Geneigtes Dach

Tipp zum Bau erklärt mit seinem Glossar alles Wichtige zum geneigten Dach

Ab einer Neigung von 7 Grad zählt ein Dach als geneigtes Dach.

Ein Dach ist laut DIN 1055 bei einer Dachneigung von mindestens sieben Grad geneigt. Geneigte Dächer sind auf vielen Häusern und Gebäuden beliebt und gelten als Standard. Als Abgrenzung zu geneigten Dächern haben Flachdächer eine Dachneigung von bis zu sieben Grad.

Die Angabe der Dachneigung erfolgte früher nicht in Grad. Das Verhältnis von der Firsthöhe zur halben Hausbreite bestimmte die Erfassung eines geneigten Daches. Geneigte Dächer gibt es in vielen Regionen. Es kommt allerdings darauf an, wo genau sich die Häuser befinden. Im Norden ist die Dachneigung eher höher, sie liegt bei ca. 60 Grad. Dagegen ist sie im Süden geringer, hier liegt der Durchschnitt bei ca. 30 Grad.

Diese Materialien kommen beim geneigten Dach zum Einsatz

• Ziegel.
Betondachsteine.
• Schiefer.
Aluminium.
• Zink.
Edelstahl.

Vorteile des geneigten Daches gegenüber dem Flachdach gibt es viele. Beim geneigten Dach ist es zum Beispiel viel leichter, zusätzlichen Raum zu schaffen. Durch den Dachgeschossausbau entsteht eine weitere Volletage. Bei einem Flachdach ist das eindeutig komplizierter und geht weniger leicht. Zudem ist der Ausbau kostenintensiver und erfordert meist mehr Genehmigungen. Zusätzlich dazu bringt das geneigte Dach die folgenden Vorteile mit sich:

Das geneigte Dach hat eine hohe Witterungs-Beständigkeit. Durch seine Form bietet es vor allem Schutz gegen Regen und Niederschlag. Auch Schneelasten sind dadurch weniger gefährlich.
Es hat eine besonders hohe Stabilität.
Das geneigte Dach benötigt keine besonderen Erhaltungs-Maßnahmen.
Aufgrund seiner Neigung ist es ein idealer Träger für Solaranlagen. Der Winkel ist optimal für die Sonneneinstrahlung.
Das Dachgeschoss zählt nur als halbes Geschoss. So lassen sich Vorgaben umgehen, die nur eine zweigeschossige Bauweise erlauben.

Das Satteldach gilt als verbreitetste Dachform. Es besteht aus zwei gegeneinander geneigten Flächen. Auf dem Dachfirst (die waagerechte obere Kante eines Daches) treffen diese zusammen. Neben der Standardform des geneigten Daches gibt es noch viele weitere geneigte Formen.

Beispielsweise hat das Pultdach nur eine geneigte Dachfläche. Das Walmdach gilt als älteste Dachform und hat auf allen vier Seiten eine Dachfläche. Zudem gibt es noch das Zeltdach, das als Sonderform des geneigten Daches gilt. Es hat auch vier geneigte Dachflächen, allerdings ist es nur bei quadratischen Umrissen möglich. Auch das Mansarddach ist ein geneigtes Dach. Die Dachflächen sind hier im unteren Bereich abgeknickt.

Grundsätzlich schreibt der jeweilige Bebauungsplan die rechtlichen Vorgaben vor. Dieser regelt:

die Form des Hauses und Daches.
die Neigung und Firstrichtung.
sowie das Material und die Farbe.