Funksysteme (Smart Home)

Das Funksystem in Ihrem Smart Home

In Zeiten von Home Office spielt die Automatisierung des Eigenheims eine immer größere Rolle. Weil viele Menschen ihre Zeit daheim verbringen, steht die Optimierung des Hauses im Vordergrund. Damit verbinden Sie in erster Linie Gebäudeautomatisierungen und im Allgemeinen den Begriff Smart Home. Erfahren Sie, welche Rolle die Funksysteme dabei spielen.

1. Wofür sind Funksysteme die Grundlage?

Tipp zum Bau informiert über Funksysteme im Smart Home.

Die Bedienung des Smart Homes erfolgt oft über Sprachassistenten.

Jede Heimvernetzung und Automation basiert auf einem Funksystem. Der Begriff Smart Home ist heutzutage in aller Munde. Zu Beginn war das Smart Home belächelt und aufgrund der spionageartigen Möglichkeiten verteufelt. Während der Pandemie verbringen die meisten Menschen Ihre Zeit daheim. Viele haben verstanden, dass ein Smart Home mehr ist als Alexa und Co. Automatisierung und die Möglichkeit, das Haus smart zu machen, begeistern immer mehr. Die Grundlage dafür bietet das Funksystem. Vor dessen Erklärung stellt sich eine einfache Verständnisfrage:

Was genau gehört in ein voll ausgestattetes Smart Home? Was lässt sich alles automatisieren? Und was macht das richtige Funksystem aus? Unter Smart Home kommen sämtliche Geräte zusammen, welche Sie auf eine smarte Art steuern. Dazu gehört die Steuerung per Stimme, Smartphone, Tablet, etc. Doch es gibt auch herkömmliche Lichtschalter in einem Smart Home. Diese Geräte sind in der Regel Teil eines smarten und automatisierten Hauses:

  • Smarte Steckdosen steuern alles, was Sie daran anschließen. Der Vorteil dabei ist, dass sie wirklich alles steuern. Das Smarte an sich lässt jedoch zu wünschen übrig. Ist das Gerät selbst nicht smart, lässt es sich nur an und aus schalten.
  • Lampen oder Glühbirnen sind oft smart. Neben An- und Ausschalten sind Sie in der Lage, Ihr Licht zu dimmen. In manchen Fällen lassen sich auch sämtliche Farben einstellen.
  • Rollladen und Jalousien sind ein gern automatisierter Bereich. Pünktlich zum Filmabend dunkeln sie das Wohnzimmer ab. Nachts sorgt die Automation für ein dunkles Schlafzimmer. Morgens fährt das Rollo automatisch hoch, um Sie mit Sonnenlicht zu wecken.
  • Sie brauchen sie nur im Winter. Dennoch ist eine smarte Heizung beliebt. In Kombination mit Sensoren stoppt die Heizung beim Öffnen des Fensters. Alternativ schaltet sich die Heizung aus, sobald die letzte Person das Haus verlässt. Das spart Ihnen bares Geld.
  • Die Sicherheit Ihres Hauses ist Ihnen sehr wichtig. Deshalb gehören auch Alarmanlagen und Kameras zum Smart Home. Nachts oder unterwegs: Ihr Zuhause ist sicher.
Tipp zum Bau zeigt Ihnen, welche Geräte über ein Funksystem zum Smart Home gehören. 

Kameras und Licht sind beliebte Geräte im Smart Home.

Gelegentlich befinden sich auch Küchengeräte und andere Alltagshelfer unter Ihren smarten Geräten. Alle diese Geräte haben eine Gemeinsamkeit. Sie lassen sich auf mehr als nur die herkömmliche Art steuern. Um eine Kommunikation zwischen den Geräten herzustellen, benötigen Sie ein spezielles Funksystem. In der Regel sind verschiedene Systeme unterschiedlicher Hersteller nicht zueinander kompatibel. Aus diesem Grund ist die richtige Auswahl Ihres Funksystems essentiell.

2. Nach welchen Prinzipien suchen Sie das richtige Funksystem aus?

Es gibt Punkte, die dem ein oder anderen mehr oder weniger wichtig sind. Je nachdem, welche Aspekte eine Rolle spielen, empfiehlt sich ein anderes Funksystem. Für jede Priorität bietet ein anderer Hersteller die optimale Lösung. Tipp zum Bau stellt Ihnen die Kategorien vor, nach denen Sie Ihr Funksystem wählen:

Tipp zum Bau informiert Sie über die Kapazität von Funksystemen.

Das Smart Home und Ihr Funksystem hören nicht an den Hauswänden auf.

Die maximale Anzahl an Geräten

Das Smart Home und das zugrunde liegende Funksystem bietet beinahe grenzenlose Möglichkeiten. Genauso sieht es aus, wenn es um die Größe des automatisierten Hauses geht. Ob Sie die kleine Mietwohnung oder das Einfamilienhaus smart machen – Beides ist möglich. Doch je größer die Wohnfläche, desto mehr Geräte brauchen Sie. Je mehr Bewohner, desto mehr Steuerungsgeräte sind notwendig. Eventuell machen Sie auch Bereiche im Garten smart. Deshalb ist es wichtig zu wissen, wie hoch die maximale Kapazität in Ihrem Funksystem ist.

Wichtig ist, dass Funksysteme erst ab sehr vielen Geräten an ihre Grenzen kommen. Vor dem Kauf oder der Installation eines Funksystems informieren Sie sich am besten intensiv. Tipp zum Bau gibt Ihnen hierzu ein paar Beispiele:


  • Bei der Telekom pflegen Sie maximal 20 Geräte in Ihr Smart Home ein.
  • AVM, bekannt durch die FritzBox, inkludiert bis zu 34 Dect-Geräte gleichzeitig.
  • Viele Hersteller halten sich bedeckt. Eine genaue Obergrenze scheint es bei den meisten modernen Funksystemen nicht zu geben. Die Ausfallquote steigt jedoch mit einer größeren Zahl von Geräten.

Art der Geräte

Machen Sie sich bewusst, welche Geräte Sie in Ihrem Smart Home brauchen. Nicht jedes Funksystem ist mit jeder Art kompatibel. Informieren Sie sich vor der Anschaffung, ob Ihr bevorzugtes Funksystem die folgenden Geräte unterstützt. Es sind teilweise exotische Geräte dabei, weshalb sich ein Blick lohnt:

  • Bewegungsmelder.
  • Wassermelder.
  • Rauchmelder.
  • Steckdosen.
  • Lampen mit ungewöhnlichen Fassungen.
  • Heizgeräte.
  • Luftreiniger.
  • Luftentfeuchter.

Reichweite

Große Unterschiede gibt es auch in der Reichweite innerhalb des Funksystems. Was bei kabelgebundenen Systemen kein Problem ist, schränkt Sie bei Funksystemen ein. Entscheidend ist, ob die angesteuerten Geräte über Bluetooth- oder eine eigene WLAN-Anbindung verfügen. Bluetooth ist in den meisten Fällen auf 10-20 Meter begrenzt. Möbel und Mauern schwächen das Signal. Sogenannte Reichweiten-Erweiterer (Range-Extender) umgehen das Problem. Jedoch ist eine WLAN-Verbindung meist praktischer. Für große Häuser mit mehreren Stockwerken bietet sich diese Lösung an.

Sicherheit und Normen

Im Zeitalter der Digitalisierung gilt es vor allem, die Sicherheit zu wahren. Das gilt auch und vor allem bei Ihrem Funksystem. Je mehr Geräte Sie mit aktivem Internetanschluss nutzen, desto wahrscheinlicher ist ein Ausfall. Gründe dafür sind Überlastung oder Angriffe von Dritten. Bei Hackerangriffen ist jedes Gerät eine mögliche Gefahr. Besonders Kameras und Mikrofone sind im Bezug auf Datenschutz sensibel. Deshalb geben sich die Hersteller verschiedener Smart Home-Lösungen Mühe bei der Sicherheit. Ein besonders sicherer oder unsicherer Standard lässt sich nicht ausmachen.

Es gibt jedoch unterschiedliche Normen und Richtlinien, zu denen sich die Hersteller verpflichten. Apple ist bekannt für seinen hohen Datenschutz. Mit den Konkurrenten Google und Amazon sind deutlich mehr und günstigere Geräte kompatibel. Um mit Apples HomeKit kompatibel zu sein, ist das Einhalten des HomeKit-Zertifikats notwendig. Dieses verpflichtet Hersteller zu Datenschutz und Sicherheit. Solche Vorgaben helfen Ihnen, sicherere Systeme ausfindig zu machen. Apple beispielsweise legt hier Wert auf Sicherheit, Zuverlässigkeit und Hochwertigkeit.

Stromverbrauch

Tipp zum Bau informiert Sie über den Stromverbrauch Ihres Funksystems.

Unterschiedliche Funksysteme verbrauchen unterschiedlich viel Strom.

In Zeiten der grünen Energiegewinnung ist Strom ein teures Gut. Alternative Stromquellen verdrängen fossile Energieträger. Das kostet. Dementsprechend sind Hausbesitzer auf der Suche nach der günstigsten Stromquelle. Doch nicht nur der Stromtarif spart Ihnen Geld. Auch die Wahl der Endabnehmer ist wichtig. Bei smarten Produkten steht die Bezeichnung LE für einen geringen Energieverbrauch. Prinzipiell ist zu beachten, dass eine smarte Glühbirne auch im Standby Strom verbraucht. Während das herkömmliche Licht nur während des Betriebs aktiv ist,schaltet sich das smarte Produkt nie ab. Das verbraucht Strom, dafür ist das Gerät auch permanent erreichbar.

Alternativ dazu ist die Bluetooth-Verbindung stromsparender. Bei dieser Variante besteht keine dauerhafte Verbindung. Die Antwortzeiten des Geräts sind deswegen jedoch höher. Während WLAN-Modelle innerhalb einer Sekunde schalten, braucht die Bluetooth-Verbindung bis zu fünf Sekunden. Achten Sie darauf, welches Funksystem welche Geräte möglich macht.

3. Diese Funksystem-Standards gibt es

Es gibt verschiedene Standards, welche alle unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Machen Sie sich selbst klar, welche Erwartungen Sie an Ihr Smart Home haben. Danach entscheiden Sie, welches Funksystem am besten zu Ihnen passt. Tipp zum Bau stellt Ihnen ein paar Standards vor.

BLE

BLE ist die Abkürzung für Bluetooth Low Energy. Bluetooth ist ein Funksystem, welches Sie in erster Linie von Ihrem Smartphone kennen. BLE ist eine erweiterte Form dieses Standards, der besonders wenig Energie verbraucht. Der geringe Verbrauch macht das Funksystem interessant für Hintergrundaktivitäten. Beispiele dafür sind Automatisierungen im Smart Home sowie Bewegungsprotokolle. Solche Protokolle nutzt beispielsweise die Corona-Warn-App der Bundesregierung. Die Kontaktverfolgung läuft energiesparend im Hintergrund, darunter leidet jedoch die Reichweite. Tipp zum Bau fasst die wichtigsten Punkte zu Bluetooth Low Energy zusammen:

  • Reichweite von etwa 10 Metern.
  • Geringer Stromverbrauch.
  • Hohe Kompatibilität.
  • Weit verbreitet.
Tipp zum Bau informiert über die verschiedenen Funksysteme.

Es gibt mehrere Funkstandards für Ihr Smart Home.

DECT ULE

DECT ist die Abkürzung für Digital Enhanded Cordes Telecommunications. Die Version ULE gibt es seit dem Jahr 2011 und steht für Ultra Low Energy. Es handelt sich also, wie bei BLE, um ein sehr energiesparendes Funksystem. Diese Besonderheit macht das Funksystem beliebt bei batteriebetriebenen Geräten in Ihrem Smart Home. Dect ist ursprünglich für den Gebrauch in Festnetztelefonen konzipiert. Wir fassen Ihnen die wichtigsten Punkte von DECT ULE zusammen:

  • Hohes Sicherheitsrisiko, da einfach abzuhören.
  • Vergleichsweise geringe Reichweite.
  • Geringer Stromverbrauch.

KNX-Standard

Der KNX Standard ist ein sogenannter Feldbus. Bussysteme in der Gebäudeautomation sorgen für eine einwandfreie Kommunikation zwischen Sensoren. Ein Feldbus ist ein Funksystem, worüber Sensoren miteinander in Verbindung stehen. Das System bezieht Informationen über einen Sensor und verarbeitet diese weiter. Beispielsweise sorgt ein Bewegungssensor dafür, dass sich bei erkannter Bewegung automatisch Licht anschaltet. Das geht ebenfalls über normale Bluetooth Sensoren, jedoch ist die Reaktionszeit bei KNX besser. Tipp zum Bau hat die Vorteile aufgelistet:

  • Einfache Umprogrammierung von Schaltern.
  • Sehr individuelle Funktionen.
  • Zuverlässige Abläufe dank Verkabelung.

KNX-Funksystem

Der KNX Standard ist demzufolge also kein Funksystem. Erst durch KNX-RF kommt eine kabellose Komponente hinzu. Diese Variante funktioniert jedoch auf die gleiche Weise. Die Funkübertragung findet auf 868 MHz statt. Die neueste Entwicklung ist KNXnet. Hierbei steuern Sie das Smart Home über eine herkömmliche LAN-Verbindung.

Enocean

Eine sehr interessante Variante stellt Enocean da. Hierbei ist keine Energieversorgung notwendig. Was zuerst komisch klingt, lässt sich leicht aufklären. Geräte, die über das Enocean-Protokoll laufen, beziehen Ihre Energie aus Bewegung, Licht oder Temperaturdifferenzen. Sie sind dadurch autark und am sparsamsten.

HomeMatic

Unter dem Namen HomeMatic verkauft der Konzern eQ-3 seine Funksystem-Produkte. eQ-3 fertigt die Produkte für namhafte Hersteller wie innogy und Bosch. Auch die deutsche Telekom bezieht seine Produkte von dieser Firma. HomeMatic schreibt besonders den Datenschutz groß. Eine Adresse, persönliche Daten oder ein Passwort sind für die Nutzung nicht notwendig.

Z-Wave und ZigBee

Firmen wie Devolo oder Figaro setzen auf diesen Standard. Sigma Design und die Z-Wave Alliance haben ihn geschaffen. Der hauptsächliche Einsatzzweck ist die Heimautomation. Der Hersteller verspricht dabei einen geringen Energieverbrauch bei hoher Sicherheit. Auch ZigBee ist ein relativ neuer Standard eines privaten Unternehmens. Dieser setzt jedoch auf ein sogenanntes Mesh-Netzwerk. Das bedeutet, dass jedes angeschlossene Gerät Teil des Netzwerks ist. Dadurch steigt die Zuverlässigkeit und die Reichweite. Auch Thread basiert auf diesem Prinzip.

4. Die Zukunft des Smart Homes? Das ist „Thread“

Tipp zum Bau informiert über das Funksystem Thread.

Thread kombiniert alle Geräte unterschiedlicher Funksysteme.

Bekannte marken wie Philips und IKEA setzen auf Zigbee. Devolo und Figaro betreiben Ihre Produkte über den Funkstandard Z-Wave. Andere Hersteller nutzen WLAN oder Bluetooth. All diese System sind mehr oder weniger inkompatibel miteinander. Das bedeutet, dass die Fokussierung auf ein System einen späteren Wechsel schwer macht. Genauso verhält sich das Einbinden von anderen Geräten. Der Einstieg muss also vorher gut überlegt sein.

Thread hat das Potential, die Lösung dieses Problems zu sein. Das ist ein Standard, auf den sich viele Hersteller einigen. Auf lange Sicht macht er alle Systeme miteinander kompatibel.

Wie funktioniert Thread?

Ein Thread-Netzwerk bildet viele Knotenpunkte, die die einzelnen Endgeräte ansteuern. Die Thread Group baut dabei auf die gleiche Technik wie ein herkömmlicher WLAN-Router. Dieser Gruppe gehören große Konzerne wie Apple, Google, Samsung oder auch Osram an. Gemeinsam konzentrieren sich diese Hersteller darauf, Smart Home Geräte zusammenzuführen. So steigt die Vielfalt und der Wettbewerb zwischen den Herstellern. Im Endeffekt profitiert der Kunde, da Preise sinken und das Angebot steigt.

Vorteile des Thread-Standards

Diese neue Alternative bietet jedoch weitere Vorteile. Diese führen dazu, dass sich immer mehr Hersteller der Initiative anschließen. Tipp zum Bau listet Ihnen die großen Vorteile auf:

  • Der neue Standard ist besonders energiesparsam.
  • Die Reaktionszeiten sind kurz, da bei einer Fehlfunktion sofort ein anderer Knotenpunkt zum Einsatz kommt.
  • Je mehr Geräte teil des Netzwerks sind, desto mehr Knotenpunkte gibt es. Je mehr Geräte dazukommen, desto stabiler ist das System im Endeffekt.
  • Anders als bei anderen Funkstandards ist keine externe Zentrale, auch Hub genannt, notwendig.

5. Fazit zu Funksystemen

Noch ist die Welt der Funksysteme im Smart Home sehr zerklüftet. Viele Hersteller versuchen am immer weiter wachsenden Markt teilzunehmen. Viele setzen dabei jedoch auf unterschiedliche Standards, welche nicht untereinander kompatibel sind. Zur Lösung dieses Problem trägt unter den richtigen Umständen der neue Standard Thread bei. Dieser schafft eine einheitliche Sprache, welche alle Smart Home Geräte teilnehmender Hersteller verstehen. Sollten sich neben den großen Herstellern weitere anschließen, stehen die Chancen gut. Bei steigender Relevanz von Home Office und Smart Home ist das ein wichtiger Schritt.

6. Die Frequenz der Funksysteme

Tipp zum Bau informiert Sie über die Frequenz im Funksystem.

Die richtige Frequenz ist ein grundlegender Bestandteil Ihres Funksystems.

Bei kabelgebundener Kommunikation funktioniert die Übertragung mittels Kabel. Bei Funksystemen ist das anders. Die Kommunikation erfolgt kabellos. Damit das klappt, sucht sich jeder Hersteller eine Frequenz aus, auf der er sendet. Die meisten verwenden dabei 434 MHz oder 868 MHz. Das sind Frequenzen, die auch in der Medizin, Industrie und Wissenschaft gängig sind. Zudem sind sie ohne Lizenz nutzbar. Damit es dort nicht zur Überbelastung kommt, gibt es strenge Auflagen. Die Bundesnetzagentur regelt die Verteilung der Frequenzen in Deutschland. Das sind die Auflagen, um eine einwandfreie Funktionsweise der Funksysteme zu garantieren:

  • Die maximale Sendeleistung liegt bei 25 Milliwatt.
  • Ein Sender sendet pro Stunde maximal 36 Sekunden lang.
  • Bild- und Tonübertragungen sind nicht erlaubt.

7. Dieses Funksystem benutzt Apple HomeKit

Apple ist längst nicht mehr nur der iPhone-Hersteller. Mit zahlreichen Produkten hat sich der Konzern an die Spitze der wertvollsten Börsenunternehmen gesetzt. 2014 schuf man eine Plattform, welche auf den hauseigenen Geräten das Smart Home steuert: Apple Homekit.

Ein grundlegender Funkstandard ist schwer zu definieren. Apple scheint, wie bei vielen Entscheidungen, einen eigenen Ansatz zu verfolgen. So gibt es Geräte mit Bluetooth oder WLAN-Verbindung. Genauso erreichen andere Hersteller über externe Hubs Kompatibilität mit Homekit. Durch diese Hubs entsteht eine Schnittstelle, welche die Integration in das System erlaubt. Der Konzern aus Cupertino scheint dem übergeordneten Thread-Standard damit am nächsten zu sein. Kein Wunder, dass Apple mit zu den Hauptunterstützern der neuen Technologie gehört.

8. Die einwandfreie Nutzung Ihres Funksystems

Die Vorteile gegenüber kabelgebundener Übertragung liegen auf der Hand. Anstatt Meter lang Kabel zu verlegen, überträgt der Standard die Informationen per Funk. Damit das einwandfrei klappt, gilt es folgende Punkte zu beachten:

  • Platzieren Sie den Sender möglichst zentral. In einer großen Wohnung oder Haus stört eine zu große Distanz die Funktionsweise. Stellen Sie die Zentrale also möglichst zentral auf, so dass alle Geräte in Reichweite sind.
  • Je nach Inventar benötigen Sie einen Reichweiten-Verstärker. Möbel und dicke Wände schwächen das Signal ab. Durch eine virtuelle Verlängerung lösen Sie das Problem einer zu schwachen Verbindung.
  • Werfen Sie unnötige Geräte aus Ihrem Funksystem. Zu viele Geräte führen unter Umständen zu Überlastungen. Benutzen Sie ein Gerät nicht mehr, löschen Sie es aus Ihrem Smart Home. Regelmäßiges Ausmisten lohnt sich auch hier.

9. So erweitern Sie die Reichweite Ihres Funksystems

Die Vorteile eines Funksystems für Ihr Smart Home sind zahlreich. Ein Problem dagegen ist möglicherweise eine ungenügende Reichweite oder Qualität des Funksignals. Tipp zum Bau zeigt Ihnen, wie Sie die Reichweite Ihres Funksystems verbessern:

  • Vergewissern Sie sich, welchen Standard Ihre Geräte nutzen. Möbel und dicke Mauern schwächen zum Beispiel Bluetooth deutlich.
  • Platzieren Sie einen WLAN-Router oder anderweitige Funkquellen zentral. Damit sind alle Räume, die Sie smart machen, abgedeckt.
  • Erweitern Sie Ihr Netzwerk. In Mesh-Systemen verstärken zusätzliche Geräte das Netz. Für Bluetooth gibt es sogenannte Range-Extender (Reichweiten-Verstärker).
  • Platzieren Sie die Quelle möglichst nicht auf Fußbodenhöhe. Je höher die Quelle im Raum ist, desto besser verteilt sich das Signal.

10. Das Funksystem als Basis eines offenen Systems

Der Funkstandard in einem offenen System ist unabhängig von einem Hersteller. Das hat den Vorteil, dass es eine große Auswahl an passenden Geräten gibt. Die Preisspanne ist ebenfalls größer, da es von diversen Herstellern unterschiedliche Angebote gibt. Nachteilig ist, das diese Systeme in der Regel unsicherer als geschlossene sind. Dadurch, dass kein einheitlicher Standard vorgegeben ist, schwankt die Qualität dementsprechend. Ein offenes System verspricht zudem eine hohe Kompatibilität. Auch hier wirkt sich der fehlende Standard teilweise negativ aus. Jeder Hersteller handelt nach spezifischen Unterprotokollen, wodurch eine Kompatibilität nicht immer gegeben ist. Die Wahl zwischen einem offenen und einem geschlossenen System ist also immer sehr individuell.

11. Das Funksystem als Basis eines geschlossenen Systems

Tipp zum Bau informiert über ein geschlossenes Funksystem.

Vor allem die Sicherheit ist ein Vorteil eines geschlossenen Funksystems.

Ein geschlossenes System ist von einem bestimmten Hersteller programmiert. Es stammt also alles aus einer Hand. Alternativ passen auch Geräte anderer Hersteller, welche das Protokoll des ersten Herstellers erfüllen. Die Zentrale, die Anwendung und die Geräte sind in einem geschlossenen System perfekt abgestimmt. Vor der Wahl eines solchen System überlegen Sie, ob alle gewünschten Geräte verfügbar sind. Bietet ein Hersteller ein Gerät nicht an, ist dieses für Sie nicht nutzbar. Ein anderer Hersteller ist nicht in der Lage, Ihnen Abhilfe zu verschaffen. Das geschlossene System steht für erhöhte Sicherheit. Zudem sind auch alle Geräte perfekt kompatibel und bauen sogar aufeinander auf.

12. Vorteile eines Funksystems gegenüber kabelgebundenen Systemen

Bevor diverse Funkstandards auf den Markt kamen, waren kabelgebundene Systeme Gang und Gebe. Doch mittlerweile haben Funksysteme den Kabel-Standard weitestgehend verdrängt. Und das aus guten Gründen. Tipp zum Bau listet Ihnen diese Vorteile eines Funksystems auf:

  • Große Variabilität: Sind Sie mit einem Gerät oder dessen Standpunkt unzufrieden, tauschen Sie es einfach aus. Über eine Funkverbindung ist eine neue Platzierung oder ein Austausch kein Problem.
  • Flexible Reichweite: Benutzen Sie ein Funksystem über eine WLAN-Verbindung, sind der Reichweite keine Grenzen gesetzt. Um eine ähnliche Distanz mit dem Kabel zu überbrücken, benötigen Sie eine genaue Planung.
  • Wachsender Markt: Es gibt bereits einige Hersteller und mit Projekten wie Thread kommen immer mehr dazu. Die Zukunft ist kabellos und das wird sich auch bald bei Funksystemen durchsetzen.

13. Vorteile von kabelgebundenen Systemen gegenüber einem Funksystem

Kabelgebundene Systeme im Smart Home Bereich haben eine lange Geschichte. Bis Funksysteme Einzug hielten, war das die einzige Möglichkeit, Gebäude zu automatisieren. Bei Neubauten und Nachrüstungen haben Funksystem den kabelgebundenen Standard weitestgehend verdrängt. Doch es gibt Gründe, die nach wie vor für den alternden Kabelstandard sprechen. Tipp zum Bau hat diese aufgelistet:

  • Hohe Kompatibilität: Durch eine einfache Verbindung per Kabel ist eine hohe Kompatibilität gewährleistet. Beinahe alle Geräte sind kombinierbar, da Sie auf Frequenzen oder Funktechniken keine Rücksicht nehmen.
  • Sichere Übertragung: Möbel oder andere Funkquellen stören das Funksignal. Ein Kabel überträgt Daten und sorgt für sichere Kommunikation, bis es kaputt ist.
  • Eingespielte Systeme: Die jahrelange Erfahrung und Eingespieltheit mit dem System sorgt für einen reibungslosen Ablauf. Kinderkrankheiten treten keine mehr auf, bei Unstimmigkeiten wissen Sie sofort, was zu tun ist.

14. Auslöser für Gebäudeautomatisierung in Ihrem Funksystem – Der Bewegungsmelder

Tipp zum Bau informiert über die Möglichkeiten, Bewegungsmelder in Ihrem Funksystem zu integrieren.

Bei Bewegung außerhalb des Hauses sorgt Ihr Funksystem für das Anschalten der Lampen.

Gebäude-Automatisierung sind grundlegende Abläufe im Haushalt, die smarte Geräte selbstständig übernehmen. Diese lösen Sie durch einen smarten Sprachassistenten oder ein smartes Endgerät aus. Zu den Geräten, welche diese Aufgaben dann übernehmen, gehören Lampen, Steckdosen, Jalousien oder Heizungen. Auslöser sind unter anderem aber auch Bewegungsmelder und ähnliche Sensoren. Diese Automationen sind prinzipiell möglich:

  • Licht bei Bewegung: Erkennt ein Sensor eine Bewegung, schaltet er eine vorher festgelegte Lampe an. Verwendung findet dieser Vorgang in selten genutzten Räumen sowie im Bad. Natürlich lässt sich auch jedes andere Zimmer so steuern. Vergeht eine längere Zeit ohne Bewegung, schaltet sich das Smart Home-Licht wieder aus.
  • Bewegung auf dem Grundstück: Dieser Teil der Automatisierung sichert Ihr Zuhause ab. Das Licht anschalten ist Gang und Gebe. Hinzu kommt in einem modernen Smart Home die Überwachung per Kamera. Erkennt der Sensor eine Bewegung, schaltet sich eine kompatible Kamera ein. Das ist vor allem nachts oder während des Urlaubs sinnvoll.

15. Auslöser für Gebäudeautomatisierung in Ihrem Funksystem – Der Kontaktsensor

Der Kontaktsensor ist eine weitere Möglichkeit Automationen im Smart Home auszulösen. Dieser besteht aus zwei Teilen: Einer ist feststehend, der andere an einem beweglichen Teil in unmittelbarer Nähe. Die Reichweite ist maximal einen Zentimeter weit und hat folgenden Einsatzmöglichkeiten:

  • Am Fenster: Bei geöffnetem Fenster lässt sich so die smarte Heizung pausieren. Ist das fenster geschlossen, heizt sie weiter. Das spart Nebenkosten und Energie.
  • An Türen: Sobald Sie eine Tür öffnen oder schließen, passiert etwas vorher eingestelltes. Das Licht geht an, die Musik pausiert oder andere Funktionen. Ihren Ideen sind keine Grenzen gesetzt.
  • Am Briefkasten: Ein spielerische Funktion des Kontaktsensors ist die folgende: Bringen Sie einen Kontakt am Briefkasten an und bemerken Sie sofort, wann die Post gekommen ist. Beim Öffnen des Briefkastens erhalten Sie eine Meldung auf Ihr Smartphone. Sorgen Sie dafür, dass die Reichweite des Sensors weit genug ist.

16. Auslöser für Gebäudeautomatisierung in Ihrem Funksystem – Tageszeiten

Tipp zum Bau informiert über Jalousien im Funksystem Ihres Smart Homes.

Tagsüber lässt die automatisierter Jalousie Ihres Funksystems die Sonne ins Haus.

Nicht nur Geräte und Sensoren sind Auslöser in Ihrem Smart Home. Auch natürliche Komponenten wie eine Uhrzeit oder der Sonnenauf- und untergang eignen sich dafür. Tipp zum Bau gibt Ihnen einen Überblick über die Möglichkeiten:

  • Sonnenaufgang: Was gibt es schöneres, als wenn Sie das Sonnenlicht weckt? Sie wollen dennoch abgedunkelt schlafen? Smarte Jalousien oder Rollläden sind die Lösung. Abends fahren Sie herunter, zum Sonnenaufgang wieder hoch. Beachten Sie dabei, dass Sie möglichst lautlose Rollos haben, um Ihren Schlaf nicht zu stören.
  • Sonnenuntergang: Tagsüber sind smarte Lampen überflüssig. Sobald die Sonne untergeht, ist das automatische Anschalten bestimmter Lampen sehr praktisch. Vorausgesetzt, Sie sind daheim und befinden sich im Raum. Um das zu gewährleisten, lohnt sich die Kombination mit einem Bewegungsmelder.
  • Uhrzeit: Erstellen Sie zu jeder Uhrzeit eine gewünschte Automation. So wartet zum Beispiel eine Stunde vor der Arbeit bereits die Kaffeemaschine auf Sie. Die Möglichkeiten sind grenzenlos, lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf.

17. Auslöser für Gebäudeautomatisierung in Ihrem Funksystem – Ankunft und Verlassen

Zu guter Letzt gibt es noch eine besonders praktische Art, eine Gebäudeautomatisierung zu starten. Bei der Ankunft oder dem Verlassen des Hauses ist es praktisch, wenn sich Geräte wie gewünscht verhalten. Unter anderem haben Sie diese Optionen:

  • Ankunft: Sie kommen nachts nach Hause? Dann ist es praktisch, wenn das Licht im Flur oder Eingangsbereich automatisch angeht. Ihr Smartphone dient als Gerät um Sie zu orten. Sobald Sie sich Ihrem Haus nähern, löst es die Automation aus.
  • Verlassen: Sobald die letzte Person das Haus verlässt, löst das eine Automation aus. Beispielsweise ist es praktisch, die Musik im Wohnzimmer zu stoppen oder die Heizung auszuschalten.

Die Möglichkeiten hierbei sind natürlich unbegrenzt. Mittlerweile ist vieles automatisierbar. Achten Sie bei der Wahl des richtigen Funksystems darauf, welche Funktionen es unterstützt.

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