Teppichboden

Teppichboden – gemütlich an jedem Ort

Der Teppichboden verwandelt jeden Raum in eine gemütliche Oase. Ob im Schlafzimmer, in Büros oder sogar im Außenbereich: Mit Teppichboden haben Sie viele Gestaltungsmöglichkeiten! Wir zeigen Ihnen, welche Designs es gibt und wo Vor- und Nachteile liegen.

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1. Was ist ein Teppichboden?

Der Teppichboden ist ein textiler Bodenbelag. Es wird von einer Rolle oder in Form von Fliesen verklebt. Das Einsatzgebiet des Teppichbodens beschränkt sich nicht nur auf Ihr Schlafzimmer. Das Textil wird beispielsweise auch im Außenbereich verlegt.

Teppichböden bestehen aus mehreren Schichten. Die oberste Schicht wird als Nutzschicht oder Polschicht bezeichnet. Sie besteht aus Garn und ist für jeden sichtbar. Darunter liegt die Rückenschicht. Diese kann auf drei verschieden Arten gestaltet werden:

  • Vliesrücken werden umweltschonend hergestellt. Sie bieten großen Komfort und sondern keine unangenehmen Gerüche ab.
  • Textilrücken haben eine hohe Stabilität, sind langlebig und lassen sich rückstandfrei entfernen.
  • Schaumrücken enthalten keine Weichmacher und zeichnen sich durch ihre Elastizität aus.

2. Verschiedene Arten von Teppichböden

Bereits bei der Herstellung entscheidet sich das spätere Design des Teppichbodens. Im Allgemeinen unterscheidet man zwei Produktionsmethoden:

  • Beim Tuftingverfahren wird Garn von unten in den Teppichrücken eingenäht. Es entstehen Schlingen. Werden diese nun aufgeschnitten, entsteht ein Velours.
  • Das zweite Verfahren ist das Weben. Dabei wird Garn in einen Webstuhl eingelegt und verwebt.

Wird das Garn nun weiterverarbeitet, so entstehen weitere Oberflächen und Arten von Teppichböden. Sie werden im Folgenden ausgeführt.

Rolle

Teppichböden auf Rollen werden auch als Meterware oder Auslegeware bezeichnet. Klassischerweise wird das Textil aufgerollt und auf diese Weise zu Ihnen nach Hause transportiert. Meterware wird an der gewünschten Position einfach ausgerollt.

Alle untenstehenden Arten von Teppichböden sind als Auslegeware erhältlich. Die Länge einer Teppichrolle ist meist vier bis fünf Meter.

Fliesen

Teppichfliesen glänzen durch ihre große Auswahl an Farben und Designs. Sie können beliebig kombiniert und aneinandergelegt werden. So entstehen Muster, die individuell an Ihr Zuhause anpassbar sind.

Ein großer Vorteil der Teppichfliese gegenüber der klassischen Rolle ist die einfache Verlegung. Die Fliesen können einfach an die gewünschte Stelle gelegt werden. Da sie selbstklebend sind, werden kein Klebeband oder Kleber benötigt. Der Verschnitt ist deutlich geringer.

Schlinge

Der Name dieses Teppichbodens ist durch seine Struktur entstanden. Der Bodenbelag besteht nämlich aus Garn in der Form von Schlingen. Schlingenteppiche sind der Klassiker der Teppichböden. Sie bieten ein großes Spektrum an Einsetzungsmöglichkeiten.

Beliebt ist der Teppichboden aus Schlingen zum einen wegen seiner Pflegeleichtigkeit. Zum anderen überzeugt er als besonders strapazierfähig. Hinzukommt sein gutes Preis-/Leistungsverhältnis.

Velours

Der Teppichboden aus Velours besitzt aufgetrennte Garnschlingen. Es entsteht eine besonders weiche Oberfläche. Diese verleiht Ihrem Zuhause eine warme und gemütliche Atmosphäre.

Veloursböden werden häufig in Schlafzimmern oder Kinderzimmern verlegt. Jedoch sind sie etwas anfällig für Laufspuren. Preislich liegen sie etwas über  den Schlingenteppichböden.

Velours-Schlinge  

Teppichboden aus Velours-Schlingen sind eine Mischung aus Schlingen und Velours. Zur Wiederholung: Velours besteht aus aufgetrennten Garnschlingen.

Die Struktur der Velour-Schlinge erschafft einzigartige Optiken. Lichtstrahlen werden auf der gemischten Oberfläche unterschiedlich reflektiert: Ein besonderes Erlebnis! Ein Velours-Schlingenteppichboden eignet sich daher hervorragend, wenn Sie für Ihr Zuhause ein einzigartiges Design suchen.

Kräuselvelours

Ein Kräuselvelours wird durch das Zwirbeln von Garn hergestellt. Das Garn ist hochfloriger und länger als beim Velourteppich. Durch das Zwirbeln erhält Kräuselvelourteppich eine höhere Stabilität.

Kräuselvelours ist angenehm weich und flauschig. Es besitzt darüber hinaus gute akustische Eigenschaften. Häufig wird dieser Teppichboden in Hotels eingesetzt. Da für den Entstehungsprozess mehr Garn benötigt wird, ist Kräuselvelours etwas teurer.

Langflor/Hochflor

Für einen Langflorteppich werden Fasern eines Kräuselvelours verwendet. Diese Teppichboden-Fasern sind länger und haben eine wirre Struktur. Langflorteppiche sind ebenfalls besonders weich. Deshalb werden Sie gerne in Schlafzimmern verlegt.

Für die Herstellung eines Langflorteppichbodens wird enorm viel Garn benötigt. Daher liegen diese Teppichböden in einer höheren Preisklasse. Außerdem benötigt er einen hohen Pflegeaufwand.

Nadelfilz

Nadelfilzböden besitzen eine eher glatte Oberfläche. Sie sind sehr strapazierfähig und belastbar.

Teppichböden aus Nadelfilz werden gerne in Büros und im Ladenbau eingesetzt. Anders gesagt eignet sich Nadelfilz für Räume mit hoher Auslastung – Der Verschleiß des Textils gering.

Outdoor-Teppich

Wie bereits am Namen erkennbar, werden diese Teppiche im Außenbereich verwendet. Sie können als Untergrund für Ihren Balkon oder Terrasse dienen.

Outdoor-Teppiche sind robuster und beständiger als normale Teppichböden. Sie halten einer hohen Belastung stand und sind wetterfest.

Bei Teppichboden für draußen haben Sie eine große Auswahl an Farben und Größen. Outdoor-Teppiche verleihen Ihrem Außenbereich einen besonderen Akzent.

3. Verschieden Garnmaterialien beim Teppichboden

Auch die Polschicht der Teppichböden kann aus verschiedenen Materialien bestehen. Sie erhalten hier einen knappen Überblick.

Polypropylen

Dieses synthetische Material ist die günstigste Variante. Allerding ist Polypropylen weniger robust und sollte keiner hohen Belastung ausgesetzt sein. Zudem hat es eine raue Haptik und eignet sich daher nicht für Wohnräume.

Polyamid

Polyamid zeichnet sich durch seine Strapazierfähigkeit und Belastbarkeit aus. Es besitzt außerdem eine angenehme Haptik. Wegen seiner Robustheit sind Fasern aus Polyamid zudem langlebig, aber auch teurer als Polypropylen.

Naturfaser

Wenn Sie Wert auf Nachhaltigkeit legen, sind Teppichböden aus Naturfaser die beste Wahl. Naturfaser ist das einzige Teppichbodenmaterial mit natürlichem Ursprung.

Es kann beispielsweise aus den Haaren von Ziegen, der Sisal-Agave Pflanze oder Kokosnüssen gewonnen werden. Auf Grund ihrer natürlichen Herkunft ist die Naturfaser teurer als synthetische Produkte. Das Material ist außerdem weniger robust und strapazierfähig.

4. Teppichboden für Innen und Außen

Beim Einsatz von Teppichboden sind Ihnen keine Grenzen gesetzt. Textil-Bodenbelag kann sowohl in Innenräumen als auch im Außenbereich verlegt werden. Häufig werden Teppichböden in Schlafzimmern und Kinderzimmern verlegt. Auf der weichen und flauschigen Oberfläche können Kinder ohne Bedenken spielen.

Ein textiler Bodenbelag ist aber auch für Ihr Wohnzimmer eine gute Option. Ein Teppichboden strahlt Wärme und Gemütlichkeit aus und schafft damit eine angenehme Atmosphäre. Außerhalb des eigenen Zuhauses ist Teppichboden insbesondere in Hotelzimmern leicht zu pflegen. Gleichzeitig verleiht er dem Raum eine gewisse Eleganz.

Kleine Büros und Großraumbüros sind häufig mit Teppichböden ausgestattet. Hier sorgt der Teppich für ein angenehmes Arbeitsumfeld. Eine gemütliche Atmosphäre steigert die Motivation und Kreativität der Mitarbeiter. In Verkaufsräumen oder anderen repräsentativen Räumen schafft Teppichboden einen positiven ersten Eindruck.

Auch für Ihren Außenbereich sind Outdoor-Teppiche die ideale Lösung. Sie können Ihre Terrasse oder auch den Balkon damit verlegen. So entsteht auch außerhalb Ihrer vier Wände eine angenehme Atmosphäre.

5. Vorbereitung und Verlegung

Der Untergrund

Behandeln Sie zunächst den Untergrund, bevor Sie Ihren ausgewählten Teppichboden verlegen. Säubern Sie Ihren Boden gründlich und achten Sie auf Unebenheiten, Fugen oder Risse. Unebenheiten und grobe Fugen auf einem Hartboden sind ebenfalls zu verspachteln.

Entdecken Sie auf Ihrem Estrich Untergrund Rissen? Dann behandeln Sie ihn mit Nivelliermasse, um spätere Probleme zu vermeiden. Wenn Sie Ihren alten Teppichboden gegen einen neuen austauschen möchten, entfernen Sie gründlich Klebereste und Rückstände.

Vermessung und Schnitt

Wir raten Ihnen, bereits vor dem Kauf Ihren Raum auszumessen. Teppichböden als Meterware wird meist mit einer Länge von vier oder fünf Metern angeboten. Überlegen Sie, in welche Richtung Sie den Boden auslegen möchten.

Wenn Sie vorab gut planen, haben Sie beim Verlegen weniger Verschnitt. Das bedeutet, Sie benötigen weniger Material und sparen so bares Geld. Beim eigentlichen Verlegen ist folgendermaßen vorzugehen:

  • Rollen Sie zunächst den Teppichboden aus und drücken ihn an die Wand. Es entsteht eine Schneidekante.
  • Auf dieser schneiden Sie mit einem Teppichmesser grob entlang. Achten Sie darauf, ein paar Zentimeter übrig zu lassen. Ein feiner Schnitt wird erst nach der Fixierung gemacht.
  • Haben Sie sich für Teppichfliesen entschieden, legen Sie diese einfach an die gewünschte Stelle.

Legen Sie eine zweite Teppichbahn an die Erste, ist ein nahtloser Übergang wichtig. Lassen Sie beide Bahnen ein paar Zentimeter überlappen und schneiden dann durch beide hindurch.

Fixierung

Bei der Fixierung Ihres Teppichbodens haben Sie zwei Möglichkeiten.

  • Mit einem doppelseitigen Klebeband wird der Teppich ganz einfach befestigt. Kleben Sie das Band am Rand des Raumes und an den Türschwellen entlang an. Der Teppichboden kann nun darübergelegt und festgedrückt werden. Eine Walze eignet sich dafür hervorragend. Achten Sie beim drücken darauf, dass keine Wellen oder Beulen entstehen.
  • Die zweite Möglichkeit ist ein Dispersionskleber. Nehmen Sie den bereits ausliegenden Teppich und schlagen Ihn zur Hälfte um. Verteilen Sie den Kleber dann mit einem Spachtel auf dem Untergrund. Schlagen Sie den Teppichboden zurück und wiederholen Sie den Vorgang bei der anderen Hälfte.

Nachdem der komplette Teppichboden verlegt und fixiert ist, schneiden Sie alle Kanten fein ab.

6. Kosten für Teppichboden

Wissenswertes über den Teppichboden bei Tipp zum Bau. Lesen Sie mehr über Teppichböden für Ihre Zuhause.

Hier sehen Sie einen Überblick über anfallende Kosten.

Kosten der Teppichböden

TextilKosten pro Quadratmeter
Schlinge10 Euro
Velours17 Euro
Velours-Schlinge15 Euro
Kräuselvelours20 Euro
Langflor15 Euro
Nadelfilz10 Euro
Outdoor-Teppich10 Euro

Handwerkerkosten

Wird der Untergrund vor dem Verlegen vom Handwerker behandelt, fallen Kosten bis zu 45 Euro pro Quadratmeter an. Die anschließende Verlegung mit anschließender Fixierung vom Profi kostet ebenfalls 45 Euro pro Quadratmeter.

Zusatzkosten beim selber verlegen

Verlegen Sie Ihren Teppichboden selbst, entfallen natürlich die Handwerkerkosten. Haben Sie sich allerdings für eine Auslegeware entschieden, sind Werkzeuge und Hilfsmittel zu beschaffen:

  • Ein Teppichmesser ist bereits ab zwei Euro erhältlich.
  • Eine breite Rolle doppelseitiges Klebeband erwerben Sie für fünf Euro.
  • Dispersionskleber ist ab zwei Euro pro Kilogramm und der dazugehörige Spachtel ab einem Euro erhältlich.

Pflegekosten

Saugen Sie Ihren Teppichboden am besten regelmäßig. So verhindern Sie, dass sich zu viel Staub im Teppich ansammeln kann.

Eine gründlichere Methode Schmutz zu beseitigen, ist die Sprühextraktion. Dazu benötigen Sie Reinigungsmittel, warmes Wasser und einen Sprühsauger. Sprühen Sie ihren kompletten Teppichboden mit dem Gemisch ein. Dann sprühen Sie erneut mit warmem Wasser, um das restliche Reinigungsmittel zu entfernen. Ihr Teppichboden benötigt nun ein bis zwei Tage Zeit zu trocken.

  • Einfache Sprühsauger sind bereit ab 20 Euro erhältlich. Reinigungsmittel kostet zwei Euro pro Liter.

Entdecken Sie einen Fleck auf Ihrem Textil, handeln Sie besser schnell. Tupfen Sie mit einem Tuch die verschmutze Stelle trocken. So kann sich der Fleck nicht weiter ausbreiten. Je nach Art Ihres Teppichbodens haben Sie verschiedene Möglichkeiten, den Boden zu reinigen. Achten Sie unbedingt auf die Pflegehinweise des Herstellers. 

Feuchte Flecken werden in der Regel mit weißem Essig behandelt. Gegen Fettflecken empfehlen wir einen normalen Fleckenentferner. Harte Schokolade- oder Wachsreste schaben Sie mit einem Messer vorsichtig ab.

  • Fleckentferner sind ab vier Euro pro Liter erhältlich.

Greifen Sie zu niedrig konzentriertem Bleichmittel, dann testen Sie vorher die Eignung Ihrer Oberfläche. Auch Essig oder Zitronensaft kann Teppichböden angreifen. Seien Sie bei der Reinigung von Langflor-Böden besonders vorsichtig.

7. Worauf Sie beim Kauf von Teppichboden achten sollten

Sie haben sich für den Kauf eines Teppichbodens entschieden? Dann geben wir Ihnen hier noch ein paar Tipps, worauf Sie beim Kauf achten sollten:

Siegel und Gütezeichen

Hochwertige Teppichböden sind mit einer Auszeichnung versehen:

  • Der „Blaue Engel“ versichert einen emissions- und schadstoffarmen Teppichboden.
  • Das „GUT-Zertifikat“ wird nachhaltig und umweltfreundlich hergestellten Teppichen verliehen.
  • Mit dem „Green Label Plus“ ausgezeichnet Teppichböden gewährleisten Ihnen eine gute Luftqualität.
  • Allergiker sollten auf das „Life Balance“ Siegel achten.

Information für Allergiker

Teppichböden sind allgemein für Allergiker geeignet. Die Materialien oder die Art des Teppichs spielen dabei weniger eine Rolle. Denn der textile Boden kann Staub und Partikel aufnehmen. Hierdurch bleibt dieser im Boden und wird nicht wieder in die Luft abgegeben. Das bedeutet:

  • Der Feinstaubgehalt in der Luft wird auf die Hälfte reduziert.
  • Es entsteht eine bessere Raumluft und angenehmere Atmosphäre.

Saugen Sie Ihren Teppichboden regelmäßig. Das Textil kann nur eine bestimmte Menge aufnehmen. Dann wird der überschüssige Staub wieder an die Luft abgegeben.

Nutzungsklassen

Die Nutzungsklasse zeigt Ihnen, wie belastbar und robust Ihr Teppichboden ist. In Räumen mit hoher Auslastung wird eine höhere Nutzungsklasse empfohlen. Im Wohnbereich ist etwa eine Nutzungsklasse von 21 bis 23 ideal. In der Regel werden weiche und flauschige Böden zu Hause verlegt.

Widerstandfähigere und robustere Teppichböden werden im gewerblichen Bereich bevorzugt, da die Böden hier einer höheren Belastung ausgesetzt sind. Dementsprechend wählen Sie eine höhere Nutzungsklasse, also Klasse 31 bis 33.

Luxusklasse

Die sogenannte Luxusklasse hat eine Skala von 1 bis 5 Kronen. An ihr erkennen Sie, wie luxuriös der Teppichboden ist. Teppiche mit höherer Kronenzahl sind angenehmer und deutlich komfortabler.

Wichtig ist jedoch, dass bei der Einstufung in die Skala nur die Oberfläche des Textils berücksichtigt wird. Je weicher und flauschiger ein Teppich ist, desto höher ist seine Luxusklasse. Dagegen sind robuste und widerstandsfähige Textilien in niedrigeren Klasse.

Poleinsatzgewicht

Am Poleinsatzgewicht lesen Sie, wie viel Garn bei der Herstellung verwendet wurde. Hochwertigere und teurere Teppichböden besitzen mehr Garn. Ab einem Poleinsatzgewicht von 700 g pro Quadratmeter spricht man von hochwertigen Teppichen.

Teilweise wird die Anzahl der Noppen auf einem Quadratmeter angegeben. Befinden sich dort besonders viele Fasern, hat der Teppichboden eine hohe Qualität. Ab 100.000 Noppen auf einem Quadratmeter spricht man von einem hochwertigen Textil.

Zusatzeignungen

Manche Teppichböden besitzen Zusatzeignungen. An ihnen erkennen Sie, für welche bestimmten Umstände der Teppich zusätzlich geeignet ist:

  • Sie möchten Teppichboden auf eine Fußbodenheizung verlegen? Dann sollte das gewünschte Material eine Fußbodenheizungseignung aufweisen.
  • Bei Teppichboden im Büro oder auch für Rollstuhlfahrer  ist die Stuhlrolleneignung wichtig.
  • Eine antistatische Ausrüstung verhindert, dass sich Teppichböden elektrisch aufladen. So bleiben alle elektronischen Geräte im Raum unversehrt.

8. Vor- und Nachteile von Teppichboden

Wissenswertes über den Teppichboden bei Tipp zum Bau. Lesen Sie mehr über Teppichböden für Ihr Zuhause.Teppichböden bringen generell viele Vorteile mit sich. Sie sind weich und besitzen eine angenehme Haptik. Teppiche verleihen Ihrem Zuhause daher eine warme und gemütliche Atmosphäre.

Allergiker können sich über eine sauberere Raumluft freuen. Viele Teppichböden sind heute leicht zu reinigen und kommen in unterschiedlichen Farben und Designs. Sie absorbieren sogar den Schall im Raum und sorgen für eine bessere Akustik. Lautstärke und Hintergrundgeräusche werden effektiv gemindert.

Teppichböden sind darüber hinaus wärmeisolierend. Der textile Bodenbelag strahlt nicht nur Wärme aus, er sorgt gleichzeitig für ein angenehmes Temperaturempfinden. Im Winter müssen Sie die Heizung nicht weit aufdrehen und sparen sich Heizkosten.

Verlegen Sie einen geeigneten Teppichboden über Ihrer Fußbodenheizung, wird Ihr Zuhause in kalten Tagen noch gemütlicher. Die weiche und flauschige Oberfläche eignet sich auch noch perfekt als Spielunterlage für Kinder.

OberflächeVorteileNachteile
Schlinge• Pflegeleicht
• Strapazierfähig
• Günstig
Velours• Weich und flauschig• Teuer
• Anfällig für Laufspuren
Velours-Schlinge• Einzigartige Optiken
Kräuselvelours• Weich und flauschig
• Hohe Stabilität
• Gute akustische Eigenschaft
• Teuer
Langflor• weich und flauschig• Pflegeaufwändig
• Teuer
Nadelfilz• Strapazierfähig
• Belastbar
• Günstig
Outdoor-Teppich• Robust
• Wetterfest
• Große Auswahl an Farben und Größen

GarnmaterialVorteileNachteile
Polypropylen• Günstig• Weniger robust
• Raue Haptik
Polyamid• Strapazierfähig
• Belastbar
• Langlebig
• Teuer
Naturfaser• Naturprodukt
• Nachhaltig
• Teuer
• Weniger robust und strapazierfähig

9. Teppichboden: Vielseitig einsetzbar und leichte Verlegung

Ein Teppichboden verfügt also über viele Vorteile. Er ist die perfekte Lösung für Schlafzimmer, Büro oder Terrasse. Die Wahl Ihrer Farbe, Design oder dem Garnmaterial ermöglicht eine individuelle Anpassung an Ihre Bedürfnisse. Bei einfacher und regelmäßiger Reinigung, bleibt Ihnen der Teppichboden sicher lange erhalten!

Der „Blaue Engel“

Der „Blaue Engel“ ist das erste und älteste Siegel für umweltfreundlich hergestellte Produkte. Es wird seit 1978 vom Umweltminister verliehen. Das Gütezeichen steht allgemein für Wirtschaftlichkeit in Verbindung mit Umweltpolitik.

So können Sie sich sicher sein, dass Ihr ausgewählter Teppichboden frei von schädlichen Chemikalien ist.

Das „GUT-Zertifikat“ 

Das „GUT-Zertifikat“ wird ausschließlich für Teppiche ausgestellt. Ausgestellt wird es vom Verband europäischer Teppichhersteller. Mit „GUT“ gekennzeichnete Teppiche sind frei von gesundheitsschädlichen Chemikalien und wurden emissionsfrei hergestellt.

Um Nachhaltigkeit und Recycling zu fördern, müssen „GUT“ Teppiche zum Teil aus Produktionsabfällen und Altteppichen hergestellt sein.

Das „Green Label Plus“ 

Mit dem „Green Label Plus“ versehene Teppiche, verbessern nachweislich die Luftqualität des Raums. Diese Teppiche werden bevorzugt in nachhaltigen Gebäuden eingesetzt. Sie entsprechen allen Voraussetzungen der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB).

Viele internationale und größtenteils amerikanische Hersteller werden mit dem „Green Label Plus“ ausgezeichnet.

Das „Life Balance“ Siegel

„Life Balance“ Teppiche erhöhen die Raumluftqualität und sind besonders für Allergiker geeignet. Bei der Herstellung dürfen keine schädlichen Chemikalien oder Schadstoffe verwendet werden. Die Feinstaubwerte müssen auf ein absolutes Minimum reduziert werden.

Gegründet wurde das „Life Balance“ Siegel, um das Umwelt– und Gesundheitsbewusstsein von Unternehmen und Herstellern zu stärken.

Fußbodenheizungseignung 

Damit Sie die Wärme der Fußbodenheizung optimal genießen können, benötigen Sie einen dünnen Teppichboden. Dicke Teppichböden leisten hohen Widerstand, das heißt es gelangt nur ein Bruchteil der Wärme an die Oberfläche.

Teppich die mit einer Fußbodenheizungseignung gekennzeichnet sind, haben einen Widerstand von maximal 0,15 m² K/W. Bis zu diesem Wert bleibt Ihr Teppichböden unbeschädigt und die Heizung kann uneingeschränkt Ihre Wärme entfalten.

Stuhlrolleneignung 

Besonders Bürostühle sind eine hohe Belastung für Ihren Teppichboden. Nur eine harte und stabile Oberfläche bleibt Ihnen unter diesen Umständen lange erhalten. Dies wird durch die Stuhlrolleneignung gekennzeichnet.

Achten außerdem auf den Rollentyp Ihres Stuhls. Auf Teppichböden empfehlen wird den Typ H nach DIN EN 12529.

Antistatische Ausrüstung 

In Räumen mit vielen elektronischen Geräten können sich die Teppichfasern aufladen. Besonders empfindliche Computer werden leicht durch die statische Ladung zerstört. Die Aufnahme an einem Mikrofon kann unter Umständen durch die statische Entladung gestört werden.

Eine antistatische Ausrüstung oder antistatische Beschichtung werden auf verschiedenen Teppichböden angebracht. Lediglich Naturfaser laden sich nicht elektrisch auf.

Brandverhalten 

Am Brandverhalten erkennen Sie, wie leicht Ihr Teppichboden entflammbar ist. Die Einteilung erfolgt in Klassen:

  • Klasse A bedeutend, der Teppichboden brennt nicht.
  • In Klasse B befinden sich schwer entflammbare Teppiche.
  • Die Klassen C und D beinhalten normales bis schweres
  • Klasse E beinhaltet normal entflammbare Teppichböden.
  • Klasse F ist die letzte und bezeichnet leicht entflammbare Teppiche.

Des Weiteren werden Teppichböden mit s1 und s2 gekennzeichnet. S1 bedeutet, der Teppich entwickelt unter der Flamme nur wenig Rauch. Ein Teppichboden der Klasse s2 hingegen, besitzt eine starke Rauchentwicklung.

In öffentlichen Gebäuden werden auf Grund der Brandschutzverordnung mindestens Teppiche der Klasse B und einer geringen Rauchentwicklung verlegt. Im Wohnbereich ist allgemein die Klasse E ausreichend.

CE-Kennzeichnung 

Seit 2009 benötigen sämtliche Bodenbeläge eine CE-Kennzeichnung. Diese steht für „Certified Europe“ und versichert Ihnen, dass der Teppichboden gesundheitliche und sicherheitstechnische Anforderungen erfüllt. Dazu zählen:

  • Das Brandverhalten.
  • Die Standsicherheit und Widerstand.
  • Die hygienisch, gesundheitlich und umweltschonende
  • Die Nutzungssicherheit, sowie der Schallschutz und der Wärmeschutz.

Rutschwiderstand

Der Rutschwiderstand ist bei Bodenbelägen aus Gründen der Sicherheit ein wichtiges Kriterium. Die Oberfläche ist bestenfalls so beschaffen, dass ein Ausrutschen nicht oder nur bedingt möglich ist. Im Vergleich mit anderen Bodenbelägen haben Teppichböden den höchsten Rutschwiderstand.

Machen Sie sich keine Sorgen mehr auszurutschen und entscheiden Sie sich für einen Teppichboden.

Produkt-Informations-System 

Das Produkt-Informations-System (PRODIS) wurde speziell für Teppichböden entwickelt. Es beinhaltet alle aufgeführten Siegel, Klassen, Eignungen und wichtige Informationen über Umwelt und Herstellung.

In PRODIS erhalten Sie einen detaillierten Einblick in EU-Standards und Prüfkriterien. Mit all diesen Informationen finden Sie den für Ihren Bedürfnissen perfekten Teppichboden.

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