Gartenhaus

Das Gartenhaus – praktischer Stauraum oder zweites Zuhause

Ob Stauraum, Entspannungs-Oase oder Gästehaus: Ein Gartenhaus ist ein echtes Allround-Talent – und liegt voll im Trend. In wenigen Schritten erfüllt sich für Gartenbesitzer der Traum vom Häuschen im Grünen. Erfahren Sie mehr zum Thema Gartenhaus und klicken Sie hier.

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1. Das Gartenhaus – Der Allrounder

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Egal ob Sie einen Lagerplatz für Gartengeräte, eine Werkstatt, eine Sauna, ein Gartenhaus für Kinder oder einfach eine kleine Wohlfühloase haben wollen, ein eigenes Gartenhaus kann das alles und mehr. Durch die individuelle Bauweise können Sie das Häuschen gestalten wie Sie wollen und haben einen praktischen und hübschen Aufenthaltsort im Grünen.

Doch was müssen Sie beachten, wenn Sie eine eigene Gartenlaube wollen? Erfahren Sie hier alles Wichtige um das perfekte grüne Wohnzimmer zu bauen.

Ihr Gartenhaus- Kaufen oder Selbst bauen?

Egal ob Sie das Gartenhaus kaufen, mit einem fertigen Bausatz aufstellen oder selbst bauen um Kosten zu sparen, ohne die Hilfe von Experten gehört zu Ihrer Traumhütte eine Menge Arbeit. Die fertigen Bausätze sind am beliebtesten, da hier der Aufwand gering ist und die Möglichkeiten groß. Sollten Sie jedoch handwerkliches Talent und Spaß an schweren Gartenarbeiten haben, können Sie auch selbst Hand anlegen und mit den hier zusammengestellten Informationen ein Do-It-Yourself Gartenhaus zusammenstellen. In jedem Fall sind auch vorab einige Arbeiten zu leisten, vor denen man sich auf keinen Fall drücken kann.

2. Voraussetzungen für den Bau Ihres Gartenhauses

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Zuerst sollte ein ungefährer Plan entstehen, wie Ihr Gartenhaus aussehen wird, welchen Zweck und welche Größe es haben soll. Als nächstes müssen die nötigen Genehmigungen besorgt werden. Nicht alle Gartenhäuser brauchen eine eigene Genehmigung, aber da sich die Vorschriften von Bundesland zu Bundesland unterscheiden, sollten Sie Ihre Behörde bereits vor dem Kauf befragen. Für einen Antrag sollte ein Architekt hinzugezogen werden, damit Ihnen keine Fehler unterlaufen, die Sie später zum Abriss zwingen.


Hier ist eine kleine Checkliste der Dinge, die vor dem Bau erledigt werden müssen:

  • Antrag bei der Baubehörde
  • Planung am besten mit professioneller Hilfe, hier können Ihnen Fachfirmen helfen
  • Abstand zum Nachbargrundstück muss min. 3 m betragen
  • Bäume dürfen nur von November bis Ende Februar gefällt werden, für Laub- oder Nadelbäume mit einer Stammesdicke von über 80 cm brauchen Sie eine Genehmigung
  • Das Gartenhaus darf nicht höher als 3 m sein und in den meisten Bundesländern nur eine Grundfläche von 10 m2 haben

Das Fundament- welches ist das Richtige für mich?

Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Vorarbeiten liegt darin, ein geeignetes Fundament zu bauen. Meist reicht ein verfahrensfreies Plattenfundament aus einer mit Sand gefüllten Grube mit Pflastersteinen nicht aus, um das Gewicht Ihres Gartenschuppens zu tragen. Es muss stattdessen mit Beton gearbeitet werden. Für ein Betonfundament brauchen Sie unbedingt eine Genehmigung! Ob Sie sich für eine Fundamentplatte aus Beton, der über Stahlmatten gegossen wird, ein Streifenfundament oder ein Punktfundament mit etwas größerem Aufwand entscheiden, kommt auf Gewicht, Größe, Bodenbeschaffenheit und Zeit an.  Die aus einem Stück gegossene Fundamentplatte ist aufgrund des geringen Aufwands und der hohen Belastbarkeit die beliebteste Methode.

3. Das Material Ihres Gartenhauses

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Fast alle Gartenhäuser sind aus Holz gebaut. Das liegt hauptsächlich an der Naturbelassenheit des Materials, welches sich sehr gut in Ihren restlichen Garten einfügt. Außerdem hat Holz einen wärmeisolierenden und sogar luftfilternden Effekt, ist leicht verfügbar und günstig. Wichtig zu beachten ist die Qualität und Stabilität des Holzes. Das robusteste Holz ist die nordische Fichte, diese hat durch ihr langsames Wachstum enge Ringe und ist daher besonders stabil und haltbar.


Blockbohlenhäuser

Die beliebteste Variante des Holzgartenhauses sind die sogenannten Blockbohlenhäuser. Diese bestehen aus aufeinandergeschichteten Brettern, die meist 40 – 70 mm dick sind. Der Vorteil an den Fertigbauhäusern mit Blockbohlenbauweise ist die breite Auswahl und die vielen Gestaltungsmöglichkeiten. Es gibt das Gartenhaus mit Terrasse, Vordach, Einzeltür oder Doppeltür und verschiedenen Fenstern. Außerdem kann man leicht einen Anbau wie einen Schuppen, Dachschindeln und weiteres hinzufügen. Durch die Fertigbauweise sind die Häuser auch windresistenter und stabiler.

Die richtige Pflege

Der Nachteil an Holz ist, dass es sowohl von innen als auch von außen zuerst grundiert und dann zur Imprägnierung des Holzes mit wetterbeständigen Farben lasiert oder lackiert werden muss. Hierfür werden am besten spezielle offenporige Holzfarben benutzt, diese erhalten die Fasern des Holzes und ermöglichen einen zweiten Anstrich ohne vorheriges Abschleifen. Die Farbe schützt das Haus sowohl vor Wetterschäden als auch vor Schädlingen. Um ein möglichst langes Leben ihres Gartenhauses zu garantieren, müssen Sie diese Prozedur alle paar Jahre wiederholen.  Sollten Sie trotzdem Wurmlöcher oder ähnliches entdecken, sollte der Schädling möglichst schnell entfernt werden, ansonsten ist die Stabilität des Gartenhauses gefährdet.

Alternativen

Eine andere Option zum standardmäßigen Holzhaus ist zum Beispiel ein Steinhaus. Dieses hat die gleichen Qualitäten wie ein festes Wohnhaus, es ist wind- und wasserdicht, hat jedoch ein weniger natürliches Bild und filtert die Luft nicht. Außerdem ist die Variante aus Stein aufwändiger und braucht mehr Platz im Bau. Hier hingegen hat das Plastikhaus einen Vorteil. Die fertigen Häuser aus PVC sind leicht aufzustellen, haben keinerlei Pflegeaufwand und sind vor allem für Gartengeräte perfekt geeignet. Weitere Möglichkeiten wären Metall oder Glas, wobei Metall sehr selten ist und Glas bzw. durchsichtige Kunststoffe meist bei Gewächshäusern eingesetzt werden.

4. Partyhütte oder zweite Wohnung?

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Wenn Sie Ihr Gartenhaus nicht nur für Gartengeräte nutzen wollen, sondern auch längere Zeit darin verbringen wollen, müssen Sie das Häuschen erst bewohnbar machen. Deshalb muss dafür gesorgt werden, dass eine angenehme Temperatur darin herrscht und kein Schimmel entsteht.

Die Dämmung

Wenn Sie das Haus nicht nur als Lagerplatz Ihrer rostfreien Geräte und Spielsachen benutzen wollen, sollte das Haus gegen Kälte und Feuchtigkeit geschützt werden. Um die Wärme in ihrem Gartenhaus auch im Winter zu halten, sollten Sie eine Dämmung einbauen. Am effektivsten ist eine Mehrschichtdämmung von außen, aber auch von innen kann Dämmmaterial angebracht und mit Holz oder Rigips verschalt werden. Dabei ist es wichtig eine diffusionsoffene Folie unter den Isolierstoff zu legen um die Feuchtigkeit abzuhalten und zwischen der Verschalung und der Dämmung einen kleinen Abstand zu haben, in dem die Luft zirkulieren kann. Außerdem sollten die Spalten zwischen Trennwandplatten und Dämmung mit Silikon aufgefüllt werden.  Für ein bestmögliches Ergebnis sollte ein Profi engagiert werden.

Was wenn es regnet? Darauf sollten Sie beim Dachdecken achten:

Für das Dach gibt es spezielle Dachfolien zur Dämmung und für den Wasserschutz. Dieser wird unter die Dachschindeln eingebaut. Dachschindeln gibt es in allen Farben und Formen. Egal ob ein klassisches kaminrotes Schindeldach oder doch ein elegantes schwarzes, alles ist möglich. Wichtig ist auch, dass das Regenwasser ablaufen kann, hierfür gibt es Dachrinnen aus Kupfer, Zink und Kunststoff, die meist ohne Kleben oder Löten aufgebaut werden.

Grünes Dach

Sollte Ihnen eher eine kreative Dachbegrünung vorschweben, muss zuvor die Tragkraft des Daches beachtet werden. Das Gewicht sollte lieber etwas niedriger gehalten werden als die Statik es zulassen würde, da die Belastbarkeit des Daches mit den Jahren weniger wird. Bei einer Dachbegrünung ist eine undichte Unterlage fatal, darum sollten am besten über die wasserdichte Folie noch eine wurzeldichte Matte gelegt werden. Als Bepflanzung eignen sich am besten Kräuter oder flachwachsende Blumen.

Es werde Licht!

Wenn Sie in ihrer Gartenhütte Geburtstag feiern oder auch nur eine Lampe betreiben wollen, brauchen Sie Strom. Hierfür gibt es natürlich die Möglichkeit vom Haupthaus aus unter der Erde ein Stromkabel durch einen Elektriker verlegen zu lassen, es gibt aber auch eine ökologischere Methode. Solarpaneele gibt es inzwischen in allen Größen und sie sind nicht mehr so teuer wie noch vor einigen Jahren. Das Gewicht der Platten ist meist recht hoch. Hier sollte am besten ein Experte hinzugezogen werden, der die Statik des Gartenhauses mit einbeziehen kann.

Sollten Sie zusätzlich noch Wasser benötigen, ist eine Regentonne meist die einfachste Variante. Für fließendes Wasser muss eine Leitung verlegt werden, die aber im Gegensatz zum Strom eine Mindesttiefe hat.

Muss ich mein Gartenhaus versichern?

Im Normalfall ist alles auf Ihrem Grundstück befindliche mitversichert, sollten Sie jedoch ein Gartenhaus außerhalb haben oder dieses nach Vertragsabschluss hinzugefügt haben, müssen Sie dieses extra versichern lassen. Die Kosten hierfür sind überschaubar, von Versicherung zu Versicherung sind jedoch die Verträge und Möglichkeiten unterschiedlich. Ein kurzer Anruf bei Ihrem Versicherungsvertreter hilft da am schnellsten.