Die Steckdose

Die Steckdose – Ihr Tor zur Welt der Elektrizität

Strom ist im alltäglichen Leben von enormer Wichtigkeit. Steckdosen machen ihn in Ihrem Haushalt für Sie zugänglich. Dabei erfüllt eine Steckdose unterschiedliche Anforderungen. Denn Strom ist auch sehr gefährlich. Aber wie funktioniert eine Steckdose eigentlich? Und wie kommt der Strom in Ihren Haushalt? Und wie schützen Sie sich vor Unfällen? Von verschiedenen Arten der Steckdose bis zu Sicherheitsvorkehrungen: Lesen Sie hier alles zur Steckdose.

Die richtige Anwendung von Bauplatten

1. Vom Kraftwerk in die Steckdose

Die Funktionsweise einer Steckdose ist sehr komplex. Lesen Sie deshalb zum besseren Verständnis unsere Übersicht zur Funktionsweise von Stromkreisen.

Wie kommt Strom in Ihren Haushalt?

Tipp zum Bau erklärt Ihnen wie der Strom in Ihren Haushalt gelangt

So wird ihre Steckdose mit Strom versorgt.

Vom Elektrizitätswerk fließt der Strom über Hochspannungsleitungen zum örtlichen Umspannwerk. Über vier Niederspannungsleitungen fließt er von dort weiter zum heimischen Sicherungskasten. Zur Zuführung von Strom dienen drei Kabel. Dabei handelt es sich um die sogenannten Phasen L1, L2 und L3. Ein viertes Kabel ist für die Rückführung des Stroms verantwortlich. Das ist der sogenannte Nullleiter (NL). Warum Strom wieder zurückfließt lässt sich am besten an einem Wasserkreislauf veranschaulichen.

Stellen Sie sich vor von einem höher gelegenen Reservat fließt Wasser durch ein Rohr. Das Rohr führt zu einem tiefer liegenden See. In der Mitte befindet sich ein Schaufelrad, das durch das Wasser angetrieben wird. Die Wassermenge ändert sich auf dem Weg nicht, die Energie allerdings schon. Durch das Schaufelrad wird der Wasserfluss verlangsamt, er verliert also Energie. Für Strom gilt dasselbe. Die zum Verbraucher fließende Menge ist genauso groß wie die abfließende Menge Strom. Der Verbraucher ist in diesem Beispiel mit dem Schaufelrad gleichzusetzen. Der Zufluss zum Schaufelrad steht für die „Phase‟ und der Abfluss für den „Nullleiter‟. Dadurch wird deutlich, dass nicht der Strom, sondern nur seine bereitgestellte Energie verbraucht wird.

Ebenfalls lesenswert: Elektroplanung.

Der Energieverbrauch

Für das Beispiel bedeutet das, dass das Wasser im See energieärmer ist als im Reservat. Damit das Schaufelrad weiter in Betrieb bleibt, wird das Wasser wieder nach oben gepumpt. Es wird also mit Energie angereichert. In diesem Beispiel entspricht die verbrauchte Energie der herabgeflossenen Wassermenge mal der Zeit. Beim Strom wird die Energie als Leistung gemessen. Diese berechnet sich aus Watt mal der in Stunden gemessenen Zeit. Watt errechnet sich aus der Spannung (Volt) mal Strom (Ampere). Auf Ihrer Stromabrechnung ist deshalb auch immer von kWh (Kilowattstunden) die Rede. Kilo bezeichnet 1000. Wenn Sie also Zuhause eine Glühbirne (z.B. 100W) einschalten, fließt entsprechend der Leistung Strom. Nach zehn Stunden Laufzeit hat diese Glühbirne also eine Kilowattstunde an Energie verbraucht.

4-3-2, Kabel-Drähte-Löcher

Wie Sie bereits wissen kommen im Haushalt vier Kabel an. Drei zur Stromzufuhr (Phasen) und eins zur Stromabfuhr (Nullleiter). Werden die Spannungen der einzelnen Phasen gegen den Nulleiter gemessen ergeben sich rund 230V. Die Spannung zwischen zwei beliebigen Phasen beträgt circa 400V. Wenn um den Neutralleiter drei Phasen in Sternschaltung vorliegen, ist von Starkstrom die Rede. Sternschaltung bezeichnet die Zusammenschaltung dreier elektrischer Bauelemente an einem gemeinsamen Punkt. Dieser Punkt wird Stern- oder Neutralpunkt genannt.

Starkstrom

Starkstrom wird auch als Drehstrom bezeichnet. Dieser wird im Haushalt allerdings äußerst selten verwendet. Nur wirklich stromhungrige Geräte, wie ein E-Herd oder ein Saunaofen, benötigen Starkstrom. Aus Sicherheitsgründen werden solche Geräte in den meisten Fällen fix verdrahtet. Eine Drehstrom-Steckdose finden Sie also eher in einer Garage oder einer Werkstatt. Im Haushalt sind 230V Spannungen üblich. In allen 230V-betriebenen Geräten ist deshalb auch nur eine von drei Phasen verbaut. Das gilt zum Beispiel auch für die Schuko-Steckdose. Was das ist lesen Sie im weiteren Verlauf.

Ein Stromkabel beinhaltet drei Drähte. Diese sind wie folgt angeschlossen:

  1. Der erste Draht ist eine Phase. Wie Sie nun wissen ist eine Phase völlig ausreichend für eine Spannung von 230V.
  2. Der zweite Draht dient zum Abfließen des Stroms. Es handelt sich hierbei um den Nullleiter.
  3. Der dritte Draht ist mit dem Erdleiter verbunden.

Eine Steckdose an sich hat eine „weibliche‟ Bauweise. Sie hat also zwei Innenliegende Kontakte. Die ersten beiden Leiter stehen unter Strom. Sie sind daher nicht von außen zugänglich und werden an diese innenliegenden Kontakte angeschlossen. Der dritte Kontakt dient vor allem Ihrer Sicherheit. Er führt nur im Fehlerfall Strom. Deshalb ist es nicht schlimm, wenn er von außen zugänglich ist. Dieser Kontakt ist als zwei miteinander kurzgeschlossene Kontakte von außen sichtbar. Sie befinden sich im rechten Winkel zu den zwei Löchern.

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2. Der Aufbau einer Steckdose

Tipp zum Bau erklärt Ihnen den Aufbau einer Steckdose

Der Aufbau einer Steckdose.

Eine Steckdose besteht üblicherweise aus einem Steckdoseneinsatz, einem Rahmen und einer Abdeckung. Die Abdeckung wird auch Zentraleinsatz genannt. Der Steckdoseneinsatz ist der Teil, der mit der elektrischen Leitung verbunden wird. Die Abdeckung ist der von außen sichtbare Teil der Steckdose. Sie deckt alle leitenden Bestandteile ab. Der Rahmen bildet den Übergang zur Wand. Handelt es sich um eine Unterputz-Steckdose, ist außerdem eine Unterputzdose verbaut. Grundsätzlich wird zwischen Unterputz- und Aufputz-Steckdosen unterschieden:

  • Die Unterputz-Steckdose wird in die Wand eingelassen. Hierzu wird die Unterputzdose verwendet, an der die restlichen Bestandteile befestigt werden. Diese Art der Steckdose finden Sie in fast jedem Haushalt.
  • Die Aufputz-Steckdose wird wiederum auf der Wand angebracht. Diese Art der Steckdose wird häufig in Kellern oder im Außenbereich eingesetzt.



Eine im Haushalt verwendete Steckdose ist mit dem Verteiler des Gebäudes verbunden. Dieser Verteiler wird umgangssprachlich auch Sicherungskasten genannt. Im Regelfall beinhaltet eine Steckdose den Neutralleiter, den Schutzleiter und einen von drei Außenleitern.

LeiterFunktion
Außenleiter (Phase)

  • Steht im üblichen Betrieb unter Spannung.

  • Trägt zur Verteilung der elektrischen Energie bei.
Neutralleiter

  • Mit dem Neutralpunkt verbunden.

  • Trägt zur Verteilung der elektrischen Energie bei.
Schutzleiter

  • Dient dem Schutz vor elektrischen Schlägen.

Eine spannungsführende Steckdose wird auch Buchse oder Kupplung genannt. Sie hat eine sogenannte „weibliche‟ Bauform. Das bedeutet, dass die Kontaktöffnungen nach innen weisen. Dies dient dem Berührungsschutz. Ein Stecker bildet mit der sogenannten „männlichen‟ Bauform das Gegenstück. Hier weisen die Kontaktstifte nach außen.

Hier geht’s zum Artikel über die Gegensprechanlage.

Der Blick hinter die Steckdose

Wenn man also in das Innere einer Steckdose schaut, kommen drei Drähte zum Vorschein. Doch welcher Draht hat welche Funktion? Die Drähte sind zwar farbcodiert, es ist aber dennoch Vorsicht geboten. Über die Zeit hat sich diese Codierung nämlich geändert! Ist Ihr Zuhause etwas älter oder wurde die Installation nicht von Profis vorgenommen? Verlassen Sie sich nie blind auf die Farben der Drähte, sondern messen Sie mit einem Messgerät nach. Handelt es sich um ein neueres Gebäude ist die Farbcodierung wie folgt:

  • Die Phase ist Schwarz.
  • Der Nulleiter ist Blau.
  • Die Erdung ist Grün-Gelb.

3. Schuko-Steckdose

Schuko ist eine Abkürzung für Schutz-Kontakt. Damit wird ein System von Stecker und Steckdose bezeichnet. Dieses System ist vor allem in Europa sehr weit verbreitet. Eine andere Bezeichnung für das Schuko-System ist Stecker-Typ F. Als geschützter Begriff wird er vom SCHUKO-Warenzeichenverband verwaltet.

Aufbau

Ein Schuko-Stecker besitzt, wie ein normaler Stecker auch, zwei runde Kontaktstifte. Zusätzlich ist er aber mit einem dritten Pol, dem Schutzkontakt ausgestattet. Dieser leitet Fehlerströme ab, sobald die anderen beiden Pole den Stromkreis geschlossen haben. Ein solcher Fehlerstrom ist zum Beispiel ein Körperschluss. Um jenes zu gewährleisten erfolgt also zuerst die Verbindung mit dem Schutzkontakt. Beim Schuko-Stecker befinden sich diese Kontaktflächen seitlich am Stecker. In der Steckdose sind die Gegenstücke sichtbar in Form der Kontaktfedern verbaut.

Sicherheit

Der Kragen der Steckdose umschließt die gesamte Grundfläche des Schuko-Steckers. Außerdem erfolgt die Kontaktierung erst bei halb eingeführtem Stecker. Dadurch ist der Berührungsschutz gewährleistet.

4. Steckdose – Sicherheit

Elektrische Energie ist aus dem alltäglichen Leben kaum wegzudenken. Vom Wasserkocher bis zum Smartphone läuft nahezu alles mit Strom. Die Steckdose ist dabei sozusagen das Tor zur Nutzung solcher Geräte. Elektrische Energie ist aber nicht nur wichtig, sondern auch extrem gefährlich für Menschen. Aus diesem Grund haben moderne Steckdosen diverse Sicherheitsvorkehrungen, um lebensgefährliche Unfälle zu vermeiden. Die Ihnen bereits bekannte Schuko-Steckdose ist dabei nur eine davon.

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Sicherung

Dass Strom gefährlich ist, ist bekannt. Er schadet allerdings nicht nur dem Menschen. Auch elektrische Geräte werden durch Stromschläge beschädigt. Um diese zu schützen gibt es den Leitungsschutzschalter oder Sicherungsautomaten. Umgangssprachlich wird er auch als „Sicherung‟ bezeichnet. Der Leitungsschutzschalter ist ausschließlich zum Schutz von Geräten und Elektroinstallation verantwortlich. Wird eine Leitung mit zu starkem Strom überlastet, überhitzen die Drähte möglicherweise. Das verursacht im schlimmsten Fall sogar einen Brand. Um solche Vorfälle zu verhindern, reguliert die Sicherung also die zulässige Stromzufuhr. Dadurch werden alle Stromkabel effektiv vor Kurzschlüssen und Überlast geschützt. Leitungsschutzschalter gibt es in drei Ausführungen:

  • Wird nur die Phase wird unterbrochen ist von einpolig die Rede.
  • Bei einem zweipoligen Schalter werden Phase und Nulleiter unterbrochen.
  • Dreipolig bedeutet, dass alle drei Phasen unterbrochen werden (bei Starkstrom).

Eine Sicherung löst auf zwei Arten aus:

  • Kurzschluss (magnetisch) – Ein sehr kurzer hoher Strom.
  • Überlast (mechanisch) – Eine lang anhaltende Überlastung.

Leitungsschutzschalter verfügen über die sogenannte „unbeeinflussbare Freiauslösung‟. Das bedeutet, dass sie auch auslösen, wird der Schalter manuell gehalten. Sie tun dies, solange die Fehlerquelle im Stromkreis nicht beseitigt ist. Das heißt, dass eine Sicherung nicht zwangsläufig kaputt ist, wenn sie immer wiederholt auslöst. Kontrollieren Sie also alle eingesteckten Geräte. Fangen Sie bei dem Gerät an, dass Sie zuletzt an die Steckdose angeschlossen haben. Ziehen Sie das Gerät von der Steckdose und schalten Sie die Sicherung erneut ein. Hält der Schalter, ist die Fehlerquelle gefunden. Falls nicht, suchen Sie weiter. Ein weiterer möglicher Grund für die ausgelöste Sicherung sind zu viele eingeschaltete Geräte. Wenn alle an Steckdosen angeschlossenen Geräte eingeschaltet sind, ist eine Überlastung möglich. Schalten Sie einige Geräte aus oder trennen Sie sie von der Steckdose.

5. Kosten für die Steckdose

Tipp zum Bau zeigt Ihnen, was Ihre Steckdosen kosten

So viel bezahlen Sie für Ihre Steckdosen.

Steckdosen sind individuell auf Ihre Einrichtung anpassbar. Es gibt sie aus unterschiedlichen Materialien und in diversen Farben. Außerdem gibt es auch Steckdosen mit Sonderfunktionen. Es sind praktische Varianten, die über einen USB-Anschluss verfügen, erhältlich. Damit laden Sie auch ohne Adapter Ihr Smartphone auf. Zudem stehen Ihnen Steckdosen zur Verfügung, die Schutz für Ihre Kinder bieten. Nämlich Steckdosen mit Kindersicherung. Wie viel unterschiedliche Steckdosen und deren Bestandteile kosten, sehen Sie in der folgenden Tabelle. Es werden die Kosten pro Stück dargestellt.

BestandteilKostenspanne
Einsatz
Mit USB-Anschluss (mit Abdeckung)
4 bis 10 Euro
40 bis 45 Euro
Abdeckung
Mit Kindersicherung
3 bis 5 Euro
5 bis 13 Euro
Rahmen3 bis 7 Euro

6. USB-Steckdose

Eine USB-Steckdose beinhaltetzusätzlich bis zu zwei separate USB-Anschlüsse. Über diese lassen sich dann ganz einfach Smartphones oder Tablets aufladen. Dabei gilt es jedoch zu beachten, dass diese Anschlüsse über eine geringere Spannung verfügen. Angeschlossene Geräte laden also langsamer als mit Adapter in der normalen Steckdose. Dadurch bietet sich eine solche Steckdose nicht für das schnelle Laden tagsüber an. Laden Sie ihr Telefon allerdings über Nacht, ist die USB-Steckdose eine Überlegung wert. Dieser Vorteil ist nämlich nicht von der Hand zu weisen: Sie brauchen keinen Adapter mehr und die Steckdose bleibt frei für andere Geräte.

Lesen Sie hier alles zum Thema Zähler und Verteiler.

7. Funk-Steckdose

Eine Funk-Steckdose hat einen ganz einfachen Vorteil: Sie lässt sich per Knopfdruck ausschalten. Für gewöhnlich ist eine Funk-Steckdose eine Kombination aus Stecker und Steckdose. Oft wird sie auch als Zwischensteckdose bezeichnet. Um sie zu verwenden, drücken Sie die Steckdose einfach in eine bestehende Steckdose. Anschließend ist sie normal nutzbar. Funk-Steckdosen erhalten Sie meist im Set mit einer Fernbedienung. Über diese lässt sich die Steckdose problemlos und sicher bedienen.

8. WLAN-Steckdose

Diese Art der Steckdose hat denselben Nutzen wie die Funk-Steckdose. Statt einer Fernbedienung lässt sie sich allerdings per App steuern. Durch diese Möglichkeit der Handhabung bieten sie eine Reihe erweiterter Funktionen. Es lassen sich zum Beispiel Schaltpläne einstellen. Sie entscheiden welches Gerät wann eingeschaltet wird. So stellen Sie sicher, dass der erste Kaffee zum Aufstehen fertig ist. Auch genaue Uhrzeiten lassen sich einstellen. Schalten Sie Ihre Heizung von unterwegs ein und kommen direkt in ein warmes Zuhause. Einige dieser Steckdosen sind außerdem kompatibel mit der Alexa Sprachsteuerung.

9. FI Schalter

FI-Schalter ist die umgangssprachliche Bezeichnung für Fehlerstrom-Schutzschalter. Im Gegensatz zur bereits bekannten Sicherung dient er vor allem dem Personenschutz. Der Unterschied zum Leitungsschutzschalter liegt in der Höhe der Auslöseschwelle. Für Leitungsschutzschalter ist diese teilweise sehr hoch angelegt, weil die Leitungen geschützt werden. Für Menschen ist Strom allerdings auch in deutlich schwächerer Form schon tödlich. Ein FI-Schalter löst also schon früher aus.

Wann löst der FI-Schalter aus?

Das passiert, wenn Strom gegen Erde fließt, statt über den Neutralleiter zurück. Kommt ein Mensch in Kontakt mit einem aktiven Leiter, ist das beispielsweise der Fall. Falls in Ihrem Sicherungskasten kein FI-Schalter installiert ist, lässt sich dieser nachrüsten. Die Schalter sind mit „FI-Schutzschalter‟ oder „RCD‟ beschriftet und lassen sich leicht identifizieren. „RCD‟ ist die englische Bezeichnung und steht für Residual Current Device. Wenden Sie sich für den Einsatz an fachkundiges Personal.

10. Wichtige Tipps, die bei der Installation einer Steckdose zu beachten sind

Wer sich bei der Installation einer Steckdose unsicher ist, ruft besser Profis zu Hilfe. Wer aber die Installation selbst vornimmt, beachtet unbedingt folgende Sicherheitstipps:

  1. Ziehen Sie vor den Arbeiten an Elektrogeräten erst den Netzstecker.
  2. Stellen Sie bei Installationsarbeiten vorher den Strom ab! Schalten Sie dafür die zugehörige Sicherung ab.
  3. Bringen Sie ein Hinweisschild am Sicherungskasten an. So verhindern Sie, dass die Sicherung aus Versehen wieder eingeschaltet wird.
  4. Überprüfen Sie vor Ihren Arbeiten, ob die betreffende Anlage auch wirklich spannungsfrei ist.
  5. Lassen Sie die Finger vom Hausanschluss und verplombten Zählern, sowie Hauptsicherungen.
  6. Führen Sie Elektroarbeiten nur mit den nötigen Fachkenntnissen aus.
  7. Verwenden Sie Schutzleiter nicht für andere Funktionen! Klemmen Sie diese auch nicht ab oder entfernen sie.

Überprüfen Sie nach vollbrachter Arbeit die Schutzleiterfunktion.

11. Kindersicherung für Steckdosen

Generell ist es empfehlenswert, alle Steckdosen zu schützen, die für Kinder leicht erreichbar sind. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Ihre Kinder vor einem Stromschlag zu schützen. Nachfolgend finden Sie eine Auflistung, welche das sind:

  • Drehsicherungen sind besonders beliebt, weil sie einfach einzusetzen sind. Sie werden in die Steckdose geklebt und verdecken so die Kontakte. Der Stecker wird eingesteckt und gedreht, damit er in die Löcher gelangt.
  • Drehsicherungen gibt es auch zum Einstecken. Diese werden in die Steckdose gesteckt und lassen sich schnell wieder entfernen.
  • Wichtiger Hinweis: Sicherungen zum Einsetzen sind aktuell nicht mehr zulässig. Durch sie wird der Abstand zwischen den Kontakten der Steckdose und dem Stecker verändert. Dadurch überhitzen angeschlossene Geräte möglicherweise und verursachen einen Brand. Es empfehlen sich Steckdosen mit integrierter Kindersicherung. Diese werden nur von Fachpersonal eingebaut.Es gibt auch Sicherungen, die entfernt werden bevor die Steckdose benutzt wird. Diese werden mithilfe eines Schlüssels angebracht und auch wieder entfernt. Das bietet sich für selten genutzte Steckdosen an.

12. Wo verlaufen Ihre elektrischen Leitungen?

Wer genau weiß, wo die elektrischen Leitungen verlaufen bohrt beruhigt. Um lebensgefährliche Stromunfälle zu verhindern, werden Elektroleitungen in Installationszonen nach DIN 18015 verlegt. Stromleitungen dürfen nur waagerecht oder senkrecht verlegt werden. Waagerechte Kabel liegen 15 bis 30 cm oberhalb des Fußbodens und 30 cm unter der Decke. Senkrechte Leitungen befinden sich in einem Abstand von 15 cm zur Wandkante. Um ganz sicher zu gehen, empfiehlt sich die Erstellung eines Lageverzeichnis. Dokumentieren Sie sorgfältig, wo Ihre Leitungen verlaufen. Alternativ lässt sich auch ein Leitungssucher verwenden. So spüren Sie sicher jede Leitung in der Wand auf.

13. Steckdosen für den Außenbereich

Auch im Außenbereich kommen heute Steckdosen zum Einsatz. Für eine Steckdose, die draußen angebracht ist, gibt es besondere Anforderungen. Vor allem Nässe und Feuchtigkeit spielen dabei eine entscheidende Rolle. Regen und Schnee sind permanente Einflüsse und greifen die Steckdose an. Daher gibt es Feuchtraum-Steckdosen mit Klappdeckel. Darüber hinaus ist ein FI-Schutzschalter erforderlich. Zusätzlich wird im Inneren der Steckdose ein zweipoliger Kontrollschalter eingebaut. Dieser nimmt die Steckdose ebenfalls vom Strom. Außerdem werden Abzweigdosen benötigt. In solchen werden mehrere elektrische Leitungen zusammengeführt. Dafür wird in den meisten Fällen ein Loch durch die Hauswand gebohrt. Überlassen Sie diese Arbeit allerdings einem Profi.

14. Wann werden Steckdosen ausgetauscht?

Die Funktionsfähigkeit von Steckdosen ist enorm wichtig. Gehen Sie also sicher, dass keine gefährlichen Unfälle entstehen. Aus diesem Grund sind Steckdosen und auch Lichtschalter zu sanieren. Das passiert am besten in einem zeitlichen Abstand von 10 bis 20 Jahren. Unabhängig davon, ob die Modelle funktionieren, entwickeln sich nämlich auch die Sicherheitsstandards weiter. Veraltete Steckdosen sind unter anderem potenzielle Brandherde und damit zusätzliche Gefahrenquellen. Wenden Sie sich für die Sanierung am besten an einen Fachbetrieb. So stellen Sie sicher, dass ihre Elektroinstallation auf dem neusten Stand ist.

15. Funken in der Steckdose

Sicher haben Sie beim Einstecken eines Geräts schon einmal Funken in einer Steckdose gesehen. Vermutlich haben Sie sich auch gefragt ob diese Steckdose nun auszutauschen ist. Kurz gesagt: Nein. Wie Sie wissen liegt die Netzspannung einer Steckdose bei 230V. Normale Glühbirnen und Elektrogeräte benutzen diese Spannung auch. Modernere Geräte wie Fernseher oder Laptops passen diese Spannung allerdings ihrem Bedarf an. Ein Laptop-Netzteil verwendet zum Beispiel nur 20 Volt. Dafür kommen extrem schnell schaltende Transistoren zum Einsatz.

Was machen Transistoren?

Bei der Anpassung entstehen sogenannte Oberschwingungen. Diese wirken wie Störsignale für andere Geräte im Stromkreis. Damit diese sich nicht aufsummieren, werden sie aus dem Stromkreis gefiltert. Der Transistor filtert also die Oberschwingungen heraus. Er lädt sich zuerst auf, wenn ein Netzteil in die Steckdose gesteckt wird. Dabei fließt zwischen den Kontakten von Steckdose und Stecker kurzzeitig ein sehr großer Strom. Dieser große Stromfluss ist die Ursache für den sichtbaren Blitz, auch Lichtbogen genannt. Ein solcher Lichtbogen ist also kein Grund eine Mehrfachsteckdose auszutauschen. Er ist beim normalen Einstecken auch nicht gefährlich. Versuchen Sie trotzdem nicht in direkten Kontakt zu kommen, um leichte Verbrennungen zu vermeiden.

16. Steckdose: Ein kurzer Überblick

Steckdosen sind aus dem täglichen Leben kaum wegzudenken. Durch sie werden viele Dinge erst möglich gemacht oder erleichtert. Seien Sie sich dennoch immer der Gefahren bewusst, wenn Sie mit elektrischen Geräten umgehen. Strom ist sehr gefährlich und unter Umständen sogar tödlich für den Menschen. Wenden Sie sich also im Zweifel lieber an einen Fachbetrieb. Achten Sie darauf, dass die verfügbaren Schutzvorrichtungen eingebaut und funktionstüchtig sind. Vor allem Kinder sind manchmal unvorsichtig, nutzen Sie daher Kindersicherungen, um sie zu schützen.

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