Verbundestrich

Verbundestrich – für einen belastbaren Boden

Der Begriff Verbundestrich beschreibt keine Estrichart, sondern die Konstruktionsart beim Verlegen des Estrichs. Tipp zum Bau informiert Sie darüber, welche Entscheidungen es dabei zu beachten gibt. Ausschlaggebend ist bei Verbundestrich vor allem, in welchem Raum Sie den Estrich verlegen. Auch die Art des verwendeten Estrichs spielt eine Rolle. Sind Sie auf der Suche nach einem belastbaren Boden, ist Verbundestrich eine verlässliche Wahl.

1. Wieso Verbundestrich?

Garagen und Keller tragen oft hohe Lasten. Als Bodenbelag eignet sich Verbundestrich daher besonders gut. Im Normalfall trägt ein Facharbeiter den Verbundestrich auf. Je nach Fall ist es auch möglich, dies als Heimwerker selbst zu übernehmen. Verbundestrich ist aufgrund seiner Belastbarkeit mit einem geringen Risiko verknüpft. Dennoch gilt es einige Informationen zu beachten. So vermeiden Sie Fehler bei der Anwendung.

2. Welche Räume eignen sich für Verbundestrich?

Verbundestrich verwenden Sie für Böden, die großen mechanischen Belastungen ausgesetzt sind. Er eignet sich daher besonders als Bodenbelag für Garagen und Werkstätten. Auch Kellerräume, die Sie nicht als Wohn- oder Hobbyräume verwenden, versehen Sie mit Verbundestrich. Besitzen Sie einen selten genutzten Nebenraum, wie beispielsweise ein altes Arbeitszimmer? Auch hier eignet sich Verbundestrich hervorragend.

  • Gewerblich wird Verbundestrich unter anderem im Fahrverkehr, beispielsweise im Verkehr mit Transportgeräten verwendet.
  • Auch in Industrie- und Gewerbehallen, sowie Parkplätzen ist der Boden mit Verbundestrich belegt.
  • Für Wohnbereiche ist Verbundestrich hingegen nicht geeignet, da er Schall und Wärme nicht isoliert.

3. Empfohlene Estricharten

Das Auftragen von Verbundestrich setzt eine ausführliche Kenntnisnahme über die diversen Estricharten voraus. Der benutzte Estrich ist abhängig von dem Untergrund, auf dem Sie ihn auftragen. Für Verbundestriche stehen Ihnen verschiedene Arten von Estrich zur Verfügung.

Für die meisten Fällen empfehlen wir Ihnen Zementestrich. Dieser besteht aus Zementschlämme, welche als Haftvermittler zwischen Estrich und Boden wirkt. Hartstoffestriche sind belastbarer, da sie mit Kunststoffzusätzen vergütet sind. Verbundestriche setzen Sie auch zusammen mit anderen Bindemitteln ein. Diese sind beispielsweise:

  • Anhydrit.
  • Gussasphalt.
  • Calciumsulfat.
  • Kunstharz.
  • Magnesia.
Tipp zum Bau empfiehlt Ihnen Zementestrich für Ihren Boden.

Zementestrich eignet sich besonders als Verbundestrich

Verwenden Sie dabei das gleiche Material, wie das Ihres Bodens. Dies sorgt für ein stärkeres Haftvermögen und ist weniger empfindlich für Dehnungsrisse. Hierzu eignet sich Nassestrich am besten, insbesondere Zement- oder Gussasphaltestrich. Zementestrich beschichten Sie anschließend erneut. Nutzen Sie beispielsweise Fliesen oder eine geeignete Garagenbodenfarbe. Diese schützt den Estrich vor Außeneinwirkungen wie Schmelzwasser oder dem Weichmacher von Autoreifen.

In vielen Fällen tragen Sie den Estrich ohne weiteren Belag auf. Ein zusätzlicher Belag ist möglich und in einigen Fällen sogar empfehlenswert. Wenn Sie auf einen Oberbelag verzichten, ist ein Schutzanstrich für den Estrich besonders wirkungsvoll. Dieser sorgt darüber hinaus für eine erleichterte Säuberung des Bodens.


  • Schnellestrich trocknet in kürzerer Zeit, erfordert jedoch eine erweiterte Fachkunde.
  • Gefälleestrich eignet sich besonders gut als Verbundestrich. Mit ihm lassen sich Gefälle im Boden herstellen. Wenden Sie dies beispielsweise in Badezimmern an.
  • Gefälleestrich nutzen Sie ebenso im Außenbereich für Terrassen und Balkone. Tragen Sie hierbei den Estrich direkt auf die Betonplatten auf.
  • Ausgleichsestrich verlegen Sie als zusätzliche Schicht auf dem Untergrund. Tragen Sie ihn vor dem eigentlichen Estrich auf. Mit Ausgleichsestrich lassen sich Unebenheiten im Boden ausgleichen.

Ein Ausgleichsestrich empfehlen wir Ihnen insbesondere dann, wenn Rohrleitungen oder Kabel auf dem Untergrund liegen. Diese betten Sie in den Ausgleichsestrich ein. Für den Ausgleichsestrich gelten dieselben Ansprüche an Qualität wie für den Untergrund selbst.

4. Voraussetzungen vor der Verlegung des Verbundestrichs

Um den problemlosen Verbund zwischen Estrich und Untergrund zu gewährleisten, sind einige Vorbereitungen erforderlich. Tipp zum Bau empfiehlt Ihnen eine gründliche Reinigung des Bodens vor dem Auftragen des Estrichs. In einigen Fällen setzen sich bereits im Untergrund bestehende Risse im Verbundestrich fort. Dies liegt an der kraftschlüssigen Verbindung zwischen Estrich und Boden. Gehen Sie sicher, dass der Boden weder Risse noch Hohllagen aufweist. Hohllagen führen sonst zu einer Lösung zwischen Estrich und Untergrund.

Ist die Oberfläche des Bodens nicht rau genug, sind zusätzliche Vorbereitungsmaßnahmen erforderlich. In diesem Fall sorgen Sie mit einer professionelle Aufrauung des Bodens für die gewünschte Beschaffenheit der Oberfläche. Bleibt dies unbeachtet, ist dem Verbundestrich nicht die nötige Haftungsmöglichkeit gegeben.

  • Eventuell ist vor dem Auftragen des Estrichs ein teilweises Strahlen oder Fräsen des Bodens erforderlich. Entfernen Sie Reste von Mörtel, Öl oder Kraftstoffen.
  • Das Vornässen der Tragschicht ist in einigen Fällen ebenfalls notwendig. Größere Unebenheiten des Bodens sind im Voraus zu entfernen. Realisieren Sie dies beispielsweise durch eine Ausgleichsschüttung.
  • Eine vorangegangene Dämmung ist nicht nötig. Da sich Verbundestrich insbesondere für Keller und Garagen eignet, raten wir Ihnen von einer Dämmung ab. Diese ist in den entsprechenden Räumen meistens nicht erforderlich.

Für einen stärkeren und nachhaltigeren Verbund ist eine Haftbrücke als Grundierung empfehlenswert. Diese ist beispielsweise aus einer Kunststoffdispersion oderemulsion gemacht. Die Haftbrücke erschwert das Eindringen von Anmachwasser in den Boden. Während der Abbindephase des Estrichs verhindert sie außerdem einen zu starken Entzug des Wassers. Wir empfehlen Ihnen grundsätzlich die Beratung durch einen Facharbeiter.

5. Anwendung des Verbundestrichs

Verbundestrich tragen Sie in den meisten Fällen im sogenannten Nass-Nass-Verfahren auf. Dabei verlegen Sie den Estrich direkt auf dem noch feuchten Untergrund. Den Estrich verlegen Sie flächendeckend auf dem gesamten Boden gleichmäßig. Die gleichzeitige Nässe von Boden und Estrich sorgen für eine starke Verbindung.

Ein Facharbeiter verlegt den Verbundestrich für Sie professionell.

Tipp zum Bau empfiehlt Ihnen einen Facharbeiter zum Verlegen des Verbundestrichs

Die Dauer des Trocknens ist in der Regel auf der Packungsanweisung angegeben. Beim Verlegen des Estrichs bauen Sie einen Trennstreifen in Richtung der Wände ein. Legen Sie den Verbundestrich in gleichmäßiger Dicke aus. Die angemessene Verteilung des Estrichs über den gesamten Untergrund erfordert Sorgfältigkeit. Nach Auftragen des Estrichs ziehen Sie diesen oft einfach nur an der Oberfläche glatt ab. Die erforderliche Nenndicke unterscheidet sich je nach Art des verwendeten Verbundestrichs.

  • Bei einschichtigen Zement-, Calciumsulfat-, Magnesia- oder Kunstharzestrichen beträgt die maximale Nenndicke 50 mm.
  • Bei Gussasphaltestrichen liegt die Nenndicke dagegen zwischen 20 und 40 mm.
  • Einschichtige Estriche von über 50 mm Dicke sind aufgrund der Verarbeitung normalerweise nicht geeignet.

Hierfür wird eine angemessene Beschaffenheit des Estrichmörtels und das geeignete Einbaugerät benötigt. Dies ermöglicht eine ausreichende Verdichtung auch im unteren Bereich des Estrichs. Da sich der Estrich mit dem Untergrund verbindet, ist er anfällig für Verformungen des Bodens.

Verbundestrich reagiert in einigen Fällen mit der Bildung von Rissen, Zug- oder Druckbildungen. So wie das Material sind auch die Verformungseigenschaften von Estrich und Untergrund aufeinander abzustimmen. So verhindern Sie eine gegenseitige negative Beeinflussung. Das Verlegen des Verbundestrichs führt in der Regel ein Facharbeiter professionell durch.

Im Gegensatz zu Estrich in Wohnbereichen ist fachmännische Hilfe jedoch nicht zwingend notwendig. Der Boden ist nach dem Trocknen des Estrichs sofort gebrauchsfähig. Es ist ebenfalls möglich, einen zusätzlichen Belag nach dem Trocknen aufzutragen. Alternativ ist es möglich, den Verbundestrich als Sichtestrich zu imprägnieren, beschichten oder versiegeln.

6. Vor- und Nachteile des Verbundestrichs

Verbundestrich ist günstiger als schwimmender Estrich. Er ist bestens geeignet für Böden, die einer hohen dynamischen Belastung ausgesetzt sind. Seine Stabilität ist der Garant für ein solides Fundament. Verbundestrich ist leicht anzubringen. Grundsätzlich ist kein weiterer Bodenbelag wie Fliesen, Linoleum oder Laminat nötig.

Je nach Bedarf ist es jedoch auch möglich, den Verbundestrich problemlos zu fließen. Der Verbundestrich leitet alle Belastungen direkt auf den Boden weiter. Die Tragfähigkeit des Estrichs ist daher abhängig von der des Untergrunds. Die Dicke des Verbundestrichs bestimmt folglich nicht die Stärke der Tragfähigkeit des Bodens. Die erforderliche Nenndicke ist von der Art des jeweils benutzten Estrichs abhängig.

Verbundestrich überträgt Schall deutlich leichter, da er in direktem Kontakt zum Untergrund ist. Verbundestrich überträgt außerdem keine Wärme. Daher ist die Nutzung in Wohnbereich nicht empfohlen. Ausschlaggebend für Ihre Kaufentscheidung ist vor allem, wie hoch die voraussichtliche Belastung Ihres Untergrunds ist. Beispielsweise bei einem wenig genutzten Keller. Verwenden Sie in diesem Fall andere Konstruktionsarten. Diese sind leichter zu handhaben. Verbundestrich empfehlen wir Ihnen vor allem, wenn der Boden in Ihrem Raum große Lasten trägt.

7. Kosten von Verbundestrich

Die Größe Ihres Bodens und der verwendete Estrich bestimmen die Kosten.

Die Kosten von Verbundestrich sind von Material und Größe des Bodens abhängig

Die Kosten von Verbundestrich sind von diversen Faktoren abhängig. Verbundestrich ist grundsätzlich günstiger als schwimmender Estrich, je nach Größe des Bodens gibt es jedoch einiges zu beachten. Bestimmt werden die Kosten insbesondere von der Estrichart. Es lohnt sich für Sie, hierbei nach dem passenden Estrich für Ihren Raum zu suchen. Damit gehen Sie sicher, dass es zu keinen Komplikationen zwischen Estrich und Untergrund kommt.

Die Kosten der Vorbereitungsarbeiten sind nicht an die Art des benutzten Verbundestrichs gebunden. Ein Facharbeiter berechnet die Kosten in der Regel pro Quadratmeter. Die Kosten betragen in der Regel 4-9 € pro m². Je größer die Gesamtfläche des Bodens ist, desto geringer ist der Preis pro einzelnem Quadratmeter. Fachbetriebe bieten oft entsprechende Rabatte an. Beachten Sie dies, um sich das günstigste Angebot zu sichern.

8. Fazit

Ihr neues Fachwissen über Verbundestrich ist sofort anwendbar. Achten Sie darauf, dass der Untergrund Ihres Raumes geeignet ist. Für Garagen und Keller eignet er sich optimal. Vergewissern Sie sich, dass der Raum nicht schall- oder wärmegeschützt zu sein hat.

Richten Sie sich nach dem Material Ihres Bodens um die passendste Estrichart auszuwählen. Die Nenndicke hängt von der Art des Estrichs ab. Auch wenn Verbundestrich nicht schwer zu verlegen ist, empfiehlt sich der Rat eines Facharbeiters.

9. Verbundestrich für Terrassen

Auch im Außenbereich eignet sich Verbundestrich für Ihren Boden

Im Außenbereich eignet sich Verbundestrich besonders für Terrassen und Balkone

Im Außenbereich verwenden Sie Verbundestrich normalerweise rein als Unterboden für Terrassen oder Balkone. Einen weiteren Oberbelag verlegen Sie anschließend auf dem Verbundestrich. Tipp zum Bau empfiehlt Ihnen dafür Zement- oder Gussasphaltestriche. Diese sind besonders widerstandsfähig gegenüber Außeneinwirkungen wie Frost oder Nässe.

Die Trockendauer des Zementestrichs beträgt mehrere Wochen. Gussasphaltestrich ist dagegen bereit zum Verlegen, sobald er abgekühlt ist. Grundsätzlich ist die Trockendauer auch abhängig von der Jahreszeit. Achten Sie darauf, den Oberbelag nicht zu früh aufzutragen. Dies versursacht Risse und andere Schäden. Vermeiden Sie auch Hohlräume zwischen den Belägen. Dringt in diese Wasser ein, kommt es bei Frost zum Platzen des Belags.

10. Haftbrücke anbringen – zusätzlicher Schutz

Eine Haftbrücke für Verbundestrich ist auf verschiedenen Arten von Böden problemlos einsetzbar. Dies gilt auch für glatte und dichte Untergründe. Ebenfalls eignet sie sich für Böden mit niedrigem Saugvermögen. Haftbrücken sind in der Regel in Außen- und Innenbereichen verwendbar. Achten sie darauf, dass der Boden vor dem Anbringen der Haftbrücke sauber und trocken ist. Folgende Verunreinigungen werden vorher entfernt:

  • Staub.
  • Öl.
  • Fett.
  • Schmutz.
  • Trennmittel.
  • Lose Bestandteile.

Die Haftbrücke tragen Sie mit einer Deckenbürste oder einem Pinsel im Nass-Nass-Verfahren auf. Ein Verdünnen ist in der Regel nicht nötig. Eine Spritze eignet sich ebenfalls. Tragen Sie in diesem Fall eine Schutzbrille. Die Trocknung wird durch eine höhere Temperatur begünstigt.

11. Risse im Boden sanieren

Risse im Untergrund entstehen oft während dem Trocknen des Betons oder Estrichs. Zu hohe mechanische Belastung direkt nach Anbringen des Betons oder Temperaturwechsel verursachen Risse. Identifizieren Sie die Ursachen der Rissbildung um weitere Schäden vorzubeugen. Es lohnt sich, hierzu Hilfe eines Facharbeiters zu beantragen.

Risse sanieren Sie in der Regel durch Injektion mit Reaktionsharz. Mit einem Klebe- oder Schraubpacker füllen Sie die Risse vollständig auf. Streuen Sie zusätzlich Quarzsand auf den Harz. So machen Sie ihn griffiger. Entfernen Sie anschließend den überschüssigen Sand. Beseitigen Sie kleine Unebenheiten im Boden mit einem Feinspachtel. Insbesondere im Außenbereich sind Risse schnell auszubessern. Eindringende Feuchtigkeit verursacht weitere Schäden im Verbundestrich.

12. Fräsen des Untergrunds

Es besteht die Möglichkeit, als Heimwerker das Fräsen des Untergrunds selbst zu übernehmen. Durch Fräsen lässt sich der Boden besonders effektiv auf das Verlegen des Verbundestrichs vorbereiten. Neben großflächiger Bearbeitung reicht es oft auch aus, den Boden nur punktuell zu fräsen. Meistens ist es jedoch nötig, den Untergrund vollflächig zu fräsen.

Die für das Fräsen genutzten Handgeräte schieben Sie in der Regel einfach über den Untergrund. Alternativ werden auch Kugelstrahlmaschinen verwendet. Die Handhabung erfordert jedoch Übung und ist lediglich für Facharbeiter zu empfehlen. Durch Ausübung von Druck tragen Sie hierbei die oberste Schicht des Betons ab. So entfernen Sie Unebenheiten, Verschmutzungen, Öl und Überreste von Spachtel.

13. Vorbereitungen vor dem Fräsen

Fräsen Sie den Beton, nachdem er bereits abgehärtet ist. Kleine Erhöhungen treten auch bei neuem Beton auf. Fräsen ist daher auch bei einem neuen Boden empfehlenswert. Befeuchten Sie den Untergrund vor dem Fräsen, um das Erkennen von Unebenheiten zu erleichtern. Erhöhte Stellen trocknen anschließend schneller. An der Helligkeit dieser Stellen erkennen Sie die Unebenheiten.

Das Fräsen von Beton ist in der Regel ausgesprochen laut. Wir empfehlen Ihnen daher einen Gehörschutz. Eine Schutzbrille und Handschuhe schützen Sie vor Staub und fliegenden Betonteilchen. Viele Fräsgeräte besitzen eine Vorrichtung zum Anschluss eines Industriesaugers. Nach dem Fräsen ist weiteres Schleifen und Polieren möglich. Damit gestalten Sie den Untergrund noch glatter. Tipp zum Bau empfiehlt Ihnen dies als Vorbereitung für das Verlegen des Verbundestrichs.

14. Schleifen des Untergrunds

Die Begriffe „Schleifen“ und „Fräsen“ sind nicht synonym, werden allerdings oft so verwendet. Im Gegensatz zum Fräsen wird der Boden beim Schleifen nur gering abgetragen. Schleifen ist daher eher als Feinarbeit gedacht. Beim Schleifen von mineralischen Untergründen verwenden Sie Schleifteller. Diese sind mit Segmenten aus Diamanten besetzt.

Den Untergrund schleifen Sie direkt nach dem Fräsen. So erhalten Sie eine glattere Oberfläche. Dadurch sparen Sie Zeit und Kosten, da beim anschließenden Verputzen eine dünnere Putzschicht benötigt wird. Schleifen macht den Betonboden widerstandsfähiger, da er dabei mechanisch verdichtet wird. Achten Sie darauf, dass der Untergrund vor dem Schleifen trocken und besenrein ist.

15. Reinigung des Untergrunds

Für die gründliche Reinigung Ihres Bodens eignen sich diverse Reinigungsmittelzum Bau.

Vor Auftragen des Verbundestrichs empfiehlt Tipp zum Bau eine gründliche Reinigung des Bodens

Reinigen Sie den Untergrund vor dem Auftragen des Verbundestrichs gründlich. Neben Spezialreinigern eignen sich auch Anlauger und Entfetter zur Reinigung des Bodens. Für eine optimale Säuberung empfehlen sich Reiniger auf Alkohol- oder Lösemittelbasis.

  • Die Lösung tragen Sie mit einer Bürste oder einem Schwamm auf dem Untergrund auf.
  • Ein Pinsel eignet sich ebenfalls. Lassen Sie die Lösung kurz einwirken, bevor Sie die Fläche mit klarem Wasser
  • Auch mit nassem Schleifpapier beseitigen Sie vorhandene Verschmutzungen. Der Verbundestrich verlegen Sie erst, nachdem der Boden gründlich getrocknet ist. Überzeugen Sie sich von der geeigneten Tragfähigkeit des Untergrunds, bevor Sie den Verbundestrich auftragen.

16. Reinigung von hartnäckigen Verschmutzungen

Für einige bestimmte Verschmutzungen des Betonbodens benötigen Sie entsprechend die passenden Reinigungsprodukte. Bei Anwendung des falschen Produkts entsteht eventuell zusätzlicher Schaden. Hierbei wird nach den Eigenschaften der Flecken unterschieden:

  • Verschmutzungen durch Kalk entfernen Sie nicht durch Kalkreiniger. Dieser schadet dem Boden. Verwenden Sie ihn daher nicht für Beton. Benutzen Sie stattdessen einen Abschaber, um die Kalkflecken nachhaltig zu beseitigen.
  • Ölflecken beseitigen Sie mit regulärer Verdünnen Sie das Waschmittel vor der Verwendung stark genug. Geeignete Waschmittel enthalten Tenside und Phosphorsäure.
  • Eine Verunreinigung durch Säure erfordert besondere Reinigungsmittel für Stein oder Marmor eignen sich hier am besten. Beachten Sie, dass auch Säfte oder essighaltige Lebensmittel, sowie Kaffee Säureflecken verursachen.

17. Ausgleichsestrich – Anpassung der Höhe

Tragen Sie den Ausgleichsestrich vor dem Verbundestrich auf. Er eignet sich hervorragend zur Beseitigung von störenden Höhenunterschieden im Untergrund. Ausgleichsestrich umschließt Rohrleitungen und Kabel vollständig. Die Oberfläche wird durch Ausgleichsestrich gänzlich eben. Ausgleichsestriche sind für diverse Arten von Untergründen einsetzbar.

Achten Sie darauf, diese vorher sorgfältig zu reinigen. Angaben bezüglich der Temperatur sind in der Regel auf der Verpackung angebracht. Ausgleichsestriche sind in den meisten Fällen auch in Außenbereichen einsetzbar. Ausgleichsestriche sind meistens zementgebunden. Alternativ bringen Sie sie als gebundene Schüttung an.

Bei der gebundenen Schüttung vermischen Sie das Schüttgut mit härtenden Bindemitteln und Wasser. Anschließend verlegen Sie es auf die tragende Oberfläche und verdichten es. Nachdem sie getrocknet ist, verhärtet sich die Schüttung.

18. Gefälleestrich – mit Unterkonstruktion

Je nach Situation gibt es verschiedene Möglichkeiten, Gefälleestriche auf dem Verbundestrich einzubauen. So erzeugen Sie einen Höhenunterschied. Eine Möglichkeit ist die Unterkonstruktion. Auf diese tragen Sie in gleichmäßiger Dicke den Verbundestrich auf. Neben Fertigelementen ist es auch möglich, die Konstruktion selbst zu bauen. Hierfür verwenden Sie in der Regel feste Styroporplatten. Eine fertige Konstruktion macht jedoch weniger Aufwand.

Vor dem Auftragen des Verbundestrichs machen Sie die Konstruktion beispielsweise durch Gips haftfähig. Ebenfalls ist es möglich, eine Verschalung aus Beton als Konstruktion zu benutzen. Dies ist allerdings deutlich aufwendiger. Sind die Gefälle höher als 2 cm pro Meter, ist die Konstruktion deutlich weniger stabil. Achten Sie deshalb auf ein gleichmäßig hohes Gefälle.

19. Gefälleestrich – im Gefälle gegossen

Alternativ zur Unterkonstruktion besteht die Möglichkeit, den Estrich im Gefälle zu gießen. Entscheiden Sie je nach Situation, welche Methode Sie bevorzugen. Hierbei ist zu beachten, dass der Estrich an der oberen Seite des Gefälles höher ist. Auf diese Weise ist die insgesamte Mindesthöhe der Konstruktion gegeben.

Die Haltbarkeit des Verbundestrichs sorgt auch bei dieser Konstruktion für eine dauerhafte Festigkeit. Verbundestrich ist daher für diese Methode zu bevorzugen. Mit Gefälleestrich leiten Sie beispielsweise Regenwasser inklusive Schmutzpartikeln auf Balkonen und Terrassen ab. Der Neigungswinkel liegt idealerweise bei 1-2%. Achten Sie auf den korrekten Winkel, um die Spülfunktion des Gefälles zu steigern.

20. Hartstoffestrich für größere Belastbarkeit

Hartstoffestrich besteht aus regulärem Zementestrich. Diesen versehen Sie mit Zusätzen, die ihn ideal für sehr stark beanspruchte Böden macht. Große Lager- und Industriehallen nutzen in der Regel Hartstoffestriche. Er ist ebenfalls sehr widerstandsfähig gegenüber Oberflächenabrieb. Den Schleifverschluss des Verbundestrichs verringern Sie durch das Hinzufügen von Hartstoffen. Diese sind unter anderem:

  • Natursteine.
  • Dichte Schlacken.
  • Metalle.
  • Elektrokorund.
  • Siliziumcarbid.

Hartstoffestriche tragen Sie einschichtig im Nass-Nass-Verfahren auf. Verwenden Sie eine Dämm- oder Trennschicht, ist auch die zweischichtige Ausführung möglich. Bei dieser liegt die Hartstoffschicht oberhalb und die Übergangsschicht darunter. Diese besteht in der Regel aus Zement. Die Mindestdicke des Hartstoffestrichs ist abhängig von den beigemischten Stoffen und der Festigkeitsklasse.

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