Fliesen

Fliesen – Für jedes Zimmer geeignet

Angefangen bei der Kachelwand bis hin zu verzierenden Mosaiken – die Auswahl an Materialien und Verlege-Methoden kennt keine Grenzen. Ob Badezimmer, Küche oder Terrasse, hier erfahren Sie wie Sie Ihre Fliesen so verlegen, dass Sie auch noch Jahre später Freude daran haben.



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1. Fliesen – Farben, Fugen und Verlegen

Boden, Fliesenleger, Bad, WC

Passende Fliesen für Ihr Zuhause – erfahren Sie mehr

Fliesen sind ein universal einsetzbarer Belag für Badezimmer, Küche, Terrasse und Co. Sie bestehen aus natürlichen Rohstoffen wie Ton, Kaolin, Quarz und Feldspat. Fliesen bieten eine große Auswahl an Farben, Größen und Einsatzbereichen. Zudem können sie in jedem Bereich Ihres Zuhauses eingesetzt werden. Sogar im Wohnbereich sind sie durch eine Fußbodenheizung ein echter Wohlfühl-Untergrund. Hier erfahren Sie alles über Wandfliesen.  Mehr über Bodenfliesen lesen Sie hier.

2. Die Werkzeuge eines Fliesenlegers

Zum Verlegen braucht es mehr als nur Fliesen und Kleber. Neben traditionellen Werkzeugen greift Ihr Fliesenleger zunehmend auch auf High-Tech-Geräte zurück:

  • Die Grundausstattung:

Zu den typischen Hilfsmitteln des Fliesenlegers gehören Zollstock, Wasserwaage, Stahllineal und Senklot. Mit ihnen kann der Fachmann jeden Raum exakt vermessen und die Fliesen genauestens verlegen.

  • Laser-Distanzmesser:

Laser-Distanzmesser haben Zollstock und Wasserwaage in vielen Bereichen abgelöst. Der Laser misst exakt jede Entfernung und zeigt an, ob Boden oder Wand „im Lot“ sind. Selbst Bleistift und Zettel werden überflüssig – das Gerät speichert auf Wunsch alle gemessenen Daten. Der Clou dabei: Die Informationen können vom Distanzmesser kabellos auf den Laptop übertragen werden.

  • Psychrometer:

Das Multitalent-Messgerät. Mit einem so genannten Psychrometer lässt sich das gesamte Raumklima erfassen: Raum-Temperatur und -Feuchtigkeit werden genauestens gemessen – die Werte erscheinen auf einem Display. Mit externen Sensoren lässt sich sogar die Oberflächen-Temperatur von Wänden und Böden messen. Anhand der Messwerte erkennt Ihr Fliesenleger, wie groß die Schimmelgefahr im Raum ist – so kann er reagieren und rechtzeitig einer Schimmelbildung vorbeugen.

  • Papageienschnabel:

Hinter diesem exotischen Namen verbirgt sich die so genannte Fliesenlochzange. Den Namen verdankt das Werkzeug der Form der Zangenspitze. Mit der Zange lassen sich Fliesen auf den Millimeter genau zurecht brechen.

  • Fliesen-Schneidemaschinen:

Größere Fliesen werden in der Regel passend zurecht geschnitten. Insbesondere dann, wenn es darum geht sehr exakte Winkel zu schneiden, führt kein Weg an einer Schneidemaschine vorbei. Beim Zuschneiden wird die Fliese an einen rechteckigen Winkel an der Maschine angelegt. Mit einem Schneidrad wird die Fliese dann entlang der gewünschten Linie an der Oberfläche eingeritzt. An dieser Kerbe lassen sie sich anschließend mit etwas Druck durchbrechen. Hochwertige Schneidemaschinen haben einen schwenkbaren Schneidearm: Bei diesem kann die gewünschte Gradzahl für den Winkel eingegeben werden, mit dem die Fliese geschnitten werden soll.

  • Zahnspachtel:

Mit dem Zahnspachtel verteilt der Fliesenleger den Fliesenkleber auf dem Untergrund. Seinen Namen hat das Werkzeug von seiner verzahnten Unterseite. Diese hinterlässt Rillen im Kleber, wenn dieser mit dem Spachtel verteilt wird. Durch dieses „Profil“ haben die darauf geklebten Fliesen besseren Halt. Bei größeren Flächen kommt die große Version des Zahnspachtels, die Zahnkelle zum Einsatz.

  • Fliesenkleber:

Hierbei handelt es sich um spezielle Klebemischungen, die sich für die unterschiedlichsten Untergründe eignen. So haben Ihre Fliesen immer sicheren Halt – egal ob an Wand oder Boden. Erfahren Sie mehr dazu später.

  • Schwammbrett:

Mit dem Schwammbrett zieht der Fliesenleger beim Verfugen die überschüssige Fugenmasse ab. Das Schwammbrett besteht aus einem Griff-Aufsatz, an dessen Unterseite ein Schwamm befestigt ist. Für Heimwerker-Arbeiten aller Art sind Schwämme mit mittelgroßen Poren gut geeignet.
Wichtig: Nach der Arbeit muss das Schwammbrett gut gereinigt werden – ansonsten verkleben Schmutzteile mit dem Schwamm.

3. Verlegen Ihrer Fliesen leicht gemacht

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Nützliche Tipps und Tricks zum Verlegen Ihrer Fliesen

Wer ohne jede Erfahrung Fliesen legt, begeht schnell unnötige Fehler – gerade bei großen Flächen. Doch bei Handwerksarbeiten im Eigenheim selbst Hand anzulegen, spart bares Geld. Damit Sie als Heimwerker erfolgreich sind, gibt es an dieser Stelle ein paar nützliche Tipps und Tricks zum Verlegen Ihrer Fliesen:

Vom Musterbeispiel zum gefliesten Traum

  • Vorbereiten des Untergrunds:

Egal ob, Estrich, Holzdiele, Beton oder Naturstein: Ihre Fliesen lassen sich nahezu auf jedem Untergrund verlegen. Voraussetzung ist jedoch, dass der Grund tragfähig ist und keine Risse aufweist. Außerdem sollte er möglichst glatt und frei von Fett, Staub oder anderen Beschichtungen sein, die die Haftung des Fliesenklebers mindern. Bevor Sie fortfahren, sollten Sie Ihren Untergrund zum Schutz vor Feuchtigkeit unbedingt abdichten.

  • Die Fliesen richtig verlegen:

Nun geht es ans Verlegen. Damit die Fliesenreihen am Ende gerade liegen, wird vorher eine Richtschnur gespannt. In rechtwinkligen Räumen beginnen Sie mit dem Verlegen am besten in der Mitte des Raumes – die Richtschnur muss dabei parallel zu den Wänden gespannt sein. Etwas komplizierter wird es, wenn die Wände nicht rechtwinklig zueinander stehen. Verbinden Sie die Mittelpunkte der zwei Hauptwände mit einer Richtschnur. Beginnen Sie bei einer dieser Wände und verlegen Sie die Fliesen entlang der Richtschnur. Danach arbeiten Sie sich links und rechts parallel zu der ersten Reihe weiter vor.

  • Das Dickbett-Verfahren:

Das so genannte Dickbett-Verfahren ist die Standard-Methode beim Fliesenverlegen. Dabei werden die Fliesen in ein ca. 15 mm dickes Mörtelbett verlegt. Die Dicke der Mörtelschicht hat den Vorteil, dass kleine Unebenheiten des Untergrunds problemlos ausgeglichen werden. Die Fliesen werden erst vorsichtig in den Mörtel gelegt und dann mit vorsichtigen Schlägen planeben festgeklopft. Der Nachteil des Verfahrens ist jedoch, dass es relativ viel handwerkliches Geschick und Know-how erfordert.

  • Das Dünnbett-Verfahren:

Diese Methode ist handwerklich einfacher als das Dickbett-Verfahren. Hierbei ersetzen in der Regel Fliesenkleber das Mörtelbett. Je nach Untergrund und Anwendungs-Gebiet muss hier nur der passende Kleber gewählt werden.

Drei verschiedene Klebe-Verfahren

  • Das Floating-Verfahren:

Beim Floating-Verfahren wird der Fliesenkleber auf dem Untergrund verteilt und dann die Fliese fest angedrückt. So werden vor allem Fliesen im Innenraum verlegt. Tragen Sie eine dünne Kleberschicht auf den Untergrund auf und „kämmen“ Sie diese gleichmäßig mit dem Zahnspachtel durch. Die Fliesen werden dann schräg zu den Kämmlinien verlegt.

  • Die Butterung-Methode:

Genau anders herum funktioniert die Butterung-Methode. Hier wird die Fliese mit Kleber bestückt und dann verlegt. Diese Technik empfiehlt sich besonders bei Keramikfliesen mit einem starken Profil auf der Rückseite.

  • Das Butterung-Floating-Verfahren:

Beim Butterung-Floating-Verfahren wird sowohl auf dem Untergrund als auch auf die Fliese Kleber verteilt. Durch das doppelseitige Auftragen des Klebers wird vermieden, dass sich in der Klebschicht Hohlräume bilden, in denen sich Wasser sammeln könnte. Ein Vorteil, der sich besonders in Nass- und Außen-Bereichen auszahlt.

4. Wissenswertes über Fliesenkleber 

Fliese, Kachel, Bad, WC

Mit dem passenden Fliesenkleber ein optimales Ergebnis erzielen

Das Angebot an Fliesenklebern ist enorm: Von Küche und Bad bis hin zu Flur und Außenbereichen – für nahezu jedes Anwendungsgebiet gibt es speziell abgestimmte Kleber für Ihre Fliesen. Achten Sie deshalb beim Kauf genau darauf, für welche Vorhaben sich dieser am besten eignet. Nur mit dem passenden Kleber erzielen Sie am Ende ein optimales Ergebnis.

Neben Schnell-, Dispersionskleber und hydraulisch härtendem Klebemörtel, findet auch der flexible Fliesenkleber in den letzten Jahren immer mehr Anklang. Im Folgenden erhalten Sie einen kurzen Überblick der verschiedenen Kleberarten:


  • Schnellkleber:

Mittels Schnellkleber sind Böden, wie der Name schon verrät, schnell wieder begehbar. Ihre eigens verlegten Fliesen können bereits nach wenigen Stunden wieder betreten werden.

  • Dispersionskleber:

bestehen aus einer Mischung von Kunstharzteilchen und Wasser. Die Verarbeitungszeit des Dispersionsklebers hängt davon ab, wie schnell das Wasser verdunstet und dadurch der Kleber (bzw. das Kunstharz) erhärtet. Der Vorteil: Auch 15 Minuten nach dem Verlegen lassen sich Ihre Fliesen noch leicht in ihrer Lage korrigieren. Die lange Trockenzeit dagegen kann sich als Nachteil erweisen.

  • Klebemörtel:

Hydraulisch härtende Klebemörtel sind Fliesenkleber auf Zementbasis, die nur als Trockenmischung erhältlich sind. Vor dem Verarbeiten müssen Sie mit Wasser angemischt und klumpenfrei verrührt werden. Nach dem Aushärten ist er besonders gegen Nässe, Frost und raue Witterungsverhältnisse extrem beständig. Der perfekte Kleber für Ihre Fliesen im Außenbereich.

 Tipps:

  • Reinigen Sie die Geräte rechtzeitig, bevor der Kleber austrocknet.
  • Setzen Sie bei der Auswahl des Klebers unbedingt auf Qualität statt auf billige Produkte. Ein hochwertiger Kleber ist ergiebiger.
  • Mit dem flexiblen Fliesenkleber haften Ihre Fliesen auch auf glatten Untergründen. Ein Vorteil, der Ihnen besonders beim Verlegen von Ihren Wandfliesen zu Nutze kommt. Denn dabei brauchen Ihre Fliesen besonders festen Halt, um dauerhaft fest an der Wand zu sitzen.
  • Aber Vorsicht: Nicht alle Hersteller nutzen die Bezeichnung „flexibel“. Achten Sie darauf, dass der Kleber die DIN 12004 (Mörtel und Klebstoffe für Fliesen und Platten) erfüllt.
  • Der Sonderfall: Fliesen aus Naturstein. Verwenden Sie besser einen speziellen Naturstein-Kleber. Der Grund: Herkömmliche Fliesenkleber können bei Naturstein zu Verfärbungen führen.

5. Fliesenleger finden

Sie planen Fliesen verlegen zu lassen und benötigen fachmännischen Rat vor Ort?

Ihr Fliesenleger in Ihrer Nähe hilft Ihnen gerne.

6. Wartung: Fliesen reparieren

Risse und Löcher in Fliesen sind nicht schön anzusehen – egal ob in der Küche, im Badezimmer oder im Wohnraum. Als Lösung stehen Ihnen zwei Optionen zur Auswahl: Die Fliese austauschen oder reparieren. Bei größeren Rissen ist ein Austausch erforderlich. Kleinere Schäden werden jedoch ausgebessert. Wer sparen und keinen Fliesenleger engagieren möchte, nimmt das selbst in die Hand.

Und so wird es gemacht:

  • Reinigen Sie die beschädigte Fliese zunächst. Mit Fliesenreiniger und einem Schwamm oder Tuch gelingt das ganz leicht. Lassen Sie die Fliese anschließend trocknen.
  • Kleben Sie die Fliese mit Malerkrepp ab. So schonen Sie die umliegenden Fliesen.
  • Schließen Sie die beschädigten Stellen. Dazu eignen sich entweder Reparaturkleber oder entsprechende Spachtelmasse. Nutzen Sie zum Auftragen eine Auspresspistole und anschließend einen Spachtel zum modellieren.
  • Lassen Sie die Reparaturmasse nach Herstellerangaben trocknen. Entfernen Sie das Malerkrepp.
  • Schleifen Sie Überstände vorsichtig ab und rauen Sie das Füllmaterial vorsichtig auf. Anschließend reinigen Sie die Fliese erneut.
  • Abschließend lackieren Sie die Fliese neu. Die entsprechende Farbe mischen Sie eventuell an. Lassen Sie den Lack nun trocknen. Bei kleineren Kratzern hilft schon ein Lackstift.

7. Wartung: Fliesen austauschen

Kleinere Beschädigungen an Fliesen lassen sich meist ausbessern. Ist der Schaden aber doch zu groß, ist es notwendig die Fliese auszutauschen. Wer dafür nicht extra einen Fliesenleger engagieren will, erledigt das einfach selbst.

Lesen Sie hier wie Ihnen das ganz leicht gelingt:

  • Entfernen Sie den umliegenden Fugenmörtel bzw. Silikon. Umkleben Sie dazu die auszutauschende Fliese mit Malerkrepp. Achten Sie darauf, dass die umliegenden Fugen der Fliese frei bleiben. Mit einem Fugenmesser, Winkelschleifer oder Multifunktionstool entfernen Sie nun den Fugeninhalt. Für Silikon bietet sich ein Cuttermesser an.
  • Entfernen Sie nun die beschädigte Fliese mit Hammer und Meißel. Schlagen Sie dazu zunächst ein Loch in die Mitte. Anschließend entfernen Sie die Fliese Stück für Stück.
  • Reinigen Sie nun den Untergrund. Entfernen Sie dazu Staub und lose, alte Fliesenteile. Hierfür eignet sich ein Staubsauger. Danach entfernen Sie die Reste des alten Fliesenklebers. Im Anschluss bessern Sie eventuelle Unebenheiten mit Mörtel aus.
  • Als nächstes passen Sie die neue Fliese an. Ermitteln Sie die richtigen Maße und schneiden die neue Fliese zu. Daraufhin mischen Sie Fliesenkleber an und tragen ihn auf die freie Fläche auf. Mit einem Gummihammer stellen Sie sicher, dass die Fliese bündig sitzt. Mit Keilen garantieren Sie einen gleichmäßigen Abstand zu den umliegenden Fliesen. Warten Sie nun bis der Kleber getrocknet ist.
  • Als letztes bringen Sie die neue Fugenmasse an. Wand- und Deckenabschlüsse sparen Sie dabei aus. Entfernen Sie überschüssige Fugenmasse mit einem angefeuchteten Schwamm. Wand- und Deckenabschlüsse sind Dehnungsfugen und werden mit Silikon verfugt.

8. Fliesen-Trends

Verschiedene Fliesen Trends bei Tipp zum Bau.

Detaillarbeit kostet. Aufwand und Zeit bestimmen den Preis.

Trends gibt es auch für Fliesen. Trends gibt es auch für Fliesen. Für jeden Geschmack gibt es die richtige Fliese.

Sie sind auf der Suche nach einer neuen Optik für Küche, Bad oder Wohnraum?

Wir haben für Sie aktuelle Trends zusammengefasst.


  • Metalloptik. In Bädern setzen Sie mit Metallimitationen edle Akzente. Der Vorteil gegenüber echtem Metall ist die problemlose Reinigung.
  • Kleine Formate bilden einen Gegentrend zum beliebten Großformat der Fliesen. Die kleinen Fliesen lassen sich vielfach kombinieren und kommen in exotischen Schnitten daher. Ob Hexagon oder Rhombe – Ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
  • Dschungelmotive sorgen für einen unwiderstehlichen Naturlook in Ihrem Haus.
  • 3D-Technik verhilft Fliesen zu immer neuen Looks. Verschiedene Oberflächenstrukturen verhelfen Ihnen zu neuem Glanz im Zuhause.
  • Marmor steht nach wie vor hoch im Kurs.
  • Auch Naturstein-Optik erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit.
  • Holzoptik-Fliesen sind ein Klassiker. Die Imitationen werden dabei immer besser und täuschen selbst Experten.
  • Wärmere Farben bilden den Kontrast zur cool-grauen Industrie-Optik. Auch hier lässt sich frei kombinieren.

9. Die Kosten für einen Fliesenleger 

Die Kosten für einen Fliesenleger variieren. Lesen Sie hier welche Faktoren dafür eine Rolle spielen.

  • Es gibt regionale Unterschiede. In Gegenden mit hohen Lebenshaltungskosten veranschlagen Fliesenleger oft höhere Preise.
  • Die Art der Fliesen spielt eine Rolle. Große Formate lassen sich meist schneller verlegen. Die Arbeitszeit ist deshalb kürzer. Kleinere Fliesen oder Fliesen mit besonderem Muster sorgen meist für einen Aufpreis.
  • Die Verlegungsart nimmt Einfluss auf den Preis. Dickschichtige Mörtelbetten für Natursteinplatten sind teurer, weil sie in der Erstellung länger brauchen.
  • Ein aufwändiges Fliesenmuster zu legen erhöht den Preis für den Fliesenleger. Auch hier ist der größere Zeitaufwand bestimmend.
  • Das Raumformat spielt ebenfalls eine Rolle. Treppen oder viele Nischen erfordern viel Schneidarbeit für den Fliesenleger.
  • Zusatzarbeiten für den Fliesenleger fallen ebenfalls ins Gewicht. Dazu zählen Vorbereitungsarbeiten, Fugen dichten und Kantenschienen setzen. Auch Anfahrts- und Materialkosten kommen dazu.

Erfahren Sie alles über Kosten für den Fliesenleger bei Tipp-zum-Bau

Detaillarbeit kostet. Aufwand und Zeit bestimmen den Preis.




In der folgenden Tabelle finden Sie eine beispielhafte Kostenübersicht. Im Beispiel wird ein 40qm großer Flur mit Fliesen belegt. Verlegt wird im Mosaikmuster mit Dünnschichtmörtel. Für seine Arbeit verlangt der Fliesenleger 45€ pro Quadratmeter. Rundherum wird eine Sockelleiste in demselben Material wie die Bodenfliesen angebracht. Der Fliesenleger hobelt dazu drei angrenzende Türblätter ab, um sie an das Bodennieveau anzupassen. Dafür berechnet er 50€ Stundenlohn.

PostenPreis
Fliesen legen und verfugen1800€
8 Stunden Zusatzarbeiten400€
Anfahrt (5x)300€
Sockelleiste125€
Material250€
Summe2875€

10. Umweltfreundliche Fliesen aus Deutschland

Auch beim Wohnen und Bauen sind ökologisch verträgliche, langlebige Baustoffe gefragt. Das schließt Fliesen mit ein. Auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit gelten deutsche Fliesenhersteller als Vorreiter.

Unter dem Bundesverband Keramische Fliesen e.V. schließen sich mehrere Hersteller zusammen. Der Verband vertritt die Werte des Ressourcen schonenden Einsatzes von Energie und Rohstoffen. Auch eine umweltfreundliche Produktion zählt zu diesen. Seit 2011 führen die Hersteller des Bundesverbandes das IBU-Siegel. Das Siegel stammt vom Institut für Bauen und Umwelt. Als unabhängiges Öko-Label belegt es die Nachhaltigkeit der Produkte.

11. Lebenszyklus einer Fliese aus deutschen Werken

Von der Produktion bis zur Entsorgung hat eine Fliese im Optimalfall eine lange Nutzungsdauer. Bei jedem Schritt auf diesem Weg hat eine nachhaltige Fliese Auswirkungen auf die Umwelt. Welche das sind sehen Sie hier.

Rohstoffgewinnung und HerstellungUmwelteffekte
  • Natürliche und heimische Rohstoffe: Ton, Feldspat, Kaolin

  • Regionale Zulieferer (kurze Transportwege)

  • Aktives Umwelt- und Energiemanagement

  • regelmäßige Qualitätskontrollen
  • Spart sehr viel CO2

  • Ressourcen werden geschont

  • Wasserschutz

Lebens- und NutzungsdauerUmwelteffekte
  • Hohe Lebensdauer

  • Geringer Renovierungsaufwand

  • Raumluft wird nicht durch Wohngifte belastet

  • Minimaler Reinigungsaufwand durch neuartige Oberflächenveredelungen
  • Ressourcen werden geschont

  • Umwelt wird nicht unnötig durch Reinigungsmittel belastet

RecyclingUmwelteffekte
  • Fliesen können als mineralischer Sekundärbaustoff wiederverwertet werden

  • Grundstoff für neue Fliesen

  • Langfristige Ressourcenschonung
  • 12. Geschichte der Fliese

    Seit Menschen gedenken ist die Fliese die älteste Wand- und Bodenbekleidung. Ihre Geschichte lässt sich mehrere tausend Jahre zurückverfolgen. Auch heutzutage existiert keine vergleichbare Alternative. Das Grundmaterial ist Ton und schon über eine Millionen Jahre alt.

    Vor etwa 10.000 Jahren wurden die ersten Behältnisse aus Ton hergestellt. 2.600 v. Chr. benutzten die alten Ägypter Platten aus Ton erstmals als Wandschmuck. Die Mauren brachten die Keramikfliesen nach Europa. Vor rund 1000 Jahren kamen sie dann nach Deutschland. Inzwischen sind Fliesen aus Häusern und Wohnungen nicht mehr wegzudenken. In allen möglichen Farben, Formen und Größen geben sie mehr kreativen Spielraum denn je.

    13. Die Keramikfliese

    Die erste Assoziation mit Fliesen ist meist die Keramikfliese. Sie sind nach wie vor die am häufigsten eingesetzten Fliesen. Es wird hierbei in drei Kategorien unterteilt: Steingut, Steinzeug, Feinsteinzeug. Diese drei Arten basieren alle auf einem Ton, Sand und Feldspat-Gemisch. Der Unterschied liegt in den weiteren Zutaten und der Brenntemperatur.

    • Steingutfliesen lassen sich besonders gut zuschneiden, weil sie sehr grobporig sind. Damit eignen sie sich perfekt für das Verlegen in verwinkelten Bereichen. Sie sind allerdings nicht sehr belastbar. Deswegen kommen sie eher als Wandfliesen zum Einsatz. Durch die Porosität sind sie außerdem sehr Wasser aufnahmebereit. Weil sie deswegen nicht frostsicher sind, kommen sie eher im Innenbereich zum Einsatz. Steingutfliesen sind nur in glasierter Form erhältlich. Ansonsten wäre das Material zu anfällig für Verschmutzungen.
    • Steinzeugfliesen nehmen deutlich weniger Wasser auf, weil sie ein dichteres Fliesenmaterial aufweisen. Sie sind damit frostsicher. Außerdem sind sie robuster gegen Säure und Laugen sowie gegen Verschleiß und Abrieb. Daher eigenen sie sich als Bodenfliesen im Innen- und Außenbereich. Steinzeugfliesen sind in glasierter und unglasierter Ausführung erhältlich.
    • Feinsteinzeugfliesen haben eine sehr hohe Materialdichte und sind nur wenig porös. Sie nehmen außerdem extrem wenig Wasser auf. Damit eignen sie sich sehr gut als Bodenbelag für Innen und Außen. Durch ihre hohe Robustheit eigenen sie sich für stark belastete Böden. Die Fliesen sind glasiert und unglasiert erhältlich.

    Eine Alternative zu Keramikfliesen bilden Natursteinfliesen. Diese bestehen meist aus Marmor oder Granit. Aber auch Basalt, Kalkstein, Sandstein, Travertin, Schiefer oder Quarzit sind mögliche Materialien. Durch die unterschiedlichen Maserungen bringt jede Fliese ihre individuelle Optik mit. Dadurch wirkt die Raumgestaltung lebendiger.

    14. Glasierte und unglasierte Fliesen

    Glasierte Fliesen sind leichter zu reinigen, weil sie schmutzabweisend sind. Durch die Glasur sind sie verstärkt resistent gegen UV-Strahlung. Auch gegen chemische Einflüsse hilft eine Glasur. Durch ihre wasserabweisenden Eigenschaften bieten sich glasierte Fliesen für den Einsatz in Nassbereichen an. Hierbei spielt allerdings die Rutschfestigkeit eine große Rolle. Glasuren weisen verschiedene Farbtöne und Oberflächenoptiken auf. Keramikfliesen gibt es zum Beispiel in Holzoptik.

    Unglasierte Fliesen wiederum sind weniger anfällig für Kratzer und rutschfester. Sie eignen sich damit für besonders beanspruchte Bereiche. Neben glasierten Fliesen gibt es auch polierte oder anpolierte Fliesen. Beachten Sie hierbei, dass diese nicht rutschfest sind. Imprägnieren sorgt dann für Abhilfe.

    15. Fliesen richtig entsorgen

    Nach den Renovierungsarbeiten gilt es die alten Fliesen zu entsorgen. Weil das Material zu Bauschutt zählt, entsorgen Sie es bitte nicht einfach über den Hausmüll. Fliesen werden nicht als Werkstoffe betrachtet. Das heißt:

    • Auch Glasfliesen werfen Sie nicht einfach in den Altglas-Container.
    • Fliesen werden nicht mit anderen keramischen Produkten wie Tellern entsorgt. Für die Entsorgung von Baustoffen gibt es bestimmte Regeln und Vorgaben.

    Unterscheiden Sie als erstes zwischen benutzten und unbenutzten Fliesen, die zu entsorgen sind.

    • An benutzten Fliesen haften meist unterschiedliche Stoffe, wie Putz oder Fliesenkleber. Entsorgen Sie sie also fachgerecht als Bauschutt.
    • Kleine Mengen Bauschutt geben Sie am besten bei der nächsten Deponie ab. Verpacken Sie für den Transport alles staubdicht.

    Zu den Auflagen für die Selbstanlieferung und über Gebühren erkundigen Sie sich bei der Deponie. Werden größere Mengen benutzter Fliesen entsorgt, wenden Sie sich an einen qualifizierten Fachbetrieb. In diesem Fall ist es sinnvoll sich im Vorfeld über Folgendes zu erkundigen:

    1. Wird Ihnen ein Bauschutt-Container zur Verfügung gestellt und wieder abgeholt?
    2. Worauf belaufen sich die Kosten?
    3. Wie ändern sich die Kosten bei Containern für benutze Fliesen oder gemischten Bauschutt?

    16. Fliesen streichen

    Eine günstige Alternative zur kompletten Renovierung ist das Streichen. In vier Schritten zeigen wir Ihnen, wie das geht:

    1. Zunächst werden einige Vorbereitungen getroffen. Entfernen Sie trennend wirkende Substanzen wie Öle, Fette, Gummiabrieb oder Silikon restlos. Dichtstoffe werden mechanisch entfernt. Reinigen Sie den Kontaktbereich im Anschluss mit Silikonentferner. Schleifen Sie die Fliesen danach leicht an und reinigen sie diese gründlich.
    2. Als nächstes grundieren Sie die Fliesen. Streichen Sie dabei zuerst die Fugen mit einem Ringpinsel vor. Für die Flächen verwenden Sie anschließend eine Schaumstoffwalze.
    3. Wenn die Grundierung trocken ist, streichen Sie die Fugen vor. Auch hierfür nehmen Sie wieder den Ringpinsel.
    4. Als letztes greifen Sie wieder zur Rolle und streichen die Flächen. Führen Sie zwei Anstriche durch, um eine gute Wasserbeständigkeit zu erzielen.

    17. Fliesen im Überblick

    Fliesen sind äußerst vielfältig. Mit ihren bunten Erscheinungsbildern bieten sie Ihrem Zuhause nahezu unendliche Gestaltungsmöglichkeiten. Ob unterschiedliche Größen, Formen, Farben oder Materialien – Ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

    Fliesen zu verlegen ist kein Hexenwerk. Engagieren Sie dennoch lieber einen Fliesenleger, wenn Sie besondere Wünsche haben. Denn gut gelegte Fliesen haben eine längere Lebensdauer. Deutsche Fliesenhersteller sind bemüht Fliesen möglichst nachhaltig zu produzieren. Setzen Sie also auf heimische Produkte, um die Umwelt zu schützen.

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