Flüssigkunststoff
  • Flüssigkunststoff

    • Lässt sich leicht anwenden.
    • Dichtet Böden ab.
    • Ist besonders pflegeleicht.

Das Wundermittel Flüssigkunststoff

Flüssigkunststoff findet in vielen verschiedenen Bereichen Anwendung. Seine vielen Vorteile macht dieses Material bei Hand- und Dachdeckern beliebt. Tipp zum Bau informiert Sie über die verschiedenen Arten von flüssigem Kunststoff. Außerdem erfahren Sie, wie Sie das Material richtig auftragen.

1. Was ist Flüssigkunststoff?

Flüssigkunststoff ist, wie der Name bereits sagt, ein flüssiger Kunststoff. Diese Form des Kunststoffs eignet sich besonders gut für Abdichtungen. Hierfür tragen Sie flüssigen Kunststoff wie Farbe auf. Dadurch setzt er sich ohne Zwischenräume auf dem Belag ab. Auch komplexe Formen mit spitzen, verwinkelten Kanten dichtet flüssiger Kunststoff ab. Durch den Kontakt mit Luft oder in Verbindung mit Harz trocknet die Abdichtung fest. Diese ist sogar noch stabiler als PVC-Kunststoffbahnen oder Bitumenbahnen. Die Abdichtung mit Flüssigkunststoff ist fugenlos. Somit schützt er besonders gegen Nässe und Feuchtigkeit. Die Anwendungs-Bereiche reichen von Flachdächern über Balkone bis hin zu Garagen. Flüssiger Kunststoff eignet sich für viele Untergründe. Dazu zählen:

  • Beton.
  • Faserzement.
  • Estrich.
  • Holz.
  • Eisen.
  • Verzinkte Flächen.
  • Stahl.

Den Kunststoff gibt es in zwei Ausführungen. Einerseits als 1-Komponenten-Schaumstoff und andererseits als 2-Komponenten-Schaumstoff. Beide haben eine Sache gemeinsam. Tragen Sie sie im flüssigen Zustand auf und lassen Sie sie dann aushärten.

1-Komponenten-Schaumstoff 2-Komponenten-Schaumstoff
  • Besteht aus Kunststoffharz.
  • Basisharz und Härter werden kurz vor der Anwendung gemischt.
  • Härtet von außen nach innen an der Luft.
  • Härtet schneller als 1-Komponenten Schaumstoff und hat einen höheren Härtegrad.
  • Reaktive Flüssigkunststoffe sind Kunststoffe, die Ihnen einige Vorteile versprechen. Die Anwendungsgebiete sind unterschiedlich. Doch überall performt hochreaktiver Flüssigkunststoff schnell, sicher und dauerhaft. Es gibt drei Arten von reaktiven Flüssigkunststoffen:

    • PUR (Polyurethanharz).
    • EP (Epoxidharz).
    • PMMA (Polymethylmethacrylat Harz).

    2. Vorteile von Flüssigkunststoff

    Tipp zum Bau informiert Sie über die verschiedenen Vorteile von Flüssigkunststoff.

    So profitieren Sie von Flüssigkunststoff.

    Die Vorteile von Flüssigkunststoff sind vielfältig. Verwenden Sie dies gewinnbringend sowohl bei Neubauten als auch bei der Sanierung. Tragen Sie den flüssigen Kunststoff einfach auf und verarbeiten Sie ihn schnell. Manche dieser Kunststoffe sind bereits nach zwei Stunden begehbar. Flüssigkunststoff bietet Ihnen besonders im Außenbereich viele Vorteile. Er ist äußerst beständig gegenüber Kälte und Hitze. Durch seine elastischen Eigenschaften passt sich der Flüssigkunststoff großen Schwankungen von Temperaturen an. Diese Elastizität hält auch mechanischen Beanspruchungen stand. Das Besondere am flüssigen Kunststoff ist, dass er sich perfekt auf den Untergrund legt. Das erleichtert Ihnen die Arbeit bei komplizierten Anschlüssen. Durch das fugenlose Auftragen verhindern Sie das Eindringen von Feuchtigkeit in die Bausubstanz. Somit bietet diese Kunststoffart den perfekten Langzeitschutz. In Innenräumen weisen Flüssigkunststoffe weitere positive Eigenschaften auf. So sind sie leicht zu reinigen und abriebfest. Daher eignen sie sich für Garagenböden oder Flure. Fügen Sie rutschhemmende Zusatzstoffe hinzu, wodurch flüssiger Kunststoff zur Sicherheit beiträgt.

    3. Anleitung zum Auftragen von Flüssigkunststoff

    Mit Flüssigkunststoff zu arbeiten ist einfach, wenn Sie wissen, wie Sie vorgehen. Als Orientierungs-Hilfe finden Sie hier eine Anleitung. Beachten Sie aber auch die Packungsbeilage des Herstellers. So erzielen Sie das optimale Ergebnis.

    Schritt 1: Untergrund vorbehandeln

    Bevor Sie mit der Kunststoffart arbeiten, bereiten Sie den Untergrund vor. Hierzu prüfen Sie, dass dieser fest, trocken und sauber ist. Zudem ist es wichtig, dass er frei von Zementschlämmen und Ausblühungen ist. Achten Sie besonders darauf, dass der Untergrund fettfrei ist. Ansonsten verbindet sich der flüssige Kunststoff nicht mit diesem. Je nach Zustand des Bodens bietet sich das Auftragen einer Grundierung an. Diese tragen Sie fünf bis zehn Millimeter hoch auf.

    Schritt 2: Arbeitsfläche abkleben

    Kaufen Sie geeignetes Klebeband. Kleben Sie dann die Ränder der Arbeitsfläche so ab, dass kein Flüssigkunststoff dahinter läuft. Stellen Sie zudem sicher, dass sich das Klebeband später lösen lässt. Wenn Sie mehrere Kunststoffschichten auftragen, entfernen Sie nach jeder Schicht das Klebeband. Bringen Sie vor der nächsten Schicht neues Klebeband an.

    Schritt 3: Armierungsvlies vorbereiten

    Armierungsvlies sorgt dafür, dass sich der Flüssigkunststoff gleichmäßig verteilt. Schneiden Sie das Armierungsvlies auf die Einbau-Situation zu. Verwenden Sie hierfür eine geeignete Vliesschere. Sorgen Sie dafür, dass zwischen Vlies und Klebeband ein fünf Millimeter breiter Spalt übrig bleibt. Wenn der Spalt größer ist, kräuselt sich der nicht armierte flüssige Kunststoff zurück. Wenn der Spalt kleiner ist, geht das Vlies keine Verbindung mit dem Untergrund ein.

    Schritt 4: Flüssigkunststoff anrühren

    Nun rühren Sie den flüssigen Kunststoff an. Wenn er aus einer Komponente besteht, fällt dieser Schritt weg. Beginnen Sie mit dem Anrühren erst, wenn Sie die Fläche abgeklebt haben. Schneiden Sie ebenso erst das Armierungsvlies zu. Nach dem Anmischen haben Sie nur ungefähr 20 Minuten Zeit, den flüssigen Kunststoff aufzutragen. Daher bietet es sich an, lediglich kleine Mengen anzurühren. So härtet der Kunststoff nicht zu schnell aus. Verwenden Sie hierfür am besten einen Kunststoffeimer. Rühren Sie den Flüssigkunststoff, bis dieser eine homogene Masse mit dem Härter bildet. Verwenden Sie hierzu entweder einen manuellen oder maschinellen Rührstab. Tragen Sie außerdem Schutzkleidung. Rüsten Sie sich am besten mit folgenden Kleidungsstücken aus:

    • Schutzoverall.
    • Geschlossene Schuhe.
    • Handschuhe.
    • Schutzbrille.
    • Atemschutz.

    Schritt 5: Erste Schicht Flüssigkunststoff auftragen

    Tragen Sie den flüssigen Kunststoff gleichmäßig auf den Untergrund auf. Verwenden Sie hierzu einen Pinsel und eine fusselfreie Malerrolle. Arbeiten Sie nass auf nass. Das bedeutet, dass sie zuerst zwei oder drei senkrechte Bahnen ziehen. Streichen Sie anschließend waagerecht über diese Bahnen. So erreichen Sie ein gleichmäßiges und ansehnliches Ergebnis.

    Schritt 6: Armierungsvlies anbringen

    Legen Sie das Armierungsvlies auf die feuchte Kunststoffschicht. Achten Sie darauf, dass sich keine Luftblasen oder Falten bilden. Wenn Sie mehrere Bahnen Vlies ziehen, überlappen die angrenzenden Bahnen. Die Überlappung beträgt 50 Millimeter. Streichen Sie zwischen die Überlappungen eine weitere Schicht flüssigen Kunststoff.

    Schritt 7: Zweite Schicht Flüssigkunststoff auftragen

    Achten Sie bei der zweiten Schicht Flüssigkunststoff darauf, dass das Armierungsvlies vollständig bedeckt ist. Zudem tränkt die zweite Schicht flüssigen Kunststoffes das Vlies. Wieder arbeiten Sie nass auf nass.

    Schritt 8: Klebeband entfernen

    Entfernen Sie das Klebeband, bevor der flüssige Kunststoff trocken ist. Entsorgen Sie das Band anschließend fachgerecht.

    4. Flüssigkunststoff: Epoxidharz

    Es gibt verschiedene Arten von Epoxidharz. Tipp zum Bau stellt Ihnen hier Epoxidharz vor.

    Epoxidharz ist der bekannteste Flüssigkunststoff.

    Eine Basis von Flüssigkunststoff ist Epoxidharz. Dieses eignet sich für die Industrie und Garagen. Aber auch im Wohnbereich bietet es sich an, Flüssigkunststoff einzusetzen. Beim Einsatz im Wohnbereich ist ein Epoxidharz-Boden Geschmackssache. So eignet er sich vorwiegend für Designer-Wohnungen. Doch auch da setzen Sie das Harz lieber sparsam ein.

    Die größte Anwendung im privaten Bereich ist als Boden in der Garage und im Hobbykeller. Hier benötigen Sie strapazierfähige Materialien, die sich nicht so leicht abnutzen. Tragen Sie Epoxidharz beispielsweise als fugenlosen Gussboden auf. Der Flüssigkunststoff ist farblos und transparent. Im getrockneten Zustand ist die Oberfläche glänzend bis hochglänzend. Sie planen etwas Besonderes? Dann mischen Sie flüssigen Kunststoff mit speziellen Farben an.

    Beachten Sie, dass Epoxidharz nicht UV-beständig ist. Somit vergilbt der Flüssigkunststoff im Außenbereich. Bestreichen Sie den Kunststoff mit einer UV-Deckschicht, um das zu verhindern.
    Epoxidharz eignet sich somit in folgenden Bereichen:

    • Industrie.
    • Garagen.
    • Designer-Wohnungen.
    • Hobbykeller.

    Für die Anwendung von Epoxidharz benötigen Sie zwei Einzel-Komponenten: Epoxidharz und Härter. Mischen Sie diese kurz vor Gebrauch zusammen, um robuste Polymere zu erzeugen. Polymere sind eine chemische Verbindung, die aus vielen, gleichen Einheiten bestehen. Den flüssigen Kunststoff tragen Sie dann wenige Millimeter dick auf. Epoxidharz gibt es in drei Ausführungen:

    Einfache Bodenbeschichtung

    Mit einer Malerrolle tragen Sie das Epoxidharz auf den Boden oder Bodenbelag auf. Bringen Sie dann den flüssigen Kunststoff in zwei Schichten auf. Lassen Sie jede Schicht einzeln trocknen und legen Sie Armierungsvlies dazwischen. Dadurch dichten Sie den Boden nahtlos ab.

    Epoxy-Estrich

    Epoxy-Estrich ist eine sehr teure Epoxidharz-Ausführung. Daher findet dieser Flüssigkunststoff nur in der Industrie Anwendung. Hierbei ist der flüssige Kunststoff mit Korund oder Quarzsand vermischt. Das macht den Boden robust. Außerdem ist der Flüssigkunststoff somit gegen aggressive Chemikalien beständig.

    Steinteppich

    Ein Steinteppich besteht aus feinen, bunten Kieselchen. Geben Sie Epoxidharz hier als Bindemittel hinzu. Dieser Boden wird dadurch rau und rutschfest. Steinteppiche sind modern und in vielen Farben erhältlich.

    5. Schutzmaßnahmen bei Arbeiten mit dem Flüssigkunststoff Epoxidharz

    Tipp zum Bau informiert über Schutzmaßnahmen bei der Arbeit mit dem Flüssigkunststoff Epoxidharz.

    Bei der Arbeit mit Flüssigkunststoff steht Ihre Sicherheit im Vordergrund.

    Epoxidharz besteht aus reaktiven Einzel-Komponenten. Diese lösen bei Hautkontakt allergische Erkrankungen aus, die ein Leben lang bleiben. Beachten Sie bei der Arbeit mit diesem flüssigen Kunststoff die Schutzmaßnahmen. Bedenken Sie, dass der Kunststoff nur im flüssigen oder feuchten Zustand gefährlich ist.

    Greifen Sie auf eine ausgiebige Schutzausrüstung zurück. Kommt Epoxidharz auf Ihre Kleidung, ziehen Sie diese sofort aus. Kleiden Sie sich daher am besten in einen Schutzoverall ein. Ihre Hände schützen Sie mit Einweghandschuhen. Besonders wichtig ist der Schutz des Gesichtes. Tragen Sie deswegen eine Schutzbrille und einen Atemschutz.

    Prüfen Sie vor dem Kauf von Epoxidharz, ob ein alternativer Flüssigkunststoff zur Verfügung steht. Ungefährliche Produkte führen oftmals zu demselben Resultat. Überlegen Sie sich genau, ob Sie mit Epoxidharz arbeiten. Falls Sie sich für Epoxidharz entscheiden, schützen Sie sich bei der Arbeit.

    Achten Sie darauf, ausreichend zu lüften. Im Innenraum bedeutet dies, alle Fenster zu öffnen. Somit verlassen hautreizende Dämpfe schnell den Raum. Wenn Sie alle diese Punkte beachten, ist ein sicheres Arbeiten mit Epoxidharz möglich. Beachten Sie bei der Arbeit zusammenfassend folgende Schutzmaßnahmen:

    • Flüssigkunststoff ist nur in flüssigem und feuchtem Zustand gefährlich.
    • Tragen Sie einen Schutzoverall.
    • Verwenden Sie Einweghandschuhe.
    • Tragen Sie eine Schutzbrille und Atemschutz.
    • Lüften Sie ausreichend und regelmäßig.

    6. Flüssigkunststoff: Polyurethanharz

    Polyurethanharz, meist PUR abgekürzt, lässt sich zur Überbrückung von Rissen einsetzen. Außerdem ist es UV-beständig. Dieses Harz besteht aus zwei flüssigen Kunststoffen: Methylendissocyanant und Polyol. PUR findet in verschiedene Gebieten Anwendung:

    • Als Gussboden.
    • Bei speziellen Bodenbelägen als Mittelschicht.
    • Als Nutzschicht bei anderen Bodenbelägen.

    Nutzschicht

    Sie verwenden den Kunststoff, um Vinylböden oder Bodendielen zu überziehen. PUR ist im Gegensatz zu Vinyl und Holz abrieb- und rissfest. Somit schützt der Flüssigkunststoff Ihren Boden vor Kratzern und Chemikalien.

    Mittelschicht

    PUR ist ein sehr elastischer flüssiger Kunststoff. Somit haben Böden, die diesen Kunststoff enthalten, ein gutes Rückstellverhalten. Nutzen Sie diese Eigenschaft, wenn Sie schwere Möbel besitzen. Stellen Sie Ihre Möbel nach Belieben um, ohne Abdrücke zu hinterlassen.

    Anwendung von Polyurethanharz

    Polyurethanharz kommen vor allem in der Industrie, in Schulen sowie in Krankenhäusern zur Anwendung. All diese Bereiche benötigen einen ästhetischen und komfortablen Bodenbelag. Außerdem sind die Räume hohen Belastungen ausgesetzt, wodurch ein elastischer Untergrund essenziell ist. Zusätzlich eignet sich die trittschalldämmende Eigenschaft des Flüssigkunststoffs für diese Anwendungsorte.

    PUR ist im ausgehärteten Zustand umweltfreundlich und toxikologisch unbedenklich. Dies liegt daran, dass der Kunststoff keine Lösemittel enthält. Diesen flüssigen Kunststoff erhalten Sie in allen Rutschhemmklassen. Der Boden ist außerdem leicht zu pflegen und schnell zu reinigen. Das liegt unter anderem daran, dass der Aufguss fugenfrei ist. Ein großer Nachteil von Polyurethanharz ist, dass er sich nur sehr schwer entfernen lässt.

    7. Weitere Anwendungsgebiete von Flüssig-Kunststoff

    Über die unterschiedlichen Anwendungsbereiche von Flüssigkunststoff informiert Tipp zum Bau.

    Setzen Sie den Flüssigkunststoff in vielen weiteren Bereichen an.

    Flüssigkunststoff setzen Sie überwiegend bei Abdichtungen ein. Jedoch ist das Material sehr vielseitig. Dadurch findet es auch in weiteren Bereichen häufige Anwendung. Vor allem Holzobjekte schützt der Kunststoff ausgezeichnet. Gerade im Außenbereich setzt die Witterungen dem Holz stark zu. Um Ihr Holz besser zu schützen, bietet es sich an, flüssigen Kunststoff aufzutragen. Das Material ist sehr strapazierfähig und weist eine hohe Wetterfestigkeit auf.

    Ziehen Sie zusätzlich die glänzenden Eigenschaften des Flüssigkunststoffes in Betracht. Wählen Sie eine hohe Glanzstufe aus und verleihen Sie dem Holz eine schöne Holzoptik. Achten Sie aber darauf, dass der Kunststoff nur bedingt gegen UV-Strahlung resistent ist. Ziehen Sie dies beim Kauf in Betracht, sofern Ihr Holzobjekt starker Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist.

    Tragen Sie Flüssigkunststoff auch gerne auf Ihren Heizkörper auf. Für die Verschönerung der Heizung wenden viele (Freizeit-) Heimwerker das Material an. Achten Sie aber darauf, dass der Kunststoff eine hohe Hitze-Beständigkeit aufweist. Dazu finden Sie Flüssigkunststoff in vielen verschiedenen Farben. Denken Sie darüber nach, Ihren Heizkörper farbig zu gestalten. Für die optische Aufwertung Ihrer Heizung eignet sich flüssiger Kunststoff sehr gut. Flüssigkunststoff schützt die bearbeitenden Flächen optimal.

    Am häufigsten nutzen Sie das Material zur Abdichtung. Auf dem Dach vermeiden Sie beispielsweise Schweißnähte. Mischen Sie noch etwas Quarzsand darunter und machen Sie das Dach rutschfest. Gleiches gilt bei Balkonen und Terrassen. Beim Abdichten von Fugen verhindern Sie mit Flüssigkunststoff jegliche Stolperfallen.

    Aber auch in anderen Bereichen lohnt es sich, über die Anwendung von Flüssigkunststoff nachzudenken. Keller und Lagerräume schützen Sie ebenso wie Holzgegenstände. Bei großen Bauvorhaben kommt der Kunststoff mittlerweile sogar standardmäßig zum Einsatz. Er ist sehr vielseitig und bietet vor allem gegen Feuchtigkeit den idealen Schutz. Zusätzliche Anwendungs-Gebiete sind:

    • Holzobjekte.
    • Heizkörper.
    • Dächer.
    • Balkone und Terrassen.
    • Keller und Lagerräume.

    8. Fazit: Deshalb ist Flüssigkunststoff die richtige Wahl

    Die Anwendungs-Bereiche von Flüssigkunststoff sind vielfältig. Sie nutzen die unterschiedlichen Vorteile profitabel aus. Durch ihn erreichen Sie kinderleicht die Abdichtung Ihres Bodens. Besonders bleibt es selbst in der Zukunft pflegeleicht, denn Verschleiß hat keine Chance. Dies sind nur ein paar der bereits genannten Vorteile. Dadurch ist er ein wahres Wundermittel. Beachten Sie aber unbedingt notwendige Schutzmaßnahmen beim Auftragen. Sparen Sie zudem beim Auftragen des flüssigen Kunststoffes durch die Beauftragung eines Fachmanns.

    9. Kosten für Abdichtungen mit Flüssigkunststoff

    Tipp zum Bau informiert Sie über die Kosten bei der Wahl von Flüssigkunststoff als Abdichtungsmittel.

    Die Handwerkerkosten für das Verlegen des Flüssigkunststoffes fallen gering aus.

    Während Flüssigkunststoff gegenüber anderen Abdichtungen viele Vorteile bietet, ist er sehr teuer. So kosten Bitumenbahnen aus Kunststoff zwei bis neun Euro pro Quadratmeter. Bei PVC-Kunststoffbahnen rechnen Sie hingegen nur mit sechs bis zwölf Euro pro Quadratmeter. Rechnen Sie bei Abdichtungen aus Flüssigkunststoff mit mindestens 30 Euro pro Quadratmeter. Für Steinteppiche zahlen Sie ungefähr 50 Euro pro Quadratmeter. Doch Flüssigkunststoff hat auch einen Preisvorteil. Im Vergleich zu Bitumen- und Folienbahnen verlegen Handwerker den flüssigen Kunststoff sehr günstig. Hierbei betragen die Handwerkerkosten 70 % weniger. Somit gleicht sich der hohe Materialpreis wieder aus. Sie lassen in jedem Fall einen Fachbetrieb den Kunststoff auftragen? In diesem Fall lohnt es sich, über Flüssigkunststoff nachzudenken.

    10. Flüssigkunststoff: Acrylharz

    Der Flüssigkunststoff Acrylharz ist besonders flüssigkeitsdicht. Daher kommt er bevorzugt bei Lebensmitteln, in Küchen, Bädern und Wohnräumen zum Einsatz. Acrylharz eignet sich auch für die Verwendung bei:

    • Swimmingpools.
    • Balkonen.
    • Terrassen.

    Diese vielen Anwendungs-Bereiche verdankt das Acrylharz seiner ansprechenden Optik. Außerdem härtet dieser flüssige Kunststoff sehr schnell aus. Bereits nach zwei Stunden ist er belastbar. Demnach eignet sich dieser Flüssigkunststoff besonders für Sanierungen am Wochenende. Somit lässt sich der Boden zeitnah nutzen. Genau wie alle anderen Flüssigkunststoffe ist Acrylharz gegenüber hohen Schwankungen von Temperaturen beständig. Auch Säuren und Laugen haben dem Kunststoff nichts an.

    11. ETAG 005 – Leitlinie für Flüssigkunststoff

    ETAG 005 ist die Leitlinie für die europäische technische Zulassung für Flüssigkunststoffe als Dachabdichtungen. Diese Leitlinie definiert europaweite, einheitliche Leistungsstufen. Somit lassen sich Flüssigkunststoffe aus verschiedenen Ländern vergleichen. Die Leistungsstufen geben Planern, Bauherren und Anwendern Informationen über die Verwendbarkeit des flüssigen Kunststoffs.

    Erwartete Nutzungsdauer

    W15 Jahre
    W210 Jahre
    W325 Jahre

    Nutzlasten

    P1
  • Geringe Beanspruchung, nicht begehbar.
  • P2
  • Mäßige Beanspruchung, begrenzt begehbar.
  • P3
  • Normale Beanspruchung, begehbar für Instandhaltung und für privaten Fußgängerverkehr.
  • P4
  • Besondere Beanspruchung z.B. für Dachterrassen und begrünte Dächer.
  • Niedrigste zulässige Oberflächen-Temperatur

    TL1+5°C
    TL2-10°C
    TL3-20°C
    TL4-30°C

    Höchste zulässige Oberflächen-Temperatur

    TH1+30°C
    TH2+60°C
    TH3+80°C
    TH4+90°C

    12. Armierungsvlies beim Flüssigkunststoff

    Armierungsvlies besteht aus Chemiefasern und Polyester- sowie Polypropylen-Fasern. Durch die Mischung hält das Vlies hohen Beanspruchungen stand. Zudem behandelt der Hersteller den Stoff durch einen besonderen Prozess. Hierbei durchsticht er ihn mit Nadeln. Das ermöglicht Ihnen, das Armierungsvlies trocken oder nass zu verarbeiten. Armierungsvlies gewährleistet die Elastizität von Flächen mit Flüssigkunststoff. Außerdem lassen sich durch seine Eigenschaften Risse überbrücken. Dazu hat es auch eine gute Widerstands-Fähigkeit gegenüber Säuren und Laugen. Daher benötigt eine Abdichtung mit flüssigem Kunststoff immer eine Einlage aus Kunststofffaservlies. Ohne das Vlies erhalten Sie keine fachgerechte Abdichtung.

    13. Werkzeuge für die Arbeit mit Flüssigkunstoff

    Die notwendigen Werkzeuge für das Arbeiten mit Flüssigkunststoff zeigt Ihnen Tipp zum Bau.

    Pinsel sind wichtige Utensilien für das Auftragen von Flüssigkunststoff.

    Für das Arbeiten mit Flüssigkunststoff benötigen Sie geeignetes Werkzeug. Dieses ist notwendig für das richtige Auftragen. Auf diese Weise gehen Sie richtig mit dem Kunststoff um. Nachfolgend finden Sie eine Auflistung der wichtigsten Materialien:

    • Nylonfellrolle: Zum Auftragen des Flüssigkunststoffs.
    • Pinsel: Zum Auftragen des Flüssigkunststoffs.
    • Scheibenrührer: Rühraufsatz zum maschinellen Mischen des Flüssigkunststoffs.
    • Rührholz: Holz zum manuellen Mischen des Flüssigkunststoffs.
    • Vliesschere: Hochwertige Gussschere zum genauen Zuschneiden von Armierungsvlies.
    • Abklebeband: Zur Begrenzung der Arbeitsfläche.
    • Reinigungstücher: Zum Reinigen des verwendeten Werkzeugs.
    • Einweghandschuhe: Zum Schutz vor Haut-Irritationen.
    • Schutzbrille: Zum Schutz vor Spritzern.
    • Atemschutz: Zum Schutz vor giftigen Dämpfen.
    • Mischeimer: Kunststoffeimer zur Entnahme von Teilmengen.
    • Schleifpapier: Zum Aufrauen des Untergrundes (60-100er Körnung).
    • Handfeger: Zum Abkehren der Oberfläche.

    14. Flüssigkunststoff beim Flachdach

    Über den Einsatz von Flüssigkunststoff beim Flachdachbau informiert Sie Tipp zum Bau.

    Flüssigkunststoff eignet sich speziell zum Schutz von Flachdächern.

    Flachdächer bestehen meist aus einer Unterkonstruktion von Stahlbeton oder Stahl. Durch Niederschläge und UV-Licht altert das Material und wird spröde. Insbesondere Schweißnähte und Übergänge bekommen irgendwann Risse. Hier entstehen somit beste Bedingungen für das Eindringen von Feuchtigkeit. Sorgen Sie daher am besten vor und bringen Flüssigkunststoff zur Abdichtung an. Er hat ein geringes Gewicht und verändert daher die Statik nicht. Außerdem hat flüssiger Kunststoff eine lange Lebensdauer. Dazu bedarf er einer Wartung nur in großen Intervallen. Den Flüssigkunststoff tragen Sie entweder mit einer fusselfreien Rolle oder einem Spritzsystem auf. Es bietet sich an, die Arbeiten einem Fachbetrieb zu überlassen. Mitunter treten bei Freizeit-Heimwerkern oft Schwierigkeiten beim Auftragen auf. Dies führt häufig zu zusätzlichen Kosten oder zu einem ungenügenden Ergebnis.

    15. Flüssigkunststoff beim Metalldach

    Metalldächer sind leicht und stabil. Als Baustoffe verwenden Handwerker häufig Aluminium, Kupferwerkstoffe und rostfreien Stahl. Sie gelten nämlich als besonders widerstandsfähig gegenüber Witterungseinflüssen. Aber Achtung: Diese Beständigkeit besteht nur in Kombination mit einem entsprechenden Oberflächenschutz. Um die Statik des Metalldachs beizubehalten, eignen sich auch hier Flüssigkunststoffe. Achten Sie besonders bei Nahtstellen auf eine saubere Aufbringung. Nahtstellen sind ein Angriffspunkt für Feuchtigkeit. Egal ob sie gefalzt, genietet, verschraubt oder gelötet sind.Spezialharze wie PMMA bieten sich bei Metalldächern besonders an. Das Material passt sich an alle Gegebenheiten nahtlos an. Selbst von senkrechten Flächen gleitet es nicht ab. PMMA dichtet zudem die Übergänge zwischen einzelnen Metall-Elementen optimal ab.

    16. Gründe für die Verwendung von Flüssigkunststoff auf dem Balkon

    Flüssigkunststoffe dichten Ihren Balkon nicht nur ab, sondern machen auch andere Bodenbeläge überflüssig. Außerdem ermöglicht flüssiger Kunststoff ein individuelles Gestalten Ihres Balkons. Es gibt den Kunststoff nämlich in vielen Farben und Mustern. Die Vorteile eines Bodens aus Flüssigkunststoff auf dem Balkon sind vielfältig:

    • Zum einen hat flüssiger Kunststoff ein geringes Gewicht. Somit hat er keine Auswirkung auf die Bodenstatik.
    • Durch die geringe Schichthöhe ändert sich auch das Bodenniveau kaum.
    • Auf Ihrem Balkon lässt sich flüssiger Kunststoff leicht reinigen.

    17. Renovierung Ihres Balkons mit Flüssigkunststoff

    Es bietet sich in vielen Fällen an, Ihren Balkon mit Flüssigkunststoff zu behandeln. Dadurch bessern Sie Alters- und Gebrauchsspuren aus. Folgende Anzeichen weisen auf eine bald anstehende Renovierung hin:

    • Es bilden sich feuchte Flecken an der Außenwand.
    • Auf der Unterseite des Balkons befinden sich Ausblühungen.
    • Es bilden sich Kalkrückstände.

    Bereiten Sie den Boden vor, bevor Sie Ihren Balkon mit Flüssigkunststoff abdichten. Entfernen Sie den alten Bodenbelag und reinigen Sie den Boden. Danach überprüfen Sie den Beton auf Schäden. Nehmen Sie anschließend eine Hochdruckreinigung vor, bis der Boden staub- und fettfrei ist. Für das Abdichten Ihres Balkons benötigen Sie mehrere Schichten eines flüssigen Kunststoffs. Verwenden Sie für die große Fläche eine Malerrolle und für die Ecken einen Flachpinsel. Lassen Sie jede Schicht trocknen, bevor Sie die Nächste auftragen. Je nach Bedarf versiegeln Sie am Ende die oberste Nutzschicht.

    18. Die Garage mit Flüssigkunststoff behandeln

    Garagen legen Sie aus Kostengründen meist mit Betonböden aus. Hier bilden sich mit der Zeit Ölflecken sowie Wasser- und Regenspuren. Aber auch Stein- und PVC-Fliesen haben in Garagen eine begrenzte Lebensdauer. Diese entwickeln rutschige Eigenschaften, bilden Risse und Verunreinigungen lassen sich nicht länger beseitigen. Prüfen Sie auch hier zuerst den Zustand des Bodens. Reinigen Sie diesen gründlich mit einem Hochdruckreiniger. Danach tragen Sie eine Bodengrundierung auf. Die optimale Temperatur beim Auftragen des Flüssigkunststoffs beträgt 20 Grad Celsius. Jede Schicht des flüssigen Kunststoffs lassen Sie zwölf bis 48 Stunden trocknen. Erst dann tragen Sie die nächste Schicht auf. Der Boden ist nach 24 Stunden betretbar. Lassen Sie den Flüssigkunststoff anschließend noch eine Woche aushärten. Fahren Sie erst nach dieser Zeit Ihr Auto in die Garage.

    19. Fugen mit Flüssigkunststoff abdichten

    Fugen halten Bewegungen, Wetter, mechanischen und chemischen Belastungen stand. Deswegen eignet sich Polymethyl-Methacrylat für die Abdichtung besonders. Wenn Sie außerdem Armierungsvlies einsetzen, überbrückt der Flüssigkunststoff auch Risse. Belastungen lassen Fugen verspröden und schwinden. Daher benötigen Sie eine belastbare Abdichtung. Flüssigkunststoffe bedienen Sie mit dieser garantiert:

    • Ermitteln Sie zunächst, ob es sich um eine Arbeits- oder Bewegungsfuge handelt. Arbeitsfugen bewegen sich normalerweise nicht, weshalb 15 Zentimeter breite Abdichtungsstreifen ausreichen.
    • Bei einer Bewegungsfuge integrieren Sie Schlaufen in die Abdichtung. Diese nehmen die Bewegungen, die auftreten, problemlos auf.
    • Prüfen Sie außerdem, mit welchem Untergrund Sie es zu tun haben. Untergründe aus Mineralien erfordern eine andere Herangehensweise als Holz oder Metall.

    20. Flüssigkunststoff bei Steinteppichen

    Steinteppiche sind ein robuster, moderner und pflegeleichter Belag. Für solche Böden gibt es vielfältige Möglichkeiten zur Gestaltung. Es handelt sich hierbei um Gussboden. Dieser hat zwei bis acht Millimeter großen Marmor- oder Quarzkieseln. Ein Flüssigkunststoff bindet diese zusammen. Die unregelmäßige Oberfläche macht das Barfußlaufen angenehm. Außerdem bindet die Oberfläche Staubpartikel, die sonst in der Luft herumfliegen. Der Boden eignet sich somit hervorragend für Allergiker.

    Da der Steinteppich wasserfest ist, verlegen Sie ihn am besten in feuchte Räume. Zudem ist er frostfest. Ziehen Sie Polyurethan als flüssigen Kunststoff in Betracht? Mit diesem bietet sich der Steinteppich auch für den Außenbereich an. Hier profitieren Sie davon, dass der Flüssigkunststoff UV-Strahlung aushält. Zusammenfassend gilt der Steinteppich als Bodenbelag mit vielen Vorteilen ist:

    • Er ist äußerst robust und gewappnet gegen Umwelteinflüsse.
    • Der Steinteppich ist eine moderne Ergänzung für Ihr Heim.
    • Pflegeleichtigkeit zeichnet ihn ebenso aus.
    • Mit ihm erhalten Sie vielfältige Gestaltungs-Möglichkeiten.
    • Der Bodenbelag eignet sich für Allergiker.
    • Er ist außerdem resistent gegen UV-Strahlung.

    Der Nachteil von Steinteppichen sind die hohen Kosten. Rechnen Sie mit 50 bis 90 Euro pro Quadratmeter. Das gilt, sofern Sie den Flüssigkunststoff selbst verlegen. Wenn ein Fachmann den Steinteppich verlegt, landen Sie bei 150 Euro pro Quadratmeter.

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