Randdämmstreifen

Randdämmstreifen – ein kleiner Streifen mit großem Dämmschutz

Randdämmstreifen sind lediglich schmale Streifen, die jedoch wichtige Funktionen erfüllen. Sie sorgen in Ihrem Zuhause für Ruhe. Sie verhindern, dass Ihr Boden Risse bekommt. Außerdem halten sie Feuchtigkeit ab. Sie interessieren sich für mehr Details? Tipp zum Bau informiert Sie hier über das Thema.

1. Randdämmstreifen – Was, wann und wo?

Randdämmstreifen sind schmale Streifen, die aus unterschiedlichen Dämmmaterialien bestehen. Meist werden sie auf Rollen verkauft. Diese Dämmung verhindert laute Geräusche und schützt vor Rissen im Boden. Außerdem beugt sie starker Feuchtigkeitsbildung vor.

Bringen Sie die Randdämmstreifen an, bevor der Estrich verlegt wird. Die Streifen verlaufen entlang des Bodens. Die Befestigung erfolgt an der Wand. Das führt zu Folgendem: Der Estrich hat keine direkte Verbindung mit der Wand.

2. Die Funktionen von Randdämmstreifen

Die Randdämmstreifen sind klein und schmal. Trotz ihrer geringen Größe erfüllen sie im Haus wichtige Funktionen. Sie verhindern den Trittschall und schützen den Boden nachhaltig vor Rissen. Außerdem wirken sie Feuchtigkeit entgegen.

Wie verhindern Randdämmstreifen Trittschall?

Tipp zum Bau erklärt Ihnen die Funktionen von Randdämmstreifen. Eine Funktion ist die Trittschalldämmung.

Randdämmstreifen verhindern Trittschall.

Die Dämmstreifen trennen den Estrich von der Wand. Dadurch wird der Trittschall nicht vom Boden auf die Wand und somit durchs Haus übertragen. Um das zu erreichen, gibt es keine Verbindung zwischen dem Estrich und dem tragenden Boden. Genutzt wird also schwimmender Estrich. Dieser liegt auf einer Dämmschicht. Aus dieser Konstruktion folgt: Schritte in oberen Etagen sind in unteren Stockwerken nicht hörbar. Die Verlegung der Streifen ist deshalb wichtig für ein ruhiges Zuhause.

Hier erfahren Sie mehr über die Trittschalldämmung.


Wie schützen Randdämmstreifen den Estrich vor Rissbildungen?

Die Anbringung von Randdämmstreifen beugt der Rissbildung vor.

Randdämmstreifen verhindern die Rissbildungen im Estrich.

Fußbodenheizungen geben Wärme ab. Folglich dehnt sich der Estrich aus. Wenn es zur Ausdehnung kommt, geben die Streifen nach. Die Ausdehnung unterbindet dann Spannungen im Estrich und verhindert Rissbildungen. Daher ist die Verlegung der Randdämmstreifen sehr sinnvoll.

Wie wirken Randdämmstreifen Feuchtigkeit entgegen?

Die Dämmstreifen befinden sich zwischen dem Estrich und der Wand. So schützen sie einerseits den Estrich vor Feuchtigkeit aus der Wand. Andererseits verhindern sie, dass über den Estrich Feuchtigkeit in die Wand gelangt. Aber auch zwischen dem Estrich und dem tragenden Boden darf kein Feuchtigkeitsaustausch stattfinden. Dafür verlegen Sie unter dem Estrich eine Trennschicht. Dadurch entsteht ein rundum guter Schutz vor Feuchtigkeit.

3. Die Verlegung von Randdämmstreifen

Tipp zum Bau erklärt Ihnen, wie Sie Randdämmstreifen verlegen.

Hier erfahren Sie, wie Sie Randdämmstreifen verlegen.

Wichtig für die Verlegung ist natürlich das eigentlich Vorgehen. Aber auch die verschiedenen Anbringungsarten für Randdämmstreifen sind wissenswert. Zudem gibt es bei der Verlegung einige Dinge zu beachten, damit Sie auf keine Probleme stoßen.

Wie verlegen Sie Randdämmstreifen?

Die Verlegung erfolgt in wenigen Schritten: Als erstes verlegen Sie die Randdämmstreifen vor der Dämm- und Trennschicht und vor dem Estrich. Dafür befestigen Sie die Streifen entlang des Bodens an der Wand. Auch an Bauteilen wie Säulen oder Treppen werden die Dämmstreifen verlegt. Es gibt hierbei verschiedene Befestigungsarten.

Im zweiten Schritt folgt die Verlegung der Dämm- und Trennschicht. Sofern die Randdämmstreifen eine Folienlasche besitzen, verkleben Sie diese mit der Trennschicht. Als Drittes verlegen Sie schlussendlich den Estrich.

TIPP: Genaue Informationen zur Verlegung entnehmen Sie den Anleitungen der Hersteller.

Wie befestigen Sie Randdämmstreifen?

Es gibt unterschiedliche Arten der Befestigung: Selbstklebende Dämmstreifen besitzen bereits einen Klebestreifen an der Rückseite. Dadurch verlegen Sie die Dämmstreifen schnell und ohne Probleme. Alternativ dazu bringen Sie einige Dämmstreifen mit Kleber an. Manche Randdämmstreifen tackern Sie aber auch an die Wand.

Was ist bei der Verlegung von Randdämmstreifen zu beachten?

Bei der Verlegung sind einige Dinge zu beachten. Dazu gehört: Arbeiten Sie sorgfältig. Am besten befestigen Sie die Dämmstreifen zu zweit. Achten Sie unbedingt auf staubfreie Untergründe. Bringen Sie die Dämmstreifen sauber entlang des Bodens an. Achten Sie darauf, dass Sie die Streifen auch in den Ecken lückenlos verlegen. Drücken Sie die Dämmstreifen auf jeden Fall fest an.

4. Die Unterschiede von Randdämmstreifen

Bei den Dämmstreifen gibt es einige Unterschiede. Diese spielen beim Kauf eine Rolle. Die verschiedenen Varianten erfüllen situationsabhängige Voraussetzungen. Für Sie ist das entscheidend, damit Sie für Ihre individuelle Situation passende Randdämmstreifen erwerben. So gewährleisten Sie das bestmögliche Ergebnis.

Aus welchen Materialien bestehen Randdämmstreifen?

Mögliche Materialien sind:

  • Polyethylen.
  • Holzfasern.
  • Mineralwolle.

Ein häufig verwendetes Material ist Polyethylen. Dieses Material zählt zur Baustoffklasse B2. Somit ist es normal entflammbar. Auch Holzfasern fallen unter diese Baustoffklasse. Die Dämmstreifen aus Mineralwolle sind jedoch nicht brennbar. Dieses Material entspricht der Baustoffklasse A1. Dadurch eignet sich das Material, wenn besondere Vorgaben an den Brandschutz gestellt werden.

Welche Längen, Höhen und Stärken von Randdämmstreifen gibt es?

Die Dämmstreifen werden meistens als Rollen verkauft. Sie unterscheiden sich in der Länge, der Höhe und der Stärke. So ist es Ihnen möglich, das Produkt an Ihre Bedürfnisse anzupassen und und kein überschüssiges Material zu kaufen. Es gibt zum Beispiel:

  • Längen von 10m, 40m und 50m.
  • Höhen von 30mm, 80mm, 100mm, 120mm und 150mm.
  • Stärken von 5mm, 8mm und 10mm.

Die Höhe der Dämmstreifen hängt von der Höhe des Bodenbelags ab. Die Streifen sollten höher sein als der spätere Fußboden. Nachdem Sie Estrich und Bodenbelag verlegt haben, schneiden Sie den überstehenden Teil einfach ab.

Die passende Stärke für Böden mit Fußbodenheizungen beträgt 8mm oder 10mm. Ohne Fußbodenheizungen genügen normalerweise 5mm oder 8mm. Die Länge ist davon abhängig, wie viele Randdämmstreifen Sie verlegen.

Welche Eignung von Randdämmstreifen gibt es?

Nicht jeder Dämmstreifen eignet sich für jede Estrichart. Einige Streifen sind zum Beispiel nur für Fließestrich geeignet. Auch für den Trockenestrich gibt es bestimmte Arten. Achten Sie deshalb beim Kauf darauf, dass die Randdämmstreifen zu Ihrem Estrich passen.

Womit sind Randdämmstreifen noch ausgestattet?

Einige Dämmstreifen haben eine Folienlasche. Diese eignen sich für Fließestrich. Die Folienlasche wird mit der Folie gegen Feuchtigkeit verklebt. Somit fließt der Estrich nicht an unerwünschte Stellen. Dagegen sind bei Trockenestrich auch Streifen ohne Folienlasche möglich.

Welche Eigenschaften können Randdämmstreifen haben?

Randdämmstreifen weisen je nach Produkt unterschiedliche Eigenschaften auf. Überlegen Sie, auf welche Eigenschaften Sie am meisten Wert legen. So finden Sie zielsicher die richtigen Randdämmstreifen. Mögliche Eigenschaften sind:

  • Schalldämmend.
  • Druckfest.
  • Nicht brennbar.
  • Recyclebar.
  • Selbstklebend.
  • Verrottungsbeständig.
  • Wasserunempfindlich.
  • Wärmedämmend.

Die Unterschiede – Zusammenfassung

Machen Sie sich vor einem Kauf Gedanken über die für Sie relevanten Unterschiede bei Randdämmstreifen. Die folgenden Punkte zeigen eine Zusammenfassung der verschiedenen Eigenschaften und helfen Ihnen bei der Auswahl des perfekten Produktes:

  • Material: Polyethylen, Holzfaser, Mineralwolle.
  • Länge: 10m, 40m, 50m.
  • Höhe: 30mm, 80mm, 100mm, 120mm, 150mm.
  • Stärke: 5mm, 8mm, 10mm.
  • Eignung: Trockenestrich, Fließestrich.
  • Ausstattung: Mit Folienlasche, ohne Folienlasche.
  • Anbringung: Selbstklebend, zum Kleben, zum Tackern.

5. Der Kauf und die Kosten von Randdämmstreifen

Sie bekommen Dämmstreifen ganz einfach in Baumärkten. Ferner gibt es im Internet eine große Auswahl. Beim Kauf sind allerdings die Unterschiede zu berücksichtigen. Dagegen sind die Kosten eher unbedeutend.

Was ist beim Kauf von Randdämmstreifen zu beachten?

Machen Sie sich vor dem Kauf Gedanken zu den Randdämmstreifen. Das Dämmmaterial wird in vielen Varianten angeboten. Mit etwas Recherche finden Sie ein für Ihre Bedürfnisse passendes Produkt. So bereuen Sie im Anschluss den Kauf nicht.

  • Spielt beim Material die Baustoffklasse eine Rolle?
  • Welche Länge benötigen Sie?
  • Wie hoch muss der Dämmstreifen sein?
  • Muss der Streifen eine bestimmte Stärke haben?
  • Ist der Streifen für Ihren Estrich geeignet?
  • Benötigen Sie Dämmstreifen mit oder ohne Folienlasche?
  • Sollen die Streifen bestimmte Eigenschaften aufweisen?

Welche Kosten verursachen Randdämmstreifen?

Bei Tipp zum Bau finden Sie Informationen zu den Kosten von Randdämmstreifen.

Randdämmstreifen sind nicht teuer.

Die Anschaffung der Dämmstreifen verursacht keine hohen Kosten. Allerdings variieren die Preise pro Meter recht stark. Es gibt Dämmstreifen, die 0,13€ pro Meter kosten. Der Meterpreis kann aber auch bei 1,46€ und darüber hinaus liegen. Die Kosten hängen von mehreren Faktoren ab. Dazu gehören vor allem der Hersteller und das Material der Randdämmstreifen. Genauso sind aber auch die Maße der Rolle relevant, also Länge, Höhe und Stärke.

6. Randdämmstreifen – Zusammenfassung

Hier sind noch einmal die wichtigsten Fakten über Randdämmstreifen zusammengefasst.

Tipp zum Bau fasst Ihnen die wichtigsten Erkenntnisse über Randdämmstreifen zusammen.

Randdämmstreifen bestehen aus einem Dämmmaterial. Sie erfüllen in Ihrem Zuhause wichtige Funktionen: Sie schützen vor Trittschall, Rissbildungen und Feuchtigkeit. Die Randdämmstreifen werden vor dem Estrich verlegt. Es ist wichtig, dass Sie die Randdämmstreifen ordentlich anbringen. Nur so können die Streifen ihre Funktionen erfüllen. Die Dämmstreifen unterscheiden sich in folgenden Punkten:

  • Anbringungsart.
  • Material.
  • Länge, Höhe und Stärke.
  • Eignung.
  • Ausstattung.
  • Eigenschaften.

Die Kosten bewegen sich in einer recht großen Preisspanne. Allgemein halten sie sich aber in Grenzen. Aufgrund der Funktionen von Randdämmstreifen ist die Anschaffung und Verlegung definitiv sinnvoll.

7. Estrich

Tipp zum Bau erklärt Ihnen die Vorteile des Estrichs.

Der Estrich wird auf dem Boden verlegt.

Zuerst werden die Randdämmstreifen angebracht. Dann wird der Estrich auf dem Boden verlegt. Vor der Aushärtung wird es Estrichmörtel genannt. Dieser besteht meist aus Sand und einem Bindemittel. Es gibt aber auch Fertigplatten aus Estrich. Folgende Funktionen erfüllt der Estrich:

  • Liegt unter dem Estrich eine Dämmschicht, sorgt er für eine gleichmäßige Druckverteilung.
  • Er bildet einen ebenen Untergrund für Fußbodenbeläge.
  • Er ist als Fußboden nutzbar.
  • Durch den Estrich erreichen Sie eine bestimmte Höhenlage.

Bei Tipp zum Bau erfahren Sie, wie ein Estrichleger operiert. Er hilft Ihnen dabei, die perfekte Lösung für Ihre individuelle Situation zu finden. So stoßen Sie bei den nächsten Schritten nicht auf Probleme.

8. Trittschall

Die Dämmstreifen verhindern Trittschall, der eine Form des Körperschalls ist. Trittschall entsteht zum Beispiel durch menschliche Bewegungen auf dem Fußboden. Dieser Schall breitet sich dann über feste Körper im gesamten Haus aus. Besteht eine Verbindung zwischen Fußboden und Rohbau, hören Sie Schritte auch in anderen Räumen oder sogar Stockwerken.

Die Ausbreitung des Schalls kann allerdings verhindert werden. Dazu wird der Estrich nicht mehr mit dem Fußboden verbunden. Aus diesem Grund kommt der Randdämmstreifen und die Dämmschicht zum Einsatz. Diese unterbrechen die Verbindung der festen Körper.

Menschliche Bewegungen verursachen Trittschall. Dieser entsteht aber auch durch vibrierende Gegenstände, wie beispielsweise durch Waschmaschinen, Spülmaschinen und weitere Geräte. Ebenso wird aber auch das Geräusch des Möbelrückens übertragen.

9. Schwimmender Estrich

Wird in Estrich oder die Dämmung ein Heizelement verlegt, spricht man von Heizestrich.

Durch die Heizelemente wird der Estrich zum Heizestrich.

Schwimmender Estrich bedeutet, dass dieser auf einer Dämmschicht verlegt wird. Randdämmstreifen verhindern, dass der Estrich direkt die Wand berührt. Durch den fehlenden Kontakt zu Boden und Wand entsteht eine Trittschall– und Wärmedämmung. So werden beispielsweise Schritte nicht durch mehrere Räume übertragen. Der Abstand zwischen Wand und Boden ist auch Grund für den Namen “schwimmender” Estrich.

Um die Dämmschicht vor Feuchtigkeit zu schützen, wird außerdem eine wasserundurchlässige Folie eingezogen. Es gibt auch sogenannten Heizestrich. Dafür werden in die Dämmschicht oder den Estrich Heizelemente eingezogen. Es ist auch möglich, mehrere Dämmschichten übereinander zu verwenden. So verstärkt sich die Dämmung natürlich.

10. Dämmschicht

Genau wie die Dämmstreifen ist die Dämmschicht schall- und wärmedämmend.

Die Dämmschicht wird flächendeckend verlegt.

Neben den Dämmstreifen ist auch die Dämmschicht schalldämmend. Zudem ist die Dämmschicht wärmedämmend. Sie muss komplett flächendeckend verlegt werden. Ansonsten ist sie in ihren Funktionen eingeschränkt.

Meist werden entweder Dämmmatten oder Dämmplatten verwendet. Es gibt unterschiedliche Materialien, die sich für die Verwendung eignen. Geläufig sind verschiedene Polystyrol-Hartschaum-Varianten, Mineralfasern oder Holzweichfasern.

Besonders wichtig ist eine Eigenschaft: Die Verformungsstabilität der Dämmschicht. Ist die Schicht zu weich, sackt der Estrich und so der ganze Boden ab. Für die Schall- und Wärmedämmung gibt es entsprechende DIN-Normen, die auf jeden Fall zu beachten sind:

  • Die DIN 4109-1 definiert die Anforderungen an den Schallschutz im Hochbau.
  • In der DIN 4108-4 werden Bemessungswerte für den Wärme– und Feuchteschutz dargestellt.

11. Trennschicht

Es gibt Randdämmstreifen, die eine Folienlasche haben. Diese Folienlasche wird mit der Trennschicht verklebt. Die Trennschicht liegt zwischen der Dämmschicht und dem Estrich und besteht meist aus zwei Lagen.

Dadurch schützt sie die Dämmschicht vor der Feuchtigkeit des Fließestrichs. Außerdem sorgt die Trennschicht dafür, dass der Estrich frei schwingt. So bekommt der Estrich keine Risse. Wichtig ist hier, dass auch der Untergrund unter dem Estrich möglichst eben ist. Dadurch verhindern Sie Spannungen im Estrich.

In den direkt angrenzenden Wänden werden Trennschichten und ein zusätzlicher Trennstreifen eingezogen. So werden weitere Einspannungen verhindert. In Deutschland gibt es erforderliche Härte– und Festigkeitsklassen. Nachzulesen sind die Vorgaben in der DIN EN 13813. Trennschichten gibt es in unterschiedlichen Materialien, wie zum Beispiel:

  • Bitumenpapier.
  • PE-Folien.
  • PVC-Folien.
  • Rohglasvlies.

12. Polyethylen

Einige Randdämmstreifen bestehen aus Polyethylen und die Abkürzung lautet PE. Polyethylen ist ein weit verbreiteter thermoplastischer Kunststoff. Er dient auch häufig als Verpackungsmaterial oder Kunststoffbehälter. Für die Herstellung wird Ethylengas verwendet.

Polyethylen hat jede Menge Eigenschaften, von denen einige gerade für Randdämmstreifen sinnvoll sind. Er nimmt kaum Wasser auf und besitzt eine niedrige Festigkeit, ist also sehr dehnbar. Außerdem ist Polyethylen äußerst schlagzäh und brennbar.

Bei Wärme dehnt sich Polyethylen aus. Bei Temperaturen von über 80°C wird der Kunststoff sogar verformbar. Gegen Laugen, Säuren und auch weitere Chemikalien ist Polyethylen äußerst beständig.

13. Holzfasern

Holzfasern werden für Randdämmstreifen genutzt.

Ein viel verwendetes Material für Randdämmstreifen sind Holzfasern.

Es gibt unter anderem Randdämmstreifen, die aus Holzfasern bestehen. Holzfasern werden aus Holz gewonnen und gehören somit zu den Holzwerkstoffen. Dazu gehören beispielsweise auch Holzspäne oder Hackschnitzel. Für die Herstellung dienen die Abfälle aus der Holzindustrie. Aber auch die Hölzer aus den Durchforstungen sind nutzbar. Zuerst wird das Holz zerkleinert, anschließend werden die Strukturelemente neu zusammengesetzt.

Teilweise sind neben Holz noch andere Stoffe, wie beispielsweise Hanfschäben oder Getreidestroh, enthalten. Normalerweise verwenden die Produzenten bei der Herstellung keine chemischen Zusatzstoffe. Dadurch sind Holzfasern kompostierbar oder wieder verwendbar. Das ist gut für die Umwelt. Aber es werden teilweise auch Bindemittel genutzt. Wenn nicht, binden sich die Holzfasern ohne Hilfsmittel.

14. Mineralwolle

Wegen ihrer Eigenschaften eignet sich die Mineralwolle für Randdämmstreifen.

Mineralwolle wird für Randdämmstreifen verwendet.

Mineralwolle eignet sich als Material für Randdämmstreifen. Außerdem werden damit Trennwände und Innenräume gedämmt. Mineralwolle kann auch als technische Isolierung dienen. Sie wird künstlich aus mineralischen Fasern hergestellt.

Unterschieden wird zwischen Glaswolle, Steinwolle und Schlackenwolle. Je nach Ursprungs-Stoff weist die Mineralwolle verschiedene Eigenschaften auf, die sie ideal für ihre Nutzung als Randdämmstreifen machen:

  • Nicht brennbar.
  • Wasserabweisend.
  • Alterungsbeständig.
  • Leicht zu verarbeiten.
  • Weich oder fest.
  • Ökologisch.

Früher galt Mineralwolle als krebserregend. Heute dürfen nur noch gesundheitlich unbedenkliche Materialien verwendet werden. Trotzdem sind die Fasern der Mineralwolle nicht ganz ungefährlich. Bei Hautkontakt treten Irritationen sowie Juckreiz auf. Deshalb gibt es in Deutschland strenge Regelungen beim Verkauf von Mineralwolle.

15. Baustoffklasse B2

Baustoffe werden nach ihrer Brenn- und Entflammbarkeit eingeteilt. Das gilt auch für Randdämmstreifen. Im Hinblick darauf definiert die DIN 4102-1 fünf Baustoffklassen: A1, A2, B1, B2 und B3.

Nicht brennbare Baustoffe fallen unter die Baustoffklassen A1 und A2. Die Baustoffklassen B1, B2 und B3 umfassen die Baustoffe, die brennbar sind. Die Baustoffklasse ist hier vom Grad der Brenn- und Entflammbarkeit abhängig.

Baustoffe der Baustoffklasse B2 sind normal entflammbar. Randdämmstreifen aus Polyethylen oder Holzfasern zählen somit zur Baustoffklasse B2, Mineralwolle jedoch nicht. Diese ist nicht brennbar. Ebenso fallen einige Kunststoffe, Holz, Hartschaum, Gipskarton oder Leitungen in die Kategorie B2. Einige Produkte werden individuell getestet, um die Baustoffklasse festzulegen.

16. Baustoffklasse A1

Die DIN 4102-1 unterteilt Baustoffe nach ihrer Brenn- und Entflammbarkeit. Entsprechend dieser Norm gibt es fünf Baustoffklassen: A1, A2, B1, B2 und B3. Zu den Baustoffklassen A1 und A2 zählen Baustoffe, die nicht brennbar sind. Unter die Baustoffklassen B1, B2 und B3 fallen Baustoffe, die brennbar sind. Hier hängt die Baustoffklasse vom Grad der Brenn- und Entflammbarkeit ab.

Baustoffe der Baustoffklasse A1 sind nicht brennbar. Randdämmstreifen aus Mineralwolle gehören zur Baustoffklasse A1. Diese Randdämmstreifen eignen sich bei einem hohen Sicherheitsanspruch. In diese Baustoffklasse fallen beispielsweise:

  • Beton.
  • Zement.
  • Sand.
  • Steine.
  • Kalk.
  • Mörtel.
  • Eisen.
  • Ziegel.
  • Kies.
  • Bims.
  • Glas.
  • Weitere Baustoffe aus mineralischen Bestandteilen.

17. Fließestrich

Fließestrich wird mit einer Pumpe auf den Boden gegossen.

Tipp zum Bau erklärt die Eigenheiten von Fließestrich.

Einige Randdämmstreifen eignen sich nur für Fließestrich. Fließestrich setzt sich aus einem Baustoff und Wasser zusammen. Diese Mischung kommt auf den Boden. Durch das Wasser verteilt sich dieser Estrich schnell bis in die Ecken. Dann benötigt er allerdings meist sieben bis zehn Tage, um zu trocknen und anschließend auszuhärten.

Allerdings ist der Fließestrich nicht für alle Bauprojekte geeignet. Hat Ihr Boden ein Gefälle, fließt der Estrich automatisch dorthin. So verteilt er sich nicht gleichmäßig. Oft ist das in Altbauten der Fall. Außerdem ist der Umgang mit Fließestrich nicht für Anfänger geeignet. Sie benötigen Pumpen, um den Estrich in die gewünschten Räume zu bringen. Deshalb bietet es für Sie an, einen Dienstleister zu beauftragen, der dann auch diese Pumpen mitbringt.

18. Trockenestrich

Für Trockenestrich gibt es entsprechende Randdämmstreifen. Dieser Estrich besteht aus vorgefertigten Teilen. Diese Teile legen Sie einfach auf dem Boden aus. Danach verbinden Sie sie miteinander. Der Trockenestrich benötigt keine Trocknungszeit. Daher ist es kein Problem, direkt den Fußboden darüber zu verlegen.

Aber bedenken Sie, dass es sich bei Trockenestrich immer um Sonderanfertigungen handelt. Die Planung ist also sorgfältig auszuführen, damit es nicht zu falschen Angaben. So vermeiden Sie unpassende Produkte für Ihr Projekt. Es bietet sich deshalb an, einen professionellen Planer zu beauftragen.

Hier hilft Tipp zum Bau Ihnen weiter, wenn Sie mehr über Trockenestrich wissen möchten.

19. Unterschiedliche Materialien der Randdämmstreifen im Vergleich

Randdämmstreifen sind unerlässlich. Sie vermeiden nicht nur Trittschall, sondern sorgen auch für eine ordentliche Wärmedämmung. Diese Streifen gibt es aus unterschiedlichen Materialien. Sie treffen also eine individuelle Entscheidung, was Sie für Ihr Projekt bevorzugen. Tipp zum Bau legtIhnen die relevanten Unterschiede dar.

 PolyethylenHolzfasernMineralwolle
Materialthermoplastischer KunststoffAbfälle der Holzindustriemineralische Fasern aus Glas, Stein und Schlacke
Eigenschaften

  • Nimmt kaum Wasser auf.

  • Dehnbar.

  • Schlagzäh.

  • Brennbar.

  • Verformbar bei über 80°C.

  • Beständig gegenüber Laugen, Säuren und Chemikalien.

  • Meist keine chemischen Zusatzstoffe.

  • Kompostierbar.

  • Wiederverwendbar.

  • Gut für die Umwelt.


  • Nicht brennbar.

  • Wasserabweisend.

  • Alterungsbeständig.

  • Leicht zu verarbeiten.

  • Weich oder fest.

  • Ökologisch.

  • Mögliche Irritationen bei Hautkontakt.

20. Unterschiede des Estrichs

Über den Randdämmstreifen wird der Estrich verlegt. Nicht alle Arten von Estrich eignen sich gleich gut für unterschiedliche Projekte. Tipp zum Bau unterstützt Sie mit einer Übersicht der entscheidenden Unterschiede. Mit dieser Hilfe treffen Sie der perfekte Wahl für Ihr Bauvorhaben.

Schwimmender EstrichFließestrichTrockenestrich

  • Trittschalldämmung.

  • Wärmedämmung.

  • Fehlender Kontakt zu Wand und Boden.

  • Mögliche Verwendung von Heizelementen im Estrich oder der Dämmschicht.

  • Zusammensetzung aus Baustoff und Wasser.

  • Durch Wasserzugabe schnelle Verteilung auf dem Boden.

  • Nicht geeignet für Gebäude mit Gefällen oder Altbauten.

  • Nicht für Anfänger geeignet.

  • Notwendiges Werkzeug: Pumpe.

  • Trocknungszeit von sieben bis zehn Tagen.

  • Vorgefertigte Platten.

  • Keine Trocknungszeit.

  • Immer Sonderanfertigung.

  • Aufwendige und gewissenhafte Planung erforderlich.

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