Fachplaner Brandschutz

Fachplaner Brandschutz – Experte für Brandschutz-Maßnahmen

Die meisten Bauherren tüfteln lange daran, wie sie in ihrem Haus den besten Wohnkomfort erreichen. Oft vergessen sie aber, diesen zu schützen. Und zwar gegen Feuer. Ihr Fachplaner für vorbeugenden Brandschutz hilft Ihnen dabei ein ideales Konzept für Ihr Heim auszuarbeiten.

1. Allgemeines zum Brandschutz

Infos über den Fachplaner Brandschutz erfahren Sie bei Tipp zum Bau

Unter Brandschutz versteht man alle Maßnahmen, die der Entstehung eines Brandes vorbeugen.

Die eigenen vier Wände stehen nach wie vor ganz oben auf der Wunschliste der Deutschen. Und dieses Vorhaben lassen sie sich einiges kosten. Da ist es verwunderlich, dass viele Bauherren wirksame Maßnahmen gegen Feuer vernachlässigen. Damit gehen sie das Risiko ein, dass ihr Traum in Flammen aufgeht. Gewisse Vorkehrungen sind mittlerweile vorgeschrieben. Aber für Ihre Sicherheit können Sie noch viel mehr tun!

Jeder von Ihnen kennt bestimmt solche Faustregeln: Nicht im Bett rauchen, keine Streichhölzer in leicht entflammbare Behälter werfen, keine Handtücher auf den Herd legen usw. Aber würden Sie sich deshalb als Experte für Brandschutz bezeichnen? Sicher nicht! Schließlich würde sich jemand, der ein Fertiggericht in die Mikrowelle schiebt, auch nicht als Meisterkoch bezeichnen.



2. Die Ausbildung zum Fachplaner für Brandschutz

Wissenswertes über den Fachplaner für Brandschutz gibts bei Tipp zum Bau

Der Zertifizierte Fachplaner Brandschutz erstellt selbstständig Brandschutzkonzepte.

Allgemein kann man durch eine Zusatzausbildung zum Fachplaner für den vorbeugenden Brandschutz werden, z.B. beim TÜV oder bei der IHK. Voraussetzung hierfür ist ein Ingenieur- oder Architektur-Studium. Weitere Möglichkeiten sind ein Studium im naturwissenschaftlichen Bereich oder eine Technikerausbildung im Bereich Baugewerbe. Erwartet werden auch 3 Jahre Berufserfahrung. Dort erfährt der zukünftige Fachplaner Brandschutz alles zum Thema Brandlehre und rechtliche Grundlagen.

Die Kosten für die Fortbildung betragen ca. 4.400 Euro und sie kann an Hochschulen berufsbegleitend absolviert werden. Innerhalb von 6 Monaten à 4 Präsenztagen kann die Weiterbildung mit einer Prüfung oder Abschlussarbeit abgeschlossen werden. Fortbildungen die von der IHK oder dem TÜV angeboten werden, können innerhalb von ca. 15 Tagen absolviert werden. Die Kosten belaufen sich auf insgesamt ca. 4.600 Euro.




3. Aufgaben des Fachplaners für Brandschutz

Der Fachplaner für Brandschutz berät auch Sie

Denken Sie daran, Ihr Haus gegen Feuer zu schützen.

Sie investieren ein Vermögen in Ihr Haus. Dieses Geld möchten Sie sicher angelegt wissen. Das ist es aber nicht, wenn Sie Ihr Haus nicht feuersicher bauen. Ein guter Berater an Ihrer Seite sorgt schon in der Bauphase dafür, dass mögliche Gefahrenquellen gar nicht erst entstehen. So löst sich Ihr Traum nicht in Rauch auf.

Ihr Fachplaner Brandschutz hilft Ihnen beim Brandschutz-Nachweis

Ihr Haus ist fertig und es hat alles, wovon Sie immer geträumt haben. Aber haben Sie auch daran gedacht, Ihr Haus gegen Feuer zu schützen? Natürlich verdrängt man die Vorstellung gern, dass das eigene Haus von einem Brand heimgesucht wird. Aber die Möglichkeit besteht. Seien Sie deshalb für den Ernstfall gewappnet.

Nach der neuen Gesetzeslage braucht jedes Bauvorhaben bis Baubeginn einen Brandschutz-Nachweis. Grundlage hierfür ist die Bayerische Bauordnung (BayBO) in der Fassung der Bekanntmachung vom 14. August 2017. In Artikel 62 heißt es, dass bauvorlageberechtigt derjenige ist, der die erforderlichen Kenntnisse des Brandschutzes nachgewiesen hat.

Sie brauchen also professionelle Hilfe vom Fachmann!

Denn er

  • kennt sich mit den betreffenden Paragraphen aus.
  • kennt alle Gefahrenquellen und weiß, wie man sie bekämpft.
  • entwirft ein Brandschutz-Konzept, das perfekt auf Sie zugeschnitten ist.
  • und sagt Ihnen, wo Sie welche Maßnahmen ergreifen müssen.

Ihr Fachplaner Brandschutz muss einiges beachten, wenn er Ihnen Sicherheitskonzepte erstellt.

Dabei muss er nämlich

  • die Lage.
  • Nutzung.
  • oder auch Bauart des Hauses berücksichtigen.
  • aber auch Fluchtwege vor dem Bau einplanen, damit Sie im Ernstfall immer einen Notausgang benutzen können.

4. Details zum Brandschutz – Was ist wichtig?

Der Fachplaner für Brandschutz schützt auch Ihr Gebäude

Achten Sie bei Ihrem Bauvorhaben von Anfang an auf baulichen Brandschutz.

Sie halten sich dezent im Hintergrund – doch im Ernstfall sind Sie zur Stelle. Darum sollten Sie auf diese Helfer besonderen Wert legen. Die Rede ist von Feuermeldern, Feuerlöschern, Brandschutztür und dergleichen.

Achten Sie bei Ihrem Bauvorhaben von Anfang an auf baulichen Brandschutz. Es nützt Ihnen nichts, wenn Ihr Haus fertig ist und Sie erfahren, dass es verschiedene Baustoffklassen gibt. Nachfolgend werden einige Punkte behandelt, die Ihr Haus feuersicher machen.


Die Wahl der richtigen Baustoffe

Verwenden Sie schwer oder nicht entflammbare Baustoffe. Baustoffe sind in vier Kategorien eingeteilt:

  • A1/A2: nichtbrennbare Baustoffe
  • B1: schwer entflammbare Baustoffe
  • B2: normal entflammbare Baustoffe
  • B3: leicht entflammbare Baustoffe

Damit Ihr Haus immer stabil bleibt

Tragende Wände, Pfeiler und Stützen beeinflussen die Standfestigkeit eines Gebäudes natürlich auch im Brandfall.  Feuersicheres Material sorgt dafür, dass Ihr Haus bei einem Feuer lange stabil bleibt. Und umso länger können Personen aus dem Gebäude flüchten und Rettungskräfte darin tätig sein. Gutes Material rettet Leben!

Für die nicht-tragenden Bauteile gilt das Abschottungs-Prinzip. Das bedeutet: Sie müssen für eine gewisse Zeit gewährleisten können, dass die Flammen nicht von einem Raum in den nächsten übergreifen. Daher müssen hier auch Öffnungen wirkungsvoll geschützt werden. Am wirksamsten ist in diesem Fall die „Brandwand“. Sie besteht aus nicht-brennbarem Baustoff. Beachten Sie hier unbedingt den Dachanschluss-Bereich.

Oftmals werden Brandwände vom Feuer überlaufen, weil sich zwischen Wand und Dach brennbare Teile oder Hohlräume befinden. Stellen Sie sich das so vor: Ihr Haus ist das Gefängnis und die Flammen sind die Häftlinge. Sie kommen nicht durch die Mauer, also versuchen sie hinüber zu klettern. Der Stacheldraht, der sie daran hindert, ist Ihr feuersicherer Dachanschluss-Bereich.

Dach, Metall, Haus, Architektur

Der richtige Dachbaustoff schützt Sie vor Bränden, die von außen kommen.

Dächer – auch für den Brandschutz gut

Sie vereinen zwei Schutzfunktionen:

  • zum einen das Abschottungsprinzip
  • zum anderen sichern sie Flucht und Rettungswege. Deshalb werden an Decken und Dächer ähnliche Anforderungen gestellt wie an die tragenden Teile. Die Fluchtwege bleiben eine gewisse Zeit begehbar. Und die Flammen können nicht über die einzelnen Stockwerke ziehen.

Feuer kann aber auch von Ihrem Nachbarn kommen. Oft ist dafür so genanntes „Flugfeuer“ verantwortlich, das von Dach zu Dach „springt“. Der richtige Baustoff schützt Sie also auch vor Bränden, die von außen kommen! Besonders wichtig ist das, wenn Häuser sehr eng aneinander stehen.


Treppen, Flure und Ausgänge – Ihr Weg ins Freie

Damit Sie für Ihr Heim die richtige Natursteintreppe auswählen.

Alle Stockwerke müssen über mindestens eine Treppe zugänglich sein.

Treppen sind der sichere Weg ins Freie. Deshalb müssen alle Stockwerke eines Gebäudes über mindestens eine Treppe zugänglich sein. Auf keinen Fall nur durch einen Aufzug. Den Bewohnern dient sie zur Flucht, der Feuerwehr zur Rettung.

Jeder Aufenthaltsraum sollte zwei voneinander unabhängige Rettungswege haben. Im Idealfall sind das zwei Treppen. Fehlt eine zweite Treppe, muss der betreffende Raum aber auf jeden Fall mit den Geräten der Feuerwehr erreichbar sein.

Diese Regel gilt natürlich besonders für größere oder öffentliche Gebäude. Für kleinere Bauvorhaben gibt es keine gesetzlichen Anforderungen. Aber was für den „Großen“ gut ist, schadet ja auch dem „Kleinen“ nicht. Sagen Sie hier nicht: „Was ich nicht unbedingt machen muss, mache ich auch nicht!“ Hier geht es um Ihre Sicherheit! Ziehen Sie deshalb alle Maßnahmen in Betracht, die Ihr Heim sicherer machen.


Brandschutztüren – lässt den Brand im Raum

Öffnungen in Brandwänden verlangen besonderen Schutz. Den gibt es durch die Brandschutztür. Diese Türen (meist Stahltüren) haben extrem widerstandsfähige Eigenschaften im Bereich der Dicke, Versteifung, Füllung, Bänder und Beschläge. Und sie sind immer selbstschließend.

Es gibt zwei Feuerwiderstands-Klassen:

  • T30 (feuerhemmend): Leistet Feuer mindestens 30 Minuten lang Widerstand. Türen dieser Art sind zum Beispiel im Ölkeller oder Heizungskeller vorgeschrieben.
  • T90 (feuerbeständig): Leistet Feuer mindestens 90 Minuten lang Widerstand. Diese Türen sind in Brandwand-Durchbrüchen vorgeschrieben. Solche befinden sich unter anderem zwischen Garage und Wohnhaus.

Feuerlöscher – klein, aber fein

Erfahren Sie alles Wissenswerte über Brandschutz bei Tipp-zum-Bau

Ein Feuerlöscher senkt das Risiko in besonders Brand gefährdeten Räumen wie Küche, Werkstatt oder Garage.

Dieser kleine, aber wirkungsvolle Helfer hängt am besten in jeder Etage. Zusätzlich im Heizungsraum und in der Garage.

Brände werden nach Brandklassen klassifiziert. Die Feuerlöscher sind mit den Symbolen der Brandklassen, für die sie zum Löschen geeignet sind, gekennzeichnet.

Einteilung in fünf Brandklassen:

  • A: Brände fester Stoffe, z. B. Holz, Papier, Stoff, Reifen
  • B: Brände flüssiger Stoffe, z. B. Teer, Heizöl, Benzin
  • C: Brände von Gasen, z. B. Erdgas, Flüssiggas
  • D: Brände von Metallen, z. B. Aluminium, Magnesium
  • F: Brände von Speiseölen/-fetten

Brandklasse E wurde abgeschafft.

Mit Typ A können Sie „gewöhnliche“ Brände in einem Wohnhaus meistens löschen. In der Garage bietet es sich an, noch einen Typ-B-Löscher parat zu haben, falls Öl oder Benzin Feuer fängt.

Rauch, Alarm, Feuer, Sensor

Nicht nur die Stiftung Warentest, auch Feuerwehren in Deutschland empfehlen Rauchmelder mit Q.

Rauchmelder – mittlerweile Pflicht

Je früher ein Brand erkannt wird, umso besser. Es gelingt Ihnen dann vielleicht noch, selbst zu löschen. Wenn nicht, haben Sie genügend Zeit, sich in Sicherheit zu bringen. Die Feuerwehr rückt rechtzeitig an und verhindert das Schlimmste. Dadurch bleibt Ihnen ein größerer Schaden erspart. Versorgen Sie Ihren Feuermelder über Batterien mit Strom. Im Brandfall kann Ihre normale Stromversorgung zusammenbrechen.

Mittlerweile ist es sogar vom Gesetzgeber vorgeschrieben, Rauchmelder in Schlafräumen, Kinderzimmern und Fluren zu besitzen. Jedoch variieren weitere Räume nach dem jeweiligen Bundesland. In Bayern müssen beispielsweise ab 2013 alle Neubauten Rauchmelder besitzen. In Altbauten muss bis spätestens 31.12.2017 mit Rauchmeldern nachgerüstet werden.

Dies ist natürlich nur eine Auswahl an Möglichkeiten zum Brandschutz.

Letztendlich geht es um 2 Fragen:

  • Welche Maßnahmen sind unumgänglich, weil der Gesetzgeber sie vorschreibt?
  • Welche übrigen sind in Ihrem persönlichen Fall empfehlenswert?

Vertrauen Sie Ihrem Experten. Als Lohn wird Ihr Haus ein sicherer Ort sein, in dem Sie sich uneingeschränkt wohlfühlen.

5. Brandschutzkonzept

Ein Fachplaner für Brandschutz stellt das Brandschutzkonzept für Ihr Gebäude zusammen. Dieses Konzept umfasst Maßnahmen, die die Ausbreitung eines Brandes verhindern und eine Rettung ermöglichen. Hierzu beachtet der Fachplaner für Brandschutz die Gesamtheit der baulichen, technischen und organisatorischen Aspekte. Das Konzept des Bauleiters für Brandschutz ist auf das Objekt und dessen Nutzung abgestimmt.

Wann erstellt der Fachplaner für Brandschutz ein Brandschutzkonzept?

Ein Brandschutzkonzept des Fachplaners für Brandschutz ist bei Sonderbauten verpflichtend. Sonderbauten sind unter anderem:

  • Bürobauten.
  • Hochhäuser.
  • Verkaufsräume.
  • Krankenhäuser.

Wie das Brandschutzkonzept aussieht, hängt von der Landesbauordnung ab. Außerdem fordern einige Versicherungen ein Brandschutzkonzept des Bauleiters für Brandschutz.

Was beinhaltet ein Brandschutzkonzept?

Als erstes beschreibt der Fachplaner für Brandschutz den Aufbau des Gebäudes. Darauf folgt eine einleitende Beschreibung. Hierbei stellt der Bauleiter für Brandschutz Informationen zu Materialien, Abmessungen und Nutzung bereit. Danach beschreibt das Brandschutzkonzept die genehmigungspflichtigen Abweichungen des Objekts. Zuletzt nennt der Fachplaner für Brandschutz die baulichen, anlagentechnischen und organisatorischen Brandschutzmaßnahmen.

6. Feuerwiderstandsklasse

Die Feuerswiderstandklasse enthält Informationen darüber, wie lange ein Bauteil seine Funktion im Brandfall beibehält. Der Fachplaner für Brandschutz orientiert sich bei der Bestimmung der Klasse an der DIN 4102.

FeuerwiderstandsklasseWiderstandsdauer (in Minuten)Bauamtliche Benennung
F 3030Feuerhemmend
F 6060Hochfeuerhemmend
F 9090Feuerbeständig
F 120120Hochfeuerbeständig
F 180180Höchstfeuerbeständig

7. Brandschutzklasse von Bauteilen

Um Bauteile noch spezifischer zu klassifizieren, gibt es Brandschutzklassen für Bauteile. Hier kombiniert der Bauleiter für Brandschutz die Feuerwiderstandsklasse und die Baustoffklasse. Die DIN 4102 bildet hierfür die Grundlage.

BauteileDIN 4102
FeuerhemmendF 30-B
Feuerhemmend und in den wesentlichen Teilen aus nicht brennbaren BaustoffenF 30-AB
Feuerhemmend und aus nicht brennbaren BaustoffenF 30-A
FeuerbeständigF 90-AB
Feuerbeständig aus nicht brennbaren BaustoffenF 90-A
BrandwändeBW
Bauteile ohne Feuerwiderstandsdauero.F.

8. Brandschutzordnung nach Hausklasse

Für verschiedene Gebäudearten gibt es andere Brandschutzvorschriften.

Einfamilienhaus

Alles, was Sie rund ums Eigenheim wissen müssen, finden Sie bei Tipp zum Bau.

Bei einem Einfamilienhaus bestehen geringe Auflagen für den Brandschutz.

Ein Einfamilienhaus steht frei und hat nur eine Wohnung. Zudem hat es maximal zwei Geschosse. Somit bestehen nach der Musterbauordnung nur sehr geringe Auflagen für den Brandschutz. Der Fachplaner für Brandschutz achtet darauf, dass eine Brandbekämpfung und die Rettung von Menschen möglich sind. Der Bauleiter für Brandschutz bescheinigt, dass leicht brennbare Materialien nur in Verbindung mit nicht brennbaren Stoffen vorkommen.

Wenn das Dach leicht entzündbare Materialien beinhaltet, beträgt der Abstand zur Grundstückgrenze mindestens 12 m. Feuerhemmende Wände haben einen Mindestabstand von 5 m zum nächsten Gebäude.

Reihenhaus

Der Fachplaner für Brandschutz schenkt dem Dach besondere Beachtung. Es wird vorausgesetzt, dass die Dachhaut gegen strahlende Wärme und Flugfeuer beständig ist. Außerdem sind die Wände, die Häuser trennen, immer Brandwände.

Holzhaus

Holz gehört meist der Baustoffklasse B2 an. Ist es speziell behandelt, so ist eine Zuordnung zu B1 möglich.

Der Fachplaner für Brandschutz stellt sicher, dass die tragenden Balken dicker sind als statisch notwendig. Somit erreichen diese eine Feuerwiderstandsklasse F 30 oder F 60. Ist das Holz mit nicht brennbaren Gipsplatten gekleidet, erhöht sich die Feuerstandklasse zusätzlich.

9. Baulicher Brandschutz im Brandschutzkonzept

Der bauliche Brandschutz ist Teil des Brandschutzkonzepts. Der Fachplaner Brandschutz plant diesen als vorbeugenden Brandschutz.

Beim baulichen Brandschutz beachtet der Fachplaner für Brandschutz:

  • Gebäudegeometrie und Lage.
  • Abschnitte des Gebäudes.
  • Anordnung der Flucht- und Rettungswege.
  • Brennbarkeit der verwendeten Baustoffe.
  • Feuerwiderstandsdauer von Bauteilen und -elementen.

10. Betrieblich-organisatorischer Brandschutz im Brandschutzkonzept

Der betrieblich-organisatorische Brandschutz ist Teil des Brandschutzkonzepts. Der Fachplaner für Brandschutz plant diesen als vorbeugenden Brandschutz.

Beim baulichen Brandschutz beachtet der Fachplaner für Brandschutz:

  • Nutzung und Betrieb der Gebäudeabschnitte.
  • Maßnahmen zur Selbstrettung.
  • Betriebliche Vorsorge, etwa Brandschutzbeauftragte und Alarmplanung.

11. Besonderheit: Photovoltaik-Anlagen

Für die Feuerlöschung in der Nähe von elektrischen Anlagen gelten bestimmte Regelungen. Diese hat der Fachplaner für Brandschutz zu berücksichtigen. Daher setzt der Bauleiter für Brandschutz folgende Sicherheitsanforderungen um:

  • Abschalten und Kurzschließen der Anlage möglich.
  • Leitungen von Photovoltaik-Elementen bis zur DC-Abschalteinrichtung in feuerwiderständiger Kapselung.
  • Abschaltelemente von Photovoltaik-Elementen durch Fernauslösung in der Nähe des Hausanschlusssicherungskastens.
  • Spezielle Kennzeichnung am Gebäude, wenn die Photovoltaik-Anlage nicht sofort erkennbar ist.

12. Prüfung: Brandschutzkonzept oder Brandschutznachweis

Das Brandschutzkonzept des Bauleiters für Brandschutz wird gemäß der bauordnungsrechtlichen Genehmigungsverfahren geprüft. Dasselbe gilt für den Brandschutznachweis. Hierfür ist meist die örtliche Bauaufsichtsbehörde zuständig. Alternativ kümmert sich ein anerkannter Brandschutz-Prüfingenieur darum.

Dieser prüft das Brandschutzkonzept des Fachplaners für Brandschutz. Unter anderem beinhaltet die Kontrolle, ob die Brandschutzmaßnahmen risikogerecht ausgelegt sind. Es obliegt dem Prüfer, wie er das Konzept des Bauleiters für Brandschutz begutachtet. Dasselbe gilt für die Tiefe der Prüfung. Da Prüfungsmängel auf sie zurückfallen, arbeiten die meisten Prüfingenieure mit Checklisten.

13. Unterschied zwischen Brandschutznachweis und Brandschutzkonzept

Brandschutznachweis

Der Brandschutznachweis genügt für die Gebäudeklassen 1-5. Hierbei setzt der Fachplaner für Brandschutz nur grundlegende Anforderungen um. Der Brandschutznachweis gilt grundsätzlich für den Wohnungsbau. Er bescheinigt, dass der Bauleiter für Brandschutz die Anforderungen der Landesbauordnung umgesetzt hat.

Gebäudeklassen:

Bevor der Fachplaner für Brandschutz ein Konzept entwirft, bestimmt er die Gebäudeklasse.

GebäudeklasseDefinition
1a- Freistehende Gebäude.
- Höhe bis 7 m.
- Maximal 2 Nutzungseinheiten.
- maximale Fläche von 400 qm.
1b- Freistehende Gebäude.
- Land- und forstwirtschaftlich genutzte Gebäude.
2- Höhe bis 7 m.
- Maximal 2 Nutzungseinheiten.
- maximale Fläche von 400 qm.
3- Höhe bis 7 m.
4- Höhe 7 – 13 m.
- Fläche größer als 400 qm.
5- Sonstige Gebäude.
- Unterirdische Gebäude.

Brandschutzkonzept

Der Fachplaner für Brandschutz erstellt für Sonderbauten ein Brandschutzkonzept. Sonderbauten sind Gebäude von besonderer Art und Nutzung. Für diese sind die Standardisierungen von Landesbauordnungen oft nicht sinnvoll. Durch das Brandschutzkonzept stellt der Fachplaner für Brandschutz die geforderten Schutzziele trotzdem sicher. Das Konzept des Bauleiters für Brandschutz prüft die Behörde oder ein Prüfsachverständiger.

14. Warum Brandschutzmaßnahmen digital dokumentieren?

Für Brandschutzkonzepte gibt es eine ausführliche Dokumentationspflicht. Darin belegt der Fachplaner für Brandschutz alle Brandschutzmaßnahmen, wie zum Beispiel:

  • Verwendbarkeitsnachweise.
  • Übereinstimmungserklärungen.
  • Pläne und Skizzen.
  • Leistungserklärungen.
  • Fachunternehmererklärungen.

Klassischerweise legt der Bauleiter für Brandschutz alle diese Dokumente in umfangreiche Ordner ab. Bei diesen besteht aber die Gefahr, dass sie über die Jahre abhanden kommen. Bitten Sie daher Ihren Fachplaner für Brandschutz um eine digitale Dokumentation. Diese ist teurer – lohnt sich aber.

Mit einer digitalen Dokumentation behält der Fachplaner für Brandschutz den Überblick. Dies gilt auch bei größeren und komplexen Vorhaben. Der Bauleiter für Brandschutz speichert alles auf einem Server. Somit haben Sie immer und von überall Zugriff auf die Daten.

15. Leistungsphasen im Brandschutzkonzept

Es gibt verschiedene Leistungsphasen, für die Sie einen Fachplaner für Brandschutz beauftragen.

  • Grundlagenermittlung: Klären der Aufgabenstellung.
  • Vorplanung: Feststellung der Rechtsgrundlagen und Grundzüge des Brandschutzkonzepts. Erstellen der Brandschutzskizzen.
  • Entwurfsplanung: Erarbeiten des Brandschutzkonzepts und konkretisieren von objektspezifischen Anforderungen. Der Bauleiter für Brandschutz stimmt sich mit Behörden ab.
  • Genehmigungsplanung: Erstellen von Erläuterungsberichten und Zusammenstellung aller Unterlagen.
  • Ausführungsplanung: Prüfen, dass Brandschutzkonzept und Baugenehmigung sich nicht widersprechen.
  • Bauüberwachung: Sicherstellung der richtigen Umsetzung des Konzepts durch Fachplaner für Brandschutz.

16. Kosten für das Brandschutzkonzept

Wie hoch die Kosten einer Montage von Sockelleisten ausfallen, erfahren Sie unter Tipp zum Bau.

Die Kosten für das Brandschutzkonzept variieren.

Die Kosten für Brandschutzkonzepte legt die Fachkommission „Brandschutz“ der AHO fest. Die AHO ist der Ausschuss der Verbände und Kammern der Ingenieure und Architekten für die Honorarordnung e.V. Ihr Fachplaner für Brandschutz richtet sich nach diesen Vorgaben.

Die Kosten eines Bauleiters für Brandschutz sind nicht pauschal zu benennen. Denn diese richten sich nach der Bruttogrundfläche und wie diese genutzt wird. Zusätzlich hat Ihr Fachplaner für Brandschutz Kriterien für die Schwierigkeit der Bearbeitung.

Für Sie bedeutet dies, dass es einen Grundpreis pro Quadratmeter gibt. Diesen setzt der Fachplaner für Brandschutz pauschal an. Dann werden diese Kosten mit Beiwerten verrechnet. Diese Verrechnung ergibt schließlich den Gesamtpreis. Die Beiwerte sind auf der Webseite der AHO einsehbar.

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