Gartenteich

Gartenteich – Eine Oase für Ihr zu Hause

Das Wasser plätschert vor sich hin, die Sumpf-Schwertlilie ragt in voller Pracht am Ufer hervor, der Koi zieht gemütlich seine Bahnen. Es herrscht eine einladende Atmosphäre, die zum Entspannen einlädt. Wenn auch Sie Sehnsucht nach einem Ruheort haben, zögern Sie nicht und legen Sie sich einen Gartenteich an.

1. Facetten eines Gartenteichs

Ein Gartenteich ist ein von Menschen konstruiertes Ökosystem, das unterschiedlichen Tier- und Pflanzenarten Lebensraum gewährt. Gartenteiche haben in den meisten Fällen keine technische Bedeutung und verfügen weder über Zu noch Abläufe. Der Wasserspiegel eines Gartenteichs wird durch Regen und Verdunstung reguliert.

Gartenteiche werden als Schmuck- oder Zierteiche bezeichnet. Sie werden aus ästhetischen Gründen angelegt. In einigen Fällen dienen sie jedoch auch als Kunstobjekte oder werden aus medizinischen Gründen für Therapien angelegt.

Da es keine vorgeschriebene Mindestgröße gibt, existieren Gartenteiche in verschiedenen Dimensionen. Empfehlenswert ist jedoch eine Mindestgröße von 6 m². Um Tieren Überwinterungsmöglichkeiten anzubieten, sollte die Tiefzone Ihres Gartenteichs keinesfalls 70 cm unterschreiten. Ideal ist eine Tiefe von 1,5 Metern, um einer Überhitzung des Teichs in den Sommermonaten vorzubeugen.

2. Die große Vielfalt der Gartenteiche

Bevor Sie sich einen Gartenteich anlegen, überlegen Sie in Ruhe, welche Teichart für Sie in Frage kommt. Zum einen ist es wichtig, zu welchem Zweck Sie einen Gartenteich anlegen möchten. Zum anderen ist es auch entscheidend, welche Eigenschaften Ihr Teich braucht. Zu den bekanntesten Arten zählen:

Koi Teich

Der Koi Teich ist eine spezielle Variante des Fischteichs. Er wird für die Haltung von japanischen Kois, eine Zuchtvariante des Karpfens, angelegt. Ein ausgewachsener Koi wird 70 cm bis 80 cm lang und benötigt 10.000 Liter Wasser. Damit Kois überwintern können, sollte ein Koi Teich mindestens 150 cm tief sein. Da Kois Pflanzenfresser sind, ist es unmöglich Pflanzen zu setzen. Aufgrund des Mangels an Pflanzen muss das Wasser regelmäßig durch einen Teichfilter gereinigt werden. Zusätzlich werden Teichheizungen und UV-C Filter benutzt, um den Kois einen angenehmen und artgerechten Aufenthalt zu gewähren.

Schwimmteich

Ein Schwimmteich ist eine mit schrägen Wänden abgegrenzte Grube. Er wird konzipiert, damit Sie schwimmen und im Wasser plantschen können. Die Wassertiefe beträgt im Regelfall zwischen 140 cm bis 160 cm. Zusätzlich ist es ratsam, eine spezielle Zone mit einer Tiefe von 60 cm bis 80 cm für Sauerstoffpflanzen einzurichten. Dadurch erfährt das Wasser eine Qualitätssteigerung.

Grundsätzlich besteht ein Schwimmteich aus einem Schwimmteil und einem Filterteil. Bei der biologischen Filterung werden Sumpfpflanzen in Kies oder Substrat gepflanzt. Mit Hilfe des Substrats wird für Bakterien Lebensraum geschaffen, die zur Reinigung des Wassers beitragen.

In Kombination mit Lavasteinen trägt das Substrat dazu bei, organischen Schmutz zu beseitigen. Der Filterteil, welcher für die Pflanzen konzipiert wurde, lässt Ihren Gartenteich natürlich wirken. Eine weitere Möglichkeit, das Wasser zu reinigen, besteht darin, eine Filterinstallation außerhalb Ihres Schwimmteichs anzubringen.

Um den Schwimmteich sauber zu halten, ist es ratsam, regelmäßig Blätter und Schlick mit einem Kescher zu entfernen. Mit dieser Maßnahme verhindern Sie, dass Ihr Schwimmteich versauert und Algen wachsen.

Miniteich

Ein Miniteich ist lediglich zur Dekoration auf Terrassen und Balkonen gedacht. Eine vorgeschriebene Mindestgröße für einen Miniteich existiert nicht. Sie sollten darauf achten, nicht mehr als 1/3 der Wasseroberfläche mit Pflanzen zu bedecken. Nur so wird gewährleistet, dass genügend Licht und Sauerstoff in den Teich gelangt.

Bei kälteren Temperaturen ist es möglich, den Miniteich in die Wohnung zu stellen. Generell sollten Sie darauf achten, den Miniteich regelmäßig mit Wasser zu befüllen. Denken Sie auch daran, Teichpflanzen zu schneiden und Bodensubstrat einzusetzen.

Naturteich

In einem Naturteich werden weder Folien noch chemische Mittel eingesetzt. Wenn Sie sich für diese Variante entscheiden, verzichten Sie auch auf Filter und Pumpe. Genügend Sauerstoffpflanzen sorgen für einen hohen Sauerstoffgehalt im Wasser. Da die Form eines Naturteichs unregelmäßig ist, entstehen natürliche Plätze für Wasserpflanzen und Lebensraum für Tiere. Wenn Sie in Ihrem Naturteich Fische halten wollen, sollte Ihr Teich eine Mindesttiefe von 80 cm aufweisen.

Zusätzlich werden Sauerstoffpflanzen in substrathaltigen Pflanzkörben gepflanzt und im tieferen Teil des Naturteichs platziert. Dabei handelt es sich um einen Nährboden, auf welchem Pflanzen gedeihen können. Die Uferflächen werden mit Ufer– und Sumpfpflanzen bepflanzt. Der Naturteich hat kein Filtersystem, um den Lebenszyklus der dort lebenden Tiere nicht zu stören.

Fischteich

In einem Fischteich werden ausschließlich Fische gehalten. Da es dort keine Pflanzen gibt, wird das Wasser durch ein Filtersystem gereinigt. Um die Sauerstoffversorgung der Fische sicher zu stellen, wird zusätzlich eine Luftpumpe eingesetzt. Der Fischteich ist mindestens 80 cm tief, damit Fische den Winter gefahrlos überstehen.

Um zu verhindern, dass der Teich im Winter einfriert, wird eine Luftpumpe und eine Teichheizung eingesetzt. Bevor sie einen Fischteich anlegen, machen Sie sich Gedanken darüber, wie viele Fische Sie halten möchten. Dabei ist es wichtig, auf das Größenverhältnis zwischen Fisch und Teich zu achten. Zusätzlich müssen Sie das Lebensumfeld der Fische berücksichtigen.

Wenn Sie zu viele Fische halten, wird das biologische Gleichgewicht zerstört. In diesem Fall sind Bakterien nicht mehr in der Lage, den Abfall der Fische zu verarbeiten. Filter und Pumpen müssen regelmäßig gereinigt werden. Hinzu kommt, dass kranke Fische versorgt und bei Zugabe von Medikamenten isoliert werden müssen.

3. Werkstoffe für das Anlegen eines Teichs

Wenn Sie einen Teich anlegen möchten, benötigen Sie verschiedene Grundlagen. Zuvor sollten Sie sich im Klaren sein, welche Werkstoffe für Ihren Gartenteich besonders geeignet sind. Zu den wichtigsten Stoffen, die für jeden Gartenteich verwendet werden, gehören:

Schutzvlies

Schutzvlies ist ein textiles Flächengebilde, welches aus zusammengefügten Fasern besteht. Es dient als Trennschicht für unterschiedliche Materialien und wird für unebene Teichböden benutzt. Die Funktion von Schutzvlies besteht darin, Teichabdichtungen vor mechanischen Schäden zu schützen.

Sand

Für jeden Gartenteich ist es ratsam, Sand als Teichboden zu verwenden. Lehm-Sand Mischungen eignen sich speziell für große Gartenteiche mit Fischen und Pflanzen. Der Sand trägt dazu bei, dass in Ihrem Gartenteich genügend Nährstoffe vorhanden sind. Gleichzeitig sorgt der Lehm für Standfestigkeit.

Kies

Als Alternative eignet sich Kies. Während Zierkies am Uferbereich verwendet wird, ist feiner Kies für Ihren Gartenteich empfehlenswert. Im Vergleich zu Sand gibt feiner Kies nur wenige Nährstoffe ab. Dies führt dazu, dass das Wasser nicht so schnell verunreinigt wird. Bevor Sie Kies in Ihrem Gartenteich verwenden, müssen Sie ihn jedoch reinigen.

Teicherde

Mit Teicherde können Sie den Untergrund Ihres Gartenteichs ebenfalls gestalten. Teicherde können Sie sowohl im Fachgeschäft kaufen als auch selbst herstellen. Dabei sollten Sie darauf achten, keine Erde mit einem hohen Anteil an Humus, Häckselgut, Torf und anderen Pflanzenarten zu verwenden. Diese Bestandteile führen nämlich zu Wasserverunreinigungen.

Pflanzkörbe

In Pflanzkörbe werden Wasserpflanzen gepflanzt und in Gartenteiche gestellt. Zuvor wird in die Pflanzkörbe Teicherde mit Lehm gefüllt. Daraufhin wird ein Einlegetuch über die Erde ausgebreitet, dieses mit Kies abgedeckt und die Pflanze eingesetzt. Generell müssen Sie beachten, dass die Größe des Pflanzkorbs die Pflanzengröße bestimmt.

4. Bauanleitung für Ihre Oase der Ruhe

Es gibt zahlreiche Experten und Fachbetriebe, die Ihnen einen Gartenteich bauen. Wenn Sie Ihren Gartenteich in Eigenregie anlegen wollen, sollten Sie sich an die vorgegebenen Arbeitsschritte halten:

  • Standortprüfung.
  • Ausmessung der Grube.
  • Aushub.
  • Teich mit Folie oder Teichbecken anlegen.

Bevor Sie mit der eigentlichen Arbeit beginnen, ist es zunächst notwendig, einen passenden Standort für Ihren Gartenteich zu finden. Obwohl leichte Neigungen bedenkenlos sind, sollten Sie darauf achten, dass das Grundstück eben und sonnig ist sowie 2 bis 3 Schattenstunden pro Tag möglich sind. Im Idealfall legen Sie Ihren Gartenteich an einer Sumpfzone oder einer Feuchtwiese an.

Nach der Standortprüfung folgt die Ausmessung der Grube. Um herauszufinden, wie hoch die Höhenunterschiede auf dem geplanten Gelände sind, messen Sie die Höhenunterschiede mit einer Wasserwaage oder einem Zollstock ab. Daraufhin stecken Sie das Gelände ab. Im Idealfall befindet sich der Gartenteich in einer Sumpf- oder Tiefwasserzone. Nun markieren sie die Form des Gartenteichs mit einer Richtschnur.

Das Ausheben der Grube mit einem Spaten ist der anstrengendste Arbeitsschritt. Bei größeren Gartenteichprojekten eignet sich auch ein Bagger, den Sie in einem Fachbetrieb bestellen können. Bedenken Sie jedoch auch, was Sie mit der Erde tun werden. Teichpflanzen können Sie damit keinesfalls befestigen, da die Erde zu viele Nährstoffe enthält. Die ausgehobene Erde ist lediglich für die Befestigung des Teichrandes oder die Uferzonen geeignet.

Im nächsten Schritt legen Sie den Teich entweder mit einer Folie aus PVC – Polyvinylchlorid – oder mit einem Teichbecken aus. Bevor Sie die Folie auslegen, ist es ratsam, ein Schutzvlies unter die Folie zu legen. Das Schutzvlies schützt die Folie vor spitzigem und unebenem Untergrund. Tendenziell sollte die Folie am Rand 60 cm länger als die Form des Teichs sein.

Als Alternative können Sie auch einen Teichbecken hinzuziehen. Die größten Vorteile bestehen darin, dass ein Teichbecken robuster ist und dort bereits Teichzonen eingebaut sind. Teichbecken bestehen entweder aus Polyethylen (PE) oder glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK).

5. Drei Tiefzonen als Voraussetzung

Für den Bau eines Gartenteichs benötigen sie in der Regel keinen Fachmann. Damit Sie ihn nutzen können, müssen jedoch einige Voraussetzungen erfüllt sein.

In diesem Zusammenhang ist es notwendig, dass jeder Gartenteich aus drei unterschiedlichen Tiefenzonen besteht, in denen spezielle Pflanzen ihre Funktionen erfüllen. Diese heißen:

  • Sumpfzone.
  • Flachwasserzone.
  • Tiefwasserzone.

 Unterschiedlich tiefe Teichzonen sind für Teichpflanzen unabdingbar, da diese nicht an jeder Stelle gleich gut wachsen. Bevor Sie eine Grube für den Teich ausgraben, skizzieren Sie die einzelnen Tiefzonen auf einem Blatt.

Die Sumpfzone weist eine Tiefe von 10 cm bis 20 cm auf, ist maximal 30 cm breit und umfasst 1/3 der Teichoberfläche. Dort eingesetzte Sumpfpflanzen sind nicht nur ästhetisch, sondern schaffen ebenfalls einen Aufenthaltsort für Tiere.

Auf die Sumpfzone folgt die Flachwasserzone, die eine Tiefe von 20 cm bis 60 cm aufweist und 30 cm bis 50 cm breit ist. In der Flachwasserzone wachsen Teichpflanzen, die Nährstoffe aufnehmen und das Algenwachstum minimieren.

Die dritte Zone wird als Tiefwasserzone bezeichnet und erreicht in Fischteichen eine Tiefe von 90 cm bis 120 cm. Die Fläche der Tiefwasserzone beträgt in Fischteichen nicht weniger als 2 m².

Außerdem sollten Sie darauf achten, dass in unmittelbarer Umgebung Stromanschlüsse für Teichpumpen und Filteranlagen vorhanden sind. Bedenken Sie auch, dass Sie Ihren Teich regelmäßig selbständig reinigen müssen.

6. Rechtliche Vorschriften

Da Baurecht Ländersache ist, gibt es in jedem Bundesland unterschiedliche Bestimmungen zum Anlegen eines Gartenteichs. Laut der Bayerischen Bauordnung (BayBO) darf ein Teichbecken nicht größer als 100 m³ sein. Falls Sie einen größeren Teich anlegen wollen, benötigen Sie eine Baugenehmigung von Ihrem zuständigen Bauordnungsamt.

Zusätzlich müssen Sie das Nachbarschaftsrecht beachten, welches in Deutschland ebenfalls Ländersache ist. Demnach ist bei Baumaßnahmen ein Mindestabstand zum Nachbargelände einzuhalten. Gartenteiche verursachen weder Schattungen noch schlechte Belüftung. Deshalb spielen Mindestabstände im Regelfall keine Rolle. Dennoch müssen Sie zwei Punkte beachten:

  • Schadensersatzleistung wegen Überschwemmungen.
  • Schadensersatzleistung wegen Froschlärm.

Zum einen sind Sie dazu verpflichtet, Ihrem Nachbarn Schadensersatz zu leisten, falls ein überlaufender Gartenteich das Nachbargrundstück beschädigt.

Zum anderen werden Sie zur Verantwortung gezogen, wenn Ihr Gartenteich die Ursache für Froschlärm ist. Gesetzlich sind Sie dazu verpflichtet, Ihrem Nachbarn Schadensersatz zu leisten bzw. den Schaden zu beheben, der durch Froschlärm entstanden ist.

Sie dürfen die Frösche jedoch nicht jagen, fangen oder verletzen, sondern mit Hilfe einer erteilten Genehmigung lediglich umsiedeln lassen.

Hinzu kommt, dass sie beim Anlegen eines Gartenteichs Ihrer Verkehrssicherungspflicht nachkommen müssen. Ab einer Wassertiefe von 30 cm sichern Sie ihren Gartenteich am besten mit einem Zaun ab, um Unfälle zu verhindern und kleine Kinder zu schützen.

7. Material- und Betriebskosten für Ihren Gartenteich

Bei den anfallenden Kosten für Ihren Gartenteich gibt es große Unterschiede, wie Sie in folgender Tabelle sehen:

TeichartenKosten pro m² Wasserfläche
Gartenteich ohne Schwimmfunktion100 € bis 300 € pro m²
Schwimmteich der Kategorien 1 und 2200 € bis 450 € pro m²
Schwimmteich der Kategorien 4 und 5800 € bis 1000 € pro m²

Bei einem Gartenteich ohne Schwimmfunktion gilt zusätzlich das Motto: Je größer die Wasserfläche, desto geringer die Kosten pro m². Demnach können die Kosten auf bis zu 50 € pro m² Wasserfläche sinken.

Hinsichtlich der Materialkosten gilt zu beachten, dass Folienteich und Vlies zusammen 5 € bis 10 € pro m² kosten. Die Kosten für Sand belaufen sich auf etwa 50 € bis 100 €.

Für Erdarbeiten liegen die Kosten zwischen 60 € und 200 € pro m³.

Grundsätzlich belaufen sich die jährlichen Kosten für einen Gartenteich mit einer Wasserfläche von 80 m² bis 120 m² auf 600 €.

Falls Sie Mieter sind, müssen Sie die jährlichen Kosten ohne ausdrückliche Vereinbarung nicht bezahlen. Laut der Betriebskostenvereinbarung wird der Gartenteich nicht zu den Kosten der Gartenpflege dazugerechnet. Deshalb steht es Vermietern nicht zu, Betriebskosten für den Gartenteich auf den Mieter abzuwälzen. Im Regelfall schließt der Vermieter mit einer Fachfirma einen Vertrag ab. Diese Firma führt dann die Wartungsarbeiten an Ihrem Gartenteich durch. Die Kosten für die Dienstleistungen der Fachfirma belaufen sich ungefähr auf 500 €.

8. Pflege und Instandhaltung des Gartenteichs

Wenn Sie sich einen Gartenteich anlegen, müssen Sie diesen regelmäßig pflegen und reinigen. Damit kein herabfallendes Laub auf die Wasseroberfläche gelangt und sich zu Faulschlamm entwickelt, spannen Sie Anfang September ein Teichnetz über Ihren Gartenteich.

Pflanzen entziehen dem Teichwasser Nährstoffe und verhindern das Algenwachstum. Um Ihre Funktion erfüllen zu können, sollten sie regelmäßig geschnitten werden. Somit schaffen Sie Platz für neue Triebe und tragen zum Wachstum der Pflanzen bei. Dies hat zur Folge, dass das ökologische Gleichgewicht in Ihrem Gartenteich erhalten bleibt. Bei Seerosen schneiden Sie am besten im Herbst die gelben Blätter ab.

Pflanzen in der Sumpf- und Flachwasserzone werden grundsätzlich im Frühling oder Herbst geschnitten. Das Schnittgut dient für Insekten als Winterquartier. Achten sie auch regelmäßig auf die Ausbreitung von Unterwasserpflanzen wie bspw. der Wasserpest.

Falls sich im Teichgrund größere Mengen an Schleim gebildet haben, reinigen Sie den Teich mit einem Teichschlammsauger, einer Art Staubsauger. Die Benutzung eines Teichschlammsaugers ist empfehlenswert, da sie das Wasser nicht ablassen müssen. Wasser und Schlamm werden mit einem Rohr herausgesaugt, wobei der Schlamm gefiltert wird und sauberes Wasser wieder zurückfließt.

Mit einem Kescher entfernen Sie im Sommer gegebenenfalls Algen. Wenn Sie einen Fischteich besitzen, reinigen Sie regelmäßig die Filteranlagen.

9. Vor- und Nachteile eines Gartenteichs

Ein Gartenteich bietet mehr Vor- als Nachteile. Profitieren Sie davon, dass Ihr Gartenteich:

  • Das Erscheinungsbild Ihres Gartens aufwertet.
  • Für mehr Entspannung und Erholung sorgt.
  • Zusätzlichen Lebensraum für unzählige Pflanzen- und Tierarten schafft.
  • Zur Abkühlung der Temperaturen in den Sommermonaten beiträgt und dadurch ein entspanntes Grillen ermöglicht.

Auf der anderen Seite bietet ein Gartenteich jedoch Nachteile, weil:

  • Die Instandhaltung viel Mühe, Arbeit und Geld kostet.
  • Sich ansiedelnde Frösche beseitigt werden müssen.
  • Der Gartenteich zum Streit mit Ihren Nachbarn führen kann.

10. Eine Bereicherung für Ihren Garten

Ein Gartenteich stellt eine Bereicherung für Ihren Garten dar, da er dessen ästhetisches Erscheinungsbild aufwertet und zu einem angenehmen Ambiente beiträgt. Gleichzeitig wirkt er sich positiv auf Ihr Wohlbefinden aus. Dennoch sollte Ihnen bewusst sein, zu welchem Zweck Sie ihn anlegen wollen. Hinzu kommt, dass Sie die anfallenden Instandhaltungskosten beachten und den Gartenteich kindergerecht absichern sollten. Falls Sie diese Punkte beachten, werden Sie mit Sicherheit viel Freude mit Ihrem Teich haben.

11. Die Transformation vom Pool zum Gartenteich

Wann die Umwandlung Sinn ergibt

In unserer schnelllebigen Zeit kommt es öfters vor, dass Poolbesitzer Wartungsarbeiten vernachlässigen. Dies liegt daran, dass ihnen ein kostbares Gut fehlt. Nämlich Zeit! Denn zur angemessenen Instandhaltung des Pools gehören das regelmäßige Ablassen von Wasser und Reinigungsarbeiten.

Falls diese anfallenden Arbeiten nicht durchgeführt werden, ist es ratsam umzudenken. Als Alternative ist ein Gartenteich empfehlenswert. Um den Traum vom Gartenteich zu realisieren, bedarf es nur wenige Umbaumaßnahmen. Hier erfahren Sie, wie ein Fachbetrieb in wenigen Arbeitsschritten ihren Pool in einen Gartenteich verwandelt.

Planung im Vorfeld

Im Folgenden wird beispielhaft erklärt, wie ein Fachbetrieb einen betonierten Pool in einen Überlaufteich umbaut. Dazu werden Planungen und einzelnen Arbeitsschritte erläutert.

Bevor der Pool transformiert wird, konzipiert ein beauftragter Architekt einen Bauplan und misst den Garten aus. Im Regelfall schlägt er vor, zusätzlich eine Regenerationszone anzubringen.

Diese liegt außerhalb des Teichs und ist nach Bepflanzung sowie Zugabe von Kies ca. 10 cm tief. Die Fläche der Regenerationszone ist ca. 20 Prozent kleiner als die Fläche des zukünftigen Überlaufteichs. Ihre Funktion besteht darin, überlaufendes Wasser aus dem Teich zu reinigen.

Die wichtigsten Arbeitsschritte

Nach der Konzeptualisierung erfolgt die praktische Arbeit. Das Wasser wird aus dem Pool gepumpt und Erde für die Regenerationszone ausgehoben.

Im nächsten Schritt schleift ein Facharbeiter Betonwände ab und reinigt den Betonboden mit einem Hochdruckreiniger. Gleichzeitig werden veraltete Scheinwerfer und Einströmdüsen entfernt. Nun baut der Facharbeiter Wanddurchführungen ein, um neue Einströmdrüsen zu installieren.

Daraufhin dichtet er die Wände mit einer Dichtschlämme ab. Dabei handelt es sich um eine Mischung aus Zement und Kunststoff. Sie trägt dazu bei, dass die Oberflächen vor eindringendem Wasser geschützt sind.

Danach werden sowohl auf die Wände als auch auf den Betonboden Natursteine geklebt. Anschließend wird in der Regenerationszone eine Teichfolie verlegt und Kiesfilter eingebaut. Genauer gesagt ist es ein Behälter aus Kies, welcher das Teichwasser reinigt. Je nach Bedarf werden in der Regenerationszone zusätzlich Wasserpflanzen eingesetzt.

Vor- und Nachteile der Umwandlung in einen Gartenteich

Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, Ihren Pool in einen Gartenteich umzubauen, sollten Sie sich über Vor- und Nachteile informieren. Denn nicht immer lohnt sich eine Umbaumaßnahme. Hier sehen Sie alle Vor- und Nachteile auf einen Blick:

Vorteile

  • Pflege- und Wartungsaufwand sind geringer und kostengünstiger.
  • Wasser wird ohne Chlor in einer Regenerationszone gereinigt.
  • Geeignet für Menschen, die unter einer Chlorallergie leiden.
  • Wasser muss im Winter nicht zusätzlich abgelassen werden.
  • Umgebung wirkt angenehmer und natürlicher.

Gartenteiche sind umweltschonender.

Nachteile

  • Im Gegensatz zu einem Pool kann ein Gartenteich nicht durch ein elektrisches Rollladen-System abgedeckt werden.
  • Teiche weisen eine niedrigere Wassertemperatur auf und sind für Kinder nicht zum Baden geeignet.
  • Das Wasser ist nie wärmer als 26 Grad Celsius.
  • Aufgrund der Regenerationszone nimmt der Teich mehr Platz in Anspruch.

Fazit

Für eine Verwandlung Ihres Pools in einen Teich ist es niemals zu spät. Dennoch sollten Sie sich darüber im Klaren sein, welche Funktionen der zukünftige Teich erfüllen soll. Wenn Sie mit Ihren Kindern plantschen möchten, ist ein Pool die bessere Alternative.

Falls Sie Ihren Garten optisch aufwerten und umweltfreundlicher gestalten wollen, ist der Umstieg auf einen Gartenteich sinnvoll.

Schließlich ist es ratsam in Erwägung zu ziehen, ob der Raum für einen Teich ausreicht.