Bei Tipp zum Bau erfahren Sie, wie Sie eine Beleuchtung in Ihr Glasvordach integrieren.
Gartenbeleuchtung • Rücken Sie Ihren Garten ins rechte Licht

Ihr Weg zur passenden Gartenbeleuchtung

 

1. Arten der Gartenbeleuchtung

Generell kann man zwei Arten der Gartenbeleuchtung unterscheiden.

Zum einen die zweckmäßige, funktionale Beleuchtung. Sie dient dazu, den Hauseingang, die Einfahrt, Wege und Stufen auszuleuchten und hilft in erster Linie bei der Orientierung und bietet Sicherheit. Oft sind die Leuchten mit Bewegungsmeldern gekoppelt. Sie schalten sich also nur bei Bedarf ein.

Dies kann auch der Abschreckung von Einbrechern dienen, genau wie das Ausleuchten von schlecht einsehbaren Bereichen rund ums Haus.

Für Wege und Einfahrten sind Poller-Leuchten ideal, deren Licht von einem erhöhten Punkt nach unten abgestrahlt wird. So sind Wege und insbesondere Treppenstufen gut zu erkennen, ohne dass das Licht blendet.

Auch auf Terrassen und Sitzplätzen hat Licht eine praktische Funktion. Besonders allerdings zielt diese Art der Beleuchtung auf eine ästhetische Wirkung ab. Der Garten soll bei Dunkelheit in Szene gesetzt und die Terrasse in stimmungsvolles Licht getaucht werden. Hierfür werden nicht nur elektrische Leuchten, sondern auch Windlichter, Lichterketten, Fackeln oder andere Feuerstellen verwendet.

2. Energieversorgung/Lichterzeugung

Vielseitige Beleuchtung mit LEDs

Eine technische Entwicklung hat die Gartenbeleuchtung in den vergangenen Jahren revolutioniert: LED-Leuchten. Sie verbrauchen im Vergleich zu herkömmlichen Glühbirnen nur einen Bruchteil des Stroms. Zudem haben sie eine viel höhere Lebensdauer.

LEDs können sehr gut mit Niedrigvolt-Systemen betrieben werden, die auch ein Laie gefahrlos installieren kann.

Die Leuchtkörper passen in kleine Leuchten, Bänder und Lichterketten, wodurch sich neue Einsatzmöglichkeiten ergeben. LED-Lampen mit aufladbaren Akkus sind unabhängig von der Stromversorgung über Kabel. Dadurch können sie sehr flexibel eingesetzt werden. Es gibt auch viele Modelle, die sich über ein kleines Solarpanel von selbst wieder aufladen.

LEDs gibt es inzwischen in den verschiedensten Farben, oder mit selbst einstellbarer Farbwahl. Man sollte nur darauf achten, dass der Garten mit Beleuchtung in Farbtönen wie Blau und Rot schnell etwas kitschig wirken kann.

Solarlampen für unkomplizierte Gartenbeleuchtung

Falls im Garten keine Steckdose zur Verfügung steht, kann man auf Solarlampen zurückgreifen. Die benötigen nämlich kein Kabel und können einfach in den Boden gesteckt werden. Sie tanken und speichern tagsüber Sonne und leuchten nachts. Ein Lichtsensor im Gehäuse schaltet die Lampe bei Dunkelheit automatisch an.

Romantik pur mit Kerzen

Wenn Sie es noch romantischer und heimeliger haben wollen, bieten sich Kerzen zur Beleuchtung an. Diese können einfach freistehend auf dem Gartentisch platziert werden. Oder man kann sie wahlweise in Laternen oder Windlichter stellen. Wem echte Kerzen ein zu großes Feuerrisiko darstellen, der kann auch batteriebetriebene Kunst-Kerzen verwenden.

3. Gartenbeleuchtung als Mittel der Gartengestaltung

Die Gartenbeleuchtung soll idealerweise die Architektur des Hauses und den Stil des Gartens unterstreichen. So passt zum Beispiel zu einer herrschaftlichen Villa aus dem 19. Jahrhundert eher eine gusseiserne Wandlampe. Wohingegen moderne Solar-Laternen im Stil viel besser zu einem kubischen Neubau passen.

Die Gartenbeleuchtung sollte eher zurückhaltend verwendet werden. Ideal hebt sie nur einzelne Besonderheiten hervor. Dafür eignet sich vor allem Licht mit warm-weißer Farbe, denn es zeichnet die Konturen besonders weich nach.

Neben einem stimmigen Design kommt es bei der Gartenbeleuchtung vor allem auf das Material an. Die Lampen müssen allen Witterungsverhältnissen standhalten können. Deshalb eignen sich Kunststoff und rostfreier Edelstahl für Gartenleuchten besonders.

4. Der richtige Platz für die Gartenbeleuchtung

Licht für den Gartensitzplatz

Wenn es im Sommer warm genug wird, um auch abends draußen essen zu können, ist es wichtig, am Sitzplatz für ausreichend Helligkeit zu sorgen.

Neben einer Beleuchtung durch Außenleuchten an der Hauswand sind vor allem mehrere kleine Leuchten für den Sitzplatz ideal.

Besonders Gartenleuchten im wohnlichen Design als Tisch- oder Standleuchten schaffen stimmungsvolle Lichtinseln. Auch Hängeleuchten sind für die Beleuchtung des Sitzplatzes bestens geeignet. Mit Fackeln oder Windlichtern zaubern Sie eine richtig gemütliche Atmosphäre.

Strahler für einzelne Pflanzen

Mit der richtigen Gartenbeleuchtung werden Blumen und Bäume zu echten Kunstwerken. Nach oben gerichtete Strahler eignen sich dafür besonders. Durch das gezielte Licht wird nur die einzelne Pflanze angeleuchtet.

Zur effektvollen Beleuchtung von Beeten oder kleinen Sitzecken im Garten sind Einbauleuchten die passende Wahl. Wenn Sie das Licht ganz gezielt auf die schönsten Ecken Ihres Gartens richten, bekommt dieser räumliche Tiefe.

Licht für den Weg

Die Beleuchtung an Wegen hat in erster Linie den Zweck, diese ausreichend zu beleuchten. So stolpert man nachts nicht oder übersieht Hindernisse oder Stufen. Um eine gleichmäßige Beleuchtung zu erzeugen verwenden Sie mehrere Leuchten in kurzen Abständen.

Neben dem Sicherheitsaspekt spielt Wegbeleuchtung im Garten design-technisch eine große Rolle. Sie strukturiert den Garten und vermitteln erst die Größe eines Gartens. Die meisten Poller- oder Sockelleuchten gibt es in Größen bis maximal 1,5 Meter Höhe. Sie sind so gebaut, dass ihr Licht direkt auf den Boden strahlt und nicht nach oben blendet.

Am Teich oder unter Wasser

Licht und Wasser sind die Essenzen des Lebens. In Ihrem Garten können Sie diese beiden Kräfte ganz leicht in Harmonie bringen. Gartenleuchten können sowohl außen am Teich oder Springbrunnen als auch unter Wasser effektvoll eingesetzt werden.

Mit vorgesetzten Filterscheiben wechselt das Wasser sogar seine Farbe.

Diese Art der Beleuchtung arbeitet mit Niedervolttechnik und braucht wenig Strom. Alternativ können Sie eine wasserdichte Lichterkette mit LEDs verlegen, die in unterschiedlichen Farben leuchten können.

5. Steuerung

Die Steuerung der Gartenbeleuchtung ist heutzutage völlig flexibel möglich. Tragbare Akku-Leuchten sorgen für Licht, wo Sie es gerade benötigen. Ob auf einer festlichen Tafel im Freien, beim Grillen oder neben dem Liegestuhl als Leselicht. Auch auf dem Balkon sind Akkuleuchtejn eine kompakte Wahl.

Außerdem ist es praktisch, dimmbare Gartenleuchten einzusetzen. Sogenannte Plug & Shine Leuchten lassen sich mit der Fernbedienung oder Smartphone ganz Wunsch einstellen. So können Sie sogar ganz individuell definierbare Gruppenschaltungen programmieren.

Wer eine Sprachsteuerung besitzt, bei dem heißt es dank moderner Gartenleuchten ganz einfach: „Alexa, Beleuchtung im Garten anschalten!“

6. Sicherheit

Da Gartenleuchten das Jahr über allen Witterungsverhältnissen ausgesetzt sind, ist Sicherheit besonders wichtig. Verwenden Sie im Garten nur Leuchten, die für die Verwendung im Freien auch wirklich vorgesehen sind. Die Lampen sollten unbedingt immer die ausreichende Schutzklasse besitzen.

Diese wird mit der sogenannten Schutzklasse IP angegeben, die die Dichte gegenüber Fremdkörpern und Wasser bezeichnet. Je höher eine Ziffer ist, desto höher ist der Schutz. Im Außenbereich, beispielsweise für eine Wandleuchte, ist mindestens IP 44 erforderlich. Im Boden eingelassene Leuchten brauchen die höhere Schutzklasse IP 67. Dauerhaft unter Wasser angebrachte Lampen benötigen die Schutzklasse IP 68.

Achten Sie darauf, dass auch Kabel, Transformatoren und andere elektrische Bauteile die entsprechenden Schutzklassen aufweisen und stellen Sie diese entsprechend geschützt auf.

Wenn Sie Leuchten in der Nähe von Blumenbeeten, Bäumen oder Tischen mit Tischdecken platzieren, müssen Sie außerdem die Wärmeentwicklung der Lampen bedenken. Dies gilt besonders für klassische Halogenlampen, da diese am meisten Wärme produzieren.

7. Tipps zur Installation

Bei größeren Gärten ist es sinnvoll, feste 230 Volt Steckdosen zu installieren. Dies muss grundsätzlich von einem Fachmann übernommen werden.

Die Kabel für diese Grundversorgung sollten mindestens 60 Zentimeter tief in der Erde liegen.

Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte gleich ein mindestens fünfadriges Kabel verlegt werden. Fällt da mal eine Ader aus, übernehmen die anderen die Arbeit. So muss man im Notfall nicht die ganze Verkabelung wieder aus der Erde holen.

Von der festen 230-Volt-Steckdose ausgehend kann auch der Laie an einem Niedrigvolt-System gefahrlos weiterarbeiten. Mit einem Trafo wird die Spannung heruntergeregelt. An ihn kann man dann Spots und Poller-Leuchten anschließen.

Besonders für bereits bestehende und eingewachsene Gärten ist es ideal, die dünnen Kabel oberirdisch zu verlegen. Sie können zum Beispiel unter einer Mulch-Schicht leicht versteckt werden.

Sie sollten sich nur den Verlauf der Kabel unbedingt merken, um sie nicht beim Rasenmähen versehentlich zu beschädigen.

Wichtig sind außerdem ausreichend Schalter, um die Beleuchtung ein- und ausschalten zu können. Auch über Funkschalter oder die Hausautomation („Smart Home„) lässt sich die Gartenbeleuchtung bequem und flexibel steuern.

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