Fertighauskosten

Was kostet ein Fertighaus?

Der Traum vom Eigenheim stellt für viele Bauherren eine immense finanzielle Belastung dar. Dabei wählt man zwischen Massivbauten und Fertighäusern. Am Beispiel der Fertighauskosten stellen wir Preise heraus, die auf den künftigen Bauherren zukommen. Neben den Fertighauskosten für das Haus, setzen sich die Preise ebenso aus den Baukosten zusammen. Tipp zum Bau hilft bei der Planung Ihrer Baufinanzierung.

1. Warum Sie sich für Preise und Fertighauskosten interessieren 

Fertighaus im Bauprozess mit Tipp zum Bau.

Tipp zum Bau informiert Sie über Ihre Fertighauskosten.

Viele Familien realisieren sich den Traum vom Eigenheim durch den Bau eines Fertighauses. Dieses Unterfangen bedeutet für die meisten Menschen die größte Investition ihres Lebens. Daher ist eine solide und präzise Kostenaufstellung sämtlicher Preise für Sie unverzichtbar. Allerdings brauchen Sie ein hohes Maß an Organisation und Zeit, um sich zurechtzufinden. 

Entscheiden Sie sich für ein Fertighaus, sparen Sie direkt Geld. Denn die Preise für diesen Bautyp sind in der Regel geringer als für Massivbauten. Durch eine schnelle Anlieferung und die strukturierte Montage beläuft sich die Bauzeit auf nur wenige Tage. Dadurch minimieren sich die Preise für einen längeren Bauprozess. Ganz nebenbei sparen die künftigen Hausbesitzer auch Zeit und zahlen daher weniger Miete in der aktuellen Unterkunft.

Außerdem sind viele Teile des Fertighauses vorgeplant und somit einfacher miteinander kombinierbar. Doch der Bauprozess und die Preise für das Grundstück sind nicht außer Acht zu lassen. Allerdings profitieren Sie von den verhältnismäßig kleineren Fertighauskosten.

2. Allgemeines zu den Fertighauskosten

Die Hauskosten sind an diverse Faktoren gebunden. Darum ist eine pauschale Aussage über maximale Preise im Hausbau ausgeschlossen. Doch einige Richtwerte werden Ihnen im Folgenden gegeben. Generell unterscheiden Sie zwischen Hauskosten und Baukosten.

Beide Kostenfelder tragen in etwa zur Hälfte der gesamten Fertighauskosten bei. Die Hauskosten ergeben sich aus Modell, Wohnfläche, Aufbaustufe, Individualität und Region. Die Baukosten hingegen beinhalten Preise für das Grundstück und die Baunebenkosten. 

Den Bau eines Fertighauses bezuschusst der Staat mit unterschiedlichen Fördermaßnahmen. Informieren Sie sich darüber in unserem Beitrag zur Förderung von Fertighäusern.

3. Kosten eines Fertighauses

Unter die Hauskosten fallen alle Preise, die direkt mit dem Gebäude in Verbindung stehen. Daher ergeben sich die Faktoren

  • Fertighaustyp.
  • Grundfläche des Hauses.
  • Aufbaustufe.
  • Individualität der Bauherren.
  • Region, in der gebaut wird. 

Diese Kriterien bedingen einander und beeinflussen sich gegenseitig. Die nachstehenden Preise geben Ihnen einen Eindruck von den Preiskategorien – gemessen an den tatsächlichen Fertighauskosten. Dabei rechnen wir beispielhaft mit einer Fläche von 150 Quadratmetern.

Preis pro qm1.000 €1.500 €1.800 €2.200 €2.600 €
Gesamt-Hauspreis150.000 €225.000 €270.000 €330.000 €390.000 €
PreiskategorieSehr günstigGünstigMittelpreisigGehobenLuxuriös

Modelle für Fertighäuser

Eine grundlegende Entscheidung für viele Bauinteressenten ist die des Haustyps. Diese Variation von Gebäuden bestimmt indirekt die Fertighauskosten. Die Gründe hierfür sind die Verwendung verschiedener Materialien, der Konstruktion typischer Hausteile und die Durchführung angemessener Bauweisen. Diese haben Einfluss auf den gesamten Preis bis zur Fertigstellung. 

Als Faustregel gilt: wenn Sie das Standardmodell wählen, ist der Preis für ein Fertighaus meist günstiger als ein Massivbau. Das liegt daran, dass Fertighaus-Teile in großen Mengen produziert werden. Die Herstellung verbraucht somit weniger Energie. Zudem spart ein Fertighaus durch seinen schnellen Aufbau generell Kosten ein. Schließlich gilt auch hier: Zeit ist Geld. Fertighäuser gibt es in allen erdenklichen Modellen:

  • Blockhaus.
  • Landhaus.
  • Fachwerkhaus.
  • Luxushaus.
  • Passivhaus.
  • Frei planbares Haus.

Auf unserer Seite zu Fertighaustypen erfahren Sie alles weitere.

Wohnfläche

Je größer Häuser werden, desto höher belaufen sich auch deren Preise. Das ist im Bauwesen üblich. Allerdings kommt es auch auf diverse andere Kriterien an. Daher gilt diese Faustregel nur bedingt. Die hier angeführte Tabelle gibt Aufschluss über den Zusammenhang zwischen Größe und Fertighauskosten:

Wohnfläche und RaumanzahlPreise pro QuadratmeterPreise für die fertige VarianteBeispielmodell dieser Preisklasse
104 m2, Vier RäumeEtwa 1.740 € pro qm.181.000 €Bauhaus
112 m2, Fünf RäumeZirka 1.240 € pro qm. 139.000 €Landhaus
116 m2, Sechs RäumeRund 2.210 € pro qm.257.000 €Blockhaus
123 m2, Fünf RäumeEtwa 1.260 € pro qm.165.000 €Niedrig-Energiehaus
131 m2, 4.5 RäumeZirka 2.010 € pro qm.263.000 €Pultdachhaus
165 m2, Drei RäumeRund 1.980 € pro qm. 328.000 €Designerhaus

Wie Sie der Tabelle entnehmen, gibt die Wohnfläche also nur sehr wenig Auskunft über die Abschätzung der Fertighauskosten. Ebenso wenig bedeutet mehr Wohnraum zwangsläufig höhere Preise. Wird das Fertighaus jedoch um eine ganze Etage nach oben gesetzt, etwa durch einen Keller, steigen damit die Preise automatisch. 

Es gibt noch weitere Möglichkeiten zu Fertighäusern. Eine davon ist das Fertighaus mit Keller.

Aufbaustufe

Des Öfteren ist in Bezug auf Fertighauskosten auch von einer anderen Unterteilung zu lesen. Manchmal wird sie „Aufbaustufe“ genannt und manchmal als „Ausbaustufe“ beschrieben. Es gibt fünf dieser Stufen. Wir haben sie für Sie im Folgenden aufsteigend geordnet. Schließlich bedeuten ein längerer Bauprozess und mehr Materialbedarf auch höhere Preise. 

  • Das Bausatzhaus orientiert sich am Legomodell. Es beabsichtigt das Zusammensetzen der Einzelteile durch professionelle Handwerker und in sinnvoller Reihenfolge. Sparen Sie Geld, indem Sie Innenausbau durch Eigenleistung bewerkstelligen.
  • Das Ausbauhaus beruht auf einem bestehenden Rohbau. Dieser wird dann teilweise durch fachmännische Kräfte und teilweise durch Eigenleistung saniert. In der Variante ohne Technik fehlt die Installation der Heizung und Estriche.
  • Die Variante mit Technik hingegen beinhaltet sämtliche Küchen-, Bad- und Heizanlagen
  • Unter dem Stichwort „Hausbau schlüsselfertig“ fällt das gängigste Komplettpaket der Fertighauskosten. Sie geben hierbei alles in professionelle Hände treten als Helfender mit auf. Die Böden fehlen jedoch noch.
  • Als „wohnkomplett“ wird das Rundum-sorglos-Paket bezeichnet, bei dem Sie gar nicht mehr in Erscheinung treten. Alles, inklusive der Möbel und Böden sind komplett fertig. Ihre Familie zieht direkt ein. Diese Stufe ist allerdings sehr selten.

Individualität

Es gibt verschiedene Ausbaustufen. Tipp zum Bau verrät Ihnen, was diese mit den Fertighauskosten zu tun haben.

Die Wahl der Ausbaustufe hat ebenso Einfluss auf die Fertighauskosten.

Wie hoch die Preise für Ihr Fertighaus ausfallen, haben Sie zum Teil selbst in der Hand. Je höher Ihr Anspruch, so höher auch die Folgekosten. Vieles lässt sich auch im Nachhinein noch ausbauen. Zweifellos ist es günstiger, direkt beim Bau die Kosten einzuplanen. Ein Fertighaus lohnt sich auch mit zurückhaltendem Luxus.

Doch vielleicht war es schon immer Ihr Traum, einen eigenen Pool zu besitzen. Ist das Eigenheim ohne Kamin ist für Sie undenkbar? Zum generellen Typ Ihres Fertighauses und den daraus resultierenden Fertighauskosten, kommen immer die individuellen Sonderwünsche hinzu.


Diese Wünsche haben ihre eigenen Preise und variieren ebenfalls stark:

  • Keller.
  • Fundament.
  • Rohbau.
  • Trockenbau.
  • Dachform.
  • Außenanlagen wie Garten, Teich oder Bepflanzung.
  • Innengestaltung.
  • Elektroinstallation.
  • Und Vieles mehr.

Region

Nicht zuletzt hängen die Fertighauskosten auch stark davon ab, wo Sie bauen. Grundsätzlich ist der Hausbau auf dem Land günstiger als in der Stadt. Aber es gibt auch Regionen, in denen der Bauprozess auf dem Land immense Kosten verursacht. Aber bedenken Sie auch den zusätzlichen Aufwand für Fahrten zur Schule oder in die Arbeit. Dieser fällt in der Stadt gegebenenfalls geringer aus. Auch Einkäufe und Kulturangebot spielen eine Rolle. Informieren Sie sich über die Infrastruktur der Region. Daher ist es wichtig, was Sie sich wünschen.

Zudem sind viele Regionen der neuen Bundesländer oder sehr dünn besiedelte Landstriche verhältnismäßig günstig. Die Ursachen hierfür sind oft der geringen Nachfrage geschuldet. Das basiert je nach Attraktivität der Region. Auch hier gilt: Was für Sie interessant ist, unterliegt persönlichen Kriterien. Informieren Sie sich deshalb frühzeitig über die Fertighauskosten und Preise von Grundstücken in Ihrer jeweiligen Wunschregion. 

Hier einige Beispiele

Landkreis / StadtDurchschnittlicher Preis pro Quadratmeter Fertighaus (2020)
Neustrelitz (Mecklenburg-Vorpommern)90 €
Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern)150 €
Bielefeld (NRW)235 €
Erding (Bayern)700 €
München (Bayern)1.550 €

4. Baukosten 

Lassen Sie sich von Tipp zum Bau erklären, warum die Baupreise der Fertighauskosten nicht zu unterschätzen sind.

Tipp zum Bau hilft Ihnen bei Hauskosten und Baukosten, damit Sie den Überblick behalten.

 Zu den Fertighauskosten zählen auch die Baugebühren mit Grundstückskosten und Nebenkosten. Die zweite Hälfte der Kosten entsteht durch die Baukosten. Ausgeklammert werden hierbei die Preise für das Gebäude. Die zwei großen Faktoren dieser Fertighauskosten sind der Grundstückerwerb und die Baunebenkosten

Auch die Entscheidung für eine Bodenplatte beeinflusst die Baukosten. Auf unserer Themenseite Bauprozess mit Bodenplatten erfahren Sie mehr darüber.

Preise für das Grundstück

Parallel zu den Fertighauskosten fallen, je nach Region, die Preise für bebaubare Grundstücke in verschiedenen Landkreisen unterschiedlich aus. Bei der Aufstellung der Fertighauskosten fallen für den Grundstückskauf, neben dessen Standort, folgende Positionen an:

  • Grunderwerbssteuer.
  • Vermessungsgebühr.
  • Bodengutachten.
  • Maklerprovision.
  • Notargebühr.

Die Grunderwerbsteuer beträgt je nach Bundesland zwischen 3,5 und 6,5 % des Grundstückpreises. Die Vermessungsgebühr hingegen schlägt mit bis zu 2.000 € zu Buche. Sie besteht aus der Gebäudevermessung und der Grenzvermessung. Das Bodengutachten entscheidet, ob es möglich ist einen Keller zu bauen. Es beläuft sich auf 500 – 1000 €. 

Die Baunebenkosten

Viele Bauherren vergessen die Baunebenkosten. Allerdings verstecken sich hier nicht zu unterschätzende Fertighauskosten. Denn rund 5 % der gesamten Fertighauskosten gehen auf diesen Posten zurück. Je länger der Bauprozess dauert, desto höher fallen sie aus. Aus diesem Grund wählen viele Interessenten das Fertighaus als gute Möglichkeit, den Bauprozess kurz zu halten. Zu den Baunebenkosten zählen: 

  • Baugenehmigung.
  • Vorbereitung der Baustelle.
  • Strom für die Maschinen.
  • Versicherungen.

Die Baugenehmigung macht zirka 0,5 % Ihrer Fertighauskosten aus. Die so genannte Baustellensicherung bereitet eine künftige Baustelle vor. Dabei werden Entsorgungskanäle verlegt und störende Bepflanzung beseitigt. Dadurch entstehen weitere Kosten. Zu diesen logistischen Ausgaben fallen Preise für Maschinen und Geräte an. Sie sind notwendig, haben aber zum Teil einen hohen Strombedarf.  

Versicherungen

Versicherungen für den Aufbau Ihres Fertighauses sind optional.  Allerdings raten wir Ihnen dazu, weil es so im Schadensfall eine zahlende Anlaufstelle gibt. Versicherungsunternehmen verursachen daher ebenso Fertighauskosten. Ihre Preise sind unterschiedlich und hängen von Träger, Region und Versicherungsnehmer ab. Sie bieten folgende Optionen, um Ihr Bauvorhaben zu schützen: 

  • Baufertigstellungs-Versicherung. 
  • Bauherren-Haftpflichtversicherung.
  • Feuerrohbauversicherung.
  • Bauhelfer-Unfallversicherung.

Während der erste Typ im Insolvenzfall der Baufirma greift, schaltet sich die zweite Versicherung bei einem Fehlverhalten des Bauherrn ein. Sorgt er also für zu wenig Belichtung oder Beschilderung zur Baustelle, wird die Versicherung informiert. 

Die Feuerrohbauversicherung schützt vor dem unglücklichen Fall eines Brandes. Oft ist sie bei einer Wohngebäudeversicherung inklusive. Der letzte Versicherungstyp sichert alle Beteiligten vor eventuellen Personenschäden ab. Anderweitig kommen lebenslange Kosten auf Sie zu. Dämmen Sie diese Risiken durch eine entsprechende Versicherung ein.

Vergleichen Sie die Preise der Anbieter oder fragen Sie Ihren Versicherungsvertreter. Die Details unterscheiden sich oft, was die Beurteilung für Laien erschwert.

5. Fazit 

Mit Tipp zum Bau vergessen Sie nicht die Versicherungsbeiträge in die Berechnung Ihrer Fertighauskosten mit einzubeziehen.

Unterschiedliche Versicherungen tragen bei der Höhe der Fertighauskosten ihren Teil bei.

Fertighäuser stellen für viele Familien einen attraktiven Weg dar, um den Traum von Eigenheim umzusetzen. Allerdings bleibt auch ein Fertighaus eine große Investition für die Zukunft. Die Investition bedarf einiger Vorüberlegungen und Planung – besonders im Hinblick auf die Finanzierung. Doch welche Fertighauskosten kommen auf die Bauenden zu? 

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass es schwer ist, die Preise zu verallgemeinern. Jede individuelle Situation bringt eigene Preise hervor. Es gibt lediglich Parameter, die der Orientierung dienen. Die erste Unterscheidung ist die der tatsächlichen Hauskosten gegenüber den Preisen des Bauprozesses

Um auszurechnen, auf wie viel sich die Fertighauskosten des Gebäudes belaufen, konzentrieren Sie sich auf: 

  • Das Hausmodell.
  • Die Wohnfläche.
  • Die Ausbaustufe.
  • Ihre individuellen Bedürfnisse.
  • Die gewünschte Bauregion. 

All diese Kriterien beeinflussen sich gegenseitig. Kostenvoranschläge fokussieren daher nie nur eins dieser Merkmale

Die Baukosten hingegen sind aus den Fertighauskosten zusammengesetzt, die den Bauprozess direkt oder indirekt bezahlen. Hierbei sind einige Schritte des Grundstückerwerbs mit einzubeziehen. Allerdings beinhalten sie ebenso die Baunebenkosten, wie zum Beispiel die Versicherungen der Baustelle

6. In 5 Schritten zur Einschätzung der Fertighauskosten 

Die Berechnung der Fertighauskosten sowie die Preise sonstiger Gebühren bedarf einiges an Zeit, Mühe und Nerven. Verfolgen Sie doch die folgende 5-Schritt-Methode. Dann blicken Sie bald auf Ihr neues Eigenheim – ganz ohne überraschende Mehrkosten.

Organisation und Planung

Kümmern Sie sich frühzeitig um Ihre Fertighauskosten. Schließen Sie alle oben aufgeführten Ausgaben mit ein. Vergleichen Sie Preise. Danach wissen Sie, wie Ihr Fertighaus aussehen sollte, wo es stehen und wie lange der Bauprozess vorerst dauern wird. 

Staatliche Förderung

Checken Sie die Möglichkeiten einer staatlichen Förderung für Ihr Fertighaus. Möglicherweise sind Sie förderungsberechtigt und wissen es gar nicht. Erst wenn Sie sich sicher sind, wie Sie die gewaltigen Kosten tragen, ist Ihre Baufinanzierung sinnvoll erarbeitet.

Fertighausaustellungen

Speziell für Interessenten an Fertighäusern gibt es in Deutschland mehrere Ausstellungen und andere Optionen der Besichtigung. Im Zuge dessen werden Unklarheiten oder Unsicherheiten beseitigt. Nehmen Sie die Qualität, Optik und Grundrisse genau in Augenschein. Vereinbaren Sie Termine mit verschiedenen Anbietern.

Die Wahl des Anbieters

Nun gilt es einen Anbieter auszuwählen. Gemessen am Preis-Leistungs-Verhältnis lassen sich auch hier Fertighauskosten einsparen. Berücksichtigen Sie neben der Professionalität auch den Kundenservice und die Qualität der involvierten Baufirmen. Neben Preisen ist auch der gute Ruf ein Qualitätsmerkmal und Orientierungsgröße.

Gestalten Sie Ihr Traumhaus

Zusammen mit Ihrem neuen Baupartner geht es nun an die präzise Planung des Hauses. Traum und Realität werden hier miteinander kombiniert. Letzten Endes trägt der Bauträger Aufschluss über aufkommende Fertighauskosten. Es lohnt sich in mehrere Kostenvoranschläge zu investieren. So beginnt der Weg ins neue Eigenheim mit einem guten Gefühl der Sicherheit.

7. Fertighauskosten mit Baufinanzierung 

Eine solide Baufinanzierung ist auf mehrere Wege förderbar. So ist es möglich, die Fertighauskosten etwas zu senken. Eine Möglichkeit ist es, über mehr Vermögen zu verfügen. Drei Modelle helfen Ihnen dieses zu steigern:

  • Das Arbeitgeberdarlehen.
  • Die Arbeitnehmersparzulage.
  • Der Bausparvertrag.
Fertighauskosten sind mit Baufinanzierungen zu stämmen. Tipp zum Bau erklärt Ihnen dies gerne.

Baufinanzierungen helfen Fertighauskosten zu bezahlen.

Im ersten Modell erteilt der Arbeitgeber einen Kredit, den der Arbeitnehmer dann in Raten zurückzahlt. Bei der Arbeitnehmersparzulage hingegen bürgt der Arbeitgeber vor dem Staat für seinen Arbeitnehmer. Die Raten werden dann wieder direkt an den Staat getilgt. Der Bausparvertrag wird durch private Geldinstitute bewilligt und seine Konditionen hängen stark von der jeweiligen Bank ab. 

8. Weniger Fertighauskosten durch Energieförderung 

Sofern Ihr neues Fertighaus auf eine positive Energiebilanz abzielt, sind sie zu einer Förderung berechtigt. Dabei kommen Programme der BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) in Frage. Eins fördert die Energieberatung im Zuge Ihrer Herausarbeitung der Fertighauskosten. Ein anderes Paket optimiert Ihre Heizung oder sieht eine Heizung mit erneuerbaren Energien vor. Wiederum ein anderes Paket belohnt Kraft-Wärme-Anlagen finanziell.

Aber auch die KfW (Kreditbank für Wiederaufbau) bietet mit den Programmen 151, 153 und 430 eine energiebasierende Förderungsmöglichkeit für Fertighauskosten. Hierbei sind sowohl Neubauten (KfW 153) als auch Sanierungen betroffen (KfW 151 als Darlehen sowie KfW 430 als Zuschuss). 

Auf Tipp zum Bau haben wir für Sie alle Fördermöglichkeiten zusammengestellt.

9. Fertighauskosten verringern durch Barrierefreie Förderung 

Unter dem Stichwort KfW 455 finden Sie ein weiteres Förderungsprogramm. Mit diesem sind die Fertighauskosten leichter tragbar. Das Programm begünstigt eine altersgerechte Haussanierung. Zu barrierefreiem Wohnen gehört etwa das Abreißen von schwer zugänglichen Wänden oder Treppen. Ein weiterer Aspekt ist der behinderten- oder altersgerechte Umbau von Bädern. Ebenso unterstützt der Gesetzgeber das Verbauen von Smarthome-Systemen zur Eliminierung von Barrieren im hohen Alter. Das dient zum Beispiel der Sprachassistenz

Unter der gleichen Förderung begünstigt der Staat auch Schutz vor Einbrüchen. Dazu zählen Zusatzschlösser, Einbruchs- und Überfallmeldeanlagen und vieles mehr.

10. Mit Kinderförderung Fertighauskosten senken 

 Tipp zum Bau erklärt Ihnen das Baukindergeld als Erleichterung Ihrer Fertighauskosten.

Durch die Auszahlung des Baukindergeldes werden Fertighauskosten etwas verringert.

Haben Sie vor, mit erfülltem Kinderwunsch den Fertighauskosten Herr zu werden? Dann bietet Ihnen der Bund die Möglichkeit, sogenanntes Baukindergeld zu beantragen. Dieses Programm läuft offiziell unter dem Namen KfW 424 und wird ebenfalls durch die Kreditbank gestellt. Informieren Sie sich auch über dieses Programm bei Tipp zum Bau: Förderungsmöglichkeiten.

Allerdings können sowohl kinderlose Familien als auch Familien mit Kindern das sogenannte Wohnriester als Alternative beantragen. Dieses Programm läuft ohne Träger. Es soll als Altersvorsorge – ähnlich wie die Riesterrente – dienen

11. Fertighauskosten für ein denkmalgeschütztes Gebäude 

Speziell für den Fall einer Sanierung kommt noch ein weiterer Förderungsgrund hinzu: Sobald ein Gebäude unter dem Denkmalschutz geführt wird, ist es für eine Förderung berechtigt. Sowohl die BAFA als auch die KfW ermöglichen Steuererlässe für Bauende.

Allerdings gibt es je nach Programm einige Voraussetzungen. Der Wert des Hauses steigt beispielsweise nicht um über 15 % des Kaufpreises. Die Steuervergünstigung bewegt sich hier bei etwa 9 %.

Bei einer Altbausanierung fördert die Kreditanstalt für Wiederaufbau 20% der Kosten. Maximal stellt die Anstalt einen Rahmen von 10.000 € pro Wohneinheit.

12. Vorbereitung der Baustelle 

Bei der Planung der Fertighauskosten stolpert jede Baufirma und jeder Bauherr über die Preise für die Vorbereitung der Baustelle. Diese sind sehr variabel. Zu diesen Preisen zählen: 

  • Arbeitskalkulation.
  • Vorleistung Dritter.
  • Störende Bepflanzung.
  • Einrichtung von Zu- und Abwasser.
  • Absicherungszubehör der Baustelle.
  • Einrichtung der Zufahrt und Logistik der Baustelle.
  • Überlegungen zur Baustelleneinrichtung.
  • Auswahl der Arbeiter und eventuelle Kooperation mit anderen Firmen.
  • Sichtung sämtlicher Unterlagen eingeschlossen der Baugenehmigung, die Angebote sowie etwaige Verhandlungsprotokolle. 

13. Baugenehmigung vor den Fertighauskosten 

Wie bereits erwähnt zählt die Baugenehmigung zu den Baukosten als indirekten Fertighauskosten. Bauherren gehen meist von zirka 0,5 % des späteren Preises aus. Daher kommen bei einem Fertighaus im Wert von 300.000 Euro eine Baugenehmigung mit den Kosten von 1.500 zustande. Die Genehmigung lässt sich aber auch mit folgender Formel errechnen:

Bauwert in Euro pro Kubikmeter x Umbauter Raum in Kubikmeter x Gebührensatz in Prozent der jeweiligen Behörde.

Der „Umbaute Raum“ meint hierbei der Brutto-Rauminhalt eines Gebäudes. Wie schon an einigen anderen Stellen, kommt es auch bei der Genehmigung auf den Landkreis und das Bundesland an. Daher haben sie in einer Region höhere Fertighauskosten durch die Genehmigung als in anderen Regionen

14. Preise für Makler und Notar 

Allerdings zählen auch die personellen Preise zu den grundstücksgebundenen Fertighauskosten. Die Provision des Maklers beläuft sich in der Regel auf 7 % der Fertighauskosten. Dem gegenüber protokolliert ein Notar offiziell den Grundstückserwerb. Er veranschlagt bis zu 1.000 € Gebühren. 

Auch hier lohnt sich der Blick auf Preise und Details. Denn es gibt es auch schwarze Schafe. Es ist nämlich bekannt, dass es oft genug zu Fällen von Baupfusch kommt. Jedoch können bereits Makler in der Branche ihr Schindluder treiben. Prüfen Sie deshalb doppelt. Oder lassen Sie sich durch sachkundige Freunde objektiv und unvoreingenommen beraten.

15. Szenario 1: Einfamilienhaus

Die Preise für ein Fertighaus hängen von vielen Faktoren ab. Um Ihnen dennoch eine ungefähre Vorstellung zu geben, vergleichen wir einige Modelle für Einfamilienhäuser. Hierbei ist der Grundstückspreis nicht berücksichtigt.

DachformWohnflächeEtagenUngefährer Preis
Fertighauskosten ASatteldach1602350.000.-
Fertighauskosten BWalmdach1301310.000.-
Fertighauskosten CFlachdach1602360.000.-

Einflussfaktoren für die Preisspanne sind unter anderem:

  • Keller.
  • Balkon.
  • Dachform.
  • Energiestandard.
  • Region.
  • Fassade.

16. Szenario 2: Doppelhaus 

Auch ein Doppelhaus kann in Fertigbauweise errichtet werden. Die Preise variieren auch hierbei stark in Abhängigkeit von vielen Faktoren. Als Orientierung dient Ihnen die nachstehende Tabelle. Hierin ist der Grundstückspreis nicht berücksichtigt.

DachformWohnflächeEtagenUngefährer Preis
Fertighauskosten ASatteldach1202330.000.-
Fertighauskosten BZeltdach1202340.000.-
Fertighauskosten CWalmdach1102Ab 200.000.-

Anspruch und Budget sind Einflussfaktoren für die Preisspanne. Folgende Kriterien spielen eine Rolle:

  • Keller.
  • Balkon.
  • Dachform.
  • Energiestandard.
  • Region.
  • Fassade.

17. Szenario 3: Reihenhaus 

Ein Reihenhaus ist hierzulande eine gern gewählte Option für junge Familien. Die Preise für ein Fertighaus dieser Baureihe unterscheiden sich, abhängig von vielen Faktoren. Eine ungefähre Vorstellung erhalten Sie mit Hilfe der nachfolgenden Auflistung. Hierbei ist der Preis für das Grundstück nicht berücksichtigt.

DachformWohnflächeEtagenUngefährer Preis
Fertighauskosten ASatteldach1702,5220.000.-
Fertighauskosten BSatteldach1402210.000.-
Fertighauskosten CFlachdach1802Ab 200.000.-

Ihre Ansprüche bestimmen die Preise. Einfluss auf die Preise haben Entscheidungen über

  • Keller.
  • Balkon.
  • Dachform.
  • Energiestandard.
  • Region.
  • Fassade.

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