Energiestandards bei modernen Fertighäusern

Energiestandards bei Fertighäusernnnnnnnn

Umweltfreundlichkeit ist auch beim Hausbau zu einem wichtigen Thema geworden. Wer neu baut, muss sich deshalb intensiv mit dem Thema Energieeffizienz auseinandersetzten. Das gilt auch, wenn Sie ein Fertighaus planen.

Lange Zeit galten Fertighäuser dabei als weniger effizient als Massivbauten. Die Bauweise und das verwendete Material sorgen für eine schlechtere Isolierung und Wärme wird weniger gut gespeichert. Fertighäuser haben zudem oft mit der Winddichtheit zu kämpfen. Das ist schlecht für den Energiestandard.

Trotzdem können moderne Fertighäuser mit den heutigen Energiestandards mithalten und übertreffen diese oft sogar. Dank neuer Produktionstechniken können Hersteller Fertighäuser anbieten, die bei den Energiestandards von Massivhäusern in nichts nachstehen

Die richtige Anwendung von Bauplatten

1. Bedeutung von Energiestandards

Unabhängig davon, ob Sie ein Fertighaus oder ein Massivbau planen, den Begriff Energiestandard sollten Sie kennen. Der Energiestandard definiert dabei den Energiebedarf pro Quadratmeter Energiebezugsfläche. Etwas einfacher ausgedrückt, wie viele Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr werden benötigt, um ein Haus zu betreiben. Zwei entscheidende Kriterien für den Energiestandard eines Fertighauses sind: Primärenergiebedarf und Transmissionswärmeverlust.

  • Energiestandard: Energiebedarf pro Quadratmeter Energiebezugsfläche.

Der Primärenergiebedarf ist dabei die Menge an Energie, die Sie für den Betrieb Ihres Fertighauses brauchen. Dazu zählt auch die Energie, die nicht direkt für das Haus benötigt wird. Denken Sie zum Beispiel an die benötigte Energie zur Herstellung von Brennstoff. Transmissionswärmeverlust ist die Energie, die in Form von Wärme an die Umgebung abgegeben wird. Umso besser die Isolierung Ihres Fertighauses ist, desto geringer ist der Transmissionswärmeverlust.

2. Welche Kategorien für energieeffiziente Häuser gibt es?

Die Suche nach dem richtigen Energiestandard für Ihr Fertighaus gestaltet sich mitunter schwierig. Sie werden dabei über eine ganze Reihe von Begriffen stolpern. Die wichtigsten möchten wir Ihnen hier gerne vorstellen.

Der Begriff Niedrigenergiehaus wird Ihnen wahrscheinlich besonders häufig begegnen. Neubauten sind in der Regel immer Niedrigenergiehäuser und entsprechen damit dem aktuell gefordertem Energiestandard. 

Ein PassivhaTipp zum Bau zeigt Ihnen, was es bei einer Photovoltaik-Anlage zu beachten gibt.us übertrifft den Energiestandard von Niedrigenergiehäusern bei weitem. Beim Passivhaus soll vor allem der Verlust von Energie in Form von Wärme verhindert werden. Der Energiebedarf zum Heizen sollte 15 Kwh/m² im Jahr nicht überschreiten. Achten Sie deshalb vor allem auf die Isolierung Ihres Fertighauses, wenn Sie ein Passivhaus möchten.

Anders als ein Passivhaus spart ein Nullenergiehaus nicht einfach nur Energie, sondern deckt den eigenen Energiebedarf. Das Ziel eines Nullenergiehauses ist es, so viel Energie zu produzieren, wie im Laufe eines Jahres benötigt wird. Dafür braucht ein Nullenergiehaus die richtige Haustechnik, zum Beispiel eine Photovoltaikanlage. Das Plusenergiehaus produziert im Laufe eines Jahres sogar mehr Energie als zur Deckung des eigenen Bedarfs benötigt wird. Hersteller von Fertighäusern bieten die notwendige Haustechnik für Nullenergie und Plusenergiehäuser häufig direkt mit an. Wenn Sie ein Fertighaus planen, lohnt es sich bei den Anbietern nach entsprechenden Optionen zu erkunden.

Bei der Umschreibung 3 Liter Haus denken Sie vielleicht erst mal nicht an Ihr zukünftiges Fertighaus, sondern an Autos. Dabei handelt es sich um eine sehr praktische Umschreibung für den angestrebten Energiebedarf. Bei einem 3-Liter Haus sollte nicht mehr Energie pro Quadratmeter und Jahr verbraucht werden, als in drei Litern Heizöl vorhanden ist. Das entspricht 30 Kwh/m² im Jahr.

 

3. Das Fertighaus als KfW Effizienzhaus

Ein energieeffizientes Fertighaus ist in der Regel günstiger als ein Haus, das als Massivbau errichtet wird. Trotzdem lohnt es sich auch hier, nach lukrativen Fördermöglichkeiten Ausschau zu halten. Machen Sie sich dabei vor allem mit den durch die KfW Bank definierten Energiestandards vertraut. Für neu gebaute Fertighäuser, die einem modernen Energiestandard entsprechen, gibt es drei Standards. Das KfW Effizienzhaus 55, 40 und 40+. Die Kennziffer gibt dabei an, wie viel geringer der Primärenergiebedarf des Fertighauses gegenüber dem sogenannten EnEv Standardhaus 100 ist.

  • KfW Effizienzhaus 55, 40 und 40+.

Ein KfW Effizienzhaus 40 hat zum Beispiel einen Primärenergiebedarf von 40% im Vergleich zum Standardhaus. Als Faustregel gilt, „umso niedriger die Kennziffer, desto besser ist der Energiestandard Ihres Fertighauses“. Das spart Ihnen nicht nur Stromkosten, sondern führt auch zu einer höheren Förderung.

  • Faustregel: Niedrige Kennziffer gleich besserer Energiestandard.

Praktischerweise bieten viele Hersteller Ihre energieeffizienten Fertighäuser gleich nach der KfW Klassifizierung an.

 

4. Kosten und Nutzen eines energieeffizienten Fertighauses

Die Kosten für ein energieeffizientes Fertighaus erfahren Sie bei Tipp zum BauBei Fertighäusern gilt genauso wie bei Massivbauten, energieeffizientes Bauen führt zu Mehrkosten. Trotzdem lohnt es sich für Sie, über diese Investition nachzudenken. Zum einen steigert ein guter Energiestandard den Wert Ihres Fertighauses erheblich. Darüber hinaus sparen Sie durch den niedrigeren Energiebedarf jedes Jahr bares Geld. Vor allem dann, wenn Sie steigende Energiekosten bedenken. Wirtschaftlich lohnt sich ein energieeffizientes Fertighaus deshalb ziemlich sicher. Dazu kommen lukrative Förderungen, Kredite und Zuschüsse durch die KfW Bank.

  • Förderung durch die KfW Bank.

Je nach Energiestandard Ihres zukünftigen Hauses können das mehrere zehntausend Euro sein. Dank Einsparpotential und Fördermöglichkeiten rentieren sich die Mehrkosten fürs energieeffiziente Bauen relativ schnell.

  • Ein energieeffizientes Fertighaus rentiert sich nach 10 Jahren.

Eine Modellrechnung der KfW Bank geht zum Beispiel davon aus, dass die Mehrkosten fürs energieeffiziente Bauen bei etwa 10.000€ liegen. Schon nach 10 Jahren kann sich diese Mehrinvestition dank der Zuschüsse durch die KfW Bank schon lohnen.

Fertighäuser haben zudem den Vorteil, weitaus günstiger als Massivhäuser zu sein. Das trifft auch bei einem energieeffizienten Fertighaus zu. Viele Hersteller planen ihre Fertighäuser schon von vornherein als Energiesparhäuser und werben sogar mit der KfW Förderung. Dadurch sparen Sie viel Geld und Zeit bei der Planung. Das zeigt sich auch bei den Preisen. Energieeffiziente Fertighäuser Energiestandard KfW 40+ Effizienzhaus, gibt es schon für weniger als 250.000€.

Wenn Sie sich für ein Passivhaus oder ein Nullenergiehaus entscheiden, wird es natürlich etwas teurer. Aber auch hier kann sich ein Fertighaus lohnen. Besonders dann, wenn der Hersteller Ihres Fertighauses die nötige Haustechnik wie Photovoltaikanlagen gleich mitliefert.

Die Ökobilanz von energieeffizienten Fertighäusern

Als Bauherr interessieren Sie sich sicherlich nicht nur für die finanziellen Vorteile eines energieeffizienten Fertighauses. Auch aus ökologischer Sicht macht ein Energiesparhaus, egal ob in Fertigbauweise oder als Massivbau, sehr viel Sinn. Dabei sollten Sie aber nicht auf den Trugschluss hereinfallen, dass ein energieeffizientes Fertighaus aus ökologischer Sicht besser ist als ein Massivhaus.

  • Fertighäuser: Nicht automatisch besser für die Umwelt.

Verschiedene Fertighaustypen bei Tipp zum BauDer Bau eines Fertighauses benötigt tatsächlich weniger Ressourcen und Energie als der Bau eines Massivhauses. Bei einer Lebensdauer von 80 Jahren relativiert sich dieser Effekt jedoch durch die aufwendigere Instandhaltung wieder. Bei gleichen Energiestandards ist die Ökobilanz von beiden Bauweisen in etwa gleich. Aus ökologischer Sicht lohnt sich eine Investition in ein energieeffizientes Haus also immer, egal ob Fertighaus oder Massivhaus.

Achten Sie nicht allein auf den Energiestandard, wenn Ihnen eine gute Ökobilanz wichtig ist. Die Herkunft des Baumaterials ist ebenfalls wichtig. Nur ein Fertighaus aus nachhaltigen Materialien ist am Ende wirklich umweltfreundlich. Im besten Fall ist es aus Holz gebaut, dass aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt. Dann ist Ihr Fertighaus garantiert umweltfreundlich.

6. Darauf sollten Sie bei Ihrem energieeffizienten Fertighaus achten

Bei der Suche nach dem richtigen Fertighaus für Sie sollten Sie ein paar Dinge beachten. Machen Sie sich am besten vorher mit den verschiedenen Energiestandards für Fertighäuser vertraut. Überlegen Sie sich gut, welchen Standard Sie für Ihr Haus möchten. Viele Unternehmen bieten Ihre Fertighäuser mittlerweile klassifiziert nach Energiestandards an. Das ist bei der Suche äußerst praktisch.

Lassen Sie sich trotzdem genau beschreiben, welche Maßnahmen zur Energieeffizienz beitragen. Am besten Fragen Sie nach einem Energiepass. Falls Sie sich für eine Förderung oder einen KfW Kredit für Ihr Fertighaus interessieren, sollten Sie unbedingt einen Experten für Energieeffizienz mit einbeziehen. Auch dafür gibt es Fördermöglichkeiten von der KfW Bank. Achten Sie außerdem darauf, dass Ihr Fertighaus aus nachhaltigen Materialien gebaut wird.

7. Fazit zu energieeffizienten Fertighäusern

Dank neuer Produktionstechniken sind energieeffiziente Fertighäuser nach neusten Energiestandards eine günstige Alternative zu Energiesparhäusern in Massivbauweise. Energieeffiziente Fertighäuser gibt es schon für unter 250.000€.

Viele Anbieter werben mittlerweile damit, Ihre Häuser nach den Standards der KfW Bank zu bauen. Damit ist eine Förderung für Ihr Haus möglich. Passivhäuser und selbst Plusenergiehäuser werden ebenfalls immer häufiger als Fertighaus angeboten. Die Hersteller liefern die nötige Haustechnik oft direkt mit, wodurch Sie viel Geld und Zeit sparen können. Einem umweltfreundlichen Eigenheim in Fertigbauweise steht dementsprechend nichts im Weg.

8. Dämmung bei Fertighäusern

Häuser verlieren oft viel Energie durch Abwärme. Wenn Sie energieeffizient wohnen möchten, hat es deshalb Priorität Wärmeverlust zu vermeiden. Mit einer guten Dämmung vermeiden Sie Wärmeverlust und verbessern den Energiestandard ihres Hauses enorm. Das trifft bei einem Fertighaus genauso zu, wie bei einem Massivhaus.

  • Fertighäuser lassen sich gut dämmen.

Fertighäuser bieten den Vorteil, dass auch bei dünnen Wänden eine gute Dämmung möglich ist. Durch die Holzfertigbauweise lässt sich viel Dämmmaterial in den schmalen Wänden unterbringen. Das Material kann einfach in den Gefachen der Holzrahmen untergebracht werden. Die dünnen Wände beanspruchen weniger Wohnfläche und Sie müssen keinen Kompromiss zwischen Wohnraum und gutem Energiestandard machen. Für einen noch besseren Energiestandard kann man ein Fertighaus mit einem Wärmedämm-Verbundsystem (WSDV) dämmen.

  • Keine Kompromisse zwischen Wohnraum und Energiestandard.

Ihr Fertighaus lässt sich sehr gut dämmen. Dadurch können Sie einfach Wärmeverlust vermeiden und den Energiestandard Ihres Fertighauses verbessern. Das ist gut für Ihre Energiekosten und die Umwelt.

Mehr zum Thema Dämmung finden Sie auf unserer Übersichtsseite.

9. Dämmen mit WSDV

Ein Fertighaus kann auf viele Arten gedämmt und energieeffizient gemacht werden. Oft kommen dafür Wärmedämm-Verbundsysteme (WDVS) zum Einsatz. Dabei wird die Dämmung von außen an die Fassade angebracht und später verputzt oder verkleidet. Wärmedämm-Verbundsysteme eignen sich auch für Fertighäuser, die nachträglich gedämmt werden sollen, um den Energiestandard zu verbessern.

  • Mit WDVS werden Fassaden von Fertighäusern gedämmt.

Ein Wärmedämm-Verbundsystem kann auf ziemlich jeder Fassade angebracht werden. Je nach Untergrund kann die Dämmung einfach direkt auf der Fassade verklebt werden. Bei nicht ausreichender Tragfähigkeit oder einem unebenen Untergrund kommen Dübel und Schienensysteme zum Einsatz.

Mit Wärmedämm-Verbundsystem können den Energiestandard ihres Fertighauses verbessern und Energiekosten senken. Allerdings ist die Verbesserung auch mit einem erheblichen Investitionsaufwand verbunden.

Hier erfahren Sie mehr über das Thema Fassadendämmung.

10. Naturdämmstoffe – eine umweltfreundliche Alternative

Für Wärmedämm-Verbundsysteme wurden und werden oft Materialien verwendet, die aus fossilen Rohstoffen bestehen. Diese Materialien stehen in der Kritik, weil sie als umweltschädlich gelten. Vor allem der Baustoff Polystrol wird immer wieder als Belastung für die Umwelt kritisiert.

Sie müssen jedoch keine Abstriche beim Umweltschutz machen, wenn Sie Ihr Fertighaus dämmen möchten. Es gibt eine große Auswahl an biologischen Materialien, die zum Dämmen geeignet sind. So können Sie umweltfreundlich Ihren Energiebedarf senken und den Energiestandard verbessern.

  • Naturdämmstoffe sind eine umweltfreundliche Alternative zu Dämmstoffen aus fossilen Rohstoffen.
  • Holzfasern, Kork und Hanf gelten als umweltfreundliche Naturdämmstoffe.

Ein Beispiel für so einen Naturdämmstoff sind Holzfaserplatten. Die Platten werden aus Holzresten hergestellt und haben hervorragende Dämmeigenschaften. Sie können einfach verputz werden und sind für Wärmedämm-Verbundsysteme geeignet. Kork und Hanf sind ebenfalls umweltfreundliche Naturdämmstoffe, die häufig Verwendung finden. Es gibt jedoch auch Naturdämmstoffe aus Schafwolle, Flachs oder Schilf.

Der Nachteil von Naturdämmstoffen ist der höhere Preis im Vergleich zu Materialien wie Polystrol. Auch beim Brandschutz kann es zu Problemen kommen, wenn Sie Naturdämmstoff verwenden möchten. Es gilt also sich gut zu informieren, wenn Sie für einen besseren Energiestandard Naturdämmstoffe benutzen möchten.

11. So dämmen Sie Ihr Fertighaus mit Mauerwerk

Gemauerte Fassaden kennt man von Massivhäusern. Bei einem Fertighaus hat das eher Seltenheitswert. Als Dämmung sind gemauerte Fassaden für Fertighäuser deswegen auch eine etwas ungewöhnliche Idee. Trotzdem lohnt es sich, über diese Option nachzudenken, wenn Sie einen guten Energiestandard für Ihr Fertighaus möchten.

Die für Fertighäuser typische Holzrahmenwand wird dabei mit einer gemauerten Fassade ergänzt. Die Verblendung mit Mauerwerk verhilft zu einer guten Dämmung. Die dickere Wandstärke allein trägt schon dazu bei, dass der Wärmeverlust gering bleibt. Da die Wand natürlich zweischalig ist, bietet die Dämmung durch eine Vormauerung eine exzellente Speicherfähigkeit. Dadurch bleibt es in Ihrem Fertighaus im Sommer schön kühl und im Winter angenehm warm.

  • Eine Vormauerung besitzt eine exzellente Speicherfähigkeit.
  • Gemauerte Fassaden sind besonders widerstandsfähig.

Eine gemauerte Fassade für ein Fertighaus bietet neben einem guten Energiestandard noch weitere Vorteile. Mauerwerk ist selbstverständlich sehr widerstandsfähig. Wettereinflüsse können Ihrer Fassade nur noch wenig anhaben und regelmäßiges Streichen fällt weg. Darüber hinaus erhöht die gemauerte Fassade den Schallschutz in Ihrem Fertighaus enorm.

Der Nachteil einer gemauerten Fassade bei Fertighäusern ist der größere Aufwand beim Bau. Fertighäuser zeichnen sich eigentlich durch die relativ schnelle und günstige Fertigstellung aus. Eine Fassade Stein für Stein hochzuziehen ist natürlich weitaus aufwendiger. Dadurch steigen die Kosten und die benötigte Zeit für die Fertigstellung erheblich.

12. Sanierungsbedarf bei alten Fertighäusern

Fertighäuser sind kein Trend der letzten paar Jahre. Schon in den 1970ern und 1980ern war das praktische Fertighaus beliebt bei Bauherren. Die Häuser stehen häufig auf großzügigen Grundstücken, haben einen offenen Zuschnitt und große Fenster. Das macht die Fertighäuser auch heute noch attraktiv.

Oft besteht bei älteren Fertighäusern jedoch Sanierungsbedarf. Der Energiestandard der Häuser entspricht meistens nicht annähernd den heutigen Standards. In den 1980ern waren Fertighäuser zwar Vorreiter beim Thema Dämmung und Wärmeschutz. Trotzdem besteht hier häufig Nachholbedarf. Mit modernen Häusern können die Gebäude nicht mithalten. Steigende Energiekosten und ein höherer Anspruch an den Energiestandard sprechen für die Sanierung Ihres Fertighauses.

  • Bei älteren Fertighäusern besteht oft Sanierungsbedarf.

Eine Sanierung zur Verbesserung des Energiestandards eines alten Fertighauses lohnt sich fast immer. Der Energieverbrauch sinkt nach einer Sanierung enorm. Durch die niedrigeren Energiekosten rentiert sich die Investition relativ schnell. Darüber hinaus steigt der Wert Ihres Fertighauses durch die Sanierung enorm.

13. Diese Schwachstellen finden Sie in Ihrem Fertighaus

Die Sanierung eines alten Hauses setzt immer voraus, dass Sie die auszubessernden Schwachstellen kennen. Schauen Sie also gut, wo Sie den Energiestandard Ihres Fertighauses verbessern können. Bei jedem Haus werden Sie andere Schwachstellen finden. Es gibt jedoch ein paar Probleme, die man bei Fertighäusern immer wieder findet.

  • Mit Schadstoffen belastetes Dämmmaterial

Fertighäuser waren Vorreiter bei der Verwendung von Dämmstoffen. Allerdings wurden dabei leider auch Materialien verwendet, die mit Schadstoffen belastet sind. Bedenken Sie das, falls Sie darüber nachdenken Ihr Fertighaus zu sanieren oder ein altes Fertighaus zu kaufen. Um böse Überraschungen zu vermeiden, sollten Sie unbedingt einen Sachverständigen hinzuziehen.

Im schlimmsten Fall muss das alte Dämmmaterial komplett ausgetauscht werden. Das ist aufwendig und mit erheblichen Kosten verbunden. Allerdings bietet sich dann die Möglichkeit, moderne Dämmstoffe als Ersatz zu verwenden. Die Materialien sind effektiver beim Wärmeschutz und können den Energiestandard Ihres Fertighauses enorm verbessern.

  • Unzureichende Dämmung bei alten Fertighäusern

Selbst wenn der vorhandene Dämmstoff nicht mit Schadstoffen belastet ist, kann sich der Austausch lohnen. Die zur Dämmung verwendeten Materialien haben sich kontinuierlich weiterentwickelt und neue Materialien sind dazu gekommen.

Moderne Dämmstoffe können Wärmeverlust weitaus besser verhindern als die Materialien, die früher verwendet worden. Wenn Sie den Energiestandard Ihres alten Fertighauses verbessern wollen, ist eine neue Dämmung deshalb oft unvermeidbar.

Die bessere Dämmwirkung von modernen Dämmstoffen wird sich schnell bei den niedrigeren Energiekosten bemerkbar machen.

  • Wärmeverlust bei zugigen Dächern

Die Fertigungsqualität von Fertighäusern hat sich stetig verbessert und steht der von Massivhäusern in nichts nach. Bei älteren Fertighäusern besteht allerdings oft Bedarf zur Nachbesserung. Das trifft häufig auf die Dächer zu.

Die Dämmung ist oft schlecht oder fehlt gänzlich. Dazu führen Mängel bei der Fertigung zu weiterem Wärmeverlust. Die gute Nachricht ist, dass sich das Dach eines Fertighauses relativ leicht nachbessern lässt. Wenn der Dachraum nicht ausgebaut ist, lässt sich die Decke zwischen Wohnung und Dachraum recht leicht dämmen. Aber auch die Dachschrägen zu dämmen ist eine Option, die sich realisieren lässt.

Durch Nachbesserungen am Dach lässt sich der Energiestandard Ihres Fertighauses erheblich verbessern. Dadurch steigt auch der Wert ihres Hauses.

  • Mangelnde Luft- und Winddichtheit

Fertighäuser stehen im Verdacht, nicht besonders luft- und winddicht zu sein. Bei modernen Fertighäusern ist das längst nicht mehr der Fall. Bei einem älteren Fertighaus findet man das Problem jedoch öfter. Durch nicht abgedichtete Zwischenräume kann Wärme leicht verloren gehen. Dadurch muss dauernd nachgeheizt werden. Für den Energiestandard Ihres Fertighauses und Ihre Energiekosten ist das verheerend.

Bei neueren Fertighäusern ist die Luft- und Winddichtheit in der Regel kein Problem mehr. Bei älteren Fertighäusern lohnte es sich jedoch zu prüfen, ob hier Verbesserungsbedarf besteht.

14. So können Sie Ihr Fertighaus nachträglich dämmen

Ein altes Fertighaus nachträglich zu Dämmen verbessert zwar den Energiestandard enorm, ist aber mit einem erheblichen Aufwand verbunden. Es gibt jedoch verschiedene Wege, das gewünschte Ziel zu erreichen. Egal für welche Methode Sie sich entscheiden, der Energiestandard Ihres Fertighauses verbessert sich auf jeden Fall.

Eine effektive Möglichkeit ist es, die Dämmung über die Fassade zu verbessern. Dabei erhält Ihr Fertighaus eine Art Wintermantel und Sie müssen nicht zwangsläufig die vorhandene Dämmung komplett austauschen.

  • Verpassen Sie Ihrem Fertighaus einen Wintermantel.

Eine Option, um die Fassade Ihres Fertighauses nachträglich zu dämmen sind so genannte Wärmedämm-Verbundsysteme, die auch bei neuen Fertighäusern verwendet werden. Dabei wird der äußere Teil der alten Fassade durch neue Dämmschichten ersetz. Die neue Fassade kann im Anschluss verputzt oder mit einer Klinkeroberfläche versehen werden.

Eine andere Möglichkeit ist es, eine massive Vormauerung an der Fassade hochzuziehen. Dadurch wird die Wandstärke selbstverständlich dicker. Schon allein dadurch kann Wärmeverlust verringert werden.

15. Neue Fenster für alte Fertighäuser

Viele Maßnahmen, die zur Verbesserung des Energiestandards bei Massivhäusern beitragen, können auch bei Fertighäusern angewandt werden. Das trifft zum Beispiel auf Fenster zu. Viele Häuser, die vor Mitte der 1990er Jahre gebaut wurden, haben noch Fenster, die nicht mehr dem heutigen Standard entsprechen.

Neue Fenster sind also eine Maßnahme, die sehr wahrscheinlich zu einem besseren Energiestandard führt. Hier kann auch eine Förderung in Frage kommen.

Allerdings sollten Sie überlegen, welchen Energiestandard Sie anstreben. Fenster mit 3-fach-Wärmeschutz Verglasung sind zwar effektiv, aber auch teuer. Daher lohnt sich der Einbau nur, wenn Sie mindestens ein Passivhaus planen.

Mehr wissenswertes über Fenster erfahren Sie hier.

16. So dämmen Sie die Decken in Ihrem Fertighaus

Die Decken sind bei alten Fertighäusern oft ein Schwachpunkt. Durch schlecht gedämmte Kellerdecken zieht Kälte unangenehm in die Wohnräume. Bei unzureichender Dämmung von Dächern geht viel Wärme verloren. Beides wirkt sich negativ auf den Energiestandard aus.

Hier kann zum Glück sehr gut nachgebessert werden. Bei der Kellerdecke können zusätzliche Dämmplatten an der Unterseite angebracht werden. Wie dick die neuen Dämmschichten sein können, hängt allerdings von der Deckenhöhe in Ihrem Keller ab.

Wärmeverlust durch das Dach lässt sich ebenfalls gut verhindern. Wenn zum Beispiel der Dachboden in Ihrem Fertighaus nicht ausgebaut wurde, brauchen Sie hier einfach nur die oberste Geschossdecke zu dämmen. Neue Dämmschichten können einfach auf die Geschossdecke aufgetragen und so der Energiestandard verbessert werden.

Wenn das Dachgeschoss als Wohnraum genutzt werden soll, kann trotzdem mit einer neuen Dämmung nachgebessert werden. Bei Fertighäusern findet man in der Regel eine große Sparrennhöhe vor. Die dadurch entstehenden Hohlräume sind ideal dafür geeignet, um mit Dämmmaterial aufgefüllt zu werden.

Um das Dämmmaterial in die Zwischenräume einzufüllen, muss das Dach teilweise abgedeckt werden. Die neue Dämmung kann so von außen in den Zwischenräumen angebracht werden. Etwas weniger Aufwendig ist es, die Dämmung einzublasen. Dabei braucht das Dach nicht abgedeckt werden, was Zeit und Geld spart.

Auf dieser Seite verraten wir Ihnen mehr über das Thema Deckendämmung.

17. Statten Sie Ihr Fertighaus mit einer Photovoltaik Anlage aus

Es gibt viele Möglichkeiten, den Energiestandard Ihres Fertighauses zu verbessern. Der direkteste Weg ist es, die zu verbrauchende Energie einfach selbst zu produzieren. Zu diesem Zweck erfreuen sich Photovoltaik Anlagen immer größerer Beliebtheit.

Mithilfe dieser kleinen, privaten Kraftwerke können Sie in Ihrem Fertighaus unabhängig von Stromanbietern werden. Am Ende wirkt sich das positiv auf Ihre Energiekosten, den Energiestandard Ihres Hauses und die Umwelt aus.

Machen Sie Ihr Fertighaus mit einer Photovoltaik Anlage umweltfreundlich. Tipp zum Bau zeigt Ihnen wie.

Photovoltaik Anlagen verbessern den Energiestandard Ihres Fertighauses


Ben Schonewille/Shutterstock.com

Photovoltaik Anlagen haben viele Vorteile für Ihr Fertighaus. Die Anlagen nutzen die Energie der Sonne, um Strom zu erzeugen. Der erzeugte Strom kann gespeichert werden, damit Sie immer Energie haben, wenn Sie es brauchen.

Gleichzeitig werden Sie unabhängig von anderen Energieerzeugern und müssen sich keine Gedanken mehr über steigende Stromkosten machen. Im Gegenteil, Sie können mit Ihrem selbst erzeugten Strom sogar Geld verdienen. Für ins öffentliche Stromnetz eingespeisten Strom bekommen Sie eine feste Einspeisevergütung.

  • Durch eine werden Sie unabhängig von Ihrem Stromanbieter.
  • Sie können von der Einspeisevergütung profitieren.
  • Steigende Strompreise betreffen Sie nicht mehr.

Die Anschaffung eine Photovoltaik Anlage ist mit einem erheblichen finanziellen Aufwand verbunden. Der Preis für Ihr Fertighaus wird also stark steigen, wenn Sie sich für eine Photovoltaik Anlage entscheiden. Die Anlage kann sich durch eingesparte Stromkosten und die Einspeisevergütung irgendwann selbst finanzieren. Allerdings dauert das in den meisten Fällen mehr als 10 Jahre.

Die Leistung einer Photovoltaik Anlage sinkt zudem mit der Zeit. Da auch die Stromausbeute schwankt, ist es schwierig zu kalkulieren, wann sich eine Anlage rechnet.

Die meisten Anbieter von Fertighäusern haben auf den Trend zur eigenen Photovoltaik Anlage reagiert. Häufig werden passende Anlagen für das Fertighaus direkt mit angeboten. Dadurch ist der Einbau einer Photovoltaik Anlage leicht und unkompliziert zu bewerkstelligen. Der Anbieter Ihres Fertighauses ist also der erste Ansprechpartner, wenn Sie sich für eine Photovoltaik Anlage interessieren.

Hier erfahren Sie alles, was Sie über Photovoltaik Anlagen wissen müssen.

18. So viel kostet eine Photovoltaik Anlage für Ihr Fertighaus

Photovoltaik Anlagen sind gut für Ihren Energiestandard und das Klima. Trotzdem sollten Sie sich über die Kosten für eine Photovoltaik Anlage informieren. Da viele Fertighausanbieter Häuser mit Photovoltaik Anlagen anbieten, können Sie direkt ein Gesamtpaket kaufen.

Die Preise für Photovoltaik Anlagen sind in den letzten Jahren gefallen. Den Energiestandard Ihres Fertighauses zu verbessern, ist deshalb finanziell erschwinglicher geworden. Günstig ist die Anschaffung trotzdem nicht. Batteriespeicher kosten noch einmal mehr.

Sie müssen je nach Größe und Ausstattung der Photovoltaik Anlage mit Preisen über 10.000 € rechnen. Teilweise liegen die Preise auch bei mehr als 20.000 €. Die Preise der verschiedenen Anbieter können am besten mit dem kWp Wert verglichen werden.

Der Wert kWp beschreibt dabei die bestmögliche Leistung einer Photovoltaik Anlage bei idealen Bedingungen. Je höher der kWp Wert ist, desto mehr Leistung bringt die Anlage. Preise für Photovoltaik Anlagen liegen zwischen 1.000 € und 1.500 € per kWp.

Die Investition in eine eigene Photovoltaik Anlage für Ihr Fertighaus ist hoch. Es gibt die Alternative, die Anlage nur zu mieten. Dabei entfallen hohe Anschaffungskosten und der Aufwand für die Wartung. Allerdings fallen monatlich Mietkosten an. Trotzdem ist die gemietete Photovoltaik Anlage eine gute Alternative, um den Energiestandard Ihres Fertighauses zu verbessern.

19. Vor- und Nachteile verschiedener Energiestandards für Fertighäuser

FertighausVorteilNachteil
Niedrigenergiehaus

  • Aktueller Energiestandard bei modernen Häusern


  • Keine zusätzlichen Kosten

  • Nur der minimale Anspruch an den Energiestandard

  • Niedriger Wiederverkaufswert

  • Wird in wenigen Jahren nicht mehr dem Energiestandard entsprechen
Passivhaus

  • Hoher Energiestandard

  • Niedrige Energiekosten

  • Keine eigene Energieversorgung

  • Abhängig von Stromanbietern
Nullenergiehaus

  • Hoher Energiestandard
    eigene Stromversorgung

  • keine Energiekosten

  • hoher Wiederverkaufswert

  • Hohe Kosten für Haustechnik und Anlagen zur Stromversorgung

  • Wartungsbedarf der Anlagen
Plusenergiehaus

  • Sehr hoher Energiestandard

  • Eigene Stromversorgung

  • Überschuss an Strom kann ins Stromnetz eingespeist werden

  • Hohe Kosten für Haustechnik und Anlagen zur Stromversorgung

  • Hohe Baukosten

  • Wartungsbedarf der Anlagen zur Stromversorgung
KfW-EffizienzhausAnerkannter Standard

  • Hoher Wiederverkaufswert

  • Förderung durch den Staat


  • Hohe Vorgaben, die eingehalten werden müssen

Hier erfahren Sie mehr über Passivhäuser.

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