Fassadenpaneele

Fassadenpaneele – die Schutzkleidung Ihres Zuhauses

Es heißt, Architektur lässt sich mit dem menschlichen Körper vergleichen. Die tragenden Wände stellen das Skelett dar. Die Fassade ist vergleichbar mit dem größten Sinnesorgan: der Haut. Wie die menschliche Haut auch, braucht die Fassade Schutz. Analog zur Kleidung gibt es Fassadenpaneele. Diese bieten optimalen Schutz für Ihre Fassade.

Widerstand gegen Wasser und Beschmutzungen ist nur einer von vielen Pluspunkten. Fassadenpaneele sind für Ihr Haus Regenjacke, Wollpullover und Sonnenschutz in einem. Von welchen weiteren Vorteilen Sie profitieren und was Sie außerdem über Fassadenpaneele wissen müssen, lesen Sie hier.



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1. Funktion und Beschreibung von Fassadenpaneelen

Fassdenpaneele, FassadeFassadenpaneele sind wie eine Hülle für Ihr Haus. Sie werden an die Außenwand montiert und haben die Funktion, Ihr Gebäude vor Schmutz und Nässe zu schützen. So bleibt die Fassade Ihres Hauses für eine lange Zeit in einem guten Zustand.

Mit Fassadenpaneelen erhalten Sie die Außenwand Ihres Gebäudes nicht nur intakt, Sie werten Ihr Haus mit ihnen auch optisch auf. Durch die Vielfalt an Oberflächen und Farben, können Sie Fassadenpaneele nach Ihrem individuellen Geschmack auswählen. Neben Holz und Kunststoff als Material wird oftmals auch Faserzement verwendet. Sie haben also die Möglichkeit mit Fassadenpaneelen architektonische Akzente zu setzen und Ihre Immobilie so zu einem Hingucker zu machen.

Schutz bieten Fassadenpaneele durch die hohe Menge an verschiedenen Eigenschaften, denn sie sind nicht brennbar, form- und witterungsbeständig, wasserundurchlässig, bieten einen guten Schutz und besitzen eine sehr hohe Lebensdauer.

Egal ob an Schulen, Bürogebäuden oder am Einfamilienhaus, Fassadenpaneele lassen sich an vielen Gebäuden finden. Prinzipiell sind Fassadenpaneele nämlich für jede Art von Gebäude geeignet.

Die vorgehängte hinterlüftete Fassade

Fassadenpaneele werden für die vorgehängte hinterlüftete Fassade (VHF) genutzt. Eine vorgehängte hinterlüftete Fassade ist im Grunde eine Fassade mit einem Lüftungsschacht. Folgendermaßen ist eine VHF aufgebaut:

An die Außenwand ist die sogenannte Unterkonstruktion befestigt. Diese kann aus Aluminium, Edelstahl, feuerverzinktem Stahl, Holz oder aus Holz und Metall bestehen. Die Unterkonstruktion hat die Funktion, die Fassadenbekleidung zu tragen und stellt die Verbindung zwischen Fassadenpaneele und Hauswand dar.

Zwischen den Fassadenpaneele und der Außenwand befinden sich eine Dämmung und ein Lüftungsschacht. Dieser befindet sich direkt hinter den Fassadenpaneelen und die Dämmung liegt zwischen Lüftungsschacht und Unterkonstruktion.

Eine Montage läuft in drei Schritten ab: Zuerst wird die Unterkonstruktion in Form eines Rasters angebracht. Danach befestigt der Fachmann die Dämmung und abschließend folgt die Fassadenbekleidung mit den Fassadenpaneelen.

Mit einer vorgehängten hinterlüfteten Fassade profitieren sie von vielen Vorteilen. Die Fassadenpaneele schirmen durch Wetterfestigkeit das Regenwasser ab. So dringt keine Feuchtigkeit in Ihr Haus. Sie lassen auch Kälte und Hitze außen vor.

Durch den Lüftungsschacht strömt von unten Luft. Diese kann Feuchtigkeit aus dem Mauerwerk mitnehmen und nach draußen befördern. Dadurch wird das Mauerwerk zusätzlich getrocknet. So ist die Wahrscheinlichkeit, dass Schimmel entsteht, gering.

Die Dämmung behält Wärme in Ihrem Gebäude und verhindert, dass Kälte eindringt. Im Winter können Sie demnach an Heiz- und Energiekosten sparen. Im Sommer hingegen bleibt die Hitze draußen und drinnen genießen sie angenehme Kühle. Somit müssen Sie die Klimaanlage nicht voll aufdrehen und sparen auch in der warmen Jahreszeit an Energie und Kosten. Mit der VHF tragen Sie also auch etwas zur Umweltschonung bei.

2. Verschiedene Arten und Typen

Fassade, FasssadenpaneeleFassadenpaneele sind nicht nur an der Außenwand zu finden. Die Paneele können auch an Giebeln, Gauben oder als Dachuntersichten angebracht werden. Auch Schornsteine und Carports können mit den Paneelen geschützt und verziert werden. Dabei können Sie aus verschiedenen Verlegearten der Paneele auswählen und Ihrer Fassade so einen individuellen Charme verleihen.

Stülpschalung

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Die Stülpschalung ist vor allem aus dem Holzbau bekannt. Dabei werden die Paneele waagerecht an die Fassade angebracht. Die Paneele werden so angebracht, dass jeweils das darüber liegende Paneel das darunter liegende etwas über deckt. Dadurch kann kein Regenwasser zwischen die Bretter gelangen. Die Stülpschalung sorgt also für optimalen Witterungsschutz.

Boden-Deckel-Schalung

Cedral, Fassadenpaneele

Hierbei wird über zwei senkrechte Fassadenpaneele jeweils ein Paneel angebracht. Das dritte Paneel bildet also den Deckel. Die Boden-Deckel-Schalung lässt sich nicht nur an der kompletten Hausfassade sehen, sondern auch an Giebeln oder einzelnen Wänden.

Anders als bei der Profilschalung sind bei dieser Art der Verlegung die Schrauben zu sehen. Allerdings lassen sie sich durchaus auf die Farbe der Fassadenpaneele abstimmen, sodass sie kaum sichtbar sind.

Profilschalung

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Bei der dritten Art der Verlegung von Fassadenpaneelen, handelt es sich um die Profilschalung. Dabei werden die Paneele in einer Ebene verlegt. Schrauben und Nieten sind dabei nicht zu sehen und die Paneele sehen an der Fassade harmonisch aus.

Dabei können die Paneele sowohl waagrecht als auch senkrecht verlegt werden.

Oberflächen und Farben

Fassadepaneele gibt es in verschiedenen Farben und mit unterschiedlichen Oberflächen. Sie können bei den meisten Herstellern aus unterschiedlichen Farben auswählen. Die große Farbauswahl macht es Ihnen leicht, Ihre Fassade persönlich und einzigartig zu gestalten.

Außerdem gibt es die Auswahl zwischen einer glatten und einer rauen Oberfläche. So können Sie Ihre Hausfassade ganz individuell gestalten.

3. Verschiedene Materialien von Fassadenpaneelen

Wenn Sie sich unter Fassadenpaneele graue, längliche Platten vorstellen, merken Sie spätestens jetzt, dass Fassadenpaneele noch viel mehr als das sind. Denn diese gibt es in zahlreichen Farben. Auch die Oberflächenstruktur ist unterschiedlich. Der größte Unterschied stellen die Materialien dar. Die am meisten verwendeten Materialien für Fassadenpaneele sind Faserzement, Kunststoff und Holz.

Fassadenpaneele aus Faserzement

Die meisten Fassadenpaneele bestehen aus Faserzement. Das Material ist besonders stabil und wird folgendermaßen hergestellt:

Es werden Portlandzement, Quarzsand und Wasser miteinander vermischt. Dazu wird pflanzliche Zellulose beigefügt. Diese sind die Fasern im Faserzement. Durch die pflanzliche Zellulose wird das Material besonders stabil und robust.

Damit außer Stabilität auch Wasserundurchlässigkeit garantiert ist, werden Faserzementplatten abschließend beschichtet. Die Fassadenpaneele können auch unterschiedliche Oberflächen haben. Sie können strukturiert sein oder auch eine glatte Oberfläche haben.

Auf der Baustelle werden die Paneele eventuell noch in ihrer Größe angepasst. Damit auch optisch alles gut aussieht, werden die Schnittkanten mit Reparaturfarbe gestrichen. So passen die Farbe der Oberfläche und die Farbe der Paneele perfekt zusammen. So macht die Fassadenbekleidung Ihres Hauses einen harmonischen Eindruck.

Fassadenpaneele aus Kunststoff

Wenn Sie sich robuste Fassaden vorstellen, denken Sie wahrscheinlich nicht als erstes an Kunststoff-Fassadenpaneele. Allerdings sind die Kunststoffplatten stabiler als Sie vielleicht denken.

Kunststoff-Platten sind außerdem sehr vielfältig. Für Sie bedeutet das: eine riesige Auswahl an Designs und verschiedenen optischen Ausführungen. Von Holz-Optik bis hin zu Steinimitaten. Und das sogar für einen niedrigen Preis.

Zur Herstellung von Fassadenpaneele aus Kunststoff werden hauptsächlich folgende Kunststoffe verwendet:

Polycarbonat

Bei diesem Kunststoff handelt es sich um ein Thermoplast. Thermoplaste sind Kunststoffe, die sich bei Hitze verformen. Allerdings besitzt Polycarbonat eine hohe Temperaturbeständigkeit, das heißt es fängt erst bei einer sehr hohen Temperatur an zu schmelzen. Erst ab 125°C fängt Polycarbonat an, sich zu verformen. Außerdem ist Polycarbonat sowohl beständig gegen Wasser als auch Fett. Zu den Eigenschaften zählen zudem Härte und enorme Stabilität.

Da Polycarbonat nicht sehr UV-beständig ist, empfiehlt es sich diese Kunststoffplatten gegen UV-Strahlung zu beschichten.

Durch die amorphe oder strukturlose Anordnung der Atome, ist Polycarbonat sehr transparent. Sie können daher bei diesem Kunststoff wählen, ob Sie durchscheinende oder deckende Fassadenpaneele wollen. Polycarbonat lässt sich auch in verschiedenen Farben einfärben.

PET-A

Der Kunststoff PET-A finden Sie häufig in Ihrem Alltag, beispielsweise als Pfandflasche oder Verpackung. Dieser Kunststoff lässt sich allerdings auch zur Herstellung von robusten Fassadenpaneele verwenden. PET-A gilt als besonders chemikalienbeständig. Durch die hohe Bruchfestigkeit erweist sich dieser Kunststoff auch als ausgesprochen stabil.

Acrylglas

Zusätzlich kann Acrylglas, auch bekannt als Plexiglas, für Fassadenpaneele verwendet werden. Acrylglas ist leichter als Glas und dazu stoß- und bruchsicherer. Eine weitere Eigenschaft ist die UV-Undurchlässigkeit.  Allerdings ist Acrylglas brennbar und verkratzt leichter als Echtglas.

ETFE-Folien

Streng genommen, werden ETFE-Folien nicht zur Herstellung von Fassadenpaneelen herangezogen. Aus diesem Grund werden ETFE-Folien privat kaum verwendet. In großen Hallen, wie zum Beispiel in Schwimmbädern ist es möglich diese Folien für Membrankonstruktionen zu gebrauchen. Durch ihre Biegsamkeit lassen sich ETFE-Folien in der Textilien-Architektur gut einsetzten.

Ein anderes Beispiel für den Einsatz von ETFE-Folien ist die Allianz Arena in München. Die Fassade, die kissenartig aussieht, besteht aus ETFE-Folien. Eine Eigenschaft der ETFE-Folie ist die hohe Beständigkeit gegenüber aggressiven Chemikalien.

Fassadenpaneele aus Holz

Holz entwickelt sich immer mehr zum Trend-Baustoff. Eine Außenfassade aus Holz sieht nicht nur schick aus, sie ist auch nachhaltig und bietet eine effiziente Dämmung. Am besten eignen sich Nadelgehölze für Fassadenpaneele aus Holz. Die

  • sibirische Lärche,
  • nordische Fichte,
  • deutsche Kiefer und
  • die Douglastanne

lassen sich für die Herstellung von Fassadenpaneele empfehlen.

Entscheiden Sie sich für Fassadenpaneele aus dem natürlichen Material Holz, ist eine Hinterlüftung unbedingt notwendig. Ohne diese fühlen sich Schimmelpilze unter dem Holz besonders wohl und können sich dementsprechend gut verbreiten. Um dem vorzubeugen, ist eine VHF ratsam.

Außerdem sorgen nur Edelstahlschrauben und –nieten für eine lange Haltbarkeit. Die Unterkonstruktion ist demnach am besten auch aus Edelstahl.

Damit Ihre Holz-Fassadenpaneele lange einen guten Eindruck machen, müssen diese auch regelmäßig nachlasiert werden. Das heißt, der Pflegeaufwand ist höher als bei anderen Materialien und mit den Lasierungen kommen darüber hinaus Kosten hinzu.

Pflegen Sie Ihre Holzfassade jedoch gewissenhaft, dann werden Sie lange von einer schönen und nachhaltigen Außenfassade profitieren.

4. Voraussetzungen für die Installation

Grundsätzlich lassen sich Fassadenpaneele auf jede Gebäudeart montieren. Allerdings kommt es auf die Art Ihrer Außenfassade an. Bei einer verputzten Fassade ist die Installation aufwändiger als bei einem Backsteinhaus. Denn ein Backsteinhaus hat eine tragende Wand, an der die Fassadenbekleidung befestigt wird. Eine Bedingung dafür: Ihr Haus besitzt tragende Wände, damit diese die Unterkonstruktion halten kann. Diese Voraussetzung ist aber meist schon erfüllt. Für die Befestigung der Fassadenpaneele sind auch nur bestimmte Schrauben, Nieten und Zubehör zu verwenden.

Wichtig ist, dass beim Bau der Unterkonstruktion schon darauf geachtet wird, dass keine Feuchtigkeit eindringt. Das bedeutet, dass die tragende Konstruktion vor Nässe geschützt werden muss. Bei Regenwetter die Unterkonstruktion aufzubauen ist also nicht empfehlenswert.

Ebenfalls ist eine zwängungsfreie Montage wichtig. Je nach Material und Hersteller müssen bestimmte Mindestabstände eingehalten werden. Vor allem bei Fassaden aus Kunststoff ist es wichtig, zwischen den einzelnen Platten ausreichend Abstand zu halten. Sonst kann es passieren, dass sich die Platten überlagern.

Folgende Systeme stehen bei der Montage zur Auswahl:

  • Nicht sichtbare Befestigungen, wie zum Beispiel mit Klammern.
  • Häufig: Fassadenschrauben und –nieten.

Die Fassadenpaneele müssen auf der Baustelle noch einmal zugeschnitten werden. Dabei lässt es sich empfehlen, die Fassadenpaneele mit einer Kreis- oder Stichsäge zu schneiden.

Voraussetzungen für die vorgehängte hinterlüftete Fassade

Auch bei der VHF sind bestimmte Abstände einzuhalten. Zwischen den Fassadenpaneele und der Wärmedämmung sollen 20 bis 25 mm für den Lüftungsschacht vorgesehen sein. Bei besonders großen Gebäuden ist der Mindestabstand etwas größer.

Damit auch wirklich Feuchtigkeit diffundieren kann, braucht es Be- und Entlüftungsschlitze in der Fassade. Diese sind ungefähr 50 Quadratzentimeter pro einem Meter Wandlänge groß.

5. Wirtschaftlichkeit und Kosten von Fassadenpaneelen

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Fassadenpaneele und ihre Montage können teuer sein. Doch mit der vorgehängten hinterlüfteten Fassade können Sie langfristig eine Menge Energie und somit Kosten einsparen. Fassadenpaneele aus allen Materialien haben bei fachgerechter Installation und Pflege eine hohe Langlebigkeit, weswegen sich die Anschaffung lohnt.

Die Preise Ihrer Fassadenpaneele hängen vor allem vom Material ab. Kunststoff ist im Vergleich zu Holz natürlich preisgünstiger. Im Folgenden finden Sie eine Preisübersicht der verschiedenen Materialien.

Fassadenpaneele aus Faserzement

Die Kosten für Fassadenpaneele aus Faserzement können sich sehr unterscheiden. Billige Angebote starten schon bei 15 Euro pro Quadratmeter. Ein hochwertiges Material erhalten Sie allerdings bei Qualitäts-Herstellern. Bei namhaften Herstellern können die Kosten von Fassadenpaneelen bei 25 bis 35 Euro pro Quadratmeter anfangen.

Damit Sie sich besser orientieren können, finden Sie hier noch ein kleines Preisbeispiel: Ein Fassadenpaneel mit rauer Struktur und einer Größe von 360 x 19 cm kann ungefähr 28 Euro kosten.

Beachten Sie, dass dies nur die reinen Materialkosten sind. Zusatzkosten für die Installation und das Zubehör treiben den Preis noch etwas in die Höhe. Auch die Größe der Fläche spielt beim Gesamtpreis eine Rolle. Je größer die Fläche, die mit Fassadenpaneelen ausgestattet werden soll, desto höher ist schlussendlich auch der Preis.

Fassadenpaneele aus Kunststoff

Kunststoff ist üblicherweise das günstigste Material. Achten Sie hier aber auf eine gute Qualität der Platten. Eine einfache Optik kostet ungefähr 30 Euro pro Quadratmeter.

Entscheiden Sie sich hier für eine besondere Optik, beispielsweise ein Steinimitat, kann es teurer werden. Auch bei Kunststoff-Platten brauchen Sie sich keine Sorgen um Pflegekosten zu machen. Diese fallen ebenso weg, da das Material nicht pflegeanfällig ist.

Bestimmte Kunststoff-Materialien gelten als besonders langlebig und massiv. Für solche Paneele kann der Preis bei 60 Euro für einen Quadratmeter liegen.

Fassadenpaneele aus Holz

Holz als Material für Fassadenpaneele ist die teuerste Option. Am günstigsten sind Platten aus dem Holz der Fichte. Da kostet ein Quadratmeter circa 70 Euro. Der Preis für einen Quadratmeter eines anderen Holzes kann 100 Euro oder mehr betragen.

Dazu kommt, dass bei Holz-Fassadenpaneele eine VHF unverzichtbar ist, da es sonst zur Schimmelbildung kommt. Die VHF und ihre Installation treiben die Kosten nach oben. Außerdem ist es ratsam, bei Fassadenpaneelen aus Holz eine Unterkonstruktion aus Edelstahl zu verwenden. Da dies bei den anderen Materialien nicht unbedingt notwendig ist, macht dies Fassadenpaneele aus Holz noch etwas kostspieliger.

Holz ist zudem im Vergleich zu Faserzement und Kunststoff pflegeanfällig. Um die Qualität aufrechtzuerhalten, sorgen Sie für regelmäßige Lasierungen. Durch die Pflege werden die Kosten in die Höhe getrieben.

Kosten der vorgehängten hinterlüfteten Fassade

Entscheiden Sie sich für eine VHF, kommen zu den Materialkosten die Installationskosten der VHF dazu. Die Preise sind abhängig vom Material, von der Größe und Dichte der Platten und von Form und Größe des Gebäudes.

Hat Ihr Haus viele kleine Ecken oder Winkel, ist der Montageaufwand natürlich größer, dementsprechend sind die Montagekosten auch höher. Weil Kunststoff ein leichtes und unsensibles Material ist, lassen sich Fassadenpaneele aus Kunststoff einfach und schnell montieren. Daher ist die Installation mit diesem Material günstiger als zum Beispiel bei Holz. Allerdings ist die Verwendung von Faserzement ebenfalls vorteilhaft für den Geldbeutel. Im Gegensatz zu Holz ist auch dieses Material unempfindlich gegenüber Nässe und Kälte. Der Aufwand bleibt also im Vergleich zu Holz gering.

Zu vorgehängten hinterlüfteten Fassaden gehört auch eine Dämmung. Dämmmaterial kostet ungefähr 5 Euro bis 10 Euro pro Quadratmeter. Es kommt auch hier darauf an, für welchen Dämmstoff Sie sich entscheiden. Auch die Befestigung des Dämmstoffes kostet, hierfür werden Sie circa 15 bis 40 Euro für einen Quadratmeter ausgeben müssen, je nachdem wie viel Dämmmaterial benötigt wird.

Eine VHF ist zwar etwas kostspieliger, allerdings lohnt sich diese Investition wirklich, wenn Sie Heiz- und Energiekosten einsparen wollen. Durch die Dämmung bleibt Ihr Haus im Winter warm und eine ununterbrochen laufende Heizung erübrigt sich. Bei hochsommerlichen Temperaturen dringt Hitze kaum ein und innen bleibt es schön kühl.

6. Mögliche Fördermittel

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Zuschüsse und Kredite der KfW gibt es ausschließlich bei einer Sanierung Ihrer Fassade zu einer VHF. Durch die Dämmung sparen Sie nämlich Energie ein. Für den Zuschuss (430) gilt, dass sich die Sanierung an die KfW-Effizienzhaus-Standards richtet. Einzelmaßnahmen wie die Wärmedämmung werden ebenfalls gefördert. Die KfW kann dabei 10% der Kosten (maximal 5.000 Euro) übernehmen. Feste Voraussetzung für eine Förderung ist, dass sie einen Energieberater beauftragen, da technische Mindestanforderungen zu erfüllen sind. Wenden Sie sich an Ihren Energieberater, damit diese eingehalten werden. Die Kosten des Energieberaters können übrigens auch gefördert werden.

Auch einen Kredit (152) können Sie beantragen. Genauso wie beim Zuschuss genehmigt die KfW diesen nur bei energetischen Sanierungen. Das heißt für Wärmedämmung von Wänden und Decken wie durch eine VHF, zum Beispiel.  Mit Ihrem Energieexperten bestimmen Sie einen Förderantrag, dabei können bis zu 50.000 Euro Kreditsumme für Einzelmaßnahmen genehmigt werden.

7. Vor- und Nachteile verschiedener Arten

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Sie haben sich für eine Modernisierung Ihrer Fassade durch Fassadenpaneele entschieden, wissen aber noch nicht, welches Material am besten passt? Hier finden Sie eine Übersicht von möglichen Vor- und Nachteilen verschiedener Materialien. Dann können Sie abwägen, welche Argumente für Sie überwiegen.

Faserzement

VorteileNachteile
Vielfältiges Angebot an
verschiedenen Farben, Beschichtungen,
und Formen
Je nach Geschmack weniger ansprechend
FeuerfestMögliches Asbestvorkommen in Produkten, die außerhalb Deutschlands produziert werden
Langlebig
Pflegeleicht
Schnelle und einfache Montage

Kunststoff

VorteileNachteile
LeichtNicht nachhaltig, da Kunststoff nicht biologisch abbaubar ist
und fossile Rohstoffe wie Erdöl begrenzt sind
Einfach und schnell zu montierenTeilweise brennbar
Große Auswahl an Designs, zum Beispiel:
Keramiknachahmung oder Holz
Recht preisgünstig
Wasser- und fettabweisend
Geringe Pflegeanfälligkeit
UV-beständig

Holz

VorteileNachteile
Holz ist ein natürlicher und nachhaltiger BaustoffHoher Pflegeaufwand
Warmes, gemütliches AmbienteMontage nur mit Edelstahlunterbau
Effiziente DämmungVorgehängte hinterlüftete Fassade notwendig,
um Schimmelgefahr zu minimieren
Trotzdem besonders diffusionsfähig: class="clear" />Feuchtigkeit kann gut entweichenHohe Anschaffungskosten,
laufende Kosten durch Pflege
Brennbar

Vorgehängte hinterlüftete Fassade

VorteileNachteile
Für jedes Gebäude geeignetHohe Montagekosten
Erhöhter SchallschutzNur bedingte Eignung für manche Fassadentypen (Fachwerkbauten, Backstein)
Besonders effiziente DämmungMögliche Verzögerung des Löschvorgangs
Einsparen von EnergiekostenGefahr der Brandbeschleunigung durch
Kamineffekt der vorgehängten Fassade
Kein Schimmelbefall

Insgesamt weisen Fassadenpaneele aus allen Materialen viele Vorteile auf. Aber vor allem Faserzement hat im Vergleich zu Holz und Kunststoff keine Nachteile. Außerdem ist Faserzement ein sehr oft genutztes Material für Fassadenpaneele.

Auch wenn Sie auf Holzoptik setzten, ist die Fassadenpaneele aus Faserzement eine gute Wahl. Denn ohne großen Pflegeaufwand profitieren Sie von einer Fassadenbekleidung die aussieht wie aus Holz. Auch ist Faserzement günstiger als Holz.

Allgemein lassen sich Fassadenpaneele, egal aus welchem Material, prinzipiell empfehlen, denn sie bieten Schutz gegen Schmutz, Nässe und Kälte. Dabei werten Sie Ihr Haus zusätzlich auf und erhöhen auch den Wert Ihrer Immobilie. Durch die Auswahl an verschiedenen Designs können die unterschiedlichsten Materialien und Strukturen simuliert werden. Dadurch verwandelt sich Ihre Hausfassade zu einer optischen Besonderheit. Die langlebige Fassadenverkleidung kommt zudem ohne großen Wartungs- und Pflegeaufwand aus. Ohne Beschädigung sind Fassadenpaneele tendenziell die beständigste Variante der Fassadenverkleidung.

Des Weiteren profitieren Sie von einer einfachen Anbringung durch den Unterbau sowie ähnlichen Verschluss-Systemen. Ihr besonderer Zusatznutzen: Die vorgehängte hinterlüftete Fassade nimmt die Feuchtigkeit aus dem Mauerwerk und sorgt für Trockenheit. Dadurch wird Schimmel vorgebeugt und langanhaltende Hygiene garantiert. Wenn Sie sich nach der Installation der Fassadenpaneele irgendwann doch gegen sie entscheiden, ist ein einfacher Rückbau in alle Einzelteile möglich.

8. Produktempfehlung Cedral

Fassade, Fenster. FassadenpaneeleSie möchten nun Ihre Fassade mit Fassadenpaneelen schützen und verschönern? Dann lassen sich die Cedral-Fassadenpaneele aus dem Hause Eternit empfehlen. Das Unternehmen stellt neben Fassadenpaneele auch Fassadentafeln her und überzeugt Kunden durch hohe Produktqualität.

Sie können aus zwei Arten an Fassadenpaneelen auswählen. Beide bestehen dabei aus Faserzement. Eternit setzt bei der Materialwahl auf hohe Qualität. Die Paneele bestehen zu 100 Prozent aus natürlichem Faserzement.

So sind die Fassadenpaneele leicht zu pflegen, nicht brennbar und atmungsaktiv. Zudem profitieren Sie von einer hohen Langlebigkeit. Ein weiterer Vorteil ist die Umweltfreundlichkeit der Paneele. Sie lassen sich nämlich auch recyceln.

„Cedral“ bietet eine große Farbauswahl an. Sie können zwischen 29 verschiedenen Farben auswählen. Alle Paneele sind mit einer Reinacrylat-Beschichtung versehen. Diese schützt Ihre Paneele vor UV-Strahlung. Die Farbe bleibt somit lange auf den Fassadenpaneelen erhalten und verblasst nicht.

Neben der vielfältigen Farbauswahl können Sie außerdem wählen, ob Ihre Fassadenpaneele glatt oder strukturiert sein sollen. Eine eingeprägte Holzstruktur sorgt für ein authentisches Aussehen und Sie müssen die Paneele nicht so aufwändig pflegen wie es bei echtem Holz der Fall ist.

Ihrer Kreativität sind also keine Grenzen gesetzt! Sie können also zwischen verschiedenen Farben und Oberflächen auswählen. Dazu kommt aber noch die Verlegeart Ihrer Fassadenpaneele. Sowohl die „Cedral Lap“- als auch die „Cedral Click“-Paneele sind für die horizontale und die vertikale Verlegerichtung geeignet.

Die Eternit GmbH Deutschland setzt auf hochwertige Produktion Ihrer Fassadenpaneele. In Verbindung mit einer individuell ausgestellten Gewährleistung verspricht Eternit zehn Jahre Farbhaftung. Außerdem gelten Fassadenpaneele aus Faserzement als besonders langlebig. Laut der Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) liegt die Nutzungsdauer von Faserzement bei über 50 Jahren.

Cedral Lap

Fassadenpaneel, Struktur, HolzDie Fassadenpaneele „Cedral Lap“ haben ein Format von 3.600 x 190 mm. Dazu sind sie 10 mm dick. Mit diesen Fassadenpaneelen können Sie Ihre Fassade nach Ihren Wünschen und Vorstellungen verschönern und zu einem Hingucker machen.

Dabei lassen sich die „Cedral Lap“-Paneele sowohl waagrecht als auch senkrecht verlegen. Bei der waagrechten Verlegeart wird von Stülpschalung gesprochen. Diese gehört zu den beliebtesten Verlegearten. Dabei überlappen die oberen Paneele die unteren – sie stülpen sich also über die unteren Paneele. So ist für eine zuverlässige Regenwasserableitung gesorgt.

Die Stülpschalung bringt aber neben Schutz vor Wind und Wetter einen weiteren Vorteil mit sich. Denn es sind keine Schrauben und Nieten sichtbar, sodass Ihre Fassade einheitlich und harmonisch aussieht.

Neben der horizontalen Verlegerichtung gibt es auch die vertikale Verlegerichtung. Auch diese lässt sich mit der „Cedral Lap“-Paneele umsetzen. Dabei wird von einer sogenannten Boden-Deckel-Schalung gesprochen.

Hierbei werden die stoßfesten Faserzementplatten so angebracht, dass immer über zwei Boden-Paneele ein Deckel-Paneel befestigt wird. Dabei sind zwar die Schrauben sichtbar, doch das stört das Gesamtbild überhaupt nicht. Denn die Schrauben werden farblich zu den Fassadenpaneelen abgestimmt. So stimmt jedes Detail und die Schrauben sind kaum noch zu erkennen.

Cedral Click

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Neben „Cedral Lap“ wird auch das Produkt „Cedral Click“ angeboten. Dabei handelt es sich um eine Erweiterung der Cedral Fassadenpaneele. Diese Fassadenpaneele haben eine Größe von 3.600 x 186 mm und eine Dicke von 12 mm.

Das Besondere an „Cedral Click“-Paneelen ist, dass keine Schrauben und Nieten zu sehen sind. Die Paneele werden nämlich mit Klammern und Schrauben beziehungsweise Nieten an der Unterkonstruktion befestigt. So entsteht eine ebene Fläche und es sind geschlossene Fugen.

Das Ergebnis: Eine Fassade, die schlicht und minimalistisch aussieht. Trotzdem ist die Außenfassade Ihres Hauses nicht langweilig! Durch die fehlenden Schrauben wirkt Ihre Fassade harmonisch und edel.

Auch die Anordnung der Paneele sorgt für Stimmigkeit. Die Paneele können sowohl waagerecht als auch senkrecht verlegt werden. Allerdings handelt es sich hierbei nicht um eine Stülpschalung, sondern um eine Profilschalung. Die Fassadenpaneele werden dabei in einer Ebene verlegt.

Ein weiterer großer Vorteil der „Cedral Click“-Paneele ist, dass sie besonders einfach verlegbar sind. Sie können die Fassadenpaneele also selbst ohne großen Aufwand montieren. Oder Sie beauftragen einen Fachbetrieb, die Kosten für diesen sind geringer, denn der Montageaufwand ist nicht hoch.

Alle Vorteile auf einem Blick

Mit den Fassadenpaneelen– egal ob die „Cedral Lap“ oder die „Cedral Click“ verwendet werden – können Sie an vielen Vorteilen profitieren. Hier finden Sie nochmal alle Vorteile auf einen Blick aufgelistet.

  • Die Fassadenpaneele bleiben für eine lange Zeit in einem guten Zustand.
  • Viele Gestaltungsmöglichkeiten: zwei Oberflächen, 29 Farben, zwei Verlegerichtungen, so kann sich Ihr eigener Stil entfalten.
  • Cedral Paneele sind nicht brennbar, verrotten nicht, sie sind atmungsaktiv und einfach zu reinigen.
  • Außerdem sind sie UV-, frost- und witterungsbeständig.
  • Sie müssen die Fassadenpaneele nicht anstreichen oder aufwändig pflegen.
  • Die Fassadenpaneele lassen sich einfach und schnell montieren.
  • Die Produkte sind aus nachhaltiger Produktion und recyclebar.

Von Fassadenpaneelen können Sie also an vielen Annehmlichkeiten profitieren. Sie können Ihrem Haus mit den Fassadenpaneelen durch die Gestaltungsvielfalt das gewisse Etwas verleihen. Außerdem zeichnen sich die Paneele durch ihre hohe Langlebigkeit aus.

9. Kataloge

Logo von Cedral

Hier stehen Ihnen Kataloge der Firma Eternit zum Thema
Fassadenpaneele frei zum Download zur Verfügung.

10. Wissenswertes

Brandschutz

Ein Brandschutznachweis ist in Deutschland Teil der Baugenehmigung. Deshalb ist es wichtig, dass Sie auch bei Ihren Fassadenpaneelen Vieles zum Thema Brandschutz beachten.

Die Fassade Ihres Zuhauses stellt die Grundlage der Einstufung in normal-, schwer-, oder nicht entflammbar dar. Dabei werden alle Bestandteile der Fassade miteinbezogen. Es hängt also nicht nur von dem Material Ihrer Fassadenpaneele ab. Die Fassadenpaneele Cedral von Eternit sind als nicht-brennbar klassifiziert und tragen damit zu einer guten Einstufung bei.

Allgemein muss ein Gebäude in Deutschland mindestens als „normalentflammbar“ gelten. In dieser Kategorie steht ein Zimmer innerhalb von ca. 15 Minuten vollständig in Flammen. Im Brandfall wird dies zu einer Gefahr für Sie und Ihre Familie. Es lohnt sich daher, auf den Brandschutz Ihres Zuhauses Wert zu legen. Wer in seinen Brandschutz investiert, spart so auch hohe Renovierungskosten.

Brandschutz bei der vorgehängten hinterlüfteten Fassade (VHF)

Hier wird unterschieden zwischen Unterkonstruktionen (UK) aus Holz oder aus Metall. Wenn Sie ein Einfamilienhaus mit einer Höhe von maximal 7 m haben, wird meistens eine UK aus Holz verbaut. Bei dieser muss die Dämmung der Fassade „nichtbrennbar“ (= Schmelzpunkt über 1000°C) sein. Die Tiefe des Hinterlüftungs-Spaltes darf zudem nicht größer als 50 mm sein. Bei Fassadenpaneelen von Eternit wird diese Norm eingehalten.

Nichtbrennbare Unterkonstruktionen aus Metall werden meistens bei Gebäuden der Klasse 4 oder 5 verbaut. Das gilt, wenn Sie ein Mehrfamilien- oder Hochhaus mit einer Höhe von über 7 m besitzen. Generell empfiehlt es sich für Sie eine UK aus Metall zu verwenden, da hier ein höherer Brandschutz gewährleistet wird.

Hat Ihr Zuhause drei Geschosse oder mehr, müssen Sie zusätzlich eine Brandsperre einbauen lassen. Die Brandschutzsperre verhindert, dass die Flammen auf andere Stockwerke übergreifen. So werden Schäden im Brandfall und damit verbundene Renovierungen gering gehalten.

Sanierung und Wartung bei Fassadenpaneelen

Müssen Ihre Fassadenpaneele gewartet oder gar saniert werden? Die Antwort darauf lautet: Es hängt vom verwendeten Material ab.

Am empfindlichsten ist Echtholz als Paneel. Wenn Sie Holz als Material bei Ihrer Fassade benutzt haben, müssen Sie die Fassadenpaneele regelmäßig überprüfen. Durch äußere Einflüsse wird das Holz mit der Zeit morsch, wenn Sie sich nicht darum kümmern. Wenn Sie ein beschädigtes Paneel finden, müssen Sie dieses austauschen, damit beispielsweise keine Feuchtigkeit in die Fassade zieht.

Auch die Optik des Holzes wird durch die Witterung beeinflusst. Deshalb sollten Sie die Paneele alle 1- 2 Jahre streichen.

Viel kostenfreundlicher sind hingegen Faserzementpaneele von Eternit. Sie sind eine gute Alternative zu Echtholz, da sie wesentlich wartungsfreundlicher sind. Sanierungen müssen meist nicht vorgenommen werden, da die Paneele eine hohe Lebensdauer von mehr als 50 Jahren vorweisen.

Kleinere äußere Beschädigungen können einfach behoben werden. Oberflächliche Kratzer werden einfach mit der Cedral Reparaturfarbe ausgebessert. Mit dieser können Sie auch Schnittstellen streichen und neu versiegeln. Weitere Wartungen sind nicht erforderlich, da sie nicht gestrichen werden muss.

11. Fachpartner finden

Sie planen Ihr Haus durch Fassadenpaneele aufzuwerten und wollen Ihr Haus energetisch sanieren? Dann lohnt sich fachgerechte Unterstützung für ein professionelles Resultat!

Ihr Dachdecker und Energieberater in Ihrer Nähe hilft Ihnen gerne!

12. Die vorgehängte hinterlüftete Fassade

Vorgehängte hinterlüfteten Fassaden (VHF) haben zahlreiche positive Eigenschaften. Darunter zählen Dämmung, Wetterschutz, Belüftung (Trocknung), Materialvielfalt, Langlebigkeit und viele Gestaltungsmöglichkeiten. Aus diesem Grund gehören sie heute zu den erfolgreichsten Fassadensystemen.

Durch die Möglichkeiten unterschiedlichster Bekleidungen lässt sich die Gestaltung der Fassade individuell auf die Charakteristik eines Gebäudes abstimmen.

Der Einsatz verschiedener Bekleidungswerkstoffe ermöglicht verschiedene Werkstoffkombinationen. Ein weiter Vorteil liegt vor allem in den technischen Qualitäten des Systems: Die konstruktive Trennung von Wärme- und Witterungsschutz macht dieses Fassadensystem deutlich weniger schadensanfällig als andere Systeme.

Individuelle Anforderungen z. B. an den Brand-, Schall- oder Blitzschutz sind ohne Einfluss auf die Gestaltung umsetzbar.

Die VHF sind in der Anschaffung zwar deutlich teurer als ein Wärmedämmverbundsystem, jedoch lohnt sich die Dämmfassade auf langfristige Sicht.

Die VHF besteht aus vier Teilen:

  • Die äußere Fassadenbekleidung.
  • Die Unterkonstruktion.
  • Der Hinterlüftungsspalt.
  • Die Dämmung.

DIN-Norm 18516-1 beschreibt detaillierte Systembestandteile. Diese sind zwar kostspieliger, dafür aber langlebig und zuverlässig.

Im Vergleich zu Wärmedämmverbundsystemen (WDVS) ist Schadensanfälligkeit deutlich geringer.

13. Nachhaltigkeit

Themen wie Bau- und Ausführungsqualität, Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung werden für die Planung und Realisierung von Fassaden immer wichtiger. Mit der stetigen Weiterentwicklung des Systems der VHF leisten der FVHF und seine Mitglieder einen wesentlichen Beitrag zur Erfüllung der hohen Anforderungen an zeitgemäßes Bauen.

Das nachhaltige Prinzip der vorgehängten hinterlüfteten Fassade zeichnet sich insbesondere durch die energetisch durchdachte Wirkungsweise und die vollständige Recycelbarkeit seiner Bestandteile aus. Vor allem stellt sich die Frage, was mit den Gebäuden und den darin verbauten Rohstoffen am Ende ihrer Lebensdauer passiert.

Hierbei sind Systeme wie die VHF, die wie ein Baukasten funktionieren und somit einen geordneten Rückbau und Trennung ermöglichen, von großem Vorteil. So können Sie die Bauteile nach der Nutzung wiederverwenden oder in den Wertstoffkreislauf zurückführen.

14. Energieeffizienz

Energieeffizienz und Energieeinsparung sind bedeutungsvolle Aufgaben, um dem globalen Klimawandel entgegen zu treten. Allein der Gebäudeanteil macht fast 40 Prozent am Gesamtenergieverbrauch aus. Da die Fassade eines Gebäudes als Schnittstelle zwischen Innen und Außen agiert, ist ihr Aufbau maßgeblich an der Energieeffizient eines Gebäudes beteiligt.

Mit einer VHF lässt sich ein individuelles Energiekonzept entwickeln, das sowohl den Heizwärmebedarf, den Bedarf an Kühlung und der damit einhergehenden Frage des sommerlichen Wärmeschutzes sowie die Frage der idealen Tageslichtqualität optimal berücksichtigt.

Der FVHF kooperiert mit namhaften wissenschaftlichen Einrichtungen, um Lösungsansätze zu finden, mit denen sich die Energieeffizienz von VHF – beispielsweise durch innovative Dämmmaterialien – weiter steigern lässt. Ein weiteres Thema ist die energetische Fassadensanierung im Gebäudebestand, die in erheblichem Maße für die Reduzierung der bundesweiten CO2-Emissionen und somit für die Erfüllung von klimapolitischen Verpflichtungen verantwortlich ist.

Mit der VHF können alle geforderten Wärmedurchgangswiderstände in Neubau und Modernisierung problemlos realisiert werden, wobei die Dämmstoffdicke individuell angepasst werden kann. Gerade beim Bauen im Bestand erweist sich die Möglichkeit eines einfachen und sichereren Toleranzausgleichs als besonders wichtig.

Viele gelungene Architekturbeispiele zeigen, dass sich Ästhetik und Energieeffizienz nicht ausschließen. So stehen modernste Planungs- und Fertigungstechnologien repräsentativ für die vielseitigen Möglichkeiten, mit einer VHF kreative Gestaltung und architektonisch hochwertige Gebäude zu realisieren.

15. Schutz-Eigenschaften von vorgehängten hinterlüfteten Fassaden

Trennung von Wärme- und Witterungsschutz

Das besondere Merkmal der VHF ist die bauliche Trennung der Dämmung und Witterungsschutz. Die Fassadenbekleidung bietet Schutz vor Wind und Wetter. Diese liegt nicht direkt auf der Dämmung, sondern ist von dieser durch den Hinterlüftungsspalt getrennt.

So wird zum einen der Dämmstoff effektiv vor Feuchtigkeit geschützt und zum anderen wird Feuchtigkeit
aus dem Gebäude über die Luftschicht hinter der Außenbekleidung abgeführt.

Diese Trennung der Fassadenkomponenten hat ökologische Nachhaltigkeit des Systems zum Vorteil: Bei einem späteren Rückbau des Gebäudes können die einzelnen Bestandteile recycelt werden.

Feuchte und Tauwasserschutz

Durch einen sog. Dampfdiffusionswiderstand wird die Feuchtigkeit durch den Hinterlüftungsraum abgeführt. Dadurch wird die Dämmung und somit ein angenehmes Innenraumklima sichergestellt.

Brandschutz

Bei einer VHF lassen randschutztechnische Anforderung der Kategorien „nichtbrennbar“ sowie „schwer entflammbar“ rechts gemäß erfüllen.

Blitzschutz

Mit einer leitend verbundenen, metallischen Unterkonstruktion können Blitze sicher zur Erde abgeleitet und eine elektromagnetische Schirmung des Gebäudes hergestellt werden. Wenn man sich zusätzlich für eine elektrisch leitende Bekleidung der Fassade entscheidet, entsteht ein effizienter Blitzschutz,
zudem äußerst wirtschaftlich ist.

Schallschutz

VHF bewirken eine positive Schalldämmung der Außenwand. Je nach Dämmschichtdicke, Masse der Bekleidung und dem Anteil offener Fugen wird das Schalldämmmaß um bis zu 14 dB problemlos gesteigert.

16. Mineralwolle als Standardmaterial für VHF

Bei der VHF wird standardmäßig der nichtbrennbare Dämmstoff Mineralwolle eingesetzt. Dieser sorgt in erster Linie für den Brandschutz. So ist dieser gegenüber dem WDVS mit EPS-Dämmstoff teurer.

Dabei werden wasserabweisende (hydrophobierte) und dampfdiffusionsoffene Mineralwolle verwendet. Das dient zur Abführung der Baufeuchte über die Dämmung in den Lüftungsspalt. So kann die Mineralwolle dabei nicht ihre Dämmwirkung verlieren. Alle geforderten Dämmstoffdicken sind mit dem System VHF realisierbar.

17. Eigenschaften von Faserzementplatten:

Faserzementplatten sind ein Trägergeflecht aus dünnen Zementtafeln. Da diese Platten präzise in der Herstellung sind, werden diese überwiegend im Fassadenbau und in der Dachdeckung eingesetzt.

Früher verwendete man die sogenannten Asbestfasern, die gerne als „Wunderfasern“ bezeichnet wurden. Dieser Baustoff galt als äußerst widerstandsfähig, vor allem gegen Wärme. Heute sind sie wegen der gesundheitsgefährdenden Wirkung verboten und werden durch andere Materialien ersetzt.

Heute stellt man Faserzementplatten überwiegend mit „Eternit“ her, das vom Wort „Eternity“ stammt und „Ewigkeit“ bedeutet. Es ist ein preiswertes Material und wirkungsvoll gegen Eindämmung von Bränden. Dadurch wurde es sehr erfolgreich. Der Erfinder dieses Wunderstoffes ist der österreichische Erfinders
Ludwig Hatschek.

18. Witterungsbeständige Fassadenpaneele in skandinavischem Stil

Fassadenpaneele im skandinavischen Stil erfreuen sich immer mehr der Beliebtheit. Der natürliche Holzstil wirkt freundlich und einladend. Nicht umsonst liegt dieses Holzdesign vor allem bei jüngeren Bauherren im Trend.

Da der natürliche Baustoff hat auch viele Nachteile mit sich bringt, wurden frostbeständige Fassadenpaneele aus Faserzement (Fassadenpaneele Cedral) entwickelt.

Mit ihrer eingeprägten Holzstruktur lässt sie nur schwer von echtem Holz unterscheiden und lässt einen lebendigen Fassadeneindruck entstehen. Zudem sind sie witterungsbeständig, nicht brennbar und benötigen keinen regelmäßigen Pflegeanstrich. Sie lassen sich vielfältig gestalten, denn die Wasser abweisende, UV-beständige Beschichtung auf Acrylatbasis ist in zwanzig Farbtönen für Sie erhältlich.

Je nach Sonderfarbwunsch werden unbeschichtete Paneele montiert und mit der gewünschten Farbe bestrichen.

Mit handelsüblichen Werkzeugen lassen sich werden die pflegeleichten Paneele bearbeitet z.B sägen, bohren und befestigen. Man erhält eine Gewährleistungsfrist von zehn Jahren. Außerdem sind die Produkte als gesundheitsverträglich und umweltfreundlich vom Institut Bauen und Umwelt e.V. zertifiziert. (geprüfte Ökobilanz nach ISO 14025).

19. Fassadenverkleidung

Fassadenverkleidung gibt es in vielen Varianten. Im Folgenden werden die beliebtesten Ausführungen vorgestellt:

Naturstein

Natursteinverkleidung und Ihre Funktionen und Eigenschaften:

  • Optik.
  • Schutzfunktion.
  • Langlebigkeit (nicht schadensanfällig).
  • Schutz vor Feuchtigkeit.
  • Mechanische Festigkeit.
  • Reinigungsfähigkeit.
  • Nicht anfällig für Verschmutzungen.
  • Leicht reparierbar.
  • Kostengünstig.

Bei der Fassadenbekleidung stehen drei Aspekte im Vordergrund. Die Optik, Schutz vor wechselhaften Wetterbedingungen und Langlebigkeit. Das letztere wird zwar nicht garantiert, entsprechende Prüfverfahren werden als Maß für Haltbarkeit durchgeführt.

Klinkerstein

Die Klinkerfassade gehört schon immer zu den beliebtesten Fassaden-Varianten. Sie bietet dabei auch gleich noch zahlreiche Vorteile:

  • Unverwüstlich.
  • Geringer Pflegeaufwand.
  • Sehr hohe Lebensdauer.
  • Wind- und Wetterbeständig.

Grundsätzlich wird zwischen drei verschiedenen Varianten bei der Klinkerfassade unterschieden:

  • Klinker
  • Verblender
  • Backsteine

In der DIN 105-100 ist definiert, welche Varianten von Vormauerziegeln für die Klinkerfassade in Frage kommen.

20. Fassadenplatten vs. Fassadenpaneele

Der Unterschied von Fassadenplatten und Fassadenpaneelen liegt primär bei der Montage. Fassadenplatten sind einfacher zu montieren und sind kürzer.

Sie haben ein Verschlusssystem, das umlaufend ineinandergreift.
Fassadenpaneele werden über ein einfaches Nut-Federsystem an den Längsseiten installiert.

Sie sind zudem in der Länge meist stumpf, sodass man ein zusätzliches Zubehör wie Stoßverbinder für ihre Montage benötigt. Außerdem lassen sie sich sowohl horizontal, vertikal als auch diagonal verlegen.

Vorteile von Fassadenpaneelen

Fassadenpaneele bieten nicht nur eine überzeugende Optik, sie sorgen durch ihre unsichtbare Befestigung für ein harmonisches Fassadenbild. Der größte Vorteil von Fassadenpaneelen ist wohl die
Widerstandsfähigkeit.

Folgende Eigenschaften sprechen für Fassadenpaneele:

  • Wetterfest und langlebig.
  • Gegen Schädlingsbefall und Algenbewuchs beständig.
  • UV-beständig und farbstabil.
  • In verschiedenen Farben und Optiken erhältlich.

21. Fassadenpaneele – Vorteile der Bausatz-Oberfläche

Fassadenpaneele bieten einige Vor– und Nachteile. Bevor Sie sich aber für Paneele entscheiden, betrachten Sie ebenfalls die Nachteile und einige Alternativen.

Die Fassadenpaneel-Vorteile:

  • Einfache Anbringung durch Unterbau.
  • Nut-und-Feder-Verbindung sowie ähnliche Verschlusssysteme.
  • Verschiedene Designs wählbar (für Simulation von Putz, Holz, Klinker und Naturstein).
  • Hinterlüftung der Fassadenverkleidung für die Trocknung der Hauswand ist möglich.
  • Durch Einsatz von Kunststoff werden Pflege und Wartung auf ein Minimum reduziert.
  • Die langlebigste Variante für die Fassadenverkleidung (Ohne Beschädigung).

22. Fassadenpaneele – Nachteile der künstlichen Fassade

Die Paneele für die Fassadenverkleidung bringen nicht nur Vorteile, sondern auch Nachteile mit sich. Diese sollten vor der Entscheidung für diese Technik sowie vor dem Kauf der benötigten Teile abgewogen werden.

Hier die Übersicht der Nachteile von künstlichen Fassadenteilen:

  • Genügend Fachkenntnisse sind für eine erfolgreiche Installation erforderlich.
  • Schwierige Entsorgung des Kunststoffs beim Austausch der Paneele.
  • Umständliche Ausbesserung von Schäden.
  • Umständliche Änderung des Aussehens der Außenwand.
  • Meist keine Gewährleistung bei falscher Installation.
  • Unzureichende Hinterlüftung schadet dem Mauerwerk und der Dämmung.

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