauert dagegen deutlich länger. Sie benötigen dazu aber nicht zwingend einen Neubau. Auch in Altbauten und sogar Mietwohnungen lässt sich Glasfaser verlegen. Erfahren Sie hier mehr zur Elektroplanung im eigenen Haus. 

Um einen umfassenden Glasfaserausbau zu erreichen, benötigen Sie allerdings viele Stimmen. Schließen Sie sich daher mit anderen Mietern und Nachbarn zusammen. Nur wenn Ihre Gemeinde einen hohen Bedarf ermittelt, lässt sich ein Glasfaserausbau realisieren. Dieser liegt bei etwa 40% der Haushalte.

Glasfaserausbau in den Kommunen

Als Kommune und Gemeinde ist jetzt der richtige Zeitpunkt, den Glasfaserausbau voranzutreiben. Zum einen beschleunigen Sie den Breitbandausbau und sorgen für schnelleres Internet. Zum anderen gestalten Sie Ihren Wirtschaftsstandort deutlich attraktiver

Mit einer Glasfaserverbindung konzentrieren Sie Fachkräfte auf einen Ort. Sie schaffen Arbeitsplätze für die Zukunft und sichern bereits bestehende langfristig. Der Ausbau benötigt Mitarbeiter in der Planung sowie Ingenieure. Initiieren Sie den Ausbau von Glasfasernetzen und holen Sie sich so kompetentes Arbeitspersonal in die Region. Gerade der ländliche Raum sichert so sein Fortbestehen. 

Anbieter von Glasfasernetzen fördern den Ausbau zurzeit intensiv. Durch wirklich gute Angebote nehmen Kommunen am digitalen Wandel teil. Die Glasfasernetze ermöglichen Weiter- und Fortbildungen. So bilden Sie die notwendigen Arbeitskräfte für den Ausbau mit aus. Außerdem stehen Ihnen unterschiedlichste finanzielle Förderungen zur Auswahl. Häufig besteht das Konzept für Gemeinden aus drei Aspekten:

  • Privatwirtschaftlicher Glasfaserausbau. In weniger als zwei Jahren schließen Anbieter Kommunen ans Glasfasernetz an.
  • Geförderter Glasfaserausbau. Anbieter stehen Kommunen beratend zur Seite, wenn es um das Erschließen von Randgebieten geht. Der Fokus liegt darauf, nicht wirtschaftliche Bereiche mit dem Netz zu verbinden.
  • Eigenständiger Glasfaserausbau. Profitieren Sie vom Wissen und den Erfahrungen der verschiedenen Anbieter. Sie helfen Kommunen dabei, den Glasfaserausbau aus Eigeninitiative heraus voranzutreiben. Die Hilfe, die Sie erhalten, ist dabei von unschätzbarem Wert.

Nehmen Sie auch als professioneller Bauherr diese Gelegenheiten wahr. Partizipieren Sie am Glasfaserausbau. Investieren Sie in den Ausbau und helfen Sie mit, die 40%-Hürde zu überschreiten. Schauen Sie sich nach einer Kooperation mit Ihrer Gemeinde um. Tragen Sie beispielsweise Teile der Kosten und erhalten Sie dafür Steuervergünstigungen. Seien Sie kreativ und helfen Sie Ihrer Kommune dabei, ins digitale Zeitalter einzutreten.

6. Glasfaserausbau in meiner Region

Sie sind sich unsicher, ob und wie weit der Glasfaserausbau in Ihrer Umgebung ist? Es stehen Ihnen verschiedene Webseiten zur Verfügung. Eine Hilfestellung zu dieser Frage bietet die Telekom. Geben Sie einfach Wohnort oder Postleitzahl sowie den Straßennamen und ggf. die Hausnummer ein. Sofort zeigt Ihnen die Seite, wie viel MBit/s Sie Zuhause zur Verfügung haben. Auch bei der Seite der Deutschen Glasfaser suchen Sie einfach Ihre Adresse. Dadurch erfahren Sie rasch, ob Sie sich in einem Ausbaugebiet befinden. 

Außerdem bietet Ihnen die Seite die Möglichkeit, Kontakt aufzunehmen, falls Ihre Adresse noch fehlt. Auf Glasfaser-Internet filtern Sie sogar neben der Verfügbarkeit auch einen Anbieter heraus. Sie wählen lediglich Ihr Bundesland aus und sofort öffnet sich eine Karte. Sie sehen, wo sich Ausbaugebiete befinden und welche Anbieter diese bedienen. Informieren Sie sich auch bei Ihrem Internet-Anbieter über verfügbare Glasfaseranschlüsse in Ihrer Umgebung.

7. Glasfasern verlegen – auf dem schnellsten Weg zum Glasfaserausbau

Ein Tiefbau ist für den Glasfaserausbau nicht zwingend notwendig. Durch zahlreiche andere Verfahren lassen sich Glasfasern auch ohne großen Aufwand verlegen.

Unterirdische Verlegung in bestehenden Abwasserinfrastrukturen

Was kompliziert klingt, ist ganz einfach. Denn sowohl begehbare als auch nicht begehbare Abwasserkanäle verkabeln Sie problemlos. Spannringe lassen sich in den Kanälen anbringen. Durch diese ziehen Sie schließlich die isolierten Glasfaserkabel. Dieses Verfahren ist so konzipiert, dass nach dem Verlegen eine Kanalsanierung weiterhin möglich ist.

Geschlossene unterirdische Verlegung – Bodenverdrängungs-Verfahren

Dieses Verfahren räumt das Erdmaterial oder der Asphalt mit einem luftbetriebenen Verdrängungshammer (Erdrakete) weg. Von der Startgrube ausgehend treiben Sie die Erdrakete durch den Boden. Der dadurch entstehende Hohlraum hat die ideale Größe. Sofort lassen sich jegliche Rohre und Glasfaserkabel aller Art verlegen oder nachträglich hindurchziehen. Mit diesem Verfahren kreuzen Sie Verkehrswege ohne große Gruben und unterfahren etwaige Hindernisse.

Dieses Verfahren bringt außerdem einige Vorteile mit sich:

  • Die Erdrakete ist zielgenau.
  • Eine kleine Startgrubengröße reicht vollkommen aus.
  • Sie benötigen keine Baumaßnahmen an der Oberfläche.
  • Der Einsatz ist auch bei engen Platzverhältnissen möglich.

Spülbohrverfahren

Ähnlich wie beim Bodenverdrängungs-Verfahren untertunneln Sie mithilfe des Spülbohrverfahrens Gebäude, Straßen und sogar Flüsse. Sie benötigen nur zwei kleine Gruben. Durch die sogenannte Startgrube treibt die Spülbohrmaschine den Bohrer schräg in den Boden. Bei erreichter Tiefe bohrt er horizontal bis zur Zielgrube weiter. Die herausgespülte Erde lässt sich zudem einfach emissionsarm entsorgen.

Anschließend erweitert sich das Bohrloch. So ziehen Sie das Glasfaserkabel problemlos hindurch. Dieses lässt sich am Bohrkopf befestigen und so durch das Bohrloch zurück an die Maschine ziehen. Auch bei dieser Art des Glasfaserausbaus profitieren viele von zahlreichen Vorteilen:

  • Umweltfreundliche und günstige Methode.
  • Einsatz auch bei engen Platzverhältnissen.
  • Bohrungen von mehreren hundert Metern möglich.
  • Aufwendige Verkehrssicherungs-Maßnahmen benötigen Sie nicht.

Offene unterirdische Verlegung

Bei einem geschlossenen Glasfaserausbau benötigen Sie keine Gruben. Bei der offenen Verlegung mithilfe eines Kleinbaggers heben Sie einen Graben aus. Die Leerrohre legen Sie anschließend auf einem Bett aus Sand oder dem Grubenboden aus. Im Anschluss bauen Sie stufenweise den Unterbau und die Deckschichten ein.

Microtrenching-Verfahren

Das Microtrenching-Verfahren funktioniert ähnlich wie ein offener Glasfaserausbau. Hier entsteht jedoch kein klaffender Graben im Asphalt. Eine spezielle Fräsmaschine fräst schmale Schlitze direkt an der Bordsteinkante. In diese kommen die Leerrohre. Der Unterbau hat eine Trocknungsdauer von 12 Stunden. Sind die Rohre verlegt und der Beton verhärtet, lassen Sie die Glasfasern in das Rohr ein. Abschließend legen Sie die Trag- und Deckschicht darüber.

Pflugverfahren

Auch hier verrät der Name bereits alles. Dieses Verfahren eignet sich besonders für freies, weitläufiges Gelände. Ein gezogener Kabelpflug gräbt eine Schneise in die Erde. In dem so entstandenen Hohlraum verlegen Sie zeitgleich das Leerrohr mit Trassenband. Das Eigengewicht des Pflugs verschließt die Schneise automatisch wieder. Das eingesetzte Trassenband dient als Warnung für nachfolgende Bauarbeiter und Baggerführer.

Freileitungsbau

Bei dieser Art des Glasfaserausbaus verwenden Sie meist bereits bestehende Niederspannungsmasten. Wahlweise errichtet die Stadt auch neue Masten. Der Freileitungsbau lässt sich mit dem wenigsten Aufwand betreiben. Zudem ist er wesentlich günstiger als der unterirdische Glasfaserausbau. Zeitgleich unterliegen die Glasfasern aber mehreren Einflüssen ausgesetzt.

Leerrohre  verlegen Sie entweder als Gesamtprojekt neu oder integrieren Sie innerhalb einer anstehenden Baumaßnahme. Dies reduziert die Kosten im Rahmen der nötigen Tiefbaumaßnahmen. Deutsche Generalunternehmen führen eine solche Verlegung durch.

8. Was kosten Glasfasern und ein Glasfaserausbau?

Tipp zum Bau zeigt Ihnen, wie viel der Glasfaserausbau kostet.

Der Glasfaserausbau hängt stark von den Kosten ab.

Glasfasern als Einzelprodukt sind günstig. Aber rechnet man die Baumaßnahmen hinzu, wirken sie fast unbezahlbar. In eng besiedelten Gebieten belaufen sich die Kosten pro Haushalt auf 1.234 bis 2.500 €. In dünn besiedelten, schlecht versorgten Gegenden sind die Kosten deutlich höher. Sie beginnen bei 2.500€ pro Haushalt und enden bei etwa 5.345€.

Ein weiterer Kostenfaktor ist die Art des Glasfaserausbaus. Eine oberirdische Verlegung inklusive Hausanschluss kostet pro Meter etwa 20 €. Bei einem unterirdischen Glasfaserausbau beläuft sich der Preis auf etwa 35 € bis 66 €. Deswegen findet eine neue Verlegung meist bei Neubauten statt. Das Nachrüsten alter Gebäudekomplexe ist zudem für den Internetanbieter ebenso unwirtschaftlich.

9. Welche Vorteile bietet der Glasfaserausbau?

Der Glasfaserausbau bietet Ihnen viele Vorteile:

  • Hohe Bandbreite.
  • Bis zu 2 Kilometer Datenübertragung ohne Repeater.
  • Unempfindlich gegenüber elektromagnetischen Störfeldern.
  • Abhörsicher.
  • Hohe Geschwindigkeit von bis zu 2 Gbit/s (= 2000 Mbit/s).
  • Nachhaltige Herstellung aus Siliziumdioxid.
  • Geringer CO² Ausstoß.
  • Langlebig.

10. Fazit zum Glasfaserausbau

Für eine effiziente und gesicherte Zukunft ist der Glasfaserausbau unerlässlich. Viele Länder machen es Deutschland bereits vor und zeigen die zahlreichen Vorteile auf. Der Weg dahin ist mühsam, aber nicht unmöglich. Zahlreiche Verfahren im Glasfaserausbau erlauben uns die Leiter in Richtung Zukunft stetig hinaufzuklettern.

11. Wie funktionieren Glasfaser?

Die meisten kennen den Begriff „Glasfaser“. Aber nur die wenigsten wissen, wie die Kabel tatsächlich funktionieren. Glasfaserkabel dienen dazu, Informationen zu übermitteln. Diese Kabel sind an ein Netzwerk gebunden, um Daten schnell zu übertragen. Der Datentransfer erfolgt nun nicht mehr durch Elektronen, sondern Photonen (sogenannte Lichtteilchen). Licht dient somit als Transportmedium innerhalb der Kabel. 

Die Signale werden wie Lichtblitze im Kabel übermittelt. Bei einem Telefonat beispielsweise befindet sich am Ende der Leitung ein Wandler. Dieser empfängt die elektrischen Signale (Lichtblitze) und wandelt sie in digitale um. Dadurch sind wir in der Lage, sie wieder wahrzunehmen.

12. Glasfaserausbau – DSL und Glasfaser im Vergleich

Glasfaserkabel sind eine effektive Technik für die Zukunft. Dabei kommen auch heute noch viele Menschen mit dem üblichen DSL-Netz zurecht. Im Folgenden sehen Sie daher eine grobe Übersicht zwischen den Alternativen. „Digital Subscriber Line“, kurz DSL erreicht eine Surfgeschwindigkeit von bis zu 16 Mbit/s. Die Upload-Geschwindigkeit ist geringer als die Download-Geschwindigkeit, reicht aber für eine geschäftliche Nutzung aus. Gute Flatrate-Pakete sind daher die günstigere Variante.

Wer es gerne auch beim Up- und Download schneller hat, ist begeistert von Glasfaser. Für große Unternehmen, die mit Echtzeit-Kommunikation arbeiten oder große E-Mail-Anhänge besitzen, ein Traum. Zudem lassen sich auch TV-Programme auf mehreren Kanälen schalten.

Beachten Sie, wie Sie das Internet verwenden. Nutzen Sie es gelegentlich innerhalb der Familie oder als Gamer? Schauen Sie sich regelmäßig Serien an oder arbeiten Sie viel im Home-Office? Je nachdem empfehlen sich unterschiedliche Anschlüsse:

ZweckEmpfehlung
Gelegenheitsnutzung.Möglichst günstiger Tarif. Lässt sich auch über Funk realisieren.
Gaming (bezieht sich ausschließlich auf Online-Games
oder aus dem Internet herunterladbare Medien, zum Beispiel Steam)
Fester Internetanschluss: Glasfaser oder VDSL-Anschluss
Familienhaushalt.Glasfaseranschluss.
Home-Office.Glasfaseranschluss.
Serienjunkie.Glasfaseranschluss mit 100 MBit.
YouTuber.Glasfaseranschluss mit mindestens 100 MBit.

Sie sehen, Glasfasern bleiben auch in zukünftiger Sicht die beste Wahl. Auch der damit verbundene Glasfaserausbau lohnt sich. Sie bieten Ihnen in allen Verwendungs-Bereichen eine optimale Nutzungs-Geschwindigkeit.

13. Glasfaserausbau – Installation im Haus

Um zukünftig von einem Glasfaserausbau zu profitieren, benötigen Sie die passende Technik. Um eine Verbindung herzustellen, brauchen Sie vier Komponenten in Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung:

  • HÜP: Hausübergangspunkt.
  • GF-TA: Glasfaser-Teilnehmeranschluss.
  • NT: Network Terminator.
  • Router.

Über diese Komponenten erfolgt der Kabelweg bis zu Ihrem Glasfaser-Hausanschluss über drei Stationen:

Station 1: Der HÜP nimmt das Glasfaserkabel im Gebäudeinneren auf. Er übergibt das Signal über ein weiteres Kabel an Station 2. Über den HÜP gelangt die Glasfaserleitung ins Innere. Hierfür bohren Sie entweder ein kleines Loch oder nutzen bereits bestehende Leitungen. Die Installation des HÜP nehmen Sie meist im Keller oder einem Hausanschlussraum vor.

Station 2: Der GF-TA leitet das Signal weiter. Der GF-TA ist die im Haus installierte Anschlussdose. Platzieren Sie sie möglichst nahe am Router. Der GF-TA ist die Verbindung zwischen HÜP und NT.

Station 3: Das Signal erreicht den NT. Der Kunde schließt diesen an den Router an. Der Anschluss der ersten drei Komponenten erfolgt durch beauftragte Generalunternehmen. Als Kunde sind Sie für die Vorbereitung des Leitungswegs zwischen HÜT und GF-TA zuständig. Erfahren Sie hier mehr zu Elektroplanung.

14. Fördermaßnahmen beim Glasfaserausbau

Tipp zum Bau informiert Sie über Fördermittel beim Glasfaserausbau.

Beim Glasfaserausbau stehen verschiedene Fördermöglichkeiten zur Verfügung.

Ein Glasfaserausbau ist teuer. Glücklicherweise gibt es auch hier die Möglichkeit, auf staatliche Förderungsmittel zurückzugreifen. Erfüllen Sie folgende Kriterien, um eine Förderung zu erhalten:

  • Förderbedarf – Wie hoch ist die durchschnittliche Einwohnerzahl und die derzeitige Versorgungslage?
  • Projekterfolg – Wann wird ausgebaut und wann ist das Projekt beendet? Wie hoch ist die Anzahl an hoch-bitratigen Anschlüssen nach dem Ausbau?
  • Ist eine KoFinanzierung durch Förderprogramme der Länder und Dritter möglich?
  • Nachhaltigkeit – Wie groß ist das Projektgebiet?

Haben Sie diese Kriterien erfüllt, gelten weitere Schritte, um eine Förderung zu erhalten:

  • „Förderer“ erkunden den Markt. Lohnen sich die Baumaßnahmen?
  • Über eine kurze Beschreibung des Projekts stellt der Bauherr einen Antrag auf Fördermittel.
  • Anschließend erhält die Gemeinschaft einen Bescheid über die Förderhöhe.
  • Außerdem erhält sie einen Leitfaden sowie Muster zur Durchführung des Verfahrens.
  • Erst nach Erhalt der Vergabeunterlagen erhalten Sie eine Baufreigabe. Anschließend erhalten Sie über den tatsächlichen Betrag der Förderung Bescheid.
  • Nach Baufortschritt erfolgt die Auszahlung der Fördermittel.
  • Die Auszahlung der Schlussrate erfolgt erst, nachdem ein Nachweis eingereicht wurde.

15. Tipps für Bauherren beim Glasfaserausbau

Der Glasfaserausbau benötigt seine Zeit. Damit Sie trotzdem schnell ans Ziel kommen, beachten Sie diese drei nützliche Tipps:

  • Melden Sie Ihren persönlichen Bedarf offiziell an. Hierzu senden Sie eine Bedarfsanmeldung an das zuständige Amt im Rathaus.
  • Danach melden Sie Ihren Bedarf beim BMVI (Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur) an. Beantragen Sie einen zukunftsfähigen FFTH-Anschluss. Ansonsten erhalten Sie weiterhin langsame Kupferkabel in einem FTTC-Anschluss.
  • Zu guter Letzt melden Sie den Bedarf noch bei Ihrem Netzbetreiber an. Auch hier gilt es, einen FTTH-Anschluss zu beantragen.

Mit diesen drei Vorgängen verleihen Sie Ihrem Anliegen Nachdruck. So kommen Sie schneller an den gewünschten Glasfaserausbau.

16. Tipps für Immobilienbesitzer beim Glasfaserausbau (H2)

Ein Glasfaseranschluss steigert nachweislich den Wert Ihrer Immobilie. Denn nichts ist den Menschen heutzutage so wichtig, wie Internet.

Mit diesen Tipps erreichen Sie ein optimales Glasfasernetz in Ihrer Immobilie:

  1. Um sich die hohen Kosten einer hausinternen Verlegung zu sparen, greifen Sie auf einen FTTB-Anschluss zurück. Dieser reicht vollkommen aus. Innerhalb Ihrer Immobilie reichen daher auch Ethernetkabel. Diese sind robuster als Glasfaserkabel.
  2. Um weitere Kosten zu sparen schließen Sie sich mit anderen Immobilienbesitzern in Ihrer unmittelbaren Nähe zusammen. Dies beschleunigt zudem die Versorgung des gesamten Wohnviertels.
  3. Selbst wenn Sie noch keine eigene Immobilie besitzen, lohnen sich die genannten Schritte zu beachten. Denn ein Neubau einer Immobilie eignet sich am besten für einen Glasfaserausbau.

17. Der Glasfaserausbau aus Sicht der Umwelt

Tipp zum Bau zeigt Ihnen, wie sich der Glasfaserausbau aus Sicht der Umwelt darstellt.

Die Umwelt leidet unter dem Glasfaserausbau nicht.

Der Schutz der Umwelt hat heutzutage große Priorität. Wussten Sie, dass Sie mit einem schnelleren Internet etwas zum Umweltschutz beitragen? Ein Glasfaserausbau sieht zunächst aufwendig und nicht ökologisch aus. Die Realität ist tatsächlich eine andere. Für die Produktion von Glasfasern benötigt der Hersteller nur wenig Energie. Dadurch sind die ökologischen Auswirkungen besonders gering. Die Treibhausgas-Emissionen verringern sich.

Außerdem ersetzen sie den umweltschädlichen Kupferdraht. Der Kupferbergbau setzt unter anderem gefährliche Chemikalien und giftige Nebenerzeugnisse frei. Glasfasern hingegen bestehen aus Quarz. Dieser kommt unter anderem als natürlicher Sand oder als Gestein vor. Dies macht selbst die Entsorgung von Glasfasern um einiges umweltfreundlicher.

Sowohl in der Herstellung als auch im Betrieb von Glasfasern verbrauchen Sie wenig Energie. Dies liegt vor allem daran, dass sich die Daten per Licht übertragen lassen. Kupfer hingegen erzeugt Wärme, weswegen eine ständige Kühlung notwendig ist. Das macht den Besitz einer Klimaanlage nahezu unerlässlich. Diese wiederum schadet der Umwelt zusätzlich.

Auch der Begriff „Treibhauseffekt“ fällt in Bezug auf Glasfasern kaum. Durch die verhältnismäßig geringe Stromnutzung lassen sich die Kohlendioxid-Emissionen niedrig halten. Es ist also unschwer zu erkennen, welche ungeahnten Vorteile das Glasfasernetz mit sich bringt. Sie profitieren zum einen in Ihrem Alltag vor dem Computer oder dem Handy. Der Glasfaserausbau leistet aber außerdem einen enormen Beitrag zum Umweltschutz.

18. Die wichtigsten Fragen zum Glasfaserausbau

Tipp zum Bau beantwortet die wichtigsten Fragen zum Glasfaserausbau.

Erfahren Sie alles Wichtige zum Glasfaserausbau

Worin liegt der Unterschied zwischen Glasfaser und Breitband?

Unter „Breitband“ fallen alle Anschlussarten schnellen Internets. Dazu zählen unter anderem DSL, Internet über Kabel und Glasfaser. Daher verwenden viele Menschen „Glasfaser“ und „Breitband“ synonym

Lohnt sich das Glasfaser-Internet?

Glasfaser besitzen nachweislich mehr Vorteile als andere Netze. Wegen einer Geschwindigkeit bis zu 1.000 Mbit/s verlassen Sie sich auf eine gute Übertragungsrate. Für Menschen, die in Berufen mit großen Datenmengen arbeiten, lohnt sich der Glasfaseranschluss. Auch für Personen, die viel aus dem Internet herunter- und hochladen, lohnt sich Glasfaser.

Wie groß sind die Gräben auf meinem privaten Grundstück bei einem privaten Glasfaserausbau?

Zunächst hängt der Umfang von den jeweiligen Gegebenheiten ab. Die Größen variieren sehr stark. In der Regel messen diese jedoch nur etwa 30 cm. Je nach Verlegeart lässt sich auch ohne Grabung arbeiten. Tatsächlich reicht meist nur ein kleines Bohrloch. Dieses versiegeln Sie nach der Verlegung wieder. Es fällt also nicht auf, dass dort einmal gebohrt wurde.

Zahle ich die Erschließungskosten, wenn ich außerhalb eines Erschließungsgebiets wohne?

Ja. Außerhalb der Erschließungs-Gebiete übernimmt der Anbieter die Kosten nicht. Allerdings gelten für einige Außenbereiche Sonderregelungen. Wie es in Ihrem Gebiet aussieht, erfahren Sie von Ihrer Gemeinde.

Welche Bandbreite eignet sich für mein Haus?

In der Regel lässt sich Highspeed-Internet über mehrere Geräte gleichzeitig nutzen. Bei vielen Geräten im Haus empfiehlt sich dennoch ein größeres Paket. Beachten Sie, ob Ihr Computer in der Lage ist, die hohe Geschwindigkeit zu verarbeiten. Für weitere Informationen wenden Sie sich an Ihren Fachhändler.

Lässt sich Glasfaser in einem Mehrfamilienhaus verlegen?

Ja. Oft sind nicht einmal alle Parteien an das Glasfasernetz angeschlossen. Verlegt nur ein Mieter ein Glasfasernetz, erhält nur er den neuen Anschluss. Anschlüsse für die übrigen Parteien bringen Anbieter häufig vorsorglich im Keller unter. So profitiert jeder Mieter früher oder später vom Glasfasernetz.

Dennoch ist es notwendig, dass so viele Personen wie möglich Glasfaser in Anspruch nehmen. Animieren Sie Ihre Nachbarn dazu, sich an einem Glasfaserausbau zu beteiligen. Eine Ausbauquote von 40% stellt die wichtige Grenze dar. Nur so profitieren Sie auch zukünftig von den Vorteilen des Glasfasernetzes.

19. Glasfaserausbau – Wie ist der Stand in Deutschland?

Die Vorteile des Glasfasernetzes sind vielfältig. Wie ist jedoch der aktuelle Stand des Glasfaserausbaus in Deutschland? Zunächst einmal hängt der Stand des Glasfaserausbaus vom Betreiber ab. Mitte 2020 war es etwa 4,75 Millionen Haushalten in Deutschland möglich, auf Glasfaser-Internet zuzugreifen. Das klingt zwar nach viel, entspricht aber gerade einmal 11%. 

Wie schnell sich dieser Prozentsatz erhöht, lässt sich nicht absehen. Seit 2015 stockt der Glasfaserausbau. Durch andere Netze steigert sich zwar der Glasfaseranteil. Sie gelangen jedoch nur langsam zum Endkunden.

Ein weiterer Faktor für den verlangsamten Glasfaserausbau ist tatsächlich das mangelnde Interesse. Damit sich ein Glasfaserausbau lohnt, brauchen Anbieter eine gewisse Quantität. Die Provider bieten allerdings nur wenige Anwendungen für das Highspeed-Internet an. Deswegen sehen viele Haushalte noch keinen Nutzen in einem Glasfaserausbau.

20. Zahlen und Fakten zum Glasfaserausbau

  • Mit über 500.000 Kilometer Glasfaserkabel gehört die Deutsche Telekom zum größten Netz Europas.
  • Allein im Jahr 2018 wurden 270.000 Baugruben für den Glasfaserausbau ausgehoben.
  • 2019 schlossen sich ungefähr 19.000 Unternehmen an das Glasfasernetz an.
  • In China ist es sogar Pflicht, alle neuen Gebäude mit Glasfaser zu verkabeln.
  • Die maximale Upload-Geschwindigkeit liegt bei 500 Megabit pro Sekunde (Mbit/s).
  • 159 Terabyte pro Sekunde ist der Rekord für die schnellste Glasfaserübertragung.
  • Glasfaser sind durchsichtig. Ein fünf Kilometer langer Block aus Glasfasern lässt sich genauso gut als Fensterscheibe nutzen.

21. Statistiken zum Glasfaserausbau in Deutschland und der Welt

Tipp zum Bau zeigt Ihnen Statistiken zum weltweiten Glasfaserausbau.

Deutschland holt beim Glasfaserausbau langsam auf.

Oftmals lassen sich Informationen in Form von Statistiken besser aufnehmen und vergleichen. Sie bringen Probleme und Fortschritte besser zum Ausdruck. Der Glasfaserausbau umfasst viele einzelne Themen und Faktoren. Deswegen erhalten Sie nachfolgend die wichtigsten Angaben zum Glasfaserausbau. 

Wer verfügt über einen Glasfaseranschluss?

Anteil der Glasfaseranschlüsse weltweit (Stand 2019):

  • OECD-Durchschnitt: 26,8%.
  • Südkorea: 81,7%.
  • Schweden: 68,9%.
  • Spanien: 62,5%.
  • USA: 15,6%.
  • Deutschland: 3,6%.

(Quelle: OECD)

Der EU-Vergleich

Anteil der Haushalte mit Glasfaseranschluss europaweit (Stand 2019):

  • Durchschnitt: 21,3%.
  • Lettland: 50,3%.
  • Schweden: 43,6%.
  • Portugal: 37%.
  • Schweiz: 7,8%.
  • Deutschland: 2,3%

(Quelle: IDATE for FFTH Council EUROPE)

So schneidet Ihr Bundesland ab

Anteil der Haushalte mit Glasfaserschluss in der Bundesrepublik (Stand 2019):

  • Schleswig-Holstein: 26,3%.
  • Mecklenburg-Vorpommern: 11,7%.
  • Bremen: 3%.
  • Hamburg: 71%.
  • Niedersachsen: 10,9%.
  • Berlin: 7,2%.
  • Nordrhein-Westfalen: 11,4%.
  • Brandenburg: 6,9%.
  • Hessen: 8,7%.
  • Sachsen-Anhalt: 7,9%.
  • Rheinland-Pfalz: 3,8%.
  • Sachsen: 12,4%.
  • Saarland: 2,6%
  • Thüringen: 3,6%.
  • Baden-Württemberg: 5%.
  • Bayern: 15,5%.

(Quelle: BMVI)

Glossar zum Glasfaserausbau:

KürzelLangschriftÜbersetzung/Bedeutung
FTTH.Fibre-to-the-Home.Glasfaser bis zum Gebäude.
FTTB.Fibre-to-the-Basement/Building.Glasfaser bis zum Gebäude.
FTTC.Fibre-to-the-Curb.Glasfaser bis zum Verteilerkasten.
FTTN.Fibre-to-the-Node.Glasfaser bis zur Vermittlungsstelle des Anbieters.
PoP.Point of Presence.Hauptverteiler.
DP.Distribution Points.Unterverteiler.
HÜPs.Hausübergangspunkte.
GbE.Gigabit Ethernet.Übertragungstechnologie von Ethernet-Frames in
Gigabit pro Sekunde.
Bit.Binary digit.Maßeinheit für digitale Datenmenge.
DSL.Digital Subscriber Line.Digitaler Teilnehmeranschluss,
mit dem Daten über das Telefonnetz in einer
hohen Bandbreite übertragen werden.
GF-TA.Glasfaser-Teilnehmeranschluss.Im Haus installierte Anschlussdose.
NT.Network Terminator.Netzabschluss des Glasfasernetz'.

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