Frischbetonverbundsystem

So schützen die Frischbetonverbundsysteme Ihren Betonbau

Frischbetonsysteme, oder FBV-Systeme genannt, bezeichnen eine neue Baumethode zur Bauwerksabdichtung des Betons. Sie werden außenliegend, der Wasserseite zugewendet, angebracht. Dadurch dient diese Bauwerksabdichtung als horizontale und vertikale Betonabdichtung gegen Radon, Druckwasser, Methan und Schadstoffe. Zusätzlich schützen die Frischbetonverbundsysteme vor Rissen, die schwierig zu erreichen sind.

Die Beiträge von Tipp zum Bau helfen Ihnen, sich beim Bauen, Renovieren und Sanieren zu orientieren.

1. Allgemeiner Überblick über die Frischbetonverbundsysteme

Tipp zum Bau erklärt Ihnen die Frischbetonverbundsysteme.

Die neue Bauwerksabdeckung: Frischbetonverbundsysteme.

Alle Frischbetonverbundsysteme bestehen aus einer Dichtschicht und einer Klebeschicht. Die Dichtschicht wird meist aus unterschiedlichen Kunststoffen, wie beispielsweise Polyethylen hergestellt. Die Klebeschicht hingegen macht den Unterschied der einzelnen Frischbetonverbundsysteme aus. Insgesamt haben Sie die Wahl zwischen drei unterschiedlichen Abdeckungen. Dem mechanisch-adhäsiven System, dem klebe-adhäsiven System und dem bituminös-adhäsiven System.

Kommt es zur Hydratation und der Zementleim erhärtet, entsteht ein hinterlaufsicherer Verbund. Hydratation bezeichnet dabei die Wechselwirkung zwischen Wassermolekülen und den Ionen. Dadurch ist es möglich, dass der Beton mit der Bauwerksabdichtung interagiert und den Beton schützt.

Des Weiteren unterscheiden sich die einzelnen Frischbetonverbundsysteme anhand ihrer Eigenschaften. Welche Gesamtdicke, welche Haftzugfestigkeit und wie lang die Bahnen der FBV-Systeme sind, entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrem Experten.

Angewendet werden die Abdeckungen vor allem bei den sogenannten WU-Wannen. Dieser Begriff bezeichnet eine wasserundurchlässige Stahlbetonkonstruktion. Das entscheidende Merkmal ist das Fehlen einer zusätzlichen Bauwerksabdichtung. Aus diesem Grund dienen die Frischbetonverbundsysteme als sekundäre Schutzschicht. Typische Beispiele sind:

Zusätzlich haben Sie die Möglichkeit, entstandene Sollrissfugen und Arbeitsfugen abzusichern. Dadurch verhindern Sie die Bildung von Luftblasen unter der Betonschicht. Dies garantiert Ihrem Bau eine längere Lebensdauer. Bedenken Sie allerdings, dass die Bauwerksabdichtung nicht vor Dehnungsfugen schützt.

2. Frischbetonverbundsysteme: Vlieskaschierung

Aufbau

Wie alle Frischbetonverbundsysteme besteht die Vlieskaschierung auch aus einer Verbundsschicht und einer Dichtschicht. Die Dichtschicht wird aus FPO-Membranen hergestellt. Die Abkürzung FPO steht für „Flexibles Poly-Olefin“, wobei es sich um Kunststoff handelt.

In der Verbundsschicht sind Vlies und ein gitternetzartiges Dichtstoffraster integriert. Das Vlies dringt in den Beton ein und bildet einen Verbund aus beiden Materialien. Dadurch wird das Frischbetonverbundsystem wasserundurchlässig. Aus diesem Grund wird die Vlieskaschierung auch als mechanisch-adhäsiv bezeichnet. Das Raster ermöglicht durch seine netzartige Struktur einen Hinterlaufschutz. Mit der zusätzlichen Abdeckung aus Kunststoff, schützen Sie Ihren Beton so vor Rissen.

  • Die Schichtdicke beträgt 0,5-2,2mm.
  • Die flächenbezogene Masse liegt zwischen 820-2750 g/m2
  • Die Bahnbreite der Bauwerksabdichtung variiert zwischen 1-2m.
  • Während die Bahnlänge 10-50m beträgt.

Einsatzgebiete

Die Einsatzgebiete der Frischbetonverbundsysteme sind sehr vielfältig. Häufig überschneiden sich die einzelnen Arten in Ihren Anwendungen. So nutzen Sie die Vlieskaschierung einerseits bei erdberührenden Bauteilen ohne Grundwasser. Andererseits bei weißen Wannen mit hohem Wasserdruck. Ihren Haupteinsatz findet die Vlieskaschierung als sekundäre Bauwerksabdichtung des Betons.

Vorteile

Durch die Reaktion zwischen dem Vlies und dem Baustoff überzeugt die Vlieskaschierung mit vielen Vorteilen:

  • Diese Frischbetonverbundsysteme sind sehr kälteflexibel. Dadurch entscheiden Sie unabhängig vom Wetter, wann und wo Sie Ihren Bau durchführen.
  • Des Weiteren ist sie sehr widerstandsfähig gegen Radon.
  • Der Vlies ist robust gegenüber Druckwasser.
  • Durch die Länge der Bahnen ist die Bauwerksabdichtung schnell verlegt. So sparen Sie wertvolle Zeit.

Nachteile

Nachteile dieser Bauwerksabdichtung sind hauptsächlich vor dem Verlegen zu finden:

  • Bei den Arbeiten mit der Vlieskaschierung wird stehendes Wasser vom Boden abgesaugt.
  • Dies führt zu einem weiteren Arbeitsschritt und hat Auswirkungen auf die Bauzeit.
  • Außerdem benötigen Sie weitere Materialien, da diese Frischbetonsysteme nicht selbstklebend sind.

3. Frischbetonverbundsysteme: klebe-adhäsiv

Aufbau

Mit Tipp zum Bau verstehen Sie die klebe-adhäsiven Frischbetonverbundsysteme.

Die klebe-adhäsiven Frischbetonverbundsysteme und ihr Aufbau.

Die Dichtschicht der klebe-adhäsiven Frischbetonverbundsystemen besteht aus Polymerbahnen. Diese Kunststoffbahnen auf der Oberseite sind notwendig, um den Beton vor entstehenden Rissen zu schützen. Die Verbundsschicht kombiniert eine Acrylbeschichtung mit einer zusätzlichen Klebschicht. Dadurch entsteht ein drucksensibler Kleber, wie beispielsweise PSA-Kleber. Diese Klebschicht reagiert mit dem Beton, wodurch sich schließlich eine Schutzschicht entwickelt.

  • Die Schichtdicke beträgt 0,5-2,2mm.
  • Die flächenbezogene Masse liegt zwischen 820-2750 g/m2
  • Die Bahnbreite der Bauwerksabdichtung variiert zwischen 1-2m.
  • Während die Bahnlänge 10-50m beträgt.

Sie sehen: Die Eigenschaften der klebe-adhäsiven und mechanisch-adhäsiven Frischbetonverbundsysteme sind sehr ähnlich. Den Hauptunterschied beider Abdeckungen macht das Material der Verbundschicht aus.

Einsatzgebiete

Sowie die mechanisch-adhäsiven Frischbetonverbundsysteme findet diese Bauwerksabdichtung Ihren Einsatz bei weißen Wannen sowie erdberührten Bauteilen ohne Grundwasser. Bei beiden Materialien dient es als optimaler Schutz.

Das Haupteinsatzgebiet die klebe-adhäsiven Frischbetonverbundsysteme ist Beton mit Granit. Das integrierte Granit reagiert besonders gut mit dem PSA-Kleber. Dadurch entsteht eine sekundäre Schutzschicht, die kein Wasser mehr durchlässt.

Vorteile

Folgende Vorteile bieten Ihnen die klebe-adhäsiven Frischbetonverbundsysteme:

  • Durch die einfache Klebewirkung ist diese Bauwerksabdichtung schnell und einfach verlegt.
  • Die Reaktion zwischen dem Granulat und der Klebschicht garantiert einen optimalen Schutz vor Druckwasser und Radon.
  • Auch Schadstoffen ist es kaum möglich, diese Frischbetonverbundsysteme zu durchdringen.
  • Es nicht nötig, Wasser vor dem Bau abzusaugen. Dadurch verkürzt sich die Bauzeit.

Nachteile

Bei dem Kleber handelt es sich um ein sehr sensibles Material. Beachten Sie aus diesem Grund folgende Empfehlungen:

  • Die Verlegung der klebe-adhäsiven Frischbetonverbundsysteme ist temperaturabhängig. Führen Sie diese nicht bei kalten Temperaturen durch.
  • Vor dem Verlegen ist eine intensive Betonverdichtung nötig. Lassen Sie das gesamte Gewebe von Betonmilch durchdringen.
  • Beide Punkte haben Auswirkungen auf eine verlängerte Bauzeit.

4. Frischbetonverbundsysteme: bituminös-adhäsiv

Der Begriff bituminös beschreibt ein Material, in dem Bitumen enthalten ist. Sie haben die Wahl zwischen einer selbstklebenden und nicht-selbstklebenden Variante. Diese Bauwerksabdichtung bezeichnet eine Kombination aus den mechanisch-adhäsiven und klebe-adhäsiven FBV-Systemen.

Aufbau

Die Dichtschicht dieser Frischbetonverbundsysteme besteht aus Polyestervlieseinlagen. Das Polyester bildet dabei die Kunststoffbahn. Die Vlieseinlagen ermöglichen währenddessen bereits in der Dichtschicht eine erste Sicherheitsschicht. Zusätzlich ist die Dichtschicht mit einer selbstklebenden Überlappung kombiniert. Diese erlaubt ein schnelles und einfaches Verlegen.

Bei der Verbundschicht handelt es sich um eine Kombination aus einer granulierten Schutzschicht und Elastomer-Bitumen-Bahnen. Durch den Bitumenanteil bekommt die Bauwerksabdichtung ein kautschuk-artiges Verhalten. Dies ermöglicht die Verschweißung zwischen Abdeckbahn und Beton.

  • Die Schichtdicke beträgt 4,5mm.
  • Die flächenbezogene Masse liegt bei maximal 5000 g/m2
  • Die Bahnbreite dieser Frischbetonsysteme variiert zwischen 1-2m.
  • Die Bahnlänge beträgt 5m.

Somit haben diese Frischbetonverbundsystem eine kürzere Bahnlänge, überzeugen jedoch durch die hohe maximale Masse.

Anwendungsbereiche

Auch bei dieser Bauwerksabdichtung handelt es sich um eine Schutzmaßnahme gegen drückendes und nicht drückendes Wasser. Aus diesem Grund ist es möglich, die Frischbetonverbundsysteme für Baumaßnahmen ohne und mit Grundwasser einzusetzen. So finden Sie ihren Haupteinsatz beim Bau mit weißen Wannen. Vor allem bei hochwertigen Produkten nutzen Sie bitumen-adhäsive Frischbetonverbundsysteme optimal.

Flächen zu erreichen, in denen sich Risse bilden, ist oftmals schwierig. Besonders, wenn der Bau bereits abgeschlossen ist. Aus diesem Grund findet dieses Frischbetonverbundsystem Anwendung bei nicht mehr frei zugänglichen Bauteilen.

Tipp zum Bau erklärt, wie die Frischbetonverbundsysteme Ihren Bau vor Rissen schützen.

So schützen die Frischbetonverbundsysteme vor Rissen.

Vorteile

Durch die Kombination aus zwei unterschiedlichen Abdeckungen überzeugen die bituminös-adhäsiven Frischbetonverbundsysteme mit folgenden Vorteilen:

  • Die Verbundsschicht geht eine wasserdichte Verbindung zum Beton ein.
  • Durch die selbstklebende Option ist eine einfache Verarbeitung möglich.
  • Des Weiteren entsteht keine Faltenbildung.
  • Zusätzlich sind sie geprüft bis 5 bar Wasserdruck.
  • Diese Frischbetonverbundsysteme sind unabhängig von der Außentemperatur. Dadurch entsteht keine Längenänderung bei Temperaturschwankungen.
  • Es ist nicht nötig den Beton zusätzlich zu verdichten. Dadurch sparen Sie Zeit beim Bau.

Nachteile

Sie haben sich für die bituminös-adhäsiven Frischbetonverbundsysteme entschieden? Dann beachten Sie folgende Punkte:

  • Die Kombination zweier Frischbetonverbundsysteme hat Auswirkungen auf die Kosten. Diese fallen bei diesem System höher aus.
  • Dies zeigt sich auch im Materialaufwand dieser Bauwerksabdichtung. Durch die kurzen Bahnen benötigen Sie eine größere Anzahl von diesen.
  • Wägen Sie ganz genau den Kosten- und Nutzen-Faktor gegenüber herkömmlichen Systemen ab.

5. Planung und Verlegung der Frischbetonverbundsysteme

Die Planung der Frischbetonverbundsysteme findet bereits bei der WU-Fachplanung statt. Überlegen Sie sich genau, welchen Anforderungen die Bauwerksabdichtung gerecht werden sollen. Wofür setzen Sie die weiße Wanne an? Und welche Auswirkungen haben Risse in Ihrem Bau?

Ein Tipp für Sie: Achten Sie auf die Vorgaben der Hersteller. Jeder Hersteller verwendet unterschiedliche Materialen für seine Frischbetonverbundsysteme. Dadurch steht Ihnen ein großes Produktspektrum zur Verfügung. Dieses wird individuell auf Ihre Bedürfnisse angepasst. Lassen Sie sich von Ihrem Hersteller der Wahl beraten. Durch seine gesammelte Erfahrung sagt er Ihnen ganz genau, welche Frischbetonverbundsysteme die besten für Sie sind.

Mit Tipp zum Bau planen Sie die Verlegung Ihrer Frischbetonverbundsysteme.

Planen Sie die Verlegung Ihrer Frischbetonverbundsysteme optimal.

Verlegung der Frischbetonverbundsysteme

Die Verlegung der Frischbetonverbundsysteme ist Teil der abgeschlossenen Berufsausbildung eines Dachdeckers. Dadurch ist keine zusätzliche Zertifizierung notwendig. Sie findet in mehreren Schritten vor dem Betonieren statt:

  • Die Verlegung der Frischbetonverbundsysteme erfolgt Die Überlappung können sowohl als Längsnaht als auch als Quernaht angeordnet sein.
  • 90% der Verlegung finden in der Sohle auf der Wärmedämmung statt. Allerdings ist sie auch als Ausgleichs- oder Sauberkeitsschicht möglich.
  • Nun kommt es zur Verklebung der Überdeckungen. Hier haben Sie mehrere Auswahlmöglichkeiten. Wählen Sie zwischen selbstklebenden Randstreifen oder speziellen Kleberändern. Die Klebstoffe funktionieren sowohl heiß als auch kalt. Eine Verschweißung der Ränder findet überwiegend bei dem Kunststoff PVC-P statt.
  • Nach dem Ausschalen wird die Bahninnenseite wasserdicht verschlossen.
  • Sie möchten die Frischbetonverbundsysteme an einer Wand verlegen? Dann wird die Bauwerksabdichtung an der aufgehenden Wand bis über die Sohlplatte hochgeführt.

Nachfolgend ist es wichtig, die Frischetonverbundsysteme regelmäßig zu kontrollieren. Dadurch stellen Sie die Dichtheit des Systems sicher. Versuchen Sie zusätzlich Beschädigungen durch zu hohen Druck zu vermeiden. Das garantiert Ihnen einen optimalen Verbund zwischen Beton und der Bauwerksabdeckung.

6. Regelwerk der Frischbetonverbundsysteme

Bei diese Bauwerksabdichtung handelt es sich um eine relativ neue Baumethode. Aus diesem Grund wird auch das Regelwerk stetig verbessert und erweitert.

  • Im Jahr 2016 hat das erste FBV-Systeme-Kolloquium stattgefunden. Aus diesem ging das erste Heft zum Regelwerk hervor.
  • 2017 fand ein zweites Kolloquium gemeinsam mit dem betroffenen Arbeitskreis statt. Dort wurde das bestehende Regelwerk zunächst optimiert.
  • Ein Jahr später, 2018, hat sich ein drittes FBV-Systeme-Kolloquium versammelt. Dieses entwickelte den Sachstandbericht Heft 44. Hierbei handelt es sich um das aktuelle Regelwerk für die Frischbetonverbundsysteme.
Tipp zum Bau informiert Sie über das Regelwerk der Frischbetonverbundsysteme.

Erfahren Sie mehr über das Regelwerk der Frischbetonverbundsysteme.

Beachten Sie bei der Anwendung, sich ausreichend vom Hersteller aufklären zu lassen. Holen Sie sich eine Zustimmung des Bauherrn ein. Die fachgerechte Planung der WU-Konstruktion findet nach den bestehenden WU-Richtlinien statt. Diese werden privatrechtlich in einem Vertrag festgehalten.

Die Rechtssicherheit der Frischbetonverbundsysteme wurde bereits durch die Prüfungen von zugelassenen Prüfstellen abgenommen. Diese prüfen die Bauwerksabdichtung auf die Funktionssicherheit und auf erforderliche Verwendbarkeitsnachwiese bezüglich der:

  • Wasser-Hinterläufigkeit.
  • Riss-Überbrückungen.
  • Naht-Verbindungen und Alterung.

In allen Punkten sind die Frischbetonverbundsysteme mit einem positiven Ergebnis zugelassen. Allerdings sind diese Systeme noch als ungeregelte Bauweise zu betrachten.

7. Fazit

Die Frischbetonverbundsysteme bilden eine interessante und neue Bauart. Sie dienen als zusätzliche Bauwerksabdichtung von Flächen und Konstruktionen. Außerdem überzeugen Sie durch Ihre hohe Wasser-Undurchlässigkeit im Vergleich zu konventionellen Betonbauteilen. Dadurch helfen die Frischbetonverbundsysteme Ihrem Bauvorhaben mit einer hohen und langfristigen Erfolgsquote.

Allerdings erfordert diese Baumethode eine besondere Beratung und eine bahnen-spezifische Fachplanung. Überlegen Sie sich also bereits im Vorfeld, welche Anforderungen das System stellt. Führen Sie eine genaue Kosten-Nutzen-Abwägung durch. Sie haben sich für die Frischbetonverbundsysteme entschieden? Dann lassen Sie sich von einer technischen Begleitung bei der Ausführung unterstützen.

8. Was genau gibt der Wasserzementwert an?

Der Wasserzementwert beschreibt das Verhältnis von Wasser zu Zement im Zementleim des Frischbetons. Verwenden Sie zur Berechnung folgende Formel:

  • w/z = Gewicht des Wasser/Gewicht des Zements

Damit der Beton bei der Hydratation erhärtet, sollte der w/z-Wert bei etwa 0,40 liegen. Falls nicht, wird das Wasser nicht gebunden und der Beton bleibt flüssig. Des Weiteren wird er benötigt, um WU-Beton zu kategorisieren.

9. Was ist WU-Beton?

Der WU-Beton ist ein nahezu wasserundurchlässiger Beton. Aus diesem Grund benötigt er keine zusätzliche Bauwerksabdichtung. Dies wird durch sein dichtes Gefüge ermöglicht. Somit tritt weniger Wasser in die Poren ein.

Die Definition „WU-Beton“ ist abhängig von seiner Zusammensetzung und seiner Verdichtung. Beim richtigen Mischverhältnis sollte der WU-Beton einen Wasserzementwert von maximal 0,40 haben. Dadurch wird die Wasseraufnahme reduziert.

10. Der Unterschied: weiße und schwarze Wannen

Bei beiden Varianten handelt es sich um Modelle zur Bauwerksabdichtung. Ziel ist es Ihren Keller vor eindringender Feuchtigkeit zu schützen. Sowohl bei der schwarzen, als auch bei der weißen Wanne ist es möglich, die Frischbetonverbundsysteme einzusetzen. Dadurch garantieren Sie eine längere Lebensdauer Ihres Baus. Der Unterschied besteht im Aufbau und der Verarbeitung der Wände:

Weiße Wanne

Die weiße Wanne besteht aus WU-Beton. Aus diesem Grund ist keine sekundäre Abdichtung notwendig. Die Bodenplatte und die Außenwände bilden ein geschlossenes System aus Beton. Dadurch wird der Eintritt von Wasser verhindert. Da Sie keine zusätzlich Bauwerksabdichtung benötigen, senkt dies die Gesamtkosten Ihres Baus.

Schwarze Wanne

Bei der schwarzen Wanne ist der verwendete Beton variabel. Allerdings wird als Grundmaterial zur Abdichtung Bitumen eingesetzt. Dies wird an den „nackten“ Betonwänden angebracht. Durch seine schwarze Farbe ist dieses Material auch der Namensgeber der schwarzen Wanne. Bis zu einem gewissen Wasserdruck ist das System somit auch wasserdicht.

11. Voraussetzung zur Abdichtung der schwarzen Wanne

Sie haben sich für das System schwarze Wanne entschieden? Dann helfen Ihnen diese Punkte, um einen erfolgreichen Bau zu garantieren:

  • Achten Sie darauf, dass der Untergrund sauber und tragfähig ist. Eine ebene Fläche gibt dem System eine bessere Standfestigkeit. Eventuelle Ausbruchstellen füllen Sie bis zu einer maximalen Tiefe von 5mm.
  • Vermeiden Sie scharfe Kanten an den Fundamentüberständen. Andernfalls kommt es zu Beschädigungen durch den Druck des Erdreichs.
  • Sie planen, eine schwarze Wanne beim Altbau oder auf Unebenheiten anlegen? Dann hilft Ihnen der Dünnputz mit seiner ausgleichenden Wirkung.

12. Bauwerksabdichtung von innen?

Mit dem Tipp zum Bau gelingt Ihnen die Kellerabdichtung von innen.

Erwägen Sie eine Bauwerksabdichtung von innen? Auch hier kommen Frischbetonverbundsysteme zum Einsatz.

Nicht nur von außen, sondern auch von innen lässt sich Sie eine Bauwerksabdichtung integrieren. Bei beiden Varianten ist es möglich, die Frischbetonverbundsysteme einzusetzen. Die Bauwerksabdichtung von innen erfolgt meist mittels Flächeninjektion. Diese stoppt das Eindringen von Feuchte in Ihren Bau oder Keller.

Bei der Flächeninjektion werden die Wände mit einem Netz aus Bohrlöchern versehen. Die Tiefe der Löcher beträgt 50-90% der Mauertiefe. Nun füllen Sie die Öffnungen mit einem niedrig-viskosem Gel oder mit Harz. Dadurch ist in den Poren der Wand kein Platz mehr für Wasser. Ihre Wände sind nun optimal geschützt.

Somit überzeugt diese Bauwerksabdichtung mit ihrem Heimwerkervorteil. Mit wenigen Werkzeugen und Materialen haben Sie im Nu den Keller abgedichtet.

13. Frischbetonverbundsysteme: Heiß oder kalt verkleben?

Die Frischbetonverbundsysteme sind verlegt. Nun stehen Sie vor der Frage, wie Sie die Überlappungen verkleben. Dabei haben Sie die Wahl zwischen der heißklebenden oder kaltklebenden Verarbeitung.

Kaltverklebung

Bei einer Kaltverklebung nutzen die Bahnen eine Verbindung aus Bitumen und Kautschuk. Diese Bahnen sind meist vorgefertigt. Dadurch überzeugen sie mit einem günstigen Preis. Außerdem fällt die Verarbeitung meist leichter. Achten Sie darauf vorher einen kaltflüssigen Anstrich an den Wänden anzubringen.

Heißverklebung

Sie leben in der Nähe von Flüssen oder am Meer? Hier ist es ratsam, die Frischbetonverbundsysteme heiß zu verkleben. Dies gilt auch, wenn Ihr Boden einen hohen Lehmanteil besitzt. Es handelt sich dabei um speziell hergestellte Bitumenbahnen. Diese werden mit Hilfe von erhitzbarem Klebstoff an der Außenseite der Wand befestigt. So schützen sie besser vor einer deutlich höheren Bandbreite an Gefahren. Allerdings sind sie auch teurer als die kaltklebenden Bahnen.

14. Die Bestandteile des Betons

Jede Art des Beton besteht aus drei gleichen Ausgangstoffen: Zement, Wasser und Gesteinskörnungen. Den Unterschied der Arten legen die Zusatzstoffe und -mittel fest, die der Mischung zugesetzt werden. Die Gesteinskörnungen dienen dazu, dass der Zement richtig zu Beton bindet. Sie werden eingeteilt nach:

  • Herkunft.
  • Gefüge.
  • Kornrohdichte.
  • Kornform und -größe.

Damit sind sie ausschlaggebend dafür, welche Gestalt der Beton annimmt.

15. Wie mischen Sie Beton?

Die Frischbetonverbundsysteme sind fertig verlegt: Jetzt geht’s ans Beton mischen.

Tipp zum Bau erklärt Ihnen, wie Sie Beton richtig mischen.

Mischen Sie den Beton nach dem Verlegen der Frischbetonverbundsysteme.

Zunächst ist es wichtig genau zu berechnen, wie Sie den Beton mischen. All diese Berechnungen funktionieren computergesteuert. Dabei sind einige Punkte zu beachten:

  • Welche Endfestigkeit des Betons planen Sie?
  • Wie hoch ist der Luftgehalt?
  • Welches Wasser-Zement-Verhältnis streben Sie an?

Beim Mischen halten Sie sich an eine vorgegebene Mischreihenfolge:

  • Als erstes geben Sie die Gesteins-Körnungen hinzu.
  • Diesem wird dann der Zement beigesetzt.
  • Zusatzstoffe, für die Sie sich im Vorhinein entschieden haben, werden jetzt hinzugefügt.
  • Im letzten Schritt geben Sie das Wasser sowie die Zusatzmittel zu den Materialien.

Anschließend wird der Beton für eine vorgegebene Zeit gemischt. Diese wird ebenfalls bereits im Vorfeld berechnet.

16. Vorteile der Bauwerksabdichtung von außen

Typische Beispiele für die Bauwerksabdichtung von außen sind die Frischbetonverbundsysteme oder Bitumenbahnen. Beide überzeugen durch folgende Vorteile:

  • Wenn Sie von außen arbeiten, haben Sie keine Einschränkungen im Innenraum. So gestalten Sie diesen unabhängig nach Ihren eigenen Wünschen.
  • Außerdem arbeiten die Fachmänner außerhalb des Wohnraums. Eine Einschränkung Ihres Alltags und Bauspuren bleiben Ihnen im Haus erspart.
  • Da die Abdeckungen von außen keinen Einfluss auf den Wohnraum haben, steigert dies den gesamten Wert der Immobilie.

17. Typische Verfahren der Bauwerksabdichtung von außen

Ein Tipp für Sie: Nutzen Sie beim Neubau von Anfang an die Bauwerksabdichtung von außen. Dafür steht Ihnen der Bau mit einer weißen Wanne zur Verfügung. Eine andere Möglichkeit ist der Bau einer schwarzen Wanne.

Eine andere Möglichkeit sind die Dichtschlämme. Diese Bauwerksabdichtung wird aufgespachtelt oder aufgerollt. Dadurch schützt sie Ihr Haus vor Bodenfeuchte und Wasser.

Bei der braunen Wanne handelt es sich um geotextile Trägermatten. Diese sind gefüllt mit Benonit-Granulat. Dringt Feuchtigkeit in das System quillt dieses auf und wird undurchlässig für Wasser.

Ein weiteres Verfahren stellen natürlich die Frischbetonverbundsysteme dar. Sie schützen Ihren Beton vor Bodenfeuchte und entstehenden Rissen.

18. Bauwerksabdichtungen selber verlegen?

Wenn Sie die Bauwerksabdichtungen selber verlegen, bedenken Sie die Aufgrabungen ums Haus. Für diese ist ein Bagger notwendig.

  • Ein Tipp für Sie: Ziehen Sie sich einen Baufachmann zu Rate, bevor Sie beginnen. Dadurch vermeiden Sie nachfolgende Statik-Probleme.

Der Ablauf funktioniert folgendermaßen:

  • Entfernen Sie als erstes überstehenden Putz.
  • Planen Sie genügend Zeit ein, um das Mauerwerk trocknen zu lassen.
  • Anschließend wird dieses wieder neu verputzt.
  • Spachteln Sie nun, nach einer erneuten Wartezeit, die gewählte Bauwerksabdichtung auf.
  • Montieren Sie darauf eine Dämmung und eine Noppensperrbahn.
  • Legen Sie eine abschließenden Drainage an. Diese verhindert einen möglichen Wasserstau.

19. Anwendungspotential der Frischbetonverbundsysteme

Die Frischbetonverbundsysteme sind eine neue Baumethode und aus diesem Grund noch relativ unbekannt. Welche Erwartungen stellen Sie an diese Bauwerksabdichtung? Besitzen Sie Potential als gute Abdeckung?

Eine Sache wurde bereits nachgewiesen: Die Frischbetonverbundsysteme bieten erfolgreichen Schutz vor plan- und unplanmäßigen Trennrissen. Dies gilt auch vor Durchfeuchtung. Beim Anlegen der Frischbetonverbundsysteme wurde keine eindringende Feuchte mehr nachgewiesen.

Ziel ist es, die Frischbetonverbundsysteme weiter zu optimieren. Dadurch wird das Zuverlässigkeitsniveau erhöht. Außerdem wird der Instandsetzungsaufwand vermindert. Es ist vorgesehen, diese Bauwerksabdichtung als planmäßige Dichtmaßnahme einzusetzen.

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