Dachziegel

Der passende Dachziegel für Ihr Dach 

Die Auswahl des richtigen Dachziegels ist entscheidend für das Gelingen Ihres Dachs. Der Dachdecker ist hierbei Ihr richtiger Ansprechpartner. Im Folgenden bekommen Sie einen Überblick über die bekanntesten Dachziegel-Arten.

1. Allgemeines über Dachziegel

Der Dachziegel ist die beliebteste Eindeckung für Hausdächer. Ihr Dachdecker bietet Ihnen ein vielseitiges Angebot verschiedenster Dachziegel. Dabei ist zwischen unterschiedlichsten Formen und Arten zu entscheiden. Außerdem ist mit einzubeziehen, welche Vor- und Nachteile die Dachziegel mit sich bringen. Zudem sind nicht alle für jedes Dach geeignet. Bei diesen Fragen hilft Ihnen Ihr Dachdecker weiter. Er kennt alle verschiedenen Dachziegel und weiß, wofür diese geeignet sind. Die beliebtesten und bekanntesten darunter sind:

  • Der Falzziegel.
  • Der Glattziegel.
  • Der Flachdachziegel.
  • Der Biberschwanz-Ziegel.
Über die verschiedenen Dachziegel informiert Sie Tipp zum Bau.

Die verschiedenen Dachziegel haben unterschiedliche Eigenschaften.

Zusätzlich zu beachten ist der Kostenaufwand. Zum einen unterscheiden sich die Dachziegel in den Materialkosten. Zum anderen ist allerdings auch der Arbeitsaufwand für den Dachdecker sehr verschieden. Je nach benötigter Zeit variieren die Kosten für den Dachdecker. Um schon vor Baubeginn einen Überblick zu bekommen, lassen Sie sich ein Angebot zukommen.

Sind alle wichtigen Entscheidungen getroffen, haben Sie noch die Farbe zu wählen. Anders als früher gibt es heutzutage zahlreiche Farbvarianten. Dabei ist es nicht von Bedeutung welche Art von Dachziegel Sie wählen. Alle Dachziegel gibt es mittlerweile in den verschiedensten Farben. Die am häufigsten verwendeten sind dabei:

  • Schwarz.
  • Graphitschwarz.
  • Grau.
  • Kupferrot.
  • Korallenrot.
  • Braun.
  • Edelbraun.
  • Ockerbraun.
  • Malachitgrün.

Es gibt allerdings noch viele andere Farben. Fragen sie bei besonderen Farbwünschen einfach bei Ihrem Dachdecker nach. Dieser zeigt Ihnen welche Möglichkeiten es gibt.

Dachziegel gibt es außerdem mit drei verschiedenen Beschichtungen. Sie wählen zwischen engobiert, gebrannt oder glasiert. Dabei ist allerdings zu beachten, dass glasierte Dachziegel gewisse Nachteile haben. So ist es möglich, dass Schnee bei diesen leichter abrutscht. Dann ist es notwendig, eine besondere Schneesicherung auf dem Dach vorzunehmen. Hier ist der Dachdecker eine große Hilfe.

Im Folgenden erfahren Sie alles Wichtige über die meistverlegten Dachziegel.

2. Der Falzziegel – ein vielseitiger Dachziegel

Lesen Sie bei Tipp zum Bau über die verschiedenen Falzziegel.

Entscheiden Sie sich für den richtigen Falzziegel.

Allgemeines über den Falzziegel

Der Falzziegel ist sehr vielfältig. Dies liegt an den zahlreichen Ausfertigungen dieses Dachziegels. Einheitlich sind dabei die rechteckige Form und die geraden Kanten an allen Seiten. Außerdem hat jeder Falzziegel eine Kopf- und Seitenverfalzung. Die Verfalzungen sind nach der Fertigstellung des Dachs nicht mehr sichtbar. Zudem sind die Eigenschaften und die Verlegung aller Falzziegel gleich. Zum Eindecken Ihres Dachs benötigt der Dachdecker ungefähr 15 Stück Falzziegel pro Quadratmeter.
Die verschiedenen Arten dieses Dachziegels unterscheiden sich in ihrem Aussehen. Zu den unterschiedlichen Ausfertigungen zählen:

  • Der großflächen Falzziegel: Dieser Dachziegel ist größer als die anderen Flachziegel. Ihn gibt es in allen Ausfertigungen. Der groß-flächen Falzziegel wird vor allem für große Gebäude verwendet. Also zum Beispiel für Hallen, Bauernhöfe oder große Wohnanlagen. Das Eindecken von ihrem Dach mit dieser Ausfertigung ist günstiger. Dieser Preisunterschied entsteht durch die geringere zu verlegende Stückzahl. So benötigt der Dachdecker etwa 10 Stück groß-flächen Falzziegel pro Quadratmeter.
  • Der Doppelmulden Falzziegel: Dieser Dachziegel hat zwei schmale Mulden, welche sich über den gesamten Ziegel ausbreiten. Die beiden Mulden verlaufen von oben nach unten.
  • Der Reformziegel: Der Dachziegel hat eine Mulde. Diese verläuft ebenfalls von oben nach unten. Die Mulde ist hierbei nahezu genauso breit wie der Dachziegel. Die übrige Fläche ist gerade.
  • Der Hohlfalzziegel: Ähnlich wie der Reformziegel hat dieser Dachziegel eine Mulde. Der Unterschied ist allerdings, dass die Restfläche nach oben gewölbt ist. Der Hohlfalzziegel sieht aus wie eine Welle.

Die Vorteile des Falzziegels

Ein Dach mit Falzziegeln bringt Ihnen viele Vorteile. Durch die Vielseitigkeit dieses Dachziegels passt dieser zu jedem Haus. Je nach Ihren Vorlieben ist der Falzziegel anpassbar. Damit variiert das Dachbild je nach Ausfertigung des Dachziegels. Zudem ist der Falzziegel aufgrund seines Aussehens sowohl für alte als auch moderne Baustile passend. Aufgrund der Kopf- und Seitenverfalzung sichert dieser Dachziegel Ihr Haus vor Flugschnee und Schlagregen. Somit ist garantiert, dass Ihr Wohnraum vor Witterungseinflüssen geschützt ist.

Ein weiterer Vorteil ist, dass der Falzziegel sehr preiswert ist. So kostet ein Quadratmeter dieses Dachziegels zwischen 45 und 50 Euro. Zudem ist der Einbau von Dachaufbauten einfach. Darunter fallen Dachgauben oder Dachfenster. Dem Dachdecker ist es bei diesem Dachziegel möglich, diese Dachaufbauten mit wenig Aufwand einzubauen.

Die Verwendung des Falzziegels

Der Falzziegel ist vielfältig einsetzbar. Allerdings ist zu beachten, dass für diesen Dachziegel eine Mindestdachneigung von 25 Grad erforderlich ist. Der Dachdecker hat bei Unterschreitung dieser, gewisse Maßnahmen zu treffen. Ist die Mindestdachneigung nicht gegeben, ist Ihr Dach undicht. Somit ist es möglich, dass Regen oder andere Witterungseinflüsse in Ihren Wohnraum eindringen.

Dazu zählen, je nach Unterschreitung, ein regensicheres oder sogar wasserdichtes Unterdach. Dies führt dazu, dass das Dach teurer wird. Das liegt am Materialeinsatz und der höheren Arbeitszeit für den Dachdecker. Es ist darauf zu achten die Regeldachneigung einzuhalten. Hierbei ist ein Dachdecker hilfreich. Dieser ist erfahren und achtet somit schon bei der Planung Ihres Daches darauf.

Die Verlegung des Falzziegels

Den Falzziegel verlegt der Dachdecker im Halbverbund. Das bedeutet die verschiedenen Reihen sind zueinander versetzt. So wird der Dachziegel der zweiten Reihe zwischen zwei Dachziegeln aus der ersten verlegt. Jede zweite Reihe sieht gleich aus. Die Dachziegel der dritten Reihe werden genauso verlegt, wie die der ersten. Der Dachdecker verlegt die Dachziegel aus einer Reihe nebeneinander.. Dabei überschneiden sich diese nur mit dem Falz.

3. Der Glattziegel – ein moderner Dachziegel

Bei Tipp zum Bau finden Sie Informationen über den Glattziegel.

Die Verlegung des Glattziegels ist von einem Fachmann durchzuführen.

Allgemeines über den Glattziegel

Der Glattziegel ähnelt den Falzziegeln. Genau genommen ist er nur eine besondere und moderne Ausfertigung des Falzziegels. Allerdings entsteht bei einer Eindeckung mit diesem Ziegel ein ganz anderes Dachbild. Der Glattziegel ist ebenso rechteckig und hat vier gerade Kanten. Auch er hat sowohl eine Kopf-, als auch eine Seitenverfalzung. Diese sind nach der Eindeckung durch den Dachdecker nicht mehr sichtbar. Anders als die verschiedenen Falzziegel ist dieser Dachziegel ansonsten flach. Das bedeutet die Fläche ist weder gewölbt, noch hat sie Mulden. Durch diese Form entsteht ein optisch ansprechendes Dach-Bild. Der Glattziegel wird meist nur für ein modernes Dach verwendet. Zudem ist dieser Dachziegel etwas größer als Falzziegel. Somit benötigt der Profi fürs Dach zwischen 10 und 13 Stück Glattziegel pro Quadratmeter.

Die Vorteile des Glattziegels 

Der größte Vorteil des Glattziegels ist sein Aussehen. Der Dachziegel verschafft dem Dach ein optisch ansprechendes und modernes Gesamtbild. Zudem ist der Dachstuhl bei einer Eindeckung mit Glattziegeln nur einer geringen Gewichtsbelastung ausgesetzt. Dies ist durch die geringe benötigte Stückzahl möglich. Somit gefährdet dieser Dachziegel nicht die Statik Ihres Dachs. Bei einer schwereren Eindeckung hat der Dachdecker besondere Vorkehrungen zu treffen.

Außerdem ist der Glattziegel sehr preiswert. Auch dies ist durch die geringe Stückzahl pro Quadratmeter gegeben. Zudem ist der Stückpreis dieser Dachziegel sehr gering. Ein Dach mit Glattziegeln kostet Sie zwischen 18 und 23 Euro pro Quadratmeter. Im Gegensatz zu den Falzziegeln ist dieser Dachziegel also weitaus preiswerter.

Die Verwendung des Glattziegels

Genau wie die Falzziegel ist der Glattziegel ab einer Dachneigung von 25 Grad geeignet. Allerdings ist die Eindeckung mit diesem Ziegel auch noch bei etwas flacherer Neigung möglich. Mindestens 22 Grad sind allerdings unbedingt notwendig. Bei der Unterschreitung der Regeldachneigung ist auch hier ein regensicheres Unterdach zu installieren. Gerade bei den heutzutage oft gebauten Flachdächern ist dies eine beliebte Variante. Da die Kosten für den Glattziegel so gering sind, ist oft ein Unterdach noch im Budget unterzubringen. Es ist möglich, ein Dach mit einer Neigung unter 20 Grad mit diesen Dachziegeln einzudecken. Allerdings ist für diese Entscheidung ein Dachdecker mit einzubeziehen. Dieser berät Sie, was das Beste für Ihr Dach ist.

Haben Sie den Wunsch eine Dachgaube oder ein Dachfenster einzubauen ist der Glattziegel eher ungeeignet. Aufgrund der glatten Oberfläche fallen Unebenheiten sofort auf. Wenn Sie einen Dachaufbau einbauen lassen, schneidet der Dachdecker die Ziegel darum herum zu. Dann entstehen etwas unebene Stellen. Diese sind bei anderen Dachziegeln nicht erkennbar. Bei den Glattziegeln fällt das allerdings schnell auf. Somit hat der Dachdecker enorm präzise zu arbeiten. Dies ist zeitaufwendig und wirkt sich somit auf die Gesamtkosten aus.

Die Verlegung des Glattziegels

Den Glattziegel verlegt der Dachdecker entweder im Halbverbund oder geradlinig. Halbverbund bedeutet hierbei, dass sie verlegt werden wie die Falzziegel. Also immer versetzt zur darauffolgenden Reihe. Bei der geradlinigen Eindeckung sehen alle Reihen genau gleich aus. Das bedeutet die Ziegel der zweiten Reihe liegen genau über denen der ersten. So entsteht ein sehr einheitliches Bild. Zwischen den Dachziegeln sind dann durchgängig gerade Linien zu sehen. Durch das flache Aussehen des Glattziegels entsteht ein optisch ansprechendes und doch einfaches Gesamtbild. Somit verträgt sich der Glattziegel vor allem mit sehr modernen Baustilen.

4. Ziegel für ein flach geneigtes Dach – die Dachziegel für Flachdächer

Tipp zum Bau erläutert die Vorteile des Flachdachziegels.

Der Flachdachziegel ist sehr preiswert.

Allgemeines über den Flachdachziegel

Für die meisten Dachziegel ist eine Mindestdachneigung von 25 Grad notwendig. Deshalb gibt es spezielle Flachdachziegel. Diese sind auch für Dächer mit einer Neigung ab 20 Grad geeignet. Ist Ihr Dach noch flacher geneigt benötigen Sie eine Sonderform des Flachdachziegels. Das sind Pfannen mit dreifach Kopf- und Seitenverfalzung. Dieser Dachziegel ist für Dächer mit einer Neigung von zehn Grad oder mehr geeignet.

Das Aussehen ähnelt wieder dem Falzziegel. Dieser Dachziegel ist also ebenso rechteckig mit vier geraden Kanten. Allerdings ist dieser anders gefalzt. Er hat nicht nur eine, sondern drei Verfalzungen. Daher nennt der Dachdecker ihn auch Dachpfanne mit dreifach Kopf. Durch die dreifache Verfalzung sind die Dachziegel mehr ineinander verkeilt und somit wasserundurchlässig.

Die Pfannen mit dreifach Kopf gibt es in verschiedenen Ausfertigungen. Die möglichen Formen,entsprechen denen des Falzziegels. Allerdings ist das Aussehen des Dachziegels hier eher unbedeutend. Da das Dach kaum geneigt ist, sind die Flachdachziegel kaum zu sehen.

Die Vorteile des Flachdachziegels 

Der klare Vorteil des Flachdachziegels gegenüber der anderen Dachziegel ist die geringe Regeldachneigung. Somit ist er für nahezu jedes Dach geeignet. Bei flach geneigten Dächern ist eine besonders regensichere Eindeckung anzubringen. Durch die fehlende Neigung fließt Regen schlecht ab. Somit gelangt bei schlechter Abdichtung Regenwasser in Ihr Haus.

Der Flachdachziegel hält jeglichen Witterungseinflüssen stand. Somit ist es nicht nötig ein Unterdach anzubringen. Dies ermöglicht es die Kosten gering zu halten. Außerdem ist es so möglich auch auf Ihrem flachen Dach Dachziegel anzubringen. Dies ist optisch ansprechender als ein Metalldach. Zudem ist die Eindeckung mit Flachdachziegeln preiswert. Der Materialpreis beträgt zwischen 40 und 50 Euro pro Quadratmeter. Allerdings ist hierbei zu beachten, dass ein flach geneigtes Dach weniger Dachfläche hat. Somit ist der Gesamtpreis geringer als bei anderen Dachziegeln.

Die Verwendung des Flachdachziegels

Flachdachziegel werden logischerweise für ein flach geneigtes Dach verwendet. Heutzutage ist der Bau von Flachdächern immer häufiger. Moderne Wohnhäuser haben oftmals ein Pultdach mit geringer Neigung. Für ein Dach dieser Art war lange nur eine Metalleindeckung möglich. Dies ist bei den Bauherren aus optischen Gründen unbeliebt. Eine andere Variante ist das Verlegen von beispielsweise Falzziegeln. Dabei ist allerdings ein regensicheres Unterdach anzubringen. Dies ist meist sehr kostspielig und aufwendig. Doch mittlerweile gibt es die Lösung für dieses Problem: Der Flachdachziegel. Er macht es möglich:

  • Ein flaches Dach mit Dachziegeln einzudecken.
  • Ein witterungsbeständiges Flachdach zu schaffen.
  • Modernität mit Zweckmäßigkeit zu verbinden.

Die Verlegung des Flachdachziegels

Die Verlegung des Flachdachziegels ist dieselbe wie die des Falzziegels. Dieser Dachziegel wird im Halbverbund verlegt.Die Dachziegel sind von Reihe zu Reihe versetzt. Allerdings gibt es einen minimalen Unterschied zwischen der Verlegung des Flachdachziegels und des Falzziegels. Der Falzziegel hat nur eine Falzung. Somit sind die Dachziegel aus einer Reihe nur damit verbunden. Bei dem Flachdachziegel sind die einzelnen Ziegel mit drei Verfalzungen verbunden. Aus diesem Grund ist dieser Dachziegel witterungsbeständiger als der Falzziegel.

5. Der Biberschwanz-Ziegel – ein seltener Dachziegel

Allgemeines über den Biberschwanz-Ziegel

Den Biberschwanz-Ziegel nennt der Dachdecker auch Biberschwanz oder nur Biber. Das Aussehen dieses Dachziegels ist dem Namen nach einfach zu erklären. Der Ziegel ist oben gerade und nach unten hin abgerundet. Er sieht also aus wie der Schwanz eines Bibers. Zwar gibt es auch geradschnitt Biberschwanz Ziegel, diese sind aber selten. Der Unterschied ist hier, dass auch die untere Kante gerade ist.

Biber sind oft auf Kirchendächern verlegt. Auch in zahlreichen bayerischen Altstädten finden Sie zahlreiche Biberdächer. Der Biberschwanz wird heutzutage immer seltener verbaut. Dies liegt daran, dass Ihn viele für moderne Häuser unpassend finden. Biberdächer sind somit wieder seltener geworden. Dies spricht dafür diesen Dachziegel doch als Eindeckung für Ihr Haus zu verwenden. Der Biberschwanz verleiht Ihrem Dach einen besonderen Charme. Aufgrund der seltenen Verlegung ist ein Biberdach schon fast eine Rarität geworden. Verleihen Sie also Ihrem Haus mit diesem Dachziegel einen besonderen Charme.

Der Biberschwanz-Ziegel ist klein. Deshalb verlegt der Dachdecker ungefähr 35 Stück Dachziegel pro Quadratmeter. Aufgrund der hohen Stückzahl ist der Dachstuhl bei einem Biberdach einer großen Belastung ausgesetzt. Dabei ist die Statik der Unterkonstruktion zu sichern.

Die Vorteile des Biberschwanz-Ziegels

Die Eindeckung mit Biberschwanz ist aufgrund der Doppeldeckung enorm witterungsbeständig. Da sich mehrere Dachziegel überschneiden, dringt keinerlei Schnee oder Regen in Ihr Haus ein. Zudem ist es dem Dachdecker leicht möglich, in ein Biberdach Dachgauben einzubauen. Da die Dachziegel so klein sind, ist es einfach, sie einem Dachaufbau anzupassen. Ebenso ist der Einbau eines Dachfensters leicht zu erledigen. Besprechen Sie solche Wünsche mit Ihrem Dachdecker. Dieser berät Sie welche Besonderheiten zu Ihrem Dach passen.

Ein weiterer Vorteil des Biberdachs ist das besondere Bild der Dachfläche. Hat der Dachdecker die Dachziegel verlegt, ist nur noch die runde Seite zusehen. Dadurch entsteht ein außergewöhnliches Muster. Biberschwanzziegel machen Ihr Dach zu einem echten Hingucker.

Die Verwendung des Biberschwanz-Ziegels

Für den Biberschwanz-Ziegel ist eine Regeldachneigung von mindestens 30 Grad notwendig. Da dieser Dachziegel keinen Falz hat, ist er ansonsten wasserdurchlässig. Er ist nur für Steildächer geeignet. Dazu zählt beispielsweise das Satteldach. Bei Unterschreitung der Mindestdachneigung ist auch hier ein regensicheres Unterdach anzubringen. Ihr Dachdecker gleicht damit die fehlende Neigung aus. Allerdings ist es besser, die Regeldachneigung einzuhalten.

Aufgrund der geforderten Neigung werden Biberschwanz-Ziegel auf Steildächern verlegt. Dazu zählen:

  • Das Satteldach.
  • Das Walmdach.
  • Das Mansarddach.

Die Verlegung des Biberschwanz-Ziegels

Der Dachdecker verlegt den Biberschwanz-Ziegel auf zwei unterschiedliche Weisen:

  • Doppeldeckung.
  • Kronen-Deckung.

Dabei ist die Doppeldeckung weitaus öfter angewendet. Der Dachdecker verlegt die Dachziegel nach einem besonderen Schema. Der erste und der dritte Biber überschneiden sich dabei noch. Damit ist der Dachziegel dazwischen, also der zweite, komplett von den anderen beiden überdeckt. Von dem zweiten Biber sieht man also nur noch die unterste Kante. Die verschiedenen Reihen der Dachziegel werden versetzt verlegt. Dies bedeutet, dass die erste und dritte Reihe gleich sind. Durch diese Verlegungsart ist Ihr Dach besonders vor Witterungseinflüssen geschützt. Dies ist beim Biberschwanz auch ohne Unterdach möglich. Außerdem entsteht durch die Doppeldeckung ein einheitliches Bild. Ihr Dachdecker hält stets dasselbe Muster ein. Somit ist das Gesamtbild Ihres Daches sehr stimmig.

Die Kronen-Deckung wendet der Dachdecker sehr selten an. Dies liegt daran, dass bei dieser die Dachziegel ein nicht-einheitliches Bild ergeben. Hier verlegt der Fachmann immer drei Biber übereinander. Das Muster verändert sich von Reihe zu Reihe etwas. Dadurch entsteht kein einheitliches Bild. Aufgrund dessen ist die Kronen-Deckung auch eher selten zu finden. Trotzdem ist auch ein Biberdach mit dieser Deckung genauso witterungsbeständig.

6. Mönchs- und Nonnenziegel – die Dachziegel von früher

Die Mönchs- und Nonnenziegel werden heutzutage kaum noch verlegt. Sie sind vor allem auf Kloster- und Kirchendächern zu finden. Aufgrund der komplizierten Eindeckung sind die Dachziegel untypisch geworden. Der Dachdecker ist allerdings immer noch dazu fähig, Mönch- und Nonnenziegel zu verlegen.

Schwierigkeiten bei der Eindeckung tauchen hauptsächlich bei der Befestigung auf. Dabei ist es nötig, dass Ihr Dachdecker die Dachziegel auf spezielle Weise verbindet. Dazu verwendet er Beton und befestigt so die Ziegel aneinander und am Dach.

Neben der aufwendigen Verlegung dieser Dachziegel ist auch das Aussehen ausschlaggebend. Die Mönchs- und Nonnenziegel sind rundlich und schmal. Im Gesamtbild ergeben sich aus diesen Dachziegeln Linien. Diese sind nach oben hin rund. Das Aussehen passt nicht mehr zu den heutigen Baustilen.
Außerdem ist ein Dach mit Mönchs- und Nonnenziegeln aufgrund des Aufwands nicht sehr preiswert.

7. Besondere Farben für Dachziegel

Tipp zum Bau informiert Sie über die besonderen Farben für Dachziegel.

Die Farbe Ihres Dachziegel ist bedeutend für die Optik Ihres Hauses.

Dachziegel gibt es in zahlreichen verschiedenen Farben. Der Biberschwanz ist die richtige Auswahl, wenn Sie extravagante Wünsche haben. Falzziegel, Glattziegel und Flachdachziegel gibt es meist in sechs verschiedenen Grundfarben. Diese sind:

  • Schwarz.
  • Graphitschwarz.
  • Grau.
  • Kupferrot.
  • Edelbraun.
  • Malachitgrün.

Zwar gibt es Variationen dieser Fraben, ganz andere Farbtöne sind allerdings selten zu finden. Sie haben trotzdem die Möglichkeit, ein Dach in jeglicher Farbe zu bekommen. Wenn Sie sich für den Biberschwanz-Ziegel entscheiden, dann bietet Ihnen Ihr Dachdecker jede mögliche Farbe. Ihrer Vorstellung sind so keine Grenzen gesetzt. Außerdem ist ein Haus mit bunten Dachziegeln eine echte Besonderheit.

8. Lebensdauer von Dachziegeln

Dachziegel sind im Allgemeinen sehr langlebig. Zusätzlich sind sie äußerst witterungsbeständig. Allerdings ist die Lebensdauer der Dachziegel abhängig davon, welchen äußeren Umständen sie ausgesetzt sind. So ist es in sonnenreichen Regionen möglich, dass die Dachziegel ausbleichen. Zusätzlich ergeben sich in Gebieten mit hohem Schneeaufkommen leichter Bruchstellen. Weitere mögliche Beschädigungen entstehen, durch:

  • Sturm.
  • Platzregen.
  • Herabfallende Pflanzen.

Ein besonders stabiler Dachziegel ist der Biberschwanz. Da er eine höhere Stärke als die anderen hat, ist er resistenter. Zudem ist das Biberschwanz-Dach durch die Deckungsart stabiler. Der Dachdecker verlegt die Dachziegel in Doppeldeckung. Damit ist Ihr Dach weniger anfällig für Beschädigungen.

9. Reinigung von Dachziegeln

Tipp zum Bau empfiehlt, Dachziegel vom Profi reinigen zu lassen.

Die richtige Reinigung verlängert die Lebensdauer Ihrer Dachziegel.

Die richtige Pflege der Dachziegel ist bedeutend für ihre Langlebigkeit. Die größten Vorteile einer regelmäßigen Reinigung sind:

  • Erhalten des neuwertigen Aussehens der Dachziegel.
  • Frühzeitiges Erkennen von Bruchstellen oder Schäden an den Dachziegeln.
  • Verlängerung der Lebensdauer Ihrer Dachziegel.

Die Säuberung des Daches ist alle zwei bis drei Jahre durchzuführen. Diese Arbeit führt ein Dachdecker aus. Der Profi ist daran gewöhnt, in der Höhe zu arbeiten. Somit ist sichergestellt, dass bei der Reinigung nur ein geringes Unfallrisiko besteht. Bei eigenständigem Säubern der Dachziegel ist schnell Ihre Sicherheit gefährdet. Beauftragen Sie also einen Dachdecker. Damit ist zudem garantiert, dass keine Dachziegel verrutschen oder beschädigt werden. Die Kosten für eine solche Reinigung variieren je nach Größe des Daches. Meist benötigt ein Dachdecker dafür allerdings nur ein bis zwei Arbeitsstunden.

10. Austausch von Dachziegeln 

Trotz der hohen Stabilität der Dachziegel ist es möglich, dass diese brechen. Das passiert beispielsweise durch:

  • Schneemassen.
  • Sturm.
  • Hagel.

In diesem Fall tauscht Ihr Dachdecker die Ziegel aus. Meist ist diese Arbeit in wenigen Stunden erledigt. Der Fachmann entfernt die kaputten Dachziegel und verlegt neue. Zudem kontrolliert er das Dach auf weitere Beschädigungen. So ist garantiert, dass die anderen Dachziegel noch intakt sind. Die Kosten für den Austausch sind gering. Je nach Dachdecker ist dieser oft auch kostenlos. Informieren Sie sich bei Ihrem Fachmann, ob dieser den Austausch der Dachziegel vornimmt.

11. Zuschneiden von Dachziegeln

Dächer haben individuelle Formen und Maße. Deshalb ist es notwendig, manche Dachziegel zuzuschneiden. Dies ist beispielsweise an den Dachkanten durchzuführen. Der Dachdecker passt den Ziegel an. Damit wird ihr Dach lückenlos gedeckt und hat keine offenen Restflächen.

Außerdem ist der Zuschnitt von Dachziegeln bei Dachaufbauten wichtig. Hier passt der Dachdecker alle Ziegel genau an. Somit ist garantiert, dass auch Ihr Dachfenster oder Ihre Dachgaube von Dachziegeln umschlossen ist.

Der Dachdecker schneidet die Ziegel mit einem Winkelschleifer. Dieser läuft mit elektrischem Strom. Die Schneideplatte des Winkelschneiders erzielt dabei einen makellosen Schnitt. Damit ist sichergestellt, dass die Dachziegel keine Mängel aufweisen.

12. Herstellung von Dachziegeln 

Die Herstellung von Dachziegeln hat sich seit dem 12. Jahrhundert kaum verändert. Schon damals wurden diese aus Ton hergestellt. Der Unterschied ist, dass die Ziegel früher von Hand gefertigt und geformt wurden. Zudem musste der Ton vor der Bearbeitung über den Winter gelagert werden. Nur so hatte der Rohstoff die richtige Temperatur zur Verarbeitung.

Heutzutage gibt es zahlreiche technische Mittel, die den Prozess der Herstellung beschleunigen. Zum einen ist der Ton nun durch Kühlanlagen zu kühlen. Außerdem werden die Dachziegel Maschinell geformt. Die Herstellung der Ziegel erfolgt in mehreren Schritten:

  • Zunächst ist der Rohstoff Ton abzubauen und zu behandeln.
  • Durch das sogenannte Sumpfen erhält der Rohstoff einen einheitlichen Feuchtigkeitsgrad.
  • Darauf folgt die Formung des Rohstoffs. So entstehen die verschiedenen Dachziegel-Formen. Eine Maschine presst den Ton, in die richtige Form.
  • Nach der Formung lässt der Fachmann die feuchten Dachziegel trocknen.
  • Im nächsten Schritt wird der angetrocknete Ton in Hochleistungsöfen gebrannt. So wird der Dachziegel gefestigt.
  • Zum Schluss sind die fertigen Ziegel noch abzukühlen.

All diese Schritte werden in einem Ziegelwerk vorgenommen. Dieses liefert die fertigen Dachziegel dann an die Firmen, die Material für Dachdecker vertreiben. Darunter zählen zum Beispiel Baustoffmärkte.

13. Kunststoff-Dachpfannen – Die Alternativen Dachziegel

Dachziegel haben zahlreiche Vorteile und sind somit auch die typischste Dacheindeckung. Allerdings ist es dem Dachdecker auch möglich, eine Alternative zu verlegen. Zunächst denken Sie dabei wohl an eine Metalleindeckung. Allerdings verändert diese das Aussehen Ihres Daches stark.

Eine optisch gleiche Wahl stellt die Kunststoff-Dachpfanne dar. Diese gibt es in allen Dachziegel-Formen. Sie ist aber aus Kunststoff gefertigt und somit weitaus leichter. Das bringt einen Vorteil, da somit Ihr Dach weniger Gewicht ausgesetzt ist.

Außerdem ist die Kunststoff-Dachpfanne preiswerter als der klassische Ziegel. Informieren Sie sich bei Ihrem Dachdecker über Ihre Auswahlmöglichkeiten. Diesem ist es zudem möglich, Ihnen zusätzliche Vor- und Nachteile der Kunststoff-Eindeckung zu nennen. Vor allem bei statisch unsicheren Dächern ist diese Dachziegel-Alternative zu betrachten.

14. Hilfsmittel für die Verlegung von Dachziegeln

Tipp zum Bau erklärt Ihnen, wie der Dachdecker Ihre Dachziegel anbringt.

Der Fachmann garantiert einen sicheren Halt der Dachziegel.

Grundlegend für die Verlegung von Dachziegeln ist die Dach-Einlattung. Diese wird auf dem Dachstuhl und der Dämmung angeschraubt. Je nach Dachziegel bringt der Dachdecker verschieden viele Latten an. Auf diesen verlegt er dann die Ziegel. Alle Dachziegel haben an der hinteren Seite eine Art Keil. Diesen hängt der Dachdecker an den Latten ein.

Zudem benötigt der Fachmann Nägel und einen Hammer für die Eindeckung. Mit diesen fixiert er die Dachziegel. Sie haben Löcher, durch welche die Nägel gehauen werden. Allerdings verwenden die meisten Dachdecker heutzutage sogenannte Nagelpistolen. Diese schießen die Nägel durch die dafür vorgesehenen Löcher in den Dachziegeln. Außerdem bringt der Dachdecker an den Dachkanten noch Heftklammern an. Sie sichern den Halt der Ziegel zusätzlich.

15. Entscheidungs-Hilfen für den richtigen Dachziegel

Bei der Entscheidung für den richtigen Dachziegel sind zahlreiche Faktoren zu beachten. Folgende Fragen sind dabei hilfreich:

  • Welcher Dachziegel passt zum Baustil Ihres Hauses?
  • Welche Farbe ist bei der jeweiligen Dachziegel-Form möglich? Haben Sie eine besondere Farbvorstellung für Ihr Dach?
  • Wie hoch ist Ihr Kostenbudget für Material und Dachdecker?
  • Ist es Ihr Wunsch eine Dachgaube oder ein Dachfenster einbauen zu lassen?

Wenn Sie diese Fragen beantwortet haben, dann ist es einfach, sich zu entscheiden. Eine zusätzliche Hilfestellung ist Ihr Dachdecker. Dieser hat viel Erfahrung mit den verschiedenen Dachziegeln. Außerdem ist es ihm möglich, Ihnen verschiedene Vor- und Nachteile zu nennen. So ist garantiert, dass Sie sich für den passendsten Dachziegel entscheiden.

16. Engobierte Dachziegel

Engobierte Dachziegel nennt der Dachdecker auch Engoben. Diese sind mit speziellen Schichten überzogene Ziegel. Diese Schichten bestehen aus Ton und Wasser. Bei der Herstellung engobierter Dachziegel kommt dieser Schritt noch hinzu. Die Engoben dienen zur Farbgebung der Ziegel. Sie haben eine matte oder matt-glänzende Oberfläche. Außerdem ist der engobierte Dachziegel durch die Beschichtung zusätzlich von Witterungseinflüssen geschützt. Dies ist aufgrund der zusätzlichen Beschichtung möglich.

Engoben verwendet der Dachdecker sehr häufig. Gerade auf modernen Häusern verlegt er engobierte Dachpfannen. Diese bilden ein schlichtes und doch hochwertiges Dach-Bild. Aufgrund ihrer häufigen Verwendung sind engobierte Dachziegel heutzutage die Norm. Ziegel ohne weitere Schutzschicht verbaut der Profi nur noch selten.

Eine besondere Art der Engoben sind die Edelengoben. Diese sind mit einer Schicht aus Wasser und Tonschlick überzogen. Durch den Schlick entsteht ein glänzendes Aussehen. Dies verleiht dem Dach einen besonderen Charme. Die Edelengoben sind allerdings etwas kostenaufwendiger als die Engoben.

17. Glasierte Dachziegel

Glasierte Dachziegel sind glänzend und haben eine sehr glatte Oberfläche. Hier werden die Ziegel mit Tonschlick überzogen. Dies geschieht vor der Brennung im Ofen. Somit wird die Schlick-Schicht mitgebrannt. Die jeweilige Farbe des Dachziegels entsteht hierbei durch die Auswahl des Tons.

Glasierte Dachziegel sind optisch sehr ansprechend. Allerdings haben sie im Alltag auch einen Nachteil. Aufgrund der glatten Oberfläche ist es möglich, dass Schnee leicht abrutscht. Somit hat der Dachdecker auf dem Dach eine ausgiebigere Schneesicherung anzubringen. Dies führt möglicherweise dazu, dass die Kosten sich vergrößern. Besprechen Sie also vor der Verlegung, wie preisaufwendig die nötigen Sicherheitsvorkehrungen sind.

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