Entkalkungsanlage

Entkalkungsanlage – Ihre Vorteile einer Wasserenthärtungsanlage

Kalk gefährdet alle Armaturen, Haushaltsgeräte, Leitungen und was sonst mit Wasser in Berührung kommt. Mit wenig Aufwand verhindern Sie das. Entkalkungsanlagen sind schnell eingebaut, problemlos zu warten und schaffen echte Lebensqualität mit weichem Wasser. Von Kosten, über Dinge, die zu beachten sind, bis hin zu Installations-Tipps. Lesen Sie hier alles zur Entkalkungsanlage.

Klar ist: Kalk ist ein Kostenfaktor, der sich durch eine Entkalkungsanlage vermeiden lässt. Denn auch wenn Ihre Waschmaschine noch funktioniert, steigen durch Kalk Ihre Kosten. Unter anderem braucht man bei hartem Wasser nämlich deutlich mehr Waschmittel, Spülmittel und Energie. Wussten Sie das schon? Nur ein Millimeter Ablagerungen senkt die Leistung schon um über 10 Prozent! Bei Ablagerungen von etwa 4 Millimetern geht bereits rund ein Drittel an Energie verloren.

Jeden dritten Euro geben Sie also umsonst aus, wenn Ihre Leitungen verkalkt sind! Aber weiches Wasser trägt auch im ganz Kleinen zum Wohlbefinden bei: Es fühlt sich nämlich gut auf der Haut an. Außerdem lässt es das Essen und den Kaffee aromatischer schmecken.

1. Die perfekte Entkalkungsanlage für Sie

Mit Tipp zum Bau erfahren Sie alles Nötige zu Entkalkungsanlagen.

Sorgen Sie mit Ihrer Entkalkungsanlage für weiches Wasser.

Wasserenthärtungsanlagen sind für die meisten Menschen nichts Neues. Jeder Haushalt mit einer Spülmaschine besitzt eine. Denn das Spülmaschinensalz, dass Sie in das Gerät füllen, erfüllt denselben Zweck: Es entkalkt die Spülmaschine durch das beliebteste  Entkalkungs-Verfahren – den Ionenaustausch. Hier werden durch die Zugabe von Natrium Ionen die Calcium- und Magnesium Ionen ersetzt.

Dieses Verfahren wird nicht nur in diesem kleinen Maß genutzt. Auch für den restlichen Haushalt kommt es zum Einsatz. Durch Entkalkungsanlagen für Trinkwasser wird das ganze Haus mit weichem Wasser versorgt.


Ob Wasser weich ist, entscheidet die Wasserhärte. Diese ist definiert durch die gelösten Ionen der Erdalkalimetall Äquivalenz-Konzentration. Das sind beispielsweise Magnesium oder Calcium. Die Wasserhärte entsteht, wenn Wasser durch Böden wie Gips, Kalk, Dolomit oder Grundwasserleiter tritt. Damit hängt die Härtebildner Konzentration und das Verhältnis stark vom geologischen Untergrund ab. Auch saurer Regen, Dünger, zerfallene Pflanzenmasse und Organismenatmung im Wasser führen zu erhöhter Kalkkonzentration.

Die Wasserhärte wird in 3 Gruppen definiert:

Die Gesamthärte fasst die Summe der Konzentration von Kationen Erdalkalimetallen im Wasser zusammen. Diese Kationen stören teilweise bei bestimmten Verwendungen von Wasser. Beispielsweise verliert Seife in Kombination mit hartem Wasser seine Reinigungswirkung. Das liegt daran, dass es hierdurch zur unlöslichen Kalkseife wird. Stattdessen ist sogar das Gegenteil und die Verunreinigung von Textilien möglich.

Die Carbonat- bzw. temporäre Härte beschreibt nur die Hydrogencarbonat-Konzentration im Wasser. Wasser von dieser Beschaffenheit scheidet weder Kalk aus, noch löst es ihn aus. Die Flüssigkeit befindet sich im Kalkkohlensäure-Gleichgewicht.

Und letztlich die Nichtcarbonathärte bzw. bleibende Härte. Sie beschreibt den Teil der Gesamthärte, der nicht an (Hydrogen-) Carbonat gebunden ist. Das sind beispielsweise Chloride, Nitrate und Sulfate. Es wird daher nicht als Calcium- oder Magnesiumcarbonat im Ionenaustausch aus dem Wasser entfernt.

Außerdem wird die Wasserhärte in drei Härtebereiche unterteilt:

HärtebereichMilimol Calciumcarbonat/ LiterGesamthärte ( Grad deutscher Härte °dH)
weich< 1,5< 8,4
mittel1,5 bis 2,58,4 bis 14
hart> 2,5> 14

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2. Verschiedene Typen und Arten einer Entkalkungsanlage

Kationenaustausch

Durch Ionen-Austauscher werden gelöste Ionen durch andere Ionen mit derselben Ladung ersetzt. Die zu behandelnde Lösung durchströmt die Säule, welche mit speziellem Harz gefüllt ist. Im Wasser werden Calcium- und Magnesiumionen gegen Natriumionen in Form von Natriumchlorid ausgetauscht. Hierfür wird, im Austausch gegen Calcium, Kochsalz als Regenerator genutzt. Das enthärtete Wasser enthält nun mehr Na+- und fast keine Ca2+- und Mg2+-Ionen. Diese werden nämlich an das Harz abgegeben.

Einsäulen und Doppelsäulen- Entkalkungsanlagen

Eine Einsäulen-Anlage besteht aus einem Behälter. Während der Regeneration des Kunstharzes ist die Entkalkungsanlage deshalb nicht funktionsfähig. Eine Doppelsäulen-Entkalkungsanlage besteht hingegen aus zwei Behältern. Somit läuft sie pausenlos und liefert immer weiches Wasser. Während der eine Behälter weiches Wasser produziert, regeneriert der andere Behälter. Meist reicht jedoch für den durchschnittlichen Haushalt, eine Einsäulen- Entkalkungsanlage. Die Regeneration wird normalerweise durchgeführt wenn so gut wie kein Wasser benötigt wird. Sie findet entweder nach einer gewissen Menge an Wasser, oder einer bestimmten Zeit statt. Währenddessen werden die vom Harz aufgenommenen Calcium- und Magnesiumionen gegen Natriumionen der Salzlösung ausgetauscht. Diese Lösung  wird dann aus dem Austauschbehälter gespült.

Physikalisches Verfahren in Wasserenthärtungsanlagen

Magnetische oder elektrische Felder trennen den Kalk vom Wasser. Ob diese Vorgehensweise wirklich wirkt ist aber umstritten und empirisch kaum nachweisbar.

Vollentsalzung

Die Vollentsalzung eignet sich nicht für Trinkwasser. Es beseitigt nämlich nicht nur, wie erwünscht, die Härtebilder wie Kalk, sondern alle Ionen. Das Wasser hat also hinterher dieselben Eigenschaften wie destilliertes Wasser.

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Innere Speisewasseraufbereitung

Durch Zusatz von Natriumcarbonat, Natriumhydrogencarbonat und Holzextrakt werden Härtebilder, als Schlamm im Kessel abgeschieden. So lässt sich der Kalk leicht entfernen und Sie vermeiden Kesselsteinablagerungen. Dieses Verfahren wurde früher bei der Dampflok eingesetzt, ist aber mittlerweile überholt. Es wurde inzwischen vom Ionenaustauschverfahren abgelöst.

Fällung

Das Kalk-Soda Verfahren nennt sich Fällung. Hierbei wird unter Zusatz einer Suspension von Calciumhydroxid die Carbonathärte entfernt. Das Calciumcarbonat wird als Schlamm oder Harz ausgeschieden.

Nanokristallbildung

Durch Storm- bzw. Spannungsimpulse wird der Kalk im Wasser zum Auskristallisieren gebracht.  Die daraus entstehenden Kalkkristalle haften seltener an Rohrleitungen. Für diese Entkalkungsanlagen wird kein Regeneriersalz benötigt. Dafür werden nach einer gewissen durchgeflossenen Menge neue Kalkschutz-Einheiten bzw. Impfkristall-Kartuschen benötigt. Außerdem sind diese Geräte mit ca. 1000€ relativ kostengünstig.

Umkehrosmoseverfahren

Bei der Umkehrosmose funktioniert die Entkalkungsanlage auf zwei Arten. Entweder über Wasserdruck oder eine integrierte Pumpe, welche den Wasserdruck aus der Leitung ausgleicht. Auf der Seite mit verunreinigtem Wasser wird ein höherer Druck erzeugt, als der natürliche Druck. Das Wasser wird innerhalb der Wasserenthärtungsanlage in mehreren Stufen gegen eine halbdurchlässige Membran gepresst. Diese filtert die ungewollten Kationen durch das Verlangen nach einem Konzentrationsausgleich heraus. Sie ist, dadurch dass die Poren der Membran sehr klein sind, nur durchlässig für Wassermoleküle.

Somit entsteht auf der einen Seite der Membran ein Calcium und Magnesium Überschuss. Auf der anderen Seite entsteht währenddessen ein Natrium Überschuss. Das verunreinigte Wasser wird entlang der Membran abgelassen und über den Abfluss ausgespült. Normalerweise reicht für das Verfahren der übliche Wasserdruck des Haushalts.

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3. Das müssen Sie bei einer Entkalkungsanlage beachten! 

Erfahren Sie die Vorteile einer Entkalkungsanlage

Eine Entkalkungsanlage bereitet das Wasser auf, sodass es weniger schädlich für ihre Rohre und Geräte ist.

Informieren Sie sich vor dem Kauf einer Entkalkungsanlage ob Ihr Wasser wirklich hart ist. Ob eine Wasserenthärtungsanlage für Sie sinnvoll ist, entnehmen sie der Tabelle in Kapitel 1.

Das zuständige Wasserwerk oder auch Tests für zuhause geben den genauen Wert Ihres Leitungswassers an. Wasser in Ihrem Haushalt sollte einen Härtegrad zwischen 7 und 14 betragen.

Außerdem sollten Sie herausfinden wie viel Wasser sie täglich in Ihrem Haushalt benötigen. Und ob für sie eher eine Einsäulen- oder Doppelsäulen Entkalkungsanlage in Frage kommt.

Als Orientierungswert dienen 120l pro Person täglich. Achten Sie auf die Angaben bei Entkalkungsanlagen, die besagen wie viel Wasser umgewandelt werden kann.

Entkalkungsanlagen sind mittlerweile so gebaut, dass sie über ein Display-Verfahren selbst anschließbar sind. Beim Anschluss an die Wasserleitungen sollte allerdings Vorsicht herrschen. Dabei ist Handwerker-Erfahrung oder –Hilfe essentiell. Hersteller bieten bei Installationen ebenfalls oft einen Support an.

Ansonsten benötigen Sie für die Installation der Entkalkungsanlage einen Strom- und Abwasseranschluss sowie ausreichend Platz.

4. Kosten einer Entkalkungsanlage

Die Kostenkalkulation für Ihre Entkalkungsanlage gelingt mit Tipp zum Bau

Kalkulieren Sie die Kosten Ihrer Entkalkungsanlage.

Entkalkungsanlagen unterscheiden sich in Ihren Größen und Leistungen. Somit variieren auch die Anschaffungskosten in einer großen Spanne, etwa von 400€ bis 2000€. Falls Sie die Installation auch komplett von den Herstellern übernehmen lassen, werden es schnell auch mal 2500€. Eine Wartung muss ebenfalls regelmäßig erfolgen und kostet je nach Hersteller zwischen 100 – 200€.

Eine pauschale Aussage über die Kosten einer Entkalkungsanlage ist nicht treffbar. Die Kosten variieren in Abhängigkeit von der gewählten Technologie, die eingesetzt wird. Außerdem spielt natürlich die Leistungsfähigkeit der Entkalkungsanlage eine Rolle.

Die Kosten für die meisten Wasserenthärtungsanlagen beginnen bei 100 €. Hochwertige Geräte mit aufwendiger Technologie kosten mehrere tausend Euro. Dabei kommen verschiedene Technologien zum Einsatz:

  • Filteranlagen.
  • Ionenaustauscher-Anlagen.
  • Anlagen mit Umkehrosmose-Technik.

Einfache Filteranlagen entfernen keinen Kalk aus dem Wasser. Sie filtern nur Kalkverbindungen in Form von kleinen Bröckchen oder Krümeln in der Wasserleitung. Der Kalkgehalt des Wassers lässt sich dabei nicht reduzieren. Daher sind solche Filter auch relativ günstig. Die Preise liegen bei 100 €.

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Eine gründliche Entkalkung findet durch Ionenaustauscher-Anlagen statt. Sie ziehen Calcium-Ionen aus dem Wasser und tauschen sie gegen Natrium-Ionen aus. Dadurch steigt auch der Natriumgehalt des Trinkwassers.

Diese Entkalkungsanlagen gehören zu den am häufigsten verwendeten Geräten. Die Kosten für Ionenaustauscher beginnen bei 400 €. Je nach Größe und Ausführung können sie diese Entkalkungsanlagen aber auch weit über 1.000 € kosten.

Wasserenthärtungsanlagen mit Umkehrosmose-Basis filtern nahezu alle gelösten Bestandteile aus dem Wasser heraus. Dazu gehört auch Kalk. In einem Spülverfahren werden die gefilterten Bestandteile in den Abfluss gespült. Dafür ist meist sehr viel Trinkwasser nötig. Dadurch erhöhen sich auch die Wasserkosten stark.

Kostenbeispiel für eine Ionenaustauscher-Anlage

Im Überblick bekommen Sie ein Kostenbeispiel für eine IonenaustauscherAnlage.

Die Anschaffungskosten für Entkalkungsanlagen belaufen sich meist auf 1.000€-2.000€. Bei sehr hochwertigen und leistungsstarken Wasserenthärtungsanlagen kann der Preis bis zu 5.000 € betragen.

Bei allen Anlagen sind natürlich auch noch laufende Betriebskosten zu berücksichtigen:

  • Stromverbrauch.
  • Kosten für Salz bei Ionenaustauscher-Anlagen.
  • Regelmäßige Kosten für Wartung und Inspektion.
  • Kosten für Spülwasser bei Rückspül-Vorgängen.
KategoriePreis
Anschaffungspreis Gerät (bis 16 m³)1.050 €
Hauswasserfilter mit Druckminderer170 €
5 x 25 kg Spezialsalz60 €
Anschluss-Set179 €
Montagekosten440 €
Gesamtkosten Anschaffung und Einbau 1.800 €
Stromverbrauch jährlich15 € jährlich
Abwasserkosten (Spülung und Regenerierung) für 8.400 l/Jahr4 € jährlich
Salzkosten pro Jahr49 € jährlich
Wartungskosten150 € jährlich
Summe Betriebskosten pro Jahr220 € jährlich

Beachten Sie: Die Kosten für Entkalkungsanlagen mit anderen Eigenschaften und Merkmalen unterscheiden sich deutlich.

5. Hier finden Sie Ihren Fachmann

6. Den richtigen Ort für Ihre Entkalkungsanlage wählen

Vor oder nach dem Kauf einer Wasserenthärtungsanlage ist ein passender Ort auszuwählen. Für die ideale Platzierung Ihrer Entkalkungsanlage sind folgende Dinge zu beachten:

  • Die Entkalkungsanlage sollte das Wasser enthärten, bevor es in die Hauptwasserleitung des Hauses gespeist wird. So wird eine kalkfreie Wasserversorgung im gesamten Haus gewährleistet.
  • Die Wasserenthärtungsanlage braucht Zugang zu einer Stromversorgung. Daher sollte in der Nähe des gewählten Ortes eine Steckdose zur Verfügung stehen.
  • Die Entkalkungsanlage verfügt über einen Schlauch, der zur Abwasserleitung führt. Denn bei der Regeneration fällt verschmutztes Wasser an. Dafür muss am gewählten Ort gerade dieser Zugang zum Abwasser vorhanden sein.
  • Auch im Keller oder unter der Spüle lässt sich die Wasserenthärtungsanlage platzieren. So bleibt die Anlage für Ihre Besucher unsichtbar.
  • Je nach verwendeten Anschlussschläuchen liegt eine begrenzte Distanz zwischen der Entkalkungsanlage und der Wasserleitung. Beachten Sie diese Distanz bei der Wahl des Ortes. Sie lässt sich von den Leitungsschläuchen des Anschluss-Sets überbrücken. Achten Sie beim Kauf also auf die Schlauchlänge.

Im Zweifelsfall wenden Sie sich an einen Fachmann in Ihrer Nähe.

7. Die Einstellung der Regeneration Ihrer Entkalkungsanlage

Die Entkalkungsanlagen regenerieren sich mindestens einmal pro Woche. So bleibt die Funktion der Wasserenthärtung auch langfristig bestehen. Die Regeneration der meisten Wasserenthärtungsanlagen ist bereits voreingestellt. Diese ist grundsätzlich auf 2 Uhr nachts gesetzt. Denn zu dieser Zeit ist kein enthärtetes Wasser nötig. Je nach der Entkalkungsanlage unterscheidet sich die Einstellung der Regeneration.

Bei Entkalkungsanlagen mit Mengensteuerung haben Sie es leicht. Diese Anlagen stellen Sie nicht von Hand ein. Denn diese Art von Entkalkungsanlagen erkennt die Menge des enthärteten Wassers. Sobald ein bestimmter Stand erreicht ist, schaltet das Gerät selbstständig die Regeneration ein.

Die zeitgesteuerten Entkalkungsanlagen verfügen nicht über diese sich selbst einstellende Funktion. Der Grund dafür ist, dass die Menge des bereits enthärteten Wassers sich nicht erkennen lässt. In diesem Fall ist die Regenerationszeit manuell am Display einzustellen. Beachten Sie hierbei unbedingt die empfohlene Regenerationszeit des Herstellers.

8. Entkalkungsanlage einstellen – Wasserhärte herausfinden

Die Wasserhärte Ihres Wassers spielt eine große Rolle für die Einstellung Ihrer Entkalkungsanlage. Bei manchen Anlagen lässt sich dieser Wert manuell am Display einstellen. Bei einigen Modellen der Entkalkungsanlage lässt sich auch der Wert der gewünschten Wasserhärte von Hand eingeben. Deswegen ist die richtige Wasserhärte herauszufinden. Grundsätzlich gibt es drei Möglichkeiten, diesen Wert zu ermitteln:

  • Fragen Sie beim beim zuständigen Wasserwerk nach. Diese Variante ist relativ genau. So lässt sich die vorhandene Wasserhärte gut und ohne Zeitverluste ermitteln.
  • Nehmen Sie das Internet zur Hilfe. Von den drei Methoden ist diese jedoch die ungenaueste. Denn die tatsächliche Wasserhärte kann noch mehr oder weniger stark von dem recherchierten Wert abweichen. Dadurch ist das Ergebnis unzuverlässig.

Testen Sie ihr eigenes Wassers. Bei den meisten Anschluss-Sets für Wasserenthärtungsanlagen ist auch ein Wasserhärte-Test mit im Kaufumfang enthalten. Ansonsten gibt es diese Tests auch separat. Befolgen Sie einfach die Anleitung. So finden Sie sehr genau und kinderleicht die eigene Wasserhärte heraus.

9. Der richtige Anschluss Ihrer Entkalkungsanlage

Das Zubehör für Ihre Entkalkungsanlage ist nur in manchen Fällen auch im Lieferumfang enthalten. Deswegen ist in einigen Fällen zusätzlich ein Anschluss-Set zu kaufen.

Beachten Sie beim Anschluss der Entkalkungsanlage, dass die Wassereingangs– und Wasserausgangsschläuche nicht vertauscht werden. Über den Eingang fließt das harte Wasser in die Entkalkungsanlage. Nach der Enthärtung wird es über den Ausgang in die Hausleitung gespeist.

10. Enthärtungssalz – Ein guter Freund für Ihre Entkalkungsanlage

Das nächste wichtige Zubehör ist das Enthärtungssalz. Dieses wird nach dem Anschluss der Anlage in den dafür vorgesehenen Behälter gegeben. Das entsprechende Salz für Ihre Entkalkungsanlage ist höchstens einmal im Monat zu erneuern. Die Ausnahme bilden die regenerierenden Entkalkungsanlagen. Die Regenerationszeit von diesen wird entweder automatisch oder manuell eingestellt.

11. Entkalkungsanlage anschließen – Fachbetriebe stehen Ihnen zur Seite

Tipp zum Bau informiert Sie über Kellerbodendämmung

Der Fachmann hilft bei der Installation.

Der Anschluss einer Wasserenthärtungsanlage ist nicht zu unterschätzen. Wenden Sie sich mit wenig handwerklicher Erfahrung lieber an den entsprechenden Fachbetrieb. Das kostet Sie zwar mehr Geld, die Folgen eines fehlerhaften Anschlusses sind jedoch fatal. Investieren Sie lieber in Professionalität, bevor Ihr Keller wegen falscher Installation unter Wasser steht.

Wenn Sie handwerkliche Erfahrung haben, ist die eigene Installation weniger problematisch. Dies gilt für diejenigen, die sich gut mit der Materie auskennen und sich mit dem Thema auseinandergesetzt haben. Trotzdem ist die beigefügte Anleitung unbedingt sorgfältig durchzulesen. Gegebenenfalls hilft Ihnen der Support der jeweiligen Hersteller-Firma bei der erfolgreichen Installation.

12. Wie oft ist eine Wartung bei einer Entkalkungsanlage notwendig?

Für eine Wasserenthärtungsanlage ist eine Lebensdauer von etwa 15-20 Jahren vorgesehen. Viele Hersteller empfehlen aber eine jährliche Wartung, um dauerhafte Wasserqualität zu garantieren. Eine neue Entkalkungsanlage funktioniert aus technischer Sicht einige Jahre einwandfrei. In dieser Anfangszeit sind Wartungen vorerst nicht notwendig. Der Hauptgrund für eine Wartung bei neueren Geräten ist die Sicherstellung der Wasserqualität. Im Laufe der Lebenszeit einer Entkalkungsanlage treten immer häufiger Störungen auf. Nach einigen Jahren nehmen vorbeugende Maßnahmen einen höheren Stellenwert ein.

13. Wartungen bei Entkalkungsanlagen

Je älter die Entkalkungsanlage ist, desto mehr treten undichte Stellen, Defekte und Störungen auf. Diese Störungen sind erst bei den tatsächlichen Wartungsarbeiten sichtbar. Deswegen ist eine jährliche Wartung für ältere Entkalkungsanlagen viel zu selten. Es ist vorteilhaft, die Häufigkeit der Kontrollen für Ihre Entkalkungsanlagen zu erhöhen. Denn davon hängt die Qualität Ihres Wassers ab.

14. Kleinere Reparaturen an Ihrer Entkalkungsanlage

Ein Austausch von kleinerem Zubehör der Entkalkungsanlagen findet alle fünf Jahre statt. Gemäß einem Erneuerungs- und Austauschkonzept werden Teile in einer Werkstatt gewechselt. Dies betrifft vor allem Teile, die einer permanenten Wasserberührung ausgesetzt sind. Das Gerät wird einer Prüfung unterzogen. Anschließend ist die Entkalkungsanlage wieder einsatzbereit. Dadurch lässt sich der örtliche Wartungsaufwand deutlich minimieren.

Je nach Größe der Anlage sind zwei bis vier jährliche Kontrollbesuche durchzuführen. Die kleineren Modelle benötigen nur eine jährliche Kontrolle. So lassen sich Störungen ideal vermeiden.

15. Vor- und Nachteile der Entkalkungsanlage im Überblick

VorteileNachteile
Weniger Kalkablagerungen und damit das Vermeiden von angreifenden Reinigungsmitteln die schädlich für die Umwelt, Oberflächen und Haut und Haare sindSpurenelemente im Trinkwasser sind wünschenswert
Sie verbrauchen weniger Wasch- und Spülmittel. Außerdem vermeiden Sie Kalkseife, welche Seife unwirksam machtZu weiches Wasser ist auch nicht vorteilhaft, da es ähnlich wie zu hartes Wasser keine Seife aufnimmt
Besserer Geschmack bei empfindlichen Lebensmitteln wie z.B. TeeZusätzliche Kosten durch Regeneriersalz oder Energie
Schützt vor erhöhtem Energiebedarf durch Geräteverschleiß und VerkalkungRegelmäßiges Warten vom Fachmann, ansonsten kommt es zu Verkeimung der Anlage
Energieeffizientes heizen, weil sich kein Kalk in Heizwasserrohren oder Heizkesseln befindet.
Verkalkte Rohre erhöhen die Heizkosten um bis zu 20%
Weichem Wasser fehlen Härtebinder was zu einer Lösung von Silikaten und Phosphaten führt. Dadurch werden Oberflächenmaterialien angegriffen weswegen Rohrleitungen, Beton und Glas laufen daher Gefahr zu korrodieren
Kalkarmes Wasser schont Haut und HaareRegelmäßige Erneuerung von Filtern und Entkalkungskartuschen nötig

16. Wirkt sich die Verwendung einer Entkalkungsanlage negativ auf Ihre Gesundheit aus?

Ihr Körper benötigt Kalzium und Magnesium. Wie Sie inzwischen wissen, werden diese Ionen in der Entkalkungsanlage gegen Natriumionen ausgetauscht. Hat das für Sie einen Kalzium- oder Magnesiummangel zur Folge? Kurz gesagt: Nein. Ihr Trinkwasser bleibt in seiner Qualität unverändert. Natrium ist völlig unbedenklich für Ihren Körper. Lediglich der Geschmack Ihres Trinkwassers verändert sich. Laut Trinkwasserverordnung liegt der Grenzwert für Natrium im Wasser bei 200mg/l. Bei der Wasserenthärtung werden pro Grad dH (Grad deutscher Härte) 8mg/l Natrium hinzugefügt. Wenn Ihr Wasser also um 20°dH enthärtet wird, erhöht sich der Natriumgehalt um 160 mg/l. Vom Wasserwerk liegt meist eine Härte von 50-100 mg/l vor. Mit der Enthärtung überschreiten Sie also den empfohlenen Wert. Wundern Sie sich deswegen nicht, dass Ihr Wasser anders schmeckt. Es ist für Sie völlig unbedenklich zu trinken.

Doch nun zum Kalzium- und Magnesiummangel. Im Wasser liegt Kalzium als Bicarbonat vor. Der menschliche Körper tut sich sehr schwer damit diese Bicarbonate zu verwerten. Stattdessen nimmt er diese Mineralien hauptsächlich über das Essen auf. Seien Sie also unbesorgt, wenn es darum geht weiches Wasser zu trinken.

17. Unser Fazit zur Entkalkungsanlage

Entkalkungsanlagen sind in ihrer Funktionsweise sehr unterschiedlich aber sehr komplex. Die Entscheidung, sich eine Wasserenthärtungsanlage zuzulegen ist nicht leicht. Je nach Standort ist es möglich, dass eine Investition lohnend ist oder nicht. Testen Sie also vor dem Kauf Ihre Wasserhärte. Nach der Entkalkung ändert sich der Geschmack Ihres Trinkwassers durch die Zufuhr von Natrium. Ihr Trinkwasser verändert sich deswegen aber nicht in seiner Qualität. Es gibt deswegen keine negativen Auswirkungen auf Ihre Gesundheit.

Der Anschluss einer Entkalkungsanlage ist kein Kinderspiel. Nehmen Sie diesen nur vor, sofern Sie handwerkliche Erfahrung auf diesem Gebiet haben. Wenden Sie sich ansonsten an einen Fachbetrieb. Hier bekommen Sie kompetente Hilfe. Gleiches gilt für die Wartung Ihrer Entkalkungsanlage. Einige der Wartungsmöglichkeiten erfordern die fachkundige Handhabung des Geräts. Halten Sie sich in jedem Fall genau an die beigefügte Anleitung.

Eine Entkalkungsanlage ist durch die anstehenden Wartungen auch immer ein zusätzlicher Kostenfaktor. Das gilt jedoch auch für verkalkte Leitungen und Geräte. Dadurch steigen Ihre Kosten durch einen deutlich höheren Energiebedarf. Auch der erhöhte Verschleiß Ihrer Geräte macht sich in Ihrem Geldbeutel bemerkbar. Beziehen Sie diese Faktoren also in Ihre Kaufentscheidung mit ein.

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