Grundierung Boden

Grundierung Boden

Damit Sie mit Ihrem neu verlegten Boden dauerhaften Halt unter den Füßen bekommen, ist zuerst eine professionelle Vorarbeit notwendig. Durch die Grundierung wird die Basis  für einen makellosen und widerstandsfähigen Boden geschaffen. Im Folgenden erfahren Sie, was bei einer Grundierung zu beachten ist.

1. Die Grundierung erfüllt viele Funktionen für Ihren Boden

Alles Wichtige zur Grundierung Ihres Bodens erfahren Sie auf Tipp zum Bau.

Die Grundierung ist die Basis für Ihren Boden.

Eine Grundierung hat in erster Linie zwei Aufgaben für das damit behandelte Material. Einerseits ist sie ein Schutzfilm. Andererseits ist sie auch die Grundlage für die weitere Beschichtung des Materials.

Ein ebener und sauberer Untergrund ist die Basis für einen makellosen und widerstandsfähigen Fußboden. Folgende Funktionen werden durch die Grundierung deshalb erfüllt:



  • Verringerung der Saugfähigkeit.
  • Verfestigung des Untergrundes und zugleich Staubbindung.
  • Haftung zwischen Untergrund und Belag.
  • Absperren der Inhaltsstoffe.

Verringerung der Saugfähigkeit

Verschiedene Materialien der Grundierung verfügen über unterschiedliche Saugfähigkeiten. Beim Anstrich von Farbe oder Putz können durch Wasserverlust Schwierigkeiten mit der Grundierung entstehen. Die Verringerung der Saugfähigkeit ist daher die Hauptaufgabe einer Grundierung. Und dies nicht nur am Boden. Zu den kombinierbaren Anstrichen gehören neben Putz und Farbe auch Mörtel, Nivellierspachtel und Fliesenkleber.

Um ihre Funktion für den Boden zu erfüllen, benötigen Anstriche eine bestimmte Wassermenge und Abbindezeit. Damit kann die Grundierung zwischen den Materialien optimal aushärten. Dabei entsteht die sogenannte Hydratation. Dieser Prozess verhindert, dass Putze und Fliesen Ihre Struktur als Grundierung verlieren und abblättern.

Je nachdem auf welchem Werkstoff die Grundierung basiert, variiert die Saugfähigkeit. Der Ausgleich der Saugstärken ist für gleichmäßige Ergebnisse bei der Grundierung sehr wichtig. Vor allem bei schwach saugenden Untergründen ist auf die Haftung zu achten.

Den Boden mit Grundiermitteln zu bearbeiten, bringt viele Vorteile mit sich:

  • Gleichmäßiges Farbergebnis ohne Fehlstellen.
  • Unebenheiten des Untergrundes werden ausgeglichen.
  • Starke und gleichmäßige Haftung des Untergrundes.

Verfestigung des Untergrundes und Staubbindung

Das Grundiermittel bindet folgende Partikel:

  • Staub.
  • Lehm.
  • Kalk.
  • Sandkörner.
  • Kreide.
  • Farbpigmente.

Dadurch wird eine fachgerechte Haftung erzielt. Die Grundierung verfestigt den porösen Boden. Sie dringt in die Poren ein und bildet dadurch die Grundlage für einen sicheren Verbund.

Je tiefer die Grundierung eindringt, desto intensiver ist der stabilisierende Effekt. Auch ein hoher Anteil an Kunstharz trägt dazu bei.

Die Haftung der Grundierung Boden

Die Verbundhaftung zwischen Untergrund und Anstrich erreichen Sie mittels Haftgrundierung. Vor allem ein nicht saugender und glatter Boden benötigt eine Haftgrundierung vor dem Verputzen. In diesem Fall findet eine Verkalkung mit dem Untergrund statt, was zu einer sicheren Verbindung der Grundierung führt.

Viele kleine Unebenheiten in der Grundierung haben eine größere Oberfläche als wenige Große. Je mehr Oberfläche der Putz oder der Nivellierspachtel findet, desto besser haftet er am Boden. Die Oberfläche des Untergrundes wird deswegen durch den filmbildenden Haftgrund mit hohem Kunststoffanteil klein aufgeraut. Dadurch wird eine starke Haftung der Grundierung erzielt.

Absperren bestimmter Inhaltsstoffe mit Hilfe der Grundierung Boden

Die Grundierung hat eine Sperrwirkung. Ihre Aufgabe ist Inhaltsstoffe wie Gilb, Nikotin und Ruß sowie Feuchtigkeit abzusperren. Diese wirken sich negativ auf die Oberfläche der Grundierung aus. Die Grundierung ist sozusagen eine Schutzschicht für den aufgetragenen Boden.

Zudem wird die Feuchtigkeit durch Dampfdiffusion reguliert. Damit unterbindet man die Kapillarität, sodass die Feuchtigkeit in der Grundierung nicht wandert oder aufgesaugt wird. 

Bei Durchdringung von Wasser, Teer und Säuren entstehen beispielsweise Versottungsflecken. Dies gilt besonders für die Grundierung der Wand und von Holz.

Die Grundierung wirkt also auch imprägnierend, da sie das Eindringen von Wasser aus den Verlegebaustoffen (Kleber, Putze, Nivellierspachtel) nicht zulässt. Vor allem bei großflächigen Arbeiten, wo beträchtliche Wassermengen zusammenkommen, ist dies von großer Bedeutung. Dies gilt bei Grundierung des Bodens. 

Folgende Inhaltsstoffe können sich außerdem auf die Beschichtung der Grundierung auswirken:

  • Stockflecken.
  • Fett- und Ölstellen.
  • Nikotin und Ruß.
  • Holzinhaltsstoffe.
  • Gilbstoffe.
  • Versottungsflecken.

2. Grundierung Boden: Arten

Im Folgenden stellen wir Ihnen die Hauptarten von Grundiermittel vor. Diese finden nicht nur am Boden Anwendung:

  • Tiefgrund.
  • Sperrgrund.
  • Putzgrund.
  • Haftgrund.
  • Tiefengrund

Es gibt zwei Hauptgruppen von Tiefengrund:

  • Basierend auf Alkyd- oder Acrylharz.
  • Mit Lösungsmittelzusatz.

Tiefengrund eignet sich als farblose Grundierung für fast alle mineralischen Untergründe im Innenbereich. Dazu zählen Putz, Gips und Beton. Tiefengrund findet häufig im Trockenbau Anwendung. Die Bezeichnung „Tiefgrund“ findet sich ebenfalls. Sie ist mit „Tiefengrund“ gleichbedeutend. Es handelt sich um Grundiermittel auf Alkyd- oder Acrylharz-Basis. Tiefengrund verringert die Saugfähigkeit und gleicht bestehende Unterschiede aus. Zugleich verhindert er die Staubbildung.

Ein besonderer Vorteil dessen besteht darin, dass die Streicharbeiten dadurch sehr gut über mehrere Tage verteilt werden können. Farbiger Tiefengrund ist im übrigen auch für Wände bestens geeignet.

Verlegen Sie ihn für Fliesen am Boden auf Trockenbauplatten, Gipsputzen oder Porenbeton. Durch die Spachtelmasse wird der Tiefengrund richtig abgebunden und ausgehärtet. Damit erreichen Sie eine zuverlässige Haftung.

Tiefengrund bei Grundierung Boden – Wann brauchen Sie ihn?

Im Handel finden Sie eine unüberschaubar große Auswahl von Tiefengrund. Wenn Sie nicht wissen, ob Sie ihn auftragen, gibt es drei einfache Tests. Folgendermaßen prüfen Sie die Beschaffenheit der zu bearbeitenden Fläche:

Wischtest

Wischen Sie einfach mit der Hand über die Wand. Damit prüfen Sie, ob die Wand staubig oder kreidig ist. Der Tiefengrund bindet diesen Staub und festigt den Untergrund.

Saugfähigkeitstest

Ist der Untergrund überhaupt in der Lage Anstriche aufzusaugen? Das prüfen Sie, indem Sie mit einem nassen Schwamm über den Boden fahren. Wenn die Flüssigkeit die Oberfläche dunkel färbt, empfiehlt es sich, diese zuerst mit Tiefengrund zu bearbeiten. Der Tiefengrund verhindert, dass die Farbe ungleichmäßig einzieht.

Malerkrepptest

Um die Haftung des alten Putzes zu überprüfen, kleben Sie ein Stück Malerkrepp fest auf die Wand. Danach reißen Sie es ruckartig ab. Wenn sich Putz- bzw. Farbreste an der Klebeseite befinden, ist dies ein Zeichen, dass die Wand noch nicht ausreichend präpariert ist. Entfernen Sie alte Anstriche und behandeln Sie die Wand mit Tiefengrund.

Welche Unterschiede gibt es beim Tiefengrund in Bezug auf Grundierung Boden?

Eine Vielzahl an Varianten erwarten Sie im Fachsortiment. Folgende Unterscheidung hilft Ihnen, sich zu orientieren:

  • Lösungsmittelfreier Tiefengrund (farblos oder eingefärbt).
  • Lösungsmittelhaltiger Tiefgrund.
  • Pigmentierter Tiefengrund.

Bei sehr alten Putzen oder schlecht verarbeitetem Beton ist lösungsmittelhaltiger Tiefgrund zu empfehlen. Dieser dringt tiefer in den Untergrund ein. Damit trägt er stärker zur Festigung bei. Achten Sie jedoch auf Geruchs- sowie Gesundheitsbelastungen, die durch das Ausgasen von Lösungsmittelresten entstehen. Bei der Variante ohne Lösungsmittel hingegen ist man derartigen Belastungen nicht ausgesetzt. Der Tiefengrund dringt allerdings auch weniger in den Boden ein. 

Pigmentierter Tiefgrund als Grundierung am Boden

Ein gefärbter Tiefengrund gleicht Farbunterschiede aus. Späteres Vorstreichen ist in der Regel nicht mehr notwendig. Das Verarbeiten mit pigmentierter Grundierung wird besonders in dunklen Räumen vereinfacht, da die zuvor behandelten Stellen sichtbarer sind. Am Boden ist dieser Tiefengrund nicht notwendig.

Tiefengrund auftragen

Bei der Verwendung der lösungsmittelfreien Option muss für eine gute Durchlüftung im Arbeitsbereich gesorgt werden. Der Grund dafür liegt vor allem in Atemweg reizenden Gerüchen. Tiefengrund ist von seiner Konsistenz eher dünnflüssig, dennoch muss er vor der Verarbeitung kräftig angerührt werden. Einige Produkte müssen daher vor Gebrauch verdünnt werden.

Der Quast gilt bei den Profis als Standardwerkzeug für das Streichen mit Tiefengrund. Für die Borsten empfiehlt sich möglichst synthetischem Material zu verwenden. Es ist nicht zu hart und quillt nicht auf. Damit werden auch schwer zugängliche Ecken oder Flächen gut erreicht. Das Streichen mit der Rolle gestaltet sich schwieriger, da sie recht spritzt. Am Boden mag sie dennoch geeignet sein. Schnell und rückenschonend ist damit der Boden behandelt.

Vor- und Nachteile von Tiefengrund als Boden Grundierung

Wie bereits erwähnt, gibt es zwei Hauptgruppen von Tiefengrund. Der eine auf Basis von Alkyd- oder Acrylharz und der andere mit Lösungsmittel. Nachfolgend sehen Sie die Vor- und Nachteile dieser Hauptgruppen von Grundierungen:

Lösungsmittelfreier Tiefgrund auf Basis von Acrylharz:

VORTEILE• Günstig.

• Umweltfreundlich.

• Für viele Untergründe geeignet.

Nachteile• Die Haftung ist eingeschränkt.

• Schwer zu entfernen.

Lösungsmittelhaltiger Tiefengrund:

VORTEILE• Hilft bei stark porösen Untergründen.

• In großen Räume mit regelmäßiger Lüftung.

Nachteile• Umwelt- und gesundheitsschädlich.

• Höherer Preis.

• Lange Einwirkzeit.

Sperrgrund

Diese Grundierung verhindert das Durchschlagen von Flecken und Verfärbungen auf die Beschichtung. Die Schicht dieser Grundierung ist dampfdiffusionsoffen und hat keine wirkliche Absperrwirkung. Aufgrund der hohen Wasseraufnahmefähigkeit dieses feinkörnigen Endputzes färben durchschlagende Pigmente bei dieser Grundierung schnell ab.

Putzgrund

Die körnige Putzgrundierung funktioniert ähnlich wie Sperrgrund. Mit Korngrößen von 0,5 bis 3 mm eignen sie sich gut für Dekorputze, da die Korngrößen der Anstriche aufeinander abgestimmt sind. Dadurch erhöht sich die Verzahnung beziehungsweise Verkrallung. Dickere Grundputze (10 bis 20 mm Korngröße) brauchen andere Grundierungen.

Haftgrund an Grundierung Boden

Für weniger saugfähige und glatte Untergründe ist eine Haftgrundierung notwendig. Sie besitzt, ähnlich wie Putzgrund, zusätzliche Kunststoffpartikel. Dadurch wird ein Verbund überhaupt ermöglicht. Mit einer Schutzschicht wird außerdem das Aufquellen vermieden.

MDF-Grundierung

Bei der MDF-Grundierung handelt es sich um die Grundierung mitteldichter Holzfaserplatten. MDF-Platten sind besonders glatt und saugfähig an ihren Kanten. Mit der Grundierung werden diese Eigenschaften ausgeglichen. Damit ist dann die Weiterverarbeitung möglich.  

Vorstreichfarbe

Für Holz erfüllt sie den Zweck die Poren zu schließen und aufzurauen. Damit ist die Haftung deutlich besser und gleichmäßiger. Diese Grundierung verwendet man Grundierung auch für Metalloberflächen. Da diese sehr unterschiedlich sind, benötigen Sie eine entsprechende Rostschutzgrundierung. Sie haben folgenden Vorstrichen und Grundierungen zur Auswahl:

Dispersionsvorstrich

Basis dieser Grundierung ist eine wässrige Grunddispersion. Diese wird durch verschiedene Additive (= Hilfsstoffe, Zusatzstoffe) ergänzt. Daraus ergeben sich die gewünschten Eigenschaften des Dispersionsvorstrichs.

Die Zusatzstoffe sorgen zum Beispiel für die Stärke der Haftwirkung auf den unterschiedlichen Untergründen. Außerdem haben sie positive Auswirkung auf die Oberflächenspannung des Dispersionsvorstrichs, indem sie beschleunigend wirken.

Polyurethanvorstrich

Dieser ist auch als 1-K-PU Vorstrich bekannt. Die Grundlage für dieses Produkt bilden die Polyurethane. Nur durch diese Kunststoffe oder Harze ist der Vorstrich in der Lage auszuhärten.

1-K-PU Grundierung neigt zu einer glatten Oberfläche, sodass die aufgetragenen Spachtelmassen nicht ausreichend haften. Dadurch wird der grundierte Boden vor Spachtelarbeiten mit Quarzsand zusätzlich abgesandet.

2-Komponenten-Epoxidharzgrundierung

Dieser Vorstrich besteht teilweise aus Harz und teilweise aus einem Härter. Die beiden Bestandteile werden vor dem Auftragen zusammengegeben, wobei das richtige Mischverhältnis genau einzuhalten ist. Fehlerhafte Mischungen führen sonst zu unbrauchbaren Grundierungsschichten, die nicht richtig aushärten.

Epoxidharzgrundierungen erzeugen ebenfalls glatte Oberflächen, an denen Spachtelmassen nur ungenügend haften. Deswegen müssen die grundierten Flächen auch reichlich mit Quarzsand abgesandt werden. Alternativ kommt ein Dispersionsvorstrich als Zwischengrundierung zum Einsatz.

3. Voraussetzungen für die Grundierung Boden – So entsteht eine perfekte Basis

Ein Arbeiter trägt Estrich auf. Was es zu beachten gibt erfahren Sie auf Tipp zum Bau.

Der Boden wird für die Grudnierung vorbereitet.

Boden vorbereiten

Die Bodenbeläge sind großen Belastungen ausgesetzt. Aus diesem Grund ist eine ordnungsgemäße Verlegung erforderlich, um Beschädigungen zu vermeiden. Der Untergrund wird ausgeglichen. Nur so bleibt der aufgelegte Boden unbeschädigt und eben. Am Boden vorhandene Schäden werden mit Spachtelmasse ausgebessert.

Bodenbeläge werden mit einer Trittschalldämmung und integrierter Dampfsperrfolie verlegt. Sie verhindert Beschädigungen beim Bodenbelag durch aufsteigende Restfeuchte. Die Trittschalldämmung gleicht weitere kleine Unebenheiten aus und dämmt laute Laufgeräusche.

Werkzeuge und Materialien

Folgende Werkzeuge und Hilfsmittel und benötigen Sie zum Ausgleichen des Bodens:

  • Grundierung.
  • Ausgleichsmasse.
  • Rühraufsatz für die Bohrmaschine.
  • Randdämmstreifen.
  • Glättkelle.
  • Roller bzw. Quast.
  • Eimer.
  • Besen.

Der Untergrund und die Schichtdicke der Grundierung beeinflussen die Wahl der Ausgleichsmasse. Ein Fließspachtel eignet sich für geringe Unebenheiten. Für eine gleichmäßige Verteilung der Grundierung am Boden und um Bruchsicherheit zu erreichen wird eine bestimmte Dicke benötigt.

Boden – Grundierung

Bevor die Grundierung zum Einsatz kommt, muss der Boden frei von Fett und Staub sein. Die Reinigung des Untergrundes und die Befreiung von möglichen Belag- und Kleberesten steht an erster Stelle. Erst danach kann die Grundierung oder der Tiefengrund mit Quast, Rolle oder Pinsel am Boden aufgetragen werden.

Trockenzeit

Die Grundierung benötigt etwa drei bis vier Stunden Trockenzeit. Erst nach mindestens 24 Stunden erfolgen weitere Arbeitsschritte. Planen Sie deshalb genügend Zeit ein.

Untergrund

Je nachdem ob es sich um saugenden oder nichtsaugenden Untergrund handelt, wird vor dem Ausgleichen eine Grundierung aufgetragen. Dadurch wird die Haftung der Ausgleichsmasse auf dem Untergrund verbessert und die Saugfähigkeit reguliert.

Test

Um herauszufinden, ob es sich um saugenden oder nicht-saugenden Boden handelt, streichen Sie mit einem nassen Pinsel über die entsprechende Oberfläche. Wenn diese das Wasser einzieht und sich dunkel färbt, handelt es sich um einen saugenden Boden.

Folgende Arbeitsschritte werden bei der Grundierung durchgeführt:

  • Ausgleichsmasse auftragen.
  • Anrühren der Ausgleichsmasse.
  • Masse auf dem Boden ausgießen.
  • Ausgleichsmasse am Boden verteilen.

Die Wärme des Bodens führt dazu, dass er sich ausdehnt. Es drohen Risse im Estrich. Aus diesem Grund ist der Einsatz einer Dehnfuge ratsam.

Vorgehen

Wenn die Grundierung getrocknet ist, rühren Sie die Ausgleichsmasse laut Herstellerangaben an. Anschließend gießen Sie diese langsam auf den Boden. Beobachten Sie den Verlauf der Masse. So erkennen Sie direkt in welche Richtung die Ausgleichsmasse der Grundierung fließt. Senken im Untergrund werden damit sichtbar.

Verteilen Sie die Ausgleichsmasse mit einer Glättkelle, sodass eine ebenmäßige Schicht entsteht. Nach etwa drei Stunden ist der Boden ausgeglichen und trocken. Einige größere Unebenheiten des Bodens lassen sich wegen der Risse nicht mehr mit einer Ausgleichsmasse einebnen. In diesem Fall wird der Untergrund mit Estrich ausgeglichen.

Um Spannungsrisse zu vermeiden, wird bei der Ausgleichsmasse ein Randdämmstreifen an der Wand befestigt. Wenn sich bereits ein Estrichboden im Raum befindet, sollte dieser etwas befeuchtet werden. Der Estrich darf dabei nicht nass sein, da sonst die Feuchtigkeit bis zur Dämmung eindringt. Für eine bessere Haftung der Grundierung werden zumeist Haftschlämme aufgetragen. Im nächsten Schritt glätten Sie den Estrich mit einem Stahlglätter.

Spachtelmasse

Es gibt für die Grundierung universell einsetzbare und gebrauchsfertige Spachtelmasse. Aber auch Pulver-Spachtelmasse zum Anrühren ist erhältlich. Man kann sie in jeder Schichtstärke auftragen. Sie härtet nach der Verarbeitungszeit zu einer steinähnlichen Konsistenz.

Einsatz der Spachtelmasse:

  • Glätten von Holz und Metall.
  • Ausbessern von kleinen Rissen und Löchern in Putzen.
  • Reparieren ausgebrochener Holzteile.
  • Restaurieren von Fachwerk.
  • Füllen und Ausbessern von Fugen.
  • Großflächiges Glätten von Putz- und Betonflächen.

Gebrauchsfertige Spachtelmasse härtet und verfestigt sich durch spezielle Bindemittel. Diese sind z.B. Kunststoffdispersion, Kunstharz oder Folge einer Reaktion zweier Komponenten. Sie erhärten durch Austrocknen.  Außerdem werden Sie nach der Feinheit der Füllmittel unterteilt. Fein gefüllte Spachtelmassen ergeben dünne glatte Oberflächen. Sie werden als Dünnschichtspachtelmassen für große Flächen als Grundierung und Tiefengrund eingesetzt.

Grob gefüllte Spachtelmassen können dickschichtig aufgetragen werden. Sie werden aufgrund ihrer rauen Oberfläche meistens für die Reparatur von tiefen Löchern und Rissen verwendet. Dekorspachtel sind bestens für dickschichtige Füllarbeiten mit Stuck oder Styropor geeignet. Aber auch für Ausbesserungen an Strukturtapeten sind diese einsetzbar. Wenn im Anschlussfugenbereich (Fenster, Türen) Ausbesserung nötig werden, sind elastische Füllungen mit geringer Dehnung dafür gut geeignet.

Fassadenschäden – spezielle Spachtelmassen für die Grundierung Boden

Für den Außenbereich finden spezielle Spachtelmassen Anwendung. Sie füllen Schäden an Mauern und Fassaden sowie auf Flächen wie Stein, Beton und Estrich. Im Innenbereich kann man sie für feuchte Kellerwände anwenden. Die Grundierung mit Alles-Spachteln ermöglicht dick- und dünnschichtige Ausbesserungen im Innen- sowie im Außenbereich.

Holz-Reparatur-Spachtelmasse ist speziell für grobe Ausbesserungen an Holz, Fachwerk und Dachbalken geeignet. Diese Grundierung passt sich der Holzbewegung an und ist überstreichbar. Ein Holz-Fein-Spachtel ist für die dünnschichtige Ausbesserung und Glättung vorgesehen. Mit Holz-Füller reparieren Sie defekte Holzstellen. Ausgebrochene Scharniere oder Schlösser können dann wieder am Holz befestigt werden. Schrammen und Kratzer werden mit einem Holz-Kitt auf Holz- und Furnieroberflächen mit passenden Holztönen farbtongerecht überarbeitet.

2-Komponentenspachtel

Der 2-Komponentenskachtel (2K-Spachtel) ist ein vielseitiger Feinspachtel, der sich sowohl für Karrosseriearbeiten als auch für Holzarbeiten sehr gut eignet. Hierfür wird nach Bedarf die Spachtelmasse mit einem Härter als Grundierung vermengt und danach sofort aufgetragen. 2K-Spachtel ist als universeller Spachtel und für viele Anwendungen geeignet. Er härtet sehr schnell, ist schleif- und lackierbar.

4. Anwendung von Grundierungen am Boden

Wir von Tipp-zum-Bau zeigen Ihnen, was ein Bodenleger alles kann. So investieren Sie Ihr Geld richtig.

Grundierungen sind für vielfältige Böden eine Voraussetzung.

Das Ziel der Grundierarbeit ist das Schaffen einer trockenen, sauberen und zugleich rissfreien Oberfläche. Wie bereits erläutert, muss der Boden dafür so gut wie möglich vom Staub befreit sein.

Für die sachgerechte Beurteilung und Vorbereitung des Untergrundes gilt es Sicht-, Wisch-, Klopf- sowie Abreißprüfung durchzuführen. So erkennen Sie Verfärbungen, lose Schichten sowie Verschmutzungen. Mit Spachtel, Bürste und Wasser beseitigen Sie all diese Mängel.


Nachdem der Untergrund vorbereitet wurde, wird die Grundierung oder Tiefengrund mit einem Quast aufgetragen. Verwendung findet hier ein Farbroller und sogar ein Drucksprüher für den Außenbereich! Viele Hersteller bieten Grundierung in Sprühdosen an, die sich für kleine Reparaturmaßnahmen eignen.

Um Oberflächen zu bearbeiten, sind mitunter Maßnahmen wie Schleifen, Schweißen oder Abbrennen unumgänglich. Diese Arbeiten werden nur in gut belüfteten Bereichen und mit angemessener Atem- Schutzausrüstung ausgeführt. Denn Staub und Gase gefährden für die Gesundheit.

Für alle Streicharbeiten ist ein sauberes Abdecken und Abkleben des Raumes wichtig. Diese Maßnahme beschleunigt die gesamte Arbeit und vereinfacht diese enorm. Denn die durchgeführten Arbeiten bringen einige Verunreinigungen mit sich. Um hinterher ein mühevolles Entfernen der Reste zu vermeiden, lohnt sich diese Vorarbeit gewiss.

Wenn Sie darüber nachdenken Parkett für Ihren Boden zu verlegen, erfahren Sie alles Wissenswerte unter: Parkettboden.

5. Kosten der Boden – Grundierung

Die Kosten für die fachgerechte Grundierung des Bodens hängen von der benötigten Stärke ab. Auch regionale Unterschiede für Handwerker sind nicht selten. In der Preisspanne enthalten sind außerdem die behandelten Materialien. Es macht einen Unterschied, ob Beton-, Metall- oder Holzflächen behandelt werden.

Als Beispiel sei angeführt, dass 1 l Tiefengrund für etwa 10 m2 für 10 Euro erhältlich ist.

Wenn Sie die Arbeiten am Boden selbst durchführen, entfallen zwar Handwerkerkosten. Jedoch müssen Werkzeuge gegengerechnet werden, die Sie sich zulegen. Diese Summen sind zu vernachlässigen. Der größere Stolperstein ist wohl eher die entstehende Arbeitslast. Wie so oft, wird diese jedoch nicht finanziell aufgerechnet.

Tendenziell lässt sich sagen: Mit etwas handwerklichem Geschick lohnt es sich durchaus manche Arbeiten selbst auszuführen. Für die Vorbereitung des Bodens heißt das:

  • Abtragen des alten Bodens.
  • Entfernen alter Belagreste.
  • Auftragen einer neuen Grundierung.
  • Verlegen des neuen Bodens.

Sehen Sie es so: Jede Aufgabe macht Sie an Erfahrung reicher.

6. Fazit: Grundierung Boden

Wenn Sie bereit sind Ihren Boden zu grundieren, das richtige Material ausgesucht haben und alle übrigen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Grundierung erfüllt sind, steht dem Arbeitsprozess nichts im Wege. Beachten Sie die Beschaffenheit und das Material Ihres Bodens, um das richtige Produkt für die Grundierung auszuwählen und vergessen Sie nicht auf Ihre Sicherheit zu achten.

Ist die Fläche zu groß? Haben Sie keine Zeit? Oder ist Ihnen die Aufgabe unliebsam? Lassen Sie sich mit der Grundierung und nachfolgenden Bodenlegearbeiten helfen. Der Bodenleger freut sich über Ihren Auftrag.

7. Grundierung Boden entfernen

Im Allgemeinen ist Grundierung schwer zu entfernen. Es ist meist auch nicht nötig. Denn sie dient der Absperrung der Oberfläche und wird von dieser absorbiert. Und doch ist es manchmal ratsam.

Auch bei bester Sorgfalt kommt es beim Auftragen der Grundierung manchmal zu Spritzern oder Rinnen. Dann ist schnelles Handeln gefragt, da Grundierung schnell und langanhaltend trocknet. Sei es die Wand, Tür oder Möbel – auch durchsichtige Grundierung ist sichtbar oder auch fühlbar.

Was ist zu tun?

Wischen Sie deshalb gerade entstandene Flecken möglichst schnell mit einem Lappen ab. Der Lappen ist hinterher nicht mehr zu gebrauchen. Er wird entsorgt.

Um eingetrocknete oder auch schon alte Grundierung zu entfernen, braucht es etwas mehr Aufwand. Auf glatter Oberfläche hilft mitunter ein Schaber. Je nachdem, welches Produkt Sie verwendet haben, sind außerdem unterschiedliche Lösungsmittel im Fachhandel erhältlich.

Auch zur Verwendung von Essigreiniger wird manchmal geraten. Doch hier ist Vorsicht geboten. Die Reaktion der Substanzen miteinander hinterlässt unter Umständen Flecken oder schädigt die behandelte Oberfläche. Deshalb der dringende Rat: Lassen Sie Grundierung lieber vom Fachhandwerker entfernen! Das dient Ihrem Schutz und schont die Oberfläche. Der Malermeister oder Bodenleger berät Sie gern vor Ort.

  • Arbeiten Sie beim Auftragen der Grundierung ruhig und konzentriert.
  • Lesen Sie die Anwendungshinweise.
  • Legen Sie alle nötigen Werkzeuge und Hilfsmittel bereit.

8. Grundierung Boden entsorgen 

Grundierungen enthalten häufig Schadstoffe. Von ihnen geht somit ein Risiko für Mensch und Natur aus. Auf deren Einsatz ist meist leider nicht zu verzichten. Um die Gefährdung jedoch so gering wie möglich zu halten, geben wir Ihnen einige Tipps:

  • Lesen Sie bereits beim Kauf, welche Inhaltsstoffe in der Grundierung enthalten sind. Produkte auf natürlicher Basis sind eine schonendere Möglichkeit. 
  • Wählen Sie Grundierungen ohne Lösungsmittel. Das Symbol mit dem blauen Engel ist ein guter Anhaltspunkt. Es ist auf der Verpackung sichtbar.
  • Ist die Grundierung durchgehärtet, so lässt sich diese im Restmüll entsorgen.
  • Hinweise zur Entsorgung finden sich auf der Packung. Bitte befolgen Sie diese!

9. Wohngesundheit durch Grundierung Boden

Wir verbringen viel Zeit in unserem zu Hause. Ein schadstoffarmer Boden ist für die Wohngesundheit deshalb auch bedeutsam.


Herkömmliche Baustoffe basieren häufig auf chemischer Grundlage. Diese stehen vielfach in Verdacht gesundheitsschädlich zu sein. Es ist unrealistisch zu wünschen, dass Grundierungen die Gesundheit fördern. Aber unerwünschte Nebeneffekte sollen sie dann doch nicht haben. Wichtig sind dabei vor allem die folgenden Punkte:

• Schleimhautreizungen vermeiden.
• Luftreinheit bewahren.
• Allergien verhindern.

Es geht also bei der Wohngesundheit nicht allein um schadstoffarme Produkte, sondern um individuelle Faktoren. Damit nimmt die Produktpalette zu. Im gut sortierten Fachgeschäft werden Sie zu diesem Thema ausführlich beraten.
Dennoch sucht man nach speziellen Produkten oftmals noch vergeblich.
Hier schlägt leider das ökonomische Argument der Masse zu. Mit ein wenig Eigeninitiative bei der Recherche wird aber auch für Sie die optimale Grundierung zu finden sein.

10. Grundierung für Parkett und Holzböden

Parkett und Holz auf dem Boden erzeugen eine ganz besondere Atmosphäre in den Räumen. Es tritt sich angenehm darauf und ist in vielen Designs erhältlich. Deshalb entscheiden sich viele Menschen für Holz auf dem Boden. Zurecht!

Um Ihren Boden lange ansehnlich zu erhalten, empfiehlt sich eine Grundierung aufzutragen. Viele Gründe sprechen dafür:

  • Seitenverleimung vermeiden: Temperaturschwankungen gleicht das Holz aus, indem es sich ausdehnt oder zusammenzieht. Dies ist ein natürlicher Vorgang und betrifft auch die Feuchtigkeitsregulation. Sie werden dies in der Regel auch nicht bemerken, sofern Sie zuvor eine Grundierung aufgetragen haben. Denn damit verhindern Sie, dass Lacke und Farben zwischen die Holzelemente eindringen. Natürliche Holzbewegungen bleiben damit kein Problem für Ihren Boden.
  • Material für den Anstrich vorbereiten: Bevor Sie beispielsweise Parkettlack auftragen, unterstützt die Grundierung die Farbstabilität. Welches Farbergebnis Sie erhalten, hängt auch von der Wahl der Voranstriche ab.
  • Versiegelung: Damit vermeiden Sie, dass unerwünschte Substanzen aus dem Holz austreten und Flecken entstehen.

11. Grundierung Boden und Fliesen

Der Boden, auf dem wir stehen, gibt Halt und sorgt für ein schönes Ambiente. Fliesen sind eine beliebte Möglichkeit den Boden im Inneren des Hauses auszulegen. Im Badezimmer sind Fliesen der Standard. Doch auch für den Rest des Hauses sind sie eine Alternative zu Holz oder Teppich. Viele Designs, Größen und Strukturen bereichern die Vielfalt eines gefliesten Bodens. 

Vorarbeiten

Doch bevor Sie mit der Arbeit beginnen, wird der Untergrund vorbereitet. Vielleicht ist es von Nöten, zuvor der alte Belag abzutragen. Oder der Untergrund liegt nach dem Neubau noch frei. Ein wichtiger Arbeitsschritt ist daraufhin das Auftragen der Grundierung. Sie schützt und präpariert den Boden für ein optimales Ergebnis.

In Zusammenhang mit einem Fliesenboden sorgt die Grundierung für eine sichere Haftung. Sie ist für den darauf folgenden Fliesenkleber eine unverzichtbare Grundlage. Der Fliesenkleber braucht eine gleichmäßig saugende Grundlage, um seine Wirkung zu entfalten. Ansonsten besteht die Gefahr, dass dem Fliesenkleber die Flüssigkeit entzogen wird. Die Grundierung wirkt zuverlässig entgegen. 

12. Grundierung Boden und Beton

Boden, Wand und Decke sind in den meisten Fällen mit Beton verkleidet. Damit ist er ein Untergrund mit dem sich der Bauherr und Handwerker auseinander setzten wird. 

Beton hat viele Vorzüge und wird Innen wie Außen verwendet. Bedenken Sie seine saugende Eigenschaft, wenn Sie etwas darauf anbringen. Das gilt unter anderen für:

  • Fliesen an der Wand.
  • Farbe an der Decke.
  • Parkett auf dem Boden. 

Wieso?

Der Wasseranteil in Klebern, Lacken und Farben wird von Beton (oder auch Gips) aufgesogen. Die  Folge eines unbehandelten Untergrunds ist dann, dass die aufgetragenen Substanzen nicht wirken. Die Fliese bricht herunter. Die Farbe blättert ab. Der Holzboden ist instabil.

Was ist zu tun?

Eigentlich ganz einfach – Sie grundieren den Beton. Damit sperren Sie ihn ab. Bei sachgemäßer Grundierung, ist das weitere Vorgehen nun unbedenklich möglich.

13. Grundierung Boden aus Kunststoff

Kunststoffböden sind heutzutage ein beliebte Alternative zu teuren Fliesen oder pflegeintensivem Holz. Im Außenbereich finden sie etwa auf Terrassen Anwendung. Auch im Inneren des Hauses sind Kunststoffbeläge gängig. Strapazierfähig und vielfältiges Design sind Eigenschaften, die Kunden zu schätzen wissen.

Sei es:

  • In der Sporthalle. 
  • Für die Industrie.
  • In der Praxis.
  • Oder Privat.

Die Grundierung ist auch für den Boden aus Kunststoff eine wichtige Basis. Damit erreichen Sie sicheren Halt des Fußbodens. Sie binden Staub und Fette. Und schließlich regulieren Sie auch die Feuchtigkeit. 

Diese Vorteile beruhen auf den Eigenschaften der Grundierung. Beachten Sie jedoch den Unterschied zwischen saugenden (z.B. Estrich) und nicht saugenden (etwa Fliesen) Untergründen. Und wählen Sie das Grundiermittel entsprechend aus. Tragen Sie dieses dann flächendeckend auf. Schon wird der Kunststoffboden verlegt.

14. Ein Tipp mit vielen Facetten

Arbeiten Sie sorgfältig und sachgerecht. Das ist keine Floskel, sondern wird im Bestfall beherzigt. Es bedeutet:

  • Befolgen Sie die Anweisungen auf der Packung.
  • Beachten Sie die Einwirkzeit.
  • Verwenden Sie nur Grundierung, die den Anforderungen des Materials entspricht.
  • Arbeiten Sie ruhig und konzentriert.
  • Fragen Sie bei Bedarf beim Experten.

Die Grundierung selbst zu erledigen, bedeutet einige Mühe. Damit es keine Verschwendung an Zeit und Kraft ist, gilt: Nur sorgfältige Arbeit lohnt sich!

15. Grundierung von Holzmöbeln


Sie möchten ein altes Möbelstück aufhübschen? Oder es ist Zeit für neue Deko? Für diese Art Kunsthandwerk sind viele kleine Arbeitsschritte nötig. Einer davon ist die Grundierung. Denn mit ihr vermeiden Sie das sogenannte Ausbluten von Holz. Diesen Effekt kennen Sie vielleicht von austretendem Harz. Er ist unansehnlich, klebrig und uneben. Es ist nahezu unmöglich, Farbe darauf zu verteilen.

Wieso eine Grundierung sinnvoll ist


Grundiermittel pflegen Ihr Möbelstück und machen es zugleich bereit für die weitere Bearbeitung. Welche Grundierung für die jeweilige Aufgabe geeignet ist, erfragen Sie individuell im Fachhandel.
Sehr wichtig ist es in jedem Fall, vor dem Grundieren alte Farbreste oder Absplitterungen zu entfernen. Dafür schleifen Sie mit Schmirgelpapier vorsichtig die Oberfläche ab. Im Fachhandel erhalten Sie unterschiedlich raue Schleifpapiere. Sie wählen entsprechend Ihrem Bedarf.

Ein nicht zu unterschätzender Faktor ist auch die Einwirkzeit. Planen Sie ausreichend Trockenzeit ein und haben Sie Geduld. So erzielen Sie ein optimales Ergebnis und Ihre Mühe lohnt sich. Sobald diese Arbeitsschritte beendet sind, beginnt der kreative Teil des Projekts. Viel Spaß dabei!

16. Exkurs: Grundierung in der Malerei

Grundierungen finden sich nicht nur im Baugewerbe. Ein kreatives Metier, wie es die Malerei ist, verwendet Grundierungen seit Jahrhunderten. Denn die Leinwand ist eine saugende Oberfläche. Nicht nur Pergament, auch Holz diente den Kunstschaffenden als Bildträger. Mit dem Auftrag einer Grundierung erreichen Künstler

  • Brilliante Farbdarstellung.
  • Sicherer Haftung der Farbe auf der Leinwand.

Der sogenannte Malgrund hat eine lange Tradition. Alte Künstler experimentierten mit verschiedenen Stoffen. Ihre Rezepte finden bis heute Anwendung. Außerdem sind sie Grundlage für Weiterentwicklungen.

Zu den verwendeten Inhaltsstoffen zählen

  • Kunstharze.
  • Leinöl.
  • Halböle. 
  • Kreidegrund.
  • Leim.

Die Erfahrungen mit den unterschiedlichen Stoffen fanden Eingang in viele Bereiche. Zu Ihnen zählt der Hausbau. 

17. Fragen und Antworten zur Grundierung Boden

Wie ist der Untergrund beschaffen?

  • Die Grundierung muss entsprechend ausgewählt werden.
  • Estrich, Beton und Holz saugen Feuchtigkeit und werden abgesperrt.
  • Fliesen sind nicht saugend; jedoch der notwendige Fliesenkleber.

Wieso muss ich grundieren?

  • Sie erreichen sicheren Halt des aufgetragenen Bodens. 
  • Staub, Fette und Schmutzpartikel werden eingeschlossen.
  • Die Saugfähigkeit des Untergrunds wird unterbunden. 
  • Kleber, Farbe und andere Aufträge haften auf der grundierten Oberfläche.
  • Sie bereiten den Boden für die Verlegung vor.

Wer übernimmt die Grundierung?

  • Der Bodenleger.
  • Ein Fliesenleger.
  • Der Maler.
  • Sie selbst. 

18. Zusammenfassung für: Grundierung Boden

Ohne die sachgerechte Grundierung des Untergrunds kommt die Verlegung des Fußbodens nicht aus. Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • Der Untergrund wird für die Verlegung vorbereitet.
  • Sie sorgen für einen sicheren Halt des aufgelegten Fußbodens.

Grundierungen unterscheiden sich etwa danach, ob sie für saugende oder nicht saugende Untergründe benötigt werden.

Der Aufwand den Sie betreiben ist das Ergebnis wert. Denn damit erreichen Sie:

  • Lang anhaltende Qualität.
  • Fleckenfreie Oberflächen.
  • Ebenmäßige Fußböden ohne Unebenheiten.

Die Grundierung ist für diverse Böden notwenig:

  • Kunststoff.
  • Holz.
  • Fliesen.
  • Teppich.

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