Dachdämmung

Dachdämmung – dünne Schutzschicht mit starker Wirkung

Um Ihren Energieverbrauch niedrig zu halten, ist eine Dämmung stets unverzichtbar. Sie schützt Ihr Haus vom Keller bis in das Dach vor Wärmeverlusten und Kälte. Mit einer effizienten Dachdämmung sparen Sie jedoch nicht nur Heizkosten ein. Sie ermöglicht darüber hinaus auch die Umwandlung Ihres ungenutzten Dachgeschosses in nutzbaren Wohnraum. Lesen bei Tipp zum Bau alles über die verschiedenen Methoden und Materialien solcher Umgestaltungen. Auf diese Weise finden Sie schnell heraus, welche Dachisolierung sich für Ihre Bedürfnisse eignet.

1. Die Vorteile der Dämmung – die Basis Ihrer Dachdämmung

Lernen Sie bei Tipp zum Bau die Ursprünge der Dachdämmung kennen.

Mit der Dachdämmung beugen Sie Energieverlust über Ihr Dach effizient.

Die Dämmung stellt eine wichtige Grundlage eines energieeffizienten Gebäudes dar. Sie sorgt für eine optimale Nutzung der Wärmeenergie in Ihrer Immobilie. Auf diese Weise profitieren Sie möglichst lange von der erzeugten Wärme Ihres Heizsystems. Damit sparen Sie nicht nur Heizkosten, sondern tragen auch zum Schutz der Umwelt bei. Doch an dieser Stelle beginnt die Funktionsvielfalt einer effizienten Isolation erst:

  • Sie fungiert darüber hinaus auch als Schallschutz.
  • Eine Dämmung beugt die Entstehung von Schimmel vor.
  • Auch für den Brandschutz Ihrer Immobilie eignet sich die Dämmung.

Das Bewusstsein für diese vielfältigen Vorteile entwickelte sich jedoch erst in den 1970er Jahren. Nach der Ölkrise stiegen die Heizkosten mit einer Ölheizung rasant an. Die Menschen suchten deshalb verzweifelt nach Möglichkeiten, ihre Wärme möglichst lange zu nutzen. Eine effiziente Wärmedämmung bot ihnen Abhilfe. Sie eignet sich für die verschiedensten Stellen Ihres Gebäudes.

Die Dachdämmung als Unterform der Wärmedämmung

Die Wärmeisolation bietet sich für unterschiedliche Einsatzbereiche an. So verhindert sie den Wärmeverlust über Ihre Fenster zuverlässig. Auch mit einer Fassadendämmung oder Kellerdeckendämmung beugen Sie hohen Heizkosten vor. Doch Ihr Haus verliert besonders viel Wärme über das Dach. Ohne eine Dachdämmung gehen ca. 30% Ihrer Heizwärme im Winter verloren.

Darüber hinaus verhilft Ihnen eine gute Dachdämmung zu einem zusätzlichen Wohnraum. Viele Dachböden verstauben ungenutzt oder dienen lediglich als Abstellraum. Doch mit der Dachisolierung erweitern Sie diese Nutzungs-Möglichkeiten folgendermaßen:

  • Wandeln Sie Ihren Dachboden durch einen gezielten Dachbodenausbau in einen Hobbyraum um.
  • Bauen Sie Ihr eigenes Fitness-Studio unter Ihrem Dach aus.
  • Profitieren Sie von der Dachdämmung durch einen zusätzlichen Aufenthaltsraum.

Eine Dachisolierung eignet sich dabei für alte Bauten und für neugebaute Häuser gleichermaßen. So bietet sie sich auch für eine energetische Sanierung Ihres Gebäudes an. Dazu stehen Ihnen verschiedenste Maßnahmen zur Verfügung. Achten Sie darauf, die passende Methode für Ihre Wünsche auszuwählen. Nur mit guter Dachisolierung bleibt Ihr Dachboden im Sommer kühl und im Winter warm.

2. Wie unterscheiden sich die verschiedenen Methoden der Dachdämmung?

Bevor Sie Ihre Dachdämmung starten, ist eine umfassende Planung dieses Prozesses notwendig. Dabei legen Sie Ihr verfügbares Budget, die bevorzugte Methode und die Dämmstoffe fest. Auf diese Weise passen Sie die Dachisolierung optimal an Ihre Bedürfnisse an. Dazu benötigen Sie jedoch eine zusammenfassende Übersicht über die verschiedenen Varianten. Einen solchen Überblick bietet Ihnen Tipp zum Bau. Bereits der Verlauf Ihres Daches bildet dabei eine wichtige Entscheidungsgrundlage der gewählten Dachisolierung.

Die passende Dachdämmung für Ihr Steildach

Ein Steildach benötigt eine andere Dachdämmung als ein Flachdach. Die beiden Formen unterscheiden sich sowohl im Material als auch in der verwendeten Methode. Im Folgenden finden Sie einen Vergleich der geeigneten Methoden für Ihr Steildach vor.
Für einen repräsentativen Kostenvergleich eignen sich dabei Dämmstoffe der mittleren Preisklasse, wie Glaswolle. Die Kosten der Dachdämmung beziehen sich dabei auf das Material und die Montage.

MethodeMerkmaleKosten
Aufsparrendämmung
  • Der Profi montiert die Dachisolierung an der Holzschalung oberhalb der Dachsparren.

  • Darauf legt er eine Querlattung.

  • Das Dach deckt der Trockenbauer vorher ab und nach dem Prozess wieder auf.
  • 170 - 250 € pro m²
    Zwischensparrendämmung
  • Das Dämmmaterial klemmt der Experte in Form von Klemmfilzen zwischen die Sparren.

  • Dafür sind keine weiteren Befestigungen der Dachdämmung notwendig.

  • Anschließend verkleidet er das Dachinnere.
  • 100 - 180 € pro m²
    Untersparrendämmung
  • Der Profi befestigt eine dünne Dachisolierung von innen auf den Sparren.

  • Durch diese Innendämmung verliert der Raum jedoch an Größe.
  • 80 - 150 € pro m²

    Wie funktioniert die Installation der Dachdämmung? Tipp zum Bau erklärt es Ihnen.

    Der Profi steht Ihnen bei der Montage Ihrer Dachdämmung jederzeit beiseite.

    Die individuelle Methode für Ihre Immobilie mit Steildach hängt von einigen Faktoren ab. Zum einen spielen bei der Dachdämmung die baulichen Voraussetzungen des Gebäudes eine Rolle. Zum anderen ist auch der Zustand des Dachs für Ihre Dachisolierung von Bedeutung:

    • Ist eine Neueindeckung des Dachs ohnehin fällig, empfiehlt sich eine Aufsparrendämmung.
    • Bei einer fehlenden Notwendigkeit entstehen Ihnen so nur unnötige Kosten. In diesem Fall ist es ratsam, die Dachdämmung von innen anzubringen.
    • Benötigen Sie viel Platz in Ihrem Dachboden, dann eignet sich die Dachisolierung mit Zwischensparrendämmung.
    • Haben Sie ausreichend Platz auf dem Dachboden, ist eine Untersparrendämmung günstiger und ebenfalls effektiv. Diese Variante bietet sich insbesondere an, wenn wenig Platz zwischen den Sparren ist.

    Wie erfolgt die Dachdämmung bei Flachdächern?

    Bei der Dachisolierung von Immobilien mit Flachdächern kommen hingegen ganz andere Methoden zum Einsatz. Hier unterscheidet der Profi zwischen Kaltdach-, Warmdach- und umgekehrter Wärmedämmung:

    • Bei der Kaltdachdämmung gibt es einen luftgefüllten Hohlraum. Dieser befindet sich zwischen der Dachisolierung und dem Dach.
    • Die Warmdachdämmung verlegt der Experte hingegen direkt unterhalb der Dachabdichtung.
    • Bei einer umgekehrten Wärmedämmung befindet sich die Dachisolierung direkt auf der Dachabdichtung. Diese Methode kommt häufig als Dachdämmung von Massiv-Dächern zum Einsatz.

    Die Kosten aller drei Dachisolierungen belaufen sich auf ca. 45 – 120 € pro m². Auch hier entscheidet die Wahl des Dämmmaterials für Ihre Dachdämmung über deren Preis. Zusätzlich beeinflusst die Notwendigkeit einer luftdichten Dampfsperre der Materialien Ihre Ausgaben. Denn einige Dämmstoffe sind besonders feuchtigkeitsempfindlich. Dadurch verliert Ihre Dachisolierung teilweise ihre zweckmäßigen Eigenschaften. Jedoch ist bei der Dachdämmung die Dampfsperre und Luftdichte der Materialien unbedingt notwendig. Nur so geht Ihre Wärmeenergie nicht verloren.

    Lernen Sie bei Tipp zum Bau, mit welchen Methoden Ihre Dachdämmung trocken bleibt.

    Eine Dampfsperre der Dachdämmung beugt die Bildung von Schimmel frühzeitig vor.

    Die Dampfsperre bietet Ihrer Dachdämmung für solche Fälle ausreichend Schutz vor Feuchtigkeit. Durch eine Folie gelangt die Nässe nicht in den Dämmstoff. Auf diese Weise beugen Sie mögliche Schäden des Materials vor. Diese Luftdichte ist besonders für Dachdämmungen in Nassräumen empfehlenswert. Bauen Sie beispielsweise ein Bad unter dem Dach ein, ist eine Dampfsperre unerlässlich. Ihren Einbau meistern auch Heimwerker ohne Probleme. Gehen Sie dabei folgendermaßen vor:

    • Die Dampfbremsfolie montieren Sie an der warmen Seite Ihrer Dachkonstruktion.
    • Achten Sie darauf, die Folie absolut luftdicht zu verkleben.
    • Kleben Sie besonders Ecken, Kanten oder Steckdosen besonders sorgfältig ab.

    Doch auch die Dampfsperre hat ihre Tücken. Bei fehlerhafter Arbeit führt sie zu unerwünschter Feuchtigkeit in der Dachdämmung. Diese dringt in den Dämmstoff ein und verbleibt in Ihrer Dachisolierung. Dadurch verfaulen einige Materialien und verlieren so ihre isolierende Wirkung. Mit besonders feuchtigkeits-beständigen Dämmstoffen beugen Sie diesen negativen Effekten vor. Nicht jedes Material verfügt allerdings über solche Eigenschaften.

    3. Der passende Dämmstoff für die Dachdämmung

    Bei der Auswahl Ihrer Dämmstoffe gibt es auch andere Merkmale zu beachten. Neben der Dämm-Methode spielt der U-Wert des Materials eine große Rolle. Dieser Parameter gibt an, wieviel Energie durch die Dachdämmung entweicht. Je größer der U-Wert des Materials ausfällt, desto schlechter sind seine Dämmeigenschaften. Der U-Wert basiert auf der Dämmdicke und der Wärme-Leitfähigkeit der Dachisolierung. Für Materialien mit einem hohen U-Wert ist deshalb eine dickere Dämmschicht erforderlich. Für 0,24 Watt pro m² und Kelvin beträgt diese Bandbreite beispielsweise 10-24 cm.

    Nicht nur in ihrer Leistungsfähigkeit unterscheiden sich die einzelnen Alternativen der Dachdämmung. Beachten Sie zusätzlich, für welchen Zweck die Dachisolierung Ihrer Immobilie erfolgt:

    • Setzen Sie Ihre Dachdämmung als Schallschutz ein, bietet sich nicht jedes Material dazu an.
    • Außerdem unterscheidet sich das Brandverhalten der Dämmstoffe stark. Einige brennen normal ab, während andere Dachisolierungen gar nicht entflammbar sind.
    • Zudem eignet sich nicht jede Dachdämmung für starke Hitzeeinwirkungen. Manche Materialien ermöglichen Ihnen lediglich eine angenehme Wärme in kalten Monaten. Andere Dämmstoffe bieten Ihnen nur in den warmen Monaten eine effiziente Dachisolierung.
    • Mit der Dachdämmung tragen Sie außerdem aktiv zum Schutz der Umwelt bei. Denn eine effektive Dachisolierung verhindert Wärmeverluste und senkt somit den Verbrauch nicht-erneuerbarer Heizstoffe. Darüber hinaus beeinflussen Sie auch mit der Auswahl Ihres Dämmmaterials die Nachhaltigkeit Ihrer Immobilie. Tipp zum Bau grenzt für Sie die umweltfreundlichen Dämmstoffe von nicht-nachhaltigen Alternativen ab.

    Die Dachdämmung mit Dämmstoffen auf Kunststoff-Basis

    Warme Temperaturen auch in kalten Monaten? Tipp zum Bau erklärt, welche Dachdämmung das möglich macht.

    Mit leistungsfähigen Dämmstoffen geht über Ihre Dachdämmung keine Wärme verloren.

    Styropor ist ein solcher Dämmstoff nicht-nachhaltigen Ursprungs. Die Grundlage für seine Herstellung bilden fossile Ressourcen. Dabei zeichnet sich Styropor durch eine gute Dämmleistung für Ihre Dachisolierung aus. So ist seine Wärmeleitfähigkeit mit 0,035 – 0,045 Watt pro Quadratmeter und Kelvin sehr niedrig. Darüber hinaus bietet der Dämmstoff folgende Vorteile:

    • Dieses Material für die Dachdämmung ist mit 5–20 € pro m² recht kostengünstig.
    • Styropor verrottet nicht und weist somit eine hohe Lebensdauer auf.
    • Dieser Dämmstoff ist sehr schmal und platzsparend.
    • Styropor ist feuchtigkeits-beständig und verwittert nur langsam.

    Neben diesen vielfältigen Vorzügen verfügt Styropor allerdings auch über negative Seiten. So ist die Styropor-Dachdämmung entflammbar. Zum anderen ist Styropor diffusionsdicht. Dadurch droht die Gefahr einer Schimmelbildung in Ihrer Dachisolierung. Darüber hinaus eignet sich der Dämmstoff nicht für den druckfesten Einbau. Auch die Ursprünge des Materials sorgen für Kritik. So verbraucht die Produktion von Styropor viel Energie. Daher ist das Material nicht für eine umweltfreundliche Dachisolierung geeignet. Auch die Wiederverwendbarkeit von Dämmstoffen auf Kunststoffbasis bereitet Probleme. Das gilt auch für dessen Alternative, Styrodur. Auch dieser Dämmstoff auf Kunststoffbasis isoliert Ihre Wärme effizient. Dabei zeichnet sich auch dieses Material durch eine geringe Dicke aus. Somit weisen Styrodur und Styropor ziemlich ähnliche Eigenschaften auf. Doch eine Dachdämmung mit Styrodur ist im Vergleich etwas teurer. Ein Quadratmeter dieses Materials kostet 18 – 30 €. Darüber hinaus gibt es folgende Unterschiede zwischen den beiden Stoffen:

    • Styrodur hält großen Feuchtigkeits-Belastungen problemlos stand.
    • Das Material ist robust und stabil.
    • Außerdem weist eine Dachdämmung aus Styrodur ein sehr geringes Gewicht auf.

    Deshalb verfügt es besonders bei Flachdachdämmungen über eine hohe Beliebtheit. Auch die Verarbeitung des Materials erfolgt in einem unkomplizierten Prozess. So ermöglicht seine feuchtigkeits-abweisende Eigenschaft eine Verlegung der Dachisolierung bei jedem Wetter. Doch übermäßige Sonne schadet diesem Dämmstoff durch seine fehlende UV-Beständigkeit. Außerdem stellt auch eine Dachdämmung mit Styrodur keine nachhaltige Alternative dar.

    Mineralische Dämmstoffe für Ihre Dachdämmung

    Lernen Sie bei Tipp zum Bau, welche Dämmstoffe Ihrer Dachdämmung einen sicheren Brandschutz bieten.

    Profitieren Sie von den Brandschutzfähigkeiten einer Dachdämmung mit mineralischem Dämmmaterial.

    Dachdämmungen auf der Basis mineralischer Stoffe weisen eine höhere Nachhaltigkeit bei der Herstellung auf. Denn sie bestehen aus Glas oder Kalk, wodurch sich der Einsatz fossiler Brennstoffe minimiert. Neben einer nachhaltigen Dachisolierung zeichnen sich auch diese Materialien durch eine hohe Effizienz aus.

    Einer der beliebtesten mineralischen Dämmstoffe ist die Glaswolle. Diese Mineralwolle hebt sich durch Ihre preiswerte Anschaffung von anderen Materialien ab. So bezahlen Sie für diese Dachdämmung nur 10 – 20 Euro pro Quadratmeter. Dabei profitieren Sie auch von den folgenden Eigenschaften der Glaswolle:

    • Diese Dachisolierung ist resistent gegen Schimmel und Ungeziefer.
    • Glaswolle weist gute Brandschutzeigenschaften auf.
    • Der Dämmstoff benötigt nur 14 Zentimeter Dämmdicke.
    • Die Mineralwolle eignet sich als Schallschutz optimal.

    Doch auch dieses Material verursacht einen hohen Energieverbrauch bei der Herstellung. Wie bei Styropor eignet sich auch Glaswolle nicht für höhere Druckbelastung. Zudem ist auch der Hitzeschutz dieser Dachisolierung eher mäßig. Dennoch ist Glaswolle durch ihre vielen Vorzüge weit verbreitet.

    Auch Schaumglas bildet eine innovative Alternative für Ihre Dachisolierung. Mit 0,04 – 0,05 Watt pro Quadratmeter und Kelvin erscheint Schaumglas für die Dachdämmung ungeeignet. Auch die für eine effiziente Dämmung erforderliche Mindestdicke ist zu Beginn wenig überzeugend. Doch dieser Dämmstoff bewährt sich bei der Dachisolierung besonders auf lange Zeit.

    Das Material altert nicht und ist nicht brennbar. Auf diese Weise sorgt es für einen sicheren Brandschutz Ihrer Dachisolierung. Außerdem bietet Ihnen Schaumglas eine unkomplizierte Handhabung. So schneiden Sie das Material auch für Ecken und schwierigere Stellen problemlos zu. Dadurch passen Sie die Dachdämmung flexibel an Ihren Dachboden an. Beachten Sie jedoch die höheren Kosten, die bei der Nutzung von Schaumglas entstehen. Ein Quadratmeter des Dämmstoffes kostet Sie zwischen 40 und 60 Euro. Doch auf einen längeren Zeitraum betrachtet, lohnt sich diese Investition. Sie profitieren langfristig von den positiven Eigenschaften des Materials. Doch auch die Nutzung mineralischer Dämmstoffe geht durch erschwertes Recycling mit hohen Umwelt-Belastungen einher.

    Diese nachhaltigen Alternativen eignen sich für die Dachdämmung

    Eine Dachdämmung mit Dämmstoffen auf der Basis nachwachsender Rohstoffe bildet somit die umweltfreundlichste Alternative. Mit diesen Materialien tragen Sie aktiv zu einer nachhaltigen Entwicklung bei. In der Regel stellt auch die Wiederverwendbarkeit dieser Stoffe keine große Schwierigkeit dar. Bevorzugen Sie eine ökologische Dachdämmung, bietet sich die Schafwolle als passende Variante an. Sie überzeugt mit vielen Vorteilen und befindet sich im mittleren Preissegment. So umfassen die Kosten in der Regel 15 – 25 Euro pro Quadratmeter. Für diesen Preis profitieren Sie bei Ihrer Dachisolierung von folgenden Eigenschaften der Schafwolle:

    • Mit 0,035 – 0,045 Watt pro Quadratmeter und Kelvin bietet die Schafwolle eine leistungsfähige Isolierung.
    • Dazu benötigen Sie lediglich eine 16 Zentimeter dicke Dämmschicht.
    • Zuverlässig nimmt die Schafwolle jegliche Feuchtigkeit auf und gibt diese problemlos wieder ab.
    • Schafwolle hat darüber hinaus eine reinigende Wirkung auf die Raumluft.
    • Zusätzlich eignet sie sich als Schalldämmung.
    • Sie besteht aus umweltfreundlichem Material und ist somit im Bezug auf Schadstoffe unbedenklich.

    Trotz dieser Vorteile verfügt diese Dachdämmung auch über einige Nachteile. So ist sie beispielsweise anfällig für Feuchtigkeit. Auch Ungeziefer lockt sie durch ihren hohen Eiweißgehalt an. Zwar wirkt der Einsatz von Borsalzen dem entgegen. Doch das erschwert den späteren biologischen Abbau des Materials. Darüber hinaus ist die Schafwolle leicht entzündlich und somit nicht brandsicher. Eine geringe Entflammbarkeit Ihrer Dachisolierung bieten hingegen Holzfasern. Sie eignen sich für einen guten Wärmeschutz Ihrer Dachdämmung optimal. So verfügen Holzfasern über eine Wärmeleitfähigkeit von 0,04 – 0,055 Watt pro Quadratmeter und Kelvin. Dennoch benötigt dieses Material eine Dämmdicke von 18 Zentimeter für eine effiziente Dachisolierung. Nur so ist die Wärmekapazität der Holzfasern hoch und der Hitzeschutz ausreichend. Mit einem Preis von 40 – 50 Euro pro Quadratmeter fallen dabei höhere Kosten an. Dafür bietet der Dämmstoff Ihnen folgende Leistungen:

    • Die Holzfaserdämmung ermöglicht einen guten Schallschutz.
    • Sie nimmt eine gewisse Menge Wasser auf, ohne ihre Dämmleistung zu verringern.
    • Das Material schützt auch vor übermäßiger Hitze und ist resistent gegenüber Schimmel.

    Siegel bieten einen transparenten Überblick über die Dämmstoffe für eine nachhaltige Dachdämmung

    Die Dämmstoffe einer Dachdämmung unterscheiden sich in den verschiedensten Kriterien. Diese Vielzahl sorgt schnell für Verwirrung. Insbesondere bei der Auswahl einer nachhaltigen Dachisolierung erschweren die unterschiedlichen Produktionsverfahren Ihnen die Auswahl. Für viele Konsumenten zählen Nachhaltigkeit und Gesundheits-Verträglichkeit jedoch zu den wichtigsten Prioritäten. Für solche Fälle bieten Öko-Siegel Ihnen Abhilfe. Anhand verschiedenster Qualitätsmerkmale und Indikatoren klassifizieren unterschiedliche Institutionen die verschiedenen Dämmstoffe. Auf diese Weise erhält der Käufer einen transparenten Einblick in die Umweltwirkungen der Produkte. Denn viele Marken betreiben ein sogenanntes “Greenwashing”, um nach außen hin nachhaltig zu wirken. In der Realität mangelt es hingegen häufig an verlässlicher Nachhaltigkeit der Dämmstoffe. Vertrauen Sie deshalb auf folgende Siegel:

    • Natureplus.
    • RAL-Gütezeichen.
    • Blauer Engel.

    Die verschiedenen Institutionen legen ihre Kriterien im Vorfeld fest und veröffentlichen diese. Sie prüfen in unabhängigen Laboren die Dämmstoffe objektiv auf die Erfüllung der Vorgaben. Nur bei zweifelsfreier Nachhaltigkeit erhält ein Material das Qualitätssiegel. Nutzen Sie diese Orientierungshilfe auch bei der Auswahl der Dämmstoffe für Ihre Dachdämmung.

    4. Die Installation der Dachdämmung

    Nach der Auswahl der geeigneten Methode und des passenden Materials folgt nun die Installation. Mit etwas Hintergrundwissen und handwerklichem Geschick bauen auch talentierte Heimwerker ihre Dachdämmung selbstständig ein. Allerdings sorgt dabei schon der kleinste Fehler für große Probleme. So begünstigen fehlerhafte Dachisolierungen die Schimmelbildung, eine hohe Wärmeabgabe und ineffizienten Brandschutz. Um diesen negativen Folgen vorzubeugen kontaktieren Sie bei fehlender Expertise den Trockenbauer. Dieser Experte für die Dachdämmung greift Ihnen bei der Planung und Installation unter die Arme. Zwar entstehen Ihnen bei der Inanspruchnahme dieser Leistungen zusätzliche Kosten. Die Ausbesserungen fehlerhafter Arbeiten in Eigeninitiative erhöhen Ihre Ausgaben aber deutlich mehr.

    Darüber hinaus ist es möglich, handwerkliche Leistungen von Ihrer Steuerlast abzuziehen. Das legt der §35 des Einkommensteuer-Gesetzes konkret fest. Dadurch profitieren Sie von dem Fachwissen des Profis und sparen dabei Kosten ein. Beachten Sie für diese Vergünstigungen folgende Kriterien:

    • Pro Jahr sind 6.000 Euro der Handwerkerkosten für Sanierungen Ihrer Immobilie abzugsfähig.
    • Minimieren Sie so Ihre zu zahlende Einkommensteuer um bis zu 1.200 €.
    • Diese abzugsfähigen Kosten beinhalten Montage-, Gerät-, und Fahrtkosten.
    • Mit dem Überweisungsschein weisen Sie dabei die korrekte Höhe Ihrer Ausgaben nach.

    5. Regelungen für die Förderung der Dachdämmung

    Nicht nur bei der Finanzierung von Handwerkerkosten greift Ihnen der Staat unter die Arme. Darüber hinaus gibt es auch verschiedene Förderungen für die Anschaffung einer Dachdämmung. Diese setzen aber die Erfüllung gewisser Kriterien voraus. Sie sind nicht freiwillig einzuhalten, sondern von der Energieeinsparverordnung (EnEV) vorgeschrieben. Nur dann kommt die finanzielle Unterstützung Ihrer Dachisolierung infrage. Beachten Sie deshalb bereits vor Anschaffung der Dachdämmung die festgelegten Vorgaben. Die EnEV nimmt dabei Bezug auf die DIN 4108. Diese Norm bezieht sich auf Wohnhäuser, aber auch auf öffentliche Gebäude wie Krankenhäuser. Sie beinhaltet folgende Regelungen:

    • Die Planung von Neubauten ermöglicht einen gewissen Mindestwärmeschutz.
    • Dieser Mindestwärmeschutz schützt die Bewohner und ihre Gesundheit durch ein hygienisches Raumklima.
    • Schützen Sie die Baukonstruktion auch vor potenziellen Feuchte- und Schimmelschäden.
    • Außerdem ist ein Mindestluftwechsel für freigesetzte Feuchtigkeit sicherzustellen.
    • Eine ausreichende Beheizung ist unerlässlich.

    Die EnEV setzt dabei etwas strengere Werte als die DIN 4108 fest. Beispielsweise beträgt die Obergrenze für den U-Wert maximal 0,24 Watt pro Quadratmeter und Kelvin. Diese Vorgabe bestimmt auch die Mindestdicke Ihrer Dachisolierung. Nutzen Sie Ihr Dach nur als Abstellraum, ist eine Dämmung der obersten Geschossdecke notwendig. Nur so erreichen Sie die notwendige Energie-Einsparung für eine langfristige Wärmenutzung. Erfüllen Sie diese Kriterien, bietet Ihnen die Kreditbank für Wiederaufbau verschiedene Finanzierungs-Programme an. Diese beinhalten sowohl Kredite als auch finanzielle Zuschüsse. So ist bei nachhaltigen Dachdämmungen ein Zuschuss von 10 – 30 Prozent der Kosten möglich. Auf diese Weise finanzieren Sie Ihre nachhaltige Dachisolierung ohne große Schwierigkeiten. Wenn Sie die Vorgaben der EnEV hingegen nicht einhalten, geht nicht nur diese Förderung verloren. Darüber hinaus kommen auch hohe Bußgelder auf Sie zu. Berücksichtigen Sie deshalb bereits in der Planungsphase Ihrer Dachdämmung alle gesetzlichen Vorschriften und Regelungen. So ersparen Sie sich langfristig unnötige Schwierigkeiten und teure Nachzahlungen.

    6. Zwischenfazit zur Dachdämmung

    Tipp zum Bau fass für Sie die wichtigsten Aspekte zur Dachdämmung zusammen.

    Mit der passenden Dachdämmung profitieren Sie von zahlreichen Vorteilen.

    Ganz egal, ob Sie Ihren Dachboden als Hobbyraum oder Abstellkammer verwenden. Eine effiziente Dachdämmung ist immer sinnvoll. Dafür gibt es, abhängig von der Form Ihres Daches, verschiedenste Einbau-Methoden der Isolierung. Sie sorgt dafür, dass Ihr Haus in kalten Monaten nicht zu viel Wärme verliert. Gleichzeitig bietet sie auch weitere facettenreiche Vorteile, wie Schall- oder Brandschutz.

    Die konkrete Funktion Ihrer Dachisolierung hängt dabei insbesondere von dem eingesetzten Dämmstoff ab. Mit Ihrer Auswahl legen Sie die Wärmeleitfähigkeit und die Effizienz der Isolierung fest. Darüber hinaus steuern Sie so auch die Kosten Ihrer Dämmung. Ebenso wählen Sie flexibel die Herkunft und Verarbeitung des Dämmmaterials aus.

    Gleichzeitig beeinflusst Ihre Entscheidung auch die Nachhaltigkeit der Dachdämmung. Denn manche Dämmstoffe zeichnen sich durch besonders umweltfreundliche Herstellungs-Verfahren aus. Dazu zählen:

    • Dachisolierungen mit Holzfasern.
    • Die Schafwolle für eine effiziente Dachdämmung.
    • Schaumglas als innovatives Material für einen geringeren Energieverbrauch.

    Viele dieser Alternativen erkennen Sie an ihrer Auszeichnung mit objektiven Öko-Siegeln. Diese Institutionen bewerten die Dämmstoffe nach strengen Kriterien und evaluieren so ihre Nachhaltigkeit. Sie bilden den ersten Schritt der Planung Ihrer nachhaltigen Dachisolierung. Beachten Sie auch weitere nachhaltige Vorgaben, so haben Sie Anspruch auf Förderungen Ihrer Dämmung. Durch Zuschüsse oder Kredite bietet beispielsweise die Kreditbank für Wiederaufbau Ihnen eine finanzielle Unterstützung. Auch Ihre Handwerkerkosten bieten Ihnen verschiedene Einsparpotenziale. Auf diese Weise profitieren Sie langfristig von den Kosteneinsparungen einer nachhaltigen Dachisolierung.

    7. Wie gestalten Sie Ihre Dachdämmung umweltfreundlich?

    Herstellung, Transport und Entsorgung von synthetischen Dämmstoffen kosten viel Energie. Im schlechtesten Fall ist für die Produktion mehr Energie nötig, als Ihre Dachisolierung einspart. Außerdem sorgt die Produktion vieler Materialien für die Verschmutzung von Luft und Wasser. Eine umweltfreundliche Alternative stellt eine Dachdämmung mit Naturdämmstoffen dar. Für ihre Herstellung ist weniger Energie nötig. Außerdem verbrauchen die Pflanzen während Ihres Wachstums Kohlenstoffdioxid. Dadurch tragen sie vor ihrer Nutzung als Dämmstoff zu der Filterung der Luft bei. So leisten Sie mit dem Kauf der Dachisolierung aktiv einen Beitrag zum Klimaschutz. Zu diesen nachhaltigen Alternativen zählen neben Holzfasern auch:

    • Zellulose aus zerkleinertem und getrocknetem Zeitungspapier.
    • Flachs als Faser mit hoher Stabilität.
    • Schilfrohr für eine hohe Schädlingsresistenz.
    • Seegras als Dämmstoff des Meeres.

    Beachten Sie, dass sich diese Materialien in ihrer Funktionsvielfalt für Ihre Dachisolierung stark unterscheiden. Aufgrund dessen bietet es sich an, dass Sie vorher die Prioritäten Ihrer Dachdämmung festlegen. Anhand dessen wählen Sie im Anschluss den passenden Dämmstoff für Ihr Dach aus.

    8. So überwachen Sie die Auswirkungen Ihrer Dachdämmung

    Die Dachdämmung bietet das Potenzial, zu einer nachhaltigen Entwicklung beizutragen. Die Energie-Einsparungen rentieren sich für Sie jedoch auch in finanzieller Hinsicht. Doch woher wissen Sie überhaupt, welches Einsparpotenzial Ihre Dachisolierung erfüllt? Denn nur mit dieser Kenntnis sind Sie dazu in der Lage, Nachbesserungen vorzunehmen. Bei Tipp zum Bau finden Sie die Antwort. Mit Hilfe verschiedener Programme und Anwendungen überwachen Sie gezielt die Leistung Ihrer Dämmung. Häufig finden Sie dafür spezifische Angebote Ihres Energieanbieters. Befolgen Sie für die optimale Überwachung Ihres Energieverbrauchs folgenden Hinweise:

    • Suchen Sie sämtliche Rechnungen Ihres Energieanbieters mit den aktuellen Heizkosten heraus.
    • Bewahren Sie alle zukünftigen Dokumente über Ihren Energieverbrauch auf.
    • Pflegen Sie regelmäßig Ihren aktuellen Verbrauch in Programme und Anwendungen Ihres Smartphones ein. Dazu eignen sich beispielsweise spezifische Apps.
    • Gleichen Sie die Prognosen der Programme zu zukünftigen Heizkosten mit den tatsächlichen Ausgaben ab. So haben Sie die Möglichkeit, mit Hilfe eines Energieberaters Ihren Verbrauch zu optimieren.

    9. Wie trägt die Dachbegrünung zu Ihrer Dachdämmung bei?

    Erweitern Sie die Dachdämmung um eine leistungsstarke Dachbegrünung.

    Erweitern Sie die Dachdämmung um eine leistungsstarke Dachdämmung.

    Begrünte Dächer speichern das Regenwasser und geben es langsam wieder an die Umgebung ab. Auf diese Weise entsteht eine natürliche Dachisolierung. Im Sommer ist die Höchsttemperatur in Ihrem Dachboden so deutlich geringer. Sie fällt circa fünf Grad niedriger als bei einem mit Kies gedeckten Dach aus. So sparen Sie bei dem Einsatz einer Klimaanlage zusätzlich Kosten ein.
    Im Winter wirkt die Gründecke hingegen als natürliche Dachdämmung. Dies reduziert wiederum Ihre Heizkosten für eine angenehme Wärme deutlich. Über die Jahre mindert die Begrünung potenzielle Belastungen des Dachs durch starke Temperatur-Schwankungen. Insbesondere auf ein Flachdach wirken Schnee, Hagel und Regen besonders schädigend. Mit einem begrünten Dach ersparen Sie sich in der Regel deutlich länger dessen Reparatur.

    10. Auf welche Eigenschaften kommt es bei der Auswahl eines Dämmstoffs für die Dachdämmung an?

    Dämmstoffe unterscheiden sich durch ihre verschiedenen Eigenschaften maßgeblich voneinander. Doch welche dieser Charakteristika sind für eine effiziente Dachisolierung von Bedeutung? Tipp zum Bau stellt Ihnen die wichtigsten Parameter vor:

    • Die Wärmeleitzahl, auch Lambda-Wert genannt, gibt die Wärmeleitfähigkeit eines Dämmstoffes an. Je kleiner sie ist, desto besser hält Ihre Dachisolierung die Wärme in Ihrem Haus.
    • Ein Baustoff mit einer guten Wärmespeicherung nimmt die Wärme langsam auf. Danach gibt der Dämmstoff die Energie langsam wieder ab. So gleicht Ihr Material starke Temperatur-Schwankungen effizient aus.
    • Der Wasserdampf-Diffusionswiderstand gibt an, wie gut ein Baustoff den Austritt von Wasserdampf verhindert.
    • Die Communauté Européenne-Kennzeichnung garantiert, dass Dämmstoffe die Gesundheits- und Umweltrichtlinien des Europäischen Wirtschaftsraums erfüllen.

    11. Der passende Handwerker für Ihre Dachdämmung

    Bei der Installation Ihrer Dachisolierung gibt es vieles zu beachten. Besonders bei dem Einbau der Dachdämmung passieren dabei schnell Fehler. Im schlimmsten Fall drohen Ihnen dann teure Nachbesserungen. Deshalb empfiehlt es sich immer, bei fehlendem Fachwissen einen Experten zu kontaktieren. Doch auch die Qualifikationen der Profis unterscheiden sich grundlegend. Nicht jeder Trockenbauer ist ein Fachmann für die Dachdämmung. Manche spezialisieren sich beispielsweise auf die Isolierung des Kellers. Beachten Sie deshalb folgende Gesichtspunkte:

    • Kennt sich der Fachmann mit Ihren favorisierten Dämmstoffen aus? Besitzt er Kenntnisse zu nachhaltigen Alternativen?
    • Welche Anbautechniken beherrscht der Experte?
    • Arbeitet er mit Energieberatern zusammen, um ein umfassendes Konzept für Ihr Dach zu erstellen?
    • Entsprechen die kalkulierten Kosten dem Durchschnitt oder übersteigen sie Ihre Vorstellungen?

    12. Welche Rolle spielt der Brandschutz bei der Dachdämmung?

    Tipp zum Bau stellt Ihnen die verschiedenen Brandschutz-Klassen der Dachdämmung vor.

    Mit einer effizienten Dachdämmung minimieren Sie die Brandgefahr Ihrer Immobilie.

    Dass das Dachgeschoss in Flammen aufgeht, mag sich kein Hausbesitzer gerne vorstellen. Mit der Wahl der richtigen Dachisolierung tragen Sie zu dem Brandschutz Ihrer Immobilie bei. Schwer entflammbare Dämmstoffe verhindern dabei nicht nur die Ausbreitung eines Feuers. Sie verringern auch die Gesundheitsgefahr durch hochgiftige Rauchgase. Eine Skala der DIN 4102-1 klassifiziert die Materialien folgendermaßen:

    • Klasse A1: Es besteht keinerlei Brandgefahr, da der Dämmstoff keine organischen Bestandteile enthält. Dazu zählt beispielsweise eine Dachdämmung mit Kies.
    • Klasse A2: Der Dämmstoff enthält organische Bestandteile, die aber nicht selbstentzündlich sind. Das ermöglichen unter anderem Dachisolierungen mit Platten aus Gipskarton.
    • Klasse B1: Der Dämmstoff ist schwer entflammbar und brennt nicht selbstständig weiter. Das gilt beispielsweise für Schaumstoffdämmungen.
    • Klasse B2: Der Dämmstoff ist normal entflammbar. Dieser Gruppe gehören viele Naturdämmstoffe für Ihre Dachdämmung an.

    13. Die Dachdämmung selbst installieren – das gibt es zu beachten

    Wie erfolgt die Montage der Dachdämmung? Tipp zum Bau verschafft Ihnen einen Einblick.

    Auch Heimwerker erstellen Ihre Dachdämmung ganz ohne Probleme.

    Bei der Dachdämmung selbst Hand anzulegen, spart Ihnen erhebliche Kosten ein. Doch die Installation der Dachisolierung erfordert auch einiges an handwerklichem Geschick. Prüfen Sie deshalb gewissenhaft die Einhaltung folgender Punkte:

    • Lassen Sie sich bei der Auswahl der Dämmstoffe von einem Profi beraten. Denn auch für eine Dachdämmung in Eigenregie gilt die Energieeinsparverordnung (EnEV).
    • Füllen Sie vor der Dachdämmung die Hohlräume unter den Bodenbrettern aus.
    • Verlegen Sie Dämmplatten dicht an dicht und gegeneinander versetzt. So entstehen keine Lücken oder Fugen in der Dachisolierung.
    • Schließen Sie die sich überlappenden Ränder mit Klebebändern luftdicht ab.
    • Schützen Sie die Anschlüsse der Dachisolierung an das Mauerwerk, so dass keine Wärmebrücke entsteht.
    • Füllen Sie bei einer Zwischensparren-Dämmung den Sparrenzwischenraum komplett mit Dämmstoff aus.
    • Dämmen Sie nicht nur die Dachschräge. Beachten Sie auch die Giebelwand und die Verbindungsbalken am Dachfirst.
    • Bauen Sie eine Dampfsperre ein. Sie verhindert, dass warme Luft und Feuchtigkeit in Ihre Dachisolierung eindringen.
    • Achten Sie darauf, dass die Dämmschicht mindestens 12 Zentimeter dick ist. Bei einem Flachdach empfiehlt sich sogar eine Dicke der Dachdämmung von 14 Zentimeter.

    14. Wirkt eine Dachdämmung auch als Hitzeschutz?

    An Sommertagen herrschen unter dem Dach schnell heiße Temperaturen. Die Wärme steigt nach oben und staut sich unterhalb der Decke an. Das ist besonders unangenehm, wenn sich dort Ihre Schlafräume befinden. Eine gute Dachdämmung sorgt deshalb das ganze Jahr über für gemäßigte Temperaturen. So ist eine erholsame Nachtruhe problemlos möglich. Doch nicht jeder Dämmstoff eignet sich für diesen Hitzeschutz. Eine Dachisolierung mit Mineralwolle verhindert zwar den Austritt von Wärme, aber nicht die Erhitzung. Damit es unter dem Dach dennoch kühl bleibt, verstärken Sie Ihre Dachdämmung mit Holzfaserplatten. So erhalten Sie die ideale Kombination aus Kälte- und Hitzeschutz zu einem erschwinglichen Preis.

    15. Welche Rolle spielen die Fenster bei Ihrer Dachdämmung?

    Über die Fenster gehen 20-25 Prozent der Wärme Ihres Hauses verloren. Eine sorgfältige Dämmung der Dachfenster trägt deshalb entscheidend zu Ihrer Dachisolierung bei. Sie verhindert ebenso, dass Feuchtigkeit in Ihren Dachboden eindringt und sich dadurch Schimmel bildet. Greifen Sie für derartige Dachdämmungen beispielsweise auf Mineralwolle zurück. Sehr zu empfehlen für die Sommermonate ist außerdem der Einsatz von Wärmeschutzfenstern. Lassen Sie sich dazu am besten von einem Fachmann beraten. Die Fenster bestehen aus einer zwei- oder dreifachen Verglasung, sodass wenig Wärme entweicht. Sie erfüllen folgende Funktionen:

    • Diese Dachdämmung bietet bis zu 20 Prozent geringere Lichtdurchlässigkeit als normale Fenster.
    • Ein niedriger Gesamtenergie-Durchlassgrad sorgt für angenehme Temperaturen.
    • Die geringe Wärmedurchlässigkeit von Fensterrahmen und Fensterscheibe rundet Ihre Dachisolierung ab.

    16. Die Dachdämmung im Altbau

    Welche Unterstützungsangebote gibt es für die Dachdämmung? Tipp zum Bau stellt einige Programme vor.

    Profitieren Sie von den verschiedenen Fördermöglichkeiten einer nachträglichen Dachdämmung.

    Früher diente ein Dach hauptsächlich als Schutz vor Witterungs-Einflüssen. Der Dachboden diente damals primär als Abstellraum oder für die Wäschetrocknung. Auch der Umweltschutz durch nachhaltige Heiz- und Dämmsysteme spielten kaum eine Rolle. Erst durch die Einführung der Energieeinspar-Verordnung gewann das Thema der Dachdämmung an Bedeutung. Alte Dachkonstruktionen eignen sich jedoch nur selten für eine effiziente Dachisolierung. Die Sparren und Balken verkraften das zusätzliche Gewicht nicht. Lohnt sich also eine nachträgliche Dachdämmung im Altbau? Berechnen Sie gemeinsam mit einem Energieberater, ob die Einsparungen höher sind als die Kosten. Erste Orientierungswerte bieten allerdings bereits Onlinerechner. Bei der Entscheidung für eine Sanierung greifen Ihnen verschiedene Institutionen unter die Arme. Die KfW-Gruppe fördert eine nachträgliche Dachdämmung mit verschiedenen Programmen:

    • Programm 151 (Energieeffizient Sanieren – Kredit für die Sanierung zum KfW-Effizienzhaus).
    • Programm 152 (Energieeffizient Sanieren – Kredit für energetische Einzelmaßnahmen).
    • Programm 430 (Investitionszuschuss).

    17. Gesetzliche Vorschriften für Ihre Dachdämmung

    Für ab dem ersten Januar 2002 neu angeschaffte Immobilien gilt die Energieeinspar-Verordnung (EnEV). Sie schreibt mindestens die Dämmung der obersten Geschossdecke vor. Diese preisgünstige Maßnahme reicht aus, wenn Sie Ihr Dachgeschoss nur als Lagerraum nutzen. Bei der Nutzung des Dachbodens als Wohnraum gibt die Gesetzgebung hingegen zusätzliche Vorgaben vor. Mit einer Dachisolierung ist es in den Sommermonaten kühler und im Winter erheblich wärmer. Dazu sind Dämmstoffe nötig, die Ihr Dachgeschoss möglichst effizient isolieren. Für Steildächer erlaubt die EnEV eine Wärmeleitzahl von 0,24 Watt pro Quadratmeter und Kelvin. Bei einem Flachdach liegt dieser Wert bei höchstens 0,20 Watt pro Quadratmeter und Kelvin.

    18. Wie beugen Sie Schimmel an Ihrer Dachdämmung vor?

    Eine Dachdämmung hält nicht nur die Wärme in Ihrem Haus. Sie kühlt auch die Innenseite der Wand. So sammelt sich zwischen der Außenwand und der Dachisolierung aber schnell Feuchtigkeit an. Dadurch kommt es möglicherweise zu einer Schimmelbildung. Denn diese entsteht, wenn Feuchtigkeit an kalten Wänden kondensiert. Ineffiziente Dachisolierungen und potenzielle Gesundheits-Gefahren stellen mögliche Folgen dieser Entwicklung dar. Aus diesem Grund ist es wichtig, eine Dachdämmung besonders sorgfältig auszuführen. Verwenden Sie dazu Dämmstoffe mit einem geringen Wasserdampf-Diffusions-Widerstand. Weiterhin benötigen Sie für Ihre Dachdämmung auf jeden Fall eine Dampfbremse. Lüften Sie Ihren Dachboden zusätzlich regelmäßig, steht einem schimmelfreien Dachgeschoss nichts mehr im Weg.

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