Fensterbank

Fensterbank – Mehr als nur Notwendigkeit

Die Fensterbank wird meist gleichgültig als existent betrachtet und nicht weiter beachtet. Doch sie kann so viel mehr. Das Fensterbrett erfüllt wichtige Funktionen, die man oft für selbstverständlich erachtet. Außerdem ist die Wahl des perfekten Fenstersimses mittlerweile auch eine Frage der Optik. Glücklicherweise lässt die Vielzahl der Material-, Farb- und Designmöglichkeiten Ihnen dabei eine große Auswahl.

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1. Außenfensterbank – Schutz vor Schmutz und Regen

Viele Bauherren verbinden mit dem Begriff „Fensterbank“ nur den Innenausbau und vergessen dabei das äußere Fenstersims. Dabei hat die Fensterbank außen einige wichtige Funktionen:

Wichtige Voraussetzungen beim Einbau

  • Außen- und Innenfensterbank werden immer getrennt hergestellt. Allerdings ist das äußere Fensterbrett bereits oft mit dem Fenster verbunden.
  • Die Außenbank muss dicht an der Fassade und gut zum Fenster abgedichtet sein, damit keine Kältebrücken entstehen.
  • Eine ausreichende Gefälleverlegung ist notwendig, damit das Niederschlagswasser nach unten vom Fenster weg abfließt.
  • Eine Wassertropfkante sorgt dafür, dass Regenwasser schmutzfrei abtropft.

Form 

Es gibt:

  • plattenförmige Werkstücke
  • schräg eingebaute Außenfensterbänke
  • trapezförmige Bänke mit oder ohne seitliche Aufständerung

 

Bearbeitungsarten 

Fensterbänke können geschliffen, gestrahlt, gesäuert oder scharriert sein. Je nachdem, wie sie bearbeitet wurden, sind sie mehr oder weniger widerstandsfähig. Ein scharriertes Fensterbrett ist beispielsweise witterungsbeständiger und man sieht die entstandenen Schäden und Verschmutzungen weniger deutlich.

2. Innenfensterbank – Ihr Bereich für Kreatives

Fensterbänke im Innenbereich sind vor allem im Winter für den Wärmeerhalt in Ihrem Heim wichtig. Sie verhindern, dass Wärme nach draußen entweicht.

Die Innenfensterbank wird in der Regel getrennt vom Fenster eingebaut. Beim Einbau muss darauf geachtet werden, dass sie nicht das äußere Fenstersims berührt, da ansonsten Kältebrücken entstehen.

Die Tiefe der Bank wird meist an die Wanddicke und die Einbausituation des Fensters angepasst. Je näher Ihr Fenster an der Gebäude-Außenkante angebracht ist, desto größer wird die Stellfläche Ihrer Fensterbank.

Und diese Stellfläche hat noch viel mehr für Sie zu bieten. Das Stichwort dazu: Deko. Natürlich können Sie alle Dinge, die Sie sonst nicht in der Wohnung unterkriegen auf Ihrem Fenstersims lagern. Oder aber Sie machen aus Ihrer Fensterbank eine eigene kleine kreative Kunst. Seien es süße Figuren oder schöne Pflanzen. Dies sieht auch von außen hübsch aus und wirkt einladend und gemütlich auf Ihre Besucher. Außerdem: Es gibt keine Tabus! Sie haben die Freiheit Ihr Fensterbrett nach Ihren individuellen Vorstellungen zu gestalten.

Die große Auswahlmöglichkeit und Individualität gilt auch für das Material Ihrer Fensterbank. Ob Holz, Granit, Marmor, Kunst- oder Naturstein. Jedes der Materiale ist einzigartig.

3. Vor – und Nachteile verschiedener Materialien 

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Im Folgenden haben wir eine Übersicht über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Materialien für Sie erstellt:

MaterialVorteilNachteilKosten
Holz- große Auswahl durch viele unterschiedliche Holzarten
- kann jederzeit mit Ihrer Wunschfarbe lackiert werden
- eine wunderbare Ergänzung, wenn Ihr Heim aus Holz besteht
- anfällig für Wasser und Schmutz außen
(aber perfekt für den Innenbereich geeignet)
- verminderte Lebensdauer
ca. 20 - 50€
Kunststoff- hohe Auswahlmöglichkeit
- pflegeleicht
- für innen und außen geeignet
- hohe Lebensdauer
- schnelle Verfärbung durch Sonnenlichtca. 5 - 20€
Granit- widerstandsfähig
- hohe Lebensdauer
- pflegeleicht
- große Auswahl an Farben
- kostenintensivca. 15 - 60€
Kunststein- geringer Wärmeverlust
- hohe Lebensdauer
- robust
- pflegeleicht
- Designvielfalt
ca. 25 - 50€
Aluminium und Zink- hohe Stabilität und Leichtigkeit
- für Außenfensterbänke gut geeignet
ca. 2 - 10€
Marmor - große Farbenvielfalt
- lange Lebenszeit
- geringe Widerstandsfähigkeit
- anfällig für Wasser, Säure, Kalk
ca. 20 - 70€

4. Tipp zum Einbau Ihrer Fensterbank 

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An den Einbau Ihrer Außenfensterbank sollten Sie Profis heranlassen, da das äußere Fenstersims  wichtige Schutzfunktionen erfüllen muss. Doch die Innenbank können Sie ganz einfach selbst einbauen.



In 8 Schritten zur neuen Fensterbank:

  1. Ermitteln Sie die Maße Ihrer neuen Fensterbank! Diese ergeben sich aus der Position und Breite des Fensters und Ihrem gewünschtem Überstand. Achten Sie darauf, dass die innere Fensterbank die äußere nicht berührt, da ansonsten Kältebrücken entstehen.
  2. Schneiden Sie Ihr Material auf die von Ihnen ermittelten Maße zu.
  3. Reinigen Sie die Unterlage der Fensterbank. Entfernen Sie eventuell bröckelnden Putz.
  4. Befeuchten Sie die Unterlage und verteilen Sie möglichst sparsam und gleichmäßig den Montageschaum darauf.
  5. Setzen Sie die Fensterbank ein, indem Sie sie unter den Fensterrahmen schieben. Überprüfen Sie die waagrechte Ausrichtung der Fensterbank mit einer Wasserwaage.
  6. Montageschaum breitet sich beim Aushärten aus. Fixieren Sie deshalb das Fensterbrett seitlich mit Keilen und stellen Sie Gewichte darauf.
  7. Nach etwa 2 Stunden ist der Montageschaum ausgehärtet. Dann können Sie das überschüssige Material abschneiden.
  8. Dichten Sie danach die Anschlussfugen zwischen dem Fensterbrett und dem Rahmen mit Silikon ab.