Innenfarbe

Innenfarbe – Warum Farbe nicht gleich Farbe ist

Einrichten ist mehr als nur Möbel aufstellen. Die Gestaltung Ihrer vier Wände fängt bereits bei der Auswahl der passenden Innenfarbe an. Dabei muss es nicht immer gewöhnliches Weiß sein. Bunte Farbe belebt jeden Raum. Die Möglichkeiten Ihrer Innenfarbe sind dabei ebenso groß wie die Farbpalette an sich.

Die richtige Anwendung von Bauplatten

1. Ihre neue Innenfarbe

Tipp zum Bau berät Sie, wenn Sie sich für mehr Innenfarbe in Ihrem Wohnraum entscheiden.

Immer mehr Menschen entscheiden sich für bunte Farbe statt Weiß.

Ob Küche, Bad oder Wohnzimmer: Die meisten Menschen entscheiden sich für weiße Wände. Denn diese Innenfarbe passt zu allem und ist zeitlos schön. Doch farbige Akzente lassen Ihre Räume erst so richtig aufleben. Egal ob reine Farbe oder gemischt.

Mit Farben machen Sie mehr aus Ihren Innenräumen. Als Gestaltungselement kann Farbe auch ordnend und strukturierend eingesetzt werden. So trennen Sie z.B. den Wohnbereich farblich vom Arbeitsbereich. Doch Farbe ist nicht gleich Innenfarbe. Wählen Sie den Farbton bewusst aus. Denn jede Farbe hat eine eigene Wirkung und erzeugt eine andere Stimmung.

Grundsätzlich gilt: Pure Farbe wirkt am stärksten und hat die größte Leuchtkraft. Am besten kommt sie als gezielter Akzent auf kleineren Flächen zur Geltung. Dadurch ist die Farbe dann nicht zu intensiv und erfüllt trotzdem ihren Zweck als Blickfang. Je mehr Weiß Sie zu einer Innenfarbe mischen, desto eleganter und dezenter wird der Farbton. Derart wird aus einem flammenden Rot ein zartes Rosa. Gemischte Farbe eignet sich daher auch für große Flächen, sogar für ganze Räume.

Hier gelangen Sie zur Übersicht Farbe. Passen dazu: Aussenfarbe

2. Grundlegende Typen von Innenfarbe

Soll ich eine Farbe auf Wasserbasis oder lieber auf Lösemittelbasis verwenden? Was muss eine gute Innenfarbe können? Was bewirken Pigmente in meiner Innenfarbe? Bei der riesigen Auswahl an Produkten fällt die Entscheidung nicht leicht. Dafür gibt es den Ausweg aus dem Farb-Dschungel und viele nützliche Tipps für den Einkauf hier.

  • Pigmente und Bindemittel

Innenfarbe besteht in erster Linie aus Pigmenten, die für den Farbton sorgen. Hochwertige Farbe enthält viele dieser Pigmente und haben daher eine höhere und langlebigere Deckkraft. Damit sie zusammenhalten und auch auf der Oberfläche haften, enthalten sie Bindemittel. Zusätzlich sind die Pigmente und Bindemittel in Flüssigkeiten wie Wasser oder Lösemittel verdünnt. Dadurch wird das Auftragen der Farbe leichter.

  • Farbe auf Wasserbasis

Farbe auf Wasserbasis hat den Vorteil, dass Sie besonders umweltschonend ist. Außerdem trocknet sie schnell und riecht nur wenig. Besonders gut eignet sich diese Innenfarbe für den Einsatz als Wandfarbe. Auch Pinsel und Farbroller werden nach dem Streichen einfach mit Wasser und Seife ausgewaschen.

  • Innenfarbe auf Lösemittelbasis

Farbe auf Lösemittelbasis ist weniger umweltfreundlich, trocknet langsamer und riecht stärker. Allerdings haftet sie besonders gut auf dem Untergrund. Diese Innenfarbe gibt es auch als moderne Glanzfarbe. Beachten Sie allerdings die besondere Handhabe. Zum Auswaschen der Pinsel benötigen Sie Terpentin oder Testbenzin.

Für jede Anforderung und jeden Untergrund gibt es eine bestimmte Innenfarbe. Dabei ist es nicht leicht, sich in dem großen Angebot zurechtzufinden. Diese Übersicht zeigt Ihnen, welche Farbtypen im Baumarkt zu finden sind und wofür diese geeignet sind.

FarbtypEigenschaften
DeckenfarbeDeckenfarbe ist dicker als andere Farben. Daher tropfen und spritzen sie weniger. So sind sie für das Anstreichen der Zimmerdecke optimal. Es geht leichter, die Innenfarbe mit einem Roller aufzutragen.
Wandfarbe (Dispersionsfarbe)Der Fachmann spricht bei herkömmlicher Innenfarbe von Dispersionsfarbe. Sie ist besonders geruchsarm, leicht aufzutragen und trocknet schnell. Streichen Sie die Farbe einfach mit einem Pinsel oder einem Roller.
StrukturfarbeDiese Farbe enthält kleine Sandkörner oder Kügelchen, die an Wänden oder der Decke eine besonders schöne Maserung ergeben. Ihr Vorteil: Kleine Risse und Unebenheiten werden kaschiert. Strukturfarbe wird meist mit dem Roller aufgetragen.
Ein-Schicht-FarbeZeitsparend und leicht zu verarbeiten ist die Ein-Schicht-Farbe. Sie hat den großen Vorteil, dass die Wand bzw. die Decke nur ein Mal gestrichen werden muss. Denn diese Innenfarbe hat eine extrem hohe Deckkraft.
Küchen- und BadezimmerfarbeDiese Farbe beugt mit ihren Inhaltsstoffen gegen Stockflecken und Schimmel vor. Das ist besonders in feuchten Räumen wie Bad oder Küche wichtig. Die Innenfarbe ist sowohl für Decken und Wände geeignet. Achten Sie nur darauf, die Flächen vor dem Anstrich mit einer Bleichmittellösung gründlich zu reinigen. Ein zusätzliches Plus: Falls in der Küche doch mal die kochende Tomatensoße auf die Wand spritzt, ist die Innenfarbe sehr fleckenbeständig und leicht zu reinigen, ohne dass Farbe gleich abblättert.
KinderzimmerfarbeInnenfarbe für Kinderzimmer ist leicht zu reinigen, geruchsarm und trocknet schnell. Außerdem ist sie besonders robust gegen Schläge und Stöße. Farbe für Kinder- und Schlafzimmer ist wenn möglich auf Wasserbasis. Sie enthält keine Schadstoffe und ist daher besonders verträglich.
LackeLacke eignen sich als Innenfarbe für Metalle oder Holz. Sie ergeben einen langlebigen festen Überzug und glänzen. Der Glanz variiert von matt bis stark glänzend. Ein besonderer Blickfang ist lackbasierte Farbe mit Metall- und Perleffekte. Einfach in einer dünnen Schicht auf die Fläche auftragen. Eventuell ist ein zweiter Anstrich nötig. So kommt der schimmernde Effekt erst so richtig zur Geltung.
FußbodenfarbeFußbodenfarbe ist bestens für den Anstrich auf Holz oder Beton geeignet. Sie ist sehr fest, langlebig und robust als Innenfarbe.
DekorationsfarbeFür stilvolle Effekte auf Holz, Wänden oder Möbeln gibt es Dekorationsfarbe. Sie wird einfach in kleinen Mengen über die eigentliche Innenfarbe gestrichen. So lassen sich farbliche Akzente setzen.
„Historische Farbe"Lassen Sie Ihre Wände alt aussehen. Mit „historischen“ Hilfsmitteln wie Milchfarbe oder Kalkfarbe lassen sich geschmackvolle matte Oberflächen oder Alterungs-Effekte erzeugen. Diese Innenfarbe ist jedoch nicht für jeden Geschmack geeignet.

Lesen Sie jetzt unserer Artikel über Wandfarbe.

3. Renovieren mit Innenfarbe

Tipp zum Bau berät zum richtigen Typ der Innenfarbe.

Für unterschiedliche Wandtypen gibt es auch die jeweiligen Arten von Innenfarbe.

Die Farbe ist ausgewählt und die Farbeimer stehen bereit. Jetzt muss die Farbe nur noch an die Wand. Bevor es los geht, kontrollieren Sie, ob Sie auch ausreichend Innenfarbe haben.

Als Richtlinie gilt: 10 Liter reichen für 60 Quadratmeter. Danach kann der Renovierungsprozess beginnen. Doch auch das Streichen und Malern mit Innenfarbe setzt eine konkrete Handhabe voraus, damit Ihr Ergebnis bestmöglich erreicht wird.

Und so geht’s:

  1. Zunächst kleben Sie alles ab, was nicht mit Innenfarbe beschmutzt werden darf. Besonders Fenster- und Türrahmen sollten Sie vor Farbe schützen. Für den Fußboden oder Möbel verwenden Sie Folien oder spezielles Maler-Vlies gegen unerwünschte Tupfer von Innenfarbe.
  2. Dann Rühren Sie die Farbe vor dem Streichen ein paar Mal mit einem langen Kochlöffel oder einem Pinsel um.
  3. Darüber hinaus sind Farbroller das gängigsten Mittel zum Auftragen der Innenfarbe. Sehr nützlich sind auch so genannte Teleskop-Stangen, die als Verlängerung der Rollen dienen. Denn sie sind besonders praktisch für das Streichen von Zimmerdecken und hohen Wänden.
  4. Tauchen Sie den Roller auf einem Streichgitter in den Eimer mit Innenfarbe. Achten Sie darauf, dass sich nicht zu viel Farbe auf der Rolle befindet. Sonst gibt es unerwünschte Kleckser.
  5. Nun rollen Sie die Farbe auf der Wand gleichmäßig ab. Soll auch die Zimmerdecke gestrichen werden, tragen Sie die Farbe erst dort auf und dann erst auf die Wände.
  6. Für die Ecken verwenden Sie einen Pinsel. So geht es leichter und der Anstrich mit Innenfarbe wird präziser.

4. Was darf eine gute Innenfarbe kosten?

Die Kosten können Sie mit der nachstehenden Tabelle berechnen. Als Faustregel für Farbe gilt: Bei einfacher Innenfarbe für Wände, Decken etc. reicht ein Liter Farbe für etwa 10 qm Wandfläche.

FarbeKosten
DeckenfarbeEin Liter Innenfarbe reicht für 10 qm und kostet 2 - 4 €.
Wandfarbe1 - 3 € pro Liter Innenfarbe, aber es gibt auch teurere Varianten.
Strukturfarbe3 - 10 € pro Liter.
Ein-Schicht-FarbeEtwa 5 € pro Liter.
Bad- oder Küchenfarbe7 - 12 € pro Liter.
KinderzimmerfarbeEtwa 12 € pro Liter.
LackLacke werden meist in 0,1 - 0,3 Liter-Behältern verkauft, da sie weniger großflächig genutzt werden.

  • Buntlacke: 7 - 15 €

  • Holzschutzlacke: 15 - 30 €

  • Metallschutzlacke: 10 - 20 €
FußbodenfarbeEin Liter reicht für 7 - 10 qm und kostet 10 - 20 €.
Dekorationsfarbe20 - 40 € pro Liter Innenfarbe.
historische Farbe
  • Milchfarben werden als Pulver angeboten. Zirka
    250 g entsprechen einen Liter, welcher für 7 qm Fläche ausreicht. 100 ml Innenfarbe kosten daher 6 - 10 €.

  • Kreidefarben werden flüssig angeboten und sind ab 20 € pro Liter zu haben.
  • 5. Warum gibt es speziell Farbe für drinnen?

    Innenfarbe stellt innerhalb des Bauwesens eine spezielle Gruppe der Farben dar. In Abgrenzung zur Außenfarbe für beispielsweise Ihre Hausfassade oder Abschirmfarbe gegen elektrische Strahlung, dient Innenfarbe primär der Ästhetik Ihres Wohnraumes. Sowohl Wandfarbe als auch Farblackierung gehören zur Gruppe der Innenfarben.

    Wandfarben können die Wirkung eines Raumes komplett verändern. Tipp zum Bau berät Sie bei der Wahl einer passenden Innenfarbe.

    Innenfarbe ist eine spezielle Art von Farbe mit besonderen Eigenschaften.

    Bei der Auswahl der Farbe sollten Sie auf eine hohe Qualität achten. Hochwertige Innenfarbe hält länger, ist ergiebiger, lässt sich besser reinigen und leichter auftragen. Daher zeichnet sich Innenfarbe und ihre Pflege besonders durch Folgendes aus:

    • Hohe Deckkraft der Innenfarbe

    Bei Innenfarbe ist es wichtig, dass sie die Oberfläche vollständig abdeckt und der Untergrund nicht mehr durchscheint. Speziell beim Überstreichen von dunklen Flächen zahlt sich eine hohe Deckkraft aus. So sparen Sie bares Geld und jede Menge Zeit. Denn ein wiederholtes Anstreichen ist nicht nötig. Sie erreichen mit einer hochwertigen Farbe in kürzerer Zeit und mit weniger Schichten Innenfarbe ein tolles Ergebnis. Als Entscheidungshilfe sagt Ihnen die EN (Europäische Norm), wie gut die Innenfarbe deckt. Einfach auf dem Etikett am Farbeimer nachsehen. Klasse 1 steht für eine sehr gute Deckkraft (99,5 %). Klassen 2 (98 %) und 3 (95 %) geben eine mittelmäßige Deckkraft an. Schlechtere Ergebnisse erhalten Sie mit Farbe der Klasse 4, die weniger als 95% des Untergrundes abdecken.

    • Gleichmäßiger Farbauftrag der Innenfarbe

    Innenfarbe ermöglicht einen gleichmäßigen Farbauftrag, der die Oberfläche ohne Streifen und Pinselfurchen bestreicht. Mit einer erstklassigen Innenfarbe ist glattes und gleichmäßiges Streichen ein Kinderspiel – selbst wenn Sie kein Maler-Profi sind. Durch einen optimalen Farbauftrag  zeichnet sich eine hochwertige Farbe aus. Denn die Farbe zerfließt leichter und spritzt weniger. Da gehören Farbtropfen und Kleckser der Innenfarbe der Vergangenheit an.

    • Gute Oberflächenhaftung der Farbe

    Die Haftung der Farbe am Untergrund spielt vor allem im Innenbereich eine Rolle. Obwohl die Farbe wie die Farbe für Außen nicht der Witterung ausgesetzt ist, muss sie gut halten. Ihre Wand bleibt geschützt vor Rissen, Blasen oder abblätternder Innenfarbe. So sieht die Farbe länger wie neu aus.

    • Flecken-Beständigkeit

    Flecken und fettige Fingerabdrücke können eine Wand schnell unansehnlich machen. Dagegen gilt es vorzusorgen. Abhilfe hierfei leistet hochwertige Innenfarbe auf Acryl-Basis. Denn die Eigenschaften dieser Farbe lässt derartige Flecken meist gar nicht erst entstehen. Sogar gegen Vergilben durch Sonnenlicht, Zigarettenrauch oder Kaminfeuer ist diese Acryl-Innenfarbe resistent. So bleibt der Farbton lange erhalten und so schön wie am ersten Tag.

    Wie hoch die Fleckenbeständigkeit einer Farbe ist, erkennen Sie ebenfalls am Etikett und der aufgedruckten Europäischen Norm (EN 13 300). Ist eine Innenfarbe besonders leicht zu reinigen, erhält sie die Klasse 1 für „sehr gut“. Eine schlechte Farbe hat die Klasse 5. Deshalb sind Innenfarbe der Klasse 2, in höher beanspruchten Räumen wie Bad oder Küche auch Klassen 3, 4, oder 5 zu empfehlen.

    6. Finden Sie Ihre passende Innenfarbe

    Die verschiedenen Eigenschaften von Innenfarbe lassen sich auch praktisch nutzen. So lässt ein kleiner Trick einen schmalen, hohen Flur niedriger wirken. Einfach die Decke und die ersten zehn Zentimeter der oberen Wandflächen dunkler streichen als den Rest. Dagegen lassen Sie einen kleinen Raum mit einer hellen Decke und dunkleren Wänden größer erscheinen. Erfahren Sie mehr über Töne der Innenfarbe und deren Wirkungen auf den Bewohner mithilfe der nachstehenden Tabelle:

    FarbeWirkungEignet sich besonders für

    Rot
    Rot-Töne wirken auf der einen Seite warm und gemütlich. Sie eignen sich daher besonders als Innenfarbe für Räume,
    in denen Sie sich wohl fühlen möchten. Auf der anderen Seite kann ein kräftiges Rot anregend,
    appetitfördernd und sogar aggressiv wirken.
    Ein kleiner Tipp: Verwenden Sie rote Innenfarbe für die Wand sparsam und nicht zu kräftig.
    So entfaltet es optimal seine positive , wärmende Wirkung.
    • Wohnzimmer.

    • Essbereich.

    • Kinderzimmer.

    • Küche.
    BlauBlau ist eine kühle Farbe. Räume mit blauer Innenfarbe an den Wänden empfindet man automatisch kälter als Räume
    mit warmen Farben. Daher empfiehlt sich Blau besonders für Schlafzimmer.
    In kühler Atmosphäre schlafen Sie gesünder . Außerdem strahlt Blau Ruhe aus und macht müde. Aber auch in Bädern macht Blau als Innenfarbe eine gute Figur.
    Schließlich ist Blau die Farbe des Wassers.

    • Schlafzimmer.

    • Kinderzimmer.

    • Bad.


    Grün


    Grün steht für Harmonie und Entspannung. Als Farbe der Wiesen und Wälder wirkt Grün beruhigend
    und wohltuend auf den menschlichen Körper. Auch als Innenfarbe an Ihren Wänden entfalten Grün-Töne diese Wirkung.
    Zusätzlich wirkt Grün sehr angenehm für die Augen. Grün ist die typische Farbe für Wohn-, Schlaf- und Kinderzimmer.

    • Wohnzimmer.

    • Arbeitsbereich.

    • Essbereich.

    • Kinderzimmer.



    Gelb


    Gelb ist die Farbe der Sonne und des Lichts. Ein Raum mit gelber Innenfarbe wirkt freundlich, hell und aufheiternd.
    Das Besondere an Gelb-Tönen: Geht die Farbe mehr ins Goldgelbe, wirkt der Raum warm und friedlich.
    Handelt es sich aber eher um ein grelles Zitronengelb, wirkt die Innenfarbe des Raumes frisch und kühl. Grundsätzlich eignen sich Gelb-Töne für alle Räume, die eine helle und heitere Stimmung verbreiten sollen.

    • Küche.

    • Kinderzimmer.

    • Wohnzimmer.

    • Essbereich.

    • Arbeitsbereich.



    Orange


    Orange ist als Mischung aus Rot und Gelb eine sehr warme Farbe. Sie vermittelt Gemütlichkeit, Geborgenheit und wirkt besonders freundlich. Als Innenfarbe wirkt die Farbe verspielt, frisch und kräftig.

    • Wohnzimmer.

    • Essbereich.

    • Arbeitszimmer.

    • Küche.
      ViolettViolett ist eine würdevolle und kalte Farbe. Als Innenfarbe ist Violett sehr extravagant. Meist wird Violett nicht als pure Farbe, sondern als zarter Pastellton verwendet. Die Farbpalette reicht von Beerentönen über Zartrosa und Altrosa bis hin zu knalligem Pink.

      • Schlafzimmer.

      WeißWeiß ist die Farbe von Schnee und Eis. Als Innenfarbe wirkt es daher rein, sauber und kühl. Ein großer Vorteil von Weiß: Es ist neutral und passt in jeden Raum.

      • Überall passend.



      Grau


      Grau ist unauffällig und neutral. Als Innenfarbe wirkt Grau an der Wand aber oft trüb. Daher darf der Schwarz-Anteil in der Farbe nie zu hoch sein. Außerdem kann Grau den Appetit verderben. Grautöne gehören daher nicht in Küchen oder Esszimmer.

      • Fast überall passend.

      • Aber nicht in Küche.

      • Ebenfalls nicht im Essbereich.
      SchwarzSchwarz gilt zwar generell als neutrale und sehr dunkle Farbe. Allerdings bedarf es etwas Mut und einen Sinn für Modernes, seine Wände schwarz zu streichen. Ein Raum wird durch eine schwarze Innenfarbe ausdrucksstark, dramatisch und anziehend. Die Konturen des Raumes verschwimmen.

      • Überall passend.

      BraunBraune Innenfarbe umfasst alle Creme-, Beige- und Ockertöne. Manchmal eher neutral, manchmal auch warm, gilt sie als Alternative zu Weiß. Einige Töne erinnern an Holz, was als eine wohnliche und natürliche Farbe empfunden wird. Doch nicht passende oder zu viele Holzelemente in Boden, Möbel, Decke und Wände bewirken eher das Gegenteil.

      • Überall passend.

      7. Maler finden

      Wenn man sich einmal für eine Innenfarbe entschieden hat, muss diese auch gut an die Wand gebracht werden. Tipp zum Bau vermittelt Ihnen einen kompetenten Maler.

      Lassen Sie sich fachmännisch mit Ihrer Innenfarbe helfen.

      Haben wir Ihr Interesse geweckt? Mit der richtigen Farbauswahl und den nötigen Kenntnissen zu Innenfarbe, Kaufkriterien und Farbauftrag steht Ihrem Traum von der neuen Zimmerfarbe nichts mehr im Weg.

      Wenn Sie sich jedoch das Projekt nicht selbst zutrauen oder Sie nur eine kleine Hilfestellung beim Werkeln benötigen, hilft Ihnen ein Maler in Ihrer Nähe gerne weiter. Dieser steht Ihnen dann mit Rat und Tat zur Seite.

      8. Wann eine Grundierung sinnvoll ist

      Die so genannte Grundierung wird vor der eigentlichen Farbe auf die Wand gestrichen. Sie sorgt dafür, dass die Farbe besser am Untergrund haftet und nicht abblättert. Aber eine Grundierung ist im Innenbereich nicht überall nötig.

      • Sie ist auf unbehandelten Flächen sinnvoll.
      • Auch wenn eine helle Farbe eine dunkle Innenfarbe überdecken wird.
      Wenn man sich einmal für eine Wandfarbe entschieden hat, muss diese auch gut an die Wand gebracht werden. Tipp zum Bau verrät, wann eine Grundierung wichtig ist.

      Vor der eigentlichen Streicharbeit steht oft das Grundieren für die Innenfarbe.

      Eine Grundierung erhöht die Deckkraft der Farbe. Ein kleiner Trick, wie Sie ganz schnell herausfinden, ob eine Wand eine Grundierung braucht: Einfach ein Klebeband fest auf die Fläche drücken und wieder abziehen. Löst sich der Untergrund, brauchen Sie eine Grundierung.

      9. Wie viel Farbe benötige Sie?

      Bei dem Einkauf von Farbe stellt sich nicht nur die Frage nach dem passenden Farbtyp und dem geeigneten Farbton. Auch ist es ratsam, sich über den genauen Farbbedarf im Klaren zu sein. Auf diese Weise vermeiden Sie, dass Ihnen die Farbe ausgeht oder dass Sie unnötig viele Kosten tragen.

      Mithilfe von zwei einfachen Faustregeln lässt sich die erforderliche Menge an Innenfarbe errechnen:

      • Quadratmeterzahl Wandfläche = (Wandlänge 1 + Wandlänge 2) x Deckenhöhe.
        Quadratmeterzahl Decke = Wandlänge 1 x Wandlänge 2.

      Ja nachdem, ob Sie planen, die Decke mit zu streichen, verwenden Sie die erste Gleichung oder eine Summe aus beiden Ergebnissen. Nun fehlt Ihnen noch die präzise Literangabe.

      • Farbbedarf = Gesamtfläche x 150 (bis 200 ml/qm) x 2.

      Die Gesamtfläche (mit oder ohne Decke) wird mal 150 bzw. 200 ml pro Quadratmeter genommen und das Ergebnis verdoppelt, da ein einmaliges Überstreichen die beste Deckkraft hervorruft.

      Beispielsweise zeigen die Formeln den Farbbedarf für einen Raum mit den Maßen 4 x 8 (und Deckenhöhe von 2,75) Meter:

      • 9,9 – 13,2 Liter (ohne Deckenanstrich).
      • 14,7 – 19,6 Liter (mit Deckenanstrich).

      10. Reinigung der Wände

      Manchmal ist man mit der vorherigen Auswahl seiner Innenfarbe unglücklich. Und manchmal ist es einfach schon länger her, dass ein Raum renoviert worden ist. Doch oft ist es gar nicht nötig, Wände mit Innenfarbe neu zu streichen. Eine richtige Wandreinigung wirkt schon Wunder.

      • Dispersionsfarbe säubern Sie mit sehr feinkörniger Scheuermilch oder auch einfach mit Seifenwasser.
      • Strukturfarbe verhält sich ganz ähnlich. Zusätzlich ist es auch möglich, mit Borax auf Basis von Natriumborat zu reinigen. Auf den Einsatz von Ammoniakzusaätze sollte verzichtet werden.
      • Küchen– und Badezimmerfarbe lässt sich gut mit einem Plastikschwamm reinigen. Dabei verwenden Sie Salmiakgeist, einer Mischung aus Seifenlauge und Ammoniak.
      • Lacke sind besonders einfach zu pflegen, indem Sie nur warmes Wasser über die Wand wischen. Achten Sie auf eine seifenfreie Reinigung, da es sonst zu ungewünschten Wassernasen kommt.
      • Kinderzimmerfarbe wird meist durch Filzstiftkritzeleien der Kinder beschmutzt. Diese Kunstwerke werden mit einem Breigemisch aus Wasser und Natron entfernt. Benutzen Sie ein weißes Tuch zum Auftragen und ein Trockenes für die Reste.
      • Decken– und Bodenfarbe ist meist nur grob verputzt und Sie können ihr mit einer Bürste und Sprühmittel gegen Fettrückstände zu Leibe rücken. Außerdem hilft ebenso ein Schwamm oder ein Tuch.
      • Bei Dekorations– oder Historischer Farbe kann man nichts Allgemeingültiges vorschlagen. Informieren Sie sich über die Basis der Innenfarbe. Kalk- oder Leimfarbe auf mineralischer Basis zum Beispiel sind schwer zu pflegen. Hier hilf häufig nur der Neuanstrich.

      11. Die Wisch-Technik

      Sehr beliebt und wirkungsvoll ist die so genannte Wisch-Technik. Sie ist auch für Anfänger leicht anzuwenden. Zunächst streichen Sie die Wand mit Pinsel und Rolle.

      Danach trocknen lassen und eine zweite Schicht mit einem Lappen auftragen. Diese Farbschicht sollte stark mit Wasser verdünnt sein. So ist die Deckkraft abgeschwächt und die untere Farbe scheint noch etwas durch. Am besten schütten Sie etwas von der zweiten Farbe in eine flache Wanne und geben etwas Wasser dazu.

      Dann einen Baumwoll-Lappen zusammendrucken und in die verdünnte Farbe tupfen. Jetzt die Farbe in kreisförmigen Bewegungen auf die Wand auftragen. Immer von oben nach unten arbeiten. Besonders schön wirkt die Wisch-Technik, wenn die zweite Farbe den gleichen Grundton hat, aber dunkler wie die erste Schicht ist.

      Nur ein kleiner Tipp: Eine Wandseite sollte nur von einer Person gewischt werden. Denn jeder wischt anders und die Fläche soll schließlich gleichmäßig aussehen.

      12. Die Tupf-Technik

      Stilvolle Effekte lassen sich auch mit einem Schwamm erzielen. Der Fachmann spricht da von der Tupf- oder Schwamm-Technik. Hier wird die Innenfarbe einfach mit einem Naturschwamm auf die Fläche aufgetupft.

      Zunächst streichen Sie die Wand ganz normal mit der Farbrolle. Dann werden eine oder auch zwei Farbschichten auf die Grundfarbe getupft. Zuerst Farbe in eine flache Wanne gießen. Dann einen Schwamm in die Farbe tunken.

      Hierbei ist Vorsicht geboten, denn ein vollgesogener Schwamm erzielt kein gutes Ergebnis. Streichen Sie ihn nur leicht über die Oberfläche der Farbe. Jetzt tupfen Sie die Farbe mit dem Schwamm beliebig auf die Wand. Arbeiten Sie sich von oben nach unten durch.

      Wenn diese Farbschicht trocken ist, können Sie eine zweite Schicht darüber tupfen. Achten Sie nur darauf, dass die Farben zueinander passen und es nicht zu bunt wird. Am besten, probieren Sie die Farbe vorher auf einen Karton aus.

      13. Die Kamm-Technik

      Tolle Effekte mit Innenfarbe müssen nicht aufwendig sein. Das beste Beispiel ist die Kamm-Methode. Auch ohne technisches Können lassen sich mit ihr tolle Streifen-Muster erzeugen. Dafür streichen Sie die Wand zunächst mit dem gewünschten Grundton. Nachdem die Farbschicht trocken ist, wird eine zweite Schicht aufgetragen.

      Bevor die zweite Farbe trocken ist, streichen Sie mit einem Kamm über die nasse Farbe. Der Kamm kann aus Gummi, Metall oder selbstgemacht aus Wellpappe bestehen. Eine schwungvolle Struktur entsteht, die die untere Farbschicht durchscheinen lässt.

      Am besten funktioniert die Kamm-Technik zu zweit. Eine Person streicht und die andere fährt mit dem Kamm über die Farbe. So trocknet die Farbe nicht aus, bevor Sie „gekämmt“ wird.

      Als Alternative zum Kamm können Sie auch einen breiten Pinsel verwenden und diesen über die nasse Farbe streichen. So erhält Ihre Wand eine etwas feinere Struktur.

      14. Die Schablonen-Technik

      Wer seine Wand mit kleinen Motiven verzieren will, muss nicht unbedingt eine Tapete verwenden. Mit der sogenannten Schablonen-Technik verleihen Sie Ihrem Räumen eine persönliche Note. Dafür streichen Sie Ihre Wände zuerst ganz normal mit Pinsel und Roller.

      Dann einfach das gewünschte Motiv auf einen Karton zeichnen und ausschneiden. Solche fertigen Schablonen gibt es auch im Bastelgeschäft. Kleben Sie die Schablone zum Beispiel mit einem ablösbaren Sprühkleber auf die trockene Wand.

      So kann nichts verrutschen. Dann die Schablone mit der gewünschten Farbe und einem kleinen Pinsel ausmalen. Nun tragen Sie die Farbe tupfend auf. Danach nehmen Sie die Schablone sofort ab und lassen die Farbe trocknen. Besonders Kinder freuen sich über diese simple Möglichkeit Sonne, Mond und Sterne im Kinderzimmer zu bestaunen.

      15. Die unkonventionelle Technik

      Bereits ein Geschirrtuch ist ein praktisches Werkzeug, um dekorative Wand-Muster zu erzeugen. Mit etwas handwerklichem Geschick lässt sich diese Wickeltechnik auch leicht selbst anwenden.

      Streichen Sie Ihre Wände wie gewohnt mit Farbrolle und Pinsel. Danach muss die Wand über Nacht trocknen. Anschließend tragen Sie in kleinen Abschnitten eine zweite Schicht Innenfarbe auf. Nun drehen Sie ein Geschirrtuch oder einen alten Lappen zu einer Rolle zusammen.

      Damit rollen Sie durch die frische Farbe. Als professioneller Tipp rät hier der Fachmann zur Benutzung von Handschuhen. Diese schützen beim Abrollen vor der schmierigen Farbe.

      16. Farbkonzepte in anderen Gebäuden

      Die Emotionen, die durch gewisse Farbtöne hervorgerufen werden, kommen jedoch nicht nur privaten Haushalten zu Gute. Auch gewerblich genutzte Gebäude wissen, wie man Innenfarbe gezielt einsetzt.

      • Hotels: Viele Hotels benutzen ein beruhigendes Blau oder ein natürliches Grün, damit sich ihre Gäste wohl fühlen. Außerdem wirken sie so moderner und nicht so steril.
      • Restaurants und Bars: Die meisten Gastronomen setzen bei ihrer Wandfarbe gezielt auf Rot. Zum einen regt dies den Appetit an, was dann Geld in die Kasse bringt. Zum anderen strahlt die Farbe sehr Gemütlichkeit und Gastfreundlichkeit aus.
      • Büroräumlichkeiten: Die Innenarchitekten von Büros hüten sich, ausschließlich Weiß als Wandfarbe zu benutzen. Diese Farbe wirkt schnell zu neutral und ermüdend. Beige- und Grautönen dagegen erhalten die Leistungsfähigkeit. In kreativen Berufen ermöglich ein Blau klares Denken. Für eine höhere Kommunikationsfreudigkeit setzt man am besten Lila oder Gelb ein.
      • Krankenhäuser, Kanzleien, Arztpraxen, Schulen: In vielen öffentlichen Innenräumen wird steriles, seriöses Weiß eingesetzt. Hier zählt die Funktionalität und der Zweck der Einrichtung mehr als deren Ästhetik.
      • Sporthallen, Kinos, Museen, Clubs: Genau dieselbe Strategie verfolgen öffentliche Räume, die zur Unterhaltung dienen. Allerdings finden hier auch dunkle neutrale Farbtöne Anklang – aus atmosphärischen Gründen.

      17. Kombinieren von Farbe

      Selbstverständlich beschränkt sich die Auswahl der Innenfarbe nicht nur auf entweder Weiß oder eine bunte Farbe. Vielmehr ist es durchaus möglich, verschiedene Farbtöne miteinander zu kombinieren. Einige Farben wirken sogar erst in direkter Nachbarschaft zu anderen Farben besonders gut.

      • Die Ähnlichkeit von unterschiedlichen Farbtönen trägt einen wertvollen Beitrag zu gewissen Farbakzenten bei. Verschiedene Nuancen von Grün wirken erst in Kombination mit Türkis oder Gelbgrün richtig leuchtend. Allerdings ist es umsichtig, nicht allzu viele verschiedene Farbabstufungen zu benutzen.
      • Kontraste sind in der Lage, einen dramatischen Farbtupfer zu setzen. Egal, ob die Kombination aus Kalt und Warm oder Hell und Dunkel, eine Spannung der Innenfarbe kann Emotionen auslösen. Das Kombinieren von den drei Grundfarben Gelb, Rot und Blau wird Farbe-an-sich -Kontrast genannt. Er ist ebenso stark wie der komplementäre Kontrast und wird daher nur sparsam eingesetzt.
      • Die Farbqualitäten helfen ebenfalls bei einer gelungen Farbkombinierung. Sowohl diverse Matt-Töne als auch Pastellfarben oder auch Neonfarben entfalten erst zusammen ihre Stärke.

      18. Innenfarbe als architektonisches Stilmittel

      Innenfarbe ist nicht gleich Innenfarbe. Das wissen auch schon die Innenarchitekten und Möbeldesigner. Farbtöne erzielen nicht nur ein gewünschtes Gefühl bei den Bewohnern des Raumes, sondern Räume an sich werden heutzutage als Kunstwerk gesehen.

      Tipp zum Bau zeigt Ihnen kreative Einrichtungsideen mit Innenfarbe.

      Innenfarbe wird oft als Hintergrundfarbe der Möbel verwendet.

      Vergleicht man die Innenarchitektur mit der herkömmlichen Kunst, stellt man sich die Möbel und Einrichtung als Motiv vor. Währenddessen ist die Innenfarbe der Hintergrund des Gemäldes. Daher kann durch eine passende Farbe bereits die Grundierung des Raumes ermöglicht werden.

      Doch Innenfarbe ist auch Objekt für Trendsetter. Jedes Jahr gibt es Trendfarben, die in die Mode oder eben aus der Mode kommen. Daher ist es in einem Jahr komplett im Trend, sein Wohnzimmer schwarz zu streichen. In einem anderen Jahr wird dann wiederum auf ein helles Grün gesetzt.

      Bei der Auswahl Ihrer Wandfarbe helfen die modernen Strömungen. Aber bedenken Sie ebenfalls die erwähnten Farbstimmungen, die allgemeingültig sind.

      19. Vermeiden Sie…

      Das Thema der passenden Innenfarbe ist weitaus komplexer als es zunächst den Anschein hat. Aus diesem Grund ist sie recht anfällig für Fehler und Unklarheiten. Folgende Liste hilft Ihnen dabei, auf die wichtigen Kriterien zu achten und Fehler zu umgehen:

      • Eine ungeeignete Farbgebung für Ihren Raum.
      • Ein falscher Farbtyp, der entweder nicht hält oder nicht abdeckt.
      • Die unsachgemäße Handhabe mit Innenfarbe wie zum Beispiel das Vergessen des Abklebens, falsche Maltechniken oder zuviel Farbe auf einmal.
      • Eine unpassende Qualität der Innenfarbe.
      • Keine richtige Berechnung des Farbbedarfs.
      • Die fehlende Grundierung.
      • Eine unstimmige Kombination der Farbtöne.

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