Garage

Die Garage – Mehr als nur ein Schutz vor Witterungen

Wenn Sie eine Garage nur als Unterstellmöglichkeit Ihres Autos sehen, zeigen wir Ihnen, dass sie weitaus mehr als das ist. Ob Regen, Hagel oder Sonneneinstrahlung. Der notwendige Schutz ist unabdingbar, auch als Vorbeugung vor Diebstählen oder dem Marder. Eine Garage ist aber neben dem Stellplatz für das eigene Fahrzeug, auch noch als Lager- oder Stauraum nutzbar. Sogar als Probe- oder Hobbyraum dient ein An- oder Neubau, allerdings mit entsprechendem Wärme- und Schallschutz.

Auto, Wohnmobil, Fahrräder, Gartenutensilien, Werkzeug und vieles weitere finden mittlerweile Platz in einer geräumigen Garage. Durch den vielfältigen Einsatz, sind bis zur letztendlichen Umsetzung des geplanten Bauvorhabens noch einige Fragen zu klären. Es gilt zwischen drei Varianten zu wählen: Eine Fertiggarage mit Einzelteilen, eine Fertiggarage ohne Einzelteile oder dem Eigenbau nach individuellen Vorlieben. Oder doch lieber völlig unkompliziert eine Garage mieten?

Die richtige Anwendung von Bauplatten

1. Vorbereitung und Planung sind für die Garage das A und O

Tipp zum Bau weiß, welche Garage zu Ihnen passt.


Der Garagenbau sollte gut durchdacht sein.

Was ist vor dem Bau der Garage zu beachten? Wie viel Platz steht für den Garagenbau zur Verfügung? Was soll Platz in der Garage finden? Welches Garagenmodell ist das Richtige? Fällt die Entscheidung auf eine Fertiggarage oder eine gemauerte Garage? Wie viel Budget steht Ihnen zur Verfügung? Wie viel Platz benötigen Sie in beziehungsweise vor der Garage? Fragen über Fragen.

Eins ist auf jeden Fall klar und definitiv hilfreich: Wenn Sie bereits frühzeitig genaue Vorstellungen haben, schonen Sie Ihre Nerven. Heißt es doch nicht umsonst, eine gute Vorbereitung und Planung sind nur die halbe Miete.

Ein langer, bürokratischer Weg, der sich auszahlt

Bevor Sie sich in die weitere Planung stürzen, ist die Stellung eines Bauvorantrags bei der örtlichen Kommune durchaus zu empfehlen. Hier findet eine Überprüfung mit dem Bebauungsplan statt. Sofern die Kommune grünes Licht gibt, gilt es nur noch die Nachbarn von Ihrem Vorhaben zu überzeugen.

Einem Bauvorantrag folgt der offizielle Bauantrag. In Zusammenarbeit mit einem Architekten kann nun ein Bauplan entworfen werden. Bei Fertiggaragen kümmert sich meist der Händler darum, wodurch einige Planungskosten eingespart werden. Nach erfolgreicher Einreichung des Antrags, folgt die Baugenehmigung. Dies ist der Startschuss für die weitere Planung Ihrer Garage. Auch wenn diese Schritte bei kleineren Bauvorhaben nicht zwingend notwendig sind, werden sie dennoch ans Herz gelegt. Es erspart Ihnen im Nachhinein einigen Ärger und dem möchte man als Bauherr bei Baubeginn entgehen.

Grundsätzlich gilt: Je einfacher der Bau (z. B. Carport), desto leichter erhalten Sie eine Genehmigung. Ein detaillierter Bauplan bei individueller Anfertigung Ihrer Garage, erspart Ihnen lange Wartezeiten und gewährleistet somit eine schnellere Abwicklung. Hinweis: Die gesetzlichen Regelungen für einen Bau variieren in Deutschland nicht nur je nach Bundesland, sondern auch zwischen den Kommunen. Informieren Sie sich somit vorab in Ihrer örtlichen Kommune.

2. Verschiedene Arten und Typen – Welcher Garagenbau passt zu Ihrem Haus?

Drei Arten von Garagen und viele verschieden Modelle. Tipp zum Bau verschafft Ihnen einen Überblick.

Die Qual der Wahl haben Sie bei der großen Auswahl an Garagenmodellen.

Bei der Entscheidung welcher Bau Ihren Anforderungen nahe kommt, wird zwischen drei Arten unterschieden. Eine Fertiggarage, die schnelle und unkomplizierteste Art. Oder die Fertigteilgarage, welche als kostengünstigste gilt und nach Befolgung des Bausatzes handwerkliches Geschick erfordert. Falls keines der beiden Modelle Ihren Wünschen entspricht, bleibt nur noch der Eigenbau. Hier wird die Garage ganz nach Ihren Ansprüchen realisiert und umgesetzt.

Neben dem finanziellen Aspekt, ist die Bauzeit ebenfalls ein entscheidender Faktor. Fertiggaragen oder Fertigteilgaragen sind in wenigen Stunden und maximal an einem Arbeitstag fertiggestellt. Individuelle Anfertigungen dauern gerne auch mal zwei Wochen oder länger.


Es wird zwischen verschiedenen Typen der Garage unterschieden:

  • Die gängigste Form sind Einzelgaragen, die in ihrer Größe begrenzt sind.
  • Zweiräder finden Platz in einer Motorradgarage, welche auch gerne als Abstellraum für Gartenutensilien verwendet wird.
  • Für zwei Haushalte ist eine Doppelgarage mit oder ohne Trennwand geeignet.
  • Reihengaragen finden sich bei Mehrfamilienhäusern oder Wohnsiedlungen wieder.
  • Zugang zu Garagen auf zwei Ebenen verschafft die Doppelstockgarage bei begrenzten Parkmöglichkeiten in Hanglage.
  • Eine durchgehende Großraumgarage bietet Platz für ein oder mehrere Fahrzeuge eines Haushalts.
  • Bei begrenztem Platzbedarf und hoher Nachfrage nach Parkmöglichkeiten, dient die unterirdische Tiefgarage mit teilweise engen Stellplätzen.
  • Die Prüfung der Baustatik ist von extremer Wichtigkeit bei Erddruckgaragen, um dem Druck in Hanglagen Stand zu halten.
  • Steigender Beliebtheit erfreuen sich als freistehender Unterstand genannte Carports, welche meist am Wohnhaus angebaut werden.
  • Gemauerte Garagen sind individuell nach Ihrem Geschmack anpassbar.

3. Die richtige Wahl des Materials für Ihre Garage zahlt sich aus

Die Beschaffenheit des Materials ist nicht nur vom Nutzen der Garage abhängig. In einem trockenen, angenehm warmen Raum lässt es sich bekanntlich besser arbeiten, als in einem zugigem und feuchten.

Der Klassiker unter den Materialien ist die Fertiggarage aus Beton. Seine Eigenschaften wie beständig, wartungsarm und preiswert sprechen für sich. Zudem wird das Dach einer Fertiggarage aufgrund der Standhaftigkeit auch gerne als Terrasse oder Begrünung genutzt. Ebenfalls sehr beliebt und oft gesehen sind die Fertiggaragen, welche bekannt sind unter Stahl- oder auch so genannte Blechgaragen. Im Vergleich zur Betongarage ist eine Garage aus Blech weitaus kostengünstiger. Die Fertiggarage aus Blech punktet mit Robustheit und Stabilität des Materials.

Sofern Sie auf nachhaltige und natürliche Rohstoffe setzen, dann fällt Ihre Wahl auf eine Garage aus Holz. Eine Holzgarage glänzt nicht nur durch die optische Ansicht. Holz hat auch langfristig gesehen positive Auswirkungen auf das Raumklima. Hohe Feuchtigkeit aus der Luft wird aufgenommen und bei niedriger Luftfeuchtigkeit wieder abgegeben. Allerdings verlangt eine Garage aus Holz einen hohen Pflegeaufwand.

Dann fehlt nur noch der wahre Klassiker beim Hausbau: Gemauerte Garagen aus Ziegel, Beton oder Kalksandstein. Ziegel steht für gute Wärme- und Schalldämmung und ist feuchtigkeitsregulierend. Beton ist wie oben bereits genannt, besonders leicht und einfach in der Bearbeitung. Der hervorragenden Wärmedämmung steht jedoch der schlechte Schallschutz gegenüber. Der Kalksandstein überzeugt mit perfektem Schall- und Brandschutz, ist jedoch schwer im Gewicht.

4. Fundamentlegung als Basis der Garage

Das Fundament ist die Grundlage für Ihren Garagenbau.

Das Fundament ist die Grundlage für Ihren Garagenbau.

Egal für welche Art und Material Sie sich letztendlich entscheiden, ein Fundament ist dringend notwendig. Es dient als Basis der Stabilität und schafft die Grundlage für die Installation. Bei Fertiggaragen läuft dies allerdings anders ab. Händler beziehungsweise Hersteller liefern normalerweise einen Plan des Fundaments bereits mit oder bieten diesen separat an. Das Fundament kann aber auch selbst in Auftrag gegeben werden, wodurch Kosten gespart werden.



Unterschieden wird zwischen:

  • einem Plattenfundament, welches sich durch eine durchgehende Betonplatte zur Vorbeugung bei Unebenheiten bewährt.
  • dem Punktfundament, welches sich aufgrund einzelner Fundamente in Kombination mit Pflasterung auszeichnet.
  • und dem Streifenfundament, was ein auf Streifen gebautes Fundament in Kombination mit Pflasterung darstellen soll.

Somit gilt es lediglich noch zu klären, ob das Fundament selbst angefertigt oder durch einen Fachbetrieb übernommen werden soll. Hier stehen fachmännisches Wissen, handwerkliches Können und die Gewährleistung bei Mängeln den anfallenden Kosten gegenüber.

5. Passende Dachform für Ihre Garage finden

Sie haben sich für ein Modell und Material für Ihre Garage entschieden? Nun haben Sie ebenso die Qual der Wahl zwischen verschiedenen Dachformen. Grundsätzlich ist jede Dachform möglich und birgt seine eigenen Vor- und Nachteile. Eine Dachform passend zur restlichen Hausfassade ist optisch gesehen unumgänglich.

Berücksichtigt werden soll ein benötigter Dachstuhl oder ein zusätzlicher Lagerraum. Selbstverständlich dürfen der finanzielle und zeitliche Aufwand sowie die Anpassung an das Wohnhaus nicht fehlen. Beeinflusst wird die Wahl der Dachform auch von einer Photovoltaikanlage. Diese erfreuen sich immer größerer Nachfrage. Die Schräge des Dachs ist hier einzukalkulieren. Ein direkter oder nachträglicher Aufbau können durchaus in Betracht gezogen werden.

DachformEigenschaft
SatteldachDurch senkrechte Giebel wird gerne das Obergeschoss als Wohnraum ausgebaut.
WalmdachDurch geneigte Giebelseiten ist ein Ausbau der Fläche unter dem Dach kaum möglich, allerdings sind sie dadurch stabiler.
KrüppelwalmdachNur ein Teil der Giebelfläche ist abgewalmt, wodurch hingegen Wohnraum möglich wäre.
BogendachEinfache und kostengünstige Konstruktion, welche schlecht dämm- und abdichtbar sowie wartungsintensiv ist.
FlachdachKlassiker unter den Dachformen bei Fertiggaragen aus Beton oder Stahl, da eine Dachbegrünung oder –terrasse in Aussicht stehen.
PultdachSeltene Dachform mit nur einer geneigten Dachfläche. Dafür aber wenig Materialverbrauch und sehr gute Ausrichtung nach der Sonne für eine Photovoltaikanlage.
MansarddachKombination aus steilem und flachem Dach, allerdings aufwendig in der Konstruktion.

6. Das richtige Tor für die Garage

Tipp zum Bau erklärt die verschiedenen Torarten.

Elektrische Öffnung des Garagentores erfreut sich aufgrund der Bequemlichkeit großer Beliebtheit.

Garagentor öffnen, einsteigen, aussteigen, Garagentor schließen. Ein ständiger Kreislauf, der so manche Autobesitzer in den Wahnsinn treibt. Bei der richtigen Wahl des Garagentores kann hier allerdings mit einem elektrischen Garagentoröffner Abhilfe geschafft werden. Falls Ihnen die traditionelle Methode gefällt, ist die Öffnung oder Schließung per Hand weiterhin möglich. Doch für welches Tor entscheiden Sie sich nun?

Sektional-, Schwing-, Roll-,  oder doch lieber Flügeltor? Vorab gilt zu klären, wie viel Platz vor und natürlich auch in der Garage verfügbar ist. Bei einem Sektionaltor verschwindet das, aus mehreren klappbaren Elementen bestehende, Tor an die Wand oder Decke. Es zeichnet sich durch seine platzsparende Eigenschaft aus. Das Rolltor ist vergleichbar mit einem Rollladenkasten und ist ebenfalls platzsparend.

Am bekanntesten ist sicherlich das Schwingtor, welches vor der Garage mindestens zur Hälfte ausschwingt. Bei geöffnetem Zustand ist das Tor an der Decke der Garage zu finden. Am meisten Platz benötigt sicherlich das Flügeltor, wobei Sie bei der Einfahrt keinerlei Bedenken haben müssen. Durch das Aufklappen wie eine Scheunentür, ist das Risiko sehr gering hier irgendwo anzuecken.

7. Berücksichtigung zusätzlicher Einbaumöglichkeiten der Garage

Ein durchdachter Bauplan beugt finanzielle und dadurch auch bauliche Nachrüstungen vor. Bei einem Hobbyraum ist ein natürliches Tageslicht goldwert und sehr angenehm. In einem hellen Raum lässt es sich bekanntlich leichter arbeiten, als in einem dunklen mit künstlichem Licht. Auch zusätzliche Lüftungsschlitze sind je nach verwendetem Baumaterial empfehlenswert.

Steigender Beliebtheit erfreuen sich auch Nebeneingangstüren mit direkter Verbindung von Garage zum Haus. Nachträglich gibt es auch die Möglichkeit, eine eigene Werkstatt für private oder berufliche Zwecke einzubauen. Ein Regal schafft Ordnung und Übersicht in der Garage. Da nachhaltige Stromversorgung eine immer größere Rolle spielt, wird gerne auch eine Photovoltaikanlage auf dem Dach montiert. Wer kann schon von sich behaupten, seinen eigenen Strom zu bekommen und gleichzeitig einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten?

8. Bau der Garage – Welche Kosten kommen auf Sie zu?

Welche Kosten Sie für Ihre Garage einkalkulieren müssen erklärt Ihnen Tipp zum Bau.

Behalten Sie das Budget beim Garagenbau immer im Blick.

Im Vorfeld ist eine Kostenauflistung für die Garage zu erstellen, damit Sie als Bauherr leichter kalkulieren. Eine Einholung von Angeboten verbunden mit umfassender Recherche über Qualität und Leistung der Anbieter ist in jedem Fall zu empfehlen. Es hilft auch das geplante Budget ständig vor Augen zu haben. Durch Kostenvoranschläge für Fundament, Art, Typ und Material sind die meisten Kosten bereits abgedeckt.

Rechnen Sie mit anfallenden Kosten der Kommune, Architekten- und Fundamentkosten sowie mit laufenden Kosten unter dem Jahr. Auch Wartungskosten werden Ihnen im Laufe der Zeit begegnen. Diese sind vom gewählten Material und auftretenden Schäden abhängig.

Die Kosten einer Fertiggarage (ca. 8.000 Euro) gegenüber einer Massivgarage (ca. 15.000 – 20.000 Euro) sind wesentlich geringer. In der Regel belaufen sich die Kosten für einen Eigenbau auf mehr als die Hälfte im Vergleich zu einen Fertigbau. Dies hängt damit zusammen, dass bis auf die Kosten des Fundaments alle zusätzlichen Leistungen im Preis der Fertiggarage bereits enthalten sind. Dies sind beispielsweise das Garagentor, Elektroinstallation, Seitentür, sowie Putz- und Malerarbeiten.

Die folgende Kostenübersicht bezieht sich auf Durchschnittswerte:

 Fertiggarage BlechFertiggarage StahlFertiggarage HolzFertiggarage BetonGarage gemauert
Material/Baukosten Fundament1.300-1.800€1.300-1.800€1.300-1.800€1.300-1.800€1.300-1.800€
Material/Baukosten Garage900-1.300€2.000-2.400€5.200-5.700€6.000-8500€8.000-10.000€
Gesamtkosten2.200-3.100€3.300-4.200€6.500-7.500€7.300-10.300€9.300-11.800€

Berücksichtigen Sie somit, dass Ihre Kosten je nach Ausführung, Größe und Bausituationen variieren. Denn die Kosten für den Bau einer individuellen Garage lassen sich nicht pauschalisieren. Deutlich höhere Kosten entstehen durch Extras wie beispielsweise Elektroinstallation, Seitentüren, gedämmtes Garagentor, Dachbegrünung oder Wärmedämmung. Bei Bau- und Gestaltungskosten gibt es immer Luft nach oben.

9. Vor- und Nachteile der Materialien

Die folgende Übersicht hilft Ihnen, bei der Auswahl des Materials für die perfekte Garage:

MaterialVorteileNachteile
Beton
  • Hohe Stabilität und Standhaftigkeit.
  • Weniger aufwändig als gemauerte Variante.
  • Guter Einbruchschutz.
  • Schwache Dämmeigenschaften.
  • Extrem stickig und feucht ohne Lüftungssystem.
  • Sanierung nach 5-7 Jahren erforderlich.
Stahl
  • Preiswerter als Beton.
  • Hervorragende Durchlüftung gewährleistet.
  • Flexibel durch kurzen Auf- und Abbau.
  • Schwache Wärme- und Schalldämmung.
  • Anpassung an Außentemperatur.
  • Dach nicht als Terrasse nutzbar.
  • Gefahr von Rost.
Holz
  • Nachhaltiger, langlebiger Rohstoff.
  • Verschiedene Holzarten wählbar.
  • Sorgt für ausgeglichenes Raumklima.
  • Beeinträchtigung durch Wind, Regen, Schnee und Sonnenlicht.
  • Regelmäßige Wartung erforderlich.
  • Schlechter Brandschutz.
Gemauert
  • Optisch passend zum Wohnhaus.
  • Möglichkeit einer individuellen Dachterrasse.
  • Positive Wärmeeigenschaften ideal auch für Werkstatt oder Lagerraum.
  • Kostspieliger im Vergleich zum Beton.
  • Aufwändige Planung und Umsetzung.
  • Weniger Raum durch die Dicke der Wände.

10. Fazit zum Garagenbau

Am Ende ist es wichtig, dass sowohl Modell und Art der Garage als auch die Dachform Ihnen gefällt. Schließlich fahren Sie täglich Ihr Auto in die Garage. Langfristig gesehen wird es Ihnen auch Ihr Auto danken. Denn Reparaturen am Fahrzeug aufgrund von Rost oder Marderbefall sind eine kostspielige Angelegenheit.

Und seien Sie ehrlich: Freut sich nicht der ein oder andere über ein warmes Auto an eisigen Tagen? Ganz zu schweigen von zusätzlichen Stunden im wohligen Haus, während der Nachbar mal wieder sein Auto vom Schnee befreit.

11. Aller Anfang ist schwer: Vom Bauantrag bis zur Baugenehmigung

Bevor Sie sich in weitere Planungen für Ihre Garage stürzen, sind die Grundvoraussetzungen für einen Neu-, An-, oder Umbau zu klären. Eine Baugenehmigung wird erst nach Stellung eines Bauantrags erteilt. In der Regel werden folgende Unterlagen in dreifacher Ausführung vom Bauvorlageberechtigten, worunter Architekten und Bauingenieure zählen, eingereicht:

  1. Bauantrag
  2. Lageplan
  3. Bauzeichnungen
  4. Baubeschreibung
  5. Angaben über Grundstücksentwässerung, Wasserversorgung und straßenmäßige Erschließung

Nach persönlicher oder postalischer Einreichung aller benötigten Unterlagen, erfolgt die Prüfung durch die zuständige Bauaufsichtsbehörde. Erst wenn dem Bauantrag zugestimmt und die Baugenehmigung erteilt wurde, steht dem Garagenbau nichts mehr im Wege.

Achtung: Grundsätzlich sind individuelle Regelungen in Ihrem Bundesland zu beachten.

12. Was passt am besten zu Ihnen: Garage oder Carport?

Unabhängig von den unterschiedlichen Vor- und Nachteilen, ist die Wahl zwischen einer Fertiggarage, gemauerten Garage oder Carport keine leichte. Ganz im Gegenteil: Optisch sind alle drei Optionen echte Hingucker. Finanziell gesehen, bekommt man einige preiswerte Carports bereits ab 1.500 Euro.

Bei einer Garage geht man meist von einem klassisch gemauerten Bau aus. Der zeitliche sowie finanzielle Aufwand bei Fertiggaragen ist grundsätzlich geringer im Vergleich zu individuell angefertigten. Dafür ist in Garagen, ganz allgemein gesehen, Ihr Auto vor Einbrechern oder Dieben sicher.

Ein Carport bietet oft nur eine Überdachung. Ohne Tor und ohne Seitenwände sorgt diese Art hingegen für genügend Belüftung. Im Winter wird beispielsweise das Auto zwar nicht eingeschneit, aber bei besonders niedrigen Temperaturen gefrieren gerne mal die Scheiben. Der Zusatznutzen eines Carports zu anderen Jahreszeiten ist übrigens die schnelle Umrüstung zur optimalen Party-Location. Eine Option an warmen Sommertagen, wenn es draußen wieder einmal regnet.

Falls Sie sich nicht zwischen Fertiggarage bzw. gemauerter Garage oder Carport entscheiden können, dann ist auch beides möglich. Vorausgesetzt Sie haben die finanziellen Mittel und den Platz  zur Verfügung. Die Lösung ist eine Kombination aus beiden, eine Garage mit angebautem Carport.

13. Standort und Ausrichtung Ihrer Garage

Meist ist die Lage Ihrer Garage schon im Vornhinein klar, aufgrund des begrenzten Platzbedarfs. Sofern Einfluss auf den Standort und die Ausrichtung möglich sind, ist es ratsam, dass genügend Platz eingeplant wird. Grundsätzlich wird für eine Garage mehr Raum als für ein offenes Carport benötigt.

Bei der Ausrichtung ist auch der Zugang zum Wohnhaus entscheidend, der allerdings auch durch zusätzlichen Türen ins Freie möglich ist. Des Weiteren ist die Wichtigkeit von natürlichen Lichtquellen zu berücksichtigen oder auch die Überlegung einer Photovoltaikanlage.

14. Nutzungsmöglichkeiten Ihrer Garage

Der Stellplatz oder die Unterstellmöglichkeit für das eigene Fahrzeug, ist wohl die gängigste Variante einer Garage. Sie bietet allerdings auch Platz für die Winterreifen oder Fahrräder und ist somit auch als Lagerraum nutzbar. Sei es sägen, bohren, schleifen, feilen, kleben oder reinigen. Auch Hobbyhandwerker fühlen sich in einer Garage zu Hause. Selbst als kurzfristig umfunktionierte Party-Location zeigt sich die Vielseitigkeit. All dies ist vor der Planung Ihrer Garage immer vor Augen zu halten.

Bitte beachten Sie, dass eine gewerbliche Nutzung genehmigungspflichtig ist. Sobald Ihre Garage beispielsweise als Autowerkstatt dient, ist dies anzumelden!

15. Was ist bei der Wahl des Bodenbelages in einer Garage zu beachten?

Anders als im Wohnhaus ist der Boden in einer Garage anderen Belastungen ausgesetzt. Eigenschaften wie Robustheit und Widerstandsfähigkeit sowie leichte Pflege sind entscheidende Faktoren bei der Auswahl. Zu unterscheiden sind folgende Bodenbeläge:

  • Für die wohl einfachste, unkomplizierteste und preisgünstigste Option durch den geringen Arbeitsaufwand spricht der Betonboden.
  • Sofern Sie Wert auf einen schön verlegten Untergrund legen, dann entscheiden Sie sich doch für einen Fliesenboden. Bitte achten Sie bei der Fliesenauswahl darauf, dass diese auch für die Garage geeignet sind.
  • Die Versiegelung ist ein Material aus einer Komponente, welches auf den Betonboden aufgetragen wird. Das Material aus Kunstharz sorgt dafür, dass Schmutz oder Wasser nicht in den Beton eindringen.
  • Um ein zweikomponentiges Material handelt es sich bei der Epoxidharzbeschichtung. Durch die Einmischung von Farbstoffen, kann der Bodenbelag auf den individuellen Geschmack abgestimmt werden.
  • Bei einem Linoleum bzw. PVC-Bodenbelag handelt es sich um eine Verklebung auf dem Betonboden. Die einer Fliesenverlegung vergleichbare Methode ist besonders rutschfest.

16. Innenausstattung Ihrer Garage

Je nach Nutzung Ihrer Garage, sollte an der Elektroinstallation definitiv nicht gespart werden. Seien es Lichtschalter, der Einbau von zusätzlichen Lichtquellen oder Steckdosen. Nachträgliche Änderungen sind entweder schwer umsetzbar oder sehr kostspielig.

Wird die Garage im Winter auch als Hobbyraum oder Werkstatt genutzt, ist die gewünschte Temperatur hierbei im Raum zu berücksichtigen. Für schnelles Aufheizen sorgen Elektroheizungen wie Heizlüfter oder -strahler. Der Betrieb erfolgt über das Stromnetz.

Gas-Heizstrahler sind ebenfalls einfach in der Handhabung und glänzen durch ihre Flexibilität, da statt einer Steckdose eine Gasflasche verwendet wird. Zu guter Letzt ist der Anschluss an die Zentralheizung möglich, sofern auch in die Dämmung und Luftdichtigkeit der Garage investiert wurde.

17. Die richtige Pflege des Materials von Garagen

Damit Sie auf lange Sicht keinen Ärger mit Ihrer Garage haben, darf die regelmäßige Pflege und Wartung nicht zu kurz kommen. Die wiederum ist abhängig vom gewählten Baumaterial und unterschiedlich zu behandeln.

  • Der Stabilität einer Betongarage stehen Rissbildungen im Mauerwerk gegenüber. Je früher diese entdeckt und ausgebessert werden, desto besser. Andernfalls besteht die Gefahr, dass sich die Risse vergrößern und womöglich Feuchtigkeit im Mauerwerk entsteht.
  • Rostbildung ist bei Stahlgaragen ein klarer Nachteil. Eine frühe Behandlung ist daher ratsam, andernfalls korrodiert das Material weiter. Zudem kann auch der Lack nach einigen Jahren wieder erneuert werden.
  • Da Holz ein lebendiger Rohstoff ist, gilt es diesen auch dementsprechend zu pflegen. Sie haben die Wahl zwischen Holzölen oder Firnisse, Lasuren oder Holzlacke.

Unabhängig vom Material ist die Dichtigkeit Ihrer Garage regelmäßig zu prüfen. Andernfalls wird Ihnen Rost und Schimmel zur Plage.

18. Wie schaffen Sie Ordnung in Ihrer Garage?

Der Nachteil einer geräumigen Garage: Unordnung. Spätestens am Ende des Jahres, stellt sich die Frage, wo nur das Auto seinen Platz findet. Denn dann brechen die kalten Wintertage wieder an. Über ein warmes, Schnee befreites Auto träumen die meisten Autobesitzer. Aber ist nicht hierfür eine Garage eigentlich da?

Mit den folgenden fünf Tipps zeigen wir, wie Sie auf langfristige Sicht für Ordnung in Ihrer Garage sorgen. Und das ohne jedes Jahr die Garage immer ein- und wieder auszuräumen. Dies braucht unnötig Zeit, die Sie nicht haben. Beim ersten Mal empfehlen wir allerdings, sich ausgiebig Zeit zu nehmen. Das Ergebnis wird es Ihnen am Ende danken.

  1. Gründlich Ausräumen

Am Anfang wird es als lästig angesehen, aber nach der Zeit wirkt es befreiend. Das Ausräumen Ihrer kompletten Garage bewirkt wahre Wunder. Dies verschafft Ihnen einen Überblick über die eigentliche Größe der Garage.

  1. Grundreinigung und Reparaturen

Unerwünschte Flecken beseitigen und Reparaturen durchführen, sofern dies nötig ist. Nach gründlicher Reinigung erstrahlt so Ihre Garage in neuem Glanz.

  1. Einbau von Lagerregalen

Sicherlich in jeder Garage hilfreich, jedoch abhängig vom Platzbedarf. Ein eingebautes Regal dient als Stauraum und schafft Übersicht.

  1. Ordnungssysteme

Sei es eine Halterung für Ihre Werkzeuge oder ein Deckenhänger für die Fahrräder im Winter. Ordnung muss sein und hilft auch Laien sich in Ihrer Garage auf der Suche nach dem richtigen Werkzeug zurecht zu finden.

  1. Beim Einräumen die Entsorgung nicht vergessen

Wichtig beim Einräumen oder -sortieren, ist auch das Entsorgen von nicht mehr benötigten Materialien. Denn alles was Sie über Monate hinweg nicht verwendet haben, wird auch in geraumer Zukunft keinen Nutzen haben. Hier steht nur noch die Entsorgung oder der Verkauf an.

Nach Abschluss Ihres Projektes werden Sie feststellen, dass die aufgewendete Zeit es wert war. Nicht nur Ihr Auto findet nun Platz. Sogar Gartengeräte lassen sich jetzt problemlos verstauen.

19. Einbruchschutz – Einplanen oder Nachrüsten bei Garagen

Das Einbrüche in der Vergangenheit zurückgegangen sind, liegt an den höheren eingebauten Sicherheitsstandards. Egal ob Sicherheit beim Haus- oder Garagenbau: Wer sein Auto und restliche Wertgegenstände in der Garage sicher wissen möchte, der macht sich Gedanken zum Einbruchschutz.

Wo ein klassisches Schwingtor oder Flügeltor noch per Hand zugesperrt wird, findet der Vorgang bei dem Sektional- oder Rolltor nur noch durch elektrischen Antrieb statt. Häufig wird bei einem klassischen Tor vergessen, über Nacht abzusperren. Ein höherer Einbruchschutz ist somit sicherlich bei den automatischen Verriegelungssystemen gegeben.

Beim Neubau einer Garage wird der Einbruchschutz grundsätzlich schon berücksichtigt. Sofern aber bei einem bestehenden Garagentor nachgerüstet wird, werden einige Kosten auf Sie zukommen. Meist zieht eine Nachrüstung auch einen Ausbau des alten Garagentors mit sich. Eine vorausschauende und umsichtige Planung zahlt sich somit kurz- oder langfristig aus.

Die preisgünstigsten Varianten sind sicherlich Bewegungsmelder oder eine Alarmanlage.

20. Wie sinnvoll ist eine Photovoltaikanlage auf dem Garagendach?

Vom klimafreundlichem Aspekt durch Nutzung der Sonnenenergie auf Ihrem Dach ganz zu schweigen: Eine Photovoltaikanlage hat so einige positive Eigenschaften zu vermelden. Sie zählt somit zu den erneuerbaren Energien. Also warum nicht gleich beim Garagenbau die Sonne zur eigenen Stromerzeugung nutzen?

Zuallererst gilt es die Statik des Garagenbaus zu prüfen. Die Installation der Anlage soll selbstverständlich jeder Witterung standhalten. Denn Sicherheit steht bekanntlich an erster Stelle. Aber um den größtmöglichen Nutzen aus Ihrer Anlage zu ziehen, ist die Ausrichtung sowie Neigung Ihres Daches entscheidend. Immerhin hat dies Einfluss auf Ihren Stromertrag.

Falls Sie sich jetzt die Frage stellen, wie eine Photovoltaikanlage finanziert wird, haben wir gute Nachrichten. Durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) besteht eine Förderung. Insbesondere sind hier die Einspeisevergütung und die KfW-Kredite zu nennen, die die Abgabe von Strom an das öffentliche Netz fördern. Zu berücksichtigen sind allerdings auch die Fördermöglichkeiten auf Länder- und Gemeindeebene.

Auf unserer Seite finden Sie mehr Informationen über die Photovoltaikanlage.

21. Parken in besonders kurzen und engen Garagen

Einparken ist nicht jedermanns Sache, auch nicht in der eigenen Garage. Besonders Fertiggaragen sind sehr platzsparend geplant. Entweder ist diese zu eng oder zu kurz. Es besteht die Gefahr anzuecken und dadurch nicht nur das wohl behütete Auto, sondern auch die Garage zu beschädigen. Dies ist mit Kosten verbunden, denen wir gerne aus dem Weg gehen.

Abhilfe schaffen Ihnen hier womöglich ein paar Empfehlungen, um all dem vorzubeugen. Bei kurzen Garagen wird gerne ein Tennisball mit einer Schnur an die Decke befestigt. Beim Einfahren ist darauf zu achten, dass Ihre Windschutzscheibe den Tennisball leicht berührt. Andernfalls stoßen Sie an der Wand an. Auch eine frontale Parkplatzbegrenzung ermöglicht einen sofortigen Parkstopp.

Ein Kratzer oder Delle an der Karosserie verärgert jeden Autobesitzer. In der Hektik und Eile des Alltags ist dies nicht ungewöhnlich. Vorbeugen können Sie hier mit einem Garagenwandschutz aus Kunststoff oder Gummi.

22. Wissenswertes zum Garagenrabatt

Das Auto ist durch den Schutzmechanismus einer Garage grundsätzlich einem geringeren Risiko an Schäden als üblich ausgesetzt. So profitieren Sie beim Garagenbau vom so genannten “Garagenrabatt”. Voraussetzung ist aber eine abschließbare Garage.

Durch Abschluss einer Kfz-Versicherung sowie einer Teil-oder Vollkaskoversicherung ergeben sich für den Autobesitzer Preisnachlässe von drei bis fünf Prozent. Dieser fällt beim Bau eines Carports geringer aus als beim Bau einer klassischen Fertiggarage oder gemauerten Garage.

Gehen Sie bei allen Angaben zur Garage (auch Änderungen) für die Versicherungen gewissenhaft vor. Falsch getätigte Angaben werden mit Versicherungsverlust und gegebenenfalls Vertragsstrafen geahndet.

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