Zaun

Der Zaun – schützen Sie Ihre Privatsphäre

Ein Zaun übernimmt viele Funktionen. In erster Linie markiert er die Grenzen Ihres Gartens. Als dekoratives Element schmückt er Ihr Grundstück und versperrt neugierigen Nachbarn die Sicht. Dabei gibt es Alternativen zum herkömmlichen Zaun aus Maschendraht. Lesen Sie hier, wie Sie Ihren Außenbereich mit einem Gartenzaun optisch aufwerten.

1. Ein Zaun als Blickfang am Rande Ihres Gartens

Praktisch und dekorativ

Ein Gartenzaun kennzeichnet nicht nur die Grenzen Ihres Grundstücks. Er schützt Sie auch vor neugierigen Blicken und unerwünschten Besuchern. Besonders an Plätzen, an denen Sie sich oft aufhalten, ist ein Gartenzaun praktisch. Ihr Zaun dient als Sicht- und Windschutz. Genießen Sie dadurch unbeschwert Ihre Privatsphäre auf der Terrasse mit Sichtschutz. Außerdem verhindert er, dass Kinder oder Haustiere aus dem Garten auf die Straße laufen.

Der erste Eindruck zählt

Als dekoratives Element wertet ein Gartenzaun Ihren Außenbereich optisch auf. Stimmen Sie den Stil von Haus, Garten und Zaun aufeinander ab. So wirkt es besonders harmonisch. Der Gartenzaun ist oft das Erste, was Besucher von Ihrem Grundstück sehen. Somit dient er als Aushängeschild Ihres Gartens. Mit einem stilvollen Gartenzaun hinterlassen Sie bei Gästen einen bleibenden Eindruck.

2. Verschiedene Modelle für Ihren Zaun

Der einfache Lattenzaun

Lattenzäune gibt es in vielen verschiedenen Formen. Befestigt an Querbalken, lassen sich die Holzlatten individuell anpassen. Der Abstand zwischen den Latten ist nach Geschmack veränderbar. Früher dienten sie als Begrenzung für Tiere. Heute findet der Zaun Anwendung als Grundstücksbegrenzung oder Verschönerung. Neben dem gleichmäßigen Lattenzaun gibt es weitere Ausführungen:

  • Staketenzaun.
  • Speltenzaun.
  • Friesenzaun.
  • Palisadenzaun.
  • Jägerzaun.
  • Lamellen- oder Bohlenzaun.

Bei einem Staketen- oder Speltenzaun verlaufen die Latten senkrecht. Je ein Querbalken oben und unten gibt Stabilität. Die Latten oder Spelten sind zugespitzt. Beide Gartenzäune unterscheiden sich in ihrer Befestigung voneinander. Die Latten eines Staketenzauns sind mit verzinktem Stahl verbunden. Dadurch passen sie sich Ihrem Gelände optimal an.

Bei einem Speltenzaun hingegen sind die Latten mit biegsamen Hölzern festgeflochen. Spelten rammen Sie außerdem einfach in den Boden. Vorheriges Anbrennen der Enden verhindert, dass das Holz fault. Das verleiht dem Gartenzaun ein rustikales Flair.

Erfahren Sie bei Tipp zum Bau, was es bei Palisadenzäunen zu beachten gibt.

Die Schnörkel und Spitzen machen den Palisadenzaun zu einem Magnet für Blicke.

Optisch ansprechend sind vor allem der Friesen- und Palisadenzaun. Der Friesenzaun unterscheidet sich vom klassischen Lattenzaun in seiner Form. Die oberen Kanten der Latten bilden einen Bogen. Dies macht seine Ästhetik aus. Sind die senkrechten Latten mit Spitzen oben versehen, heißen sie Palisaden. Bei ihnen ist Vorsicht geboten. Zwar sieht das schön aus, ist aber nicht ungefährlich für kletternde Kinder.

Anders in ihrem Aufbau sind Jäger- und Lamellen- oder Bohlenzaun. Beim Jägerzaun sind die Latten diagonal angebracht. Scherenförmig kreuzen sich immer zwei Stück. Die Oberseite ist dabei angespitzt. Lamellen und Bohlen hingegen bezeichnen breite Holzbretter bzw. Latten. Dabei verlaufen Lamellen horizontal und Bohlen vertikal. Anders als herkömmliche Lattenzäune werden sie zwischen zwei senkrechten Balken befestigt.

Ein Zaun aus Metallverbindungen

Der Klassiker unter den Metallzäunen ist der Maschendrahtzaun. Als beliebteste Grundstücksgrenze der Deutschen schmückt er zahlreiche Vorgärten. Er ist besonders preiswert, pflegeleicht, robust und sicher. Es gibt ihn in unterschiedlichen Höhen, Drahtstärken und Maschenweiten. Die einzelnen Drähte sind mit Kunststoff ummantelt. Sie bestehen aus gewobenen Maschen und sind zwischen Pfosten gespannt.

Der Maschendrahtzaun eignet sich nur bedingt als Sichtschutz. Mit ein wenig Zeit, schirmen Kletterpflanzen aber Blicke hervorragend ab. Geeignet hierfür sind die Prunkwinde, die Feuerbohne, die Glockenrebe oder verschiedenen Wickenarten. Ziehen Sie hierbei am besten eine Gärtnerei zu Rate.

Alternativ gibt es den Stabmattenzaun. Hierbei handelt es sich um einen Zaun aus Metallstäben. Diese werden zu einem Gitter verschweißt. Ihr klares Design passt sehr gut zu modern gestalteten Gärten. Auch hier gibt es unterschiedliche Höhen und Gittergrößen. Durch eingeflochtene Sichtschutz-Bänder ist es möglich, ihn blickdicht zu gestalten. Gefälle überbrücken Sie, indem Sie den Zaun höhenversetzt installieren. Diesen Gartenzaun gibt es in drei Ausführungen:

  • Die einfachste Ausführung sind die sogenannten Einstabmatten. Dabei sind je ein senkrechter und ein waagerechter Stab miteinander verschweißt.
  • Für mehr Stabilität dient ein Zweistabmattenzaun. Sie sind je ein senkrechter und zwei waagerechte Stäbe verschweißt.
  • Bei dem Dreifachstabgitter wird ein zusätzlicher, waagerechter Stab an der Innenseite verschweißt. Dieser kreiert eine Kabelführung.

Der Schmuckzaun als Dekoelement

Die Gartenzäune sind mit Schnörkeln, Bögen und anderen Verzierungen versehen. Meistens bestehen sie aus Metall. Mit einem Zaun aus Schmiedeeisen verleihen Sie ihrem Garten ein elegantes Flair. Es steht Ihnen jedoch frei, auch andere Materialien zu verwenden. Zumeist dienen Schmuckzäune als begrenzendes Dekoelement. Bei größerer Höhe eignen sie sich mit den typischen Zierspitzen auch als Einbruchschutz.

Lose Steine als Zaun mit Gabionen

Ein Gabionenzaun besteht aus Körben aus Drahtgeflecht. In diesen befinden sich lose Steine. Diese Gabionen gibt es in unterschiedlichen Formen und Farben. Selbst Glas oder Leuchtelemente sind möglich. Dadurch ist der Zaun flexibel einsetzbar. Leben Sie damit Ihre künstlerische Ader aus.

Zäune speziell für Haustiere

Für alle, die Haustiere besitzen, ist der so genannte Katzenzaun ideal. Damit minimieren Sie die Gefahr, dass Ihr Haustier den Garten einfach verlässt. Es handelt sich um einen Aufbau auf dem bestehenden Gartenzaun. Ein nach innen weisender Winkel hindert die Tiere am Klettern. Je nach Tierart und Rasse reicht der abgewinkelte Zaun weiter hinauf. Gegebenenfalls lässt sich dieser Abschnitt auch unter Strom setzen.

Eine andere Variante ist ein reiner Stromzaun mit geringer Ladung. Wenn ein Tier den Zaun berührt, bekommt es einen schwachen elektrischen Schlag. Das Tier erschrickt und bleibt dem Gartenzaun fern. Diese Zäune dienen einerseits dazu, Ihre Tiere drinnen zu halten. Andererseits aber auch dazu, Wildtiere auszusperren. Wenn Sie den Elektrozaun nur temporär brauchen, verstauen Sie ihn am besten in einem Gartenhaus.

3. Materialien für Ihren Zaun

Bei den Baustoffen für einen Gartenzaun haben Sie eine große Auswahl. Egal, ob Sie sich für einen Holz-, Metall- oder Betonzaun entscheiden: Wichtig ist, dass Ihr Gartenzaun robust und langlebig ist. Erfahren Sie hier, was bei der Auswahl des Materials zu beachten ist.

Beim Material sind dem ganzen keine Grenzen gesetzt: erlaubt ist, was gefällt. Einige sehr beliebte Baustoffe für Zäune sind:

  • Holz.
  • Holzimitat.
  • Kunststoff.
  • Stein.
  • Beton.
  • Metall.

Zeitlos schön – Ein Zaun aus Holz

Tipp zum Bau verrät Ihnen alles Wichtige zu Holzzäunen.

Ein Gartenzaun aus Holz ist natürlich schön.

Ein Gartenzaun aus Holz ist sehr beliebt. Er ist natürlich schön und vielseitig einsetzbar. Dabei wirkt er rustikal und naturnah. Egal, für welche Variante Sie sich entscheiden, die Qualität des Holzes ist wichtig. Für Gartenzäune eignen sich besonders widerstandsfähige Hölzer. Dazu zählen harte Holzarten wie Robinie oder Eiche. Sie sind sehr stabil und witterungsbeständig. Auch Kiefer, Lärche und Douglasie sind ideal für den Einsatz im Garten. Sie sind robust gegen Schädlinge.

Bei der Farbe haben Sie die freie Auswahl. Streichen Sie einfach die Latten mit einer farbigen Holzlasur. Verwenden Sie keinen Lack, denn er versiegelt das Holz. Eine Lasur lässt es atmen und es bleibt länger schön.


Pflegeleicht und anpassungsfähig – Ein Zaun aus Kunststoff

Eine Alternative zum klassischen Holzzaun ist eine Gartenzaun aus Kunststoff. Wie bei einem Zaun aus Holz gibt es ihn in verschiedenen Formen und Farben. Das Material besteht aus speziellem Hartplastik. Dieser Werkstoff macht Ihren Gartenzaun wetterfest und langlebig. So hält er allen Wetterbedingungen stand. Außerdem ist Kunststoff pflegeleicht und preisgünstig.

Stabil und preiswert – Ein Zaun aus Beton

Von der Holzoptik bis hin zum Steinmotiv: Ein Betonzaun ist alles andere als eine einfache Mauer. Mit speziellen Oberflächen ist er von einem richtigen Holzzaun kaum zu unterscheiden. Ein Zaun aus Beton ist besonders langlebig und leicht zu pflegen. Einmal aufgestellt, haben Sie bis zu 30 Jahre lang Freude an Ihrem Gartenzaun. Beton schützt Ihr Zuhause außerdem bestens vor Lärm und neugierigen Blicken.

Vielfältig und langlebig – Ein Zaun aus Metall

Ob Gitterzaun, Maschendrahtzaun oder schmiedeeiserner Zaun: Aus Metall lässt sich vieles herstellen. Das Material selbst ist stabil, langlebig und pflegeleicht. Je nach Anforderung eignen sich verschiedene Metalle für Ihren Gartenzaun. Gusseisen für Schmuckzäune, verzinkter Stahl als Stabmattenzaun und Aluminium als Lattenzaun. Ihnen sind kaum Grenzen gesetzt.

4. Anfallende Kosten für Ihren Zaun

Die Kosten für einen Gartenzaun richten sich nach Material, Höhe und Art. In der folgenden Tabelle sehen Sie eine Kostenübersicht für Zäune mit 80 cm Höhe. Eine Ausnahme bilden hierbei die Betonzäune. Die einzelnen Paneele sind in der Regel 40 cm – 50 cm hoch. Es sind sowohl die Kosten für das Material als auch für die Installation inbegriffen.

ZaunKosten
Holzzaun18€ - 40€/m
Kunststoffzaun70€ - 125€/m
Maschendrahtzaun18€ - 40€/m
Stabmatten (doppelt)35€ - 60€/m
Schmiedeeisen90€ - 125€/m
Beton85€ - 100€/m

Planen Sie Ihren Garten und Zaun nicht selbst, kommen noch Kosten für einen Landschaftsarchitekten hinzu.

5. Fazit – Ein Zaun für jeden Zweck

Ob zur optischen Aufwertung, zu Ihrer Sicherheit oder als Blickschutz. Für jeden Zweck gibt es den passenden Zaun. Dabei stehen Ihnen verschiedene Zäune und Materialien zur Verfügung.

Gestalten Sie Ihren Gartenzaun individuell und stimmen ihn auf Garten und Haus ab. So sorgen Sie für ein stimmiges Gesamtbild auf Ihrem Grundstück. Dabei geht sowohl rustikal und natürlich als auch robust und langlebig. Oder bevorzugen Sie eine Kombination? Kunststoff mit Holzoptik vereint die Vorteile beider Materialien. Für welche Variante Sie sich entscheiden, bleibt ganz Ihnen überlassen.

6. Was vor der Installation Ihres Zauns zu beachten ist

Bei der Installation eines Zauns gibt es ein paar Aspekte zu beachten. Wo ist die Grundstücksgrenze? Wie lang wird der Zaun? Wo ist ein Gartentor sinnvoll? All diese Fragen spielen beim Anlegen Ihres Gartenzauns eine wichtige Rolle. Daher ist eine gründliche Planung das A und O. Vor allem folgende Punkte sind wichtig:

  • Der Zweck des Zauns und seine entsprechende Höhe.
  • Das Melden an die Baubehörde.
  • Ihr verfügbares Budget.

Ein kleiner Tipp: Teilen Sie die Grundstücksgrenze mit Ihrem Nachbarn teilen, gibt es eine einfache Lösung. Bauen Sie einen gemeinsamen Gartenzaun. Sprechen Sie sich auf jeden Fall mit ihm ab. Ihr großer Vorteil: Die Kosten lassen sich dann durch zwei teilen.

7. Die richtige Höhe für Ihren Zaun

Der Zweck des Zaunes bestimmt seine Höhe. Als Grundstücksgrenze genügt eine Höhe von 40 bis 90 cm. Damit hindern Sie Fremde bereits daran, Ihren Garten zu betreten. Um fremde Hunde davon abzuhalten, in Ihren Vorgarten zu gelangen, reicht eine kniehohe Absperrung. Streunende Katzen hält ein Zaun kaum fern.

Damit Ihre Kinder nicht auf die Straße laufen, benötigen Sie einen höheren Gartenzaun. Rechnen Sie mit einer Zaunhöhe von circa 1,10 Meter. Ab einer Höhe von 1,70 Meter ist ein sehr guter Sichtschutz gewährleistet. Die gängigste Höhe für Gartenzäune liegt bei etwa 1,20 Meter.

8. Der rechtliche Rahmen für Ihren Zaun

Beim Aufstellen eines Gartenzaunes sind verschiedene bauliche Vorschriften zu berücksichtigen. Diese unterscheiden sich je nach Stadt und Region. Informieren Sie sich bei der zuständigen Baubehörde, bevor Sie den Bau Ihres Zauns beginnen. Wichtige Aspekte sind:

  • Gestalten Sie in einem denkmalgeschütztem Stadtteil Ihren Gartenzaun im Stil der Umgebung.
  • Informieren Sie sich über die erlaubte Maximalhöhe eines Zaunes. Oft ist ab einer Höhe von 2 Metern eine Genehmigung nötig.
  • Sprechen Sie deshalb auch mit Ihrem Nachbarn.
  • Bäume ab einem Stammumfang von 80 cm stehen unter besonderem Naturschutz. Diese zu fällen ist Ihnen nicht gestattet.
  • Mauern sind als Grundstücksgrenze nicht überall erlaubt.
  • Klären Sie im Vorfeld eventuelle Regelungen zum geforderten Abstand des Zauns zu Grundstücksgrenzen ab.

9. Ihr Investitionsbudget für einen Zaun

Bei einem Gartenzaun fallen nicht nur die Kosten für den Zaun selbst inklusive Montage an. Je nach Ausführung und Ihren Ansprüchen, spielen weiter Faktoren eine Rolle. Berücksichtigen sie diese bei der Einteilung Ihres Budgets. Neben Zaunart, Material und Höhe gibt es weitere Punkte zu beachten. Stellen Sie sich die Frage, ob sie ein Tor oder eine Tür in Ihrem Gartenzaun benötigen. Dafür fallen weitere Kosten an, wenn Sie das gesamte Gelände umschließen.

Auch zu beachten sind Folgekosten, die zusätzlich entstehen. Bei einem blickdichten Gartenzaun aus Maschendraht benötigen Sie Kletterpflanzen. Für diese fallen Ihnen nicht nur Anschaffungskosten an. Auch Ausgaben für die Pflege der Pflanzen entstehen. Im Sommer benötigen Sie zusätzliches Wasser, wenn kein Regen fällt. Ebenso Mehraufwand bedeutet ein Gartenzaun aus Holz. Die anfallende Pflege und Wartung des Materials erfordern Lasur, Farbe oder Öl. Dadurch entstehen Ihnen fortlaufende, wenn auch geringe, Kosten.

10. Der Zaun auf der Grundstücksgrenze

Gartenzäune auf Grundstücksgrenzen sind ein besonders interessantes Thema. Die Regelungen zu einem Gartenzaun zwischen zwei Wohngrundstücken sind uneinheitlich. Je nach Bundesland und Region gibt es eine sogenannte Einfriedungspflicht. Diese schreibt vor, dass auf Verlangen des Nachbarn der Garten einzuzäunen ist. Dabei gibt es die folgenden Ausprägungen:

  • Keine Einfriedungspflicht.
  • Eine Einfriedungspflicht, wenn ortsüblich.
  • Einfriedungspflicht für Gewerbegrundstücke im Ort.
  • Die Einfriedungspflicht auf Aufforderung des Nachbarn.

Auch die Kostenübernahme gestaltet sich unterschiedlich. In den meisten Bundesländern gilt die gemeinsame Einfriedung. Das bedeutet, dass beide Parteien zu gleichen Teilen die Kosten für den Zaun übernehmen. Berlin, Brandenburg und Niedersachsen jedoch verfügen über ältere Regelungen. Hier gilt die sogenannte Rechtseinfriedung. Jede Partei zahlt den Gartenzaun auf der von der Straße aus gesehen rechten Grundstücksseite.

11. Vor- und Nachteile der verschiedenen Zaunmodelle

Lattenzäune sind schnell installiert. Die Gartenzäune dienen als einfache rustikale Grundstücksbegrenzung. Sie halten größere Tiere aus dem Garten fern. Bei über einem Meter Höhe sorgt er dafür, dass Kinder Ihren Garten nicht verlassen. Als Sichtschutz sind sie aber nur bedingt geeignet.

Gartenzäune mit Metallverbindungen sind beständig und einfach installiert. Mit Kletterpflanzen oder Sichtschutzband sind diese Zäune auch als Sichtschutz möglich. Sie eignen sich gut für größere Gelände. Stabmattenzäune erschweren außerdem das Klettern und sind stabil. Maschendrahtzäune sind allerdings leicht zerschneidbar.

Schmuck- und Gabionenzäune sind stabil und optisch ansprechend. Beide sind pflegeleicht, wenn der Schmuckzaun verzinkt ist. Sie sind variabel in der Optik und langlebig. Schmuckzäune sind allerdings mitunter nicht ungefährlich für kletternde Kinder. Ähnliches gilt für eine Haustierzaun.

12. Vor- und Nachteile der Zaunmaterialien

Jedes mögliche Material weist unterschiedliche Eigenheiten auf. Holz verfügt über eine ansprechende Optik. Es wirkt an Ihrem Gartenzaun rustikal und natürlich. Dabei ist es kostengünstig und farblich variabel. Streichen Sie den Zaun einfach nach Wunsch in einer anderen Farbe. Gleichzeitig ist das Material aber pflegeintensiv und benötigt eine regelmäßige Wartung.

Weniger Wartung benötigt Metall, solange es verzinkt ist. Es ist langlebig und pflegeleicht. Dabei ist es auch stabil und robust. Das zeigt sich jedoch in einem höheren Preis.

Kunststoff ist das vielfältigste Material. Es lässt sich optisch und farblich vorab anpassen. Somit ist es Ihnen möglich, eine Holzmaserung zu verwenden. Dabei ist das Material stabil und beständig. Außerdem benötigt ein entsprechender Gartenzaun keine Wartung. Einmal gewählte Farben und Formen sind permanent. Das Material ist nicht biologisch abbaubar. Zudem benötigt es einen speziellen Reiniger, damit es nicht ergraut. Ist es einmal beschädigt, haben Sie nur wenige Möglichkeiten zur Reparatur.

13. Pflege und Wartung Ihres Zauns aus Holz

Holz ist als Naturstoff anfällig gegen Witterung und Schädlinge. Es ist daher notwendig, Ihren Holzzaun regelmäßig zu pflegen. Tragen Sie regelmäßig einen Holzschutz auf. Dieser schirmt das Material Ihres Zauns gegen das Wetter ab und hält Schädlinge fern. Auch die Farbe des Gartenzauns blättert mit der Zeit ab oder verfärbt sich. Erneuern Sie den Anstrich mindestens alle zwei Jahre. Am besten gelingt das an einem sonnigen Tag mit Temperaturen über 10°.

Planen Sie für beide Vorgänge ausreichend Zeit ein. Jede Latte und jeder Balken Ihres Gartenzauns erfordert einzelnes Streichen von allen Seiten. Bei dieser Gelegenheit kontrollieren Sie Ihren Zaun auf Schädlinge. Diese Kontrolle ist jährlich erforderlich. Beseitigen Sie betroffene Stellen. Wo nötig, ersetzen sie einzelne Latten oder Abschnitte Ihres Gartenzauns.

14. Ihr Zaun im Winter – machen Sie ihn winterfest

Ihr Gartenzaun steht ganzjährig im Freien. Entsprechend benötigen manche Zaunarten spezielle Pflege im Winter. Die meisten Materialien sind nicht witterungsanfällig. Beim Maschendrahtzaun kommt eine andere Komponente hinzu: Die Kletterpflanzen. Planen Sie, Ihren Maschendrahtzaun blickdicht zu gestalten? Dann greifen Sie zu winterharten Pflanzen. Diese trotzen der Kälte ohne spezielle Pflege oder einen Wintergarten.

Aufwändiger gestaltet sich ein Holzzaun. Das regelmäßige Streichen wertet den Zaun optisch auf und macht ihn zugleich winterfest. Eine Lasur lässt das Holz dabei atmen und hält vier Jahre. Dann ist eine Erneuerung notwendig. Auch geeignet ist Leinöl, das die Maserung des Zauns betont. Es schützt das Holz vor Feuchtigkeit doch nicht vor Schädlingen. Zur Schädlingsbekämpfung verwenden Sie spezielles Holzschutzöl.

15. Die Geschichte des Zauns

Die ersten Zäune waren Holzzäune. Sie dienten meistens dem Zweck, Wildtiere fernzuhalten. Als Begrenzung des Grundstücks wiesen sie einen weiteren Nutzen auf. Außerdem gab es früh schon Weidezäune. Diese dienten einerseits dazu, das eigene Vieh zu beschränken, andererseits hielten sie Wildtiere fern. Der Schutz vor Raubtieren erfolgte zunächst jedoch hauptsächlich über Wachhunde.

Erst später geschah dies über stabilere, höhere Zäune oder Elektrozäune. Diese stellten eine effektivere Variante dar, Vieh sicher einzuzäunen. Metallene Zäune dienten zunächst als stabilere Begrenzungen. Eigentümer verwenden diese als Alternative für steinerne Mauern. Als Dekoelement dienten Gartenzäune in Form von Schmuckzäunen erst später.

16. Einen Holzzaun aufstellen

Ein Holzzaun besteht aus mehreren Trägerpfosten, an denen die Holzlatten montiert werden. Die Pfosten des Zauns sind entweder aus Stein, Beton oder Holz. Wenn Sie Holzpfosten verwenden, stellen Sie sie auf einen Betonsockel. So berührt das Holz nicht direkt den Erdboden. Feuchtigkeit dringt dadurch nicht vom Boden in das Holz und Ihr Gartenzaun bleibt länger stabil. In sieben Schritten zum Holzzaun, so geht’s:

Bevor Sie mit den Arbeiten beginnen, erstellen Sie einen Plan. Darin vermerken Sie die richtigen Abmessungen des Gartenzaunes. Zeichnen Sie auch die benötigten Pfosten mit ein. Der Abstand zwischen den Pfosten beträgt maximal 2,50 Meter.

Damit der Zaun auch gerade wird, spannen Sie eine Schnur über den gewünschten Zaunverlauf. Befestigen Sie in an Eistenstangen, dann richten Sie ihn mit einer Wasserwaage aus. Heben Sie an entsprechenden den Stellen Löcher für die Pfosten aus. Sie benötigen einen Radius von 30 bis 40 cm. Eine Tiefe von 60 cm reicht. Am besten geht es mit einem Spaten.

Füllen Sie ein Fundament aus Betonkies und Zement in die Löcher. Drücken Sie einen Betonanker für die Pfosten in das Fundament. Diese Halterungen erhalten Sie im Baumarkt zu einem günstigen Preis. Lassen Sie das Fundament aushärten. Anschließend setzen Sie die Pfosten in die Anker ein.

Nageln Sie die Querbalken und die Latten an die Pfosten. Je nach Geschmack ordnen Sie die Latten senkrecht, diagonal oder waagerecht an. Sobald Sie damit fertig sind, steht IHr Holzzaun. Einzig eine entsprechende Lasur fehlt noch. Es sei denn, diese haben Sie bereits zuvor auf die Balken und Latten aufgetragen.

17. In vier Schritten zum Maschendrahtzaun

Das Aufstellen eines Maschendrahtzaunes funktioniert ähnlich wie das eines Holzzauns. Er besteht aus mehreren Trägerpfosten und dem Maschendraht. Erstellen Sie einen detaillierten Bauplan mit allen Pfosten und Gartentoren.

  1. Markieren Sie den Zaun mit einer Richtschnur und legen Sie die Stellen für die Trägerpfosten fest.
  2. Verankern Sie die Pfosten stabil in einem Fundament. Gestalten Sie diese mindestens 60 cm tief. Dazu heben Sie Löcher mit einem Durchmesser von circa 30 cm aus. Anschließend füllen Sie ein Betongemisch ein und die Pfosten darin anbringen.
  3. Zwischen den Pfosten wird ein Spanndraht befestigt, woran später der Maschendraht montiert wird. Kontrollieren Sie mit einer Wasserwaage, ob der Draht gerade
  4. Dann rollen Sie den Maschendraht entlang des Spanndrahts aus und befestigen ihn daran.

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