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Gardinen • Machen Sie Ihre Fenster zum absoluten Blickfang

Alles was sie über Gardinen wissen müssen


1. Kleine Gardinen-Warenkunde

Gardine ist nicht gleich Gardine. Es gibt sie in jeder erdenklichen Länge und Beschaffenheit. Und jede Art hat einen eigenen Namen. Die geläufigsten Bezeichnungen finden Sie hier in einer kleinen Warenkunde erklärt.

Der sogenannte Store ist der Klassiker unter den Gardinen. Ein Store ist in der Regel halbdurchsichtig. So kann trotz Vorhang noch Tageslicht ins Zimmer fallen. Je nach Modell kann diese Art der Gardine bodenlang sein oder nur bis zur Fensterbank reichen. In der Regel wird ein Store seitlich von Schals begleitet, die als Übergardinen genutzt werden können.

Eine Unterkategorie der Stores sind die Plissees. Darunter versteht man Falt- bzw. Raffstores, die direkt vor dem Innenfenster sitzen. Sie lassen sich je nach Gegebenheit an der Wand, der Decke, in oder auf dem Fenster anbringen. Plissees funktionieren ähnlich wie Rollos. Sie können nach oben oder unten verschoben und dabei beliebig zusammen- bzw. auseinandergezogen werden. Darüber hinaus bieten sie Sicht- und Lichtschutz.

Als Alternative zu schweren Vorhängen oder doppeltgereihten Stores bieten sich moderne Schiebegardinen an. Sie bestehen nur aus leichtem Stoff. Dieser wird meist in langen Bahnen vor dem Fenster oder der Wand aufgehängt. Diese sogenannten Paneele werden oben oft mit Klettverschluss an einer Leiste befestigt. Diese kann dann in einer Schiene hin- und hergeschoben werden. Unten wird die Schiebebahn mit einem Gewicht beschwert. So hängt die Gardine gerade. Die trendigen Schiebegardinen eignen sich übrigens auch hervorragend als Raumteiler.

2. Kleine Gardinen-Stoffkunde

Die Auswahl an Vorhangstoffen ist unglaublich groß. Für jeden Geschmack, Verwendungszweck und Geldbeutel gibt es einen passenden Vorhangstoff.

Ob blickdicht fürs Schlafzimmer, elegant für Wohnzimmer, abwaschbar fürs Bad oder pflegeleicht für Küche und Kinderzimmer. Sowohl stofflich als auch farblich können Sie Ihre Vorhänge individuell an Ihre Inneneinrichtung anpassen. So erzeugen Sie ganz leicht ein harmonisches Raumgefühl.

Hier finden Sie eine Übersicht der wichtigsten Gardinen-Stoffe:

Polyester: Pflegeleichtes, strapazierfähiges Kunst-Gewebe, läuft nicht ein, hohe Lichtbeständigkeit

Baumwolle: Strapazierfähige Naturfaser, waschbar, nicht bügelfrei

Leinen: Naturfaser, waschbar, nicht bügelfrei, knitteranfällig, besticht durch kühlen Griff

Mikrofaser: Feinfädiges Gewebe, aus natürlichen oder synthetischen Werkstoffen gefertigt, außergewöhnlich weich und formbeständig.

Voile: Feinfädiges, transparentes Gewebe, zeichnet sich besonders durch seinen weichfließenden Faltenfall aus

Organza: Hochtransparentes, hauchzartes Gewebe, leichter, sehr edler Glanz

Jacquard: Blickdichter oder transparenter Stoff. Spezielles Webverfahren ermöglicht nahezu unbegrenzte Mustervielfalt

Scherli: Halbtransparentes Gewebe, eingewebt mit dickeren Effektfäden, Abschneiden der verbindenden Fäden ergibt die spezielle Art der Musterung.

Stickerei: Maschinell- oder handgefertigte Verzierung bei Gardinen & Rollos

Ausbrenner: Transparentes Gewebe, bestehend aus zwei Materialien, bei dem transparente Durchbrüche erzielt werden.

Bedenken Sie außerdem:

Neben der Ästhetik spielen bei der Stoffwahl auch die Größe des Raums und der Lichteinfall eine Rolle. Kleine, dunkle Räume wirken durch Stoffe in hellen Farbtönen heller und größer. Großzügig geschnittenen Räumen verleiht der richtige Stoff das entscheidende Quäntchen Gemütlichkeit.

Überlegen Sie sich auch, ob Sie lieber etwas Leichtes oder etwas Schweres haben wollen. Ein gefütterter oder moltonierter Vorhang beispielsweise wird schwerer, blickdichter und schluckt den Schall besser.

Die Farbe und das Muster spielen natürlich auch eine große Rolle. Der Vorhangstoff kann mit Mustern bedruckt, bestickt oder gewebt sein. Die Art der Technik entscheidet über den Preis des Stoffes.

Zur eigenen Sicherheit sollten Sie außerdem darauf achten, dass die Gardine aus schwer entflammbarem oder gar feuerfestem Material besteht.

3. Für jedes Zimmer die passenden Gardinen

Gardinen im Wohnzimmer

Im Wohnzimmer darf es gern auch mal eleganter zugehen. Vorhänge erfüllen hier oft einen dekorativen Zweck: Samt und seidenglänzende Stoffe, dekoriert als Schals oder bodenlange Vorhänge wirken klassisch und vornehm. Modern und unkompliziert dagegen sind leichte Vorhänge aus Baumwolle in hellen Tönen oder bunt gemustert.

Gardinen im Schlafzimmer

Im Schlafzimmer sollen Vorhänge meist blickdicht sein und das Zimmer bei Bedarf abdunkeln. Dafür kommen dichte Baumwollstoffe in Frage. Gerade Gardinen aus eher dicken und flauschigen Textilien sorgen außerdem für zusätzlichen Schallschutz. Darüberhinaus schützen sie im Winter auch vor unangenehmer Kälte.

Gardinen im Kinderzimmer

Besonders bei Babys und Kleinkindern sind lichtundurchlässige Gardinen zur Verdunklung des Kinderzimmers sinnvoll.

Bei größeren Kindern kann man sich für die Wahl der Muster nach dem Geschmack des Kindes richten. Motive aus dem Lieblings-Disneyfilm oder der coolsten Actionserie kommen hier in den Sinn. Gardinen mit Farben und Mustern lassen das Kinderzimmer frisch und fröhlich aussehen. Dezentere Gardinen betonen eine harmonische und ruhige Atmosphäre.

Bei besonders spielfreudigen und wilden Kindern empfiehlt es sich, auf pflegeleichte Stoffe zurückzugreifen.

Gardinen in Küche und Bad

Für die Küche empfiehlt sich ein pflegeleichter Stoff, der regelmäßig gewaschen werden kann.

Vorhänge fürs Bad sind teilweise aus abwaschbarem Textil, so dass ihnen die Feuchtigkeit nichts anhaben kann.

4. Tipps zum Anbringen der Gardinen

Sie haben Ihre Lieblingsgardinen gefunden? Dann fehlt jetzt nur noch das Aufhängen.

Wichtig ist zunächst immer, dass Sie passende Dübel für Ihre Decke oder Wände verwenden. Wenn Sie sich bei der Auswahl unsicher sind, können Sie sich im Baumarkt beraten lassen.

Schwere Vorhang-Stoffe sollten mit stabilen Gardinenstangen oder -schienen angebracht werden. Gardinenschienen lassen sich auch um Kurven führen. So können Sie problemlos über Eck führende Fenster mit Vorhängen versehen. Mit einem Raffhalter können Sie Ihre Gardine mehr Form verleihen. Dadurch sieht sie besonders dekorativ aussieht.

Leichtere Vorhänge können auch mit einer Drahtseil-Bespannung zwischen zwei Wänden angebracht werden. Wichtig ist auch, dass Sie die Befestigung so wählen, dass sie das Gewicht der Gardine tragen kann und sich der Vorhang hinterher leicht auf- und zuziehen lässt.

5. Gardinen reinigen: Darauf sollten Sie achten

Da das Waschen von Gardinen besonders arbeitsintensiv und zeitaufwändig sein kann, sollten Sie schon beim Kauf auf pflegeleichte, formbeständige Vorhänge mit gutem Faltenfall achten.

Die meisten modernen Stoffe sind relativ pflegeleicht und lassen sich in handelsüblichen Waschmaschinen im Schonprogramm (bei 30°C) problemlos waschen. Kunstoff- und Metallteile sollten Sie gerade bei empfindlicheren Stoffen vor dem Waschen entfernen.

Waschen Sie die Gardine am besten in einem Wäschesack oder einem Kopfkissenbezug. Achten Sie auch darauf, die Waschtrommel nicht zu voll zu beladen. Besonders empfindliche Stoffe waschen Sie sie am besten von Hand in der Badewanne. Dabei nicht rubbeln oder gar wringen, denn das kann den Stoff schädigen. Verwenden Sie für weiße Gardinen unbedingt ein spezielles Gardinenwaschmittel, das auch unschöne Grauschleier entfernt. So werden sie wieder wie neu.

Hängen Sie die Gardinen nach dem Waschen am besten noch leicht feucht vors Fenster. Dank ihres Eigengewichts hängen sie sich aus und werden auch ohne Bügeln schön glatt. Dickere Gardinen sollten sie allerdings in der Wäsche schleudern oder vorher etwas auf der Leine vortrocknen lassen. Bedenken Sie beim Aufhängen immer die zusätzliche Belastung auf Gardinenstange, Dübel und Schrauben.

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