Gasmelder

Gasmelder – ideal bei Gasheizung und Gasherd

Im Grunde unterscheiden sich Gasmelder in Sachen Aufbau, Aussehen und Funktionsweise kaum vom Rauchmelder. Auch die Bedienung ist gleich. Aber Gasmelder warnen nicht bei Rauch, sondern bei erhöhtem Gasgehalt in der Atemluft. Gasmelder werden sehr oft in Kombination mit Rauchmeldern eingesetzt und ergänzen so das Brandschutzkonzept. Kochen mit Gas macht Gaswarnmelder in einem Haus unverzichtbar. In Wohnwagen und Wohnmobilen ist ein Gasmelder besonders nützlich. Allgemein gilt: Wenn Gas austritt, besteht erhebliche Gefahr! Ist der Gasgehalt in der Luft zu hoch, kann es zu einer Explosion oder zum Erstickungstod kommen. Anders als im Fall von Rauchmeldern ist der Einbau von Gasmeldern bislang nicht verpflichtend, ist aber vor allem beim Vorhandensein einschlägiger Gefahrenquellen unbedingt zu empfehlen.

1. Funktionsweise

Gaswarner messen den Gehalt von Kohlenmonoxid (CO-Melder), Stadt- bzw. Erdgas oder Flüssiggas in der Umgebungsluft. Bei zu hoher Gaskonzentration werden Sie über ein akustisches, teilweise auch ein optisches Signal gewarnt. CO-Gasmelder sind auch mit Display erhältlich, auf dem sich die Kohlenmonoxid-Konzentration in der Luft laufend ablesen lässt. Geräte mit Funkoption lassen sich mit der Alarmanlage des Hauses oder mit dem Smartphone verknüpfen. Da Gasmelder mehr Strom verbrauchen als Rauchmelder, erfolgt die Stromversorgung bei einigen Modellen alternativ zum Batteriebetrieb, zum Teil auch ausschließlich über ein Netzteil.

2. Gasmelder – verschiedene Typen und Kombilösungen

Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Typen von Gasmeldern:

  • Kohlenmonoxid-Warnmelder (CO-Melder): Kohlenmonoxid ist nicht brennbar, aber giftig. Es ist zudem geruch- und geschmacklos, so dass ein Austritt des Gases nur durch entsprechende Warnmelder erkannt werden kann. Das Einatmen von Kohlenmonoxid kann schnell zum Erstickungstod führen. Potenzielle Risikoquellen sind vor allem Heizkessel, Kamin- und Gasöfen, insbesondere in schlecht gelüfteten Räumen.
  • Stadt- bzw. Erdgasmelder: In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde das giftige Stadtgas in ganz Europa durch Erdgas Hauptbestandteile sind Methan und Ethan. Diese Gase sind nicht giftig, aber brennbar. Bei Austritt besteht hohe Explosionsgefahr. Erdgasmelder kommen vor allem dann zum Einsatz, wenn mit Erdgas geheizt oder gekocht wird.
  • Flüssiggasmelder: Flüssiggase wie Propan oder Butan werden vor allem im Campingbereich, in Wohnwagen und Wohnmobilen, aber auch in Gartenhäusern und Ferienwohnungen Sie sind entzündlich, bei zu hoher Konzentration in der Umgebungsluft kann es zur Explosion kommen.

Um Geld zu sparen, können Sie auch auf Kombimodelle zurückgreifen. Separate Lösungen sind aber die sicherere Option, da sich je nach Art des Gases die empfohlene Montagehöhe unterscheidet. Auch CO-Melder mit Rauchwarnmelder sind erhältlich.

3. Sicherheit durch richtige Montage

Nur richtig angebracht bieten Gasmelder optimalen Schutz. Zunächst müssen Sie auf die Entfernung zur Gasquelle achten: Das Gerät sollte nicht in unmittelbarer Nähe zur Gasquelle angebracht werden, damit es nicht zu Fehlalarmen kommt. Die Entfernung sollte aber vier Meter (bei Flüssiggas) bzw. sechs Meter (bei Erdgas) nicht überschreiten.

Die Anbringung in der Nähe von Türen, Fenstern, Lüftungen, Dunstabzugshauben oder auch Abflüssen kann die Messwerte verfälschen, ein Alarm wird so unter Umständen nur verzögert ausgelöst.

Besonders wichtig ist auch die Montagehöhe:

  • Erdgas ist leichter als Luft und steigt nach oben, Erdgaswarner sollten Sie daher über der Gasquelle
  • Kohlenmonoxid verteilt sich gleichmäßig im Raum, weshalb eine mittlere Montagehöhe (ca. 1,50 Meter) empfohlen wird.
  • Flüssiggase sind leichter als Luft und sinken nach unten. Flüssiggasmelder sollten daher unter der potentiellen Austrittsquelle montiert werden.

Zudem sollten Sie an den Seiten des Melders ausreichend Platz lassen, so dass das Gas ungehindert eintreten kann.

Richtig montiert sind Gasmelder ein Frühwarnsystem, das effektiv vor tödlichen Gasunfällen schützt.

4. Worauf Sie beim Kauf achten sollten

Einen Gasmelder bekommen Sie bereits für etwa 20 Euro, die teuren Modelle liegen zwischen 100 und 150 Euro. Auch günstige Warnmelder wurden schon mit guten und sehr guten Ergebnissen getestet. Diese Tests können Ihnen die Entscheidung für ein bestimmtes Gerät erleichtern, teilweise sind sie im Internet verfügbar. Die wichtigsten Kriterien für einen Kauf haben wir für Sie schon einmal zusammengestellt:

  • Am wichtigsten ist, dass Sie ein Gerät wählen, das genau die Gasart erkennt, die Sie verwenden. Dementsprechend nehmen Sie einen CO-Melder, einen Stadt- bzw. Erdgasmelder oder einen Flüssiggasmelder. Sie können auch unterschiedliche Gaswarner zusammen betreiben oder Sie entscheiden sich für eine Kombilösung.
  • Sensor-Lebensdauer und Energieverbrauch sind je nach Modell unterschiedlich und sollten beim Kauf ebenfalls berücksichtigt werden: Behalten Sie vor allem die Lebensdauer des Sensors im Blick: Sie kann sich zwischen fünf und zehn Jahren bewegen.
  • Auch die Stromversorgung ist ein wichtiger Punkt: Prüfen Sie in jedem Fall vorher, wo der beste Anbringungsort für Ihren Gasmelder ist. Wenn dort keine Steckdose in Reichweite ist, sollten Sie ein Modell mit Batteriebetrieb wählen.
  • Die meisten Warnmelder haben Testtasten, mit denen Sie selbst die Funktionalität des Geräts überprüfen können – eine sehr nützliche Funktion, auf die Sie beim Kauf in jedem Fall achten sollten.

Die Nutzung von Gas bringt immer Risiken mit sich: Verwenden Sie Gasflaschen in Ihrem Wohnmobil, Ihrem Wohnwagen oder Ihrem Gartenhaus? Heizen oder kochen Sie mit Gas? Entspannen Sie gerne vor Ihrem Kamin? Dann sollten Sie in jedem Fall in Warnmelder investieren, um sich vor potentiellen Gasunfällen zu schützen!

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