Fliesenverlegung

Fliesenverlegung – Ihre Anleitung mit Tipps und Tricks

Angefangen bei der Kachelwand bis hin zu verzierenden Mosaiken – die Auswahl an Materialien und Fliesenverlegung-Methoden kennt keine Grenzen. Ob Badezimmer, Küche oder Terrasse, hier erfahren Sie wie Sie Ihre Fliesen so verlegen, dass Sie auch noch Jahre später Freude daran haben.

1.   Material für die Fliesenverlegung

Qualitativ hochwertige Materialien in ausreichender Menge helfen Ihnen, die Fliesen schnell und erfolgreich zu verlegen. Diese Materialien benötigen für die Fliesenverlegung:

  • Natürlich benötigen Sie ausreichend Fliesen. Hier bietet sich eine unüberschaubare Auswahl. Sie sind noch nicht fündig geworden? Hier helfen wir Ihnen bei der Auswahl.
  • Mit Ausgleichsmasse, auch Spachtelmasse genannt, beseitigen Sie Unebenheiten des Untergrunds vor.
  • Verwenden Sie vor dem Auftragen des Fliesenklebers einen Haftgrund. Dabei handelt es sich um einen besonders glatten oder nicht-saugfähigen Untergrund.
  • Der Fliesenkleber wird vor dem eigentlichen Aufbringen der Fliesen auf dem Untergrund aufgetragen.
  • Fliesenkreuze sind wichtige Hilfsmittel, um den Abstand zwischen Fliesen zu fixieren.
  • Fugenmörtel ist dafür da, die Fugen zwischen den Fliesen auszufüllen.
  • Silikon wird benötigt, um Wandfugen abzudichten.
  • Verwenden Sie Malerkrepp, um die Fugenränder abzukleben. So erhalten sie gleichmäßige Fugen-Ränder und vermeiden unschöne Verschmierungen.
  • Zementschleier-Entferner ist ein praktisches Reinigungsmittel. Sie benötigen ihn, wenn trotz gründlicher Reinigung nach dem Verlegen noch ein Zementschleier auf den Fliesen sichtbar ist.

2.   Vorbereitungsschritte vor der Fliesenverlegung

Kalkulieren Sie die Anzahl der Fliesen großzügig

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Fliesen-Verbrauch berechnen

Bevor Sie mit der Fliesenverlegung anfangen, muss richtig kalkuliert werden. Achten Sie sowohl auf die Fliesenqualität, als auch auf die Menge der Fliesen. Beachten Sie, dass bei der Fliesenlegung einige Fliesen kaputtgehen können. Auch ein falscher Schnitt ist schnell gesetzt und macht die Fliese unbrauchbar. In diesen Fällen werden Sie sich freuen, wenn ihnen der erneute Besuch im Baumarkt erspart bleibt.

Ihr Bauvorhaben anhalten und kostbare Zeit verlieren, um Fliesen oder Fliesenkleber nachzukaufen macht sicherlich keinen Spaß. Noch schlimmer ist es, wenn Ihre Fliesen nicht mehr verfügbar sind.

Ein wichtiger Tipp für Sie: Planen Sie immer eine Reserve ein. Es ist sinnvoll die Fliesenmenge im Vorfeld zu berechnen und einige Fliesen mehr einzukaufen. Dabei hilft Ihnen folgende Faustformel zur Berechnung der Fliesenmenge:

  • Raumlänge mal Raumbreite für Bodenfliesen.
  • ((Raumbreite plus Raumlänge) mal 2) mal Höhe für Boden- und Wandfliesen.
  • minus Fenster und Türen.
  • plus Verschnitt von 5-10 %.

So sind Sie bestens vorbereitet und auch das ein oder andere Malheur auf der Baustelle kann Sie nicht aus der Bahn werfen.

Fliesenkleber und Fugenmörtel einkaufen

Auch Fliesenkleber und Fugenmörtel gehören zu den unverzichtbaren Materialien für die Fliesenverlegung. Der jeweilige Verbrauch des Klebers und Fugenmörtels ist gewöhnlicherweise auf der Verpackung angegeben. Beachten Sie aber, dass der tatsächliche Verbrauch oft von den Angaben abweicht.

  • Wie Sie Ihren Fliesenkleber richtig auswählen und den Verbrauch kalkulieren, erklären wir hier. So wählen Sie je nach den Fliesen und Ihrem Untergrund den geeigneten Fliesenkleber.
  • Fugenmörtel  finden Sie oft als Fertigmischung. Rühren Sie diese nach Herstellerangaben mit Wasser an.

Basis sichern – Untergrund richtig vorbehandeln

Der erste Schritt der Fliesenverlegung: Für die bessere Haftung Ihrer Fliesen und die makellose Fliesenverlegung bereiten Sie zunächst den Untergrund vor. Besorgen Sie hierfür zunächst die richtige Grundierung. Untergründe wie Putz oder Gipsplatten saugen die Feuchtigkeit im Fliesenkleber auf. Deswegen kann von guter Haftung nicht gesprochen werden. Aus diesem Grund ist die Grundierung für die Haftung der Fliesen enorm wichtig.

Die Untergründe lassen sich wie folgt unterteilen:

  • Mineralische und saugende Untergründe.
  • Sandende und kreidende Untergründe.

Zu den mineralischen und Feuchtigkeit saugenden Untergründen gehören:

  • Zementestriche.
  • Kalk- und Zementputze.
  • Gasbeton.
  • Gipskarton.
  • Gipsfaserplatten.

Sie sind mit lösemittelfreiem Tiefgrund vorzubehandeln. Sofern sandende und kreidende Untergründe wie Beton vorliegen, wird empfohlen, mit einem lösemittelhaltigen Tiefgrund vorzubehandeln.

Unser Tipp: Saugende Untergründe lassen sich durch Besprühen mit Wasser eindeutig identifizieren. Der saugende Untergrund nimmt das Wasser rasch auf und trocknet sofort aus.

Nicht saugende, mineralische Untergründe sind auf eine andere Weise vorzubehandeln. Vor dem Auftragen von Spachtelmassen oder mineralischem Fliesenkleber wird eine besondere „Nass in Nass“-Verarbeitung mit einem Haftgrund empfohlen.

Die Grundierung entfällt bei bereits vorgrundierten Untergründen. Hierzu gehören:

  • Gipskartonplatten für Nassbereiche.
  • Holz und Spanplatten.
  • Trockenestrichelemente.

Wenn Sie Ihre Boden- oder Wandfliesen im Bad verlegen, benötigen Sie außerdem Materialien zum Abdichten im Spritzwasserbereich. In diesem Fall sind die Untergründe mit einem Abstrich zu behandeln. Zur Abdichtung im Bad eignet sich Silikon. Grundsätzlich haben Sie die Wahl zwischen sauer oder neutral-vernetzenden Silikonen. Allerdings wird bei Acryloberflächen und direktem Kontakt mit Putz und Mörtel zu neutralen Silikonen geraten.

3.   Helfer-Werkzeuge: Womit verlegen Sie Ihre Fliesen

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Verwenden Sie nötige Werkzeuge

Zum Verlegen braucht es mehr als nur Fliesen und Kleber. Wenn Sie Ihre Fliesen erfolgreich verlegen möchten, brauchen Sie einige Werkzeuge. Heute greifen professionelle Fliesenleger neben traditionellen Werkzeugen zunehmend auf High-Tech-Geräte zurück. Diese sind für die Fliesenverlegung nützlich.

Zu den typischen Hilfsmitteln des Fliesenlegers gehören folgende Werkzeuge:

  • Fliesenkneifzange, auch Fliesenzange oder Fliesenbrechzange genannt. Damit lassen sich kleine Löcher aus den Fliesen brechen.
  • Eine Alternative bietet eine sogenannte Fliesenlochzange.
  • Bohrmaschine mit Fliesenlochschneider als Aufsatz.
  • Ein manueller Fliesenschneider ritzt die Fliesen an den zuvor angezeichneten Stellen ein und kreiert dadurch eine Sollbruchstelle. Somit können sie entlang der Markierung auf die gewünschte Größe gebrochen werden.
  • Ein Winkelschleifer für das Zuschneiden der Fliesen.
  • Eine professionellere und saubere Alternative ist ein elektrischer Fliesenschneider.
  • Kelle und Spachtel zur Verteilung des Fliesenklebers auf dem Untergrund. Am besten eignet sich ein Dreieck-Zahnspachtel.
  • Mit einem Gummihammer befestigen Sie die Fliesen auf dem Kleber. Hilfreich ist auch ein Fliesenlegerhammer mit einem spitzen Kopf. Damit lassen sich vorsichtig Löcher aus Fliesen herausschlagen.
  • Ein Fugengummi wird zur Verteilung des Fugenmörtels verwendet.
  • Mit einem Fugenglätter machen Sie genau das, was sein Name sagt: die Fugen glätten.

Mit diesen Werkzeugen kann der Fachmann jeden Raum exakt vermessen und die Fliesen genauestens verlegen. Zu sogenannten High-Tech-Geräten des Fliesenlegers gehören folgende Instrumente:

Laser-Distanzmesser:

Laser-Distanzmesser haben Zollstock und Wasserwaage in vielen Bereichen abgelöst. Der Laser misst exakt jede Entfernung und zeigt an, ob Boden oder Wand im Lot sind. Selbst Bleistift und Zettel werden überflüssig – das Gerät speichert auf Wunsch alle gemessenen Daten. Der Clou dabei: Die Informationen können vom Distanzmesser kabellos auf den Laptop übertragen werden.

Psychrometer:

Das Multitalent-Messgerät. Mit einem so genannten Psychrometer lässt sich das gesamte Raumklima erfassen: Raum-Temperatur und -Feuchtigkeit werden genauestens gemessen – die Werte erscheinen auf einem Display. Mit externen Sensoren lässt sich sogar die Oberflächen-Temperatur von Wänden und Böden messen. Anhand der Messwerte erkennt Ihr Fliesenleger, wie groß die Schimmelgefahr im Raum ist – so kann er reagieren und rechtzeitig einer Schimmelbildung vorbeugen.

Papageienschnabel:

Hinter diesem exotischen Namen verbirgt sich die Fliesenlochzange. Den Namen verdankt das Werkzeug der Form der Zangenspitze. Mit der Zange lassen sich Fliesen auf den Millimeter genau zurecht brechen.

Fliesen-Schneidemaschinen:

Größere Fliesen werden in der Regel mit einer Schneidemaschine passend zurecht geschnitten. Insbesondere dann, wenn es darum geht, sehr exakte Winkel zu schneiden. Beim Zuschneiden wird die Fliese an einen rechteckigen Winkel an der Maschine angelegt. Mit einem Schneidrad wird die Fliese dann entlang der gewünschten Linie an der Oberfläche eingeritzt. An dieser Kerbe lassen sie sich anschließend mit etwas Druck durchbrechen. Hochwertige Schneidemaschinen haben einen schwenkbaren Schneidearm. Bei diesem kann der gewünschte Winkel in Grad eingegeben werden.

Zahnspachtel:

Mit dem Zahnspachtel verteilt der Fliesenleger den Fliesenkleber auf dem Untergrund. Seinen Namen hat das Werkzeug von seiner verzahnten Unterseite. Diese hinterlässt Rillen im Kleber, wenn dieser mit dem Spachtel verteilt wird. Durch dieses „Profil“ haben die darauf geklebten Fliesen besseren Halt. Bei größeren Flächen kommt die große Version des Zahnspachtels, die Zahnkelle zum Einsatz.

Fliesenkleber:

Hierbei handelt es sich um spezielle Klebemischungen, die sich für die unterschiedlichsten Untergründe eignen. So haben Ihre Fliesen immer sicheren Halt – egal ob an Wand oder Boden.

Schwammbrett:

Mit dem Schwammbrett zieht der Fliesenleger beim Verfugen die überschüssige Fugenmasse ab. Das Schwammbrett besteht aus einem Griff-Aufsatz, an dessen Unterseite ein Schwamm befestigt ist. Für Heimwerker-Arbeiten aller Art sind Schwämme mit mittelgroßen Poren gut geeignet.

Wichtig: Nach der Arbeit muss das Schwammbrett gut gereinigt werden – ansonsten verklebt der Schwamm.

4.   In wenigen Schritten verlegen Sie Ihre Fliesen richtig

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Fliesenverlegung leicht gemacht-Ihre Anleitung

In unserem Branchenbuch finden Sie einen Fliesenleger in Ihrer Nähe. Alternativ können Sie die Verlegung selber durchführen. Wenn Sie zum ersten Mal Fliesen verlegen, gibt es jedoch einiges zu beachten.

Keine Sorge. Hier lesen Sie, wie Sie in wenigen Schritten Ihre Boden- oder Wandfliesen legen.

Untergrund vor der Fliesenverlegung vorbereiten

Vorgehensweise:

  • Fläche gründlich reinigen.
  • Untergrund mit Ausgleichsmasse glätten.
  • Boden grundieren oder mit Haftgrund bearbeiten.
  • Abdichtungsanstrich durchführen.

Reinigen Sie zunächst Ihren Untergrund sorgfältig. Die Reste von Fett, Schmutz und Belag verhindern gute Haftung der Fliesen. Nach der Reinigung haben Sie eine saubere, trockene, staubfreie und tragfähige Fläche.

Je größer die Fliesen, die Sie verlegen wollen, desto ebener muss der Untergrund sein. Deswegen ist es wichtig, alle Unebenheiten des Bodens oder der Wand zu beheben. Das machen Sie mit einer selbstverlaufenden Bodenausgleichmasse. Beachten Sie aber die maximale Schichtdicke des Materials. Sie finden diese auf der Verpackung. Sonst trocknet die Masse einfach nicht aus.

Rühren Sie die Spachtelmasse in sauberes Wasser ein. Beachten Sie dabei die Herstellerangaben. Mischen Sie die Masse mit einer Bohrmaschine mit Rühraufsatz in niedriger Drehzahl an. Gießen Sie die fertige Spachtelmasse auf die Unebenheiten und verteilen Sie sie mit einem Gummiwischer auf der Fläche. Dank der fließfähigen Konsistenz erhalten Sie einen ebenen Untergrund.

Lassen Sie die Spachtelmasse austrocknen. Das dauert je nach Produkt wenige Stunden bis ein paar Tage. Die Trocknungszeit entnehmen Sie den Angaben auf der Verpackung. Saugende Untergründe grundieren Sie danach mit einem Tiefgrund. Falls Sie einen nicht saugfähigen Untergrund haben, verwenden Sie für die bessere Haftung einen Haftgrund. Im Badezimmer oder anderen Nassräumen bearbeiten Sie den Boden oder die Wände zusätzlich mit einem Abdichtungsanstrich.

Fliesen-Verlegetechnik: Parallelverlegung

Vorgehensweise:

  • Raummitte ermitteln und Mittellinien markieren.
  • Erste Fliesenreihen probehalber auslegen.
  • Kleber ausbringen und erste Reihe verfliesen.
  • Folgereihen in umgekehrter L-Form verlegen.

Zu den verbreitetsten Verlegetechniken von Fliesen gehört die Parallel- und Diagonalverlegung. Die Parallelverlegung eignet sich am besten für Einsteiger. In dieser Technik arbeiten Sie symmetrisch von innen nach außen. Denn zugeschnittene Fliesen fallen an den Rändern weniger auf.

Zuallererst ist die Raummitte zu ermitteln. Messen Sie dafür die Mitte der Seitenwände aus. Markieren Sie die Mittellinien mit Richtschnüren oder mit einem Stift am Boden. Legen Sie die ersten beiden Fliesenreihen vor dem Auftragen des Fliesenklebers aus.

So haben Sie die Möglichkeit, die Position der Fliesen zu ändern. Markieren Sie den Startpunkt, wenn Sie mit allem zufrieden sind. Sammeln Sie die Fliesen wieder. Jetzt beginnen Sie mit dem Verkleben. Verlegen Sie Ihre Fliesen am Mittelpunkt der Linie. Richten Sie die Fliesen entweder genau mit der Fliesenmitte oder mit dem Fliesenrand an dieser Linie aus.

Fliesen-Verlegetechnik: Diagonalverlegung

Vorgehensweise

  • Mitte ermitteln und Mittel- sowie Diagonallinien markieren.
  • Erste und zweite Fliesenreihe probehalber auslegen.
  • Fliesenkleber aufbringen und erste Reihe verfliesen.
  • Nächste Reihen entlang der Diagonale verlegen.

Die Diagonalverlegung setzt reizvolle optische Akzente. Allerdings ist sie etwas anspruchsvoller und eignet sich vor allem für quadratische Räume.

Markieren Sie zunächst die Mittellinien und Diagonalen im Winkel von 45 Grad. Beginnen Sie am Raummittelpunkt. Die erste Reihe ist so zu verlegen, dass die Mittellinie der längeren Seite die Fliesen von Ecke zu Ecke durchläuft. Legen Sie jetzt die zweite Fliesenreihe. Entweder die Fliesenmitte oder eine Seite muss entlang der markierten Diagonale verlaufen. So legen Sie die Fliesen entweder Ecke zu Ecke oder Kante zu Kante aneinander.

Auch hier legen Sie die ersten beiden Fliesenreihen nur probeweise aus. Wenn alles passt, markieren Sie den Startpunkt. Dann sammeln Sie die Fliesen wieder ein und beginnen das Verkleben.

Fliesenkleber auftragen

Vorgehensweise:

  • Fliesenkleber anrühren und Reifezeit abwarten.
  • Kleber gleichmäßig auf Untergrund auftragen.
  • Klebebett mit Zahnspachtel durchkämmen.

Nach der Austrocknung der Grundierung bereiten Sie den Fliesenkleber vor. Mischen Sie den Fliesenkleber mit Bohrmaschine und Rührquirl im angegebenen Verhältnis klumpenfrei in Wasser an. Danach ist eine 5 bis 10 mm dicke Kleberschicht mit einer Kelle auf den Untergrund aufzutragen. Kämmen Sie den Fliesenkleber mit einem Zahnspachtel gleichmäßig durch.

Die Zahnung des Zahnspachtels hängt von der Fliesengröße ab. Hier erfahren Sie die benötigte Größe Ihrer Zahnung.

Fliesengröße

Zahnung

Bis 100 mm6 mm
Von 100 bis 200 mm8 mm
Von 200 bis 300 mm10 mm
Ab 300 mm12 mm

Je nach Fliese, Untergrund und Fliesenkleber unterscheidet sich das Klebe-Verfahren. Generell gibt es drei Verfahren, Ihren Fliesenkleber aufzutragen.

Das Floating-Verfahren:

Beim Floating-Verfahren wird der Fliesenkleber auf dem Untergrund verteilt und dann die Fliese fest angedrückt. So werden vor allem Fliesen im Innenraum verlegt. Tragen Sie eine dünne Kleberschicht auf den Untergrund auf und „kämmen“ Sie diese gleichmäßig mit dem Zahnspachtel durch. Die Fliesen werden dann schräg zu den Kämmlinien verlegt.

Die Butterung-Methode:

Genau anders herum funktioniert die Butterung-Methode. Hier wird die Fliese mit Kleber bestrichen und dann verlegt. Diese Technik empfiehlt sich besonders bei Keramikfliesen mit einem starken Profil auf der Rückseite.

Das Butterung-Floating-Verfahren:

Beim Butterung-Floating-Verfahren wird sowohl auf dem Untergrund als auch auf der Fliese Kleber verteilt. Durch das doppelseitige Auftragen des Klebers wird vermieden, dass sich in der Klebschicht Hohlräume bilden, in denen sich Wasser sammeln könnte. Ein Vorteil, der sich besonders in Nass- und Außen-Bereichen auszahlt.

Tipps:

  • Reinigen Sie die Geräte rechtzeitig, bevor der Kleber austrocknet.
  • Setzen Sie bei der Auswahl des Klebers unbedingt auf Qualität statt auf billige Produkte. Ein hochwertiger Kleber ist ergiebiger.
  • Mit dem flexiblen Fliesenkleber haften Ihre Fliesen auch auf glatten Untergründen. Ein Vorteil, der Ihnen besonders beim Verlegen von Ihren Wandfliesen zu Nutze kommt. Denn dabei brauchen Ihre Fliesen besonders starken Halt, um dauerhaft fest an der Wand zu sitzen.
  • Aber Vorsicht: Nicht alle Hersteller nutzen die Bezeichnung „flexibel“. Achten Sie darauf, dass der Kleber die DIN 12004 (Mörtel und Klebstoffe für Fliesen und Platten) erfüllt. Diese Norm legt fest, welche Eigenschaften die Klebstoffe aufweisen.
  • Der Sonderfall: Fliesen aus Naturstein. Verwenden Sie besser einen speziellen Naturstein-Kleber. Der Grund: Herkömmliche Fliesenkleber können bei Naturstein zu Verfärbungen führen.

Fliesen verkleben

Vorgehensweise:

  • Fliese in Kleber drücken und leicht anklopfen.
  • Bedeckung der Fliesen gelegentlich prüfen.
  • Lage des Fliesenmusters fortlaufend prüfen.
  • Fugenbreite einhalten und Fliesenkreuze nutzen.
  • Dehnungsfugen und Fliesenschienen einbringen.

Nach dem Auftragen des Fliesenklebers kann nun mit Fliesen-Verkleben begonnen werden. Prüfen Sie dabei immer die korrekte Lage der Fliesen. Die Korrekturen sind möglich, bis der Fliesenkleber angezogen hat. Es kann je nach dem Fliesenkleber 1 bis 3 Stunden dauern.

Halten Sie unbedingt die erforderliche Fugenbreite zwischen den Fliesen ein. Sie beträgt mindestens 2 mm und ist für die Stabilisierung der Fliesen notwendig. Damit vermeiden Sie Brüche und Risse durch Bewegungen und Spannungen. Für gleichmäßig Fugen verwenden Sie am besten ein Fliesenkreuz in der passenden Größe.

Randfliesen zuschneiden

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Fliesen richtig zuschneiden

Vorgehensweise:

  • Gerade Kanten mit Fliesenschneider herstellen.
  • Öffnungen mit Fliesenlochzange aussparen.
  • Löcher mit Lochfräsenaufsatz bohren.

An den Rändern sind die Fliesen passend zuzuschneiden. Dafür benötigen Sie einen Fliesenschneider. Mit diesem Werkzeug ritzen Sie die Fliese an und brechen sie dann über die Bruchkante. Mit einer Fliesenlochzange schneiden Sie runde Aussparungen auf den Fliesen heraus. Andere Möglichkeit dafür bietet eine Bohrmaschine mit Lochfräsenaufsatz.

Bodenfliesen verfugen

Vorgehensweise:

  • Überschüssigen Kleber aus Fugen entfernen.
  • Passenden Fugenmörtel anmischen.
  • Mörtel in Fugen gießen und verteilen.
  • Überschüssigen Mörtel gründlich abziehen.

Die Fugen füllen Sie mit einem passenden Fugenmörtel aus. Meistens lässt er sich zusammen mit Fliesenkleber kaufen. Entfernen Sie vor dem Verfugen überschüssigen Fliesenkleber aus den Fugen.

Erst nach dem Aushärten des Fliesenklebers kann mit dem Verfugen begonnen werden. Mischen Sie den Fugenmörtel mit Wasser im angegebenen Mischungsverhältnis zu einem „Brei“ an. Gießen Sie dann den Mörtel auf die Fläche. Verteilen Sie die Masse mit einem Fugengummi gleichmäßig. Überflüssigen Mörtel ziehen Sie sorgfältig mit dem Gummiwischer oder einem Fliesenwaschbrett ab.

Fliesenboden nach dem Verlegen reinigen

Vorgehensweise:

  • Fugenmörtel matt antrocknen lassen.
  • Fläche mit feuchtem Schwamm reinigen.
  • Nach zwei Wochen Zementschleier entfernen.

Warten Sie, bis der Fugenmörtel komplett matt austrocknet. Für die erste Reinigung der Oberfläche verwenden Sie einen feuchten Schwamm. Der Schwamm sollte nicht nass sein, sonst werden die Fugen ausgewaschen. Polieren Sie anschließend mit einem trockenen Lappen Ihre Fliesen nach. Zementreste beseitigen Sie in zwei Wochen nach dem vollen Austrocknen mit einem Zementschleier-Entferner.

Wandfugen abdichten

Vorgehensweise:

  • Fugenränder mit Malerkrepp abkleben.
  • Mit Grundierung vorbehandeln.
  • Silikon mit Kartuschen in die Fugen drücken.

Die Fugen zwischen Bodenfliesen und Wänden oder Sockelleisten dichten Sie mit einer dauerelastischen Dichtmasse ab. Das ist in der Regel Silikon. Es ist in die Fugen zu füllen und gleichmäßig zu verteilen. Danach entfernen Sie überschüssige Dichtungsmasse mit einem Fugenglätter und streichen die Silikonfuge glatt.

5.   Fliesen legen lassen: Welche Kosten entstehen pro m2?

Wir von Tipp-zum-Bau zeigen Ihnen, worauf es beim Kauf von einer Türklinke ankommt. So geben Sie nicht mehr Geld aus als nötig.

Budget planen

Einige haben bei Fliesenverlegung bereits Erfahrung gesammelt. Daher ist für sie die selbständige Verlegung von Fliesen kein Problem. Andere bezweifeln aber, dass sie die Fliesen richtig verlegen können oder haben keine Zeit. Deswegen wenden sie sich an Fachbetriebe.

Viele Fliesenleger rechnen je m2 ab. Andere wiederum veranschlagen einen Stundenlohn. Für Sie ist ein Angebot mit Quadratmeterpreis grundsätzlich verlässlicher. So wissen Sie genau, welcher Endpreis Sie erwartet. Außerdem können Sie Ihr Budget besser planen.

Die Kosten für das Fliesenlegen pro m2 hängen von mehreren Faktoren ab, zum Beispiel:

  • Fliesensorte.
  • Klebeverfahren.
  • Untergrund.
  • Region.

Der Fliesenleger schätzt in seiner Kalkulation den Arbeitsaufwand des Auftrags ein. So legt er den Preis pro m2 fest. Der niedrigste Preisbereich für das Legen von Fliesen pro m2 liegt bei ungefähr 30 €. Bei diesem Preis leistet der Handwerker in der Regel keine anspruchsvolle Arbeit. Aufwändige Muster erstellen und zusätzliche Zuschneide-Arbeiten durchführen wirkt sich auf den Preis aus.

Außerdem variieren die Kosten je nach der Region. Den Preis erhöhen auch komplizierte Muster wie Dekorbänder, Diagonalen und Mosaiken. Auch das Verlegen im Mörtelbett kostet mehr. Hier liegt der Preis zwischen 35 und 60 €.

Fliesenverlegung: Zusatzkosten zum Quadratmeterpreis

Der Fliesenleger stellt allerdings nicht nur das Legen der Fliesen pro m2 in Rechnung. Auch diverse Zusatzarbeiten und Materialien erhöhen den Preis. Ein Posten in der Rechnung ist in der Regel die Anfahrt.

Normalerweise fallen außerdem diverse Vorbereitungsarbeiten vor dem Legen der Fliesen an. Viele Handwerker berechnen für das Spachteln und Grundieren der Flächen einen Preis pro m2. Der Preis kann in Abhängigkeit vom Vorzustand der Fläche variieren.

Für Silikon- und Acrylfugen nehmen die meisten Handwerker etwa zwischen 1 Euro und 1,50 € je Meter. Das Verlegen von Sockel-, Schwellen- und Kantenleisten kostet ungefähr 5 € je Meter.

Auch das vom Fliesenleger verwendete Material bildet einen Posten auf der Rechnung. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Mörtel.
  • Kleber.
  • Acryl.
  • Silikon.
  • Verfugungsmasse.
  • Spachtelmaterial.
  • Wandgrundierung.
  • Fliesen.

Kostenüberblick: Fliesen in der Küche verlegen

Hier finden Sie einen Kostenüberblick für die Fliesenverlegung. In einer 55 m2 großen Küche müssen Sie für die Verlegung von Boden- und Wandfliesen ungefähr mit folgenden Ausgaben rechnen:

Kostenübersicht




Preis

Spachteln und Grundieren250 €
Fliesen und Verfugen von 55 m2 Fläche2.100 €
Silikonfugen spritzen40 €
Kantenleisten anbringen80 €
Materialkosten (ohne Fliesen)250 €
Gesamt2.720 €

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