Elementarschadenversicherung

1. Was ist eine Elementarschadenversicherung und wovor schützt sie?

Erfahren Sie bei Tipp zum Bau, wogegen eine Elementarschadenversicherung schützt.

Eine Elementarschadenversicherung schützt Sie vor allen relevanten Naturkatastrophen.

Die Schadenssummen für Natur-Katastrophen, wie Überschwemmungen oder Starkregen, steigen von Jahr zu Jahr. Im Jahr 2018 erschütterte das Orkantief Friederike Deutschland. Dieser war einer der stärksten Stürme seit 20 Jahren und verursachte Schäden von circa 2.1 Milliarden Euro. Und dabei sind nur knapp 35% aller Gebäude gegen Elementar-Schäden abgesichert. Doch gegen was genau versichert eine Elementarschadenversicherung? Grundsätzlich kommt diese für verursachte Schäden durch Naturkatastrophen auf.

Somit zahlt die Naturgefahren-Versicherung für durch den Schaden entstandene Reparatur- und Aufräumkosten. Aber auch Neuanschaffungs-Kosten bei Ersatz begleicht meist Ihre Elementarschadenversicherung. Viele Immobilien-Besitzer glauben, dass solche Schäden die Hausrat- oder Wohngebäudeversicherung übernimmt. Das ist so nicht richtig. Elementarschäden gehören zu den sogenannten Kumul-Ereignissen. Das bedeutet, dass ein einziger Schadensvorfall mehrere Schäden zur Folge hat. Diese Art von Ereignis versichern Sie daher separat.

Die Elementarschadenversicherung ist relevant bei:

  • Elementarschadenversicherungen regulieren Überschwemmungen und sorgen für Hochwasserschutz. Hier gelangen große Wassermengen ins Innere Ihres Hauses und richten dort massiven Schaden an. In vielen Fällen ist Starkregen nicht in Ihrer Elementarschadenversicherung enthalten. Prüfen Sie das deshalb explizit bei Ihrer Elementarschadenversicherung nach.
  • Rückstauschäden von überlasteten Rohren, ausgelöst durch Verstopfung oder starke Regenfälle. Dadurch fließen die Wassermassen durch die Toilette oder das Waschbecken zurück in Ihr Haus.
  • Erdbeben, Erdrutsche oder Erdsenkungen.
  • Lawinen- und SchneedruckSchäden, welche hauptsächlich an Ihrem Dach Fällt Schnee von einem Baum auf Ihr Dach, ist dies nicht versichert.
  • Schäden, welche durch Vulkanausbrüche entstehen.
  • Auch Sturm und Hagel gehören zu Naturgefahren. Diese sind aber meist bei Ihrer Hausrat- oder Wohngebäudeversicherung mit inbegriffen.

Die genauen Tarife variieren je nach Versicherungs-Gesellschaft stark. Der Abschluss erfolgt als Zusatz zu Ihrer Hausrat- oder Wohngebäudeversicherung. Je nachdem, welchen Versicherungsschein der Elementarschaden-Zusatz ergänzt, deckt diese unterschiedliche Schäden ab. Besprechen Sie alle Details mit Ihrem Versicherungs-Kaufmann, um einen ausreichenden Schutz zu gewährleisten.

2. Ist eine Elementarschadenversicherung in Ihrem Fall überhaupt möglich?

Viele Menschen sind der Meinung, dass Ihr Haus gar nicht versicherbar ist. Laut einer Forsa-Umfrage denken fast drei Viertel der Deutschen, Elementarschadenversicherungen sind nicht möglich. Das ist ein Irrglaube. Tatsächlich sind knapp 99 Prozent aller Gebäude in Deutschland gegen Naturgefahren versicherbar. Dies ist auch nahezu immer wirtschaftlich sinnvoll.
Ihr Haus war bisher nicht versicherungsfähig? Wahrscheinlich hat sich dies geändert und eine Elementarschadenversicherung ist nun möglich. Diese Änderung hat mehrere Ursachen:

  • Eine verbesserte Risikoanalyse, die nun mehr Faktoren in Betracht zieht.
  • Eine deutliche Erhöhung im Hochwasserschutz.
  • Bauliche Begebenheiten, welche zusätzliche Risiken berücksichtigen.

Auch bei bereits beschädigten Häusern ist eine Elementarversicherung möglich. Auch sind hoch gefährdete Bereiche nah am Wasser oder Gebirge oft versicherbar. Fragen Sie daher Ihren Versicherungsberater, ob bei Ihnen ein Zusatz zur Elementarschadenversicherung sinnvoll ist.

3. Wann ist eine Elementarschadenversicherung sinnvoll?

Tipp zum Bau erklärt Ihnen, wann sich eine Elementarschadenversicherung lohnt.

Es gibt viele Faktoren, welche den Nutzen von Elementarschadenversicherungen aufzeigen.

Allgemein besteht keine Versicherungspflicht für Elementarschäden. Beachten Sie, dass Hausrat- und Gebäudeversicherungen nicht bei allen Naturkatastrophen greifen. So zählen beispielsweise Überschwemmungen nicht dazu. Ohne Versicherung bezahlen Sie schnell Kosten im fünf bis sechsstelligen Bereich.

Ein wichtiger Faktor zur Bestimmung der Notwendigkeit ist Ihr Wohnort. Das Zonierungssystem für Überschwemmung, Rückstau und Starkregen (ZÜRS) schätzt für Elementarschadenversicherungen das Risiko ein. Das System funktioniert folgendermaßen:

  • Dieses System unterteilt Regionen in 4 verschiedene Zonen, wobei 4 das höchste Risiko darstellt. Die Hochwasserwahrscheinlichkeit unterteilt die Zonen. Die Regierung des jeweiligen Bundeslandes bestimmt die Einstufung in die Risikozonen.
  • Auch sogenannte Bachzonen sind hierbei berücksichtigt. Das sind Gebiete, welche weniger als 100 Meter von einem Bach entfernt sind. Diese sind ebenfalls ein erhöhtes Risiko für die Elementarschadenversicherung. Daraufhin ermittelt sich Ihre Beitragshöhe.
  • Falls Sie Ihre Risikozone nicht wissen, hilft Ihnen ein Gefahrencheck. Ein Gefahrencheck ist online schnell durchführbar. Dieser zeigt Ihnen, in welcher Risikogruppe Sie sich befinden. Somit erkennen Sie schnell, wie hoch Ihr Risiko für eine Naturkatastrophe ist.

Auch in einer risikoarmen Wohnzone benötigen Sie eine Elementarschadenversicherung. Besonders durch Faktoren wie den Klimawandel sind Wetter-Bedingungen immer unberechenbarer. Auch die Anzahl der Stürme und Unwetter nimmt zu. Ziehen Sie daher eine Elementarschadenversicherung in Betracht.
Entscheiden Sie sich bei Unsicherheit lieber für eine Versicherung. So gehen Sie auf Nummer sicher und sparen bei einem Schadensfall viel Geld.

4. Ein weit verbreiteter Mythos: Bei Schaden zahlt der Staat

Tipp zum Bau zeigt, warum der Staat nur bei Ausnahmen die Kosten von Elementarschäden übernimmt.

Der Irrglaube, eine Elementarschadenversicherung sei nicht notwendig, hält sich seit Jahren hartnäckig.

Die meisten Deutschen gehen davon aus, dass bei Elementarschäden wie Hochwasser der Staat die Kosten übernimmt. Tatsächlich hat die Regierung in vielen Fällen die Kosten der Bürger beglichen. In den Stürmen von 2002 und 2013 sind viele Soforthilfen und Förderungen bereitgestellt worden. Die staatliche Unterstützung ist jedoch an zwei maßgebliche Aspekte gebunden:

  • Staatliche Zuschüsse erhalten nur diejenigen, welche sich zuvor um einen Versicherungsschutz bemüht haben. Hier weisen Sie nach, dass Ihnen eine Elementarschadenversicherung auf Ihre Immobilie verwehrt wurde.
  • Die vorherigen Hilfen des Staates sind auf freiwilliger Basis erfolgt. Daher lässt sich nur schwer voraussagen, ob das auch in Zukunft so bleibt. Ein rechtlicher Anspruch auf Bezahlung, wie es bei einer Elementarschadenversicherung der Fall ist, ist hier ausgeschlossen.

Überlegen Sie deshalb genau, ob Sie auf eine Naturgefahrenversicherung verzichten. Die Ergänzung in Ihre vorhandene Police erweist sich oft als günstig und unkompliziert. Somit hoffen Sie dann in einem Schadensfall nicht auf Unterstützung, sondern erhalten diese garantiert.

5. Welchen Schaden ersetzt die Elementarschadenversicherung?

Welche Schäden eine Elementarschadenversicherung deckt, zeigt Ihnen Tipp zum Bau.

Der Versicherungsschutz der Elementarschadenversicherung ist davon abhängig, wo diese abgeschlossen ist.

Die Elementarschadenversicherung erstattet Ihnen durch Naturgefahren entstandene Kosten. Die genauen Leistungen variieren je nach Versicherungsgesellschaft. Der größte Unterschied ist jedoch, ob Sie Ihren Zusatz in der Hausrat- oder Wohngebäudeversicherung abschließen. Es gibt starke Unterschiede, die oft nicht beachtet werden.
Gehört Ihre Elementarschadenversicherung zur Hausratversicherung, werden Schäden innerhalb des Hauses und des Inventars erstattet. Dazu gehören:

  • Anfallende Kosten, welche zur Feststellung des Schadens entstehen.
  • Kosten, welche zur Reparatur anfallen. Ist eine Neuanschaffung notwendig, stellt die Elementarschadenversicherung den Wiederbeschaffungspreis zur Verfügung.
  • Bei zerstörten Gegenständen kommt die Elementarschadenversicherung für Entsorgungs- und Aufräumkosten auf.
  • Ist Ihr Haus oder Wohnung nicht mehr bewohnbar, übernimmt die Versicherung benötigte Hotelkosten.

Fällt die Elementarschadenversicherung unter die Wohngebäudeversicherung, übernimmt sie Reparaturen am Haus. In diesem Fall ist Ihr Inventar nicht mit inbegriffen. Dafür erwarten Sie folgende Erstattungen:

  • Kosten, welche zur Feststellung des Schadens außer- und innerhalb des Hauses entstehen.
  • Die Trockenlegung des Hauses begleicht Ihre Elementarschadenversicherung. Auch eine benötigte Sanierung fällt unter das Leistungsspektrum.
  • Reparaturen, sowohl im als auch außerhalb des Hauses.
  • Kosten für die Entsorgung und benötigte Abrisse.
  • Bei Bedarf eine Errichtung des Neubaus.
  • Auch in diesem Fall gehören Hotel-Aufenthaltskosten zum Leistungsumfang.
  • Falls Ihr Haus einer Wertminderung unterlaufen ist, besitzen Sie einen Anspruch auf Ausgleich.

Wie Sie sehen, kommt die Elementarschadenversicherung für viele Arten der Naturgefahren auf. Dennoch existieren einige nicht versicherte Umstände. Hierzu gehören beispielsweise Grundwasserschäden oder Erdbeben, die einen menschlichen Auslöser aufweisen. Berücksichtigen Sie unbedingt das Kleingedruckte in Ihrem Vertrag.

6. Tipps vor einem Vertragsabschluss für eine Elementarschadenversicherung

Bei Tipp zum Bau erfahren Sie, was bei Vertragsabschluss für eine Elementarschadenversicherung wichtig ist.

Vor Vertragsabschluss einer Elementarschadenversicherung gibt es viele Faktoren, die zu beachten sind.

Da Sie Elementarschadenversicherungen als Zusatz abschließen, ist der erste Ansprechpartner Ihre Hausrat- beziehungsweise Wohngebäudeversicherung. Bedenken Sie vor Abschluss des Vertrags einige Aspekte der Elementarschadenversicherung. Eine Erweiterung Ihrer Hausrat- oder Wohngebäudeversicherung ist normalerweise kein Problem. Weigert sich Ihr Versicherungs-Kaufmann, den Zusatz hinzuzufügen, suchen Sie sich einen anderen.

Es gibt nur selten Fälle, die eine Ablehnung des Versicherungsschutzes rechtfertigen. Außerdem sparen Sie bei einem neuen Vertragsabschluss oft Geld, obwohl sich der Leistungsumfang erhöht. Deshalb ist es in solchen Fällen besonders sinnvoll, den Vertrag zu kündigen. Erhalten Sie von Ihrem Versicherungs-Kaufmann eine Zusage, ist ein Tarifvergleich sinnvoll. Berücksichtigen Sie dabei besonders folgende Bestandteile:

  • Den Leistungsumfang der angebotenen Elementarschadenversicherung. Dieser unterscheidet sich je nach Versicherer und Preisklasse. Achten Sie auf das Kleingedruckte im Vertrag. Nicht immer sind Rückstauschäden oder Garagen mitversichert.
  • Auch Ihr monatlicher Beitrag unterscheidet sich je nach gewählter Versicherungsgesellschaft. Versuchen Sie einen günstigen Vertrag zu finden. Sparen Sie nicht zu viel, da sich dies auf Ihren Versicherungsschutz auswirkt.
  • Überlegen Sie sich, ob Sie eine Selbstbeteiligung zur Verfügung stellen. Eine Selbstbeteiligung verringert Ihren Monatsbeitrag je nach Höhe Ihres Anteils. Wählen Sie die Selbstbeteiligung nicht zu hoch. Die Selbstbeteiligung ist bei einem Schadensfall schnell von Ihnen zu begleichen.
  • Wartezeiten von zwei bis sechs Monaten sind üblich. Erst danach ist Ihre Elementarschadenversicherung wirksam. Ist die Wartezeit länger, sprechen Sie mit Ihrem Berater.
  • Die meisten Versicherungen besitzen eine Höchstentschädigungsgrenze. Diese stellt sich aus dem Wert Ihrer Immobilie und Ihres Inventars zusammen. Überprüfen Sie die Stimmigkeit der Zahlen gründlich.

In vielen Fällen erwarten Elementarschadenversicherungen gewisse Schutzmaßnahmen von Ihnen. Oft verlangt Ihre Elementarschadenversicherung beispielsweise Rückstau-Sicherungen, die Sie regelmäßig kontrollieren müssen. Halten Sie sich an die in Ihrem Vertrag stehenden Pflichten. Oft wird bei Missachtung im Schadensfall weniger, manchmal sogar gar nichts ausgezahlt.

7. Welche Kosten sind bei Ihrer Elementarschadenversicherung zu erwarten?

Tipp zum Bau bereitet Sie auf die Kosten der Elementarschadenversicherung vor.

Die Preise Ihrer Elementarschadenversicherung sind stark von Standort und besonderen Umständen abhängig.

Die Kosten für eine Elementarschadenversicherung variieren stark durch Wohnort und individuelle Bedingungen. Ebenfalls ist entscheidend, ob Sie den Zusatz in der Hausrat- oder Wohngebäudeversicherung abschließen. Dadurch unterscheidet sich auch der Leistungsumfang.

Allgemein rechnen Sie mit einem Aufschlag von knapp 50% auf Ihre Wohngebäudeversicherung. Meist beginnen die Kosten bei 15€ im Monat, steigen jedoch bis auf 100€. Verschiedene Faktoren erklären die Preisunterschiede:

  • Ihre Einordnung im ZÜRS ist ein entscheidender Richtwert für die möglichen Kosten. Je höher Ihre Einstufung ist, desto höher ist normalerweise der Monatsbeitrag. Doch auch hier gibt es Ausnahmen.
  • Der Wert Ihres Gebäudes und Ihres Inventars. Besonders relevant sind das Alter Ihrer Immobilie und die Größe. Für die Hausratversicherung ist der Wert Ihrer gelisteten Gegenstände entscheidend.
  • Die Gebäudeklasse des zu versichernden Hauses. Die Einstufung erfolgt nach Fläche und Höhe des Gebäudes. Manche Bau-Materialien sind anfälliger für Schäden von Naturgefahren als andere.
  • Ihr erwarteter Versicherungsumfang. Auch die Höhe Ihrer Deckungssumme, also der Auszahlungswert, sind ausschlaggebend für Ihren Monatsbeitrag.

Als Vermieter eines Gebäudes sind die Kosten der Elementarschadenversicherung teilweise umlagefähig. Für Mieter besteht diese Option hingegen nicht.

8. Wer übernimmt die Kosten der Elementarschadenversicherung?

Falls Sie ein eigenes Haus besitzen, tragen Sie selbst die Kosten für eine Elementarschadenversicherung. Als Vermieter haben Sie die Möglichkeit, die Beitrage der Versicherung auf den Mieter umzulegen. Diese Regelung ist allgemein für alle umlegbaren Betriebskosten wie beispielsweise die Grundsteuer möglich. Es ist aber wichtig, dass dies genau so in Ihrem Mietvertrag geregelt wurde. Ohne diese Abmachung zahlt der Mieter nur die vereinbarte Grundmiete. Grundsätzlich ist es sinnvoll, als Immobilienbesitzer beziehungsweise Mieter unterschiedliche Entscheidungen zu treffen. Empfehlenswert ist die folgende Vorgehensweise:

  • Für Immobilienbesitzer ist ratsam, sowohl zu Ihrer Hausrat– als auch Wohngebäudeversicherung eine Elementarschadenversicherung abzuschließen. Dies ist unabhängig davon, in welcher ZÜRS-Zone Sie sich befinden. Nur so sichern Sie sich bei einer Naturgefahr gegen alle Eventualitäten ab. Durch die doppelte Absicherung sind sowohl Ihr Gebäude, als auch deren Inhalt finanziell abgesichert.
  • Für Mieter ist es besonders wichtig, eine Elementarschadenversicherung als Zusatz zur Hausratversicherung abzuschließen. In diesem Fall legt die Versicherung besonderen Wert auf Ihr Inventar. Bei einem Schadensfall leistet nämlich die Elementarschadenversicherung der Hausverwaltung für Schäden am Gebäude. Für Ihre Inneneinrichtung und Möbel ist diese aber nicht zuständig.

9. Schadensfall bei der Elementarschadenversicherung entstanden – Was jetzt?

Tipp zum Bau zeigt Ihnen das richtige Verhalten bei einem Schadensfall.

Das falsche Verhalten beeinflusst schnell das Ausmaß des Versicherungsschutzes.

Sind Sie erstmal von einem Elementarschaden betroffen, ist es essentiell, sich richtig zu verhalten. Durch falsches Verhalten verringern Sie schnell Ihren Versicherungsschutz. Versuchen Sie umgehend alles zu retten, was möglich ist. Dazu sind Sie auch gegenüber Ihrer Elementarschadenversicherung verpflichtet. Bringen Sie sich dabei nicht selbst in Gefahr. Bei einem Wasserschaden schalten Sie umgehend alle Sicherungen aus.

Rufen Sie direkt die Versicherung an und fragen Sie nach, ob diese Ihre Hilfe brauchen. Wie in den meisten Versicherungs-Fällen ist auch hier der Schadenfall zu beweisen. Bei Naturgefahren reicht meist der Wetterbericht aus. Falls Sie einen Zeitungsartikel zu diesem Vorfall finden, ist das ebenfalls nützlich.

Achten Sie darauf, keine Beweise zu vernichten. Fotografieren und dokumentieren Sie umgehend alle Schäden, bevor Sie Änderungen vornehmen. Fragen Sie bei Ihrem Versicherungs-Kaufmann nach, welche Schäden Sie beseitigen dürfen. Diese Checkliste informiert Sie über die richtigen Verhaltensweisen bei einem Schadensvorfall:

  • Versuchen Sie, in einem Schadenfall ruhig zu bleiben. Bringen Sie sich und Ihre Mitmenschen in Sorgen Sie, wenn möglich, für eine sichere Umgebung.
  • Kontaktieren Sie so schnell wie möglich Ihre Versicherung. Dokumentieren Sie alle entstandenen Schäden mit Datum. Erst dann versuchen Sie zu retten, was noch zu retten ist. Entsorgen Sie keine kaputten oder zu stark beschädigten Gegenstände ohne Einverständnis der Versicherung.
  • Oft ist eine lange Wartezeit angesagt, bevor die Versicherung eine Schadensregulierung durchgeführt. Fragen Sie deshalb bei Ihrer Elementarschadenversicherung nach, ob eine Abschlagszahlung möglich ist. Diese ist beispielsweise für Trocknungs-Arbeiten oft möglich.
  • Bei Elementarschäden ist die Versicherung verpflichtet, innerhalb eines Monats nach Schadensvorfall zu bezahlen. Dies gilt für unstrittige Fälle. Haben Sie einen Wetterbericht oder Zeitungsartikel als Beweis, reicht das bereits aus. Durch Kostenvoranschläge von unterschiedlichen Firmen überprüfen Sie, ob die Zahlen stimmig sind.

In den meisten Fällen läuft ein Schadensvorfall bei einer Elementarschadenversicherung unkompliziert ab. Oft ist die Beweislage deutlich und Sie erhalten den von Ihnen angegeben Wert ausgezahlt. Befolgen Sie dennoch die oben genannten Punkte, um die Versicherungssumme nicht zu verringern.

10. Schadenminderungsmaßnahmen – So verhalten Sie sich richtig nach einem Schadensvorfall

Schadenminderungsmaßnahmen verringernden Schaden auf ein Minimum. Auch umgehen Sie so die Ausbreitung von bereits entstandenem Schaden. Beachten Sie, dass oft schadenminderndes Verhalten im Elementarschadenversicherungs-Vertrag verlangt wird. Somit verpflichten Sie rechtlich dazu, den Schaden so klein wie möglich zu halten. Mögliche Schadenminderungsmaßnahmen sind:

  • Notabdeckungen und -dichtungen an Dächern oder Außenwänden. Bei Sturmschäden entstehen leicht unplanmäßige Öffnungen an diesen Stellen. Schließen Sie die entstandenen Öffnungen bis zur endgültigen Reparatur.
  • Sind Schäden an Ihren Türen oder Fenstern entstanden, schließen Sie auch diese provisorisch. So vermeiden Sie weitere Beschädigungen durch Niederschläge.
  • Bei einer Überflutung ist das Abpumpen und Ausschöpfen des überschüssigen Wassers sinnvoll. Erwerben Sie benötigte Gerätschaften bei Ihrem lokalen Baumarkt. Aber auch die Feuerwehr hilft Ihnen bei einer starken Überschwemmung. Bei Überflutungen berücksichtigen Sie unbedingt die Elektrik. Schalten Sie bei Bedarf alle Sicherungen aus und sorgen Sie für eine sichere Umgebung.
  • Sperren Sie bei starken Schäden die betroffene Gegend ab. So schützen Sie Unbeteiligte und deren Eigentum. Fragen Sie Ihren Versicherungs-Berater nach der richtigen Art, Ihr Haus abzusperren. Warnschilder oder Absperrungen mit Bändern reichen in solchen Fällen nicht aus.

11. Fazit für Ihre Elementarschadenversicherung

Durch den Klimawandel nehmen Naturkatastrophen immer weiter zu. Starkregen und Hochwasser sind in Deutschland keine Seltenheit mehr. Auch in Zukunft lassen sich diese Wetterphänomene erwarten. Somit steigt die Wichtigkeit einer Elementarschadenversicherung auch außerhalb von Risiko-Gebieten. Eine Elementarschadenversicherung nimmt Ihnen die Sorgen vor unnötigen Kosten bei Naturschäden. Dadurch schützen Sie sich vor entstehenden Kosten durch Naturschäden. Achten Sie vor Vertragsabschluss unbedingt auf den tatsächlichen Leistungsumfang. So gehen Sie sicher, dass Sie das beste Preis-Leistungs-Verhältnis erhalten. Mit den richtigen Vorsichts-Maßnahmen steht einer lückenlosen und fairen Versicherung nichts mehr im Weg!

12. Diese Versicherungen benötigen Sie zusätzlich zur Elementarschadenversicherung für Ihr Haus

Tipp zum Bau zeigt Ihnen, welche Versicherungen zusätzlich zur Elementarschadenversicherung sinnvoll sind.

Es gibt eine große Auswahl an Versicherungs-Möglichkeiten, aber nur eine Handvoll sind tatsächlich sinnvoll.

Versicherungen sind heutzutage kaum mehr wegzudenken. Sie ermöglichen es Ihnen, auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein. Doch welche Versicherungen sind neben der Elementarschadenversicherung für Ihr Haus notwendig? Erhalten Sie hier einen Überblick über wichtige Versicherungen für Ihr Zuhause:

  • Eine Wohngebäudeversicherung schützt Sie vor einer finanziellen Last durch entstandenen Sachschaden. Diese deckt Schäden wie Feuer, Blitzschlag, Sturm oder Überspannung ab.
  • Eine Haftpflichtversicherung lässt sich in zwei Fälle untergliedern. Für Ihr eigenes Haus benötigen Sie eine private Haftpflichtversicherung. Hier haften Sie für selbst verursachte Schäden. Vermieten Sie Ihre Immobilie hingegen, ist eine Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht notwendig. Eine Auszahlung erfolgt hier bei Gefährdung von Passanten.
  • Eine Hausratversicherung sichert alle beweglichen Gegenstände in Ihrem Haus ab. Diese Versicherung greift bei Schäden durch Blitz, Feuer, Einbruch, Leitungswasser oder Überspannung.
  • Bei Bedarf ist eine Versicherung für Photovoltaik-Anlagen oder Öltanks sinnvoll. Die Versicherung schützt Anlagen beispielsweise vor Feuer, Luftfahrzeugen oder typischen Naturgefahren. Bei Verwendung eines Öltanks sichert Sie zum Beispiel eine Grundwasser-Verseuchung ab.

13. Was ist zu beachten, wenn Sie in Hochwasserregionen wohnen?

Bereits mehrere Hochwasser-Zentralen weisen auf immer mehr Hochwasser-Warnungen hin. Besonders bei Risikogebieten gibt es einige Tipps, wodurch Sie stärkere Schäden vermeiden. Mit einer Elementarschadenversicherung schützen  Sie sich natürlich am besten. Dies ist jedoch nicht immer möglich. Halten Sie sich dann mit Wetterberichten auf dem Laufenden. So vermeiden Sie böse Überraschungen. Weitere wichtige Faktoren sind:

  • Achten Sie darauf, gefährliche Stoffe weit weg von möglichen Gefahrenquellen zu lagern.
  • Lagern Sie besonders wertvolle Gegenstände in den oberen Räumen.
  • Oft schützen Sandsäcke oder wasserfeste Sperrholzplatten vor zusätzlichen Schäden. Dadurch gelangt weniger Wasser in das Gebäude.
  • Schalten Sie umgehend alle elektrischen Geräte ab. Mit der Entfernung der Sicherung gehen Sie auf eine Nummer sicher.

Die Zahl der Überschwemmungen nimmt in Deutschland Jahr für Jahr zu. Dennoch ist es mit ein paar Tricks möglich, sich auf solche Gefahren vorzubereiten. Bei Befolgung dieser Ratschläge steht einem bestmöglichen Schutz nichts mehr im Weg.

14. Wie lassen Sie sich vor Unwettern warnen?

Die Elementarschadenversicherung ist die sicherste Vorsorge vor Ihrem finanziellen Ruin. Doch auch in vielen Fällen reduzieren Sie Schäden durch andere Vorsorgemaßnahmen. Durch die regelmäßige Kontrolle des Wetterberichts bereiten Sie sich gut auf bevorstehende Unwetter vor. Besonders in Risikogebieten ist dies sinnvoll. Diese Faktoren sind bei der Vorsorge-Planung besonders wichtig:

  • Kümmern Sie sich bei Bedarf um die Versorgung Kranker oder Hilfsbedürftiger. Evakuieren Sie diese Menschen so schnell wie möglich aus dem Risikogebiet.
  • Auch die Evakuierung von Haustieren ist ein wichtiger Aspekt. Besonders bei exotischen Tieren wie Schildkröten oder Bartagamen ist das Terrarium vorher zu sichern.
  • Die Wahrscheinlichkeit, dass Telefon und Handy ausfallen, ist gering. Dennoch besteht diese Möglichkeit. Sprechen Sie sich deshalb beispielsweise mit Ihren Nachbarn ab. Vereinbaren Sie gewisse Not- und Gefahrenzeichen, um eine eindeutige Kommunikation zu ermöglichen.
  • Vereinbaren Sie mit Ihrem Haushalt, wer welche Aufgaben übernimmt. So bewahren Sie Ruhe in einer chaotischen Situation.

15. Wenn das Hochwasser zuschlägt: Was ist zu tun?

Tipp zum Bau zeigt, was bei Hochwasserregionen zu beachten ist.

Lernen Sie hier die richtigen Verhaltensweisen bei einem Hochwasser-Vorfall.

In Deutschland nehmen Hochwasser-Ereignisse immer weiter zu. Doch viele denken nicht daran, sich auf solche Fälle vorzubereiten. Somit passiert es schnell, dass Wassermassen Ihr Haus fluten. Falls Sie eine Elementarschadenversicherung haben, kontaktieren Sie hier Ihren Berater. Dokumentieren Sie alle Schäden detailliert, bevor Sie diese zu beheben versuchen.

Besitzen Sie keine Elementarschadenversicherung, rät Tipp zum Bau auch hier, die Schäden zu dokumentieren. Vorsicht ist hierbei besser als Nachsicht. Meist ist es auch ohne Versicherungsschutz sinnvoll, sich ein Gutachten ausstellen zu lassen. Oft hilft der Staat oder die Hausrat- oder Wohngebäudeversicherung dennoch aus. Ziehen Sie hierfür Fachleute aus der Heizungs- oder Elektrotechnik zu Rate. Wenn Sie später Ihren Schaden beweisen, ist meist doch ein kleiner Teil auszahlbar.

16. Starkregen: So schützen Sie Ihr Haus

Tipp zum Bau zeigt Ihnen, wie Sie Ihr Haus vor Starkregen schützen.

Gegen Starkregen ist mehr Schutz möglich als vorerst gedacht.

Starkregen zählt zu den Elementarschäden und gehört daher zur Elementarschadenversicherung. Falls Sie jedoch nicht versichert sind, entstehen schnell kostspielige Schäden. Durch diese Tipps lassen sich diese minimieren:

  • Durch versickerungsfähige Pflaster gelangt das überschüssige Wasser leichter in den Boden. Bei Materialien wie Beton ist die Fläche versiegelt. Daher fließt hier das Wasser oberirdisch ab und sorgt schnell für Schäden. Versickerungsfähige Pflaster sind auch günstiger. Immer mehr Kommunen berechnen Abwassergebühren getrennt nach Schmutz- und Niederschlagsgebühren. Je mehr Wasser versickert, desto niedriger sind auch die Niederschlagskosten.
  • In einem Gebiet mit vielen Starkregen-Fällen sind zusätzliche Wasserspeicher Diese reichen von normalen Regenrinnen bis zu unterirdischen Zisternen. Auch Rückstauklappen sind in manchen Fällen sinnvoll. Diese schützen Ihr Haus vor überlasteten Abflussrohren. Welche Methode sich bei Ihnen am besten eignet, ist stark situationsabhängig. Falls Sie Hilfe bei der Installation brauchen, helfen Ihnen Tiefbaufirmen oder Sanitärbetriebe weiter.
  • Fenster, Wände und Türen dichten Sie idealerweise ab. Gefährliche Bereiche wie Strom- oder Gasleitungen dichten Sie bei Bedarf ebenfalls wasserfest

17. Kellerboden überflutet: So handeln Sie richtig

Viele Hausbesitzer kämpfen mit Feuchtigkeit in Ihrem Keller. Diese ist auch oft schnell behebbar. Anders sieht es bei einer Überflutung aus. Hier gibt es viele Faktoren, welche zu beachten sind. Schnell passieren Fehler, welche Sie Ihren Versicherungsschutz kosten. Aber auch ohne eine Elementarschadenversicherung erreichen Sie schnell eine Verschlimmerung der Schäden. Achten Sie deshalb besonders auf folgende Aspekte:

  • Bevor Sie versuchen, die entstandenen Schäden zu beseitigen, dokumentieren Sie alles für Ihre Versicherung. Selbst ohne eine Elementarschadenversicherung ist eine Dokumentation oft sinnvoll. Überprüfen Sie zudem, ob der Strom abgestellt ist. Befindet sich der Stromkasten zu nah am Wasser, rufen Sie sicherheitshalber die Feuerwehr.
  • Nicht immer ist das Abpumpen des Wassers sinnvoll. Ist der Wasserstand außen niedriger als im Haus, ist es möglich, abzupumpen.
  • Jetzt geht es ans Abpumpen selbst. Entfernen Sie hierfür alle Möbel und entfernen Sie Fußbodenbeläge. Schlammreste entfernen Sie nach dem Abpumpen mit sauberem Wasser gut entfernen.
  • Besorgen Sie sich im Baumarkt einen elektrischen Diese sind deutlich gründlicher und schneller als bloßes Fensterlüften. So vermeiden Sie zukünftige Schimmelschäden.

18. Überblick – Das gilt es bei Hochwasser zu beachten

Eine richtige Vorbereitung ist essenziell, um Hochwasser-Schäden zu vermeiden. Beachten Sie, dass für viele Maßnahmen ein Vorlauf notwendig ist. Je früher Sie mit der Vorbereitung beginnen, desto besser sind Sie vor Unwettern geschützt. Eine Elementarschadenversicherung ist eine Möglichkeit der langfristigen Vorsorge. So haben Sie keine Sorgen bei aufkommenden Schäden. Aber auch die Überprüfung von Standorten und Wegen gehört hier dazu. So wissen Sie bereits im Voraus, welche Umgebungen zu Risikogebieten gehören.

Ebenfalls ist eine Optimierung des Hauses möglich. Achten Sie hier besonders darauf, gefährliche oder wertvolle Gegenstände nicht im Keller zu lagern. Ein Notfallplan ist zudem oft hilfreich. Stellen Sie sicher, dass hilfsbedürftige Menschen oder Tiere in Sicherheit sind. Teilen Sie alle nötigen Aufgaben untereinander auf. So vermeiden Sie Redundanzen. Bei besonders gefährdeten Risikogebieten ist ein Notfallpaket sinnvoll. Dieses beinhaltet:

  • Wichtige Dokumente, welche Sie idealerweise wasserdicht geschützt lagern.
  • Telefonnummern, die in solchen Situationen für Sie wichtig sind. Dazu gehören die Feuerwehr, Polizei, Versicherung und Ihre Gemeinde.
  • Ausreichend Lebensmittel und Getränke für Sie und Ihre Familie.
  • Auch notwendige Medikamente oder ein Erste-Hilfe-Koffer sind in solchen Situationen nützlich.
  • Halten Sie auch Kleidung oder Schlafsäcke bereit. Oft sind diese nützlicher, als Sie vorerst erwarten.

19. „Das ABC für den Ernstfall“ – eine Checkliste für Notfälle

Tipp zum Bau liefert eine Checkliste über Verhaltensweisen bei Notfällen.

Bei Hochwasser gibt es viele Faktoren, die zu beachten sind.

Alternativer Text: Tipp zum Bau liefert eine Checkliste über Verhaltensweisen bei Notfällen.
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Bildunterschrift: Bei Hochwasser gibt es viele Faktoren, die zu beachten sind.
(Verwendetes Bild: https://tipp-zum-bau.de/wp-content/uploads/2020/11/Checkliste-scaled-e1606224131263.jpg)

Phase A: Wenn ein Hochwasser ansteht 

  • Besorgen Sie aktuelle Informationen. Bei einer Hochwassergefahr durch Flüsse oder Bäche informiert Sie der Hochwassernachrichtendienst. Für Veränderungen des Grundwasserspiegels ist der Niedrigwasser-Informationsdienst zuständig. Das richtige Verhalten ist jedoch stark situationsabhängig. Achten Sie deshalb regelmäßig auf Rundfunk- oder Lautsprecher-Durchsagen.
  • Bei Ankündigung eines Hochwassers ist es essenziell, Ihr Haus von innen zu schützen. Dichten Sie, wo nötig, alle Türen und Fenster ab. Haupthähne für Gas oder Wasser stellen Sie in solchen Situationen besser ab. Falls Sie ein Notfallpaket besitzen, ist dieses zu vervollständigen.
  • Aber auch außen gibt es viele Schutzmaßnahmen. Parken Sie Ihr Fahrzeug fern von Überschwemmungs-Quellen. Vermeiden Sie grundsätzlich  stark überflutete Bereiche.

Phase B: Während eines Hochwassers

  • Schützen Sie alle Menschen und Tiere zuerst, bevor Sie sich um Ihre Sachschäden kümmern.
  • Bringen Sie sich nicht unnötig selbst in Gefahr. Starten Sie keine Rettungsversuche ohne Hilfe.
  • Beachten Sie Absperrungen und Umleitungen. Fahren Sie jedoch kein Fahrzeug mehr, wenn das Wasser bis zum oberen Reifenende reicht.
  • Befolgen Sie unbedingt die Anweisungen der anwesenden Einsatzkräfte.

Phase C: Nach einem Hochwasser

  • Jetzt ist es möglich, alle entstandenen Schäden zu dokumentieren. Informieren Sie in diesem Schritt auch Ihre Elementarschadenversicherung.
  • Nachdem alle Schäden fotografiert sind, erfolgt nun das Trocknen. Entsorgen Sie vorerst alle durchnässten Möbel oder überschwemmte Lebensmittel. So reduzieren Sie die Schimmelgefahr.
  • Lassen Sie Heizungsanlagen prüfen, bevor Sie diese wieder in Betrieb nehmen. Bei starken Überschwemmungen hilft Ihnen die Feuerwehr beim Abpumpen des Wassers.

20. Die wichtigsten Sachversicherungen im Überblick

Eine Elementarschadenversicherung ist oft sinnvoller, als es vorerst scheint. Die Versicherung fällt grundsätzlich unter die Kategorie der Sachversicherungen. Unter Sachversicherungen verstehen Sie Versicherungen, welche Schäden an Besitz und Eigentum abdecken. Viele dieser Versicherungen sind Ihnen sicherlich bekannt. Zu den Wichtigsten gehören hier:

  • Die Gebäudeversicherung versichert feste Gebäude und Garagen. Vor ein paar Jahren ist diese Versicherung Pflicht gewesen, mittlerweile ist sie optional. Dennoch ist die Gebäudeversicherung sehr wichtig, denn die meisten Immobilien haben einen hohen Wert.
  • Die Glasversicherung gehört ebenfalls zu den Sachversicherungen. Glasbruchschäden im eigenen Haus sind durch Hausrat- oder Gebäudeversicherung abgedeckt. Daher ist diese Versicherung in den meisten Fällen nicht notwendig.
  • Eine Haftpflichtversicherung gehört zu den wichtigsten Versicherungen. Diese schützt Sie vor Schäden, welche Sie selbst verursachen. Manche Teile der Haftpflicht sind sogar Pflicht, wie beispielsweise die Kfz-Haftpflichtversicherung.
  • Die Absicherung Ihres Besitzes ist mit einer Hausratversicherung möglich. Somit ist Ihr Inventar vor Schäden durch beispielsweise Feuer oder Einbruch sicher.
  • Eine Rechtsschutzversicherung gewinnt immer mehr an Bedeutung. Besonders in Deutschland gibt es Regelungen und Gesetze für nahezu alle Situationen. Beachten Sie jedoch, dass hier eine Wartezeit von 3 Monaten besteht. Erst dann ist die Versicherung gültig.
  • Die Feuerversicherung ist die älteste Versicherung, die es gibt. Diese ist auch notwendig, denn ein Brand entsteht oft schneller als gedacht. Die entstehenden Schäden bringen Kosten im fünf- oder sechsstelligen Bereich mit sich. Vor diesem finanziellen Ruin schützt Sie die Feuerversicherung.

21. Spezifische Sachversicherungen: Diese gibt es außerhalb der Elementarschadenversicherung

Neben den bekannten Arten der Sachversicherungen gibt es viele, welche kaum bekannt sind. Doch auch hier sind die meisten unter gewissen Voraussetzungen sinnvoll. Zu spezifischen Sachversicherungen gehören beispielsweise:

  • Eine Reiseversicherung ermöglicht Ihnen einen kostenfreien Rücktritt Ihrer gebuchten Reise. Für Stornierungskosten kommt hingegen die Reise-Rücktrittsversicherung auf.
  • Kreditausfallversicherungen schützen den Versicherungsnehmer vor Kreditschulden. Oft ist eine Zahlung aufgrund von Arbeitslosigkeit oder -unfähigkeit nicht mehr möglich. In solchen Fällen übernimmt dann die Versicherung die Tilgung des Kredits.
  • Kunstversicherungen sind bei besonders wertvollem Besitz sinnvoll. Hier versichern Sie Schmuck, Pelz, Bilder oder Skulpturen.
  • Auch für Ihre Haustiere gibt es viele sinnvolle Versicherungen. Die Hundeversicherung, Kleintier-Versicherung, die Haftpflichtversicherung für Pferdehalter und Hundehalter oder Tier-OP-Versicherungen sind besonders relevant. So bleiben Sie nicht auf hohen Tierarztkosten sitzen.

22. Klimawandel: Die Zahl der Elementarschäden steigt stetig an

Erfahren Sie alles über den Einfluss von Klimawandel auf Elementarschäden bei Tipp zum Bau.

Der Klimawandel ist ein wichtiger Aspekt bei der Wahl Ihrer Elementarschadenversicherung.

Der Klimawandel wirkt sich unterschiedlich auf die verschiedenen Regionen Deutschlands aus. Experten gehen davon aus, dass extreme Wetterbedingungen auch in Zukunft weiter zunehmen. Zu Extremwetter-Erscheinungen gehören Starkregen, orkanartige Windböen oder anhaltende Dürren. Diese Folgen des Klimawandels treten vermehrt in Deutschland auf.

Die Anzahl der Elementarschäden hat über die Jahre somit stark zugenommen. Das Jahr 2020 gehört zu den schwersten Sturmjahren seit 20 Jahren. Versicherungen haben allein in diesem Jahr Schäden von fast drei Milliarden Euro beglichen. Die globale Durchschnittstemperatur ist in den letzten 20 Jahren um 0,6 Grad gestiegen.

Im Vergleich zu den Vorjahren ist dies ein rasanter Anstieg. Dadurch lässt sich die Wichtigkeit der Elementarschadenversicherung erkennen. Denn das Wetter wird immer unberechenbarer. Daher ist es sinnvoll, sich gegen Elementarschäden versichern zu lassen. So schützen Sie sich gegen eine starke finanzielle Belastung durch Elementarschäden.

23. So wählen Sie die richtige Versicherung

Die meisten Menschen haben bereits eine Versicherung abgeschlossen. Doch die Wahl der „richtigen“ Versicherung ist gar nicht so einfach. Es gibt viele Sonderregelungen und Ausnahmen, die Sie schnell übersehen. Da Versicherungen ohne Vorkenntnisse schnell verwirrend wirken, verlieren Sie leicht den Überblick.

Grundsätzlich haben Sie zwei Möglichkeiten. Sie schließen die Versicherung selbst im Internet ab oder ziehen einen Versicherungsberater hinzu. Gerade bei wenig Erfahrung ist eine persönliche Beratung oft sinnvoll. Hier haben Sie die Möglichkeit zu betonen, welcher Versicherungsschutz für Sie wichtig ist. Die richtige Versicherung zu finden ist oft schwer. Mit diesen Tipps fällt Ihnen die Wahl jedoch sicherlich leichter:

  • Vergleichen Sie Preise und Tarife unter verschiedenen Versicherungs-Anbietern. So finden Sie für sich das beste Preis-Leistungs-Verhältnis.
  • Schließen Sie daher eine gefundene Versicherung nicht sofort ab. Prüfen Sie vorher, ob alle von Ihnen gewünschten Bedingungen erfüllt sind.
  • Es ist wichtig, dass Sie die Gesundheitsfragen wahrheitsgemäß ausfüllen. Nur so ermöglichen Sie einen vollständigen Versicherungsschutz. Zudem erwarten Sie bei Falschaussagen schwerwiegende Rechtsfolgen.
  • Der Preis ist nicht alles. In vielen Fällen hängt der niedrige Preis mit einer mangelnden Leistung zusammen. Achten Sie auch hier darauf, das beste Preis-Leistungs-Verhältnis zu finden.

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