Fassadenbegrünung

Fassadenbegrünung – die Grüne Zukunft

Die Fassadenbegrünung revolutioniert. In den letzten Jahren haben viele Unternehmen Sie neu entdeckt und weiterentwickelt. Begrünte Fassaden sind auch als sogenannte Begrünungssysteme bekannt. Der Trend der Fassadenbegrünung, findet besonders in Großstädten immer mehr Zuwachs. Die bepflanzten Fassaden verschönern mit ihrer grünen Vielfalt bereits einige kalte Betonmauern. Abgesehen von ästhetischen Aspekten, bietet die Wandbegrünung viele Vorteile für die Hausbewohner und Umwelt.

Profitieren Sie von den vielen Vorteilen einer Wandbegrünung. Sie senken hierbei besonders Ihre Energiekosten. Mit einer bepflanzten Fassade sparen Sie Heizkosten. Hinzu kommt, dass im Sommer weniger Kosten für die Klimaanlage anfallen. Denn die Fassadenbegrünung hat auch einen kühlenden Effekt auf Ihr Gebäude. Besonders wichtig dabei ist, dass Sie die richtigen Pflanzenarten verwenden. Achten Sie zudem auf eine Anpflanzung nach System. So erreichen Sie einen Flächendeckenden Bewuchs. Informieren Sie sich hier über die Möglichkeiten für Ihre eigene Fassadenbegrünung.

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1. Was die Fassadenbegrünung zu bieten hat

Die Wandbegrünung ist schön anzuschauen und verleiht besonders älteren Gebäuden einen besonderen Charme. Bei einer Fassadenbegrünung haben Sie das Bild eines mit Efeuranken eingewachsenen Gebäudes im Kopf? Diese Art der Begrünung ist eine ausgezeichnete Möglichkeit. Doch die neuen Methoden der gezielten Wandbegrünung nach System steigern den Nutzen deutlich.

Die Fassadenbegrünung ist ein echtes Naturwunder. Überzeugen Sie sich selbst. Diese Vorteile bietet Ihnen eine bepflanzte Fassade:

  • Die Pflanzen binden Schadstoffe aus der Luft.
  • Sie schützen die Fassade vor Wettereinflüssen.
  • Die Fassadenbegrünung bietet Lebensraum für Insekten und Vögel.
  • Die Wandbegrünung fängt den Schall auf und mindert somit Lärmemissionen.
  • Im Sommer kühlt die Begrünung die Fassaden.
  • An kalten Tagen fungiert Sie als zusätzliche Wärmedämmung.
  • Die Wandbegrünung bietet einen Sichtschutz bei gezielter Anordnung der Pflanzen.

Wie Sie sehen, ist die Fassadenbegrünung ein echter Alleskönner. Besonders die natürliche Wärmedämmung lässt Ihre Heizkosten spürbar sinken.

2. Verschiedene Bepflanzungsmethoden für die Fassadenbegrünung

Fassadenbegrünung ist nicht gleich Fassadenbegrünung. Hier gibt es große Unterschiede. Generell gibt es für die Fassadenbegrünung zwei Methoden der Bepflanzung. Zum einen die wandgebundene und zum anderen die bodengebundene Begrünung.

Wandgebundene Begrünung

Die wandgebundene Begrünung hat keine Verbindung zum Erdreich. Die Pflanzen sind bei dieser Methode der Begrünung in sogenannten „Regalsystemen“ gestapelt. Oft sind Sie auch senkrecht entlang der Fassade montiert. Eine andere Bezeichnung für diese Begrünungsmethode ist die „vertikale Begrünung“. Es besteht die Möglichkeit, die Fassadenbegrünung flächendeckend oder aus einzelnen Elementen modular anzuordnen.

Die wandgebundene Begrünung installieren Sie in der Regel direkt in der Fassade. Sie ersetzt diese sogar in manchen Fällen. Deswegen ist die Fassadenbegrünung am besten schon in der Bauphase zu berücksichtigen. Sie möchten die Wandbegrünung erst nachträglich an der Fassade installieren? Das ist kein Problem. Auch dafür stehen Ihnen unterschiedliche Systeme zur Verfügung.

Diese Bepflanzungsmethode ist autark und benötigt keine Verbindung zum Erdreich. Um dies zu gewährleisten, ist die Installation eines Beund Entwässerungssystems nötig. Durch dieses System erfolgt zusätzlich die Versorgung mit Düngemittel. Geeignete Pflanzenarten für die wandgebundene Begrünung:

  • Stauden.
  • Gräser.
  • Farne.

Bodengebundene Begrünung

Bei Tipp zum Bau erfahren Sie alles Wissenswerte über Fassadenbegrünungen.

Die Fassadenbegrünung. Die Vorteile überwiegen.

Diese Methode ist die altbekannt in der Geschichte der Fassadenbegrünung. Sie verwenden hierfür Kletterpflanzen oder Bäume, die vom Boden an der Fassade hinaufwachsen. Die Wasserversorgung ist somit durch das Erdreich gewährleistet. So sparen Sie sich zusätzliche Kosten für das Versorgungssystem.

Zu Beginn der Bepflanzung, versorgen Sie die Pflanzen zusätzlich mit Wasser zu versorgen. Denn die zarten Pflänzchen brauchen am Anfang etwas mehr Pflege. Dies betrifft besonders die ersten vier bis acht Wochen, je nach Pflanzenart. Nach dieser Zeit sind Sie groß und stark und kommen gut allein zurecht.

Sie erwarten es nicht, bis Ihre komplette Fassade eingegrünt ist? Hierfür verwenden Sie am besten Rank- oder Kletterhilfen. Mit diesen Seilen und Gittern, geben Sie Ihrer Wandbegrünung mehr Halt. Zugleich erreichen Sie damit einen gezielten, schnelleren Bewuchs der kompletten Fassade.

Geben Sie Ihren Pflanzen mehr Zeit und achten Sie auf die richtige Pflege. Dann schaffen es Ihre Pflanzen auch ohne Kletterhilfe nach oben. Wie heißt es so schön: „In der Ruhe liegt die Kraft“.  Jedoch ist für die meisten Fassadenkonstruktionen nur eine Wandbegrünung mit Kletterhilfe geeignet. Die sogenannten Selbstkletterer sind hauptsächlich für massive Fassaden geeignet. Diese Pflanzenarten eignen sich für die bodengebundene Begrünung:

  • Sträucher.
  • Bäume.
  • Klettergehölze.

Vor und Nachteile der beiden Begrünungsmethoden

Sowohl die wandgebundene Begrünungsmethode als auch die traditionelle bodengebundene Begrünung haben ihre Vor- und Nachteile. Die Fassade, die Umgebung und natürlich das Budget spielen dabei eine wichtige Rolle. Welche Begrünung kommt für Sie in Frage?

Wandgebundene Begrünung:

  • Benötigt keine Verbindung zum Erdreich, deswegen besonders für verdichtete Städte geeignet.
  • Sehr flexibel in der künstlerischen Gestaltung.
  • Ein hoher Pflegeaufwand ist nötig.
  • Wenn möglich, bereits bei der Bauphase berücksichtigen.
  • Kostenintensiver in der Anschaffung und Instandhaltung.

Bodengebundene Begrünung:

  • Geringerer Pflegeaufwand.
  • Nachträglich realisierbar.
  • Geringe Kosten.
  • Weniger Gestaltungsfreiheit.

3. Voraussetzung für die Bepflanzung der Fassadenbegrünung

Die Voraussetzungen für eine Fassadenbegrünung. Die wichtigsten Informationen auf Tipp zum Bau.

Ist eine Fassadenbegrünung die richtige Lösung für Ihr Eigenheim? Erfahren Sie, worauf es ankommt.

Welche Bepflanzung für Ihr Gebäude am besten geeignet ist, hängt unter anderem von äußeren Einflussfaktoren ab. Diese gehen zum Beispiel von der Umgebungsbebauung aus. Die Nachbargebäude bieten oft Schutz oder verursachen Verschattung. Auch die Durchschnittstemperatur im Sommer und Winter, spielen eine wichtige Rolle. Berücksichtigen Sie bei der Planung außerdem auch die Himmelsrichtung und die Windstärke/Richtung.

Sie haben sich für die Fassadenbegrünung entschieden? Dann prüfen Sie vorab welche Methode geeignet für Ihre Fassade ist. Die Art der Fassadenkonstruktion spielt dabei die entscheidende Rolle.

Die wandgebundene Begrünung eignet sich besonders für neue Fassadensysteme:

  • Vorgehängte und hinterlüftete Fassaden.
  • Wärmegedämmte Vorsatzfassaden.
  • Holzbekleidete Fassaden.
  • Trapezblechwänden.

Die bodengebundene Begrünung befestigen Sie mit oder ohne Kletterhilfe. Die Methode mit Kletterhilfe kommt dabei für mehrere Fassadenkonstruktionen in Frage:

  • Massive einschalige Konstruktionen.
  • Metallkonstruktionen freistehend oder ausgefacht.
  • Vorsatzschalen (nur bedingt).
  • Wärmedämm-Verbundsysteme.

Hinweis:

Die bodengebundene Begrünung ohne Kletterhilfe eignet sich besonders für massive einschalige Fassaden. Diese Methode ist auch unter dem Namen „Direktbegrünung“ bekannt. Sie haben sich für diese Methode entschieden? Dann beseitigen Sie offene Fugen und Risse im Untergrund. Achten Sie besonders bei Pflanzenarten wie Selbstkletterern darauf. Diese Kletterhelden zwängen sich gerne in jede Fuge, die Sie finden. Dadurch vergrößern sich bestehende Risse und Ihre Fassade erleidet Schädigungen. 

4. Herstellungskosten Fassadenbegrünung

Mit der Ausführung einer Wandbegrünung beauftragen Sie am besten einen Fachbetrieb. Es gibt einige Firmen, die sich auf die Errichtung von Fassadenbegrünungsanlagen spezialisiert haben. Besonders bei wandgebundenen Fassadenbegrünungen kommen Sie ohne die Expertise eines Fachmanns nicht aus.

Sie planen lediglich eine bodengebundene Wandbegrünung ohne Kletterhilfe. Dann bekommen Sie das in der Regel auch selbst hin. Denn die Natur findet immer einen Weg.

Die Kosten für Installation und Bepflanzung durch einen Fachbetrieb variieren stark. Sie sind abhängig von der Bepflanzungsmethode und dem Untergerüst. In der Regel treffen folgende Preisspannen zu:

  • Wandgebundene Begrünung je nach Ausführungsart in etwa 400 bis 1500 €/m².
  • Bodengebundene Begrünung je nach Aufbau und Größe etwa 200 bis 500 €/m².

Führen Sie, wenn möglich im Zuge der Fassadenbegrünung, zum Beispiel auch eine Fassadensanierung durch. Koppeln Sie verschiedene Maßnahmen, denn das erspart Zeit und Kosten. Diese kommen ansonsten, durch einen späteren Rückbau bzw. erneute Bepflanzung erneut zustande. Zudem bieten viele Städte auch Fördermöglichkeiten für eine Fassadenbegrünung. Wenn Sie Ihr Eigenheim sanieren, bietet es sich an, auch die Begrünung zu fördern. Informieren Sie sich hierzu bei der zuständigen Verwaltung Ihrer Stadt.

5. Pflege und Erhalt der Fassadenbegrünung

Natürlich brauchen auch Ihre Pflanzen an der Fassade eine gewisse Pflege. Die wandgebundene Fassadenbegrünung benötigt dabei mehr Zuwendung als die bodengebundene. Dies betrifft insbesondere die jährlichen Wartungsmaßnahmen des Be- und Entwässerungssystems. Hierfür bieten Firmen sogenannte „Pflege- und Wartungsverträge an“. Am besten schließen Sie diesen Vertrag mit dem Unternehmen, welches Ihre Fassadenbegrünung errichtet hat. Haben Sie all diese Aspekte beachtet? Dann bleibt Ihre Wandbegrünung sogar über die gesamte Lebensdauer des Gebäudes erhalten. Wenn Sie diese Regeln befolgen, haben Sie sehr lange etwas von Ihrer Wandbegrünung:

  • Rückschnitt mehrmals im Jahr, um ungewünschtes Zuwachsen von Fenstern oder Lüftungsöffnungen zu vermeiden.
  • Düngen ist besonders wichtig bei wandgebundenen Systemen.
  • Die ausgefallenen oder abgestorbenen Pflanzen ersetzen.
  • Die Wasserversorgungsanlage jährlich Warten.

Kosten für Pflege und Erhalt der Wandbegrünung

Sie sind schwindelfrei und verfügen über das nötige Fachwissen der Pflanzenpflege? Dann haben Sie die Möglichkeit, die Pflege selbst in die Hand zu nehmen. Jedoch empfiehlt sich die Eigenpflege nur bei einfachen, bodengebundenen Pflanzen.

Die Pflege und Wartung der wandgebundenen Fassadenbegrünung überlassen Sie lieber einem Fachbetrieb. Dieser hat Kenntnisse über die richtige Pflege und die technischen Be- und Entwässerungsanlagen. Besonders bei größeren Objekten ist der Fachbetrieb oft die einzige Lösung. Denn er besitzt auch die nötigen Anlagen, um in höherer Umgebung zu arbeiten.

Die Kosten und der damit verbundene Aufwand variieren zwischen den einzelnen Begrünungsmethoden stark.

  1. Die wandgebundene Begrünungen ist kostenintensiver als die bodengebundene. Der Wartungsaufwand umfasst nicht nur den Rückschnitt der Pflanzen sondern auch die technischen Anlagen. Für die Pflege und Wartung rechnen Sie mit einem Kostenaufwand pro m² von ca. 40 -150 €/Jahr.
  1. Bei der bodengebundenen Begrünung fallen die Wartungsmaßnahmen geringer aus. Dies wirkt sich positiv auf die Kosten aus. In der Regel ist lediglich ein Zuschnitt der Pflanzen notwendig. In Ausnahmefällen erfolgt auch eine Nachpflanzung einzelner Pflanzen. Jährlich rechnen Sie hier mit etwa 20 – 50 € pro m².

6. Zusammenfassung über Fassadenbegrünung

Warum sich eine Fassadenbegrünung lohnt, erfahren Sie auf Tipp zum Bau.

Fassadenbegrünung ist der Trend der Zukunft. Die Zusammenfassung gibt einen Überblick.

Eine Fassadenbegrünung ist eine Bereicherung für die Tiere und Umwelt. In vielen Städten ist bereits zu sehen, wie die Natur an einigen Fassaden zurückkehrt. Aber auch für Sie selbst bietet dieser Trend viele Vorteile.

Sie profitieren von gesenkten Heizkosten durch die wärmedämmende Funktion der Pflanzen. Die zugleich kühlenden Effekte der Fassadenbegrünung sind besonders in betonreichen Großstädten von Vorteil. Denn Städte neigen im Sommer zu Überhitzung und kühlen auch nachts kaum ab.

Unter anderem bietet die „grüne Wand“, Ihrer Fassade Schutz vor Wettereinflüssen. Die Pflanzen reduzieren außerdem die Schall- und Schadstoffbelastung. Viele Tiere wie zum Beispiel Bienen finden in der Wandbegrünung ein Zuhause.

Auch die finanziellen Fördermöglichkeiten für Wandbegrünungen befinden sich derzeit in einigen Städten im Ausbau. Denn in der Vergangenheit gab es hauptsächlich Zuschüsse für Dachbegrünungen. Die Bereitstellung von Fördermitteln, zeigt, dass der Trend bereits Anklang gefunden hat.

7. Fassadenbegrünung – Wasserversorgungssystem mit Grauwasser

Für die wandgebundene Fassadenbegrünung benötigen Sie ein Wasserversorgungssystem. Mit diesem erhalten Ihre Pflanzen immer genug zu trinken. Jedoch ist es nicht unbedingt nötig, Leitungswasser zu verwenden. Viel kostensparender und nachhaltiger ist die Bewässerung mit Regenwasser bzw. Grauwasser. Informieren Sie sich bei einem Fachbetrieb, ob diese Variante bei Ihrem Gebäude möglich ist.

Um das Regenwasser zu speichern, installieren Sie eine Zisterne auf dem Dach. Von diesem Wasserspeicher aus, ist eine gezielte Bewässerung Ihre Fassadenbegrünung möglich. Durch eine Rückhaltefunktion erhalten Ihre Pflanzen die richtige Dosis an Wasser. Zudem führt die Wiederverwendung des Regenwassers zu einer Entlastung der Kanalisation.

Wichtig:

Beachten Sie das es im Winter sehr kalt ist. Bei Minusgraden benötigen Sie eine Winterheizung für die Zisterne. Diese Heizung verhindert das Gefrieren des Wassers.

8. Fassadenbegrünung – neue Trends in der Bepflanzung

Weit verbreitet sind die klassischen Grüntöne in der Fassadenbepflanzung. Es sind jedoch wieder neue Pflanzen bekannt, die sich für Außenwände eignen. Neuerdings gibt es auch Wandbegrünungen zum Schutz der Bienen.

Besonders der Trend, Gemüse in Bepflanzungssystemen aufzuziehen, hat sich durchgesetzt. Dieses sogenannte „Urban Gardening“ eignet sich für wandgebundene Fassadesysteme. Die speziell auf die Fruchtziehung abgestimmten Module, ermöglichen es Ihnen Gemüse und Obst anzupflanzen. Besonders gut für die Bepflanzung eignen sich zum Beispiel:

  • Kräuter.
  • Salate.
  • Erdbeeren.
  • Tomaten.

9. Bodengebundene Wandbegrünung – die Pflanzenarten

Bei Tipp zum Bau lesen Sie alles über die Pflanzenarten für die Fassadenbegrünung.

Die Pflanzenarten für die bodengebundene Fassadenbegrünung. Die wichtigsten Informationen.

Die Palette der Pflanzenarten, welche sich für eine Fassadenbegrünung eignen, ist sehr groß. Sie haben die Wahl zwischen bodengebundenen Pflanzen oder einer wandgebundenen Begrünung.

Die meisten Arten der bodengebundenen Fassadenbegrünung benötigen eine Kletter- oder Rankhilfe. Dadurch haben die Pflanzen einen besseren Halt an der Fassade. Folgende Pflanzen eignen sich für diese Bepflanzungsmethode:

  • Blauregen.
  • Efeu (ohne Kletterhilfe).
  • Geißblatt.
  • Kletterrosen.
  • Wilder Wein (ohne Kletterhilfe).

Sie haben eine Lieblingspflanze, mit der Sie gerne Ihre Fassade verschönern? Fragen Sie den Fachmann. Es gibt noch viele weitere Pflanzen, die sich für die bodengebundene Fassadenbegrünung eignen.

10. Wandgebundene Fassadenbegrünung – die Pflanzenarten

Sie interessieren sich für die wandgebundene Fassadenbegrünung? Die „neue“ Begrünungsmethode bietet sehr viel Flexibilität und eine noch größere Pflanzenvielfalt:

  • Gehölze: Berberis, Erica, Calluna, Hebe, Daboecia.
  • Stauden: Iberis, Sedum, Bergenia, Euphorbia.
  • Gräser: Festuca, Luzula, Carex.
  • Farne: Polypodium, Asplenium.

Abgesehen von diesen Pflanzenarten eignen sich viele weitere für eine Wandbegrünung. Es stehen Ihnen sogar Blumenzwiebeln zur Verfügung. Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf.

11. Welche Fassadenbegrünung eignet sich besonders für die Wetterseite?

Die geeignete Bepflanzung zu finden, spielt bei der Realisierung einer Wandbegrünung die wichtigste Rolle. Denn nur so nutzen Sie die Vorteile vollkommen aus. Die Wetterseite ist die Westseite Ihrer Fassade. Diese Seite des Gebäudes ist am stärksten von Wettereinflüssen betroffen. Deshalb benötigt sie den meisten Schutz.

Schützen Sie Ihre Wand ganzjährig mit den sogenannten „immergrünen“ Pflanzen. Sie behalten ihre Blätter auch im Herbst und Winter. Zu der Familie der immergrünen Pflanzen zählen:

  • Efeu.
  • Spindelstrauch.
  • Geißblatt.

12. Fassadenbegrünung-Welche Pflanzenarten eignen sich für die Schattenseite?

Ist Ihr Eigenheim durch die Umgebungsbebauung oder großer Bäume im Umfeld verschattet? Zum Glück ist trotz diesen Umständen eine Fassadenbegrünung möglich. Denn es gibt auch Pflanzen, die ein schattiges Plätzchen bevorzugen. Diese Pflanzen eignen sich besonders, wenn Ihre Fassade wenige Sonnenlicht abbekommt:

  • Akebie.
  • Baumwürger.
  • Clematis.
  • Efeu.

13. Energieeinsparpotentiale durch Fassadenbegrünung

Wussten Sie, dass Ihre Fassadenbegrünung als eine Art Dämmschicht fungiert? An heißen Tagen kühlt die Wandbegrünung das Gebäude. An kalten Tagen verhindert der Blättermantel das Austreten von Wärme. Durch die wärmedämmende Wirkung reduzieren sich Ihre Heizkosten. Einen besonders starken Effekt erzielt die Wandbegrünung dabei an Fassaden von Altbauten. Diese sind oft schlecht isoliert und profitieren besonders von der zusätzlichen Wärmedämmung.

Zugleich sparen Sie durch eine Wandbegrünung Energie für die Kühlung des Gebäudes. Ein dichter Bewuchs steigert diesen Effekt maßgeblich. Ihre Pflanzen reflektieren nämlich die Lichteinstrahlung. Dadurch reduzieren Sie den Einsatz der Klimaanlagen oder lassen ihn sogar ganz entfallen.

14. Bodengebundene Fassadenbegrünung anpflanzen

Um die Anpflanzung und Montage Ihrer Rank- und Kletterhilfen kümmert sich gerne ein Fachbetrieb. Sind Sie Neugierig wie die bodengebundene Fassadenbegrünung zu installieren ist? Eine kleine Übersicht der Arbeitsschritte finden Sie hier.

Die bodengebundene Begrünungsmethode ist am einfachsten zu errichten. Dies setzt voraus, dass Ihre Fassade ist für diese Methode geeignet. Außerdem benötigen Sie im Bereich vor Ihrer Fassade ausreichend Erdreich.

  • Pflanzen Sie die Pflänzchen dicht an Ihrer Fassade ein.
  • Die Wurzeln brauchen ausreichend Raum in Tiefe und Breite. Am besten eignet sich Humusboden.
  • Für Kletterpflanzen gibt es Rank- und Kletterhilfen aus Seilen, Stäben oder Netzen. Die Auswahl des richtigen Materials ist abhängig von der Pflanzenart.
  • Die Halterungen für die Rank- und Kletterhilfen, befestigen Sie mit Dübeln an der Fassade. Der Abstand zur Außenwand beträgt 3 – 20 cm, je nach Art der Bepflanzung.

15. Die unempfindlichsten Pflanzenarten – minimieren Sie den Pflegeaufwand für Ihre Fassadenbegrünung

Genau wie jede andere Pflanze, bevorzugt auch Ihre Fassadenbegrünung eine liebevolle Pflege. Entscheiden Sie sich für eine möglichst pflegeleichte Pflanzenart. Dadurch sparen Sie Zeit und Geld beim Pflegeaufwand.

Diese Pflanzenarten kommen gut allein zurecht:

  • Efeu.
  • Blauregen.
  • Wilder Wein.
  • Hopfen.

Verringern Sie Ihren Pflegeaufwand. Mit einer Rank- und Kletterhilfe geben Sie den Pflanzen den Weg vor. Mit dieser Hilfe klimmen Ihre Pflanzen ganz selbständig nach oben. Das Zuwachsen von Fenstern und der damit verbundene Pflegeaufwand bleibt Ihnen somit lange erspart.

16. Bewässerungssysteme für Ihre Wandbegrünung

Sie haben sich für eine fassadengebundene Wandbegrünung entschieden? Dann benötigen Sie für die Wasserversorgung ein Bewässerungssystem. Diese Systeme gibt es in zwei Ausführungen:

  • Niederdrucksystem.
  • Hochdrucksystem.

Am häufigsten kommt das Niederdrucksystem zum Einsatz. Dieses System ist durch die Tröpfchenbewässerung sehr wassersparend. Rechnen Sie in etwa mit einem Verbrauch von 3 Litern/ Stunde auf den laufenden Meter. Zudem ist das Niederdrucksystem die kostengünstigere Variante.

Hochdrucksysteme sind bei der Fassadenbegrünung nur selten installiert. Oft kommen Sie jedoch als Ergänzung zum Einsatz. Die Anschaffung ist etwas kostspieliger, da dieses System mit einem Kompressor betrieben ist. Der Druck des Kompressors erzeugt den Sprühnebel für die Bewässerung.

17. Förderfähigkeit von Fassadenbegrünungen

Klären Sie unbedingt, ob es finanzielle Fördermöglichkeiten für Ihre Fassadenbegrünung gibt. Derzeit sind Dachbegrünungen förderfähiger als Wandbegrünungen. Jedoch bieten einige Städte auch einen Zuschuss für Fassadenbegrünungen an. In ländlichen Gegenden ist die finanzielle Förderung eher selten zu finden. Denn in Städten ist der Mangel an Grünflächen größer.

Mit dem Bundesprogramm „Biologische Vielfalt“, fördert das Bundesministerium verschiedene nachhaltige Projekte. Diese Fördermöglichkeit ist besonders für die Begrünung gewerblicher Flächen interessant. Das Programm zielt darauf ab, eine naturnahe Gestaltung von Firmengeländen zu erreichen. Die Fassadenbegrünung ist dabei ebenfalls förderfähig.

18. Checkliste Planung einer Wandbegrünung

  1. Art der Begrünung festlegen. Bodengebundene- oder wandgebundene Fassadenbegrünung.
  2. Begrünungssystem auf die Fassadenkonstruktion abstimmen.
  3. Belastbarkeit der Wand prüfen (Statik).
  4. Einflüsse der Umgebung (Nachbargebäude, Straße etc.) berücksichtigen.
  5. Wettereinflüsse berücksichtigen (Klimazone, Wetterseite).
  6. Budget klären.
  7. Festlegen der zu begrünenden Fläche (Kletterstruktur, Wuchshöhe und Ausbreitung).
  8. Zugang zur Fassade für Pflege- und Wartung gewährleisten.

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