Parkettpflege

Die richtige Parkettpflege – so bleibt Ihr Holzboden strahlend schön

Ein unbehalndelter Holzboden hat durchaus seine Reize. Die natürliche, matte Farbe. Die raue und doch warme Oberfläche. Der Natur-Liebhaber kommt da schnell ins Schwärmen. Doch die Freude ist nicht von langer Dauer. Naturbelassenes Holz ist seiner Umwelt schutzlos ausgeliefert. Schmutz und Wasser dringen tief in das Holz ein und schädigen es nachhaltig. Fiese Flecken und Verfärbungen sind die Folge.

Oberflächenbehandlungen schützen Ihren Holzboden und helfen dabei, die wunderschöne und natürliche Optik zu bewahren. Was für Möglichkeiten Sie haben und welche davon am besten zu Ihrem Holzboden passt, erfahren Sie hier.

1. Parkettpflege – brauche ich das?

Parkettpflege ist wichtig für den Holzboden. Tipp zum Bau verrät warum.

Die richtige Pflege ist wichtig für Ihren Holzboden.

In den eigenen vier Wänden ist der Holzboden und Parkettboden unglaublich beliebt. Kein Wunder: Das natürliche Material verleiht mit seiner individuellen Maserung und Farbgebung jedem Raum das besondere Etwas. Der natürliche Charme und die warme Optik sorgen für ein behagliches Wohn-Ambiente.

Doch die vielfältigen Holzböden haben einen entscheidenden Nachteil: Holz als natürlicher und offenporiger Werkstoff ist besonders empfindlich gegenüber Schmutz und Feuchtigkeit. Hier erfahren Sie, wie Sie die wunderschöne Optik Ihres Parkettbodens vor fiesen Kratzern, Flecken und Wasserschäden schützen.

Grundsätzlich können Sie Ihren Parkettboden entweder imprägnieren oder versiegeln:

  • Bei einer Imprägnierung wird das Holz mit Öl, beziehungsweise mit Öl und Wachs, behandelt. Das Öl oder Wachs zieht dabei ins Holz ein, bildet aber keine Schutzschicht. Die Poren des Bodens werden nicht verschlossen und das Holz behält seine warme und natürliche Oberfläche. Die Imprägnierung bietet allerdings nur begrenzt Schutz gegen mechanische Einflüsse. Der Bodenbelag bleibt trotzdem anfällig für Kratzer.

Für welche Methode Sie sich entscheiden, hängt in erster Linie von Ihren persönlichen Wünschen und Ansprüchen ab. Grundsätzlich schützen beide Methoden Ihren Boden vor Schmutz und Schäden. Welche Oberflächenbehandlung in Ihrem Fall sinnvoll ist, hängt wesentlich hiervon ab:

  • In welchem Raum wird der Boden verlegt und wie stark wird er dort beansprucht?
  • Welche Methode spricht Sie optisch an?
  • Wie aufwendig darf die Pflege sein?

2. Ein geölter Holzboden – das Stück Natur im Eigenheim

Geölte Holzböden liegen voll im Trend. Sie fühlen sich angenehm warm an und sorgen damit auch ohne Schuhe für ein angenehmes Raumgefühl. Durch ihre seidig-matt schimmernde Oberfläche wirken sie besonders natürlich. Dabei lässt das Öl die individuelle Maserung und den Farbton des Holzes noch deutlicher zur Geltung kommen.

Besonders helle Hölzer, wie zum Beispiel Ahorn, Birke oder Buche verändern ihre Farbgebung durch das Öl allerdings sehr stark. Um einen Eindruck zu gewinnen, testen Sie das Öl zuvor an einem Probestück. So lassen sich böse Überraschungen vermeiden.

Öle ziehen tief in das Holz ein und schützen es von innen, ohne dabei die Poren zu verschließen. Ein Gewinn für Ihr Raumklima, denn durch die offenen Poren nimmt das Holz die Feuchtigkeit aus der Raumluft auf und gibt sie später wieder an den Raum ab. So sorgt das Holz für ein angenehmes und konstantes Raumklima. Und ganz nebenbei lässt es unangenehme Gerüche einfach verschwinden.

  • Durch das Öl wird die Oberfläche Ihres Parketts verfestigt und widerstandsfähiger.
  • Die Imprägnierung verhindert außerdem, dass Flüssigkeiten in den Bodenbelag sickern und ihn aufquellen lassen. Allerdings bedeutet das nicht, dass Ihr geölter Holzboden wasserfest ist. Insbesondere stehendes Wasser kann leicht in den Boden eindringen und hässliche Wasserschäden verursachen.
  • Außerdem nehmen geölte Böden durch ihre offenen Poren leicht Schmutz auf und sind daher besonders pflegeintensiv.
  • Vergänglicher Glanz: Stark beanspruchte Flächen wirken schnell stumpf. Für die schimmernde Optik Ihres geölten Holzbodens müssen Sie also einiges tun. Mindestens 2- bis 3-mal im Jahr muss die Oberfläche nachgeölt und poliert werden.
  • Der große Vorteil von geöltem Parkett: Einzelne Macken in der Oberfläche sind spielend leicht auszubessern. Kleine Kratzer schleifen Sie einfach mit einem feinen Sandpapier aus. Einmal nachgeölt und der Kratzer ist verschwunden.

Welches Öl ist das richtige für Ihren Parkettboden? Die Antwort auf diese Frage hängt immer davon ab, welches Holz Sie verwenden. Im Zweifel wenden Sie sich an einen Fachmann .

Die Qualität des Öls zeigt sich übrigens in

  • einer langanhaltenden Wirkung.
  • einem wirksamen Schutz vor Flecken und Wasser.
  • sowie durch eine vereinfachte Handhabung.

Parkett mit Hartöl behandeln

Hartöle werden bevorzugt für Holzböden im Eigenheim benutzt. Sie bestehen meist aus einem Gemisch mehrerer unterschiedlicher Öle. Nach dem Aushärten der Öle im Holz zeichnen sie sich durch ihre besondere Beständigkeit aus. Sie ziehen vollständig ein und erhalten so die offenporige Struktur des Holzes.

3. Wachsen: So wird Ihr Holzboden weicher

Die Oberflächenbehandlung mit Wachs ähnelt optisch der Behandlung mit Ölen. Viele schwören aber auf die im Vergleich zum Öl ungemein weichere Haptik. Gewachste Holzböden gelten außerdem als widerstandsfähiger.

Bei der Wahl des Wachses können Sie grundsätzlich zwischen natürlichen, halbsynthetischen und synthetischen Produkten wählen. Diese sind wiederum in harter, pastöser oder flüssiger Ausführung erwerblich.

Wachs wird häufig in Kombination mit Ölen verwendet. Nachdem das Öl vollständig getrocknet ist, wird beispielsweise pastöses Wachs mit einem Glattspachtel auf den Boden aufgetragen und anschließend einpoliert. Das Wachs bildet somit eine Schutzschicht, die die Poren des Holzes versiegelt. Ihr Vorteil: Durch die Schutzschicht ist der Bodenbelag spürbar leichter zu pflegen.

Parkett mit Hartwachs ölen

Dieses Verfahren ist bereits deutlich näher an der Versiegelung. Das Hartwachs bildet eine dünne Schutzschicht auf Ihrem Boden. Die verschlossenen Poren können nun zwar die Raumluft nicht mehr regulieren. Allerdings wirken die versiegelten Poren auch nicht mehr als Schmutzfänger.

Schöner Nebeneffekt: Das Hartwachs zaubert einen besonders natürlichen Farbton aus Ihrem Holz hervor.

4. Auf Hochglanz gebracht – die Parkettpflege mit Lack

Eine Lackierung füllt die Holzporen Ihres Parketts und erzeugt so eine robuste und widerstandsfähige Schutzschicht gegen Kratzer. Außerdem verhindert der Lack, dass Wasser oder Schmutz in die Poren gelangen. Es gilt: Je dicker die Schutzschicht, desto länger bleibt Ihr Parkettboden makellos.

Durch die Versiegelung ist der Holzboden dauerhaft strapazierfähiger als geölte oder gewachste Holz-Oberflächen. Der permanente Oberflächenschutz bedeutet für Sie außerdem weniger Pflege. Einmal lackiert hält die Schutzwirkung bis zu 15 Jahre an.

Die vollständige Versiegelung bringt allerdings einige Nachteile mit sich:

  • Durch die Versiegelung der Poren kann das Holz die Raumfeuchte nicht mehr regulieren.
  • Kleine Kratzer im Boden lassen sich nicht einzeln ausbessern. Im Zweifel muss die Lackschicht vollständig ersetzt werden. Ein Aufwand, der gerade bei großen Wohnflächen enorm ist.
  • Achtung Rutschgefahr: Versiegelte Holzböden haben eine glatte, kunststoffartige Oberfläche. Das erhöht die Rutschgefahr – vor allem für Sockenträger.

Welcher Lack für Ihren Holzboden – nicht nur eine Frage der Ästhetik

Sie suchen den richtigen Parkettlack? In den Regalen im Baumarkt erstreckt sich eine unüberschaubare Vielfalt unterschiedlicher Lacke? Wir bringen etwas Klarheit ins Chaos:

Grundsätzlich haben Sie die Wahl zwischen einkomponentigen-, zweikomponentigen- und dreikomponentigen Parkettlacken.

Parkettlack aus einer Komponente – das Standardmodell

Gewöhnlicher Parkettlack besteht aus nur einer Komponente, nämlich aus Acrylat. Dieser Lack ist zwar vergleichsweise günstig, dafür aber auch nicht besonders langlebig.

  • Der Lack beginnt oft bereits nach wenigen Jahren abzublättern oder Risse zu bilden.
  • Besonders betroffen sind Stellen mit viel Sonneneinstrahlung oder Wasserschäden.

Doppelt  stark: 2-Komponenten-Lacke

Einem Parkettlack aus zwei Komponenten wird vor der Verarbeitung ein zweiter, aushärtender Inhaltstoff beigemischt. Diese sogenannte Härtekomponente reagiert mit dem Lack. Gemeinsam bilden die beiden Komponenten eine wesentlich robustere Schutzschicht. Ihr Vorteil:

  • Die Versiegelung hält nicht nur länger.
  • Sie härtet auch schneller aus. Die perfekte Lösung, wenn es schnell gehen muss.

Aller guten Dinge sind drei: 3-komponentige Parkettlacke

Die dritte Komponente bietet Ihrem Parkettboden einen zusätzlichen UV-Schutz. Das integrierte Lichtschutzmittel wirkt im Prinzip wie Ihre Sonnencreme. Polymere im Lack streuen, reflektieren oder absorbieren die schädliche UV-Strahlung.

  • Gerade in hellen, lichtdurchfluteten Räumen verhindern 3K-Parkettlacke, dass Ihr Holzboden vergilbt oder nachdunkelt.
  • Je heller der Holz-Typ, desto wichtiger ist der UV-Schutz. Besonders bei Parkettböden aus Esche, Ahorn, Fichte, Eiche oder Buche empfiehlt sich ein 3K-Lack.

Unser Tipp: Achten Sie bei der Wahl auf die chemische Zusammensetzung des Lacks. Lacke auf Wasserbasis beinhalten in der Regel wenig Lösemittel und sind damit gesundheitlich und ökologisch unbedenklich. Ihre Gesundheit und die Natur werden es Ihnen danken.


Was fürs Auge

  • Bei der Wahl des Lackes haben Sie in Sachen Gestaltung alle Möglichkeiten. Bei Klarlacken haben Sie die Möglichkeit, zwischen glänzenden, seidig matten und matten Produkten zu wählen.
  • Oder bringen Sie etwas Farbe in Ihr trautes Heim: Mit farbigen Lacken setzen Sie individuelle Farbakzente ganz nach Ihren Vorstellungen. Lassen Sie sich beraten, in Sachen Gestaltung sind Ihnen keine Grenzen gesetzt.

5. Die Lasur – das Beste aus zwei Welten

Das Lasieren stellt gewissermaßen den Mittelweg zwischen dem Lackieren und dem Ölen dar. Der wesentliche Unterschied zwischen Lacken und Lasuren besteht darin, dass eine Lasur tiefer in die Struktur des Holzes eindringt. Das liegt daran, dass Lasuren deutlich weniger Feststoffe enthalten. Dadurch schaffen sie eine transparente Oberfläche, die die natürliche Maserung  vom Holz wunderbar in Szene setzt.

Angeboten werden Lasuren mit sehr unterschiedlichen Eigenschaften. Zu unterscheiden sind hier die Dünnschicht– und Dickschicht-Lasur.

Die Dünnschicht-Lasur

Dünnschicht-Lasuren werden vom Holz aufgesogen. Sie dringen tief in die Holz-Struktur ein und schützen es somit – wie Öle – auch von innen. Die Lasur bildet so zwar keine durchgehende Versiegelung der Oberfläche. Sie schützt trotzdem wirksam vor Wasser und Schmutz. Dabei wird die natürliche Atmungsfunktion des Holzes gewahrt.

Anders verhält es sich bei Dickschicht-Lasuren.

Die Dickschicht-Lasur

Im Vergleich zur Dünnschicht-Lasur haben Dickschicht-Lasuren einen deutlich höheren Feststoff-Anteil. Daher bildet sich – wie bei Lacken – ein relativ dicker Schutzfilm auf der Holz-Oberfläche. Dieser schützt Ihren Holzboden effektiv vor Wasser und Schmutz. Allerdings verschließt die Lasur die Holzporen.

Gerade mit Blick auf die Dickschicht-Lasur zeigt sich: Der Übergang zwischen Lacken und Lasuren ist fließend. Beide Methoden der Oberflächen-Versiegelung ähneln sich nicht nur in ihren Eigenschaften. Auch die chemische Zusammensetzung  überschneidet sich weitgehend.

Für Ihren Holzboden gilt daher: Lack und Lasur bieten gleichermaßen einen wirksamen Bodenschutz. Die bestehenden Unterschiede betreffen eher die Ästhetik. Lasuren versprechen ein besonders natürliches Flair. Vor allem Dünnschicht-Lasuren setzen Ihr Parkett mit seiner individuellen Maserung wunderschön in Szene.

6. Die optimale Parkettpflege – Öl oder Lack

Egal ob Sie sich für die Imprägnierung mit Öl oder Wachs oder für die Versiegelung mit Lack entscheiden: Jede Oberflächenbehandlung hat ihre Vorzüge. Unser Direktvergleich zeigt Ihnen, welche Alternative zu Ihnen passt und was es zu beachten gilt.

Öl oder Lack – welche Alternative bietet den besten Schutz für Ihren Holzboden?

Um diese Frage zu beantworten, muss man folgendes beachten:

  • Ein lackiertes Parkett ist versiegelt. Der Lack legt sich wie eine Schutzschicht auf die Oberfläche.
  • Ein geölter Holzboden ist lediglich imprägniert. Das Öl zieht in das Holz und schützt es von innen. Die Oberfläche bleibt anfällig für äußere Einflüsse.

Für Sie bedeutet das, dass ein lackierter Holzboden besser gegen Feuchtigkeit, Schmutz und Kratzer geschützt ist. Imprägnierten Böden fehlt die Schutzschicht. Durch die offenen Poren gelangt Wasser und Schmutz leicht in das Holz. Unschöne Flecken und Wasserschäden sind die Folge.

Doch auch geölte Holzböden haben ihre Vorzüge:

Sie haben einen Kratzer in Ihrem Holzboden entdeckt?

  • Bei lackierten Böden wird es nun richtig aufwendig. Eine einfache Ausbesserung der Stelle ist nicht möglich. Bei größeren Schäden bleibt oft nur die Möglichkeit, den Boden komplett zu schleifen und neu zu versiegeln. Gerade in großen Räumen arrangiert man sich so lieber mit der ein oder anderen Macke im Boden.
  • Anders bei geölten Böden. Ein Kratzer – kein Problem. Oftmals reicht schon ein feines Schleifpapier und ein wenig Öl, um den Kratzer verschwinden zu lassen. Kinderleicht und schnell.

Optik und Haptik – wer hat die Nase vorn?

Ein geöltes Parkett besticht durch seinen natürlichen Charme. Die warme Holzoptik kommt hier besonders schön zur Geltung und lässt Ihren Raum lebendig wirken. Auch im direkten Kontakt mit der Haut verströmt ein geöltes Parkett eine wohlige Wärme. Durch die offenen Poren wirkt sich das Holz außerdem positiv auf das Raumklima aus. Ein positives und gesundes Wohlfühl-Ambiente ist Ihnen sicher.

In diesem tollen Gesamtbild steckt allerdings viel Arbeit. Ohne regelmäßige Bodenpflege ist die hübsche Oberfläche nicht von langer Dauer.

Der große Nachteil lackierter Holzböden: Die natürliche Optik des Holzes geht verloren. Die raue, warme Oberfläche fühlt sich nach der Lackierung eher kühl und kunststoffartig an. Allerdings eröffnet Ihnen das ganz neue Gestaltungsspielräume. Verwandeln sie die Schwäche ganz einfach in eine Stärke:

  • Sie wollen Ihre Wohnung auf Hochglanz bringen? Die Entscheidung liegt bei Ihnen. Klare Lacke werden mit einer matten, halbmatten oder glänzenden Optik angeboten.
  • Mit farbigen Lacken setzen Sie mit Ihrem Boden individuelle Farb-Akzente. Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf – alles ist erlaubt.

Dank der Schutzschicht bleibt Ihr lackierter Holzboden auch ohne viel Aufwand strahlend schön.

Die Parkettpflege

Im täglichen Leben unterscheidet sich die Pflege von lackierten oder geölten Holzböden nicht. Die Pflege besteht im Wesentlichen aus regelmäßigem Kehren oder Saugen.

Auf lange Sicht zeigen sich allerdings deutliche Unterschiede.

  • Geölte Holzböden benötigen 2- bis 3-mal im Jahr eine Grundreinigung. Nach der Reinigung muss der Boden nachgeölt Je nach verwendetem Öl kann die Trockenzeit bis zu 6 Stunden betragen. Der Raum darf in dieser Zeit nicht betreten werden.
  • Lackierte Böden sind deutlich pflegeleichter. Ist die Schutzschicht nicht beschädigt, ist der Lack nahezu unbegrenzt haltbar. Eine Erneuerung wird oft erst nach über 10 Jahren Bis dahin genügt die alltägliche Bodenpflege.

Die Umwelt

Lösemittel schaden Ihrer Gesundheit und der Umwelt. Dipp zum Bau weiß, wie sie Ihren Holzboden lösemittelfrei pflegen.

Lösemittel gefährden Ihre Gesundheit und die Umwelt.

Das Parkett eher lacken oder ölen – für einige ist das auch eine Frage der Umwelt. Allerdings fällt die Antwort hier nicht eindeutig aus. Denn welche Option umweltfreundlicher ist, hängt immer von der spezifischen chemischen Zusammensetzung ab. Und die variiert selbst innerhalb der Lager erheblich.

  • Umweltfreundliche Öle erkennen Sie an der Bezeichnung „GISCODE Ö10“. Diese gibt an, dass das Produkt aus Naturrohstoffen besteht und keine Lösemittel enthält. Je höher der GISCODE-Wert liegt, desto mehr Lösemittel enthält Ihr Produkt.
  • Durch die rasante technologische Entwicklung sind moderne Parkettlacke heute deutlich umweltschonender. Wasserbasiere Parkettlacke enthalten maximal 15 % Lösemittel.

Lösemittel belasten nicht nur die Umwelt, sie wirken sich auch negativ auf Ihre Gesundheit aus. Achten Sie deshalb darauf, dass der Anteil an Lösemitteln möglichst gering ist. Damit schützen Sie sich und die Umwelt wirksam und nachhaltig.

In der Tabelle sind die jeweiligen Eigenschaften von geölten und lackierten Holzböden für Sie zusammengefasst.

 Parkett ölenParkett lackieren
Parkettpflege·  Aufwendiger in der Pflege. Nachölen 2-3-mal im Jahr notwendig.

·  Lange Trocknungszeit.

·     Wenig Pflegeaufwand. Lackierung kann bis zu 15 Jahre halten.
Kratzer ·  Kratzer entstehen schnell.

·  Ausbessern unkompliziert.

·     Schutzschicht verhindert Kratzer.

·     Punktuelles Ausbessern nicht möglich.

Optik·  Natürliche Optik.

·  Glanz nicht steuerbar.

·    Glänzende, nicht natürliche Optik.

·    Vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten.

Haptik und Raumklima·  Natürliche Haptik.

·  Gutes Raumklima.

·     Kunststoff-ähnliche Haptik.

·     Kein positiver Effekt auf Raumklima.

Umweltfreundlich· Kommt auf Zusammensetzung an.·     Kommt auf Zusammensetzung an.

7. Was kostet die Parkettpflege

Die Oberflächenversiegelung kostet: Wie viel sie für die Pflege vom Holzboden zahlen verrät Tipp zum Bau.

Den Holdboden auf Vordermann bringen kostet. Wie viel Geld sie einplanen müssen

Mit welchen Kosten Sie bei der Parkettpflege rechnen müssen, hängt in erster Linie davon ab, ob es sich um die Grundversiegelung des Holzbodens oder um eine Nachbehandlung handelt.

Kosten für die Nachbehandlung von Holzböden

Die Nachbehandlung ist Teil der alltäglichen Bodenpflege. In der Regel wird die Nachbehandlung der Bodenbeläge von den Besitzern selbst vorgenommen. Daher ist nur der Materialpreis zu kalkulieren.

  • Bei einer Fläche von 25m2 liegen die Kosten für Parkettöle zwischen 15 € und 25 €.
  • Der Preis von Parkettlacken liegt bei gleicher Fläche zwischen 50 € und 75 €.

Damit liegen die Materialkosten für Parkettöle deutlich unter den entsprechenden Aufwendungen für Parkettlack. Beachten Sie dabei aber: Geölte Holzböden müssen 2- bis 3-mal im Jahr nachgeölt werden. Eine neue Lackierung wird möglicherweise erst nach über 10 Jahren fällig.

Was kostet die Grundversiegelung?

Bei einer Grundversiegelung muss der Boden in der Regel zunächst abgeschliffen werden. Das gilt übrigens auch für:

  • Parkettböden mit starken Gebrauchsspuren oder Verfärbungen.
  • Die Sanierung lackierter oder gewachster Böden.

Der neue Schliff bedeutet für Sie nicht nur mehr Arbeitsaufwand. Auch finanziell kommt da einiges auf Sie zu. Fachbetriebe verlangen für das Abschleifen pro Quadratmeter zwischen 15 € und 20 €. Wird der Holzboden anschließend lackiert, liegt der Preis sogar noch höher. Denn die erste Lackschicht wird nach dem Aushärten erneut geschliffen.

Tipp zum Bau - mit diesen Kosten müssen Sie rechnen, wenn Sie Ihren Holzboden schleifen

Perfekter Schliff: Aber Vorsicht – wer zu viel schleift riskiert Schäden.

Generell ist es möglich, Parkettböden selbst zu schleifen. Viele Baumärkte verleihen Schleifmaschinen für etwa 80 € bis 100 € pro Tag. Allerdings tragen Sie dann das Risiko: Der falsche Schliff kann sehr schnell teuer werden. Wer im Eifer des Gefechts zu viel Material abträgt läuft Gefahr, den Boden irreparabel zu beschädigen. Berücksichtigen Sie deshalb folgende Tipps:

  • Ungeübte arbeiten häufig mit zu viel Druck. Dadurch wird die Nutzschicht zu stark beansprucht. Nehmen Sie sich lieber etwas mehr Zeit. Das erspart Ihnen weitere Kosten und schont die Nerven.
  • Ein häufiger Irrglaube ist, dass stark beschädigte Bodenabschnitte einfach öfter geschliffen werden müssen. Durch den unregelmäßigen Abtrag entsteht an dieser Stelle eine unschöne Vertiefung. Vermeiden Sie daher einen unregelmäßigen
  • Schleifen Sie nicht auf höchster Leistungs-Stufe. Läuft die Maschine heiß, kann dies zu fiesen Brandspuren auf dem Holz führen. Solche Beschädigungen lassen sich dann wiederum nicht punktuell ausschleifen. Schalten Sie also lieber einen Gang zurück.

Wenn Sie sich unsicher sind, lassen Sie das Abschleifen lieber von einem Fachmann übernehmen. Die Fachbetriebe garantieren Ihnen den perfekten Schliff.

In der Tabelle finden Sie die Kosten im Überblick:

 Geölter Holzboden – Preis pro m2Lackierter Holzboden – Preis pro m2
Abschleifen0,60 € – 1,00 €2 € – 3 €
Versiegeln15 € – 20 €16 € – 24 €
Material5 € – 10 €6 € – 16 €

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