Energieeffizientes Bauen

Energieeffizientes Bauen

Energieeffizientes Bauen ist heutzutage ein grundlegender und bedeutender Aspekt der Planung und Verwirklichung von Bauprojekten. Sie planen den Bau eines Eigenheimes? Dann informieren Sie sich über die verschiedenen Arten energieeffizienten Bauens. Hier erfahren Sie mehr über die zahlreichen damit verbundenen Vorteile.

1. Wieso energieeffizient bauen?

Das naheliegendste Argument für energieeffizientes Bauen ist, dass bestimmte Gesetze dies gewissermaßen verlangen. Mindestwerte für die Energieeffizienz eines Hauses sind im Gebäude-Energiegesetz festgelegt. Es ist Pflicht, die vorgeschriebenen Werte bezüglich der Energieeffizienz zu erreichen. Jedes neue Haus ist daher zu einem gewissen Grad energieeffizient.

Es stehen verschiedene Förderungsmöglichkeiten für energieeffizientes Bauen zur Verfügung – Wie diese aussehen, erfahren Sie von Tipp zum Bau.

Profitieren Sie von verschiedenen Förderungsmöglichkeiten des energieeffizienten Bauens.

Ist die Energie-Effizienzklasse hoch genug, besteht sogar die Möglichkeit finanzielle Förderungen in Anspruch zu nehmen. Dadurch birgt energieeffizientes Bauen Vorteile bei der Finanzierung Ihres Hauses. Die verschiedenen Möglichkeiten der Förderung finden Sie noch in einem späteren Abschnitt näher erläutert.

Abgesehen davon, sinken bei energieeffizienten Häusern die langfristigen Kosten für Energie und Instandhaltung. Eine gute Abstimmung und Planung von Heizung, Lüftung und Dämmung macht viel aus. Mit der richtigen Kombination sparen Sie viel an Energie und Geld. Energieeffizientes Bauen lohnt sich finanziell auf lange Sicht.

Zusätzlich dazu, ist der Schutz unserer Umwelt ebenfalls ein bedeutendes Argument für Effizienzhäuser. Die Nutzung nachhaltiger Materialien und ein geringerer Energiebedarf tragen dazu bei, Emissionen zu reduzieren. Energieeffizientes Bauen ist somit ein wichtiger Schritt zur Entlastung der Umwelt.

Energieeffiziente Häuser bringen, wie Sie sehen, viele Vorteile mit sich. Sowohl Ihrem Geldbeutel als auch der Umwelt kommen sie zugute. Falls Sie vorhaben, ein Haus zu bauen, ist die Energieeffizienz grundlegender Bestandteil der Bauplanung. Hier stehen Ihnen die wichtigsten Informationen zum energieeffizienten Bauen zur Verfügung. Erfahren Sie, welche Art von Effizienzhaus Ihren Bedürfnissen und Wünschen am besten entspricht.

2. Arten von energieeffizienten Häusern

Jedes neuere Haus ist in gewissem Maße energieeffizient, jedoch nicht automatisch ein Effizienzhaus. Die Merkmale verschiedener gängiger Arten solcher finden Sie hier zusammengefasst. Folgende vier Typen architektonischer Konzepte für Effizienzhäuser sind aktuell besonders relevant und lohnend:

Das Passivhaus

Wie das Passivhaus Heizwärme aufnimmt und speichert, erfahren Sie bei Tipp zum Bau.

Das Passivhaus ist ein Konzept energieeffizienten Bauens, das keine zusätzliche Heizwärme benötigt.

Das Passivhaus zeichnet sich dadurch aus, dass es fast vollkommen ohne zusätzliche Heizenergie auskommt. Der Maximalwert für den Heizwärmebedarf beläuft sich auf 15 Kilowattstunden pro Quadratmeter im Jahr. Möglich ist die Einhaltung dieser Wertgrenze durch verschiedene Maßnahmen.

Das Haus benötigt, zum einen, eine sehr gute Dämmung und eine hohe Luftdichte. Auf diese Weise geht möglichst wenig Wärme verloren. Zum anderen ist eine spezielle architektonische Konstruktion notwendig, um die Energie der Sonne zu nutzen. Es ist nämlich außerordentlich wichtig, dass tagsüber möglichst viel Sonneneinstrahlung das Hausinnere erwärmt. Hierbei ist besonders darauf zu achten, dass Sie folgende Elemente passend wählen und umsetzen:


  • Dämmung.
  • Lüftung.
  • Architektonische Planung.

Passivhäuser sind stets vorteilhaft auf dem Grundstück ausgerichtet und verfügen über strategisch platzierte Fenster. So ist sichergestellt, dass Sie die passiven Wärmequellen ideal nutzen. Zu den passiven Wärmequellen gehört außerdem nicht nur die Sonneneinstrahlung. Auch die elektronischen Geräte und die Bewohner des Hauses sind als solche anzusehen.

Durch diese Maßnahmen ist ein herkömmliches Heizsystem in der Regel nicht mehr notwendig. Den geringen Restwärmebedarf deckt ein Heizkonzept Ihrer Wahl:

  • Zuluftheizung mit elektrischem Heizregister.
  • Elektrische Heizkörper.
  • Holz- oder Pelletöfen.
  • Thermische Solaranlage.
  • Wärmepumpe.
  • Nah- oder Fernwärme.

Das Nullenergiehaus

Das Nullenergiehaus gilt als solches, wenn es im Jahresdurchschnitt genauso viel Energie erzeugt, wie es verbraucht. Voraussichtlich ab 2020 ist dieser Standard in der Europäischen Union bei Neubauhäusern verpflichtend. Die Energieeffizienz ist deshalb bei der Planung eines Bauprojektes nicht wegzudenken.

Eine ausgeglichene Energiebilanz lässt sich auf verschiedene Arten erreichen. Entsprechend Ihres Verbrauchs und Ihrer Bedürfnisse entscheiden Sie, welche Vorgehensweise Sie bevorzugen. Entweder Sie setzen auf einen geringen Rest-Energiebedarf, oder aber eher auf eine hohe Energieproduktion. Auch eine Kombination dieser beiden Ansätze ist gut umsetzbar.

Ein Nullenergiehaus besitzt folglich nicht unbedingt die hohen Dämmwerte und niedrigen Energie-Bedarfswerte eines Passivhauses. Wichtig ist, wie der Ausgleich des Bedarfs erfolgt. Bei Perioden, in denen der Bedarf höher ist, ist es deshalb erlaubt, externe Energie zu beziehen. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass zu anderen Zeiten ein Energieüberschuss den Verbrauch ausgleicht.

Ähnlich zum Passivhaus ist auch hier die Dämmung und Lüftungsanlage wichtig. Das Nullenergiehaus versucht aber nicht nur passiv Energie zu gewinnen und zu erhalten. Eine hauseigene Strom- und Wärmeproduktion gehört deshalb ebenso in das Baukonzept. Folgende Systeme kommen dabei in Frage und treten oft in Kombination auf:

Alles zum Nullenergiehaus und seiner Energieproduktion erfahren Sie hier bei Tipp zum Bau


Das Nullenergiehaus ist ein weiteres Konzept energieeffizienten Bauens und hat eine eigene Energieproduktion.

  • Thermische Solaranlagen.
  • Photovoltaikanlagen.
  • Kraft-Wärme-Kopplung mit Nano-Blockheizkraftwerk.
  • Brennstoffzellen.
  • Windkraft-Kleinanlagen.
  • Elektrische Wärmepumpen.



Das energieautarke Haus

Mit dem energieautarken Haus decken Sie Ihren Energiebedarf selbstständig – Tipp zum Bau erklärt wie.

Das energieautarke Haus ist ein Konzept energieeffizienten Bauens, das eine eigenständige Energieversorgung ermöglicht.

Das energieautarke Haus ist, wie der Name bereits sagt, selbstversorgend. Dieser Typ von Effizienzhaus deckt selbstständig den eigenen Energiebedarf. Hier beziehen Sie also keine Energie von externen Quellen. Dadurch ist ein Netzanschluss nicht notwendig.

Besonders zu beachten ist beim energieautarken Haus, die Wahl des richtigen Grundstücks. Ein passendes Grundstück erfüllt folgende zwei Kriterien:

  • Es ist verschattungsfrei.
  • Es ist möglich, das Haus darauf nach Süden auszurichten.

So ist optimale Nutzung der Sonne durch den Einsatz von Solarkollektoren und Photovoltaik-Modulen gewährleistet.

Die Regulierung und Deckung des Strombedarfs ist bei diesem Konzept ebenfalls ein bedeutender Aspekt. Der übliche Stromverbrauch eines Haushaltes mit vier Personen beträgt jährlich circa 4.000 Kilowattstunden. Dieser Wert ist höher als die Menge an von der hauseigenen Stromversorgung erzeugter Energie. Das Ziel ist es daher, den Verbrauch auf die Hälfte (2.000 Kilowattstunden) zu reduzieren. Durch folgende Maßnahmen sparen Sie effektiv Energie:

Smart Homes steuern beim energieeffizienten Bauen ihre Haushaltsgeräte möglichst geschickt, um Energie zu sparen.

Smart Homes sparen beim enregieeffizienten Bauen durch die geschickte Steuerung viel Energie.

  • Nutzung neuer energiesparender Haushaltsgeräte.
  • Anschließen von Waschmaschine und Geschirrspüler an von der thermischen Solaranlage erzeugtes Warmwasser.
  • Einstellen eines Smart Home-Systems, das die Geräte steuert.

Es ist ebenso zu erwähnen, wie wichtig ein guter Stromspeicher für energieautarke Häuser ist. Für die sonnenarmen Perioden ist es notwendig, dass die zuvor erzeugte Energie gespeichert ist. Bisher haben sich nur wenige Arten der Stromspeicherung bewährt. In Zukunft werden noch mehr und wirksamere Optionen hinzukommen. Aktuell stehen diese zur Auswahl:

  • Solarspeicher – nehmen tagsüber Energie auf und geben sie bei höherem Bedarf ab.
  • Bleigel- oder Lithium-Batterien – speichern lange und mit ebenfalls geringem Verlust.
  • Umwandlung von Energie in Wasserstoff – Brennstoffzellen produzieren ihn wieder zu Strom.

Zuletzt folgen Informationen zu dem Heizsystem im energieautarken Haus. Der Kern des Hauses enthält einen sehr großen, gut gedämmten Wärmespeicher. Dieser speichert die Wärme, welche die Solar-Kollektoren erzeugen. Im Idealfall speichert sie diese über mehrere Monate hinweg. Ebendiese Wärme nutzen Sie auch für die Warmwasser-Versorgung und das Heizen. Jeglichen Wärmeverlust des Speichers gibt das Lüftungs- und Heizsystem an umliegende Wohnräume ab. Im Falle, dass die verfügbare Heizenergie nicht ausreicht, schafft ein Stückholz- oder Pelletofen Abhilfe. Dadurch ist Ihr Heizenergie-Bedarf auch im Winter CO2-neutral gedeckt.

Das Energie-Plus-Haus

Das Energie-Plus-Haus produziert so viel Energie, dass es Ihnen damit sogar Erträge bringt - Wie das funktioniert, erfahren Sie bei Tipp zum Bau.

Das Energie-Plus-Haus ist ein Konzept energieeffizienten Bauens, das große Mengen Energie produziert.

Das Energie-Plus-Haus verkörpert energieeffizientes Bauen noch weitaus deutlicher als die bereits zuvor dargelegten Konzepte. Der Energiebedarf ist hier im Jahresmittel nicht nur ausgeglichen, sondern durch die Energieproduktion überstiegen. Die Menge an hergestellter Energie ist höher als der Verbrauch. Den generierten Überschuss speisen Sie in das Netz ein. Das Gebäude bringt somit während seiner Nutzung kontinuierliche Erträge und sichert die Energie-Versorgung.

Diese Art von Effizienzhaus verfolgt folgende zwei Hauptziele:

  • Die Reduktion von klimaschädlichen Emissionen im Sinne des Umweltschutzes.
  • Das Schaffen einer effektiven dezentralisierten Strom- und Wärmeproduktion, jedoch keine Energieautarkie.

An diesen Zielen ist deutlich erkennbar, dass das Energie-Plus-Haus zukunftsorientiert und nachhaltig ist. Um eine positive Energiebilanz zu erreichen, sind auch hier verschiedene Komponenten aufeinander abgestimmt:

  • Dämmung: hohe Luftdichte des Gebäudes, strategisch platzierte Fenster zur Nutzung der Sonneneinstrahlung als Wärmequelle.
  • Heizsystem: effizient und nachhaltig, häufig Verwendung von Wärmepumpen.
  • Sonnenenergie: Solarthermie für Warmwasser und Heizung, Photovoltaik zur Stromerzeugung.
  • Lüftungssystem: Wärmerückgewinnung verhindert Verluste von Heizenergie.

Sie sind hierbei nicht gezwungen, die Sonne als Energiequelle zu nutzen. Alternativ ist die Kraft-Wärme-Kopplung als Quelle zu wählen. Dieses System produziert sowohl Heizenergie als auch Strom. Die Kraft-Wärme-Kopplung ist jedoch nicht immer effizient und sinnvoll für Ein- und Zweifamilienhäuser nutzbar.

3. Voraussetzungen für energieeffizientes Bauen

Nachdem Sie nun verschiedene Konzepte energieeffizienten Bauens kennen, stellt sich Ihnen sicherlich eine Frage. Welche Voraussetzungen für energieeffizientes Bauen bestehen? Drei Faktoren sind hierbei von Bedeutung:

  • Die Planung des Bauprojektes.
  • Die Eigenschaften des Grundstücks.
  • Das Finden eines passenden Bauunternehmens.

Wie bereits erwähnt, ist eine gute Planung des Hauses der Schlüssel zu einer hohen Energieeffizienz. Dabei ermitteln Sie zuerst, wie hoch der Energiebedarf des Gebäudes ist. Betrachten Sie zu diesem Zweck folgendes:

  • Der maximal zulässige jährliche Primär-Energie-Bedarf.
  • Der jährliche Heizwärme-Bedarf für den ausgewählten Wärmedämmstandard.
  • Der jährliche Trinkwasser-Wärmebedarf.
  • Die Anlagen-Aufwandszahl der ausgewählten Heizsystemtechnik.
  • Der tatsächliche jährliche Primär-Energie-Bedarf.
  • Die Lage des tatsächlichen Primär-Energiebedarfs unter der maximal zulässigen
Bei der Auswahl eines passenden Grundstücks für das energieeffiziente Bauen ist auf verschiedene Dinge zu achten - Tipp zum Bau klärt, was wichtig ist.

Die Auswahl eines passenden Grundstücks ist beim energieeffizienten Bauen sehr wichtig.

Eine weitere wichtige Voraussetzung ist, dass das Grundstück über die richtigen Eigenschaften verfügt. Da Effizienzhäuser üblicherweise Sonnenenergie nutzen und eventuell Energie einspeisen, ist seine Position strategisch wichtig. Zu beachten sind hier:

  • Die Lage des Grundstückes: verschattungsfrei, Ausrichtung des Hauses nach Süden möglich.
  • Die Anbindung an das Netz: je nach Konzept notwendig oder nicht.
  • Wetter- oder Klimabedingungen: möglichst viel Sonnenlicht, bestimmte Methoden zur Energie-Erzeugung nur für spezifische Klimate als Hauptenergiequelle geeignet.

Abgesehen davon, ist die Wahl eines passenden Bauunternehmens ebenfalls Voraussetzung für das energieeffiziente Bauen. Dieses ist für die Verwirklichung Ihrer Pläne zuständig und spielt dadurch eine große Rolle. Vergleichen Sie deshalb die Angebote verschiedener Firmen.

Sehen Sie sich nach regionalen Bauunternehmen und Herstellern um, damit Sie die Umwelt schonen. Lange Fahrtwege verursachen höhere Emissionen und sind deshalb zu vermeiden. Nach Möglichkeit verarbeitet die Baufirma außerdem nachhaltige und umweltfreundlich produzierte Materialien.

4. Kosten und Umweltbilanz energieeffizienter Bauten

Die verschiedenen Faktoren, von denen die Kosten energieeffizienten Bauens abhängen, erklärt Ihnen Tipp zum Bau.

Wovon die Kosten energieeffizienten Bauens abhängen, erfahren Sie hier.

Die Kosten und die Umweltbilanz energieeffizienten Bauens finden Sie in diesem Abschnitt erklärt. Für die Planung ist es natürlich wichtig zu wissen, welche Kosten auf Sie zukommen. Die Kostenunterschiede zu regulären Häusern ergeben sich durch oft höhere Investitionen in:

  • Dämmstoffe.
  • Effiziente Heizsysteme.
  • Passende Lüftungssysteme.
  • Private Stromerzeugung.

Diese Elemente sind bei der Anschaffung und Installation meist teurer als herkömmliche Varianten. Die Wartung und die langfristigen Ausgaben hingegen, sind jedoch in der Regel bedeutend günstiger. Sie haben dennoch die Möglichkeit, mit relativ geringem Kostenaufwand Ihre gewünschte Effizienzklasse zu erreichen. Das Standard Effizienzhaus 55 lässt sich kostengünstig beispielsweise durch die Kombination folgender Systeme umsetzen:

  • Erdgas-Zentralheizung mit Brennwertkessel.
  • Thermische Solaranlage.
  • Lüftungsanlage mit Wärme-Rückgewinnung.

Der jährliche Mehrkostenaufwand liegt hierbei nur um etwa 5% höher, als bei der günstigsten Alternative. Mit eben diesen Systemen ist auch das Effizienzhaus 40 realisierbar. Dazu ist noch eine Verbesserung des Wärmeschutzes notwendig. Die Kosten dafür liegen insgesamt circa 8% höher. Auch mit einem Holzpellet-Kessel als Wärmequelle ohne Solar- und Lüftungsanlage ist dieser Standard erreichbar. Die Kosten bleiben dabei in etwa gleich.

Nicht zu vergessen ist aber, dass Sie wegen des niedrigen Energiebedarfs geringere laufende Kosten haben. Auf lange Sicht ist die Kostenersparnis durch die hohe Effizienz größer als der Mehraufwand. Beim energieautarken Haus beispielsweise belaufen sich die Kosten für das gesamte Energiekonzept auf 100.000 €. Dieser Betrag scheint sehr hoch, jedoch ist er in circa 20 Jahren abbezahlt.

Was Sie mit Ihrer Investition für die Umwelt tun, ist ebenfalls ein wichtiger Punkt. Die höheren Kosten für Effizienzgebäude machen sich bezahlt, wenn Sie deren Umweltbilanz betrachten. Der jährliche Primär-Energiebedarf (Qp) von KfW-Effizienzhäusern ist im Vergleich zu einem ähnlichen Neubau deutlich geringer:

Energetischer StandardRegulärer NeubauKfW EH 70KfW EH 55KfW EH 40PassivhausKfW EH 40+
Primärenergiebedarf100 %70 %55 %40 %45 %< 0 %

5. Förderungsmöglichkeiten für energieeffizientes Bauen

Verschiedene Arten von Förderungen kommen für Ihr Bauvorhaben infrage.

Profitieren Sie von Förderungen für Ihr Bauvorhaben. Energieeffizientes bauen sichert Ihnen Ansprüche auf Forderungen.

Beim energieeffizienten Bauen besteht die Möglichkeit, Förderungen für Ihr Bauvorhaben zu erhalten. Die Höhe des Betrags hält von der Effizienzklasse Ihres Hauses ab. Förderungen erhalten Sie entweder über die KfW-Bank oder das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. Die KfW-Standards und die Einhaltung des Gebäude-Energie-Gesetzes sind die Schlüssel zur Förderung.

Es besteht Anspruch auf eine Förderung, wenn Ihr Haus einen der folgenden Standards erfüllt:

  • GEG-Mindeststandard: Erreichen festgelegter Mindestdämmwerte des Gebäude-Energie-Gesetzes; Referenzwert für alle folgenden KfW-Standards.
  • KfW-Effizienzhaus 55: Verbrauch höchstens 55 Prozent der Primärenergie des Referenzgebäudes.
  • KfW-Effizienzhaus 40: Verbrauch höchstens 40 Prozent der Primärenergie des Referenz-Gebäudes.
  • KfW-Effizienzhaus 40 Plus: Erfüllt Kfw-40-Standard; zusätzlich eigene Stromerzeugung- und Speicherung; Lüftungsanlage mit Wärme-Rückgewinnung vorgeschrieben.


Den genauen Betrag der Förderung berechnet die Bank oder das Bundesamt, wenn Sie einen Förderungsantrag stellen. Tilgungszuschüsse sind beispielsweise bis zu 15.000 € hoch. Auch langfristige Darlehen mit niedrigen Zinssätzen sind möglich. Zusätzlich dazu ist auch die Installation bestimmter Heizsysteme und die Energieberatung für Wohngebäude oft bezuschusst. Es lohnt sich also, die Standards zu erfüllen und energieeffizient zu bauen.

6. Fazit: Energieeffizientes Bauen als zukunftsorientierte Investition

Bauen Sie energieeffizient und verringern Sie Ihren Energiebedarf, um langfristig Geld zu sparen.

Sparen Sie durch einen geringen Energiebedarf beim energieeffizienten Bauen langfristig Geld.

Sie haben sich dafür entschieden energieeffizient zu bauen? Dieser Beschluss bietet Ihnen langfristige Vorteile und Nachhaltigkeit.

Im Vergleich zu regulären Neubauten bringen energieeffiziente Häuser deutlich mehr Vorteile. Durch ihre hohe Energieeffizienz sparen Sie langfristig Kosten für Strom, Heizung und Warmwasser. Ausgeklügelte Energie-Konzepte reduzieren den externen Energiebedarf um ein Vielfaches. Dadurch bleiben die Ausgaben für die Deckung des Energiebedarfs niedrig.

Auch bei der Finanzierung von Effizienzhäusern profitieren Sie von verschiedenen Vorteilen. Erreicht Ihr Haus bestimmte Effizienzstandards, haben Sie Anspruch auf finanzielle Förderungen. Solche Förderungen sind zum Beispiel niedrig verzinste Darlehen, Tilgungszuschüsse oder die Bezuschussung bestimmter Heizsysteme. Sie erhalten also bei der Finanzierung Ihres Bauvorhabens Unterstützung.

Energieeffizientes Bauen schont außerdem die Umwelt. Hierbei finden nachhaltige Materialien und Energie-Konzepte Verwendung. Dadurch ist die Menge an freigesetzten umweltschädlichen Emissionen um einiges geringer. Zudem ist die Umweltbilanz von Effizienzhäusern deutlich besser, als bei regulären Neubauten. Effizientes Bauen ist ein wichtiger Schritt zur Entlastung der Umwelt.

Häuser mit einer hohen Energieeffizienz lohnen sich, wie Sie sehen, in vielerlei Hinsicht. Energieeffizientes Bauen kommt sowohl Ihrem Konto als auch der Umwelt zugute. Das macht Effizienzhäuser zu den Häusern der Zukunft.

7. Bauordnung – Worauf zu achten ist

Tipp zum Bau informiert Sie gerne darüber, was bei der Bauordnung zu beachten ist.

Es gibt bestimmte Gesetzesrichtlinien beim energieeffizienten Bauen.

Beim Bau Ihres energieeffizienten Hauses ist die Bauordnung zu beachten. Wichtig ist, dass Sie sich immer über Neuerungen informieren. Aktuell gilt ab dem 1. November 2020 das neue Gebäude-Energie-Gesetz(GEG). Dieses ersetzt die vorige Energieeinsparverordnung (EnEV). Was genau gibt das Gebäude-Energie-Gesetz vor?

  • Energetische Anforderungen an beheizte und klimatisierte Gebäude.
  • Vorgaben zur Heizungs– und Klimatechnik.
  • Ansprüche an den Wärmedämmstandard und Hitzeschutz von Gebäuden.
  • Etwas geringere energetische Anforderungen als in der Vorherigen Energiesparverordnung (EnEV).
  • Nachrüst- und Austauschpflichten für Eigentümer von Bestandsgebäuden.
  • Vorgaben für den Nutzungsanteil an erneuerbaren Energien für das Heizen und Kühlen bei Neubauten.

Das Gesetz hat vor allem das Ziel, den Umweltschutz voranzutreiben. Details dazu finden Sie auf der Internetseite des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat.

8. So stellen Sie den Förderungsantrag

Tipp zum Bau verrät Ihnen, wie Sie den Förderungsantrag beim energieeffizienten Bauen richtig stellen.

Beim energieeffizienten Bauen ist es wichtig den Förderungsantrag richtig zu stellen.

Bei der Antragstellung sind Fehler unbedingt zu vermeiden. Ein Fehler führt oft dazu, dass Ihr Anspruch auf Förderung hinfällig ist. Worauf unbedingt zu achten ist, erfahren Sie hier. Folgende Schritte sind notwendig:

  • Einen Energieberater finden, der für die Erstellung eines individuellen Sanierungskonzeptes zuständig ist. Er ermittelt außerdem die sinnvollste Fördermaßnahme und welche Kosten förderfähig sind. Zusätzlich kümmert er sich um die richtige Umsetzung der Baumaßnahmen von Anfang bis Ende. So stellt er den Förderungsanspruch sicher.
  • Stellen Sie den Antrag vor Beginn der Baumaßnahmen. Es ist nicht möglich, den Förderungsantrag nachträglich einzureichen.
  • Es besteht die Möglichkeit, den Antrag online zu stellen. Wichtig ist, dass die Kontaktdaten vollständig und korrekt sind. Die Identifikation erfolgt danach über das Postident-Verfahren oder per Video-Identifizierung.
  • Bedenken Sie, dass die Bearbeitung des Förderungsantrags circa 5 Wochen in Anspruch nimmt. Die Auszahlung erfolgt zum Ersten des darauffolgenden Monats.

Wenn Sie diese Tipps befolgen, gelingt Ihnen der Antrag Ihrer KfW-Förderung bestimmt. Freuen Sie sich auf die unterschiedlichen Vorteile bei der Finanzierung.

9. Fenster vorteilhaft nutzen – so gehts

Die richtige Nutzung von Fenstern beim energieeffizienten Bauen bringt Ihnen zahlreiche Vorteile - Tipp zum Bau sagt Ihnen wie Sie diese ideal nutzen

Nutzen Sie Fenster beim energieeffizienten Bauen richtig und profitieren Sie dadurch.

Die Nutzung von Fenstern und deren Vorteile sind für das energieeffiziente Bauen besonders wichtig. Mit der richtigen Auswahl sparen Sie Energie und schaffen ein angenehmes Raumklima. Fenster bieten nämlich:

  • Licht: Fenster sind als Lichtquelle am effektivsten, wenn Sie Oberlichter, Dachfenster und raumhohe Verglasungen verwenden. Das Sonnenlicht von oben ist am stärksten und verteilt sich gleichmäßig im Raum.
  • Sonnenwärme: Tagsüber gelangt über die Fenster sehr viel Sonne in Ihr Haus. Dadurch heizen sich die Innenräume Wichtig ist hierbei eine gute Isolierung und eine Mehrfachverglasung. Auf diese Weise verlieren Sie zu kälteren Zeiten keine Wärme.
  • Frische Luft: Für eine gesunde und angenehme Raumatmosphäre ist frische Luft von großer Bedeutung. Wenn Ihr Haus über kein Lüftungssystem verfügt, sind Fenster die wichtigste Frischluft-Quelle. Achten Sie deshalb darauf, dass Ihr Haus über ausreichend Fenster verfügt, die sich öffnen lassen.
  • Ausblick nach draußen: Bodentiefe Fenster und Glasfronten sind dazu da, eine schöne Aussicht nach draußen zu bieten. Beachten Sie bei der Platzierung die Himmelsrichtung und die Wahrung Ihrer Privatsphäre. Es bietet sich an, große Fensterflächen in Richtung Garten oder Balkon zu bauen. Wenn das Haus von Natur umgeben ist, orientieren sich die Fenster zur besten Aussicht.

Beachten Sie diese Aspekte, gelingt Ihnen das Schaffen eines energieeffizienten und angenehmen Raumklimas garantiert.

10. Nachhaltige und umweltfreundliche Baustoffe

Es gibt eine große Auswahl an natürlichen Baustoffen für energieeffizientes Bauen mit denen Sie die Umwelt schützen. Tipp zum Bau verrät Ihnen worauf zu achten ist.

Nutzen Sie beim energieeffizienten Bauen natürliche Baustoffe und schützen Sie die Umwelt.

Ein wichtiges Ziel des modernen Bauens ist der Umweltschutz. Um die Umweltfreundlichkeit von Neubauten zu verbessern, sind passende Bau-Materialien zu wählen. Was umweltfreundliche Baustoffe ausmacht, ist hier kurz zusammengefasst:

  • Sie sind natürlich und lassen sich recyceln. Ein gutes Beispiel hierfür ist Holz. Es ist möglich, es für den Bau oder zum Heizen zu nutzen. Außerdem ist es ein kompostierbares Material.
  • Die Materialien sind umweltfreundlich Pestizide oder andere giftige Mittel sind bei der Behandlung des Materials unbedingt zu vermeiden. Solche Konservierungs-Methoden stehen dem Recycling entgegen.
  • Die Baustoffe kommen aus der Region. Kurze Transportwege sparen Ressourcen und schonen die
  • Sie sind aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt und haben eine gute Ökobilanz.



Achten Sie bei der Auswahl von Baustoffen auf diese Kriterien. So finden Sie die richtigen Materialien für Ihr zu Hause. Die Auswahl an umweltfreundlichen Baustoffen ist riesig und bietet Ihnen unzählige Optionen.

11. Haushaltsgeräte gezielt auswählen

Achten Sie beim Kauf von Haushaltsgeräten für Ihr Effizienzhaus auf die Energieeffzienz. Tipp zum Bau hilft Ihnen bei der Auswahl.

Wählen Sie energieeffiziente Haushaltsgeräte für Ihr Effizienzhaus. Zum energieeffizienten Bauen gehört auch die richtige Ausstattung für den alltäglichen Haushalt.

Eine einfache aber nützliche Art Energie zu sparen, ist die Wahl von energieeffizienten Haushaltsgeräten. Effizient sind Geräte, wenn Sie möglichst wenig Strom verbrauchen und gut funktionieren. Je höher die Energie-Effizienzklasse, desto weniger Strom wird bei der Betätigung verwendet. Stellen Sie sich bei der Anschaffung von Haushaltsgeräten stets die folgenden Fragen:

  • Welche Geräte sind notwendig?

Ersetzten Sie alle alltäglichen Geräte in Ihrem Haushalt durch energieeffiziente Varianten.

  • Welche Größe oder Leistungsstärke ist ausreichend?

Kaufen Sie Geräte, die Ihren Bedürfnissen entsprechen. Wenn Sie alleine oder zu zweit leben, reichen oft kleinere oder leistungsschwächere Geräte aus. Vor allem bei Kühlschränken, Waschmaschinen oder Trocknern ist diese Überlegung wichtig.

  • Welche Effizienzklasse ist sinnvoll?

Je nachdem, wie häufig Sie bestimmte Geräte nutzen, reichen auch niedrigere Effizienzklassen aus. Bei nur gelegentlicher Nutzung wird oft nicht bedeutend mehr Energie verbraucht. Wägen Sie deshalb Kosten und Nutzen ab, um unnötige Ausgaben zu vermeiden.

12. Solaranlagen richtig instand halten

Wie Sie Ihre Solaranlage richtig warten, erfahren Sie hier bei Tipp zum Bau.

Warten Sie Ihre Solaranlage richtig. Sie ist ein wichtiges Element des energieeffizienten Bauens.

Solar-Stromanlagen sind in der Regel wartungsarm. Um ihre volle Leistungskraft zu entfalten, sind regelmäßige Maßnahmen zur Instandhaltung dennoch unverzichtbar. Es ist empfohlen, halbjährlich eine Sichtprüfung und jährlich eine Wartung durchzuführen. Bei einer vollständigen Wartung erfolgt die Überprüfung folgender Komponenten:

  • Solarmodule.
  • Montagebauteile der Module.
  • Wechselrichter.
  • Kabel.
  • Zähler.
  • Stromspeicher, falls vorhanden.

Die einfachste Art sicherzustellen, dass Ihre Solaranlage ordnungsgerecht gewartet bleibt, ist ein Wartungsvertrag. Wenn Sie diesen bei einem Solarhandwerker abschließen, sind bestimmte Wartungsmaßnahmen und –intervalle festgelegt. Wenn sich die angegebene Frist nähert, vereinbart der Dienstleister mit Ihnen einen Inspektionstermin.

Der Solarhandwerker Ihrer Wahl kümmert sich bei Ihrer Solaranlage um:

  • Wartung.
  • Instandhaltung.
  • Störungsbeseitigung.

Auf diese Weise verpassen Sie keine Fristen und halten Ihre Solaranlage in einwandfreiem Zustand.

13. Wie funktionieren Umweltbilanzen?

Was genau Umweltbilanzen aussagen erfahren Sie hier bei Tipp zum Bau.

Umweltbilanzen gibt es für alle Produkte. Vor allem beim energieeffizienten Bauen sind diese zu beachten.

Umweltbilanzen, oder auch Ökobilanzen, sind für Produkte in allen Branchen erstellbar. Sie betrachten den gesamten Lebenszyklus von der Herstellung bis zur Entsorgung eines Erzeugnisses. Hierbei geht es darum, zu erfassen, welche Umwelt-Belastungen dabei entstehen. Die Umweltbilanz ist dazu da, Produkte ökologisch bewert- und vergleichbar zu machen.

Der Lebenszyklus eines Artikels ist in folgende vier Hauptschritte unterteilt:

  • Herstellung.
  • Nutzung.
  • Erneuerung.
  • Entsorgung.

Experten betrachten bei der Produktbewertung:

  • Umwelt-Belastung.
  • Ressourcenverbrauch.
  • Art der Energie.
  • Energiemenge.

Abhängig vom Öko-Bilanzsystem sind die gesundheitlichen Auswirkungen auf Menschen, Tiere und Pflanzen zu berücksichtigen. Diese Bilanzen ermöglichen es Ihnen, zu erkennen, wie umweltfreundlich oder -schädlich gewisse Produkte sind. Versuchen Sie auch beim Hausbau, die Umweltbilanz verschiedener Baustoffe, Geräte und Systeme zu vergleichen.

14. Umweltschonende Tipps zum Energiesparen im Alltag

Mit wenigen einfachen Schritten sparen Sie auch in Ihrem alltäglichen Leben zusätzlich Energie. Beachten Sie folgende Tipps und schonen Sie damit die Umwelt:

  • Erhöhen Sie die Temperatur Ihres Kühlschrankes um 1 Grad. Oft ist der Kühlschrank kälter eingestellt als notwendig. In der Regel sind 7 Grad ausreichend.
  • Nutzen Sie das Energiespar-Programm Ihrer Waschmaschine.
  • Backen Sie mit Umluft, statt mit Ober-/Unterhitze. Niedrigere Temperaturen bedeuten weniger Energieverbrauch.
  • Tauen Sie Ihr Gefrierfach bei Bedarf ab. Schon 1 Zentimeter Eis verdoppelt den Stromverbrauch.
  • Befüllen Sie Wasch- und Geschirrmaschine ganz, anstatt nur halb.
  • Benutzen Sie beim Kochen immer einen Deckel.
  • Ersetzen Sie ineffektive Halogenlampen durch stromsparende LED-Lampen.
  • Schalten Sie abends oder nachts den WLAN-Router
  • Kochen Sie Wasser im Wasserkocher und nur in der notwendigen Menge.
  • Versetzen Sie den Computer in den Ruhezustand, wenn Sie Ihn kurzzeitig nicht verwenden. Der Bildschirmschoner verbraucht mehr Strom.
  • Schalten Sie Geräte vollständig aus, um den Standby-Modus zu vermeiden. Mithilfe einer Steckerleiste ist dies einfach umzusetzen.

15. So funktioniert das Einspeisen von Energie

Welche Vorteile das Einspeisen von Energie bringt und wie energieeffizientes Bauen es möglich macht erfahren Sie hier bei Tipp zum Bau.

Das Einspeisen von Energie bringt Ihnen Erträge. Energieeffizientes Bauen bessert Ihre Finanzen auf.

Erzeugt Ihre hauseigene Solaranlage einen Überschuss an Energie, ist es sinnvoll diese einzuspeisen. Auf diese Weise sichern Sie sich Erträge. Wie die Einspeisung von Energie funktioniert, erfahren Sie hier. Folgende Bedingungen für die erfolgreiche Einspeisung Ihrer Energie sind zu erfüllen:

  • Kleinere Solaranlagen speisen den Strom über den Hausanschluss Hierbei ist kein separater Antrag beim lokalen Energieversorger notwendig.
  • Anlagen ab 30 Kilowatt Peak benötigen einen Antrag auf Netzanschluss. Beachten Sie, dass die Prüfung des Antrages bis zu acht Wochen dauert.
  • Eine Prüfung der Netz-Verträglichkeit ist in jedem Fall durch den Energieanbieter durchzuführen. Hier klärt der Anbieter, ob der bestehende Hausanschluss ausreichend ist. Wenn die Anlage sehr leistungsstark ist, ist es notwendig den Netzanschluss zu ändern.
  • Die notwendigen Dokumente stellt Ihr Elektroinstallateur oder der Anbieter der Solaranlage für Sie bereit. Der Installateur oder Solaranlagen-Anbieter stellt auch den Antrag beim Energieanbieter. Klären Sie bereits bei der Angebotserstellung, wer diese Aufgabe übernimmt.
  • Ein Wechselrichter ist ein wichtiges Element Ihrer Anlage. Hier haben Sie Zugriff auf die Leistungsdaten der Solaranlage. Dadurch haben Sie die Übersicht über die Höhe Ihrer Stromproduktion.
  • Klären Sie die Höhe der Einspeisevergütung, die Ihnen gesetzlich zusteht.

16. Die Energieeffizienzklassen erklärt

Energie-Effizienzklassen gibt es sowohl für Gebäude, als auch für Haushaltsgeräte. Sie sind dazu da, dass Verbraucher sofort erkennen, wie energieeffizient ein Gerät arbeitet. Außerdem hilft es Hausbesitzern, den Zustand der Gebäudesubstanz und des Heizwärme-Verbrauchs zu erkennen.

Für Elektrogeräte gibt es zehn Klassen von G bis A++, die die Energieeffizienz einstufen. Solche Klassifizierungen haben Sie sicherlich beim Kauf von Waschmaschinen, Kühlschränken oder Trocknern bereits gesehen.

Häuser und Wohnungen sind ebenso in alphabetisch geordnete Effizienzklassen aufgeteilt. Hierbei steht Klasse A+ für den niedrigsten Energieverbrauch und Klasse G für den höchsten. Gebäude, die heutigen Neubaustandards folgen, sind in die Klassen A+, A und B einzuordnen. Ältere Immobilien sind teilweise noch in die Klassen H und J eingestuft. Seit dem 1. Mai 2014 sind diese Klassen für zukünftige Bewertungen abgeschafft.

Beim Verkauf von Immobilien ist es notwendig, einen Energie-Effizienzausweis ausstellen zu lassen. Jeder Verkäufer oder Vermieter ist verpflichtet, bereits bei einer Besichtigung, unaufgefordert den Energieausweis vorzulegen. Er hilft dabei transparent darzustellen, wie energieeffizient ein Gebäude ist.

17. Beliebte Varianten des energieeffizienten Bauens

Tipp zum Bau stellt Ihnen das Tiny House als neuen Trend des energieeffizienten Bauens vor.

Tiny Houses sind ein neuer sparsamer Trend des energieeffizienten Bauens.

Energieeffizientes Bauen ist immer verbreiteter, wodurch zunehmend neue Konzepte für energieeffizientes Wohnen entstehen. Eine Auswahl an den beliebtesten Trends finden Sie hier:

  • Smart Homes: In diesen Häusern steuern Sie per App die gesamte Dieses Konzept erfreut sich aus gutem Grund steigender Beliebtheit. Die intelligente Abstimmung von Haushaltsgeräten, Heizung, Lüftung und Beleuchtung spart Energie und Geld.
  • Tiny Houses: Hier wird Wohnen auf kleinem Raum groß geschrieben. Immer mehr Menschen entscheiden sich dafür, minimalistisch, kostengünstig und im Idealfall energieautark zu leben. Das Tiny House macht dies möglich. Außerdem steht es für einen bewussten Umgang mit Ressourcen und dem Schutz der Umwelt.
  • Modulare Fertighäuser: Viele Baufirmen bieten Fertighäuser an, die Sie individuell Ihre Bedürfnisse und Wünsche berücksichtigen die Bauplaner bereits bei der digitalen Planung.
  • Green Living: Die Nutzung nachhaltiger und ökologischer Möbel und Baustoffe spielt für viele eine große Rolle. Ersetzen Sie schädliche Materialien durch natürliche Alternativen, um gesünder und umweltbewusster zu leben.

18. Individuelle Ansprüche umsetzen

Tipp zum Bau informiert Sie über die individuelle Planung beim energieeffizienten Bauen.

Beim energieeffizienten Bauen ist es möglich Ihre individuellen Ansprüche umzusetzen.

Beim energieeffizienten Bauen haben Sie eine große Auswahl an Konzepten, Materialien und Gestaltungs-Möglichkeiten. Dadurch ist es möglich Ihre Ansprüche individuell in die Praxis umzusetzen. Sowohl Nullenergiehäuser, Passivhäuser, energieautarke Häuser, als auch Plus-Energie-Häuser sind vollkommen personalisierbar.

Die erste Wahl, die Sie treffen ist vermutlich, welche Art von Haus am besten zu Ihnen passt. Wenn Sie sich entschieden haben, folgt bereits die nächste Frage. Ist Ihnen ein Massivhaus lieber oder eher ein Fertighaus? Bevor es an die Gestaltung geht, sind bereits große Entscheidungen zu treffen.

In einem weiteren Schritt suchen Sie über die Materialien und Systeme, die Sie in Ihr Haus integrieren aus. Sie entscheiden beispielsweise darüber mit, welche Dämmstoffe oder Baumaterialien für die Konstruktion Anwendung finden. Auch die Art des Heiz-, Lüftungs- und  Energieerzeugungssystems wählen Sie nach Ihren Präferenzen aus.

Die wohl offensichtlichste Art, Ihr Effizienzhaus individuell zu gestalten, ist die Erstellung eines Grundrisses. Sie wählen hierbei die Größe und Form der einzelnen Räume. Auch die Platzierung von Fenstern, Kaminen, Terrassen und weiteren Extras, ist Ihnen überlassen.

Dies ist nur ein Ausschnitt dessen, worüber Sie bei der Planung Ihres Effizienzhauses bestimmen. Jedes Haus hat somit das Potenzial ein Unikat zu sein. Profitieren Sie von den zahlreichen Auswahlmöglichkeiten.

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