Fugenlose Oberflächen

Fugenlose Oberflächen – ideal als widerstandsfähige Bodenbeläge geeignet

Fugenlose Oberflächen sind ein vielfältiges Thema. Wenn Sie vorhaben, mit fugenlosen Oberflächen zu arbeiten, stellen Sie sich sicherlich viele Fragen. Wo eignen sich diese am Besten? Welche Optionen haben Sie? Und was sind deren Vorteile? Im Folgenden erfahren Sie alles, was sich über fugenlose Oberflächen zu wissen lohnt.

1. Was sind fugenlose Oberflächen?

Fugenlose Oberflächen bieten viele Vorteile im Vergleich zu anderen Oberflächen. So sind diese ähnlich wie Fliesen als Boden- oder Wandbelag einzusetzen. Fugenlose Oberflächen sind also nicht nur voll im Trend, sondern auch besonders praktisch. Die glatte, gleichmäßige Bauart begeistert.

Ihren Ursprung haben fugenlose Oberflächen in öffentlichen Gebäuden sowie Industriewerken. Aber auch private Hausbesitzer haben die fugenlos gestalteten Böden und Wände für sich entdeckt.  Mit Tipp zum Bau erfahren Sie, ob fugenlose Oberflächen auch für Sie geeignet sind.

2. Wo sind fugenlose Oberflächen einsetzbar?

Tipp zum Bau verrät Ihnen, wo fugenlose Oberflächen besonders gut einsetzbar sind.

Fugenlose Oberflächen sind vielseitig einsetzbar.

Fugenlose Oberflächen sind an sich überall einsetzbar. Natürlich gibt es dennoch Räume, in welchen fugenlos gestaltete Oberflächen sich besonders lohnen. An folgenden Orten ist es besonders sinnvoll, mit fugenlosen Oberflächen zu arbeiten:

  • Flure.
  • Küchen.
  • Bäder.
  • Esszimmer.

Das liegt daran, dass es dort besonders oft zu Verschmutzungen kommt. Auch Feuchtigkeit entsteht in diesen Räumen häufiger. Da fugenlose Oberflächen allerdings sehr robust sind, weisen sie dies ab. Anders als bei Laminat, nimmt eine Oberfläche, welche fugenlos ist, Feuchtigkeit nicht auf. Dadurch entsteht kein materieller Schaden.

Genauer sind fugenlose Oberflächen auch für einzelne Raumabschnitte nutzbar. Eine Dusche zum Beispiel, welche fugenlos ist, bringt einen besonderen Charme in Ihr Badezimmer. Sie haben zudem die Möglichkeit, auf beinahe jedem Untergrund fugenlos zu bauen. Es ist also nicht von Bedeutung, welcher Belag Boden oder Wand zuvor geschmückt hat. Mit der richtigen Aufbereitung gelingen fugenlose Oberflächen überall.

3. Material von fugenlosen Oberflächen

Mit Tipp zum Bau finden Sie das geeignete Material für Ihre fugenlosen Oberflächen.

Es gibt viele geeignete Materialien für das Schaffen von fugenlosen Oberflächen.

Fugenlose Oberflächen bestehen meist aus Microzement. Dieser lässt sich mit beliebigen Farbpigmenten mischen. Dadurch gelingt, je nach Händler oder Handwerker, die Farbe Ihrer Wahl. Wenn eine Oberfläche fugenlos ist, ist sie meist auch wasserfest. Ebenso kommt es nicht so schnell zu Kratzern, da sie besonders widerstandsfähig ist.

Dennoch ist fugenlos nicht gleich fugenlos. Es ist eher so, dass kaum Fugen vorhanden sind. Es gibt oftmals Bewegungsfugen an den Rändern, auch Wartungsfugen genannt. Diese verbinden Wand, Boden und Decke. Hier kommt die Versiegelung ins Spiel. Dazu dient Silikon. Das Silikon lässt sich hierbei farblich gut anpassen, sodass die Fugen kaum sichtbar sind. Die Oberfläche erscheint sozusagen fugenlos. Diese Versiegelung ist eher angreifbar als die fugenlose Oberfläche an sich. Das Gute ist jedoch, dass diese jederzeit ohne größeren Aufwand repariert werden können.

Allgemein gilt das Material von fugenlosen Oberflächen als sehr beständig. Ist ein Boden fugenlos, ist er meist auch mit einer Fußbodenheizung kombinierbar. Ein frostsicherer Belag ist ebenfalls eine Möglichkeit. Je nachdem, wo Sie fugenlos bauen, stehen Ihnen zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung.

Es gibt allerdings auch noch viele weitere Materialien, welche für fugenlose Oberflächen verwendet werden. Tipp zum Bau gibt Ihnen hier eine kleine Übersicht.

Fugenlose Oberflächen aus Steinspachtel

Als Material für fugenlose Oberflächen eignet sich besonders gut Steinspachtel. Diese sind auch besonders beliebt, da das Material rein natürlich ist. Demnach ist es auch umweltschonend und biologisch abbaubar. Steinspachtel tragen Sie ähnlich wie Putz auf. Ist die fugenlos gestaltete Oberfläche fertig, gilt sie als besonders atmungsaktiv. Daher verträgt das Material auch Feuchtigkeit.

Wenn Sie einen besonderen Wert auf die Optik legen, ist Steinspachtel wahrscheinlich das richtige Material. Es besitzt sehr feine Strukturen und Farbpigmente. Dadurch verleiht Steinspachtel jedem Raum eine besonders lebendige Stimmung.

Fugenlose Oberflächen durch Tadelakt

Fugenlose Oberflächen sind keine Erfindung der Neuzeit. Tatsächlich gibt es eine jahrtausendealte Kalkputztechnik aus Marokko, welche Installation von fugenlosen Oberflächen anbietet. Dabei tragen Sie Muschelkalkputz in mehreren Schichten auf den Untergrund. Danach polieren Sie die Oberfläche und behandeln Sie mit Ölseife. Das sorgt für deren Wasser- und Seifenbeständigkeit. Außerdem besitzt sie einen Glanz, welcher die Oberfläche mit Marmor vergleichbar macht.

Fugenlose Oberflächen aus Marmorkalkputz

Mineralischer Marmorkalkputz gilt als eine der beliebtesten fugenlosen Oberflächen. Es handelt sich hierbei um ein spezielles Kalkgemisch mit rosafarbenen Pigmenten. Das Material tragen Sie als Putz auf, verdichten und polieren es. Marmorkalkputz ist bekannt für seinen einzigartigen Glanz. Durch die leicht wellige Oberfläche entsteht eine besonders natürliche Optik.

Fugenlose Oberflächen aus Beton Ciré

Bei Beton Ciré handelt es sich um einen zementgebundenen Feinputz. Es besitzt eine ähnliche Optik wie Sichtbeton. Das Material tragen Sie in einer sehr dünnen Schicht auf. Darunter leidet die Widerstandsfähigkeit aber nicht. Nach der Versiegelung ist die Oberfläche vollständig fugenlos und absolut wasserfest. Dieses Material wird besonders häufig für Duschen verwendet.

Fugenlose Oberflächen aus Kunstharz

Bei Kunstharz handelt es sich um ein synthetisches Material. Das macht es noch wesentlich widerstandsfähiger als andere Materialien. Kunstharz gilt in der Innengestaltung als exquisit und exotisch. Besonders beliebt ist es in schwarzer Farbe.

Fugenlose Oberflächen aus großflächigen Feinsteinzeugplatten

Auch mit Platten ist das Erstellen von fugenlosen Oberflächen möglich. Feinsteinzeugplatten sind sehr dünn. Sie werden auf Gehrung verlegt, wodurch kaum sichtbare Fugen entstehen. Feinsteinzeugplatten sind in jeder Größe lieferbar.

Großflächige Fliesen aus Feinsteinkalk als fugenlose Oberflächen

Auch Feinsteinkalk ist ein beliebtes Fliesenmaterial für die fugenlose Raumgestaltung. Je größer die Fliesen, desto geringer und unauffälliger ist die Anzahl der Fugen. Auf Anfrage besteht auch die Möglichkeit für einen Anti-Aqua-Film. Dadurch perlt das Wasser besser ab und die Platten eignen sich besonders in Sanitäranlagen.

Fugenlose Oberflächen aus Resopalplatten

Resopal ist ein altbekanntes Material. Vielleicht kennen Sie noch die Küchenfronten aus den 70ern. Auch diese bestanden meist aus Resopal. Auch heute sind sie wieder in Verwendung und gelten als wesentlich moderner als erwartet. Es sind auch hier kaum Fugen sichtbar.

Fugenlose Oberflächen aus großflächigen Glasfliesen

Großflächige Glasflächen bestehen meist aus glänzendem Aspolith. Aspolith entsteht durch wiederholtes Sintern und Kristallisieren bei besonders hohen Temperaturen. Aber auch Acrylglas ist ein oft verwendetes Material. Glasfliesen gelten als besonders schlicht und sind gut mit auffälligen Oberflächen kombinierbar.

Fugenlose Oberflächen aus Aluverbund

Auch Aluverbund findet besonders oft Verwendung in fugenlos gestalteten Oberflächen. Sehr beliebt ist es als Duschrückwand. Bei Aluverbund handelt es sich um Sandwichplatten. Das sind Platten, welche einen Kern und zwei Deckschichten besitzen. Aluverbund besitzt einen Kunststoffkern und eine beidseitige Deckschicht aus Aluminium. Diese Sandwichplatten sind circa drei Millimeter dick und aus optischen Gründen oft beidseitig bedruckt.

4. Installation von fugenlosen Oberflächen

Wie wird eine fugenlose Oberfläche installiert? Tipp zum Bau verrät es Ihnen!

Ein Fliesenleger installiert fugenlose Oberflächen sicher und langlebig.

Probieren Sie bitte nicht, fugenlose Oberflächen selbstständig anzubringen. Wenden Sie sich für den Einbau stattdessen an einen speziell geschulten Fachmann. Es gibt viele Fliesenleger, welche für die Installation eines fugenlos gestalteten Bodens bereitstehen. Fragen Sie auch im jeweiligen Fachhandel nach, wer für die Installation geeignet ist.

Ein seriöser Händler verkauft Ihnen das Material nicht zum selbstständigen Einbau. Die meisten Fehler geschehen nämlich während der Verarbeitung. Bei dem selbstständigen Anbringen fugenloser Oberflächen sind Fehler bereits vorprogrammiert. Das sorgt im Nachhinein für eine allgemeine Unzufriedenheit Ihrerseits und das Entstehen unschöner Folgekosten. Die Installation einer fugenlos gestalteten Oberfläche ist also als Handwerkskunst zu sehen.

Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Wege, fugenlose Oberflächen zu schaffen. Tipp zum Bau verrät Ihnen, wie die Installation abläuft. Dabei eignet sich eine Methode eher für einen Neubau. Die andere baut auf einer bereits bestehenden Oberfläche auf.

  • Wenn der Fachmann fugenlose Oberflächen im Neubau anbringt, rührt er zuerst den Gießboden an. Diesen gießt er dann auf den Untergrund, auf welchem er die fugenlose Oberfläche platziert. Mit einer Igelwalze beugt er eine mögliche Blasenbildung vor. Danach lässt er den Gießboden trocknen. Das kann mehrere Stunden in Anspruch nehmen. Nach dem Trocknen verspachtelt er den Gießboden. Zum Schluss trägt er eine Schutzschicht auf und versiegelt die fugenlose Oberfläche.
  • Einen bereits vorhandenen Untergrund vor der Installation zu entfernen, ist nicht nötig. Dazu dient die zweite Methode. Der Fachmann kann die fugenlose Oberfläche auch direkt auf den Untergrund spachteln. Am Schluss folgt wie üblich eine Schutzschicht und Versiegelung. Durch das direkte Aufspachteln entsteht eine Bodenerhöhung von maximal drei Millimetern. Das ist nicht besonders hoch und fällt kaum auf. Es ist also nicht sicht- oder spürbar. Meist besteht die Option, Leitungen und Steckdosen dadurch einfach zu übernehmen.

5. Reinigung und Pflege von fugenlosen Oberflächen

Die Reinigung und Pflege von fugenlos gestalteten Oberflächen ist nicht kompliziert. Mit wenig Aufwand und nur ein paar Handgriffen strahlen Ihre fugenlosen Oberflächen wie neu. Im Folgenden finden Sie Tipps und Tricks zur Reinigung und Pflege.

Allgemein gelten fugenlose Oberflächen als leicht zu reinigen. Häufig reicht es, ein befeuchtetes Mikrofasertuch zu verwenden. Nutzen Sie ein Seifenmittel, wenn größere Verschmutzungen vorhanden sind. Achten Sie dabei aber auf einen niedrigen pH-Wert. Verwenden Sie auf keinen Fall chemische Reinigungsmittel oder Reiniger mit Glanzmittel. Diese greifen die Versiegelung, das Silikon, an und beschädigen Ihre fugenlos gestaltete Oberfläche.

Wenn Ihre Oberflächen fugenlos sind, ist auch die Pflege unkompliziert. Geben Sie einfach ein wenig Wachs in Ihr Reinigungswasser. Das verleiht fugenlosen Oberflächen eine bessere Widerstandsfähigkeit und einen schönen Glanz.

6. Kosten von fugenlosen Oberflächen

Sie fragen sich, welche Kosten bei fugenlos gestalteten Oberflächen auf Sie zukommen? Das ist im Voraus leider nur sehr schwer einzuschätzen. Dennoch besteht die Möglichkeit, die Preisspanne einzugrenzen. Diese ist hauptsächlich von zwei Faktoren abhängig.

  • Wie groß ist die zu bearbeitende Fläche? Je mehr Sie von Boden oder Wand fugenlos verarbeiten, desto höher sind die Materialkosten. Auch der Arbeitsaufwand des zuständigen Handwerkers erhöht sich mit der zu bearbeitenden Fläche.
  • Auf welchem Untergrund ist die fugenlose Oberfläche anzubringen? Je nach vorhandenem Material des Untergrunds schwanken die notwendigen Vorarbeiten. Wenn Sie den vorhandenen Belag also entfernen oder bearbeiten, erhöhen sich die Kosten.

Aus diesen beiden Faktoren berechnet sich der Material- sowie Arbeitsaufwand. Natürlich legt jeder Händler und Fachmann dabei seine eigenen Preise fest. Setzen Sie auf Qualität. Denn eine schlecht verarbeitete fugenlose Oberfläche birgt das Risiko für nachträgliche Schäden. Daraus entwickeln sich oft unschöne Folgekosten. Es lohnt sich also, einmal etwas mehr zu zahlen, als immer wieder ein wenig.

Ein guter Kostenvergleich sind hochwertige Fliesen aus dem Fachhandel. Diese bewegen sich in einer ähnlichen Preisspanne. Ein ungefährer Richtwert hierzu für Material- und Verlegungskosten liegt zwischen 80 und 150 € pro m².

7. Warum fugenlose Oberflächen?

Es gibt viele Gründe, sich fugenlose Oberflächen zuzulegen. Im Folgenden sehen Sie die wichtigsten Gründe für und Vorteile von fugenlosen Oberflächen.  

Optik

Ein besonderer Vorteil der fugenlosen Oberflächen ist das Aussehen. Die Fläche liegt elegant im Hintergrund und sorgt so für eine besonders ruhige Atmosphäre. Es gibt keine Muster oder Absätze, welche dazu neigen, abzulenken. Dadurch wirkt auch ein kleiner Raum wesentlich größer.

Widerstandsfähigkeit

Anders als bei Laminat, Parkett, Teppich oder Tapeten, ist eine fugenlose Oberfläche äußerst widerstandsfähig. Bei der richtigen Verarbeitung ist sie robust und wasserfest. Auch Kratzer oder Stöße machen ihr nichts aus. Dadurch sind fugenlose Oberflächen auch für belebte Räume besonders geeignet.

Langlebigkeit

Fugenlose Oberflächen sind besonders lange haltbar. Baut man eine fugenlose Wand oder Decke, besteht diese nahezu ein ganzes Leben lang. Bei Fußböden hält eine fugenlose Oberfläche im Durchschnitt bis zu 25 Jahren. Bei richtiger Pflege und weniger Beanspruchung auch oftmals länger.

Nachhaltigkeit

Tun Sie etwas Gutes für die Umwelt. Wenn Ihre Oberflächen fugenlos sind, sind diese meist auch nachhaltig. So bestehen qualitativ hochwertige fugenlose Oberflächen meist aus umweltschonenden Grundstoffen. Zudem besteht die Möglichkeit, beim Verlegen auf umweltschädliche Klebestoffe zu verzichten. Gerade diese sind meist besonders gefährlich und kaum nachhaltig.

Barrierefreiheit

Fugenlose Oberflächen definieren sich eben dadurch, dass sie fugenlos sind. Das bedeutet, dass es auch keine Rillen oder Unebenheiten auf der Oberfläche gibt. Wenn Ihr Boden also fugenlos ist, ist er zugleich auch barrierefrei und behindertengerecht. Die Gefahrenquellen eines Bodenbelags für Menschen mit Beeinträchtigung minimieren sich dadurch. Achten Sie dafür aber auch auf eine ausgeschriebene Rutschfestigkeit des bevorzugten Materials.

Gesundheit

Gerade in Küche oder Bad kommt es bei herkömmlichen Fliesen oft zu Schimmelbildung in den Fugen. Diese entsteht meist durch die bestehende Feuchtigkeit in einem Raum. Oft ist dieser Schimmel auch gesundheitsschädigend. Wenn Sie fugenlose Oberflächen einbauen, hat der Schimmel keinen Ort, an welchem er sich ausbreiten kann.

8. Fachpartner finden

Sie planen fugenlose Oberflächen zu verlegen und benötigen fachmännischen Rat vor Ort?

Ihr Fliesenleger in Ihrer Nähe hilft Ihnen gerne.

9. Nachhaltigkeit von fugenlosen Oberflächen

Es ist ganz einfach auf Nachhaltigkeit zu setzen, wenn Sie fugenlos bauen. Informieren Sie sich dafür im Voraus über die verschiedenen Materialien für fugenlose Oberflächen. Dort gibt es wesentliche Unterschiede bezüglich der Nachhaltigkeit. Im Folgenden finden Sie eine Übersicht, welche Materialien besonders, und welche weniger umweltschonend sind.

besonders umweltschonend weniger umweltschonend
Steinspachtel besteht aus rein natürlichen Stoffen. Es ist daher auch natürlich abbaubar, recyclebar und umweltschonend.Aluminiumverbund ist nicht sonderlich nachhaltig. Das liegt einerseits an dem Kunststoffkern, welcher nicht biologisch abbaubar ist. Andererseits gilt auch Aluminium selbst als nicht umweltschonend.
Glasfliesen gelten daher als eher nachhaltig, da Glas immer wieder recyclebar ist. Es lässt sich ständig weiterverarbeiten und als Rohstoff verwenden. Daher gibt es keinen umweltschädlichen Müll.Kunstharz ist ein rein synthetisches Produkt. Daher ist der Energieverbrauch bei der Herstellung meist sehr hoch. Oft sind in den Inhaltsstoffen außerdem chemische Lacke und Kunststoffe enthalten.

Beachten Sie dennoch, dass Hersteller von Baumaterialien oft unterschiedliche Inhaltsstoffe verwenden. Auch der Herstellungsprozess unterscheidet sich gelegentlich. Achten Sie also auf das individuelle Produkt für fugenlose Oberflächen. Im Zweifel fragen Sie lieber den Händler Ihres Vertrauens oder den Hersteller persönlich.

10. Die Planung: Schritt für Schritt zu fugenlosen Oberflächen

Ohne ausreichende Planung gelingt ein Bauvorhaben nur selten. Das gilt auch für jegliche fugenlose Oberflächen. Setzen Sie auf eine ausführliche Planung, wenn diese Teil Ihres Bauprojektes sind. Tipp zum Bau hat die wichtigsten drei Schritte zur Planung für Sie zusammengefasst.

  1. Wo bauen Sie fugenlos? Seien Sie zuerst sicher, wo genau Sie fugenlose Oberflächen verwenden. Haben Sie vor, einen ganzen Raum fugenlos zu gestalten? Wofür nutzen Sie diesen Raum? Um welche Art der Oberfläche handelt es sich? Und sind sie in Bad, Flur, Küche oder einer anderen Räumlichkeit? Stellen Sie sich diese Fragen im Voraus, um Ihre Ziele klar zu definieren. Erst dann beginnt die eigentliche Arbeit.
  2. Welches Material eignet sich am besten? In diesem Artikel haben Sie bereits die häufigsten Materialien und deren Eigenschaften kennengelernt. Nun entscheiden Sie sich, welches für Sie am besten geeignet ist. Das ist abhängig von der in Schritt 1 bestimmten Zielsetzung. Beachten Sie auch Ihr Budget!
  3. Finden Sie Ihren Händler und Ansprechpartner. Es ist enorm wichtig, dabei auf Qualität zu setzen. Lesen Sie Rezensionen, setzen Sie sich mit dem Thema auseinander. Ein guter Händler und Fachmann besitzt positive Kritiken.

11. Der richtige Ansprechpartner

Wie bereits erwähnt, ist es nicht empfehlenswert, ohne professionelle Hilfe fugenlos zu bauen. Haben Sie sich für fugenlose Oberflächen entschieden, wenden Sie sich an den richtigen Ansprechpartner. Das ist in den meisten Fällen ein Fliesen- oder Bodenleger.

Zudem haben Sie auch die Möglichkeit, sich an den Händler zu wenden. Dieser empfiehlt Ihnen einen Ansprechpartner oder bietet die Installation mit an. Es gibt auch vereinzelt Händler, welche Produkte zur Installation bereits mit verkaufen. Wenden Sie sich im Zweifel dennoch an einen Fachmann.

12. Geschichtliches: Tadelakt

Tadelakt ist eine Jahrtausendealte Tradition. Berber entwickelten es nach mündlicher Überlieferung zur Abdichtung von Zisternen. Seit jeher ist Tadelakt ein beliebtes Material, wenn eine Oberfläche fugenlos gestaltet wird.

Es handelt sich um einen natürlichen, hochhydraulischen Muschelkalk. Ursprünglich stammt er aus der Region um Marrakesch. Um Tadelakt fugenlos zu verarbeiten, trägt man ihn mit einer Kelle auf. Dann glättet man ihn mit einem Holzbrettchen oder einem Kunststoffspachtel. Zur Verdichtung und Polierung ist ein Halbedelstein von Nutzen, wie zum Beispiel Achat. Anschließend kommt schwarze Olivenölseife ins Spiel. Das hydrophobiert den Tadelakt, es sorgt also für wasserabweisende Eigenschaften.

13. Fugenlose Oberflächen als Industrieboden

Industrieböden müssen praktisch und robust sein. Tipp zum Bau erklärt, warum sich fugenlose Oberflächen anbieten.

Fugenlose Oberflächen eignen sich hervorragend als Industrieboden.

Wenn Sie in einem Gewerbe oder industriell arbeiten, lohnt sich ein speziell geeigneter Industrieboden. Dieser ist im Idealfall fugenlos. Der Boden ist in einem Gebäude das meistbeanspruchte Bauteil. Gerade deswegen ist er für gewerblichen Nutzen von hoher Wichtigkeit. Es eignet sich ein reiner Betonboden. Dieser ist nicht verziert, schließlich dient er nicht einem ästhetischen, sondern rein praktischen Zweck.

Geben Sie bei einem Industrieboden also besonders acht auf seine Widerstandsfähigkeit. Denn entstehen Risse oder Beschädigungen, hindert das schnell die industrielle Arbeit. Durch fugenlose Oberflächen stehen dem täglichen Gebrauch keine Hindernisse im Weg.

14. Pflege von fugenlos gestalteten Duschen

Erfahren Sie bei Tipp zum Bau, warum fugenlose Oberflächen als Duschwände besonders beliebt sind!

Auch als Duschwände sind fugenlose Oberflächen nützlich.

Gestalten Sie Ihre Dusche fugenlos und Sie bewegen sich im Trend. Weniger Putzen, keine Schimmelgefahr, die Vorteile von fugenlosen Oberflächen in Duschen sind zahlreich. Dennoch gibt es auch bei Duschwänden gewisse Dinge, die zu beachten sind. So bleibt ihre Duschfläche sauber und ganz.

Auch wenn eine Duschwand zu 100 % senkrecht und fugenlos ist, bleibt Wasser kleben. Das resultiert in unschöne Kalkflecken. Vermeiden Sie diese, indem Sie nasse Duschoberflächen mit einem Gummiabzieher von Wasserresten befreien. Das geht besonders bei glatten Oberflächen schnell und einfach. Beachten Sie außerdem die generellen Tipps zur Reinigung und Pflege von fugenlosen Oberflächen.

15. Profitipp: So sparen Sie Geld im fugenlosen Badezimmer

Wie bereits gesagt, sind fugenlose Oberflächen besonders in Bädern und Sanitäranlagen beliebt. Wenn ihr Budget allerdings etwas kleiner ist, dann folgt hier ein großartiger Expertentipp. Mit diesem sparen Sie Geld, wenn Sie ihr Badezimmer fugenlos gestalten.

Grundsätzlich lohnt sich, im Badezimmer mit großflächigen Fliesen, Naturstein oder Dünnkeramiken fugenlos zu arbeiten. Das sieht nicht nur besonders schick aus, sondern hat auch praktische Vorteile. Beachten Sie jedoch, dass gerade ein Raum mit hoher Luftfeuchtigkeit Atmungsmöglichkeiten benötigt.

Setzen Sie genannte Materialien also nur dort ein, wo es besonders von Nutzen ist. Dazu zählen zum Beispiel Dusche oder Badewanne. Für weniger beanspruchte fugenlose Oberflächen reicht eine Tapezierung oder ähnliches. So sorgen Sie nicht nur für ein besseres Raumklima, Sie sparen außerdem Kosten.

16. Reinigung spezifischer Materialien fugenloser Oberflächen

Im Vorigen sind Sie bereits über allgemeine Reinigungsmöglichkeiten für fugenlose Oberflächen fündig geworden. Aber jedes individuelle Material besitzt auch weitere, individuelle Ansprüche. Im Folgenden erfahren Sie, welches Material welcher Reinigung bedarf.

FO Reinigung Material

MaterialReinigungEmpfindlichkeit bei Reinigung
Großformatige Fliesen (Feinsteinzeug)Jegliche Reiniger möglich.niedrig
NatursteinWasser.
Wurzelbürste.
Bei Bedarf Schmierseife.
Keine chemischen Reiniger.
mittel
MarmorputzWasser.
Trockenes Tuch.
Keine scharfen Reinigungsmittel.
mittel
TadelaktKlares Wasser.
Lappen/Tuch.
mittel
AluminiumverbundKeine scheuernden Reiniger und Schwämme.niedrig
GlaspaneeleFeuchtesTuch.
Milde Spül- und Glasreinigungsmittel.
Keine scharfen Reiniger oder Scheuermittel.
Keine Microfasetücher.
hoch

17. Die Trendfarben von fugenlosen Oberflächen

Ein Vorteil von fugenlosen Oberflächen ist, dass sie, materialabhängig, in jeder Farbe verfügbar sind. Doch welche Farben sind gerade im Trend? Und wo setzen Sie sie am besten ein? Tipp zum Bau hat für Sie die wichtigsten Trendfarben zusammengefasst.

  • Beige ist eine der wohl beliebtesten Farben. Dabei dient sie nicht nur dem Trend 2020. Schon seit längerer Zeit findet sie immer wieder Einsatz im Wohnzimmer, Badezimmer und Küche. Beige fügt sich dezent in den Hintergrund. Dabei bietet es Raum für eine auffällige, peppige Möblierung. Dennoch ist es nicht so dezent wie weiß. Das bringt mehr Leben in den Raum, ohne abzulenken.
  • Schwarz oder dunkler Anthrazit gelten als besonders modern. Achten Sie bei dunklen Tönen darauf, Wände nur teilweise so zu gestalten. Ansonsten wirkt der Raum schnell eng und bedrückend. Bewusst eingesetzt bring schwarz ein einzigartiges, modernes Raumerlebnis in Ihre Räumlichkeiten.
  • Terrakotta-Farben haben ein Comeback. Wenn Sie weniger auf rustikales Design setzen, kombinieren Sie Terrakotta mit kühlen Tönen. Das ist einzigartig, modern und bleibt wahrscheinlich eine ganze Weile im Trend.

18. Fugenlose Oberflächen in der Küche

Fugenlose Oberflächen eignen sich besonders in der Küche. Hierbei nicht nur an Wänden oder Böden, sondern auch an der Küchenzeile. Diese ist nämlich eine wahre Herausforderung, wenn es um die richtige Oberfläche geht.

Zum einen ist in einer Küche immer mit extremen Temperaturschwankungen zu rechnen. Auch Wärme und Feuchtigkeit sind fast dauerhaft vorhanden. Wichtig ist also ein Material, welches solchen Bedingungen standhält. Fugenlose Oberflächen bieten durch ihre materielle Vielfalt dafür viele Möglichkeiten.

Ein sicherer Boden in der Küche ist wichtig, um Verletzungen zu vermeiden. Fugen agieren schnell als gefährliche Stolperfallen. Wenn eine Oberfläche fugenlos ist, ist sie auch glatt und gleichmäßig. Dadurch sinkt das Risiko von Unfällen.

Es ist zudem Priorität, dass das Material robust genug ist, um chemischen Reinigern standzuhalten. Denn Hygiene steht in einer Küche an vorderster Stelle. Lebensmittelreste landen oft auf dem Boden. Daher eignen sich fugenlose Oberflächen besonders. In Fugen sammeln sich sonst die meisten Unreinheiten und Bakterien. Wenn Oberflächen also fugenlos sind, findet sich auch kein Platz zur Ansammlung von Dreck.

19. Fugenlose Oberflächen an Außenanlagen

Auch für Außenanlagen sind fugenlose Oberflächen beliebt und praktisch. Doch auch hier gibt es einige Dinge, die zu beachten sind. Viele Umwelteinflüsse belasten den Boden im Außenbereich. Um diese auszuhalten, eignet sich ein Natursteinteppich.

Ein Natursteinteppich besteht aus vielen kleinen, speziell gerundeten Natursteinkieseln. Das sorgt für eine porös und offenporige Oberfläche. Wenn nun Wasser auf die Oberfläche trifft, fließt es wie bei einem Sieb hindurch. Dadurch entstehen Wasserpfützen gar nicht erst. Auch eine Eisbildung in kalten Wintermonaten ist ausgeschlossen.

Dies resultiert wiederum in vielen weiteren Vorteilen. So entstehen durch Eisbildung oft Risse in Oberflächen von Außenanlagen. Das ist bei dem Natursteinteppich keine Gefahr. Auch das Rutschrisiko sinkt. Algenbildung und Grünspan sind ebenfalls kein auftretendes Problem.

20. Natursteinteppich: Bindemittel

Das richtige Bindemittel ist für den Natursteinteppich essenziell. Es sorgt für die Verbindung zwischen den Natursteinkieseln. Im Fachhandel gibt es eine große Auswahl an Bindemitteln, von billig zu teuer. Worauf Sie unbedingt bei dem Bindemittel zu achten haben, erfahren Sie im Folgenden.

Ein gutes Bindemittel ist in der Regel schadstofffrei und UV-beständig. Epoxidharz zum Beispiel ist nicht UV-beständig. Achten Sie daher auf einen nur geringen Anteil dessen. Im Idealfall besteht ein Bindemittel auf einer Polyurethan-Basis.

Es lohnt sich, mehr Geld in ein gutes Bindemittel zu investieren. Das ist zwar teurer, aber der Steinteppich somit auch länger nutzbar. Dadurch entstehen keine zeitnahen Folgekosten. Die höheren Preise gleichen sich also durchaus mit der Zeit aus.

Sie sind sich unsicher, welches Bindemittel in Ihrem Bau in Verwendung gerät? Sie haben das Recht, den Verarbeiter nach einem Produktdatenblatt zum Bindemittel zu fragen. Darin finden Sie alle wichtigen Informationen. Lizenzen und Inhaltsstoffe sind dort aufzufinden.

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