Bauprozess mit Bodenplatte

Der Bauprozess mit Bodenplatte ‚Äď So ensteht Ihr Fertighaus

Auf dem Weg zu Ihrem neuen Eigenheim als Fertighaus durchlaufen Sie zahlreiche Bauphasen. Informieren Sie sich hier √ľber s√§mtliche Schritte ‚Äď von der Baugenehmigung bis zur Abnahme. Denn der Bau mit Bodenplatte ist weitaus g√ľnstiger als mit einem Keller.

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1. Baugenehmigung

Mit Tipp zum Bau zur Genehmigung f√ľr den Bauprozess mit Bodenplatte.

Mit der Baugenehmigung beginnt Ihr Bauvorhaben.

Mit der Baugenehmigung beginnt der Bauprozess f√ľr Ihr Traumhaus.

Ohne offizielle Erlaubnis l√§sst sich der Traum vom Eigenheim nicht verwirklichen. Der erste Schritt im Bauprozess ist deshalb ein Beh√∂rdengang. Die √∂rtlichen Beh√∂rden pr√ľfen Ihr Bauvorhaben und erteilen die Baugenehmigung. Ihr Kaufvertrag regelt genau, welche Aufgaben die jeweiligen Parteien w√§hrend des Bauprozesses √ľbernehmen. Manche Hersteller √ľbernehmen die Abstimmung mit den Beh√∂rden selbst. Ist diese nicht vereinbart, liegt es an Ihnen, die Unterlagen vollst√§ndig einzureichen.

Pl√§ne f√ľr einen Keller sind ebenfalls einzureichen. Neben der Baugenehmigung erhalten Sie zeitgleich die Bauberechtigung. Diese erhalten Sie, wenn f√ľr Ihr Bauvorhaben keine weiteren Bedingungen oder Auflagen notwendig sind. Damit einher geht der sogenannte ¬†‚ÄěRote Punkt‚Äú (Baufreigabeschein).¬†

Voraussetzungen f√ľr den Roten Punkt sind:

  • Gepr√ľfte Statik.
  • Vorlage der Bauleitererkl√§rung.
  • Freifl√§chengestaltungsplan.
  • Gepr√ľfte Entw√§sserung.

Es ist Pflicht, dass der Rote Punkt von √∂ffentlichen Verkehrsfl√§chen gut sicht- und lesbar ist. Informationen √ľber den Rohbauunternehmer sind ebenso erforderlich.

Erfahren Sie hier alles √ľber den Bauprozess eines Fertighauses mit Bodenplatte.

2. Nötige Vorbereitungen beim Bauprozess mit Bodenplatte

Die Vorbereitung im √úberblick

Treffen Sie f√ľr den Bauprozess mit Bodenplatte einige Vorbereitungen:

  • Vorbereitung Baugrund.
  • Einrichtung der Baustelle.
  • Fundament.

Bevor der Bauprozess mit Bodenplatte richtig beginnt, sind s√§mtliche Hindernisse zu entfernen. Beispiele hierf√ľr sind:

  • Rei√üen Sie alte Immobilien vor Baubeginn ab.
  • B√§ume und B√ľsche sind ebenfalls zu entfernen.

√úberlassen Sie diese Arbeiten unbedingt spezialisierten Unternehmen. So stellen Sie sicher, dass Sie das Fundament negativ beeinflussen.

Baugrunduntersuchung f√ľr die Bodenplatte

Baugrunduntersuchung f√ľr den Bauprozess mit Bodenplatte bei Tipp zum Bau.

Eine Baugrunduntersuchung lohnt sich fast immer.

Eine Untersuchung des Baugrundes lohnt sich, bevor Sie mit dem Bauprozess mit Bodenplatte beginnen. 

Obwohl eine solche Untersuchung nicht vorgeschrieben ist, empfiehlt es sich, sie durchf√ľhren zu lassen. Vom Ergebnis h√§ngt ab, ob sich ein Grundst√ľck √ľberhaupt bebauen l√§sst. Ein Bau mit bestimmten Auflagen ist ebenso m√∂glich. Auch f√ľr die Bodenplatte sind geeignete Bodenbeschaffenheiten eine Voraussetzung.

Fragen Sie unbedingt den Verk√§ufer nach m√∂glichen Untersuchungen in der Vergangenheit. Handeln Sie bei einer fehlenden Dokumentation nicht √ľberst√ľrzt. Tipp: Schlie√üen Sie den Kaufvertrag vorbehaltlich einer Baugrunduntersuchung ab.

Gerade bei k√ľnstlich aufgesch√ľtteten B√∂den empfiehlt sich ein Bodengutachten. Umfassende Kenntnisse √ľber den Baugrund senken das Risiko f√ľr Komplikationen w√§hrend des Bauprozesses. Das Gutachten kostet je nach Aufwand 500 ‚Äď 2500 ‚ā¨. Die Investition lohnt sich, da die Kosten f√ľr Nachbesserungen gew√∂hnlich deutlich h√∂her ausfallen.

Eine g√ľnstige Alternative ist es, die Nachbarn nach der Bodenbeschaffenheit zu befragen. Im Zweifelsfall engagieren Sie aber einen spezialisierten Bodengutachter. Dieser stellt fest, wie gut der Baugrund geeignet ist. Verschiedene Bohrungen liefern das n√∂tige Datenmaterial. Basierend auf den Ergebnissen sprechen die Geologen dann eine Empfehlung aus. Der Gutachter nutzt hierf√ľr die Pl√§ne des Vermessers, die zeigen, wo Sie das Haus bauen.

Detaillierte Kenntnisse √ľber den Baugrund helfen Ihnen zudem, versteckte Kosten zu minimieren. Manche Baufirmen gehen von einem perfekten Baugrund aus. Der angesetzte Hub f√§llt entsprechend geringer aus ‚Äď was den Kaufpreis senkt.

Realistisch sind diese Sch√§tzungen allerdings nicht immer. Oftmals ist deutlich mehr Hub n√∂tig als urspr√ľnglich veranschlagt. Nur so stellen Sie sicher, dass die Bodenplatte effektiv vor Frost sch√ľtzt. Notwendige Zusatzkosten fallen auf Sie zur√ľck und der Bauprozess wird teurer.

3. Einrichtung der Baustelle

F√ľr einen erfolgreichen Bauprozess ist eine gut ausgestattete Baustelle essenziell. Notwendig ist:

Strom und Wasser

Ohne Strom und Wasser geht auch auf der Baustelle nichts. Bei Bedarf stellen Ihnen die √∂rtlichen Energieversorger beides zur Verf√ľgung.

Tipp: Stellen Sie fr√ľhzeitig einen Antrag bei Ihrem Versorgungsunternehmen.

Bauzaun

Dieser hält Unbefugte von Ihrer Baustelle fern. Gerade spielende Kinder neigen dazu, Baugrund unerlaubt zu betreten. Achten Sie daher auf eine ausreichende Absicherung. Kommt jemand auf Ihrer Baustelle zu Schaden, tragen Sie als Bauherr die Verantwortung.

Der Untergrund ist entscheidend f√ľr die Stabilit√§t. Stabile Fu√üplatten verleihen Ihrem Bauzaun die n√∂tige Standfestigkeit.

Mobiles Toilettenhäuschen

Die Arbeitsst√§ttenverordnung schreibt vor, dass jede Baustelle √ľber eine abschlie√übare Toilette zu verf√ľgen hat.

Zufahrtswege

F√ľr den Bauprozess notwendige Ger√§te ben√∂tigen viel Platz. Dimensionieren Sie die Zufahrtswege f√ľr Kran, Betonmischer oder Bagger entsprechend gro√üz√ľgig. Auch hierf√ľr sorgen Sie als Bauherr im Vorfeld.

Umgebung

Scheuen Sie sich nicht davor, Ihre zuk√ľnftigen Nachbarn in Ihr Bauvorhaben einzubeziehen. Kl√§ren Sie sie daher m√∂glichst √ľber anstehende Arbeiten auf. Bei Fertigh√§usern gilt: L√§rm, Dreck und ein erh√∂htes Verkehrsaufkommen sind f√ľr Anwohner meist st√∂rend, aber unvermeidbar.

Baugrundverbesserung

Ziel ist, die Baugrundfl√§che so aufzubereiten, dass sie die Last des Neubaus tr√§gt. Nicht jede Fl√§che erf√ľllt die Kriterien hierf√ľr. M√∂gliche Ma√ünahmen sind:

  • Austausch des Bodens.
  • Verdichtung des Bodens.
  • Festigung des Bodens.

Kanal- und Anschlussarbeiten

Erst danach installieren Sie die Bodenplatte. Die genaue Position zu kennen ist f√ľr den weiteren Verlauf unerl√§sslich. Besorgen Sie sich den genauen Lageplan f√ľr s√§mtliche Anschl√ľsse von Ihrer √∂rtlichen Beh√∂rde.

4. Fundament f√ľr die Bodenplatte

Die Bodenplatte ‚Äď das Fundament f√ľr Ihr Fertighaus

Der Bauprozess mit Bodenplatte als Fundament bei Tipp zum Bau

Das Fundament ist die Grundlage f√ľr Ihr Fertighaus.

Auch wenn Sie sich keinen Keller w√ľnschen, brauchen Sie eine Bodenplatte, auf die das Fertighaus gesetzt wird. Sie √ľbertr√§gt das Gewicht des Hauses gleichm√§√üig auf den Boden. Zus√§tzlich sch√ľtzt die Bodenplatte Ihr Fertighaus vor Bodenbewegungen durch K√§lte oder W√§rme. Dadurch vermeiden Sie Risse.

Die Mindesttiefe f√ľr Ihre Bodenplatte h√§ngt vom Klima ab. In kalten Gegenden ist die Mindestdicke 1,5 m. Damit h√§lt Ihre Bodenplatte dem Frost stand. In w√§rmeren Gebieten reichen schon 80 cm f√ľr die Bodenplatte.¬†

F√ľr die Bodenplatte heben Sie zun√§chst eine entsprechend tiefe Grube aus. In diese f√ľllen Sie eine etwa 5 cm dicke Schicht Kies oder Magerbeton. Sie verdichten sie mit einem R√ľttler. Hier verlegen Sie auch die Anschl√ľsse. Darauf legen Sie eine undurchl√§ssige Folie aus Polyethylen oder Polyvinylchlorid. Dann wird die Grube mit einer Betonmischung aufgegossen. Den Beton lassen Sie vier Wochen lang trocknen. Danach ist die Bodenplatte fertig.

Die W√§rmed√§mmung f√ľr die Bodenplatte kommt unter oder √ľber diese Betonschicht. Sie sorgt f√ľr Energieeffizienz, indem Sie den W√§rmeverlust √ľber den Boden verhindert. F√ľr noch bessere Heiz-Ergebnisse gibt es sogenannte Thermo- Bodenplatten. Dazu kommt Hartschaum zum Einsatz, sowie eine Fu√übodenheizung. Eine normale Bodenplatte kostet etwa 100 ‚ā¨/m¬≤. Eine Thermo- Bodenplatte liegt bei knapp 150 ‚ā¨/m¬≤.

Altlasten

Die fachgerechte Vorbereitung des Baugrundes ist ein weiterer, wichtiger Schritt im Bauprozess. Zun√§chst sind Altlasten zu entfernen. Beispiele hierf√ľr sind:

  • Verunreinigung durch Chemikalien.
  • Wirtschaftliche Nutzung in der Vergangenheit.
  • Fliegerbomben.

Ansprechpartner f√ľr Informationen rund um Ihr Grundst√ľck ist neben dem Bauaufsichtsamt die √∂rtliche Umweltbeh√∂rde. Erkundigen Sie sich dort nach dem Altlastenverzeichnis. Hier wird genau festgehalten, wie Ihr Baugrund in der Vergangenheit genutzt wurde.

Vor allem im urbanen Umfeld sind Blindg√§nger von Fliegerbomben vorzufinden. Solche Altlasten w√ľnschen Sie sich nicht unter der Bodenplatte. Das Regierungspr√§sidium sowie Bau- und Ordnungs√§mter stehen Ihnen hier mit Rat und Tat zur Seite. Hier finden Sie Informationen √ľber m√∂gliche Bombenabw√ľrfe.

Meist sehen Kaufvertr√§ge f√ľr Fertigh√§user vor, dass der Verk√§ufer nicht f√ľr Altlasten haftet. Ein neutrales Sachverst√§ndigengutachten gibt hier Aufschluss.

Tipp: Sichern Sie sich ein zeitlich begrenztes R√ľcktrittsrecht, falls trotzdem Altlasten festgestellt werden.

Der Bauprozess mit Bodenplatte

Nachdem die Vorbereitungen abgeschlossen sind und die Bodenplatte fertig ist, geht es im Bauprozess weiter: 

  • Montage des Hauses.
  • Innenausbau.
  • Abnahme.

5. Montage des Hauses

Montage des Hauses mit Bodenplatte mit Tipp zum Bau.

Die Montage des Hauses dauert nur wenige Tage.

Nachdem die Bodenplatte fertig ist, folgt der n√§chste Schritt im Bauprozess. Diese Phase nennt sich Hausstellung und dauert nur wenige Tage. Hinzu kommt, dass Sie Fenster und T√ľren nicht extra installieren brauchen. Die im Werk produzierten Hausteile sehen Sch√§chte und Leerr√§ume f√ľr Versorgungsleitungen vor ‚Äď das erleichtert s√§mtliche Installationen im Haus.

Wie f√ľr den gesamten Bauprozess gilt: Planung ist alles. Vergessen Sie wichtige Anschl√ľsse oder Leitungen, stehen kostspielige Nachbesserungen an. Investieren Sie hier also lieber zu viel Zeit als zu wenig ‚Äď es lohnt sich.

LKWs transportieren dann die Bauelemente an die Baustelle. Dort angekommen sorgt ein Kran daf√ľr, dass jedes Teil an den richtigen Platz gelangt. Auf Basis des Bauplans platzieren die Monteure vor Ort jedes Teil auf der Bodenplatte. Sie k√∂nnen davon ausgehen, dass die Arbeiter bereits Erfahrung in diesem Gebiet haben. Denn hierf√ľr ist eine abgeschlossene Ausbildung in einem klassischen Handwerksberuf notwendig.

Erfahren Sie bei Tipp zum¬†alles √ľber den Kran.

Ihr Fertighaus montieren Sie nun St√ľck f√ľr St√ľck auf der Bodenplatte. Durch die industriell gefertigten Bauelemente dauert dieser Schritt im Bauprozess nur wenige Tage. Dennoch liegt es an den Monteuren, alle Teile millimetergenau auf der Bodenplatte zu platzieren. Anschlie√üend fixiert das Montage-Team alle W√§nde mit speziellen D√ľbeln und Schrauben.

Nachdem die Au√üenw√§nde des Erdgeschosses fest verankert sind, erfolgt die Montage der Innenw√§nde. Die Zwischendecke als Abschluss besiegelt einen ersten Teilerfolg im Bauprozess ‚Äď das Erdgeschoss steht. Parallel k√ľmmert sich das Montage-Team bereits um das Ger√ľst. Nur so l√§sst sich das Obergeschoss mit s√§mtlichen W√§nden montieren.

Dachstuhl

Im letzten Schritt vom Bauprozess k√ľmmern sich die Monteure um den Dachstuhl. Er h√§lt sp√§ter zahlreiche Belastungen aus:

  • Eigengewicht.
  • Dacheindeckung.
  • Resistenz gegen Wind und Wetter.

Auch dieses wichtige Bauteil fertigt der Hersteller bereits im Vorfeld passgenau an. Auf der Baustelle erfolgt also nur noch die Endmontage auf den Au√üenw√§nden. Ist der Dachstuhl fertig, brauchen Sie sich keine Sorgen mehr um Temperaturschwankungen machen. Auch im Vorfeld sind diese bei Fertigh√§usern unbegr√ľndet: Die Montage erfolgt schlie√ülich binnen k√ľrzester Zeit.

Innenausbau

Die Ausbaustufe¬†legt fest, wie weit Sie in diesem Abschnitt involviert sind. Bei einem Bezugs- oder Schl√ľsselfertigen Fertighaus, brauchen Sie sich meist um nichts zu k√ľmmern. Der Hersteller nimmt Ihnen fast alle Arbeiten ab. Hier besonders wichtig: Analysieren Sie den Kaufvertrag genauestens. Begriffe wie ‚ÄěSchl√ľssel- oder bezugsfertig‚Äú sind nicht rechtlich gesch√ľtzt. Die Hersteller bestimmen also den Umfang Ihrer Arbeiten w√§hrend des Bauprozesses. Diese unterscheiden sich teils deutlich.

Diese Bauphase ist oftmals die L√§ngste auf dem Weg zu Ihrem Fertighaus. Im Gegensatz zu s√§mtlichen Wand- und Deckenelementen ist der Innenausbau erst auf der Baustelle m√∂glich. Die Bauelemente von Fertigh√§usern sind jedoch bereits so zugeschnitten, dass der Innenausbau z√ľgig erfolgt.

Erfahren Sie bei Tipp zum Bau mehr √ľber den Rohbau.

Mängelbeseitigung

Fehler passieren ‚Äď auf der Baustelle sind sie aber besonders √§rgerlich. Beauftragen Sie einen unabh√§ngigen Fachmann, um genau das zu vermeiden. Der Sachverst√§ndige achtet explizit auf Unregelm√§√üigkeiten und forciert Nachbesserungen w√§hrend des Bauprozesses. Fallen Fehler erst viel sp√§ter auf, ist der Aufwand oft immens.

Doch auch Laien tun gut daran, den laufenden Bauprozess zu dokumentieren. Notieren Sie, wenn Sie auf Ihrer Baustelle Fehler vermuten und informieren Sie Ihren Sachverst√§ndigen. Auch unerfahrenen Bauherren fallen offensichtliche Fehler auf. Gerade f√ľr komplexe Sachverhalte vertrauen Sie jedoch lieber auf das Wissen des Experten. Durch die kurze Bauzeit bleibt relativ wenig Zeit f√ľr Inspektionen. Ihr Sachverst√§ndiger ist deshalb idealerweise vor Ort und gut erreichbar.

6. Abnahme des Bauprojekts

Ihre Bodenplatte wird mit Tipp zum Bau abgenommen.

Die Abnahme ist die letzte gro√üe H√ľrde.

Als letzte gro√üe H√ľrde im Bauprozess mit Bodenplatte steht die Schlussabnahme an. Das bedeutet, dass Sie als Bauherr die erbrachte Leistung als erf√ľllt ansehen. Der Zustand des Hauses entspricht dann idealerweise dem, was vertraglich vereinbart wurde. Die Verantwortung f√ľr das Objekt geht nun an Sie √ľber.


Zur Dokumentation aller Mängel erstellen Sie z.B. einfach eine Excel-Liste. Eine genaue Zuordnung basierend auf dem Bauplan schafft Übersichtlichkeit und Transparenz. Im Anschluss besprechen Sie die Liste mit Ihrem Sachverständigen. Auch bei fachlichen Fragen hilft er Ihnen weiter.

Besonders hilfreich: Sichern Sie sich einen zweiten Termin mit Ihrem Gutachter kurz vor Ablauf der Gewährleistung. Dieser erstellt dann bei Bedarf einen zweiten Mängelbericht.

7. Die Gr√ľndung ‚Äď der erste Schritt im Bauprozess

Einer der ersten Schritte im Bauprozess ist die Gr√ľndung. Das gilt f√ľr Massivh√§user genauso wie f√ľr Fertigh√§user. Im allgemeinen Sprachgebrauch werden die Begriffe Bodenplatte und Gr√ľndung oft gleichgesetzt. Allerdings handelt es sich bei den meisten Gr√ľndungen um sogenannte Punkt- oder Streifenfundamente. Den Begriff Bodenplatte gebrauchen Fachleuten nur, wenn die gesamte Platte eine tragende Funktion hat.¬†

Bei Streifen und Punktfundamenten wird nur eine d√ľnne Betonschicht aufgetragen. Die Betonschicht bei echten Bodenplatten ist dagegen weitaus dicker. Nur so tr√§gt sie auch das Gewicht des Geb√§udes.¬†

Allerdings teilen sich richtige Bodenplatten und Streifenfundamente mit Betondecke wichtige Funktionen. Beide Platten grenzen Ihr Haus vom Erdreich ab. Sie isolieren Ihr Haus gegen Feuchtigkeit und Kälte. Aufgrund dieser Funktionen werden bei neuen Häusern fast immer einer dieser Bodenplatten verwendet.

8. Das Plattenfundament oder die Bodenplatten

Die richtige Bodenplatte hei√üt auch Plattenfundament. Dabei wird die gesamte Grundrissfl√§che des Geb√§udes f√ľr das Fundament genutzt. Das Gewicht des Geb√§udes wird bei der Bodenplatte optimal verteilt.¬†

Zu Senkungen und Rissen kommt es bei dieser Art Gr√ľndung f√ľr gew√∂hnlich nicht. Das ist ein gro√üer Vorteil gegen√ľber Punkt- und Streifenfundamenten.

Das Plattenfundament setzen Sie in der Regel bei sandigen und weniger tragf√§higen B√∂den ein. F√ľr Punkt- und Streifenfundamente sind diese B√∂den oft ungeeignet. Au√üerdem sind Gr√ľndungen mit Bodenplatte oft die g√ľnstigere Option. Allerdings ist eine Unterkellerung bei Bodenplatten in der Regel nicht m√∂glich.

9. Die Thermo-Bodenplatte

Die Bodenplatte ist ein elementares Bauteil f√ľr die effektive D√§mmung Ihres Hauses. Sie sch√ľtzt Ihr Haus vor K√§lte und Feuchtigkeit aus dem Erdreich. Eine gute D√§mmung der Bodenplatte ist deshalb entscheidend. Wenn Sie ein zum Beispiel ein Passivhaus planen, lohnt sich eventuell eine Thermo-Bodenplatte.¬†

Die Thermo-Bodenplatte d√§mmt den Fundamentsockel und gew√§hrleistet gleichzeitig eine fl√§chendeckende Isolierung des Bodens. Eine Thermo-Bodenplatte d√§mmt aber nicht nur ausgezeichnet. Anders als bei normalen Bodenplatten verbauen Sie hier eine Heizung direkt mit ein. Die Fl√§chenheizung verhindert K√§ltebr√ľcken in der Bodenplatte. Eine Thermo-Bodenplatte verhindert nicht nur W√§rmeverlust, sondern gibt aktiv W√§rme ins Haus ab.¬†

Thermo-Bodenplatten sind aber weitaus teurer als herk√∂mmliche Bodenplatten. Die niedrigen Energiekosten gleichen den finanziellen Mehraufwand jedoch aus. Dar√ľber hinaus werden Thermo-Bodenplatten nicht erst vor Ort gegossen. W√§hrend normale Bodenplatten mehrere Wochen trocknen, betr√§gt die Bauzeit bei Thermo-Bodenplatten nur wenige Tage. Das spart viel Zeit im Bauprozess.¬†

Mehr zum Thema Energieeffizientes Bauen finden Sie auf unserer Übersichtsseite zum Thema Dämmung.

10. Errichten einer Thermo-Bodenplatte

Der Bauprozess mit einer Thermo-Bodenplatte unterscheidet sich vom Bauprozess mit einer herkömmlichen Bodenplatte. 

Der erste gravierende Unterschied ist der ben√∂tigte Aushub. Herk√∂mmliche Bodenplatten ben√∂tigen einen Aushub von 80 cm f√ľr den Frostschutz. F√ľr eine Thermo-Bodenplatte mit Heizschleife reichen schon 30 cm.¬† In die Grube f√ľr die Bodenplatte wird eine Schicht aus Kies oder Schotter angelegt.¬† Bei der Thermo-Bodenplatte kommen √ľber diese Schicht oft noch Lagen aus Hartschaum hinzu. Die zus√§tzlichen Lagen verbessern den Schutz gegen Feuchtigkeit und W√§rmeverlust.

Im n√§chsten Schritt verlegen Sie die n√∂tigen Leitungen und Rohre f√ľr die Heizung. Die Heizung ist das Kernst√ľck einer Thermo- Bodenplatte. Seien Sie hier deshalb besonders sorgf√§ltig. Der Untergrund ist zum Beispiel komplett eben. Nachdem Sie die Versorgungsleitungen verlegt haben, kommt eine Schicht aus D√§mmplatten dar√ľber. Um Feuchtigkeit abzuweisen bringen Sie eine Folie auf, auf der Sie eine D√§mmschicht verlegen.

Auf diese Schicht kommen die Leitungen und Rohre f√ľr die eigentliche Fu√übodenheizung. Die Verlegung orientiert sich am Raumplan.¬†

Im letzten Arbeitsschritt gie√üen Sie die Thermo-Bodenplatte mit Beton aus. Der Beton h√§rtet nur noch aus und die Thermo-Bodenplatte ist fertig. Der gesamte Bauprozess f√ľr eine Thermo-Bodenplatte dauert meistens nicht mehr als ein paar Tage.

11. Vergleich von herkömmlichen Bodenplatten und Thermo-Bodenplatten

ArtVorteilNachteilKosten
Herk√∂mmliche BodenplatteG√ľnstigerMehr W√§rmeverlust
Längere Bauzeit
100 ‚ā¨/m¬≤
Thermo-BodenplatteSehr guter Wärmeschutz
k√ľrzere Bauzeit
Höhere Kosten
Lohnt sich nur f√ľr H√§user mit hohem Energiezustand
150 ‚ā¨/ m¬≤

12. Keller oder Bodenplatte

Bevor Sie mit dem Bauprozess beginnen, treffen Sie ein paar grundlegende Entscheidungen. W√§hlen Sie vor Beginn des Bauprozesses, ob Sie eine Unterkellerung oder eine Bodenplatte w√ľnschen. Beide Optionen haben Ihre Vor- und Nachteile.¬†

Die Vorteile eines Kellers sind offensichtlich:

  • Ein Keller bietet mehr Wohnraum.
  • Hoher Wiederverkaufswert.

Durch einen Keller gewinnen Sie eine zus√§tzliche Etage an Wohnraum. Den zus√§tzlichen Platz nutzen Sie als Stauraum oder f√ľr die notwendige Haustechnik. Wenn Sie den Keller ausbauen, steht Ihnen mehr Wohnraum zur Verf√ľgung. In jedem Fall steigert ein Keller den Wert Ihres Hauses enorm.¬†¬†

Allerdings sind die Kosten f√ľr einen Keller nicht unerheblich. Zudem verl√§ngert der Kellerbau den Bauprozess. Unvorhergesehene Probleme mit den Bodenbeschaffenheiten verkomplizieren und verteuern den Bauprozess zus√§tzlich.

Im Gegensatz zu einem Keller verzichten Sie bei einer Bodenplatte auf zus√§tzlichen Wohn- und Stauraum. Anlagen f√ľr die Haustechnik, wie die Heizung, bringen Sie nicht mehr bequem im Keller unter. Dadurch verlieren Sie weiteren Wohnraum. Zudem ist der Wiederverkaufswert ohne Keller geringer.

Eine Bodenplatte bietet jedoch auch Vorteile, vor allem während des Bauprozesses. 

  • Eine Bodenplatte ist kosteng√ľnstiger.
  • K√ľrzerer Bauprozess.

Wenn Sie sich f√ľr eine Bodenplatte entscheiden, fallen viele Schritte im Bauprozess weg. Sie heben zum Beispiel viel weniger Erde aus, um Ihre Bodenplatte fertigzustellen. Die Kosten f√ľr eine Bodenplatte lassen sich auch viel besser absch√§tzen. Unvorhergesehene Probleme mit der Bodenbeschaffenheit spielen so gut wie keine Rolle.

Hier erfahren Sie mehr zum Thema Fertighaus mit Keller.

13. Kompromisse zwischen Bodenplatte und Keller

Sie benötigen keine ganze Unterkellerung, um den Platzvorteil eines Kellers zu nutzen. Eine Teilunterkellerung bietet einen Kompromiss zwischen Keller und Bodenplatte. 

Durch eine Teilunterkellerung gewinnen Sie Platz, der bei einer durchgehenden Bodenplatte wegf√§llt. Der gewonnene Platz ist wertvoller Stauraum. Bringen Sie hier zum Beispiel Ihre Heizung unter. Gleichzeitig sind die Kosten f√ľr eine Teilunterkellerung weitaus geringer als bei einer kompletten Unterkellerung.

Eine weitere Option f√ľr g√ľnstigen Stauraum ist die sogenannte Technikbox. Technikboxen sind speziell daf√ľr gedacht, Haustechnik wie Heizung oder L√ľftung unterzubringen. Zugang zu den Anlagen erhalten Sie von au√üerhalb des Hauses. Deshalb l√§sst sich die Bodenplatte einfach √ľber die Technikbox betonieren.

14. Bodenplatte, Keller oder Teilunterkellerung?

ArtVorteilNachteil
UnterkellerungMehr Wohnraum
Hoher Wiederverkaufswert
Hohe Baukosten.
Hoher Aufwand.
Längerer Bauprozess.
BodenplatteSchnell fertiggestellt.
Geringe Baukosten.
Gut planbar.
Weniger Wohnraum.
geringerer Wiederverkaufswert.
TeilunterkellerungMehr Platz als bei einer Bodenplatte.
Geringere Baukosten als bei einer Unterkellerung.
Weniger Platzieren.
Höhere Baukosten.

15. Fehlerhafte Bodenplatte

Eine Bodenplatte sch√ľtzt im Idealfall die dar√ľber liegende Geb√§udestruktur vor Feuchtigkeit. Daf√ľr dichten Sie die Bodenplatte schon w√§hrend des Bauprozesses richtig ab.¬†

Eine Kies- und Schotterschicht unter der Bodenplatte sorgt oft schon f√ľr eine ausreichende Abdichtung. Die Schicht unter der Betondecke verhindert aufsteigende Feuchtigkeit aus dem Grundwasser. Leider reicht eine Kies- oder Schotterschicht unter der Bodenplatte nicht immer. Zum Beispiel, wenn der Grundwasserspiegel auf Ihrem Grundst√ľck sehr hoch ist.¬†

Eine sogenannte weiße Wanne aus wasserundurchlässigem Beton verhindert eindringende Feuchtigkeit. Auch eine Schicht aus Bitumen bietet Schutz gegen Feuchtigkeit.

Informieren Sie sich vor dem Bauprozess, ob eine zusätzliche Abdichtung nötig ist. So verhindern Sie auf lange Sicht, dass Feuchtigkeit zum Problem wird.

16. Bodenplatten aus Holz

Der Trend zu nat√ľrlichen Materialien beim Bau macht auch vor der Bodenplatte nicht halt. Bodenplatten werden in der Regel aus Beton gegossen. Allerdings hat der Werkstoff Beton einige gravierende Nachteile. Zum Beispiel ist der W√§rmeschutz bei Bodenplatten aus Beton oft unzureichend. Dadurch wird eine zus√§tzliche D√§mmung n√∂tig.¬†

Im Gegensatz dazu weist der Baustoff Holz sehr gute Wärmeschutzeigenschaften auf. Eine Bodenplatte aus Holz ist deshalb eine attraktiven Alternative. Neben dem besseren Wärmeschutz bieten hölzerne Bodenplatten noch weitere Vorteile:

  • Nachhaltiges Arbeitsmaterial.
  • Geringerer Arbeitsaufwand.
  • Niedrigere Kosten.

Dank moderner Fertigungstechniken ersetzen Bodenplatten aus Holz Betonplatten problemlos. Die h√∂lzernen Bodenplatten lassen sich als Fertigbauelemente anliefern. Dadurch fallen viele Arbeitsschritte f√ľr die Bodenplatte weg und der Bauprozess verk√ľrzt sich wesentlich. Zwar ist Holz als Material teurer als Beton. Der geringere Arbeitsaufwand f√ľhrt aber letztendlich zu geringeren Baukosten. Au√üerdem fallen die Kosten f√ľr zus√§tzliches D√§mmmaterial weg. Allerdings ist die Preisspanne sehr gro√ü. Je nach verwendeter Holzart sind die Preise sehr unterschiedlich.

17. Bodengutachten im Bauprozess

Der Traum vom Eigenheim erf√ľllt sich nicht immer ohne Probleme. Einige¬† Probleme lassen sich dank Gutachtern schon fr√ľhzeitig im Bauprozess vermeiden. Das gilt besonders bei Bauprozessen mit Bodenplatte. Ziehen Sie am besten noch vor Beginn des Bauprozesses einen Bodengutachter hinzu.

Durch das Gutachten gewinnen Sie wertvolle Informationen f√ľr den sp√§teren Bauprozess. Das Gutachten schafft Klarheit und beantwortet wichtige Fragen:

  • Wie tragf√§hig ist der Boden?
  • F√ľhrt der Grundwasserstand zu Problemen?
  • Wie sind die Bodenbeschaffenheiten?
  • Sind Altlasten im Boden?

Die Tragf√§higkeit und Beschaffenheit des Bodens entscheiden dar√ľber, welche Gr√ľndungen √ľberhaupt in Frage kommen. Gleichzeitig kl√§rt das Gutachten, ob zum Beispiel ein Keller √ľberhaupt m√∂glich ist. Das Wissen um den Grundwasserstand ist entscheidend daf√ľr, wie Sie Ihre Bodenplatte abdichten. Ohne diese Information laufen Sie Gefahr, Probleme mit einer undichten Bodenplatte zu bekommen.

Ein Bodengutachten ist immer eine gute Investition und hilft, Probleme fr√ľhzeitig zu erkennen. Ziehen Sie also fr√ľhzeitig einen Bodengutachter in den Bauprozess mit ein.

Wie Sie ein Baugutachter im Bauprozess unterst√ľtzt, erfahren Sie bei Tipp zum Bau.

18. Planung f√ľr die Bodenplatte

Eine gute Planung vor und w√§hrend des Bauprozesses ist das A und O. Das gilt auch f√ľr die Bodenplatte. Immerhin handelt es sich dabei um das tragende Element Ihres neuen Hauses. Erfahren Sie hier, was bei der Planung zu beachten ist.

Das Gutachten

Geben Sie unbedingt ein Bodengutachten in Auftrag, bevor der Bauprozess losgeht. Nur so wissen Sie, welche Bedingungen auf Ihrem Bauland vorliegen. Mit den Informationen aus dem Gutachten beginnen Sie die Planung erst richtig.

Herkömmliche Bodenplatte oder Thermo-Bodenplatte

Als n√§chstes √ľberlegen Sie sich, welche Art von Bodenplatte Sie f√ľr Ihr Haus ben√∂tigen. Die Thermo-Bodenplatte hat viele Vorteile gegen√ľber der herk√∂mmlichen Bodenplatte. Allerdings ist sie auch wesentlich teurer. Die Investition lohnt sich meistens nur, wenn Sie ein Haus mit hohem Energiestandard planen.

Der Aushub

Die Art der Bodenplatte entscheidet auch, wie tief der Aushub ist. Herkömmliche Bodenplatten sind zum Schutz vor Frost mindestens 80 cm tief in der Erde. Da Thermo-Bodenplatten geheizt sind reichen hier 30 cm. Beachten Sie das, wenn Sie den Aushub planen.

Die Dämmung und Abdichtung

Denken sie bei einer herkömmlichen Bodenplatte an die nötige Dämmung. Zum Schutz vor Wärmeverlust gibt es eine ganze Reihe von Optionen. Zudem lässt sich die Dämmung unterhalb oder oberhalb der Betondecke anbringen.

Je nach Grundwasserstand ist zudem eine zusätzliche Abdichtung gegen Feuchtigkeit notwendig. Hier helfen Ihnen die Informationen aus dem Bodengutachten weiter. 

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