Dämmung

Dämmung – verhindert Wärmeaustritt

Mit der richtigen Dämmung sparen Sie spielend leicht Heizkosten. Entscheidend hierbei ist, dass die Dämmung auch zu Ihrem Haus passt. Ob Außen- oder Innendämmung, jede Variante hat ihre Vorteile. Welche diese sind und welche Dämmungen es gibt finden Sie hier.

Mit der richtigen Dämmung einfach Heizkosten sparen

Tipp zum Bau erklärt Ihnen alles rund um die Dämmung Ihres Flachdaches

1. Dämmung – alles Wissenswerte über den Wärmespeicher

Die Dämmung ist das Herz einer Wand. Denn nicht etwa feste Mauern schützen Ihr Heim vor schädlichen Umwelteinflüssen, sondern die Isolierung. Ohne Dämmung würden Ihre Heizkosten jeden Rahmen sprengen und Schimmelpilze ihre Wände befallen. Kurz gesagt: Ohne eine gute Isolierung ist Ihr Haus nicht lebensfähig. Die Dämmung muss mehrere Funktionen in sich vereinen.

► mehr über Dämmung.

Bei Tipp zum Bau erfahren Sie, was es bei der nachträglichen Kellerdämmung von außen zu beachten gilt.

2. Die Fassadendämmung – Die Wärmeschutzhülle Ihres Hauses

Wer sein Zuhause energieeffizient sanieren möchte, führt eine Fassadendämmung durch. Das speichert Wärme, spart Heizkosten und steigert den Wert der Immobilie. Die Auswahl der richtigen Fassadendämmung richtet sich dabei nach der Fassade. Neubauten werden schon mit einer eingeplanten Dämmung errichtet. Ein Fachmann kann Sie dazu bestens beraten. Mit der richtigen Fassadendämmung sparen Sie Geld und steigern den Wert Ihres Hauses.

► mehr zur Fassadendämmung.

Mit Tipp zum Bau die passende Innendämmung, Außendämmung, Fassadendämmung oder Dachdämmung finden

3. Die Innendämmung – damit Ihr Zuhause warm bleibt

Die Innendämmung ist oft die Rettung für Ihr Haus. Klamme, von Schimmel befallene Räume können wieder bewohnbar gemacht werden, während die Fassade unberührt bleibt.

► mehr zur Innendämmung.

Mit Tipp zum Bau verlegen Sie Ihre Dachdämmung richtig.

4. Die Dachdämmung – effektiv Wärmeverlust verhindern

Sie ist der Wärmeschutz Ihres Hauses: die Dämmung. Doch es geht häufig viel Wärme über das Dach verloren. Eine Dachdämmung verhindert das und schafft außerdem noch Wohnraum. Für jeden Zweck gibt es eine passende Dachdämmung. Dämmen Sie Ihr Dach, heizen Sie effizient und sparen dabei.

► mehr zur Dachdämmung.

Dämmung aus Steinwolle bei Tipp zum Bau

5. Die Außendämmung – geeignet für jedes Gebäude

Sie schützen, was Sie lieben und scheuen keinen Aufwand. Das betrifft auch Ihr Haus. Ob Sanierung oder Neubau – eine fachmännische Außendämmung erfüllt mehrere Funktionen rund ums Haus. Sie sorgt für Wärme, ohne zu überhitzen. Zugleich isoliert sie gegen Feuchtigkeit und Schimmel. Und schließlich sperrt eine gute Außendämmung den Lärm aus. Sicherlich ist dies mit Kosten verbunden. Doch zugleich behält das Haus mit einer professionellen Außendämmung seine Wertbeständigkeit.

► mehr zur Außendämmung.

Isolierung des Dachetiketts mit tipp zum bau

6. Die Deckendämmung – umweltbewusst Geld sparen

Wenn Sie Ihren Dachboden nicht als Wohnraum nutzen, ist eine Deckendämmung oft die günstige Alternative zu einer Dachdämmung. Auch eine Deckendämmung im Keller kann sinnvoll sein, da so automatisch der Fußboden des darüber liegenden Raumes gedämmt wird und somit warm bleibt.

► mehr zur Deckendämmung.

Statt der Kellerdeckendämmung schafft auch eine Foßbodendämmung mehr Behaglichkeit. Lesen Sie mehr dazu auf Tipp zum Bau.

7. Die Bodendämmung im Keller – der Weg zu einer besseren Energieeffizienz

Bei der Kellerbodendämmung werden zwei Dämmarten unterscheiden. Zum einen steht die Möglichkeit der Perimterdeämmung zur Verfügung. Hierbei wird das Dämmmaterial von außen angebracht. Alternativ wird der Dämmstoff innerhalb des Kellerbodens verlegt. Diese Art wird als Aufbodendämmung bezeichnet.

► mehr zur Kellerbodendämmung.

Tipp zum Bau informiert Sie über Bodendämmung im Keller

8. Die Bodendämmung

Eine zuverlässige Bodendämmung kann Ihnen dabei helfen einen Wärmeverlust zu verhindern und zudem Ihren Trittschallschutz zu verbessern. Besonders das Leben im Altbau kann durch eine Fußbodendämmung erleichtert werden.

► mehr zur Bodendämmung.

Tipp-zum-Bau informiert über die Bodendämmung im Keller.

9. Die Schallschutz-Decke

Lärm von der Straße. Das Geräusch von vorüberfliegenden Flugzeugen. All dieser Lärm ist nicht nur nervig, er führt unter Umständen auch zu ernsten Problemen. So ist Schlafmangel oft die Folge von zu viel Lärmbelästigung. Mit einem Schallschutz der Decke schaffen Sie sich Abhilfe.

► mehr zur Schallschutz-Decke.

Statt der Kellerdeckendämmung schafft auch eine Foßbodendämmung mehr Behaglichkeit. Lesen Sie mehr dazu auf Tipp zum Bau.

10. Randdämmstreifen

Mit Randdämmstreifen dämmen Sie nicht nur Ihren Fußboden. Sie schützen ihn gleichzeitig vor Rissbildung und Feuchtigkeit. Bei uns erfahren Sie alles, was es über diese Art der Dämmung zu wissen gibt.

► mehr zu Randdämmstreifen.

11. Darum ist die Dämmung unverzichtbar

Eine Dämmung hat den Zweck, die Abgabe von thermischer Energie zu verringern. Sie ist eine sinnvolle Maßnahme, um Wärmeverluste zu reduzieren. Deswegen ist die Dämmung auch allgemein als Wärmedämmung bekannt. Hier schützt eine Dämmschicht Ihr Haus vor Kälte als auch Hitze sowie vor Feuchtigkeit.

Tipp zum Bau verrät Ihnen, wie Sie mit einer Dämmung Heizkosten sparen.

Senken Sie Ihre Heizkosten mit einer Dämmung.

Mit einer Dämmung senken Sie Ihre Heizkosten und sparen Energie. Ungedämmte Häuser sind richtige Energiefresser – sie verlieren bis zu 35 Prozent Energie. Sind Ihre Wände ungedämmt, kühlen sie im Winter aus. Folglich kondensiert Wasser an Ihren Wänden und es bilden sich feuchte Stellen. Bekannterweise fühlen sich Schimmelpilze bei hoher Luftfeuchtigkeit besonders wohl. Eine Dämmung wirkt dem entgegen.

Außerdem reduzieren Sie mit einer Dämmung Ihren Verbrauch von fossilen Energieträgern. Das verringert wiederum den Ausstoß von Kohlenstoffdioxid, der zum Treibhauseffekt beiträgt. Eine Dämmung wirkt sich also positiv auf das Klima und Ihren Geldbeutel aus.

Mit einer Dämmung verwandeln Sie Ihr Zuhause in einen Ort der Ruhe und Entspannung. Die Dämmschicht reduziert die Geräusche aus der Nachbarwohnung und auch aus Ihrer eigenen. Mit einer Dämmung gehören die lästigen Schritte Ihres Nachbarn der Vergangenheit an.

All diese Gründe sprechen dafür, dass eine Dämmung ein unverzichtbarer Teil des Hauses ist. Dabei gibt es, je nach Art des Hauses, unterschiedliche Bereiche, die eine Dämmung besitzen:

  • Die äußere Fassade, auch Außendämmung genannt.
  • Die innere Fassade, auch Innendämmung genannt.
  • Das Dach und der Dachboden.
  • Die Bodenplatten und der Fußboden.
  • Der Keller.

Eine Dämmung besteht aus einem Dämmstoff, welcher eine geringe Wärmeleitfähigkeit aufweist. Neben dem Wärmeschutz weist die Dämmung auch Feuchtigkeit ab. Dämmstoffe sind daher in der Regel wasserdicht. Sie bestehen aus unterschiedlichen Materialien, die für unterschiedliche Bereiche zum Einsatz kommen.

12. Dämmung außen

Die Dämmung der Außenwand ist meist die beste Wahl, um Energieverluste zu reduzieren. Die Außendämmung umfasst dabei die folgenden Bereiche des Hauses:

Diese Bereiche sind unmittelbar von Witterungseinflüssen betroffen. Daher sind die Anforderungen an die Außendämmung anspruchsvoller als an andere Dämmarten.

Bei Ihnen Zuhause zieht es? Dann ist das höchstwahrscheinlich auf eine fehlende oder unzureichende Außendämmung zurückzuführen. Das kommt vor allem in unsanierten Altbauten vor. Dagegen ist bei Neubauten die Außendämmung selbstverständlich in der Planung mit einbezogen.

Die Hauptaufgabe der Außendämmung ist der Schutz Ihres Hauses vor Temperaturschwankungen, Feuchtigkeit und Ungeziefer. Sie verringert Belästigungen durch Lärm und steigert die Energieeffizienz Ihres Hauses. Die Außendämmung speichert Wärme und spart Energie in Form von Heizkosten. Mit einer Außendämmung optimieren Sie das Raumklima und gleichzeitig den Wohnkomfort. Steigern Sie den Wert Ihres Hauses, in dem Sie es mit einer Fassadendämmung ausstatten.

Tipp zum Bau verrät Ihnen, was bei der Außendämmung zu beachten ist.

Die Fassadendämmung ist die effektivste Methode, um Energie zu sparen.

Es gibt mehrere Möglichkeiten, Ihre Fassade zu dämmen. Dazu gehören:

  • Die Dämmung mit Fassadenpaneelen, die sich an der Außenwand befinden.
  • Die Kerndämmung bei einer Fassade mit Innen- und Außenschale. Der Zwischenraum der beiden Schalen ist hier mit einer Dämmschicht gefüllt.
  • Die Einblasdämmung bei der Sanierung von Altbauten mit zweischaligem Mauerwerk. Hierzu bohren Sie Löcher in die Wand und blasen durch diese den Dämmstoff in die Fassade hinein.

Ein wichtiger Bestandteil der Außendämmung ist die Dachdämmung. Sowohl bei Altbauten als auch Neubauten ist ein gedämmtes Dach unverzichtbar. Das gilt vor allem dann, wenn Sie den Dachboden als Wohnraum nutzen. Über ein nicht ausreichend isoliertes Dach geht sehr viel Wärme verloren. Außerdem schützt die Dachdämmung auch vor Feuchtigkeit.

Je nach Dachform kommen verschiedene Methoden zur Dämmung zum Einsatz. Bei einem Steildach sind die Träger der Dachkonstruktion und die Dachsparren mit einer Dämmschicht ausgestattet. Mögliche Methoden der Steildachdämmung sind:

  • Die Aufsparren-Dämmung. Der Dämmstoff liegt hier oberhalb der Dachsparren. In der Regel erfolgt eine Aufsparren-Dämmung im Zuge einer Komplettsanierung des Daches.
  • Die Zwischensparren-Dämmung, bei der sich der Dämmstoff zwischen den Sparren befindet. Achten Sie hier darauf, dass zwischen den Sparren genügend Platz vorhanden ist. Wenn der Zwischenraum zu klein ist, reicht die Dicke der Dämmschicht nicht mehr aus. In diesem Fall benötigen Sie einen Dämmstoff mit möglichst niedriger Wärmeleitfähigkeit.
  • Die Untersparren-Dämmung. Hier befindet sich die Dämmschicht unterhalb der Dachsparren. Diese Methode ist sehr praktisch, weil die Untersparren-Dämmung auch nachträglich zu montieren ist.

Anders erfolgt die Dämmung eines Flachdaches. Hierzu prüfen Sie zunächst, ob Ihr Flachdach ein Kaltdach oder ein Warm- beziehungsweise Umkehrdach ist. Ein Kaltdach besitzt einen belüfteten Hohlraum, unter der die Dämmung angebracht ist. Bei einem Warmdach fehlt dieser Hohlraum. Hier befindet sich die Dämmung direkt unter der Dachabdichtung.

Die Außendämmung – Vor- und Nachteile

Bei der Außendämmung bleibt die Größe des Innenraumes erhalten. Demnach verringert sich die Wohnfläche nicht. Die Außendämmung ist jedoch etwas kostenintensiver. Für die Verarbeitung benötigen Sie ein Gerüst und die Dämmungsarbeit selbst übernimmt eine Fachkraft. Gerade bei alten Häusern ist das nachträgliche Anbringen einer Außendämmung nicht immer möglich. Wenn Ihr Haus zum Beispiel unter Denkmalschutz steht, brauchen Sie eine Genehmigung zur Sanierung. Viele Bauherren greifen in diesem Fall auf eine Innendämmung zurück.

13. Dämmung innen

Informieren Sie sich bei Tipp zum Bau über die Innendämmung.

Fachwerkhäuser stehen oft unter Denkmalschutz. Bei ihnen eignet sich eine Innendämmung.

Bei vielen Gebäuden ist eine Außendämmung nicht möglich. Dazu gehören Fachwerkhäuser, denkmalgeschützte Gebäude und Häuser mit besonders schöner Fassade. Um trotzdem nicht auf eine Dämmung zu verzichten, ist eine Innendämmung die sinnvollere Alternative.

Mit einer Innendämmung bleibt die Fassade des Hauses erhalten. Gleichzeitig bleibt das Innere Ihres Hauses geschützt. Die Innendämmung erweist sich auch bei Neubauten als sehr nützlich. Schließt zum Beispiel an Ihrem Wohnzimmer die Garage an, ist eine Innendämmung sinnvoll. Dadurch vermeiden Sie, dass die Wände nicht auskühlen.

Zur Innendämmung gehören diese Bereiche des Hauses:

  • Der Dachboden.
  • Die Decke.
  • Der Fußboden und die Bodenplatten.
  • Die Wände und der Boden des Kellers.

Die Innendämmung ist im Gegensatz zur Außendämmung einfacher zu montieren. Sie haben hier die Möglichkeit, jeden Raum einzeln zu dämmen. Wenn Sie im Heimwerken auch schon etwas erfahrener sind, erledigen Sie die Innendämmung einfach selbst. So sparen Sie sich die Kosten für eine handwerkliche Fachkraft. Baugerüste sind teuer in der Anschaffung und nicht schön anzusehen. Mit einer Innendämmung gehen Sie diesen Sorgen komplett aus dem Weg. Profitieren Sie von den vielen Vorteilen der Innendämmung.

Die Innendämmung – Vor- und Nachteile

Die Verarbeitung der Innendämmung ist mit deutlich weniger Arbeit und Kosten verbunden. Der große Nachteil ist jedoch, dass die Innendämmung Ihren Wohnraum verkleinert. Der Dämmstoff befindet sich schließlich nicht außen, sondern an der Innenwand des Gebäudes.

Arbeiten Sie unbedingt sorgfältig, wenn Sie die Innendämmung selbst durchführen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass Feuchtigkeit in die Dämmschicht eindringt und sich Schimmel bildet. Eine fehlende Dämmung ist in dem Fall besser als eine schlecht verarbeitete Dämmung.

Selbst mit einer sauber und fachgerecht verarbeiteten Dämmung sparen Sie weniger Energie als mit einer Außendämmung. Je nach Dämmstoff sparen Sie hier 5 bis 15 Prozent an Heizkosten. Bei der Außendämmung sind es rund 35 Prozent.

14. Die Dämmung – verschiedene Dämmstoffe im Überblick

Für die Dämmung kommen unterschiedliche Materialien zum Einsatz. Die Haupteigenschaft von Dämmstoffen ist dabei eine möglichst geringe Wärmeleitfähigkeit. Beachten Sie bei der Auswahl des Dämmstoffes zusätzlich folgende Kriterien:

  • Brandschutz.
  • Wasserdichte.
  • Verformbarkeit.
  • Druckbelastbarkeit.
  • Schallschutz.
Verschaffen Sie sich bei Tipp zum Bau einen Überblick über die verschiedenen Dämmstoffe.

Eine Dämmschicht schützt Ihr Haus vor Kälte, Hitze und vor Feuchtigkeit.

Grundsätzlich sind Dämmstoffe in organische, mineralische und synthetisch hergestellte Dämmstoffe zu unterscheiden. Organische Dämmstoffe sind pflanzlichen oder tierischen Ursprungs. Dazu gehören Jute, Stroh, Flachs, Hanf, Holzfaser, Holzwolle, Kokosfaser, Kork, Schafwolle, Schilf und Seegras. Da organische Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen sind sie umweltfreundlich. Allerdings besteht bei ihnen eine erhöhte Brandgefahr. Deswegen sind die meisten organischen Dämmstoffe mit Fasern aus Kunststoff versetzt. Organische Dämmstoffe sind also nicht immer hundertprozentig naturbelassen.

Mineralische Dämmstoffe bestehen aus anorganischen Materialien wie Stein, Sand oder Kalk. Sie sind sowohl natürlichen als auch künstlichen Ursprungs. Mineralische Dämmstoffe zeichnen sich durch ihren hervorragenden Brandschutz und ihre Feuchtigkeitsregulierung aus. Schaumglas, Perlit, Glaswolle, Steinwolle, Blähton und Mineralschaum zählen zu den mineralischen Dämmstoffen.

Synthetische Dämmstoffe bestehen aus Polystyrol, Polyurethan oder Polyisocyanurat-Hartschaum, auch als EPS oder Styropor bekannt. Diese Dämmstoffe sind sehr preisgünstig und resistent. Zwar sind sie aufgrund Ihrer Erdölbasis weniger umweltfreundlich, dafür sind sie besonders langlebig.

Welcher Dämmstoff jedoch der Beste ist, ist pauschal nicht zu sagen. Das hängt zunächst von der Dicke der Dämmschicht ab. Betrachten Sie die Dämmschicht als eine Art Wintermantel Ihres Hauses. Je dicker Ihr Wintermantel ist, desto besser hält er Sie warm. Im Idealfall besitzen Dämmstoffe eine möglichst niedrige Wärmeleitfähigkeit. So erzielt auch eine dünne Dämmschicht dieselbe Wirkung wie eine dicke Dämmschicht mit höherer Wärmeleitfähigkeit. Die Dämmleistung hängt stark vom Material des Dämmstoffes ab.

Je dünner Sie den Dämmstoff verarbeiten, desto weniger benötigen Sie davon – das spart Materialkosten. Gute Dämmstoffe sind zwar teurer, aber die Investition vollkommen wert. Letztendlich sparen Sie mit einer guten Dämmschicht Energie und längerfristig Geld. Es besteht zudem die Möglichkeit, Dämmstoffe miteinander zu kombinieren. So erreichen Sie die beste Effizienz der Dämmung.

In den unterschiedlichen Bereichen des Hauses kommen unterschiedliche Dämmstoffe zum Einsatz. Der beliebteste Dämmstoff ist jedoch die Mineralwolle. Sie findet üblicherweise bei der Dämmung des Daches oder des Kellers Verwendung. Mineralwolle ist äußerst preiswert und leicht zu verarbeiten.

Für die Fassadendämmung kommt meist Styropor zum Einsatz. Styropor zeichnet sich durch seine geringen Kosten und geringe Wärmeleitfähigkeit aus. Bei der Innendämmung empfiehlt sich eine Dämmung mit Platten aus Kalziumsilikat. Dieser Dämmstoff besitzt eine höhere Leitfähigkeit als beispielsweise Mineralwolle. Dafür trocknen die Kalziumsilikat-Platten aufgrund ihrer Porosität schnell aus. Das reguliert die Luftfeuchtigkeit und wirkt Schimmel entgegen.

15. Bauphysikalische Kennwerte der Dämmung

Im Zusammenhang mit der Dämmung treten oft Begriffe auf, welche die physikalischen Eigenschaften des Dämmstoffes beschreiben. Dazu gehören:

  • Die Wärmeleitfähigkeit λ.
  • Der Wärmedurchgangskoeffizient oder U-Wert.
  • Der Wärmedurchlasskoeffizient.

Diese Werte sind im Dämmstoff-Sortiment häufig mit angegeben. Laien wissen oft nichts mit diesen Begriffen anzufangen. Um Sie damit vertraut machen, folgt eine kurze Erklärung der bauphysikalischen Kennwerte.

Die Wärmeleitfähigkeit λ (lambda) beschreibt, wie schnell sich die Wärmeenergie ausbreitet. Je geringer die Wärmeleitfähigkeit, desto besser ist die Dämmung. Die Maßeinheit des λ-Wertes ist Watt pro Meter mal Kelvin (W/ mK). Je höher der λ-Wert ist, desto schneller verliert der Dämmstoff Wärme. Dämmstoffe mit einer hohen Wärmeleitfähigkeit sind demnach dicker zu verarbeiten.

Bei der Planung der Dämmung spielt der Wärmedurchgangskoeffizient U eine wichtige Rolle. Der U-Wert gibt an, wieviel Wärme durch die gesamte Dämmung verloren geht. Er beschreibt den Wärmeverlust eines Bauelements pro Quadratmeter und Sekunde. Das gilt für ein Bauelement mit einer Fläche von einem Quadratmeter. Dabei unterscheiden sich die Außen- und Innentemperaturen um 1 Grad. Die Maßeinheit des U-Wertes ist Watt pro Quadratmeter und Kelvin (W/ m2K). Je kleiner der U-Wert, desto besser ist die Dämmwirkung.

Das Gebäude-Energiegesetz, vorher Energieeinsparverordnung “EnEv2014”, gibt dabei einen U-Wert von höchstens 0,24 W/ m2K vor. Bei einer guten Dämmung liegt der Wert unter 0,2. Den U-Wert errechnen Sie ganz einfach selbst. Dazu dividieren Sie die Wärmeleitfähigkeit λ durch die Dicke des Bauelements. Hierzu folgt ein Rechenbeispiel:

Glaswolle mit λ-Wert von 0,030 W/(mk) / 0,2 Meter = 0,15 W/ m2K

Holzwolle mit λ-Wert von 0,090 W/(mK) / 0,2 Meter = 0,45 W/ m2K

Glaswolle besitzt in dem Fall einen besseren U-Wert und verliert weniger Wärme als Holzwolle. Außerdem sind Dämmstoffe unterschiedlich dick zu verarbeiten, um den U-Wert von 0,24 W/ m2K zu erreichen. Hierzu folgt eine kleine Übersicht:

Holzfaser: 18 cm
Steinwolle: 14 cm
Glaswolle: 14 cm
EPS: 14 cm
Polyurethan: 10 cm

Grundsätzlich sind die synthetischen Dämmstoffe dünner verarbeitbar als organische Dämmstoffe. Polyurethan besitzt eine bessere Dämmeigenschaft als Holzfaser.

16. Gesetzliche Vorgaben zur Dämmung

Eine grundsätzliche Dämmpflicht gibt es nicht. Besitzen Sie jedoch einen Altbau, sind sie unter Umständen zu Modernisierungsarbeiten verpflichtet. Wenn bei Ihnen doch eine Sanierung anfällt, sind einige rechtliche Vorgaben zu beachten. Verstoßen Sie gegen diese Vorgaben, drohen im schlimmsten Fall Bußgelder in Höhe von bis zu 50.000 Euro. Eine Ausnahme betrifft denkmalgeschützte Häuser. Sie sind unter Umständen von den Vorgaben des GEG befreit.

Informieren Sie sich bei Tipp zum Bau über gesetzliche Vorgaben bei der Dämmung.

Auch wenn es keine Dämmpflicht gibt, sind bei der Dämmung rechtliche Vorgaben einzuhalten.

Die Vorgaben stammen in der Regel vom Gebäude-Energiegesetz (GEG), dass am 01. November 2020 in Kraft getreten ist. Das GEG setzt sich aus drei Gesetzen zusammen:

  • Dem Energie-Einspargesetz (EnEg).
  • Der Energie-Einsparverordnung (EnEv).
  • Dem Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG).

Beim GEG gilt die sogenannte 10-Prozent-Regel. Sind mehr als 10 Prozent der Gesamtfläche der Fassade zu erneuern, greift das GEG. Das heißt, dass im Zuge der Erneuerung auch eine Dämmung zu verarbeiten ist. Das GEG legt einen Grenzwert von von 0,24 W/ m2K an.

Eine ungedämmte oberste Geschossdecke benötigt laut dem GEG eine nachträgliche Dämmung. Das ist allerdings nur dann der Fall, wenn das Dach die Anforderung des Wärmeschutzes nicht erfüllt. Die gesetzlichen Vorgaben für die Dämmung sich recht eng gehalten. Tipp zum Bau rät Ihnen daher zu einer Energieberatung. Das Fachwissen und die Arbeitserfahrung Ihres Handwerkers sind ebenfalls sehr nützliche Informationen. Profitieren Sie davon und sparen Sie am Ende bare Münze.

17. Die Dämmung – Kosten

Grundsätzlich hängen die Kosten für eine Dämmung von unterschiedlichen Faktoren ab. Demnach variieren die Kosten stark. Diese Faktoren beeinflussen die Kosten:

  • Die Größe des Hauses.
  • Die Art der Dämmung.
  • Der Dämmstoff.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Fassade zu dämmen. Bei einer Kern- oder Einblasdämmung fallen Kosten von 50 bis 70 Euro pro Quadratmeter an. Eine Dämmung mit Fassadenpaneelen kostet dagegen um die 170 bis 300 Euro pro Quadratmeter. Zusätzlich fallen bei der Fassadendämmung Kosten für das Gerüst an. Rechnen Sie bei der Innendämmung mit durchschnittlich 50 bis 100 Euro pro Quadratmeter.

Die Kosten für eine Dachdämmung sind ebenfalls nicht einheitlich. Die Untersparren-Dämmung stellt dabei die günstigste Variante der Dachdämmung dar. Hier fallen kosten von 30 bis 80 Euro pro Quadratmeter an. Die Zwischensparren-Dämmung kostet im Durchschnitt zwischen 70 und 120 Euro pro Quadratmeter. Die Aufsparren-Dämmung ist dagegen am kostspieligsten. Hier kostet Sie der Quadratmeter bis zu 200 Euro.

Der Preis des Dämmstoffes ergibt sich dagegen aus der Dicke des Stoffes und dem U-Wert. Beachten Sie hier, welche Dicke nötig ist, um den U-Wert von 0,24 W/ m2K zu erreichen. Es folgt eine Übersicht über die wichtigsten Dämmstoffe:

DämmstoffDurchschnittlicher U-WertBenötigte DickePreis in Euro pro Quadratmeter
Glaswolle0,036 W/mK15 cm15 Euro
Polystyrol (EPS)0,040 W/mK15 cm15 Euro
Polyurethan0,022 W/mK10 cm15 Euro
Schaumglas0,045 W/mK15 cm50 Euro
Kalziumsilikat0,065 W/mK25 cm80 Euro

18. Fördermittel für eine Dämmung

Sie planen, energieeffizient zu bauen? Dann kommen Sie um eine Dämmung nicht herum. Ein gut gedämmtes Haus ist eine Investition fürs Leben, welche der Staat finanziell fördert. Schließlich verringern Sie den Verbrauch von fossilen Energieträgern. Damit tragen zu einer grünen Zukunft bei. Sie erhalten Zuschüsse im Rahmen einer Dämmung der Fassade, des Daches, der Geschossdecke und des Kellers.

Die Anlaufstellen für den Förderungsantrag sind:

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude der BAFA bietet einen Fördersatz von 20 Prozent an. Das gilt nur für einzelne Maßnahmen an der Gebäudehülle. Sie erhalten eine Förderung bei einer Mindestinvestition von 2000 Euro. Die KfW bietet für Einzelmaßnahmen einen Zuschuss von 50.000 Euro an. Für eine Komplettsanierung zum KfW-Haus erhalten Sie sogar 120.000 Euro.

Um eine Förderung zu erhalten, sind vorher bestimmte Bedingungen zu erfüllen. Bevor Sie also einen Antrag stellen, holen Sie sich eine Energieberatung ein. Im Rahmen der BAFA-Förderung benötigen Sie zum Beispiel eine spezielle Identifikationsnummer. Diese enthält eine technische Beschreibung des Projektes. Die KfW verlangt eine spezielle Auftragsbestätigung, die Sie nur mit einer Energieberatung erhalten. Gehen Sie daher sicher, dass Sie die Bedingungen erfüllen, bevor Sie den Antrag stellen. Außerdem gibt die KfW einen noch strengeren U-Wert zwischen 0,2 und 0,14 W/m2K vor.

Egal, ob Sie sich für die KfW oder das BAFA entscheiden – in beiden Fällen stellen Sie den Antrag vor Beginn der Dämmarbeiten. Nachträglich eingereichte Anträge bearbeiten beide Kreditgeber nicht.

19. Fazit zur Dämmung

Unzureichend gedämmte Häuser verlieren sehr viel Energie. Eine Dämmung lohnt sich, wenn Ihnen Ihr Geld und die Umwelt am Herzen liegen. Eine Dämmung bringt zudem viele Vorteile mit sich:

  • Schutz vor Hitze und Kälte.
  • Schutz vor Feuchtigkeit.
  • Schutz vor Ungeziefer.
  • Steigerung der Energieeffizienz.
  • Reduzierung der Heizkosten.
  • Schallschutz.
 Tipp zum Bau erklärt Ihnen, wie Sie mit einer Dämmung Energie und Geld sparen.

Bildunterschrift: Mit einer Dämmung sparen Sie Energie und Heizkosten. Damit tun Sie nicht nur Ihrem Geldbeutel, sondern auch der Umwelt etwas Gutes.

Ihr Zuhause ist ein Ort zum Wohlfühlen und Entspannen. Lärmbelästigungen aus der Nachbarwohnung und kalte Zugluft beeinträchtigen den Wohnkomfort enorm. Vermeiden Sie das ganz einfach mit einer Dämmung.

Egal, ob Fassadendämmung, Dachdämmung oder Keller – eine Dämmung ist in jedem Fall eine kostspielige Angelegenheit. Lassen Sie sich aber nicht von den Kosten abhalten und investieren Sie in eine Dämmung. Staatlich geförderte Kredite dienen als Ansporn zum energieeffizienten Bauen. Mit einer Dämmung sparen Sie Energie und damit letztendlich auch Kosten.

20. Dämmstoffe im Vergleich – natürlich, mineralisch oder synthetisch?

Das hängt grundsätzlich von der Art der Dämmung ab. Je nachdem, was Sie dämmen, kommen unterschiedliche Dämmstoffe zum Einsatz. Diese Tabelle sorgt für eine Übersicht der gängigsten Dämmstoffe:

DämmstoffEinsatzgebietVorteile
MineralwolleFassade, Dachbrennt nicht
PolystyrolFassade, Dachboden, Kelleraußenwandgünstig, leichte Verarbeitung, druckfest
HolzfaserDach, Kellerdeckeguter Hitzeschutz
PolyurethanDachlanglebig
ZelluloseZwischensparren, Dachboden, Kellerdeckegünstig, als Granulat einblasbar
PerlitBodenbrennt nicht
SchaumglasFassade, Flachdach, Kellerwasserdicht

21. Die Dämmung – Unterschied zwischen Mineralwolle und Steinwolle

Tipp zum Bau hilft Ihnen bei der Auswahl des geeigneten Dämmstoffes.

Mineralwolle zählt aufgrund seiner geringen Wärmeleitfähigkeit zu den beliebtesten Dämmstoffen.

Glaswolle und Steinwolle zählen zu den mineralischen Dämmstoffen. Daher sind beide Materialien grundsätzlich als Mineralwolle bekannt. Sie gehören zu den am häufigsten eingesetzten Dämmstoffen. Zur Herstellung sind die Rohstoffe bei 1.300 und 1.500 °C zu erhitzen, wodurch das Material schmilzt. Anschließend folgt die Weiterverarbeitung zu Wollfasern. Doch worin unterscheiden sich Glaswolle und Steinwolle?

Glaswolle besteht zu 70 Prozent aus recyceltem Altglas. Den restlichen Anteil machen Sand oder Kalk aus. Steinwolle dagegen besteht hauptsächlich aus geschmolzenem Gestein, zum Beispiel Basalt oder Kalkstein. Der restliche Anteil macht auch hier Altglas aus.

Beide Dämmstoffe zeichnen sich durch ihre geringe Wärmeleitfähigkeit aus. Was den Hitzeschutz und Schallschutz betrifft, schneidet die Steinwolle jedoch besser ab. Aufgrund des höheren Gewichtes hält Steinwolle Druck besser stand. Dafür ist die Glaswolle flexibler und lässt sich besser formen.

Beide Dämmstoffe haben daher ihre Vor- und Nachteile. Grundsätzlich eignen sich beide Stoffe hervorragend zum Dämmen. Glaswolle und Steinwolle sind universell einsetzbar und unterscheiden sich kaum im Preis. Ein Quadratmeter Glaswolle ist schon ab 5 Euro erhältlich. Steinwolle kostet im Schnitt 10 Euro pro Quadratmeter.

22. Die Energieberatung zur Dämmung – der Umwelt zuliebe

Sie planen, die Energieeffizienz Ihres Hauses zu steigern? Ein Energieberater oder eine Energieberaterin hilft Ihnen da gerne weiter. Die Energieberatung unterstützt Sie bei der Einsparung von Treibhausgasen. Im Rahmen einer Begutachtung stellt die Beratung Ihre Energiebilanz fest.

Sie haben dabei die Wahl, mithilfe der Energieberatung eine Komplettsanierung durchzuführen. Andernfalls lassen Sie Ihr Haus Schritt für Schritt über einen längeren Zeitraum modernisieren. Dabei zeigt Ihnen der Berater Möglichkeiten zur Energieeinsparung. Er erstellt ein Sanierungskonzept, dass auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist.

Ihr Energieberater weist Ihnen den Weg in eine umweltfreundliche Zukunft. Deswegen wird die Energieberatung durch eine Fachkraft vom Staat gefördert. Sie erhalten Zuschüsse unter anderem vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. Erfahren Sie alle wichtigen Informationen zur Energieberatung hier.

23. Eine Dämmung planen

Tipp zum Bau gibt Ihnen hilfreiche Tipps, wie Sie eine Dämmung planen.

Eine gute Dämmung ist eine Investition fürs Leben. Diese fängt schon bei der Planung an. Erfahren Sie von Tipp zum Bau, was zu beachten ist.

Eine Dämmung ist ein Projekt, dass in jedem Fall gut durchzuplanen ist. Sie wissen nicht, wo Sie am besten anfangen? Befolgen Sie einfach diese Schritte, dann fällt Ihnen die Planung leichter:

  • Entscheiden Sie sich entweder für eine Fassadendämmung oder eine Innendämmung. Die Fassadendämmung bietet den besten Wärmeschutz, ist aber aufwendiger in der Verarbeitung. Wenn Sie die Dämmung selbst durchführen, wählen Sie die Innendämmung. Hier haben Sie auch die Möglichkeit, die Dämmung nachträglich zu bearbeiten.
  • Wählen Sie den Dämmstoff. Egal, ob synthetisch, mineralisch oder organisch – alle Dämmstoffe wirken sich letztendlich positiv auf die Umwelt aus. Achten Sie beim Dämmstoff jedoch auf seine Dämmeigenschaften. Besitzt der Dämmstoff eine niedrige Wärmeleitfähigkeit, reicht eine dünne Dämmschicht. So sparen Sie Materialkosten.
  • Informieren Sie sich über Fördermittel. Ihr Energieberater hilft Ihnen bei der Planung gerne weiter.