Satellitenanlage

Die Satellitenanlage – Ihr Fenster zur Welt

Die Satellitenempfangsanlage wird in der Alltagssprache auch „Satellitenanlage“ oder „SAT-Anlage“ genannt. Um zu funktionieren, braucht es jedoch nicht nur die allseits bekannte Satelliten-Schüssel, sondern ebenfalls einen Satelliten-Empfänger, auch „Receiver“ genannt. Die Entwicklung der Satellitenanlagen steht in den letzten Jahren nicht still: es zeichnen sich aktuelle Trends ab, die immer mehr Komfort und Einfachheit bieten.

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1. Der Aufbau der Satellitenanlage

Tipp zum Bau erklärt Ihnen, worauf es beim Kauf einer Satellitenanlage ankommt.

Mit dem Offset-Parabol einfach fernsehen

Jedermann kennt die meist sichtbaren Satellitenanlagen auf den Dächern vieler Häuser. Diese sorgen für den Fernseh- und Radioempfang, so dass Sie nur noch die Fernbedienung in die Hand nehmen brauchen und fernsehen können. Doch wie genau funktioniert so eine Satellitenanlage?

Der Aufbau einer Satellitenanlage

Eine Satellitenanlage für den Satelliten-Heimempfang besteht aus einer Offset-Parabolantenne und einem Receiver. Die Parabolantenne wiederum besteht aus dem Speisesystem (oft auch nur LNB genannt) und dem Parabol-Reflektor mit Tragarm.

  • Die Reflektoren sind aus einem pulver-beschichteten oder lackierten Metall, meist Stahl oder bei hochwertigen Antennen aus dem rostfreien Aluminium.
  • Die SAT-Antenne hat im Privatgebrauch üblicherweise eine Größe zwischen 60 cm und 90 cm, max. 120 cm.
  • Bei starkem Regen, Hagel oder Schneefall ist es möglich, dass der Empfang so schlecht wird, dass er abreißt. Prinzipiell gilt: Je größer der Spiegel, desto größer der Antennen-Gewinn und damit die Schlechtwetter-Reserve.
  • Durch die Offset-Bauweise steht der Reflektor der Satelliten-Antenne in unserem Breiten so steil, dass sich kein Regenwasser ansammeln kann und im Winter der Schnee in der Regel abrutscht und sich kein Eis bildet. Für entsprechend problematische Empfangslagen gibt es jedoch auch beheizte Spiegel, so dass Schnee und Eis schmelzen.

Das Speisesystem besteht aus dem Feedhorn, der Polarisationsweiche und einem rauscharmen Blockumsetzer (LNB = Low Noise Block-Converter). Oft spricht man auch beim kompletten Speisesystem vereinfacht nur vom LNB.

Das Speisesystem wird am Tragarm der Parabolantenne befestigt und das Feedhorn wird für optimalen Empfang auf den Brennpunkt des Parabol-Reflektors ausgerichtet. Hochwertige Antennen habe eine Einhäng-Befestigung, das Speisesystem wird dann nur mit einer einzigen Schraube befestigt und das Feedhorn ist automatisch optimal auf den Brennpunkt justiert.

Mit dem Feedhorn wird das von der Parabolantenne gebündelte Satelliten-Signal empfangen. Für die bestmögliche Leistungsfähigkeit einer Parabolantenne ist es daher notwendig, dass Feedhorn und Reflektor optimal aufeinander abgestimmt sind. Dies ist in der Regel nur bei hochwertigen Antennen möglich, wenn Feedhorn und Reflektor aus einer Hand und vom selben Qualitäts-Hersteller stammen.

Die Satelliten für den Heimempfang bei uns strahlen ihre Signale üblicherweise im Frequenzbereich von 10,7 bis 12,75 GHz aus. Um die Übertragungs-Kapazität zu verdoppeln werden dafür zwei Signal-Ebenen genutzt. Es sind dies im bei uns vorherrschenden Frequenzbereich die vertikale und die horizontale Polarisation. Diese beiden Polarisationen werden im Speisesystem in der Polarisationsweiche wieder getrennt. Für eine bestmögliche Trennung der Polarisations-Ebenen und damit für die bestmögliche Signal-Qualität ist ein exakter Aufbau der Polarisationsweiche nötig. Dieser exakte Aufbau wird bei Billig-Produkten eher nicht realisierbar sein.

Die in der Polarisations-Weiche getrennten beiden Signal-Ebenen werden dann zwei getrennten LNB im Speisesystem zugeführt. Die von der Satelliten-Antenne aus 38.000 km Entfernung empfangenen Signale aus dem Weltraum, sind sehr schwach und haben nur noch die Leuchtstärke eines Glühwürmchens. Das Satelliten-Signal muss daher im LNB rauscharm verstärkt werden. Des Weiteren wird es in der Frequenz in einen tieferen Frequenz-Bereich von 950-1950 MHz bzw. 1100-2150 MHz umgesetzt, damit es überhaupt über die Koaxial-Leitungen im Haus verteilt werden kann.

Seit einigen Jahren sind die früher benötigten Receiver nun in der Regel in die Fernsehgeräte bereits eingebaut. Nur bei speziellen Wünschen bzw. wenn Sie ein altes Fernsehgerät weiter verwenden wollen benötigen Sie einen externen Receiver. Dieser Receiver muss dann DVB-S2-Signale empfangen können, damit sie auch Zugriff auf die volle Programm-Vielfalt haben.

Bis zu vier Fernsehgeräte können über ein Speisesystem versorgt werden (Single-, Twin und Quad-Speisesystem). Sollen mehr als vier Fernsehgeräte genutzt werden, so sind ein Quatro-Speisesystem und ein zusätzlicher Multischalter für die Signal-Verteilung notwendig.

Wollen Sie ihre Satelliten-Empfangs-Anlage nachträglich auf mehr als vier Teilnehmer erweitern und haben Sie sich bereits beim Ersterwerb für das Speisesystem eines Qualitäts-Herstellers entschieden, dann ist nun kein Tausch des Quad-Speisesystems nötig, denn dieses verhält sich dann bei Kombination mit einem passenden Multischalter automatisch wie ein Quatro-Speisesystem. In allen anderen Fällen müssen Sie sich ein neues Speisesystem kaufen.

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So funktioniert eine Satellitenanlage

Wie funktionieren Satellitenanlagen nun? Das kann einfach erklärt werden:

  • Die Fernsehanstalten senden ihre Programme über eine zentrale Uplink-Station an einen Satelliten im All.
  • Dieser Satellit befindet sich auf der sogenannten geostationären Umlaufbahn senkrecht über dem Äquator in rund 36.000 km Höhe.
  • Der Satellit bewegt sich auf der geostationären Umlaufbahn synchron mit der Erde und steht so scheinbar still.
  • Der Satellit sendet die Fernseh-Signale wieder zurück auf die Erde. Bei unseren Breiten ist dabei eine Entfernung von rund 38.000 km zu überbrücken.
  • Mit Ihrer Satelliten-Antenne werden die schwachen Signale aus dem All dann gebündelt und verstärkt und schließlich an das Fernsehgerät weitergeleitet.

Die Antenne der Satellitenanlage fängt die Signale und bündelt diese am LNB. Anschließend nimmt der LNB diese Signale auf und leitet sie an den Receiver weiter. So sehen Sie Ihr Lieblingsprogramm auf Ihrem Fernseher.

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2. Welche unterschiedlichen Satellitenanlagen gibt es?

Satellitenschüssel

Heute unterscheidet man vorwiegend folgende Typen voneinander:


Offset-Parabolantennen

Dies ist der heutige Standard. Offset-Antennen sind im Gegensatz zu den in der Anfangszeit des Satelliten-Heimempfangs üblichen zentralgespeisten Parabolantennen nicht kreisförmig, sondern elliptisch. Sie sind nämlich ein Ausschnitt aus einem Paraboloiden welcher um einen Abstand x, dem Offset, nach oben aus der Rotationsachse des Paraboloiden verschoben ist. Der Brennpunkt liegt deshalb unterhalb des Reflektors und damit außerhalb seines Strahlenganges.

Bei der Offset-Antenne kommt es dadurch zu keiner Abschattung des Reflektors durch Speisesystem und Tragarm, weil ja beide unterhalb des Strahlenganges der Antenne montiert sind. Die Abschattung fällt besonders bei den relativ kleinen Satelliten-Antennen, welche für den Heimempfang verwendet werden ins Gewicht, da sich dadurch der Antennen-Gewinn reduzieren würde.

Des Weiteren ergibt sich durch die Offset-Bauweise in unseren Breiten eine sehr steile Ausrichtung des Reflektors, sodass sich kaum Schnee im Reflektor ansammeln kann, welcher den Antennen-Gewinn deutlich abschwächen würde.

Die Präzision, mit welcher der Reflektor dem Ausschnitt aus dem Paraboloiden entspricht ist ganz mitentscheidend für die Leistungsfähigkeit der Antenne. Um eine hohe Präzision zu erreichen ist eine hohe Qualität und viel Erfahrung notwendig. Man tut also gut daran, sich für einen Qualitäts-Hersteller zu entscheiden, der Zugriff auf alle Fertigungsschritte hat.

Flach- oder Planarantennen

Es sind diese Antennen, bei der eine Vielzahl von Einzel-Antennen in einer Ebene angeordnet sind. Die Einzel-Antennen können dabei Monopole, Dipole, Hornstrahler oder auch Mischformen sein. Durch geeignete Anordnung dieser Einzel-Antennen kommt es zu einer Überlagerung der Strahlungscharakteristiken der Einzel-Antennen. Durch diese Überlagerung stellt sich bei genügender Anzahl der Einzel-Antennen der benötigte Antennen-Gewinn ein.

Die Einzel-Antennen müssen über ein Zusammenführungs-Netzwerk miteinander verbunden werden. Die Verluste dieses Zusammenführungs-Netzwerkes verringern dabei den Antennen-Gewinn. Bei den hohen Frequenzen, welche für den Satelliten-Heimempfang genutzt werden, haben Hohlleiter die mit Abstand geringsten Verluste, sind allerdings auch aufwändiger in der Herstellung.

Qualitativ hochwertige Flachantennen bestehen deshalb durchgängig vom Hornstrahler bis zum Antennen-Ausgang aus Hohlleitern und sind z. B. aus 144 Hornstrahlern aufgebaut.

Bedingt durch den platzsparenden Aufbau von Flachantennen werden diese gerne für den mobilen Empfang z. B. auf Wohnmobilen oder wenn die Antenne auf dem Balkon montiert werden soll eingesetzt.

Multifeed-Empfang

Sollen mehr als ein Satellit empfangen werden (z. B. ASTRA und Hotbird oder Türksat), dann ist entweder für jeden Satelliten eine eigene Antenne nötig oder man nutzt den sogenannten Multifeed-Empfang mit nur einer Offset-Antenne. Mit Flachantennen ist kein Multifeed-Empfang möglich.

Beim Multifeed-Empfang werden in der Regel 2 oder 3 Speisesysteme nebeneinander auf einer Multifeed-Schiene montiert. Der Montage-Abstand ist dabei abhängig vom Abstand der Satelliten auf der geostationären Umlaufbahn und von der Größe der verwendeten Offset-Parabolantenne. Bei Qualitäts-Herstellern sind die Montage-Positionen der Speisesysteme durch Kerben markiert. Dies erleichtert die Ausrichtung der Antennen und das Auffinden der Multifeed-Positionen erheblich.

Je kleiner dabei die Antenne ist, desto geringer ist dieser Montage-Abstand. Qualitäts-Hersteller haben deshalb sehr schmalbauende Speisesysteme im Programm. Damit ist dann der Multifeed-Empfang z. B. für die beliebten Satelliten Astra und Hotbird bereits mit einer Offset-Parabolantenne ab 60 cm Durchmesser störungsfrei möglich.

Drehbare Antennen

Bei dieser Variante wird die Antenne mit Hilfe eines Motors und einer sogenannten Polarmount-Halterung, bei der die Rotations-Achse parallel zur Erdachse ausgerichtet ist, gedreht. Die Antenne kann dabei eine Offset-Parabol- oder eine Flach-Antenne sein. Durch die Polarmount-Halterung fährt die Antenne bei der Drehung die Satelliten auf der geostationären Bahn ab und es ist nur ein Motor nötig. Grundsätzlich können damit Satelliten von Horizont zu Horizont empfangen werden. Die Größe der Antenne ist dementsprechend anzupassen.

Achtung: Alle angeschlossenen Empfänger können nur den jeweils angepeilten Satelliten empfangen. Eine drehbare Antenne kann also in Mehrteilnehmer-Anlagen den Multifeed-Empfang nicht ersetzen.

Ebenfalls lesenswert: Leerrohre.

3.    Aktuelle Trends für Satellitenanlagen

Wie in vielen technischen Bereichen, bleibt auch hier der technische Fortschritt. Neuheiten und Innovationen bieten Ihnen die Möglichkeit, die Satellitenanlage Ihren Bedürfnissen anzupassen. Moderne Varianten in der Satellitentechnik:

SAT>IP

Wir von Tipp zum Bau erklären Ihnen, was hinter der Technik von Satellitenanlagen steckt.Diese Technik bezeichnet einen speziellen SAT-Server. Damit empfangen Sie Satelliten auf Geräten, die keinen Receiver-Anschluss haben. Sie haben die Wahl zwischen Fernsehen am TV, dem Tablet oder am PC.

SAT>IP ist ein Kommunikations-Protokoll für den Empfang und die Verteilung von Satelliten-Signalen. Es übersetzt Fernsehsignale vom Satelliten (DVB-S und DCV-S2) für die Nutzung auf internetbasierten Endgeräten. So wird der gesamte Satellitenhaushalt mit TV-Programmen auf vielen Geräten versorgt. Solche Geräte sind:

  • Mobile Geräte wie Tablets.
  • Zudem Laptops und Smartphones.
  • Aber auch PCs.
  • Zusätzlich werden Connected TVs versorgt.
  • Ebenso sind Fernsehprogramme auf Spielekonsolen möglich.
  • Sowie Media Player.

Dies ermöglicht Satellitenfernsehen in bester Qualität auch auf Geräten, die keinen integrierten Satellitenempfänger besitzen. Satellitensignale werden dabei über jede IP-Infrastruktur mit oder ohne Kabel transportiert. Auch die Verteilung des Satellitensignals auf mehrere Fernsehgeräte wird erheblich vereinfacht.

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Optische SAT-Verteilung

Wir von Tipp zum Bau erklären Ihnen, was hinter der Technik von Satellitenanlagen steckt.Das optische SAT-ZF-Verteilsystem bringt mehrere Vorteile mit sich. Ein Vorteil ist beispielsweise die sehr geringe Dämpfung. Dass vier Satelliten-Empfangsebenen über ein sehr dünnes Glasfaserkabel übertragen werden, spricht für das Sat-ZF-Verteilsystem. Die Abhängigkeit vom Kupferpreis sowie das aufwendige Verlegen von vier „dicken“ Koaxialkabeln entfallen dadurch.

  • Der Charme des CLIK!-Systems liegt in der äußerst einfachen Handhabung der „dünnen“ Kabel.
  • Ebenso überzeugt der besonders schlanke Stecker mit Führungsnase und CLIK!
  • Das hörbare Einrasten des CLIK!-Steckers dient als Bestätigung der „perfekten“ Verbindung.

Vom Sender über das Verteilmaterial (im miniaturisierten platzsparenden Design) bis hin zum Empfänger – ein komplett durchdachtes System.

Die optischen Glasfaserkabel werden mit Hilfe der Einzugöse sehr einfach in Leerrohre eingezogen. Das Verteilmaterial wird spielend leicht mit einer Schraube befestigt. Sie haben die Möglichkeit diese aber auch in der smarten Faserbox unsichtbar zu verstauen. Zusätzlich bleiben bis zu fünf Meter Überlänge der optischen Faser in der Faserbox verborgen.

Durch einen optischen Sender Ihrer Satellitenanlage können herkömmliche Universal Quatro-Speisesysteme verwendet werden. Es ist möglich zusätzliche Sender zur Erweiterung des Systems zu kaskadieren. Der Sender verfügt über AGC (Automatic Gain Control). Das bedeutet, dass eine automatische Verstärkungsregelung erfolgt.

Das Einmessen der Satellitenantenne kann mit einem herkömmlichen Sat-ZF-Empfänger durchgeführt werden. Somit ist die Anschaffung neuer Messgeräte unnötig. Das Miniatur-Stecker-Design ist durchgängig vorhanden: vom Sender über das Verteilmaterial bis hin zum Empfänger. Einfachste Installation ist so stets gewährleistet.

Durch das hohe optische „Link Budget“ werden größere Gebäude leicht und kostengünstig verkabelt. Auch das Einspeisen terrestrischer Signale wird mit diesem System ermöglicht.

Da die Satellitenanlage keine metallische Schirmung aufweist, gehören Potenzialunterschiede der Vergangenheit an. Der Einsatz von zusätzlichen Verstärkern ist nicht notwendig. Es ergibt sich also sowohl ein wirtschaftlicher als auch ein Energiespareffekt.

Modulare Kopfstellentechnik für Ihre Satellitenanlage

Wir von Tipp zum Bau erklären Ihnen, was hinter der Technik von Satellitenanlagen steckt.Moderne Kabelnetze übertragen enorme Datenmengen. Somit ermöglichen sie neben schnellem Internetzugang und Telefonie auch TV- und Radioempfang in Spitzenqualität. Kopfstellen von Kathrein ermöglichen die zukunftssichere Einspeisung von TV-Signalen für Kabelnetze unterschiedlicher Größe.

  • Sie überzeugen durch Innovation.
  • Diese sind flexibel.
  • Sie bieten zahlreiche Kombinationsmöglichkeiten der jeweiligen Module.
  • Kopfstellensysteme von Kathrein schließen die Lücke zwischen der klassischen koaxialen TV-Signalverteilung und der IP-basierten Netzwerktechnologie.

IP-Streaming-Technik ermöglicht dabei IPTV in vielen Anwendungsgebieten wie etwa Hotel-TV. Durch multistandardfähige Kopfstellenmodule (DVB-S/S2/T/T2/C) ist gewährleistet, dass das Kabelnetz den fortlaufenden Veränderungen in der Senderausstrahlung angepasst wird. Zudem lassen sich die Energiekosten deutlich senken.

Standard EN 50494

Der Einkabel-Standard nach EN 50494 (SCR CENELEC) dient zur Verteilung von Satelliten-TV-Signalen. Dabei werden mehrere Receiver an eine einzige Ableitung angeschlossen. Das ist bei der Sat-ZF-Verteilung nicht möglich. Im SCR-Einkabel-Standard steht das volle Programmspektrum zur Verfügung. Ganz im Gegensatz zu gängigen Einkabel-Lösungen mit eingeschränkter Senderauswahl.

Jedem Receiver steht eine bestimmte Frequenz im Bereich von 950 bis 2150 MHz zur Verfügung. Es wird kein komplettes Frequenzband übertragen. Der Receiver teilt dem LNB oder Multischalter Ebene und Transponder des gewünschten Programmes mit. Die geschieht über spezielle DiSEqC™-Signale. Der Transponder wird dann auf das Frequenzband des Receivers aufmoduliert.

Zur Ansteuerung eines Einkabel-LNBs sind spezielle DiSEqC™-Schaltsignale nötig. Deshalb kommen nur digitale Satelliten-Receiver in Frage, die diesen Standard unterstützen. Grundlage dieser Technik ist die europäische Norm EN 50494. Alle Receiver, die diese Norm erfüllen, können in einem Einkabel-System betrieben werden. Umgekehrt sind solche SCR-Receiver auch an allen anderen Satellitenanlagen einsetzbar.

Standard EN 50607

Der neue Einkabel-Standard nach EN 50607 ist eine Erweiterung des bisherigen Einkabel-Standards. Dieser bietet folgende Möglichkeiten:

  • 64 Satellitenebenen und 32 Anschlussteilnehmer.
  • Genauere Frequenzabstimmung (1 MHz statt 4 MHz).
  • Bidirektionale Kommunikation.

Die Signalisierung basiert auf dem DiSEqCTM-Protokoll mit 22-kHz-Taktfrequenz. Die Dateninhalte sind für Einkabel-Befehle optimiert, wodurch kürzere Sendezeiten erreicht werden.

Alle neuen Multischalter von Kathrein sind nach wie vor kompatibel zum Standard EN 50494.

4.    Voraussetzungen für eine Satellitenanlage

Um Ihre Satellitenanlage optimal auf- und einzustellen, sind bestimmte Voraussetzungen zu erfüllen. Wohnen Sie in einer Mietwohnung, ist es ratsam, Ihren Vermieter um eine Genehmigung zu bitten. Wie die Installation von Satellitenanlagen geregelt ist, finden Sie im Mietvertrag. Verbietet Ihr Vermieter Ihnen die Satellitenanlage, so muss er dies begründen.

Voraussetzungen für die Installation einer Satellitenanlage

Wenn der Installation Ihrer Satellitenanlage nichts mehr im Wege steht, geht es an die Montage. Das Wichtigste ist, dass sich zwischen der Antenne und dem Satelliten keine Objekte befinden. Das heißt: Weder Bäume, noch Strommasten und erst recht keine Mauern oder Dachüberstände. Es muss freie „Sichtverbindung“ zum Satelliten am südlichen Himmel gegeben sein.

Hierbei ist als Eigenheit von Offset-Parabolantennen zu beachten, dass das Satelliten-Signal nicht in Empfangsrichtung senkrecht auf den Reflektor fällt, sondern um den Offset-Winkel steiler. Bei unseren Breitengraden bedeutet dies, dass von der oberen Kante des Reflektors in einem gedachten Winkel von rund 60° bezogen auf die Horizontale freie Sichtverbindung bestehen muss! Dies wird besonders bei der Montage unter Dachvorsprüngen z.B. an der Hauswand oder auf dem Balkon oft falsch gemacht. Durch diese Teilabschattung der Antenne schmälert sich die Empfangsstärke erheblich. Dies kann dazu führen, dass bei Schlechtwetter-Lagen ständig der Empfang aussetzt oder dass die Spiegelgröße vollkommen überdimensioniert wird.

Tipp: Mit einem Meterstab können sie den Winkel von 60° leicht abschätzen. Klappen sie hierzu die ersten 4 Glieder des Meterstabes aus. Jetzt knicken sie das erste Glied so ab, dass es auf der 60 cm-Markierung auf dem dritten Glied zu liegen kommt. Das dritte und vierte Glied richten sie auf den Horizont aus und peilen über das zweite Glied in den Himmel. Haben sie dann freie Sicht, ist der Montage-Ort richtig gewählt.

Falls sie auf idealen Empfang bestehen und sichergehen wollen, dass alle einschlägigen Vorschriften eingehalten werden, dann beauftragen sie am besten einen Fachmann mit der Installation der Antenne.

Sie haben sich für die Selbstinstallation Ihrer Satellitenanlage entschieden?

  • Die meisten Satellitenanlagen sehen Sie sicherlich auf einem Dach.
  • Als Montageort ist jedoch die Hauswand empfehlenswerter.
  • Wollen sie auf dem Dach montieren und sie wohnen in einer Gegend mit regelmäßigem Schneefall? Besonders wenn sie dann die Offset-Parabolantenne auf der Nordseite des Daches montieren wollen beachten sie bitte, dass das Speisesystem je nach Dachneigung recht nahe der Dachhaut liegen kann. D.h. bereits ab geringen Schneehöhen beginnt das Speisesystem eingeschneit zu werden. Es ist klar, dass dann irgendwann der Empfang ausfällt. Gut, wenn sie dann wenigstens ein Dachfenster in der Nähe der Antenne haben um im Bedarfsfall das Speisesystem vorsichtig vom Schnee befreien zu können.
  • Die Webseite dishpointer.com kann bei der Abschätzung, ob ihr Standort grundsätzlich für den Satelliten-Empfang geeignet ist nützlich sein. Sie geben ihren Standort und den gewünschten Satelliten ein und sehen auf einer Karte aus welcher Richtung der Satellit empfangen werden kann.
  • Falls sie sich für ein preisgünstiges Speisesystem entschieden haben, dann achten Sie darauf die Kabelanschlüsse am Speisesystem gut und vor allem dauerhaft gegen eindringendes Regenwasser zu schützen, damit der Empfang nicht deswegen ausfällt. Bei Speisesystemen eines Qualitäts-Herstellers brauchen sie sich darüber keine Gedanken zu machen, auch nach Jahren nicht.

5.  Wie viel kostet eine Satellitenanlage?

Eine Satellitenanlage besteht aus mehreren Produkten. Hier finden Sie eine Übersicht der anfallenden Kosten.

Die Installationskosten für eine Satellitenanlage

Die Kosten für eine Satellitenanlage erfahren Sie bei Tipp zum BauMit einem Fachmann sind Sie ideal beraten. Er installiert Ihnen fachgerecht und kompetent Ihre Satellitenanlage. Dafür verlangt dieser zwischen 45 Euro und 55 Euro pro Stunde.

Der Preis hängt vom Aufwand der Montage ab. Ist der Standort die Hauswand oder das Dach? An der Hauswand ist die Satellitenanlage natürlich schneller angebracht als auf dem Spitzdach.

Dementsprechend ist dies günstiger. Außerdem ist zu bedenken, ob Kabel verlegt und Bohrungen durchgeführt werden müssen. In diesen Fällen ist der Aufwand höher und die Kosten für die Satellitenanlage dementsprechend auch.

6.    Vorteile und Nachteile der Satellitenanlage

vorteile, nachteile, satellitenanlageNeben der Satellitenanlage gibt es noch weitere Optionen, Fernsehsignale zu empfangen. Wie zum Beispiel über den Kabelanschluss oder terrestrisches Fernsehen DVB-T2. Welche Argumente sprechen aber für die Satellitenanlage und welche Gegenargumente gibt es?

Vorteile einer Satellitenanlage

  • Für Satellitenanlagen gibt es eine größere Auswahl an Sendern als beim Kabelanschluss oder DVB-T2.
  • Internationale Sender bringen Vielfalt in Ihr Wohnzimmer. Lernen Sie eine Fremdsprache ist es hilfreich, auch auf dieser Sprache fernzusehen. Pluspunkt: Sie können andere Kulturen kennen lernen.
  • Mit der Satellitenanlage haben Sie keine laufenden Kosten. Es gibt nur einen einmaligen Anschaffungspreis.
  • Beim Fernsehen über Kabel sind Sie an einen Vertrag gebunden. Das ist mit einer Satellitenanlage nicht der Fall.
  • Es gibt beheizbare Satellitenspiegel, sodass kein Schnee liegen bleibt und der Empfang nicht gestört wird.
  • Sie benötigen keine Anmeldung, um eine Satellitenanlage zu nutzen.
  • Selbst im ländlichen Raum mit chronisch schlechter Breitbandkabel-Versorgung ist die Nutzung problemlos möglich. Und sogar der Zugang ins Internet ist mit einer geeigneten Empfangs-Anlage per Satellit möglich.
  • Empfangen Sie zusätzlich Radioprogramme per Satellit.

Die Nachteile einer Satellitenanlage

Vorsicht vor Billig-Produkten:

  • Wegen der mangelnden mechanischen Stabilität kommt es gerade bei großen Schüsseln häufig zu einem gestörten Empfang. Stürme und dadurch resultierende leichte Bewegungen oder sogar Verdrehen der Satellitenschüssel sind der Grund dafür.
  • Bei kleinen Schüsseln ist der Empfang aufgrund mangelnder Empfangsleistung der Satelliten-Antenne bei schlechtem Wetter, wie Regen oder Schneefall oft nicht
  • Billigprodukte haben in der Regel nur eine geringen Vormontagegrad und sind auch konstruktionsbedingt wesentlich zeitaufwändiger bei der Montage. Der vermeintliche Preisvorteil wird dann nur zu leicht durch die höheren Arbeitskosten wieder aufgefangen. Was bleibt ist das schlechtere Produkt.

Eventuell ist eine Genehmigung für die Satellitenanlage vom Vermieter nötig.

Schlussendlich lässt sich zusammenfassen, dass viele Argumente für die Satellitenanlage sprechen. Wenn Sie sich eine große Programm-Auswahl wünschen, ist die Satellitenanlage eine gute Wahl. Ob nun andere Kulturen oder Sprachen, alles ist dabei.

Dazu sind Sie an keinen Vertragspartner gebunden und haben keine laufenden Ausgaben. Sitzen Sie entspannt auf der Couch und sehen mit Ihrer Satellitenanlage fern, ohne sich Sorgen um die monatliche Rechnung zu machen.

7.    Produktempfehlung von Kathrein

Sie wollen hochwertigen Satellitenempfang? – Dann wenden Sie sich an den Spezialisten: KATHREIN Digital Systems! Das bayerische Unternehmen ist seit vielen Jahren Marktführer bei der Herstellung von Satellitenanlagen. Als Top-Experte für moderne, empfangsstarke und äußerst haltbare SAT-Antennen, sorgt KATHREIN Digital Systems für den besten Satellitenempfang in jedem Zuhause.

Außerdem schließt das Unternehmen mit innovativen Technologien die Lücke zwischen der konventionellen Signalverteilung und der modernen Netzwerk- bzw. Glasfasertechnik. Dazu zählen zum Beispiel optische SAT-Verteilung, SAT>IP oder modulare Kopfstellentechniken. Das umfassende Produktportfolio für den Bereich Radio- und TV-Empfang wird fortwährend um attraktive Lösungen erweitert.

Durch die hohe Präzision der Reflektoren, der sauberen Abstimmung von Feedhorn und Reflektor sowie der soliden Qualität der Speisesysteme, haben die Satelliten-Antennen eine nicht erreichte und in Fachkreisen anerkannte Empfangs-Qualität. Dies bedeutet, dass KATHREIN bereits mit einer 60 cm Antenne eine hervorragende Schlechtwetter-Reserve erreicht.

Selbst der Multifeed-Empfang, der überhaupt erst durch die schmalbauenden Speisesysteme in einem kleinen Spiegel möglich ist, erlaubt den Empfang der digitalen Signale von ASTRA und Hotbird oder Türksat. Die Firma KATHREIN hat hier sogar ein Alleinstellungs-Merkmal für Twin-Speisesysteme und aufwärts.

Aufgrund der nachgewiesen hohen Qualität lassen sich folgende Produkte von KATHREIN Digital Systems besonders empfehlen.

Offset-Parabolantennen mit LNB von Kathrein

Offset-Parabolantennen mit 90 cm Durchmesser

Aus dem Produktkatalog von Kathrein sind zwei Offset-Parabolantennen zu empfehlen. Zum einen gibt es die Satellitenantennen der Modelle CAS 90GR, CAS 90RO und CAS 90WS. Diese haben einen Durchmesser von 90 cm.

Die Offsetantenne besteht aus einem Reflektor (Satellitenschüssel), einer Speisesystem-Halterung und einer Masthalterung. Dabei ist der Reflektor aus pulver-beschichtetem Aluminium. Auch alle Nägel, Schrauben und Nieten bestehen aus rostfreiem Edelstahl. So ist für Langlebigkeit garantiert.

Die Multifeed-Adapterplatte (darauf ist der LNB befestigt) ist aus stabilem Aluminium.

  • Dieses ist ebenfalls rostbeständig.
  • Die Mastbefestigung weist ebenso eine hohe Robustheit auf.
  • Für diese wurde feuerverzinktes Stahlblech verwendet.

Bei dieser Satellitenschüssel müssen Sie sich über die Montage keine Sorgen machen. Die Offset-Parabelantenne kommt schon komplett vormontiert zu Ihnen nach Hause. So wird sie nur noch vom Fachmann montiert.

Die Satellitenschlüssel gibt es in den Farben Graphit, Weiß und Rotbraun. Mitgeliefert wird außerdem eine wechselbare Multifeed-Adapterplatte.

Offset-Parabolantennen mit 120 cm Durchmesser

Bei Satellitenanlagen gilt: Je größer die Satellitenschüssel, desto besser der Empfang. Daher wird hier zur 90 cm großen Antenne, eine Antenne mit einem größeren Durchmesser vorgestellt. Die Modelle CAS 120/W,  CAS 120/G und CAS 120/R  haben einen Durchmesser von 120 cm.

  • Auch in dieser Größe besteht die Satellitenschüssel aus einem Reflektor und einer Speisesystem-Halterung.
  • Der Reflektor ist aus einer pulverbeschichteten Aluminium-Ausführung. Das sorgt für eine hohe Stabilität.
  • Genauso sind die Speisesystem-Halterung sowie die Spiegel-Hinterkonstruktion aus verzinktem Stahlblech.

Im Gegensatz zum 90 cm-Modell, besitzt diese Offset-Antenne einen Schnappkabelhalter. Es ist möglich, bis zu acht Kabel an diesem zu befestigen. Der Kabelhalter ist aus witterungsbeständigem Kunststoff. Wind und Wetter macht dem Kabelhalter also nichts aus.

Diese Kathrein-Antenne für die Satellitenanlage bietet sich für den Empfang weiterer Satelliten an. Denn am Tragarm können zwei Universal-Speisesysteme zusätzlich installiert werden. Diese empfangen Satelliten im Abstand von drei bis sechs Grad. Somit erweitern Sie die Auswahl Ihrer TV- und Radiosender.

Kathrein verwendet hochwertiges Material, wie Aluminium und rostbeständiges Edelstahl. Sie profitieren daher von einer hohen Langlebigkeit. Mit einer Offset-Antenne von Kathrein haben Sie schon mal den wichtigsten Bestandteil einer Satellitenanlage.

SAT-Receiver von Kathrein

Receiver

Mit einer Parabolantenne ist es natürlich noch nicht getan. Zu einer Satellitenanlage gehört auch ein Receiver. In vielen modernen Fernsehgeräten sind Receiver bereits eingebaut.

Wenn Sie Ihr altes Fernsehgerät allerding behalten, muss ein externer Receiver her.

Dafür eignet sich der SAT-Receiver UFS 810 aus dem Hause Kathrein. Dieser wird mit einer Infrarot-Fernbedienung sowie einem HDMI-Kabel geliefert. Nach der Installation der Satellitenschüssel, wollen Sie natürlich so schnell wie möglich entspannt fernsehen.

Mit dem SAT-Receiver von Kathrein ist das möglich. Und das auch ohne Programmsuchlauf. Auf dem Receiver befindet sich nämlich eine vorprogrammierte Programmliste. Auch die Favoriten sind schon vorprogrammiert. Jeweils acht Sender für Fernsehen und Radio sind als Favoriten markiert.

Ein weiterer Vorteil des Kathrein-Receivers ist die elektronische Programmzeitschrift. Damit haben Sie die Möglichkeit, jederzeit nachschauen, was gerade wo ausgestrahlt wird. Alle TV-Sender digitaler Satelliten und Radiosender im DVB-S2 sind zu empfangen.

Eine eingebaute Festplatte sorgt dafür, dass jede Menge Speicherplatz auf dem Receiver vorhanden ist. Bis zu 4000 Programme können Sie speichern. Auch 800 Seiten Videotext lassen sich problemlos auf dem SAT-Receiver speichern.

Für Fans ausländischer Serien und Filme bietet der Receiver ebenso etwas. Denn bei mehrsprachig übertragenen Sendungen haben Sie die Wahl zwischen verschiedenen Sprachen. Die Bildschirm-Einblendung, beispielsweise die Sprache der Einstellungen, gibt es ebenfalls in acht Sprachen. Unter Anderem: Spanisch, Italienisch oder Polnisch.

Außerdem besitzt der Receiver einen USB-Anschluss. Software-Updates werden bequem über einen USB-Stick gemacht. Es ist Ihnen möglich, durch den USB-Anschluss Fotos auf dem Fernseher ansehen.

Folgende Kabelanschlüsse sind am SAT-Receiver vorhanden:

  • F-Buchse.
  • USB 2.0.
  • HDMI out.
  • Digital Audio S/PDIF elektrisch.
  • Scart.

Der SAT-Receiver von Kathrein macht also die Satellitenanlage komplett.  Er bietet vorprogrammierten Programmen und großen Speicherplatz. Außerdem überzeugt dieser durch eine Sprachauswahl bei mehrsprachigen Sendungen und einen praktischen USB-Anschluss.

8. Wissenswertes über die Satellitenanlage

Blitzschutz für Ihre Satellitenanlage

Ihre Satellitenanlage ist jedem Wetter ausgesetzt. Besonders bei Gewitter sind Sie in der Pflicht. Blitzeinschläge schädigen nicht nur Ihre SAT-Anlage. Sie können ebenfalls rechtliche Folgen für Sie haben. Erfahren Sie deshalb hier, wie sie Ihre Satellitenanlage wirksam vor Blitzeinschlägen schützen.

Oft herrscht die Vorstellung, dass Blitzschutz-Regelungen auf freiwilliger Basis beruhen. Diese Annahme ist nicht richtig. In vielen Fällen besteht eine Pflicht. Daher ist es ratsam, die jeweiligen Normen einzuhalten. So vermeiden Sie bei einem Blitzeinschlag Personen- oder Sachschäden.

Auch Ihre Satellitenanlage benötigt Schutz vor Witterungseinflüssen. Die Regelungen zum Blitzschutz sind besonders wichtig.

  • Ungeschützt angebrachte Satellitenanlagen müssen fachgerecht geerdet sein.
  • Ist Ihre Satellitenanlage nicht ordnungsgemäß gesichert, werden Sie im Falle eines Einschlags zur Rechenschaft gezogen.
  • Um dies zu vermeiden, sollte Ihre Satellitenanlage ordnungsgemäß geschützt sein.

Ist Ihr Haus mit einem äußeren Blitzschutz ausgestattet, sind keine weiteren Schutzmaßnahmen notwendig.

Dasselbe gilt, wenn Ihre Satellitenanlage im Schutzbereich des Dachs liegt. Hier müssen Sie sich allerdings an einige Vorgaben zur Installation halten:

  • Bringen Sie die Satellitenanlage so an, dass sie höchstens 1,5 m vom Gebäude.
  • Ein Mindestabstand von 2 m zur Dachkante ist ebenfalls vorgegeben.
  • Das Dach muss außerdem über die Satellitenanlage Bei einem Flachdach ist der Schutz folglich nicht gewährleistet.

Falls Ihre Satellitenanlage nicht im Schutzbereich liegt, sind ein Potentialausgleich und eine Erdung notwendig. Diese Schutzmaßnahmen erfolgen nach der DIN EN 60728-11.

Potenzialausgleich und Erdung

Beim Potentialausgleich sollten Sie sich unbedingt an einen Fachmann wenden.

  • Dieser Vorgang ist kompliziert und fordert gesicherte Elektro-Kenntnisse.
  • Auch bei der Erdung des Antennenmasts ist die Hilfe eines Fachmanns.

Die Erdung verhindert eine statische Überspannung Ihrer Satellitenanlage sowie die Blitzentladung. Ein Fundamenterder nach DIN 18014 dient als Blitzschutz für Ihre Anlage.

  • Ist ein Fundamenterder vorhanden, so ist die Erdung gewährleistet.
  • Andernfalls muss der Antennenmast der Satellitenanlage separat geerdet oder nachgerüstet werden.

Für die Nachrüstung stehen Ihnen grundsätzlich zwei Möglichkeiten offen:

  • Ein Vertikalerder mit 2,5 m Länge oder
  • Zwei Vertikalerder mit jeweils 1,5 m Länge.

Zwei Erder werden genutzt, wenn ein einzelner nicht tief genug in die Erde gelangt. Diese sind mit einem Abstand von 3 m anzubringen.

Ein effektiver Blitzschutz schützt also nicht nur Sie vor Streitigkeiten mit dem Ordnungsamt. Sie vermeiden mit den passenden Maßnahmen außerdem Personenschäden. Und ganz nebenbei vermeiden Sie Schäden an der Satellitenanlage selbst – und damit auch Ihren Geldbeutel. Alles in allem also eine sehr sinnvolle Investition.

9. Kataloge

Kathrein ist Partner von Tipp zum Bau.

Hier stehen Ihnen Kataloge der Firma Kathrein zum Thema
Satellitenanlagen zur Verfügung.

10. Fachpartner finden

Sie planen Satellitenfernsehen bei Ihnen einzurichten und benötigen fachmännischen Rat vor Ort?

Ihr Elektroinstallateur in Ihrer Nähe hilft Ihnen gerne.

11. Optische SAT-Verteilung Glasfaserkabel

Aus geschmolzenem Glas werden Fäden gezogen, die als Glasfasern bezeichnet werden. Grundsätzlich zählen Glasfasern zu den Lichtwellenleitern. Insgesamt gibt es drei verschiedene Lichtwellenleiter. Sie existieren als Kunststoff-, Glas- oder Quarzfasern. Ihre Funktion besteht darin, Lichtsignale über weite Distanzen zu übertragen. Selbst bei größeren Distanzen gewährleistet eine einzige Faser eine Bandbreite von 60 HZ.

Für das SAT-ZF-Verteilsystem werden Glasfaserkabel verwendet. In einem Glasfaserkabel sind mehrere Glasfasern gebündelt. Diese enthaltenen Lichtteilchen, Photonen, die für die Übertragung der Lichtsignale verantwortlich sind.

Bevor die Übertragung stattfindet, erfolgt eine Umwandlung
der elektrischen in optische Signale. Um dies realisieren zu können, werden Lichterzeuger wie bspw. Laserdioden benutzt.

12. Multifeed-Halter

Auch wenn ein zusätzlicher Multifeed-Halter angebracht wird, ist der Parabolspiegel prinzipiell immer nur auf einen Satelliten ausgerichtet. Dennoch ist die Schüssel in der Lage, die Signale von anderen Satelliten zu reflektieren. Dabei empfängt ein zweiter LNB die reflektierten Signale schielend.

Prinzipiell ist das schielend empfangene Signal deutlich schwächer. Daher wird der Parabolspiegel auf den schwächeren Satelliten ausgerichtet. Um Astra und Hotbird gleichzeitig zu empfangen, benötigt die Schüssel einen Durchmesser von 80 cm. Da von Hotbird das schwächere Signal ausgeht, richten Sie die Schüssel auf diesen Satelliten aus.

Falls Sie mehrere LNBs an den Multifeed-Halter montieren, achten Sie auf den passenden Abstand. Dieser hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Form und Durchmesser der Schüssel.
  • Form des LNB Trichters.
  • Geographischer Standort.
  • Satellitenposition am Himmel.

13. Offset-Antennen

Offset-Antennen sind ungefähr 1,25 Meter breit und 1,35 Meter hoch. Der Offsetwinkel liegt bei 21 Grad. Bei Offset-Antennen ist der LNB unten platziert, da der Brennpunkt des Spiegels nicht in der Mitte liegt. Dadurch werden Beeinträchtigungen der Abstrahlcharakteristik vermieden.

Anhand der Abstrahlcharakteristik lässt sich erkennen, wie die Ausbreitung der elektromagnetischen Wellen verläuft. Die Art der Abstrahlcharakteristik hängt maßgeblich von der Form der Antenne ab. Grundsätzlich existieren vier Abstrahlungsmöglichkeiten:

  • Gleichmäßig rundum.
  • Richtungsunabhängig.
  • Auf verschiedene Polarisationsebenen ausgerichtet.
  • Keulenförmig.

14. Rechtliche Grundlage für den SAT-Empfang

In Deutschland existieren Regelungen zur Anbringung von Satellitenanlagen. Als Rechtsgrundlage dienen sowohl das Mietrechtsgesetz (MRG, § 9) als auch das Wohnungseigentumsgesetz (WEG, § 13). In folgenden Fällen haben Mieter und Vermieter Anspruch auf die Installation von Satellitenantennen:

  • Bei einem wichtigen Interesse des Mieters oder Eigentümers darf eine Antenne installiert werden. Mit diesem Interesse sind hauptsächlich berufliche Gründen gemeint.
  • Beide sind berechtigt die Antenne zu montieren, falls die Installation nicht zu Hausschäden führt. Schutzwürdige Interessen des Vermieters oder anderer Mieter dürfen nicht tangiert werden.
  • Entspricht die Montage dem Stand der Technik, ist die Montage unproblematisch.

Urteil des Bundesverfassungsgerichts

Als Präzedenzfall gilt ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 9.2.1994/ 1 BVR 1687/92. Dabei wurde einem ausländischen Staatsbürger das Recht auf Empfang heimatlicher Programme zugesprochen. Laut der Kammer ist dieses Recht größer als das Interesse des Vermieters. Deshalb war es erlaubt, eine Antenne anzubauen.

15. Beschreibung zur Drehbaren Antenne

Das Drehen der Satellitenantenne wird erst durch die Polarmounthalterung ermöglicht. Polarmount ist eine spezielle Montagetechnik für bewegliche Satellitenantennen. Das Herzstück der Halterung ist ein Rotor, der durch eine Achse getragen wird. Diese verläuft parallel zur Rotationsachse der Erde.

Am Rotor ist die bewegliche Satellitenanlage montiert. Indem sich der Rotor dreht, wird die Antenne auf unterschiedliche geostationäre Satelliten ausgerichtet. Dazu muss für die Antenne der Deklinationswinkel fest eingestellt sein.

Mit solch einer Anlage ist es von Mitteleuropa aus möglich, Signale von 30 verschiedenen Satelliten zu empfangen. Mit einem 1 Meter großen Parabolspiegel sind bis zu 6.000 Radio- und Fernsehprogramme empfangbar.

16. Vor- und Nachteile der Wartungs- und Reinigungsarbeiten

Falls Sie Reinigungs- und Wartungsarbeiten nicht vernachlässigen, profitieren sie von zahlreichen Vorteilen:

  • Der Verschleiß durch regelmäßige Inspektionen ist geringer.
  • Die Lebensdauer der Sat-Anlage verlängert sich, sodass Ihnen teure Reparaturen oder ein Neukauf erspart bleiben.
  • Durch die regelmäßige Reinigung wird ein klarer Empfang sichergestellt.
  • Reinigungsarbeiten an Sat-Anlagen tragen zur optischen Aufwertung des Hauses bei.

Dennoch gibt es auch Nachteile, die in Betracht zu ziehen sind:

  • Eigenständige Reinigungsarbeiten an Sat-Anlagen, die sich auf Dächern oder Wänden befinden, sind gefährlich.
  • Wenn Sie eine Fachfirma beauftragen, entstehen zusätzliche Kosten.

Sicherheit geht vor

Bei eigenständigen Arbeiten an Dächern und Wänden ist es unabdingbar, Sicherheitsgurte oder Leiter zu benutzen. Am besten führen sie die Arbeiten immer zu zweit aus, damit eine Person absichern kann.

Falls Ihr Balkon Zugang Richtung Süden hat, können Sie die Sat-Anlage dort anbringen. Dabei ist es ratsam, auf scharfe Metallkanten zu achten.

17. Reinigungsarbeiten am Parabolspiegel aus Metall

Während der Parabolspiegel aus Metall im Sommer heiß wird, kühlt er im Winter ab. Durch diesen wechselhaften Zustand entstehen Ablagerungen, die schließlich zur Moosbildung führen. Obwohl das Moos den Parabolspiegel nicht beschädigt, kann es das Signal schwächen. Dies führt wiederum zu einem schlechteren Bild auf Ihrem Endgerät. Deshalb ist es notwendig, die Satellitenschüssel zu reinigen.

Falls Sie Reinigungsarbeiten selbstständig durchführen, beachten Sie folgende Punkte:

  • Verzichten Sie auf Stahlbürsten, da Sie sonst das Metall zerkratzen.
  • Benutzen sie einen feuchten Schwamm oder Lappen.
  • Diesen tunken Sie in heißes Wasser mit Spülmittel oder einem anderen Reinigungsmittel ein.

18. Wartung

Sat-Anlagen befinden sich im Außenbereich und sind dauerhaften Witterungseinflüssen ausgesetzt. Dabei können Stürme, starke Sonneneinstrahlungen und Feuchtigkeit zu gravierenden Funktionsbeeinträchtigungen der Sat-Technik führen.

Deshalb ist es empfehlenswert, die Sat-Anlage von einer Fachfirma regelmäßig warten zu lassen. Grundsätzlich führt der Fachbetrieb anfallende Wartungsarbeiten vor Winterbeginn durch. Die Inspektion setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen:

  • Reinigungsarbeiten an der Sat-Anlage.
  • Neuausrichtung der Sat-Anlage.
  • Überprüfung des Funksignals.
  • Überprüfung der Funktionsfähigkeit.
  • Inspektion der Anschlüsse.
  • Austausch von Materialen wie bspw. LNBs oder Klammern.

19. Wartungskosten

Wartungskosten für Sat-Anlagen setzen sich aus einer festen Grundgebühr und variablen Kosten zusammen. Durch die Grundgebühr sind alle wesentlichen Wartungsleistungen wie Reinigungsarbeiten, Neuausrichtung und Austausch von Verbrauchsmaterialen abgedeckt.

Die variablen Kosten hängen hingegen von der Teilnehmeranzahl ab. Je mehr Anschlüsse existieren, desto höher sind die Kosten. Bei german-sat zahlen Sie pro Anschluss 2 €. In folgender Tabelle sehen Sie, wie hoch die jährlichen Wartungskosten bei german-sat ausfallen.

Anzahl der Sat-Anlagen und AnschlüsseGesamtpreis inklusive aller AnschlüsseJahresgebühr
1 Sat-Anlage, 6 Anschlüsse/Wohnungen82 €69 €
1 Sat-Anlage, 10 Anschlüsse89 €69 €
1 Sat Anlage, 40 Anschlüsse/Wohnungen149 €69 €
2 Sat Anlagen, 10 Teilnehmer128 €1.Sat-Anlage 69 €
2.Sat-Anlage 39 €

20. Installationskosten

Falls Sie eine Fachfirma mit der Installation Ihrer Sat-Anlage beauftragen, müssen Sie drei Kostenfaktoren im Blick haben. Entscheidende Kriterien für die Installationskosten sind:

  • Der Ort der Anbringung der Satellitenschüssel.
  • Die Kosten für zusätzliche Halterungen.
  • Der zusätzlich gewünschte Verbindungsaufbau mit dem Receiver und dem Fernsehgerät.

Prinzipiell verlangen Fachbetriebe 45-55 € pro Arbeitsstunde und Arbeiter. Die durchschnittliche Installationsdauer beträgt im Regelfall 4 bis 6 Stunden. Somit belaufen sich die gesamten Installationskosten zwischen 360 und 660 €. In den Kosten ist ebenfalls die korrekte Ausrichtung der Schüssel enthalten.

Damit Sie im Voraus über anfallende Kosten informiert sind, stehen Ihnen zwei Möglichkeiten zur Auswahl. Einerseits können Sie sich von der beauftragten Fachfirma einen Kostenvoranschlag erstellen lassen. Darin sind die Kosten für die Arbeitszeit und das zu verwendende Material aufgelistet. Die darin festgelegten Kosten dürfen maximal um 20 Prozent überschritten werden.

Andererseits haben sie die Möglichkeit, einen Festpreis zu vereinbaren. Achten Sie jedoch darauf, dass im Vertrag keine Klauseln für Kostensteigerungen festgelegt sind. Ansonsten handelt es sich um einen Gleitpreis.

21. Satellitenreceiver

Satellitenreceiver sind Empfangsgeräte, die Signale vom LNB-Converter empfangen. Danach setzen sie die Signale in einen Frequenzbereich von 950- 2150 MHZ um. Damit der Fernseher die Signale wiedergeben kann, wandelt der Satellitenreceiver diese in Videosignale um. Einige Satellitenreceiver sind ebenfalls für die Stromversorgung des LNB-Converters zuständig. Die Stromversorgung wird mit einer Fernspeisespannung sichergestellt.

Die bekanntesten Satellitenreceiver sind Set-Top-Boxen, externe Beistellgeräte. Diese werden an einen Fernseher angeschlossen. Während der Nutzung von Set-Top-Boxen können Sie auf die Fernbedingung des Fernsehers verzichten. Denn der SAT-Receiver ist in der Lage, den Fernseher an- und auszuschalten. Außerdem wird die Lautstärke über Hifi-Anlagen oder Pegeländerungen am Analogausgang geregelt.

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