Weiß • Eine Farbe, die alles kann

Weiß – Alleskönner unter den Wandfarben

 

1. Der richtige Farbton

Weiß sieht natürlich nicht immer gleich aus und hat auch nicht immer den gleichen Effekt. Reinweiß wirkt neutral, rein und elegant. Mischungen mit Blau wirken kühl, mit Gelb, Rosa oder Braun hingegen entsteht ein warmer Effekt. Besonders schöne Effekte zielen Weißmischungen ab, wenn Sie im Raum mit der entsprechenden Farbe kombiniert werden.

Ein braunstichiger Farbton ist z.B. Altweiß. Kombiniert mit Karamell- oder Beigetönen wirkt dieses gemütlich und bleibt dabei elegant. Hier muss vor allem darauf geachtet werden, die Brauntöne etwas zu variieren, da der Raum sonst eintönig wirkt.

Auch mit einem kühleren Weiß können Räume gestaltet werden. Besonders im Bad ist eine Kombination mit Blau oder Türkis vorteilhaft, da dadurch ein hygienischer Effekt erwirkt wird.

2. Die richtige Umsetzung beim Einrichtungsstil

Am schönsten sieht weiß immer in Kombination mit anderen Farben aus. Hier sind einige Tipps für den richtigen Einsatz der Farbe in verschiedenen Einrichtungsstilen.

Shabby Chic

Ein besonders gefragter Einrichtungsstil ist momentan der Shabby Chic. Die Vintagemöbel wirken kombiniert mit Weiß- und Brauntönen nicht nur leger, sondern auch elegant. Weiß verhindert hierbei, dass das Ganze altmodisch aussieht. Ein weiterer Tipp hierfür: Nutzen Sie dunkle Holztöne um einen Kontrast zu bilden. Zu viele weiße Möbel  blenden einfach nur. Ein weiterer Gemütlichkeitsfaktor, um den Raum weniger neutral zu machen, sind Kissen und Decken. Auch Warmlicht in gelblichen Farben sind hier besser als reines Weißlicht.

Luxuriös und modern

Die Farbe kann aber nicht nur alt, sondern auch modern. Für eine Arbeitsatmosphäre oder ein etwas luxuriöseres Umfeld sind die Kombinationen mit grau oder schwarz von Vorteil. Mit dunklen Accessoires wird ein Kontrast gebildet und durch die Klarheit der Farben wirkt der Raum elegant und modern. Um zu verhindern, dass das Ganze ungemütlich wird, eignen sich Pflanzen als Stilelement wunderbar. Auch Holz oder Schieferelemente lockern den Raum auf.

Skandinavisch bunt

Bunt einrichten- mit weiß? In den skandinavischen Ländern sind bunte Möbel und graphische Muster angesagt. Um dabei eine Überladung zu vermeiden, bleiben die Wände einfach leer. Auch einige weiße Möbel und Dekorationen vermeiden, dass der Raum zu vollgestopft wirkt. Denn zu viel Buntes hat eine eher abschreckende Wirkung. Wählen Sie Holzmöbel mit hellem Holz, damit nicht neben den knalligen Farben auch noch dunkle, auffällige Töne mitspielen.

Maritim

Ein weiterer meiner Lieblinge ist der maritime Einrichtungsstil. Die weiß-blauen Streifen mit Ankern und Muscheln sind als Kleidung bereits sehr bekannt. Doch auch im eigenen Heim erzielen sie eine tolle Wirkung. Achten Sie darauf, mit einem einzigen dunkelblau zu arbeiten. Die Farbtöne sollten nicht zu nah beieinander liegen. Wählen Sie lieber statt einem ähnlichen Blau ein helles Blau. Wenn Sie experimentierfreudig sind, ist auch ein kräftiges Rot zu dem dunklen Blau ein interessanter Akzent. Wählen Sie gleiche Holzarten, diese sind in der Kombination am angenehmsten. Als Deko sehen Muscheln, Anker und auch graue Kiesel gut aus. Überladen Sie den Raum aber nicht mit Meer-bezogenen Gegenständen.

3. Weiß richtig kombinieren

Wenn Sie Ihren eigenen, individuellen Einrichtungsstil ergänzen wollen, haben wir noch ein paar Tipps für Sie:

  • Setzen Sie Kontraste. Holzmöbel bringen ein natürliches Element mit. Mahagoni, Zwetschge oder Nusshölzer sind mit Ihrem dunklen Ton besonders schön im Kontrast zu weiß.
  • Kombinieren Sie verschiedene Materialien. Neben Holz sind auch Metalle wie Kupfer, Chrom oder Messing eine schöne Abwechslung. Nutzen Sie auch weiche Materialien wie Seide oder Kaschmir für Kissen und Plaids.
  • Verteilen Sie Pflanzen. Blumen geben ein natürliches und farbenfrohes Bild und auch Grünpflanzen heitern die Stimmung in weißen Räumen auf.
  • Verwenden Sie Muster. Egal ob Tapeten, Decken oder Lampenschirme: Muster wirken lustig und verhindern, dass Räume mit viel weiß langweilig aussehen.
  • Nutzen Sie Tageslicht. Je mehr natürliches Licht vorhanden ist, desto angenehmer wirkt weiß. Verwenden Sie zusätzlich warmweißes Licht, wenn nur kleine Fenster vorhanden sind. Kaltes Kunstlicht erinnert immer ein wenig an den Zahnarztbesuch.
Earthship • Ihr komplett nachhaltiger und autarker Wohnraum

Earthship – Ihr umweltfreundliches Zuhause


1. Was ist ein Earthship?

Ein Earthship ist ein nachhaltig gebautes Zuhause aus recycelten Materialien, welches sich selbst und seine Bewohner komplett versorgen kann. Wasser, Strom, Nahrung, Belüftung… Alles in einem Objekt! Von diesen Wunderhäusern gibt es mittlerweile über 2000 Stück und es werden immer mehr. Ihren Ursprung hat diese Idee in den USA. Der Architekt Michael Reynolds entwickelte das Konzept des Earthships in den 1970er Jahren, doch erst um die Jahrhundertwende wurden die Medien auf seine Idee aufmerksam. Und sie wurde verbreitet. Das Haus, welches ursprünglich als eco-freundliche Variante gedacht war, breitet sich nun auch international aus. Von Süd-Afrika, Süd- und Zentral-Amerika bis nach Europa. Das Earthship ist eine sinnvolle Alternative zum klassischen Haus und Lebensstil.

Prinzip der Bauweise

Neben der Schaffung von Lebensraum ist das primäre Ziel der Earthships, aus der Sicht von Reynolds, den CO2-Fußabdruck zu verringern. Schließlich steht heute vor allem der Kohlendioxid-Ausstoß als Treibhausgas im Fokus. Ein Earthship, das keine Heizungsanlage braucht, keine externe Energiequelle und welches sogar selbst durch die vielen Pflanzen und die angrenzende Gartenanlage seinen natürlichen Beitrag zur Luftverbesserung beiträgt. Die Bauart von Earthships regt auch das Recycling von Stoffen an, die ansonsten nicht, oder nur bedingt, weiterverarbeitet werden.

Weiterverarbeitung von Autoreifen in Earthships

Autoreifen, zum Beispiel, werden in Deutschland nicht ausreichend auf Wertstoffhöfen recycelt. Lediglich 30% der deutschen Altreifen werden tatsächlich in Einzelteile zerlegt und weiterverarbeitet. Ansonsten werden die Reifen entweder als Baustoffe verbrannt oder ins Ausland verkauft. Bei jährlich 650.000 Tonnen Altreifen allein in Deutschland muss über bessere RecyclingOptionen nachgedacht werden. Die Verarbeitung von ganzen Autoreifen als Gummi-Ziegel für Earthships ist eine unkomplizierte und nachhaltige Möglichkeit. Das wusste schon Michael Reynolds und nutzte dieses Potenzial.

2. Wie funktioniert ein Earthship?

Das Haus ist so konzipiert, dass es sich und seine Bewohner komplett selbst versorgen kann. Aber wie genau sieht das aus? Wie viel können natürliche und recycelte Ressourcen tatsächlich abdecken, ohne dass es den Bewohnern an irgendetwas mangelt? Hierfür können Sie die 6 Prinzipien zu Rate ziehen, nach denen ein Earthship gebaut wird. Diese Prinzipien stellen die klassischen menschlichen Bedürfnisse in Bezug auf das Wohnen dar :

1. Thermo-Solare Heizung und Klimatisierung

Im Sommer ist es heiß und im Winter ist es kalt. In allen Häusern gibt es heutzutage eine Heizung und vielleicht sogar eine Klimaanlage, um die jeweiligen Temperaturen erträglich zu machen. Diese Elemente sind allerdings mit recht hohen Kosten verbunden und sie sind oft auch nicht besonders umweltfreundlich. Aber wie kann das natürlich und umweltfreundlich gestalten werden? Am besten komplett ohne Strom?

Nun, Sonnen-Paneele auf dem Dach beheizen das Earthship. Tagsüber sammeln sie die Wärme auf und diese wird über Oberlichter in Form von warmer Luft in das Haus geleitet. Dabei handelt es sich meistens um simple abgedichtete Klappen, welche Sie aus dem inneren des Hauses über einen Seilzug bedienen können. Wenn Sie am Seil ziehen, setzen Sie so ein Gegengewicht in Bewegung, welches die Klappen offen hält. Es entsteht ein Kamineffekt: Warme Luft steigt nach oben und die kalte Luft wird durch Fenster und Erdregister nachgeführt. Es kommt also vorgewärmte Luft in den Wohnraum oder die Klappen und Einströmöffnungen werden komplett verschlossen. Im Sommer führt dies zu einer angenehmen kühlen Brise und die überflüssige Wärme wird abgeführt. Eine Klimatisierung ganz ohne Strom oder die Notwendigkeit zu heizen!

2. Solar- und Windenergie

Je nach Klima und Standort des Earthships können Sie nicht nur Solar-Paneelen als Energiequelle einbauen, sondern auch durch Kleinwindkraft Ihren Strom gewinnen. Dieser Strom wird in sogenannten „Power Organizing Modules“  (POM) gespeichert. Dabei handelt es sich um leistungsstarke Batterien. Diese Batterien speichern aber nicht nur die gewonnene Energie, sondern leiten diese auch weiter und wandeln sie gegebenenfalls in Wechselstrom um. Wechselstrom wird vor allem für Computer, die Internetverbindung oder die Waschmaschine verwendet. Alles andere, zum Beispiel die Pumpen, der Kühlschrank und die Beleuchtungselemente können mit Gleichstrom betrieben werden.  Das bedeutet, dass das Haus selbst für den unwahrscheinlichen Fall des Ausfalls des Wechselrichters funktionstüchtig bleibt.

3. Autarkes Abwassersystem

In vielen Earthships wird die Wasserversorgung folgendermaßen geregelt:
Das auf dem Dach gesammelte Wasser wird nach einer Kiesfilterung in unterirdische Zisternen geleitet von wo es mit Pumpen weiterbefördert wird. Da diese Zisternen meistens auf der angeschütteten Nordseite des Gebäudes liegen und somit auf etwa derselben Höhe des Hauses, müssen die Pumpen mit weniger Energieaufwand operieren. In diesen Zisternen durchläuft das Wasser noch weitere Filteranlagen, bis es schließlich trinkbar ist. Aus diesem Grund hat jedes Waschbecken in einem Earthship zwei Wasserhähne: einer für das Trinkwasser und der andere für alle anderen Anwendungsbereiche. Es wird außerdem unterschieden zwischen Grau- und Schwarzwasser.

Grauwasser ist definiert als bereits verunreinigtes Wasser, das aber nicht mit Fäkalien in Kontakt gekommen ist. Sie können es nicht mehr als Trinkwasser verwenden. In diesem Wasser befinden sich Verunreinigungen aus ungiftigen Stoffen wie Seife, Haare und Hautschüppchen. Dieses Grauwasser wird im Earthship grob gefiltert und von Fetten und Feststoffen befreit und schließlich in die Pflanzenbeete im Inneren des Hauses geleitet. Durch die Pflanzen wird das Wasser sauber und die Pflanzen benutzen die Filterstoffe als Wachstumshilfe. Sobald das Wasser durch die Beete gesickert ist, sammelt es sich in einem Reservoir, durchläuft einen weiteren Filter und kann nun als Toilettenspülung genutzt werden.

Schwarzwasser ist Wasser, welches mit Fäkalien belastet ist. Da man es nicht mehr ausreichend filtern kann, wird es nach Außen geleitet, wo es in mehreren Klärgruben mit Bakterien gereinigt wird. Dieses Wasser kann schließlich als Bewässerungsmittel von Zierpflanzen und Bäumen verwendet werden.

4. Bauen mit natürlichen und recycelten Materialien

Ein Earthship ist auch deshalb so besonders, da es hauptsächlich aus natürlichen oder recycelten Materialen besteht. Alte Autoreifen die mit Erde und Lehm verbaut sind, dienen als tragende Wände. Zusätzlich sind Glasflaschen in der Südseite als Lichtquelle eingebaut. Diese Glasfenster lassen genügend Licht für die im Inneren des Hauses angelegten Pflanzenbeete. Auch alte oder sogar zerbrochene Kacheln und Fliesen sind nützlich und können im Haus als Dekoration verarbeitet werden.

5. Wassergewinnung und Langzeit-Aufbewahrung

Etwas kniffliger wird es in einem Earthship mit der Wasserversorgung. In den originalen Plänen von Reynolds ist das Haus derartig autark, dass es nicht an ein externes Wassernetz angeschlossen werden muss. Das heißt, das Earthship soll nicht nur Wasser sammeln, sondern dieses auch noch trinksicher filtern.  Ebenfalls soll es einen Tropfen Wasser bis zu 4 Mal wiederverwenden. In Europa ist dies allerdings etwas komplizierter. Hier darf kein recyceltes Wasser, selbst wenn es keinen Kontakt mit körperlicher Verschmutzung hatte, als Trinkwasser verwendet werden. Deshalb muss ein Earthship in den meisten europäischen Ländern an das städtische Wassernetz angeschlossen werden. Recyceltes Wasser dürfen Sie nur für die Waschmaschine und Toilettenspülung verwenden.

6. Wenigstens geringfügige Kapazität von internem Nahrungsanbau

In allen Earthships gibt es Pflanzenanbau im Inneren des Hauses. Dort können Kräuter, Strauchpflanzen wie Tomaten, Gurken, Beeren und ähnliches angebaut werden. In den meisten Fällen bauen die Bewohner auch Obstbäume vor den Häusern an. Durch die Wasserfilteranlagen müssen die Pflanzen nicht zusätzlich von den Bewohnern bewässert werden und versorgen das Haus darüber hinaus mit frischer und sauberer Atemluft. In einem Earthship haben Sie also frisches und nachhaltig angebautes Obst und Gemüse für welches Sie nicht einmal das Haus verlassen müssen! Dieser Anbau soll und kann selbstverständlich nicht alle Bedürfnisse der Bewohner vollständig versorgen, sondern lediglich eine kleine zusätzliche Kapazität schaffen.

3. Earthships bauen in Europa

Baugenehmigungen und Kompromisse

Wenn es nach Reynolds ginge, würden alle Häuser, die nach seinem Vorbild entstehen, exakt nach seinen Bauplänen konstruiert werden. Immerhin haben er und sein Team über 40 Jahre Erfahrung. Und diese Erfahrung garantiert, dass es funktioniert. Allerdings ist es nicht überall so einfach wie in den USA ein Earthship zu bauen.

Von den Bauämtern werden hauptsächlich die Wasserversorgung und die Baumaterialien kritisiert. Vor allem die Nutzung von Autoreifen wird von diesen als illegale Sperrmüllentsorgung gesehen. In Belgien, zum Beispiel, wurden Baugenehmigungen erteilt, allerdings ist es illegal, Autoreifen zu verbauen (aufgrund von der möglichen toxischen Zersetzung des Gummis). Aus diesem Grund wurden als Kompromiss Erdbeutel verwendet.

Einen weiteren Kompromiss müssen Sie in Bezug auf die Wasserversorgung machen. Nicht nur müssen Wegen des Trinkwassers und der Ableitung müssen die Häuser an eine externe Wasserversorgung angeschlossen sein. Damit das möglicherweise noch verschmutzte Wasser nicht einfach abfließt oder das Grundwasser verschmutzt, muss es richtig abgeleitet werden. In Deutschland laufen daher mehrere Petitionen, die für lockerere Regeln in Bezug auf die Baugenehmigungen für Earthships kämpfen.

Erstes Earthship auf europäischem Boden

Das erste Earthship Europas, welches komplett vollendet wurde steht in Kinghorn, Schottland. Nachdem Reynolds und sein Team ursprünglich in Belgien ein Earthship bauen wollten und sogar die meisten Baumaterialien vor Ort waren, wurde das Projekt kurzfristig im Keim erstickt, da der Bürgermeister sein Veto einlegte. Von dort zog das Team nach Brighton und veranlasste dort die ersten Baupläne. Doch das erste Earthship, das 2004 tatsächlich komplett vollendet und eröffnet wurde, steht in Schottland.

Von dort wurden weitere Earthships in Europa, vor allem in kleineren Kommunen, eröffnet. In Frankreich, die Niederlande, Belgien, Schweden, Dänemark, Estland, Tschechien und Deutschland. Überall, quer durch Europa werden nun Earthships gebaut. Manche als Tourismus-Attraktionen, andere als tatsächliche Wohnsiedlungen für den privaten Gebrauch. Als nächstes ist die Eröffnung von einer Earthship-Academy in Frankreich geplant. Dort soll Reynolds persönlich sein Wissen über autarkes Wohnen und Bauen an 60 Studenten aus der ganzen Welt weitergeben.

Earthship in Deutschland – Ökosiedlung Tempelhof

2016 wurde das erste deutsche Earthship von einer Gruppe freiwilliger Helfer und Studenten gebaut. Das Haus wurde anhand originaler Baupläne konstruiert und lediglich die Wasserversorgung und das Stromnetz wurden leicht an die deutsche Gesetzgebung und natürlichen Anforderungen angepasst. Ab 2014 befand sich das Objekt in Planung. Das Besondere im Vergleich zum klassischen Earthship? Es ist nicht als Einfamilienhaus konstruiert, sondern für eine Lebensgemeinschaft. 25 Personen können das deutsche Earthship bewohnen. Mit privaten Schlafstätten aber gemeinschaftlichen Orten, wie der Küche, Ess- und Wohnzimmer. Tempelhof, in Kreßberg bei Crailsheim gelegen, als kleine aber feine Zukunftsgesellschaft, deren Bewohner schon vor der Landung des Earthships nachhaltig und ökologisch gelebt haben, hat nur zu gerne die Möglichkeit ergriffen, dieses Projekt auf ihrem Standort zu verwirklichen. Durch die offenen Behörden konnten die Genehmigungen schneller und unkomplizierter eingeholt werden.

Nun werden sogar weitere Earthships in Deutschland geplant, dieses Mal aber in direkter Kooperation mit Michael Reynolds. Mit Sara Serodio möchte er 3 Earthships in Deutschland gemeinsam bauen. Danach soll sie selbstständig seine deutsche Repräsentantin werden. Die Zukunft deutscher Earthships ist vielversprechend!

4. How To: Das eigene Earthship bauen

Sie fragen sich jetzt eventuell: Also? Was genau muss ich jetzt machen, wenn ich mein eigenes Earthship bauen will?

In Deutschland müssen Sie sich zuerst ein Grundstück kaufen. Für dieses Grundstück besorgen Sie sich eine Baugenehmigung. Baupläne und alle Tipps und Tricks zum Thema Earthships können Sie auf der Website von Michael Reynolds finden. Die Baupläne kosten zwischen 6000 und 10000 Dollar. In den Büchern finden Sie mehr sachliche Angaben und Erfahrungen von Reynolds. Es ist quasi die Anleitung zu den visuellen Bauplänen.

Informieren Sie sich über die Besonderheiten des Klimas an Ihrem Bauort. Wie viel Niederschlag gibt es jährlich? Gibt es extreme Temperaturen? All dies müssen Sie nun in die Planung aufnehmen. Lassen Sie sich beraten. Nicht unbedingt von Reynolds persönlich, aber das Team von Schloss Tempelhof hat ihren gesamten Bauprozess dokumentiert und beantwortet oft auf ihren Social Media-Plattformen Fragen. Auch ist es ratsam mit einem Architekt zusammen zu arbeiten.

Kosten

Mit welchen Kosten müssen Sie rechen? Es unterscheidet sich natürlich je nach Earthship-Modell und Grundstücksgröße. Generell können Sie mit einer Summe zwischen 250.000 – 500.000 Dollar rechnen. Als Rechen-Tipp: Das Earthship Tempelhof musste Kosten in Höhe von 300.000 Euro decken. Allerdings ist dies nur die Summe, welche nach Spenden und Zuschüssen übrig geblieben ist. Und das Haus ist für 25 Personen konzipiert. Für eine einzige Familie ist also kein so großer Lebensraum notwendig.

Übernachten in einem Earthship

Es ist verständlich, wenn Sie zwar das Konzept des Earthships interessant finden, allerdings eher am konventionellen Wohnen interessiert sind. Dennoch ist die Erfahrung, im Earthship zu leben, reizvoll. Besuchen Sie ein Earthship als Hotelgast! Für etwa 120 Euro die Nacht können, je nach Haus, bis zu  4 Personen in einem Earthship übernachten und eine waschechte Öko-Erfahrung sammeln!

Urban Gardening • Ein Trend, der Nachhaltigkeit verspricht

Urban Gardening – Stadt und Grün

 

1. Blumen- und Gemüse-Anbau mit Urban Gardening

Je nachdem, wo Sie die Pflanzen anbauen wollen, müssen Sie unterschiedliche Dinge beachten. Dächer und Balkone haben beispielsweise eine unterschiedliche Tragkraft. Auch die Be- und Entwässerung muss unterschiedlich geregelt werden.

Die Begrünung der Fassade oder des Daches hat neben den ästhetischen Gründen auch einen großen Vorteil für Sie: Die Pflanzenschicht isoliert. Sie können damit Ihre Heizkosten senken und im Sommer heizt das Haus nicht so stark auf.

An der Hausfassade

Verschönern Sie mit Urban Gardening Ihre Hausfassade! Im Folgenden finden Sie alle Tipps zum richtigen Standort und wie Sie Pflanzen am besten anbringen. Auch Wuchstyp und Art der Begrünung (Immergrün und Mischbegrünung). Neben allgemeinen Tipps und Tricks finden Sie hier alle Informationen über den Aufwand, mögliche Probleme und wie Sie diese ganz einfach vermeiden können.

Standort

Damit Ihre Pflanzen gut gedeihen ist ein meist sonniger Platz wichtig. Zum einen brauchen Pflanzen viel Licht, zum anderen viel Wärme. Hauswände speichern die Wärme und geben sie auch gegen Ende des Tages noch ab. Aber Vorsicht: Viel Wärme bedeutet auch viel Wasser!

Weiter muss die Begrünung windgeschützt sein. In Städten ist das meist gegeben, in offenerer Lage muss ein entsprechender Windschutz angebracht werden.

Für Kletterpflanzen eignet sich ein humusreicher Boden am besten. Ebenso wichtig ist Mulch, um den Pflanzen einen feuchten Untergrund zu sichern. Bringen Sie Ihre Kletterpflanze nicht in der Nähe von Bäumen oder Büschen an, da sonst Wasserkonkurrenz entsteht. Mit Folie können die Pflanzen davor geschützt werden.

Pflanzringe und Topfpflanzen

Pflanzringe sind eigens auf die Bedürfnisse der Pflanze zugeschnittene Bereiche, die meist von Steinen umrandet sind. Wenn möglich, sollte Kontakt zum Erdreich bestehen und nicht der Blumentopf allein eingesetzt werden. Weiter verhindern Pflanzringe, dass sich das Pflastergefüge lockert und eventuell absenkt.

Eine andere Variante sind Pflanzkübel. Sie müssen ein Fassungsvermögen von 10 – 30 Litern und einen Wasserabfluss haben. Stellen Sie, anders als bei manchen Zimmerpflanzen, keine Schalen unter den Topf um Wasser aufzufangen! Sie können Ihren Topf entweder mit Mutterboden oder einer Mischung aus Kompost, Lehm und Sand befüllen. Auch Mulch ist hier empfehlenswert.

Wuchstyp

Je nach Wuchstyp müssen verschiedene Bedingungen gegeben sein. Es gibt selbstkletternde Pflanzen, die ohne Rankhilfe auskommen. Lianen bzw. Schlingpflanzen benötigen aber diese Hilfen. Bei Ihnen ist zu beachten, dass Starkschlinger das Ranksystem nach einiger Zeit beschädigen können, wenn Haupttriebe nicht abgewickelt und außen an der Rankhilfe befestigt werden.

Ranker benötigen ebenfalls ein Gestell um zu wachsen, da sie sich z. B. um Seile schlingen. Sie stellen ihr Wachstum nach einiger Zeit ein und verholzen. Blattstielranker hingegen sind nicht sehr widerstandsfähig. Sie bilden keine festen Stämme aus und benötigen daher engere Gitter um zu wachsen. Jedoch nicht zu eng. Die verholzten Teile lassen sich nur mühsam aus beispielsweise Maschendraht entfernen.

Die Rankhilfen für Spreizklimmer müssen fest verankert sein, um die Spannungen während des Pflanzenwachstums auszuhalten. Ideal sind gitterförmige Anordnungen. Einjährige Hängepflanzen sind sowohl kostengünstig, als auch pflegeleicht. Sie benötigen keine Rankhilfen und sind ideal für dichte, flächendeckende Begrünung.

Immergrüne, Mischbegrünung

Immergrüne (meist wintergrüne) Pflanzen behalten, wie der Name schon sagt, den Winter über ihre Blätter. Sie blühen allerdings in wärmeren Monaten kaum bis gar nicht. Auch hier ist Efeu eine gute Wahl, kann aber auch in einem sehr strengen Winter oder durch Wassermangel verdorren.

Bei Mischbegrünung gilt das Prinzip: Weniger ist mehr! Wachsen viele Kletterpflanzen am selben Ort, setzt sich meist die stärkste durch. Eine Mischbegrünung mit mehreren verschiedenen Pflanzenarten ist trotzdem möglich, wenn jede Pflanze eine eigene Pflanzgrube hat. Eine andere Möglichkeit ist genug Abstand im Pflanzstreifen zu halten. Kletterpflanzen die keine Blüten haben lassen sich gut durch Blühpflanzen ergänzen – z. B. Efeu und Strauchrose.

Aufwand

Die pflegeleichtesten Kletterpflanzen sind Selbstklimmer (z. B. Efeu und Wilder Wein). Sie benötigen weder Rankhilfen, noch aufwändige Pflege. Wachsen sie zu weit, müssen Sie zurückgeschnitten werden. Das war’s!

Wichtig: Sobald die Pflanzen lang genug geworden sind und das Dach erreicht haben, müssen sie regelmäßig geschnitten werden, sonst können Schäden am Dach entstehen!

Einjährige Pflanzen benötigen lediglich Wasser und Dünger, ansonsten brauchen sie wenig Unterstützung. Schlingpflanzen und Pfeifenwinde hingegen brauchen sowohl in der Aufbauphase viel Hilfe (sonst verkümmern sie) und müssen auch danach regelmäßig zurückgeschnitten werden. Regelmäßige Bewässerung ist in den meisten Fällen ebenso notwendig.

Wie Sie sehen, hat jede Pflanzensorte ihre eigenen Ansprüche, lassen Sie sich hier also vor der Begrünung umfangreich von ExpertInnen im Gartencenter Ihrer Wahl beraten.

Bauschäden

Besonders Selbstklimmer, Lichtflieher und Starkschlinger können Schäden an Fassaden und Gemäuern hinterlassen. Efeu und Wilder Wein können meist nicht komplett entfernt werden, es bleiben stark haftende Teile der Pflanzen zurück, die zu Baumängeln oder auch Schäden führen können. Lichtflieher, wie der Name schon vermuten lässt, verkriechen sich in Ritzen und Spalten. Dort können sie Bauschäden verursachen. Den größten Schaden können wohl Starkschlinger ausrichten. Sie lösen Spannungen aus und können umschlungene Bauteile stark in Mitleidenschaft ziehen.

Auf dem Dach

Dachbegrünung bringt viele Vorteile mit sich. Ein großer Vorteil ist die Verbesserung des Stadtklimas. Durch Urban Gardening auf dem Dach werden Schadstoffe und Staub aus der Luft gefiltert. Weiter heizen Städte mit viel Dachbegrünung der versiegelten Flächen nicht so schnell auf. Das Raumklima wird ebenfalls verbessert, da das aufgenommene Wasser wie eine Klimaanlage funktioniert und gleichzeitig vor Wärme und Kälte isoliert. Obwohl die Optik auch eine große Rolle spielt und das Stadtbild dadurch verschönert werden kann, ist doch ein weiterer ökologischer Aspekt sehr wichtig: Das Dach kann beispielsweise Vogelarten, Schmetterlingen und Bienen als Lebensraum dienen.

Natürlich ist ein begrüntes Dach auch mit Arbeit verbunden. Es darf kein Wildwuchs entstehen. Sträucher, Gras und andere Pflanzen müssen zurückgeschnitten werden. Die gewünschte Begrünung muss mit Substraten genährt werden.

Lassen Sie Ihr Dach vor der Begrünung überprüfen

Das Dach muss vor der Bepflanzung erst geprüft werden, da sonst Schäden des Dachs auftreten können oder sogar ein Einsturz droht. Diese Kosten sollten Sie vor der Begrünung unbedingt einplanen.

Für eine Dachbegrünung muss eine gewisse Tragfähigkeit gegeben sein. Bei Neubauten kann diese bei der Planung berücksichtigt werden. Unterschieden wird in Kalt- und Warmdächer: Warmdächer sind grundsätzlich für die Begrünung geeignet. Besteht ihr Dach aus Bitumen, ist eine Schutzschicht zwischen Dach und Wurzelschutzschicht zwingend erforderlich, ansonsten zersetzen sie sich gegenseitig.

Die richtige Schichtanordnung macht’s

Nach der Wurzelschutzschicht, die das Eindringen von Wurzeln in das Baumaterial verhindert, kann ein zusätzlicher chemischer Wachstumshemmer aufgetragen werden. Anschließend folgt eine Drainage-Schicht. Diese regelt sowohl die Sauerstoff-, als auch Wasserzufuhr. Die Filterschicht unterstützt die vorherige Drainage-Schicht. Sie besteht meist aus Vlies, ist also witterungsstabil und verrottet nicht.

Die Substrat- bzw. Vegetations-Schicht muss windresistent, sowie wasserdurchlässig sein und Nährstoffe speichern. Humus, Mineralien (Lava, Bims, Ziegelsplitt, …) und Einheitserde, aber auch Ton und Lehm werden dafür hergenommen. Bei intensiver Bepflanzung werden schwere Substratmischungen empfohlen, bei weniger intensiver dementsprechend leichtere.

Welche Pflanzen eignen sich am besten für Ihr Dach?

Erwägen Sie eine leichte Begrünung, haben sich wasserspeichernde Arten bewährt. Intensivbegrünungen mit höheren Substratschichten können in der Regel wie Gärten bepflanzt werden. Beachten Sie jedoch, dass diese unempfindlich gegen Frost, Hitze und Trockenheit sein müssen.

Ist Ihr Dach flach und leicht durch eine Treppe zu erreichen? Dann können Sie Beete anlegen oder aufstellen und einen Gemüsegarten anzüchten. Dadurch sind Sie immer mit frischen Lebensmitteln versorgt. Wie Sie einen Gemüsegarten anlegen erfahren Sie hier.

Bevor Sie Ihr Dach eigenhändig mit Urban Gardening zu einer umweltfreundlichen Oase umgestalten, sollten Sie allerdings einen Profi kontaktieren.

Auf dem Balkon

Wohnen Sie in einer Mietswohnung und können weder Fassade, noch Dach begrünen? Versuchen Sie es doch mit Ihrem Balkon! Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten mit Urban Gardening auf Ihrem Balkon etwas für sich und Ihre Umwelt zu tun.

Für jede/n den richtigen Topf

Die klassischen Hängekästen für Ihr Geländer sind Ihnen sicherlich bekannt. Genauso normale Blumentöpfe oder kleine Gewächshäuser. Platzsparende vertikale Beete  bieten jedoch im Vergleich mehr Platz für verschiedene Pflanzen auf wenig Raum. Sie haben auch noch einen weiteren Vorteil: sie dienen Ihnen als hübscher Sichtschutz. Auch Ihre Hängekästen können Sie gegebenenfalls erweitern und mit Haken untereinander befestigen.

Auf einem großen Balkon oder einer Terrasse können auch Hochbeete aufgestellt werden, achten Sie hierbei aber auf die Tragkraft ihres Balkons oder Ihrer Terrasse, sonst erleben Sie eine böse Überraschung. Bei alten Häusern kann es vorkommen, dass der Boden bzw. die Decke nicht gut genug isoliert ist. Mit zu hohem Gewicht und fehlendem Abfluss entsteht ein Wasserschaden.

Auch an den Wänden können verschiedene Systeme angebracht werden. Gestelle mit Kletterpflanzen (wie bei der Fassadenbegrünung) oder auch Pflanztaschen sind für Ihre Wände geeignet. Können Sie Regale anbringen, bietet sich hier ebenso viel Stauraum. Mit diesen Tricks haben Sie weiterhin viel Platz für Sitzgelegenheiten.

Welche Pflanze muss wo hin?

Der Standort ist für Ihre Pflanzen sehr wichtig. Sie haben alle unterschiedliche Bedürfnisse. Tomaten benötigen viel Sonne und Wärme, während Sie Blumen vor zu viel Sonneneinstrahlung schützen sollten.

Welche Pflanzen Sie wählen, hängt ganz davon ab, welche Lage Ihr Balkon hat und wie viel Aufwand Sie investieren wollen. Sind Sie eher bequem, bieten sich Lavendel, Hortensien oder Rosen an. Für einen sonnigen Standort sind mediterrane Pflanzen perfekt. Für Pflanzen mit einem hohen Wasserbedarf gibt es auch Wasserspeicherkästen, damit Sie diese nicht jeden Tag gießen müssen.

Glockenblume, Fuchsie und Tränendes Herz wachsen auch an schattigen Orten. Ist es doch einmal zu kühl, können Sie Ihre Balkonpflanzen einfach in Zeitungspapier einwickeln. Können Sie mit einem großen Balkon dienen, sind Oleander, Oliven- oder Zitronenbäumchen eine schöne Ergänzung. Sie brauchen viel Platz und eignen sich daher nicht für kleine Balkone. Wollen Sie diese dennoch, gibt es oftmals Mini-Ausgaben der Bäume.

Nicht nur Blumen, auch Gemüse können Sie auf Ihrem Balkon anbauen! Kartoffeln, Karotten, Salate, Kräuter… Die ganze Vielfalt aus der Frische-Ecke im Supermarkt kann auf Ihrem Balkon wachsen.

2. Mit Urban Gardening bedrohte Arten retten

Vor allem Ihnen als Gartenfan ist es sicherlich zu Ohren gekommen, dass besonders durch die intensive Benutzung von Pestiziden in  der Landwirtschaft immer weniger Vögel, Bienen und Schmetterlinge zu beobachten sind. Manche Arten sind sogar vom Aussterben bedroht. Mit Ihrem eigenen kleinen Gartenparadies können Sie helfen das Artensterben aufzuhalten.

Lavendel, Sonnenblumen, Margeriten und auch Kapuzinerkresse sehen nicht nur schön aus, sondern locken sowohl Bienen als auch Schmetterlinge an. Wildblumenmischungen enthalten eine Vielfalt an Pflanzen und sind oftmals sehr günstig. Erdbeeren, Minze und andere Kräuter schmecken nicht nur Ihnen, sondern auch den Bienen gut.

Sie sehen also: es gibt viele Möglichkeiten, Ihr Haus oder Ihren Balkon zu einer Gartenoase umzugestalten. Ganz ohne Garten! Vielleicht haben Sie jetzt sogar Lust bekommen selbst zu gärtnern im Stil von Urban Gardening. Die Mühe wird sich definitiv auszahlen! Für Sie und für Ihre Umwelt, die sich an schönen Pflanzen erfreuen wird.

Feng Shui • Erhöhtes Wohlfühlen im eigenen Zuhause

Harmonisches Einrichten nach Feng Shui

 

1. Was ist Feng Shui?

Die Wissenschaft des Feng Shui stammt aus China und wird dort schon seit mindestens 3500 Jahren praktiziert. Feng Shui lehrt die Harmonisierung des Menschen mit seiner Umgebung. Der Begriff setzt sich aus dem chinesischen Wort für Wind (Feng) und dem chinesischen Begriff für Wasser (Shui) zusammen.

Ihre Wurzeln hat die Lehre in der chinesischen Sicht des Universums. Danach werden alle Dinge dieser Welt den fünf Grund-Elementen (Feuer, Metall, Erde, Holz und Wasser) zugeordnet. Außerdem ist alles mit positiver oder negativer Energie aufgeladen. Die positive Energie wird als „Chi“, die negative Form als „Sha Chi“ bezeichnet.

Die bildliche Vorstellung von Wind und Wasser ist dabei besonders geeignet, um sich den Flusscharakter unserer Wahrnehmungsprozesse vor Augen zu führen. Ziel dabei ist, negative Einflüsse auf unsere unterbewusste Wahrnehmung zu minimieren und positive Einflüsse zu stärken.

2. Der Fluss des Chi

Im Feng Shui als Einrichtungsstil geht es darum, das Chi ungehindert durch die Wohnräume strömen zu lassen. Die Förderung des Chi-Flusses steigert nämlich auch das persönliche Wohlbefinden.

Man kann den Fluss des Chi sehr gut durch ein tanzendes Paar symbolisieren, das sich harmonisch schwingend durch die Wohnung bewegt. Durch Türen tanzt es in die einzelnen Zimmer. Dort gleitet es sich frei und ungehindert umher und verschwindet dann wieder durch die Türen. Ein Teil des Chi verlässt auch durch Fenster oder Kamine die Räume und sorgt so für einen stetigen Fluss.

3. Der Lageplan des Bagua

Bei der Gestaltung eines Zimmers, Gartens oder einer ganzen Wohnung/Haus hilft das sogenannte Bagua. Dieses schematische Werkzeug des Feng Shui dient zur idealen Aufteilung, Ausstattung und Nutzung der Wohnräume.

Es ist in acht Lebensbereiche unterteilt, die sich in Form eines Quadrats oder Achtecks um den zentralen Bereich, das Thai Chi, gruppieren. Diese Bereiche werden auch als Häuser bezeichnet. Diese sind: Karriere, Hilfreiche Freunde, Kinder, Partnerschaft, Ruhm, Reichtum, Familie und Wissen.

Und so verwendet man es: Drucken Sie sich das Bagua einfach aus. Legen Sie es dann über den Grundriss und passen Sie es so an, dass der Großteil des Grundrisses vom Schema erfasst wird.Der Eingang liegt dabei in den Häusern Wissen, Karriere oder Hilfreiche Freunde. Mit Hilfe des Bagua können Sie nun Zimmerbereiche und Räume den einzelnen Häusern des Feng Shui zuordnen. Jedes Haus steht für einen bestimmten Lebensbereich. Diesen gilt es mit Farben, Materialien und Formen so zu gestalten, dass das Chi besser fließen kann.

4. Die neun Lebensbereiche des Feng Shui

Karriere

Das Haus „Karriere“ symbolisiert im Feng Shui die Lebensaufgabe und den Lebensweg. Der Bereich, der in diese Zone fällt, sollte hell und klar gestaltet sein. Die Farbe Blau beispielsweise kann hier günstig wirken.

Partnerschaft

Dieses Haus steht für die Beziehungen zu anderen Menschen. Der Bereich sollte gemütlich gestaltet werden. Eine bequeme Sitzecke, weiche Textilien oder ein runder Tisch, an dem man gemeinsam essen und reden kann, betonen das. Zur farblichen Gestaltung können Gelbtöne, Weiß und Rosé verwendet werden.

Familie

Das Familien-Haus steht für Vorfahren und Eltern sowie die Beziehung zu ihnen. Schön gerahmte Bilder, eine Fotowand und Erbstücke machen Bereiche, die in dieses Haus fallen, harmonisch.

Reichtum

Das Haus symbolisiert finanziellen Wohlstand, positive Erlebnisse und bereichernde Erfahrungen. Erinnerungen an den äußeren und inneren Reichtum sind in dieser Zone des Feng Shui gut aufgehoben. Grüne und rote Farbtöne passen hier besonders gut.

Thai Chi

Thai Chi bildet das Zentrum des Bagua. Es symbolisiert Gesundheit und Ausgewogenheit. In diesem Bereich fließt das Chi aus allen anderen Bereichen zusammen. Damit die Energien hier ungehindert fließen können, sollte dieser Bereich frei gelassen werden. Besonders Gelb- und Ockertöne wirken an dieser Stelle harmonisierend.

Hilfreiche Freunde

Dieses Haus steht für Unterstützung und Schutz. Die Zone sollte einladend gestaltet sein. Dies erreichen Sie zum Beispiel mit frischen Blumen, Edelsteinen oder Metallobjekten. Besonders gut passen laut Feng Shui die Farben Weiß, Schwarz, Grau und Silber.

Kinder

Im Feng Shui symbolisiert dieses Haus den Anfang und das Leben, das immer wieder neu erschaffen wird. Kreativität und Fantasie werden in diesem Bereich gefördert. Ideal ist dieses Haus, um ein helles Arbeitszimmer mit inspirierender Musik, ansprechenden Bildern und Blumen einzurichten.

Wissen:

Dieses Haus steht für innere Erkenntnis. Damit verbunden sind auch Verlässlichkeit, Beständigkeit und Willenskraft. Daher ist dieser Bereich ein guter Platz für eine Bibliothek. Grüntöne und rote Akzente sind hier ideal.

Ruhm

Ruhm symbolisiert im Feng Shui die Wahrnehmung durch Andere. Die Farbe Rot sowie Licht und helle Einrichtungsgegenstände sorgen für eine positive Außenwirkung. Sie stehen für Klarheit und sollen den Bewohnern helfen, den richtigen Weg zu finden.

5. Yin und Yang & Die fünf Elemente

Yin und Yang

Es ist wichtig, dass Ihre Wohnung ein ausgewogenes Maß an Yin und Yang besitzt. Yin steht für Eigenschaften wie weiblich, Nacht, passiv, Mond, Intuition, Kälte und Sanftheit. Farben wie Grün, Blau oder Braun sind angemessen. Yang wird im Kontrast dazu mit den Eigenschaften männlich, Tag, aktiv, Sonne, Logik, Wärme und Härte und den entsprechenden Farben Rot, Orange und Gelb repräsentiert.

Eine Balance zwischen Yin und Yang ist also wichtig, da es, sobald zu viel Yin vorhanden ist, automatisch ein Yang-Mangel entsteht, der ausgeglichen werden muss. Ansonsten herrscht Energielosigkeit oder Passivität vor. Eine gute Variante ein solches Ungleichgewicht auszugleichen ist das Aufhängen von Bildern mit sommerlichen Motiven oder fröhlich-gelben Vorhängen.

Die 5 Elemente Lehre

Die Lehre der 5 Elemente ist eine Daoistische Theorie zur Naturbeschreibung. Sie untersucht die Gesetzmäßigkeiten in dynamischen Prozessen im Bereich des Lebendigen . Sie beschäftigt sich mit der Nutzung der häufigsten Energiestörungen in dem jeweiligen Element zur positiven Beeinflussung. Alle Dinge im Universum können diesen 5 Elementen zugeordnet werden. Da sich diese Elemente, genauso wie die Natur und letztendlich alles in unserer Umgebung ständig bewegt und verändert, sind auch diese Elemente in ständiger Bewegung.

Wenn sich zwei Elemente gegenseitig schwächen, spricht man von „kontrollieren“. Wasser, zum Beispiel, kontrolliert Feuer, da das Feuer durch das Wasser gelöscht werden kann. Holz dagegen fördert das Feuer, hält es aufrecht, und diese zwei Elemente befinden sich somit in einer schöpferischen Beziehung zueinander. Aber Vorsicht! Überwiegt ein Element zu sehr, so kann dies zu negativen Auswirkungen auf Ihren Lebensraum und der Wohnqualität führen.

Stimmen Sie also Möbel, Accessoires laut der Feng Shui Lehre so ab, dass das Chi möglichst ungehindert durch Ihr Zuhause fließen kann.

Holz

Dieses Element hat eine Verbindung zu den Häusern Eltern und Reichtum. Dargestellt durch die Farbe Grün kann es durch die Dekoration mit Holz- oder Korbmöbeln, Bambus oder Baumwolle umgesetzt werden. Auch schlanke Formen, Zimmerpflanzen und Schnittblumen sind Optionen der Einbindung des Elements Holz im Feng Shui. Dekorieren Sie also Ihr Zuhause mit Elementen wie Zimmerspringbrunnen, Klangspielen aus Wasser und Blüte, Naturmaterialien, Musikinstrumenten, Glückssymbolen und Zimmerpflanzen.

Feuer

Feuer wird im Feng Shui oft durch die Farben Rot und Orange dargestellt und mit dem Haus Ruhm assoziiert. Statten Sie diesen Bereich mit vielen Lichtelementen aus: Kerzen, Leuchten, ein Kamin. Kantige und spitze Formen in Form von Möbeln und Accessoires eigenen sich auch ideal für das Verstärken dieses Elementes in Ihrem Haus, wie Bilder oder Kunstwerke und rote Dekorationsgegenstände. Achten Sie aber darauf, dass dieser Bereich möglichst lichtdurchflutet gestaltet wird.

Erde

Hierbei dreht sich alles um flache Formen, Farben wie Gelb und Braun und, laut Feng Shui, die Häuser Wissen, Partnerschaft und Thai Chi. Nutzen Sie hier natürliche Materialien wie Leinen, Terrakotta, Keramik, Porzellan, Ton und Stein. Diese unterstreichen diesen ausgleichenden Charakter des Elements. Accessoires wie Vitrinen, Truhen und dekorative Kisten, Schalen und Körbe sind repräsentativ für das Element Erde.

Metall

Metalle, Glas, Kristalle – all dies steht für das Element Metall. Zugeordnet zu den Häusern Kinder und Hilfreiche Freunde lassen sich hier die Farbtöne Weiß, Silber und Gold gut in die Umgebung einarbeiten. Zum Thema Möbel können Sie runde und kuppel-artige Formen von glatter oder matter Beschaffenheit einplanen. Spiegel, Glasschränke, Glasvitrinen, Windspiele aus Glas, unterschiedliche Kunstwerke, geometrische Formen, Amulette oder Symbole welche Partnerschaften oder Liebe darstellen. All dies können Sie nutzen, um eine Verbindung zum Element Metall herzustellen.

Wasser

Zugeordnet zum Haus Karriere und repräsentiert durch die Farben Schwarz, Violett und Blau lassen hier unregelmäßige oder wellige Formen das Chi besonders gut durchfließen. Accessoires wie Aquarien, Zimmerbrunnen, Bilder mit Flüssen oder Wasserpflanzen, Glas und Seide eignen sich hier ideal zur Verzierung.

6. Feng Shui im Schlafzimmer

Das Schlafzimmer hat in unserem Leben eine zentrale Bedeutung. Deshalb kommt hier auch der Qualität des Chi eine große Bedeutung zu. Dieses Zimmer ist nämlich der Raum des Yin. Ruhe und Dunkelheit stehen hier im Mittelpunkt. Schenken Sie dem Feng Shui dieses Raumes also einen höheren Grad an Aufmerksamkeit. Schließlich wird das Wohlergehen der gesamten Familie von diesem Raum aus beeinflusst.

Besonders wichtig ist hier die Platzierung des Bettes. Je nach Himmelsrichtung, Form und Struktur des Raumes und die Lage der Fenster und Türen muss das Bett entsprechend positioniert werden. Entscheidend ist, in welche Richtung Kopf und Füße zeigen, da diese auch das Feng Shui beeinflussen. Sollten Sie Ihr Bett an einen Ort stellen, der von negativer Energie durchzogen wird, so wird dies Ihren Schlaf negativ beeinflussen  und sich somit auch auf Ihr ganzes Lebensgefühl dementsprechend auswirken.

Ideale Zimmerformen für das Schlafzimmer sind quadratische oder rechteckige Auslegungen. Sollte Ihr Zimmer L-förmig sein, kann durch das Aufstellen von Raumtrennern die Form angepasst werden, sodass diese regelmäßig ist.

Hier ein paar generelle Einrichtungs-Tipps für Ihr Schlafzimmer:

  1. Vermeiden Sie Spiegel – sie können Auseinandersetzungen und Streit bringen.
  2. Keine Elektrogeräte.
  3. Keine Zimmerpflanzen, da die Bewässerung und das damit verbundene Element Wasser bedeutet im Schlafzimmer Verlust.
  4. Achten Sie darauf, dass das Kopfteil direkt an einer Wand ist und nicht frei im Raum steht. Ebenfalls sollte das Kopfteil nicht an einer Wand stehen, die zum zum Badezimmer angrenzt (Nassraum).
  5. Positionieren Sie das Bett nicht zwischen zwei Türen und auch nicht unter einem freiliegenden Balken. Meiden Sie auch das Gegenüberstellen von scharfkantigen Zimmerecken. Am Besten ist eine Position parallel zu einem Fenster mit genügend Abstand.
  6. Achten Sie auf eine nicht zu grelle Beleuchtung und ein möglichst gedämpftes Farbschema.
  7. In diesem Raum sollten klare Formen überwiegen.

7. Feng Shui im Wohnzimmer

Das Wohnzimmer, genauso wie Ess- und Schlafzimmer, stellen die Yang-Räume dar. Sie müssen also Helligkeit und Aktivität ausstrahlen. Ähnlich wie das Bett im Schlafzimmer ist das Sofa im Wohnzimmer ein zentrales Element. Hier sollen Sie in der Lage sein, absolute Ruhe und Geborgenheit zu empfinden. Deshalb sollten Sie das Sofa möglichst an einer Wand stellen und idealerweise von diesem Standort aus sowohl Tür als auch Fenster im Blick haben.

Die Grundregel für Feng Shui im Wohnzimmer ist der Fokus der Zimmermitte. Die Zimmermitte sollte möglichst frei und dennoch optisch aufregend sein. Ein kuscheliger, runder Teppich in einer interessanten Farbe ist hierfür eine gute Möglichkeit. Auch eine runde Lampe, gegebenenfalls auch farbig, ist ebenfalls möglich. Die Wohnzimmermitte ist wichtig und sollte, für den ungehinderten Fluss des Chi frei bleiben. Dennoch können runde, farbige Objekte zur Auflockerung und Harmonisierung der Atmosphäre genutzt werden. Diese sollten aber mit den übrigen Farben im Raum harmonieren.

Beispielsweise können Sie einen runden Tisch im Zimmer platzieren, einen Teppich oder sogar ein in Bodenfliesen eingelassenes Design. Auch dieses Zimmer sollten Sie nach der Feng Shui Lehre möglichst lichtdurchflutet einrichten. Egal ob durch Lampen, Lichterketten, beleuchtete Springbrunnen oder natürlichen Lichteinfall, achten Sie darauf, dass Ihr Wohnzimmer gut beleuchtet ist.

Um den ungehinderten Fluss des Chi in Ihrem Wohnzimmer zu garantieren, ist es wichtig, dass Sie Ecken und Kanten möglichst kaschieren. Natürlich sind Schränke, Stühle und Tische meistens kantig, dies können Sie allerdings sehr gut abrunden, in dem Sie Zimmerpflanzen in Szene setzen. Farblich ist fast alles erlaubt. Vom sanften Weiß, Creme-Nuancen und Erdtönen zu Blau-, Grün- und Orangetönen haben Sie eine sehr weit gefächerte Auswahl.

Wichtig ist auch: Feng Shui ist kein Freund von Fernsehern (und Technik allgemein), von daher sollten Sie den Fernseher entweder in einem Schrank verstauen oder es anderweitig nach dem Gebrauch unsichtbar zu machen.

8. Feng Shui im Arbeitszimmer

Im Arbeitszimmer muss strukturiert gedacht und gearbeitet werden. Deshalb müssen Sie darauf achten, dass diese Struktur und Ordnung auch im Zimmer wiedergespiegelt ist. Der Tisch spielt hierbei eine wichtige Rolle und Sie müssen auf den Standort, die Ausrichtung und Größe achten. Bei der Positionierung ist zu beachten, dass Sie keine Tür im Rücken haben, wenn Sie am Schreibtisch sitzen. Um die positive Chi-Energie ungehindert fließen zu lassen, ist es auch wichtig, dass die Energie der elektrischen Geräte durch Pflanzen wieder neutralisiert wird. Achten Sie auch im Arbeitszimmer nach Feng Shui darauf, dass alles sauber und ordentlich ist, damit das Chi nicht stockt.

Da im Arbeitszimmer viel Energie und Konzentration benötigt werden, achten Sie auf folgende Punkte bei der Einrichtung:

  1. Angenehme Platzierung von dem Schreibtisch: hinter dem Stuhl steht eine feste Wand und Sie haben einen freien Blick auf den Raum. Ideal ist ein ungehinderter Blick zur Tür und seitlicher Lichteinfall
  2. Gerade Ausrichtung der Möbel an den Wänden
  3. Angenehme Lichtverhältnisse
  4. Ordnung

Achten Sie bei der Einrichtung nach Feng Shui ebenfalls darauf, überflüssige Sachen zu vermeiden. Die Raummitte muss, wie beim Wohnzimmer, frei bleiben. Dämmen Sie auch nicht die Türen und Fenster durch größere Möbel. Und erneut: Unordnung, Papierberge und Kabel-Chaos behindern den Fluss des Chi und Sie sollten dementsprechend auf eine übersichtliche Grundordnung in Ihrem Arbeitszimmer achten.

Nachhaltiges Bauen • Zukunftsbewusst und voll im Trend

Nachhaltiges Bauen und Wohnen

 

1. Was bedeutet nachhaltiges Bauen?

Nachhaltigkeit besteht im Allgemeinen aus drei Komponenten. Diese einzelnen Aspekte werden dabei nicht isoliert betrachtet. Nachhaltigkeit entsteht erst durch das Zusammenspiel der jeweiligen Qualitäten. Dabei werden auch alle Lebenszyklusphasen eines Gebäudes berücksichtigt.

  • Ökologische Bewertung

Die ökologische Bewertung berücksichtigt sowohl die Ressourcenschonung als auch den optimalen Einsatz von Bauprodukten und -materialien. Die Verbrauchsreduzierung von Wasser, Strom, Heizung etc. spielt dabei eine wichtige Rolle. Zugleich muss die Bauweise den Umweltschutz fördern. So sollte das Gebäude mit umweltfreundlichen Materialien errichtet werden, die auch umweltschonend entsorgt werden können.

Zur Bewertung gehören außerdem die Flächeninanspruchnahme des Gebäudes, der Primärenergieaufwand und das Treibhauspotenzial.

  • Ökonomische Bewertung

Unter die ökonomische Bewertung fallen sämtliche Anschaffungs-, Errichtungs– und Baufolgekosten. Außerdem berücksichtigt diese Bewertung die Betriebs- und Rückbaukosten eines Gebäudes.

  • Sozio-kulturelle Bewertung

Die sozio-kulturelle Qualität umfasst ästhetische und gestalterische Faktoren, sowie vor allem die Behaglichkeit und den Gesundheitsschutz.

Zusammengefasst sind also folgende Faktoren beim nachhaltigen Bauen zu berücksichtigen:

  • Senkung des Energiebedarfs
  • Senkung des Verbrauchs von Betriebsmitteln
  • Einsatz wiederverwertbarer Baustoffe und Bauteile
  • Vermeidung von Transportkosten (der eingesetzten Baustoffe und Bauteile)
  • Gefahrlose Rückführung der verwendeten Materialien in den natürlichen Stoffkreislauf
  • Nachnutzungsmöglichkeiten
  • Schonung von Naturräumen
  • Flächensparendes Bauen

2. Planung eines nachhaltigen Gebäudes

Trotz der vielen Faktoren, die Sie beim nachhaltigen Bauen unbedingt berücksichtigen müssen, gibt es kein Universalrezept. Denn die konkrete Umsetzung der verschiedenen Kriterien kann von Bauprojekt zu Bauprojekt unterschiedlich aussehen. Abhängig von den Umständen können bestimmte Maßnahmen in einem Fall ökologisch, im anderen dagegen unverträglich bezüglich einiger Umweltaspekte sein.

Richten Sie zum Beispiel ein Haus optimal zur Sonne aus, haben Sie zwar mehr Tageslicht und der Heizaufwand ist geringer – es kann aber auch passieren, dass Sie viel mehr Energie für die Kühlung aufwenden müssen. Das heißt, abhängig von den umgebenden Faktoren muss jedes Haus mit individuellen ökologischen Maßnahmen geplant werden.

Bei der Planung sollten Sie deshalb in jedem Fall einen Experten hinzuziehen. Auch die Kontrolle des Bauvertrags durch einen unabhängigen Sachverständigen hilft, Enttäuschungen und Probleme zu vermeiden.

Innovative Planungswerkzeuge ermöglichen es Ihnen mit Hilfe umfassender Simulationen und Analysen von Anfang an fundierte Entscheidungen in Bezug auf Nachhaltigkeit zu treffen. Sogenannte BIM-Systeme kombinieren und vernetzen alle relevanten Gebäudedaten in einem digitalen, datenbankbasierten 3D-Modell. Neben geometrischen Daten werden auch Informationen zu Kosten sowie sämtliche bauphysikalische Eigenschaften dort hinterlegt. Änderungen im Entwurf werden dann automatisch auf allen anderen Ebenen wiedergegeben.

Eine Analyse-Software kann die Daten dann auswerten und vergleichen. So lassen sich schon in der Entwurfsphase Wechselbeziehungen zwischen einzelnen Faktoren erkennen und optimieren. Auch im weiteren Planungsverfahren kann die Software Ihre Entscheidungen begleiten.

3. Nachhaltiges Bauen mit natürlichen Baustoffen

Wer nachhaltig Bauen möchte, sollte darauf achten, dass die Baustoffe bei Herstellung, Transport, Gebrauch und Entsorgung möglichst umweltschonend sind.

Mit Hilfe von Umweltproduktdeklarationen kann eine genaue Aussage über die Nachhaltigkeit und Umwelteinflüsse von Baustoffen getroffen werden. Dazu werden zum Beispiel die Auswirkungen einzelner Baustoffe hinsichtlich des Treibhauseffektes oder des Verbrauchs an grauer Energie beschrieben. Auch die Effizienz in Bezug auf die Verwendung von rohstoffnahen Produktformen und lokal bzw. regional vorrätigen Materialien wird angegeben.

Bei der Auswahl der Baustoffe werden im Idealfall außerdem die für den Unterhalt, die Wartung, Reinigung und Pflege entstehenden Kosten berücksichtigt. Dabei sollte ein Baustoff jedoch nie einzeln, sondern immer im Gebäudekontext betrachtet werden.

Dies betrifft vor allem die Lebensdauer der unterschiedlichen Materialien. Gut geeignet sind Baustoffe mit ähnlich langen Lebenszyklen. Diese gewährleisten, dass kein großer Aufwand und hohe Kosten durch Sanierungsmaßnahmen entstehen. Außerdem wird so vermieden, dass Baustoffe/-teile vor Ablauf ihres eigentlichen Lebenszyklus‘ ausgebaut oder entsorgt werden müssen. Recyclingfähige Materialien, die gut trennbar, nicht fest miteinander verbunden und schadstofffrei in ihrer Wiederverwertung sind, sind besonders ideal.

Naturbaustoffe entsprechen meist den Kriterien nachhaltiger Materialien und werden daher gerne verwendet. So werden beispielsweise Lehm, Ziegel, Naturstein, Kork oder Holz unter anderem für Mauern, Putz, Dämmung, Farbe oder Boden eingesetzt.

4. Nachhaltige Wärme-, Strom- und Wassergewinnung

Um die Effizienz der Wärme- und Stromgewinnung und beim Wasserverbrauch zu erhöhen, gibt es verschiedene Maßnahmen, die Bauherren beim nachhaltigen Bauen treffen können.

Das fängt schon bei der Ausrichtung des Hauses an. Häuser lassen sich optimal zur Sonne ausrichten. Auf diese Weise kann der Heizbedarf sinken. Zudem wird weniger künstliches Licht benötigt.

Mit Hilfe einer guten Wärmedämmung mit ökologischen Dämmstoffen wie Holz, Seegras oder Zellulose kann das Haus Energie speichern und zugleich vor Kälte schützen. Die Verwendung von Wärmepumpen oder Tiefenwärme kann ebenfalls Heizenergie einsparen. Holz oder Holzpellets können den Bedarf an Wärmeenergie decken. Voraussetzung dafür ist, dass das Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt. Darüber hinaus verringert die Ausstattung des Hauses mit mehrfach-verglasten Fenstern und Türen den Wärmeverlust über das Glas.

Zur emissionsfreien Energiegewinnung sind inzwischen Solar- und Photovoltaikanlagen weit verbreitet auf Hausdächern. Sie produzieren im Sommer wie im Winter emissionsfreien Strom, und lassen sich außerdem zur Warmwasser-Gewinnung nutzen. Auch Kleinwindanlagen arbeiten ohne Schadstoffausstoß, nämlich mit der natürlichen Ressource Wind. Eine weitere Möglichkeit ist eine Geothermie-Anlage, die gespeicherte Erdwärme in Energie umwandelt. Durch den Verzicht auf den Einbau von Klimaanlagen sparen Sie Energie. Der Einsatz von Beleuchtungssteuerungen oder LED-Lampen spart ebenfalls Strom.

Um den Wasserverbrauch zu reduzieren, kann Regen- und Grauwasser genutzt werden, beispielsweise zum Betreiben der Toilettenspülung. Auch der Einsatz wassersparender Armaturen trägt zur Limitierung des Wasserverbrauchs bei.

5. Zertifizierungssysteme für nachhaltiges Bauen

Die nachhaltige Qualität eines Gebäudes kann mit Hilfe verschiedener Zertifizierungsverfahren bestimmt werden. In Deutschland haben sich vier verschiedene Systeme etabliert:

  1. Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB)
  2. Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen für Bundesgebäude (BNB)
  3. Building Research Establishment Environmental Assessment Method (BREEAM)
  4. Leadership in Energy and Environmental Design (LEED)

Die Bewertung wird durch speziell ausgebildete Fachleute vorgenommen. Diese sogenannten Auditoren untersuchen das Gebäude anhand des jeweiligen Systemschemas und dokumentieren die Ergebnisse. Der Bauherr erhält dann ein Zertifikat und eine ausführliche Haus-Akte, in der die  Bewertungsergebnisse ausführlich aufgeführt sind. Das vereinfacht beispielsweise spätere Umbauten oder Reparaturen deutlich und verbessert die Chancen bei Verkauf oder Vermietung des Hauses.

Smart Home • Smart Boxes und Assistenten als kleine Helfer

Smart Home: Nützliche Helfer

 

1. Smart Boxes – Fähigkeiten und Nutzen

Aber was genau können diese kleinen Helfer? Wann lohnt sich so etwas für Sie? Sind das richtige Planungs- und Haushaltshelfer wie die Werbung erzählt, oder doch nur teure Spielereien? Und können die Ihnen im Urlaub sagen, ob Sie den Herd ausgemacht haben?

Interessieren Sie sich für Smart Home mit Smart Boxes, finden Sie sich heutzutage in einem AngebotsDschungel wieder, der immer auf den Kundenstamm beschränkt ist. Sind Sie kein Amazon-Kunde können Sie Alexa nicht einmal starten; ohne iPhone keine Siri; ohne Android-Gerät bleibt auch der Google-Home-Kegel stumm; kein Windows, keine Cortana – und ohne Smartphone geht sowieso nichts mehr.

Unbezahlbar oder schwer zu bekommen sind die kleinen Boxen nicht mehr. Laut einer Studie von statista.com besitzt jeder dritte Deutsche zwischen 25 und 34 Jahren smartes Zubehör. Laut Prognosen werden sich die Haushalte mit Smart Home-Einrichtung in den nächsten 4 Jahren sogar verdoppeln.

Verschiedene Hersteller bemühen sich darum, das Leben der Kunden immer bequemer zu machen. Smarte USB-Sticks wie der Fire TV oder Google Chromecast verbinden den smarten Fernseher mit Filmdatenbanken oder geben Zugang zu Streaming-Diensten. Nutzt man diese nur zum Fernsehen, lassen sich die meisten Vorteile auch ohne USB-Zwischenstelle, nur mit einem smarten Fernseher und einem Internetkabel genießen. Allerdings müssen Sie dann weiterhin die Fernbedienung oder sogar eine Funk-Computertastatur bemühen, um das Programm zu wechseln, statt der eingebauten Sprachsteuerung in den zugehörigen smarten Fernbedienungen. Je nach TV-Modell und Smart Home Box lässt sich der Flimmerkasten auch über die kleinen Assistenten per Sprachbefehl steuern. Das zeigt sich allerdings noch etwas kompliziert und auch hier gilt: Nicht alle Hersteller sind kompatibel!

2. Vernetzung der Smart Boxes

Wenn Sie sich einen intelligenten Lautsprecher wie Google Home oder Amazon Echo in die eigenen vier Wände holen wollen, sei Ihnen gesagt, dass die kleinen Boxen mit mehreren Mikrophonen versehen sind, um Sie so gut wie möglich zu verstehen. Diese kleinen Mikrophone sind rund um die Uhr eingeschaltet und hören mit, um das Aktivierungswort dann auch zu verstehen und richtig reagieren zu können. Es ist allerdings nicht klar, wie lange und wo diese rund um die Uhr aufgezeichneten Gespräche gespeichert werden, und was mit diesen geschieht. Teilweise wird die Information, nach der der Nutzer gefragt hat, an Dritte weitergeleitet, um Werbung zu personalisieren. Haben Sie das Gefühl, eine kleine Blechbüchse könnte Sie ‚aushorchen‘, raten wir Ihnen an dieser Stelle von einer Smart Box erstmal ab.

3. Sprachassistenten – Nützliche und andere Fähigkeiten

Die smarten kleinen Boxen sind mit sogenannten “Skills” oder „Actions“ zu bestücken, die wie kleine Apps funktionieren. Eines davon befähigt den elektronischen Sprecher zum Beispiel dazu, die Tagesschau vorzuspielen, ein anderes liest das Wetter vor. Die Kontakte lassen sich synchronisieren und per Befehl anrufen, ohne das Smartphone in der Hand zu halten. Neben nützlichen Fähigkeiten wie Tagesplanern oder Einkaufslisten gibt es dann auch noch die witzigen. Die Box kann Witze vortragen oder die „Selbstzerstörung“ starten. Die Witze scheitern leider oft an der eintönigen Aussprache ohne Betonung, die dann der Pointe den Spaß nimmt.

Die Einkaufsliste auf dem Handy des Ehemanns lässt sich über die Box per Sprachbefehl erweitern, während er auf dem Weg zum Supermarkt ist. Ob dieser diese Funktion tatsächlich immer gut findet, können wir natürlich nicht beantworten.

Auch die täglichen Termine lassen sich erfragen. Im Sinne der Tagesplanung lassen sich die Smart Home Assistenten gut in den Alltag integrieren. Der einzige Nachteil ist, dass Sie die dazugehörigen Apps verwenden müssen. Die Fähigkeiten werden meist auf eine bestimmte App zugeschnitten. Hier müssen Sie entweder eine andere App nutzen, auf die Fähigkeit verzichten oder eine passende Fähigkeit programmieren. Das klingt kompliziert, ohne Grundkenntnisse in der passenden Programmier-Sprache kommen Sie hier aber tatsächlich nicht weit. Amazon und Google bieten allerdings einen Baukasten an, der für Programmier-Neulinge genauso nutzbar ist.

Mit den richtigen Skills, Apps und Herstellern können die kleinen Boxen zur Kommandozentrale ausgebaut werden. WLAN-fähige Lampen können per Sprachbefehl die Farbe ändern und mit dem richtigen Musik-Streaming-Account können Sie die passende Musik dazu abspielen. Je nach Hersteller lässt sich die heimische Anlage verbinden und das ganze Haus wird beschallt. Die eingebauten Boxen sind je nach Größe der smarten Box verhältnismäßig gut. Bei kleinen Räumen kann eine große Box die Stereoanlage ersetzen. Mehrere dieser Boxen des gleichen Systems in einem Haus verteilt, lassen sich als zusammengehörige ‚Gruppe‘ benennen und im ganzen Haus die gleiche Musik abspielen.

4. Der Einkaufsassistent in unserem Smart Home

Mit einem Amazon-Prime-Account und einer Alexa lassen sich sogar Bestellungen tätigen. Hier ist aber Vorsicht geboten, denn die Box ist nicht auf eine einzige Stimme eingestellt. Per Aktivierungswort kann jeder die Boxen benutzen. In WGs oder mit Kindern kann da schon das ein oder andere ‚zufällig‘ bestellte Paket dabei sein – bezahlt von Ihrem Account. Zum Glück lässt sich die Funktion aber in den Geräteeinstellungen deaktivieren. Neben der schlauen Box gibt es weitere Kauf-Hilfen, die Amazon vor einer Weile speziell  entwickelte. So können Sie sogenannte „Dash Buttons“ im Haus verteilen, die auf Knopfdruck über den verlinkten Amazon-Account z.B. Waschmittel nachbestellen oder Hundefutter. Das genaue Produkt wird bei der Installation der Buttons einprogrammiert. Amazon hat sogar ein eigenes Türschloss-System mit verknüpfter Kamera auf den Markt gebracht, um die Ware bis hinter die Haustür liefern zu können.

Seit Kurzem gibt es die smarten Boxen auch mit Kamera und Bildschirm. Sie lassen sich mit anderen Kameras im Haus, z.B. Babyphones, koppeln und ermöglichen Video-Telefonie zwischen registrierten Benutzern. Amazon ist hier Vorreiter. Google und Apple sind weniger verkaufs-orientiert, werden aber sicher bald vergleichbare Produkte auf den Markt bringen.

Wie werden solche Kauf-Hilfen und smarten Assistenten unser Leben verändern? Sind wir bald alle „abhängig“ von den digitalen Helfern oder können wir sie sinnvoll in unser Leben einbauen?
Diese Fragen werden uns in den nächsten Jahren sicher mehr beschäftigen, als wir es uns heute vorstellen können oder wollen.

Home Office • Effizient arbeiten in den eigenen vier Wänden

Gestalten des eigenen Home Office

1. Planung des Home Office

Bei der Planung eines Home Office gibt es einige wichtige Dinge zu beachten.

Klären Sie zunächst einmal die Frage, wie viel Platz Sie für den Arbeitsplatz zu Hause benötigen. Meeting-Räume oder Kommunikationszonen werden in der Regel nicht benötigt. Deshalb können Sie bei gelegentlicher Nutzung den Arbeitsplatz sogar im Wohn- oder Esszimmer integrieren. Für eine tägliche Nutzung sollten Sie aber eher ein separates Arbeitszimmer vorsehen.

Dabei ist auch die Lage im Haus selbst entscheidend. Wenn Sie regelmäßig Kunden oder Kollegen zu Besuch erwarten, richten Sie Ihr Büro am besten im Erdgeschoss ein. Machen Sie es außerdem am besten mit einem separaten Eingang erreichbar. Auch eine direkte Nähe zu einer Gäste-Toilette ist in einem solchen Fall besonders wichtig. So müssen berufliche Gäste nicht unbedingt das Familien-Badezimmer nutzen.

Auch eine gute bautechnische Planung ist beim Home Office entscheidend. Dabei sollten Sie zum einen den Geräuschpegel innerhalb des Büros beachten. Zum anderen aber auch eventuellen Lärm im restlichen Haus. Beides sollte sich gut voneinander trennen lassen. Aus diesem Grund wird empfohlen ein Büro aus festen Steinen zu bauen. So ist für ein ruhiges und ungestörtes Arbeiten gesorgt. Die oftmals eingesetzten Trockenbau-Lösungen dagegen sind zu hellhörig.

2. Das Home Office einrichten

In Sachen Home Office sind sie auch bei der Einrichtung der Boss. Hier können Sie ganz nach Ihrem persönlichen Wohnstil gestalten. Denn: Wenn Sie in Ihrem Home Office gerne Zeit verbringen, werden Sie dort auch viel produktiver sein.

Der richtige Schreibtisch

Wie gesagt muss der Arbeitsplatz im Home Office zu Ihrer Tätigkeit passen. Außerdem sollte er ausreichend Fläche bieten. Das zentrale Stück ist dabei natürlich der Schreibtisch.

Bei der Wahl des richtigen Schreibtisches sollte auf die Größe der Tischplatte und auf die Höhe geachtet werden.

Es gilt: Je mehr Stunden am Schreibtisch verbracht werden, desto größer sollte er sein. Darauf muss nämlich auch so einiges seinen Platz finden. Zum einen braucht man meist einen Bildschirm und eine Tastatur. Ein Telefon und einige Schreibgeräte in Griffnähe sind außerdem nützlich. Dazu müssen vielleicht noch Papiere, Ordner und diverser Kleinkram untergebracht werden.

Für manche Schreibtisch-Jobs reicht aber oft schon weniger Platz. Gerade wer an einem Laptop arbeitet braucht oft weniger Arbeitsfläche. Minischreibtische oder gar Sekretäre lassen sich nach getaner Arbeit ganz leicht zuklappen. Das ist besonders praktisch, wenn Sie Ihr Home Office in einen Wohnraum integrieren wollen.

Wer Wert auf besonders viel Ergonomie legt, sollte sich einen Schreibtisch mit Höhenverstellung zulegen. Damit können Sie sowohl im Sitzen als auch im Stehen arbeiten. Sie können aber wahlweise auch nur einen höhenverstellbaren Aufsatz benutzen.

Mehr Platz und Flexibilität schaffen Sie, wenn Sie Ihren Bildschirm an einer beweglichen Halterung befestigen.

Ergonomische und komfortable Sitzmöbel

Auch bei der Wahl des passenden Bürostuhls kommt es darauf an, wie viel Zeit sie im Home Office verbringen.

Am besten als Bürostuhl geeignet ist ein höhenverstellbarer Drehstuhl mit Rollen.

Wenn Sie im Büro zu Hause immer nur kurz sitzen müssen, genügt ein Bürostuhl mit niedriger Lehne. Sitzen Sie hauptsächlich oder arbeiten den ganzen Tag am Bildschirm, führt an einem ergonomischen Stuhl mit Vollausstattung kein Weg vorbei. Dieser sollte eine hohe Rückenlehne, verstellbare Armlehnen und eventuell eine Kopfstütze besitzen.

Um eine einseitige Belastung des Körpers zu vermeiden, wird empfohlen die Sitzposition häufiger zu variieren. Mit einem sogenannten Sitzball oder einem Swopper werden die stabilisierenden Muskeln des Körpers wieder belastet.

Generell ist ein Wechsel zwischen Sitzen, Stehen und einem Sitzball beim Arbeiten die beste Vorbeugung vor Rückenschmerzen und einseitiger Belastung.

Neben Sitzkomfort und Optik ist aber auch die richtige Sitzhöhe entscheidend. Hier sollten Sie die 90/90-Regel beachten: Wenn Sie aufrecht sitzen, die Füße nebeneinander stellen und die Unterarme auf die Tischplatte ablegen, sollten die Winkel in Knien und Ellenbogen jeweils 90 Grad betragen.

Passenden Stauraum schaffen

Stauraum ist das nächste große Thema bei der Einrichtung eines Home Office. Generell sollten Sie Ihren Stauraum nach drei Gesichtspunkten planen:

  1. Stauraum für Dinge, die stets griffbereit sein müssen
  2. Aufbewahrung für Materialien, die gelegentlich gebraucht werden
  3. Unterbringung für Dokumente und Gegenstände, die selten benutzt, aber aufbewahrt werden müssen.

Für die erste Kategorie empfiehlt sich die Aufbewahrung in Schreibtischschubladen oder einem Rollcontainer. In dem Rollcontainer finden etliche Kleingegenstände für die alltägliche Büroarbeit Platz. Außerdem bietet er den Vorteil, dass er einfach zur Seite oder unter den Schreibtisch gerollt werden kann.

Für Elemente der zweiten und dritten Kategorie sollten Sie anderen Stauraum schaffen. Wenn ausreichend Platz zur Verfügung steht, können Sie größere Regale oder Schränke verwenden. Hier können Sie Ihre Unterlagen, Gegenstände wie das Zubehör fürs Catering, Stifte oder einen Projektor geordnet unterbringen. Für vertrauliche Unterlagen wählen Sie am besten einen Schrank oder ein Regal mit Türen. Achten Sie darauf, dass regelmäßig benötigte Unterlagen und Aktenordner nicht zu weit vom Schreibtisch entfernt stehen.

Je nach Raumsituation können Raumteiler die Aufgabe der Regale übernehmen. Sie grenzen darüber hinaus den neuen Arbeitsbereich vom Rest des Zimmers ab.

In manchen Fällen können keine großen Regale genutzt werden, weil man zum Beispiel Fenster nicht zustellen möchte. Stattdessen können Sie allerdings auf Sideboards zurückgreifen. Diese sind von der Bauhöhe niedriger. Aber auch sie bieten viel Stauraum für Aktenordner.

Wenn Sie bei der Einrichtung generell auf modulare Möbel setzen, können Sie diese bei Bedarf jederzeit erweitern.

Kleiner Tipp: Hübsche Mappen, Zeitschriftenhalter, Schalen oder Körbe helfen beim Ordnunghalten und können außerdem sehr dekorativ sein.

3. Die Beleuchtung Ihres Home Office

Eine gute Beleuchtung am Arbeitsplatz ist sehr wichtig. Das falsche Licht kann Sie schnell müde werden lassen, die Konzentration beeinträchtigen und Ihnen das Sehen erschweren.

Optimal ist Tageslicht als Beleuchtung im Home Office. Achten Sie dabei aber darauf, dass das Licht nicht direkt auf den Monitor einfällt. Anderenfalls können Spiegelungen im Monitor auftreten. Oder der Bildschirm blendet zu stark und Sie können nichts mehr erkennen. Die Lichtreflexe stören nicht nur, sondern ermüden auch schneller die Augen. Im Idealfall sollte der Monitor seitlich zum Fenster stehen. Außerdem können Sie die Sonne natürlich mithilfe transparenter Vorhänge oder Rollos abmildern.

Wer seinen Schreibtisch nicht auf der Sonnenseite einrichten kann, sollte für genügend Licht zusätzliche Leuchten verwenden. Im Idealfall leuchten Sie Ihren Arbeitsplatz von oben mit einer guten Deckenleuchte aus. Wenn dies nicht möglich sein sollte, bieten sich Schreibtischlampen mit Halogen- oder LED-Beleuchtung an. Diese könne Sie gezielt auf den Arbeitsplatz ausrichten. Vermeiden Sie dabei aber nach Möglichkeit Schattenwürfe, die das Lesen am Arbeitsplatz erschweren.

Beim Kauf Ihrer Leuchte bzw. eines Leuchtmittels sollten Sie auf die Kennzeichnung „Lumen“ achten. Experten empfehlen, dass die Beleuchtung am Schreibtisch mehr als 600 Lumen aufweist. Auch die Lichtfarbe spielt eine Rolle. Je heller und kälter eine Lampe leuchtet, desto mehr fördert das Licht die Konzentration. Warmes Licht hingegen gilt als entspannend. Neutralweiße (3000 bis 5000 Kelvin) oder tageslichtweiße (ab 5000 Kelvin) Leuchtmittel sind daher die beste Wahl für den heimischen Arbeitsplatz.

Wenn Sie eine dimmbare Leuchte wählen, könne Sie das Licht jederzeit an Ihre aktuellen Bedürfnisse anpassen.

4. Das technische Equipment

Nach der Einrichtung des Arbeitszimmers mit allen Möbelstücken fehlen lediglich einige technische Geräte, um Ihr Arbeitszimmer auch funktional zu gestalten.

Wenn Sie das Home Office schon beim Hausbau einplanen, denken Sie am besten an einen Bodenauslass, in dem dann die Kabel verschwinden. Wer diese Möglichkeiten nicht hat, versteckt Kabel bestmöglich. Dafür gibt es in allen Möbelhäusern zahlreiche diskrete Lösungen.

Zur Ausübung nahezu jeder Tätigkeit werden Sie ein Telefon benötigen. Weiterhin werden Sie viele Dokumente, die Sie am Computer bearbeiten, auch ausdrucken müssen. Investieren Sie also bei der Einrichtung Ihres Home Offices unbedingt in einen eigenen Drucker. Dadurch müssen Sie Ihre vertraulichen Daten nicht auf einen öffentlichen Computer laden, um sie ausdrucken zu können. So schützen Sie sich vor unerwünschter Wirtschaftsspionage und sichern die Daten Ihrer Kunden.

Selbstverständlich werden Sie im Home Office für nahezu jede Tätigkeit auch einen Computer oder Laptop brauchen. Dieser muss über eine ausreichende Leistung verfügen, um alle Funktionen erfüllen zu können, die Sie von ihm erwarten.

Ein leistungsstarker Computer ist aber heutzutage nichts ohne eine ebenso leistungsstarke Internetverbindung. Wenn Sie spezielle LAN-Anschlüsse in Ihrem Home Office brauchen, sollten Sie diese auch von vornherein bei der Planung berücksichtigen. Anderenfalls können Sie auch mit einer schnellen WLAN-Verbindung mit ausreichender Download- und Upload-Geschwindigkeit gut arbeiten.

Der Gemüsegarten • Selbstversorgung statt Ladentheke

Anlegen eines eigenen Gemüsegartens

 

1. Planung ist das halbe Gartenleben

Der richtige Standort

Der passende Standort ist das A und O für das Gedeihen Ihres Gartens. Ausschließlich der sonnigste Platz im Garten kommt deshalb bei der Planung in Betracht. Denn selbst bei Knollen- und Wurzelpflanzen brauchen die Blätter das Sonnenlicht. Nur so können die Früchte auch richtig wachsen und ihr volles Aroma entwickeln. Mit einer guten Belichtung können Sie außerdem die gesamte Anbausaison inklusive der oft trüben, lichtärmeren Frühlings- und Herbsttage optimal ausnutzen.

Denken Sie diesbezüglich auch an Bäume und Sträucher. Sie treiben im Frühling oder Sommer oft üppig aus und können so dem Gemüsegarten viel Sonne stehlen.

Bei der Standortwahl ist außerdem noch auf Abfluss-Möglichkeiten für überschüssiges Wasser zu achten. Eine Stelle, an der nach einem heftigen Regenschauer das Wasser lange stehen bleibt, ist nicht geeignet.

Beetflächen und Wege planen

Nachdem Sie den Standort für Ihren Gemüsegarten ausgewählt haben, müssen Sie die Beetflächen und Wege entsprechend planen. Personenanzahl, Platz und das gewünschte Maß an Selbstversorgung bestimmen die Beetgröße. Von der ergänzenden Versorgung bis zur totalen Selbstversorgung mit Gemüse kann die Beetgröße zwischen 1m² und 100m² pro Person variieren.

Beim Anlegen Ihrer Beete sollten Sie darauf achten, dass Sie der Breite nach alle Pflanzen leicht erreichen können. So können Sie diese später bequem pflegen und ernten. Die Beete sollten deshalb nicht breiter als 150 Zentimeter sein.

Geben Sie am besten allen Beeten eine einheitliche Größe. Das macht es später einfacher die Fruchtfolge einzuhalten. Sie können jedes Jahr das Beet wechseln, ohne die Mischkultur innerhalb des Beets verändern zu müssen. So ernten Sie immer etwa die gleichen Mengen der verschiedenen Gemüsesorten.

Bei größeren Gärten lohnt es sich in jedem Fall einen befestigten Hauptweg im Gemüsegarten anzulegen.

Die Wege zwischen den einzelnen Beeten sollten mindestens 30 Zentimeter breit sein. So können Sie sich leicht überall zwischen den Beeten bewegen ohne die Erde festzutreten oder die Pflanzen zu verletzen. Außerdem können Sie so später mit einer Schubkarre durch Ihre Beete manövrieren.

Für kleinere, unbefestigte Wege zwischen den Beeten genügt es, Rindenmulch als Unterlage auszustreuen. Alternativ können Sie einfach breite Holzbretter als provisorische Wege zwischen die Gemüsebeete legen. Auch vereinzelte Trittsteine sind eine praktische Lösung.

Bewässerung

Ein wichtiger Teil des Gartens ist die Bewässerung. Nur so können Obst und Gemüse auch richtig gedeihen.

Zunächst sollten Sie also einen Wasseranschluss verlegen. Dadurch sparen Sie sich mühsames Wasserschleppen mit der Gießkanne.

Heben Sie unter dem geplanten Hauptweg einen etwa 40 Zentimeter tiefen Graben aus und legen Sie die Wasserzuleitung hinein. Je nach Bedarf können Sie am Ende eine zentrale Wassersteckdose anschließen, oder auch mehrere Dosen zwischenschalten. Sie werden bodeneben eingebaut und besitzen eine Abdeckklappe, damit sie auch in Wegeflächen eingebaut werden können.

Bodenbeschaffenheit

Bevor Sie tatsächlich mit der Bepflanzung beginnen können, sollten Sie unbedingt die Bodenbeschaffenheit an Ihrem gewählten Standort überprüfen lassen.

Schicken Sie dafür bis zu zehn Bodenproben aus Ihrem Garten an ein Labor.

Tipp: Um besonders aussagekräftige Ergebnisse zu erhalten, sollten Sie die Proben aus bis zu 25 Zentimeter Tiefe entnehmen.

Die fertige Bodenanalyse aus dem Labor gibt dann Aufschluss über Nährstoff– bzw. Mineralgehalt, PH-Wert sowie über auch eine mögliche Schadstoffbelastung im Boden.

Auch mit Hilfe sogenannter Zeigerpflanzen können Sie einige Rückschlüsse über die Qualität des Bodens ziehen. Moos spricht zum Beispiel für einen sauren Boden, Brennnesseln weisen auf zu viel Stickstoff in der Erde.

2. Den Gemüsegarten bepflanzen

Um eine effektive, langfristige Bepflanzung Ihres Gemüsegartens zu ermöglichen, sollten Sie einen gut durchdachten Pflanzplan anfertigen. Dieser berücksichtigt idealerweise Pflanzzeiten, Wachstumszeiten und Ernte der einzelnen Gemüsesorten.

Außerdem ordnet ein guter Pflanzplan den Haupt- sowie den Vor- und Nachkulturen einen Platz und Anpflanz-Zeitraum im Gartenbeet zu. Sogar die Fruchtfolge sollten Sie vor der ersten Bepflanzung Ihrer Beete zumindest grob planen.

Auch die Wahl des Saatgutes spielt natürlich eine große Rolle. Sie sollten sich für besonders robuste Sorten entscheiden. So ist Ihr Gemüse eher gegen bestimmte Krankheiten und Schädlinge geschützt und gegenüber widrigen Witterungsverhältnissen widerstandsfähiger. Besonders empfehlenswert sind deshalb alte Gemüsesorten. Sie haben sich über Generationen an die Bedingungen einer Region angepasst.

Mischkultur für gesunde Pflanzen

Wenn Sie in Ihrem Gemüsegarten Wert auf Vielfalt legen, sollten Sie bei der Bepflanzung eine Mischkultur anlegen. Denn es ist wichtig, dass Nachbargewächse nicht aus derselben Pflanzenfamilie stammen. Anderenfalls werden dem Boden zu einseitig Nährstoffe entzogen.

Da Pflanzen einer Familie außerdem für dieselben Krankheiten anfällig sind, können sich Erreger bei einer Monokultur für längere Zeit in der Erde ansiedeln. Dadurch werden die Pflanzen geschwächt und die Ernte beeinträchtigt.

Verschiedene Kräuter und Gemüsearten gemischt schützen sich zudem häufig gegenseitig vor Schädlingen. Blumen im Gemüsebeet ziehen nützliche Insekten an, die viele Pflanzen bestäuben, und halten Schädlinge fern.

So kann eine Mischkultur im Gemüsegarten insgesamt deutlich bessere Erträge liefern.

Auf die Fruchtfolge achten

Wie schon erwähnt, spielt auch die Fruchtfolge im Garten eine entscheidende Rolle. Es handelt sich dabei um eine jährliche Abfolge, in der Nutzpflanzen angebaut werden.

Sinnvoll ist so eine Fruchtfolge aus zweierlei Gründen:

Zum einen gibt es Pflanzen mit unterschiedlich hohem Nährstoffbedarf. Die sogenannten Starkzehrer und Schwachzehrer. Schwachzehrer, wie Erbsen, Rüben oder Feldsalat entziehen der Erde kaum bis gar keine Nährstoffe. Die Starkzehrer dagegen, wie z.B. Rosenkohl, Wirsing oder Gurke  sind auf einen sehr fruchtbaren Boden angewiesen. Damit sich die Erde im Beet optimal erholen kann, sollte man Pflanzen mit viel und wenig Nährstoffbedarf abwechseln.

Zum anderen trägt die Variation der Bepflanzung zur Gesundheit und Schädlingsfreiheit der Pflanzen bei. Wird eine Pflanzenfamilie nur alle paar Jahre in ein Beet gesetzt, können sich Krankheiten oder Schädlinge nicht festsetzen. Ihnen wird buchstäblich die Nahrung entzogen.

3. Die richtige Pflege für den Gemüsegarten

Zur richtigen Pflege eines Gemüsegartens gehört natürlich an erster Stelle die Bewässerung. Aber auch das Unkraut zu jäten und die Beete zu düngen gehören zu den regelmäßigen Aufgaben eines Gärtners.

Unkraut jäten

Unerwünschtes Unkraut raubt dem Gemüse Nährstoffe, Wasser und häufig auch Sonnenlicht. Hacken Sie das Gemüsebeet regelmäßig, um der Ausbreitung von Unkräutern vorzubeugen.

Sollten sie sich doch einmal angesiedelt haben, reißen Sie sie mit der Wurzel aus dem Boden und beseitigen sie.

Kleiner Tipp: Unkraut ist aber nicht nur schädlich. Viele Sorten wie Brennnesseln, Löwenzahn, Vogelmiere und Spitzwegerich gehören zu den Wildkräutern. Sie sind essbar und können zu Tee oder Suppen verarbeitet werden. Außerdem haben sie oft heilsame Wirkungen, die schon in der Medizin des Mittelalters bekannt waren.

Richtig düngen

In den meisten Fällen ist die Düngung mit Kompost, Hornspänen oder Pferdemist völlig ausreichend. Wer mit Kompost düngen möchte, sollte deshalb niemals ausgerissenes Unkraut zum Kompostieren geben.

Ob und wie häufig das Gemüsebeet gedüngt werden muss, hängt vom Nährstoffgehalt des Bodens ab.

Falls der Garten zusätzliche Nährstoffe braucht, kann biologischer Dünger aus dem Fachhandel verwendet werden. Chemikalien sollten möglichst vermieden werden. Sie hinterlassen nämlich nicht nur Rückstände im Boden und Gemüse, sondern sie töten oftmals auch nützliche Lebewesen in der Erde ab.

Gardinen • Machen Sie Ihre Fenster zum absoluten Blickfang

Alles was sie über Gardinen wissen müssen


1. Kleine Gardinen-Warenkunde

Gardine ist nicht gleich Gardine. Es gibt sie in jeder erdenklichen Länge und Beschaffenheit. Und jede Art hat einen eigenen Namen. Die geläufigsten Bezeichnungen finden Sie hier in einer kleinen Warenkunde erklärt.

Der sogenannte Store ist der Klassiker unter den Gardinen. Ein Store ist in der Regel halbdurchsichtig. So kann trotz Vorhang noch Tageslicht ins Zimmer fallen. Je nach Modell kann diese Art der Gardine bodenlang sein oder nur bis zur Fensterbank reichen. In der Regel wird ein Store seitlich von Schals begleitet, die als Übergardinen genutzt werden können.

Eine Unterkategorie der Stores sind die Plissees. Darunter versteht man Falt- bzw. Raffstores, die direkt vor dem Innenfenster sitzen. Sie lassen sich je nach Gegebenheit an der Wand, der Decke, in oder auf dem Fenster anbringen. Plissees funktionieren ähnlich wie Rollos. Sie können nach oben oder unten verschoben und dabei beliebig zusammen- bzw. auseinandergezogen werden. Darüber hinaus bieten sie Sicht- und Lichtschutz.

Als Alternative zu schweren Vorhängen oder doppeltgereihten Stores bieten sich moderne Schiebegardinen an. Sie bestehen nur aus leichtem Stoff. Dieser wird meist in langen Bahnen vor dem Fenster oder der Wand aufgehängt. Diese sogenannten Paneele werden oben oft mit Klettverschluss an einer Leiste befestigt. Diese kann dann in einer Schiene hin- und hergeschoben werden. Unten wird die Schiebebahn mit einem Gewicht beschwert. So hängt die Gardine gerade. Die trendigen Schiebegardinen eignen sich übrigens auch hervorragend als Raumteiler.

2. Kleine Gardinen-Stoffkunde

Die Auswahl an Vorhangstoffen ist unglaublich groß. Für jeden Geschmack, Verwendungszweck und Geldbeutel gibt es einen passenden Vorhangstoff.

Ob blickdicht fürs Schlafzimmer, elegant für Wohnzimmer, abwaschbar fürs Bad oder pflegeleicht für Küche und Kinderzimmer. Sowohl stofflich als auch farblich können Sie Ihre Vorhänge individuell an Ihre Inneneinrichtung anpassen. So erzeugen Sie ganz leicht ein harmonisches Raumgefühl.

Hier finden Sie eine Übersicht der wichtigsten Gardinen-Stoffe:

Polyester: Pflegeleichtes, strapazierfähiges Kunst-Gewebe, läuft nicht ein, hohe Lichtbeständigkeit

Baumwolle: Strapazierfähige Naturfaser, waschbar, nicht bügelfrei

Leinen: Naturfaser, waschbar, nicht bügelfrei, knitteranfällig, besticht durch kühlen Griff

Mikrofaser: Feinfädiges Gewebe, aus natürlichen oder synthetischen Werkstoffen gefertigt, außergewöhnlich weich und formbeständig.

Voile: Feinfädiges, transparentes Gewebe, zeichnet sich besonders durch seinen weichfließenden Faltenfall aus

Organza: Hochtransparentes, hauchzartes Gewebe, leichter, sehr edler Glanz

Jacquard: Blickdichter oder transparenter Stoff. Spezielles Webverfahren ermöglicht nahezu unbegrenzte Mustervielfalt

Scherli: Halbtransparentes Gewebe, eingewebt mit dickeren Effektfäden, Abschneiden der verbindenden Fäden ergibt die spezielle Art der Musterung.

Stickerei: Maschinell- oder handgefertigte Verzierung bei Gardinen & Rollos

Ausbrenner: Transparentes Gewebe, bestehend aus zwei Materialien, bei dem transparente Durchbrüche erzielt werden.

Bedenken Sie außerdem:

Neben der Ästhetik spielen bei der Stoffwahl auch die Größe des Raums und der Lichteinfall eine Rolle. Kleine, dunkle Räume wirken durch Stoffe in hellen Farbtönen heller und größer. Großzügig geschnittenen Räumen verleiht der richtige Stoff das entscheidende Quäntchen Gemütlichkeit.

Überlegen Sie sich auch, ob Sie lieber etwas Leichtes oder etwas Schweres haben wollen. Ein gefütterter oder moltonierter Vorhang beispielsweise wird schwerer, blickdichter und schluckt den Schall besser.

Die Farbe und das Muster spielen natürlich auch eine große Rolle. Der Vorhangstoff kann mit Mustern bedruckt, bestickt oder gewebt sein. Die Art der Technik entscheidet über den Preis des Stoffes.

Zur eigenen Sicherheit sollten Sie außerdem darauf achten, dass die Gardine aus schwer entflammbarem oder gar feuerfestem Material besteht.

3. Für jedes Zimmer die passenden Gardinen

Gardinen im Wohnzimmer

Im Wohnzimmer darf es gern auch mal eleganter zugehen. Vorhänge erfüllen hier oft einen dekorativen Zweck: Samt und seidenglänzende Stoffe, dekoriert als Schals oder bodenlange Vorhänge wirken klassisch und vornehm. Modern und unkompliziert dagegen sind leichte Vorhänge aus Baumwolle in hellen Tönen oder bunt gemustert.

Gardinen im Schlafzimmer

Im Schlafzimmer sollen Vorhänge meist blickdicht sein und das Zimmer bei Bedarf abdunkeln. Dafür kommen dichte Baumwollstoffe in Frage. Gerade Gardinen aus eher dicken und flauschigen Textilien sorgen außerdem für zusätzlichen Schallschutz. Darüberhinaus schützen sie im Winter auch vor unangenehmer Kälte.

Gardinen im Kinderzimmer

Besonders bei Babys und Kleinkindern sind lichtundurchlässige Gardinen zur Verdunklung des Kinderzimmers sinnvoll.

Bei größeren Kindern kann man sich für die Wahl der Muster nach dem Geschmack des Kindes richten. Motive aus dem Lieblings-Disneyfilm oder der coolsten Actionserie kommen hier in den Sinn. Gardinen mit Farben und Mustern lassen das Kinderzimmer frisch und fröhlich aussehen. Dezentere Gardinen betonen eine harmonische und ruhige Atmosphäre.

Bei besonders spielfreudigen und wilden Kindern empfiehlt es sich, auf pflegeleichte Stoffe zurückzugreifen.

Gardinen in Küche und Bad

Für die Küche empfiehlt sich ein pflegeleichter Stoff, der regelmäßig gewaschen werden kann.

Vorhänge fürs Bad sind teilweise aus abwaschbarem Textil, so dass ihnen die Feuchtigkeit nichts anhaben kann.

4. Tipps zum Anbringen der Gardinen

Sie haben Ihre Lieblingsgardinen gefunden? Dann fehlt jetzt nur noch das Aufhängen.

Wichtig ist zunächst immer, dass Sie passende Dübel für Ihre Decke oder Wände verwenden. Wenn Sie sich bei der Auswahl unsicher sind, können Sie sich im Baumarkt beraten lassen.

Schwere Vorhang-Stoffe sollten mit stabilen Gardinenstangen oder -schienen angebracht werden. Gardinenschienen lassen sich auch um Kurven führen. So können Sie problemlos über Eck führende Fenster mit Vorhängen versehen. Mit einem Raffhalter können Sie Ihre Gardine mehr Form verleihen. Dadurch sieht sie besonders dekorativ aussieht.

Leichtere Vorhänge können auch mit einer Drahtseil-Bespannung zwischen zwei Wänden angebracht werden. Wichtig ist auch, dass Sie die Befestigung so wählen, dass sie das Gewicht der Gardine tragen kann und sich der Vorhang hinterher leicht auf- und zuziehen lässt.

5. Gardinen reinigen: Darauf sollten Sie achten

Da das Waschen von Gardinen besonders arbeitsintensiv und zeitaufwändig sein kann, sollten Sie schon beim Kauf auf pflegeleichte, formbeständige Vorhänge mit gutem Faltenfall achten.

Die meisten modernen Stoffe sind relativ pflegeleicht und lassen sich in handelsüblichen Waschmaschinen im Schonprogramm (bei 30°C) problemlos waschen. Kunstoff- und Metallteile sollten Sie gerade bei empfindlicheren Stoffen vor dem Waschen entfernen.

Waschen Sie die Gardine am besten in einem Wäschesack oder einem Kopfkissenbezug. Achten Sie auch darauf, die Waschtrommel nicht zu voll zu beladen. Besonders empfindliche Stoffe waschen Sie sie am besten von Hand in der Badewanne. Dabei nicht rubbeln oder gar wringen, denn das kann den Stoff schädigen. Verwenden Sie für weiße Gardinen unbedingt ein spezielles Gardinenwaschmittel, das auch unschöne Grauschleier entfernt. So werden sie wieder wie neu.

Hängen Sie die Gardinen nach dem Waschen am besten noch leicht feucht vors Fenster. Dank ihres Eigengewichts hängen sie sich aus und werden auch ohne Bügeln schön glatt. Dickere Gardinen sollten sie allerdings in der Wäsche schleudern oder vorher etwas auf der Leine vortrocknen lassen. Bedenken Sie beim Aufhängen immer die zusätzliche Belastung auf Gardinenstange, Dübel und Schrauben.

Farbtrends 2018 • Die neuen Farben für Ihr Zuhause

Diese Farbtrends verschönern Ihr Zuhause

 

Grün in allen Schattierungen

Ganz nach dem Motto „Urban Jungle“ sind Grüntöne ganz groß im Rennen. Neben kräftigem Patinagrün sorgen vor allem helle Grüntöne für Gemütlichkeit. Zum Beispiel erzeugt ein frisches Lindgrün ein lebendiges und gleichzeitig modernes Flair. Gleiches gilt für das sanfte Salbeigrün. Wer es gerne noch erdiger mag, kann auch mit Moosgrün arbeiten. Dazu lassen sich vor allem gemütliche Holzmöbel kombinieren. So setzen Sie zusätzlich auf Natürlichkeit. Außerdem passen Accessoires aus naturbelassenem Holz hervorragend. Sie wollen mehr Farbe ins Spiel bringen? Mit einer Kombination aus Waldgrün und Rosatönen bringen Sie noch mehr Charakter in die eigenen vier Wände.

Immer schön – Pastell

Der Dauerbrenner unter den Wandfarben: Pastelltöne. Sie gehören nicht nur zu den Farbtrends für Frühjahr und Sommer 2018 – sie sind immer beliebt. Ob Rosé, Hellblau oder Mint, zartes Pastell sorgt für ein helles, gemütliches Flair. Pastelliges Apricot und Türkis wirken zusammen besonders frisch. Allgemein wirken sie in Kombination mit weißen Möbeln und hellem Holz sehr fröhlich.

Rosatöne sind dieses Jahr allgemein stark vertreten – helles Rosé, zurückhaltendes Altrosa oder auch Mauve. Vor allem letzteres ist sehr beliebt. Der Farbton zwischen Rosa und Flieder ist besonders verspielt. Zusammen mit Grau, Creme oder Weiß hingegen wirkt die Farbe unaufdringlicher und weniger kitschig. So hat Mauve mittlerweile schon Einzug in die Schlaf- und Wohnzimmer gehalten. Wer die Trendfarbe Mauve gerne extravaganter in Szene setzen will, kann auf andere Pastelltöne zurückgreifen, zum Beispiel Pastellblau-, -grün, oder –orange.

Ein außergewöhnliches Design schaffen Sie zudem mit einem Zusammenspiel aus Pastellrosa und Dunkelblau. Der starke Kontrast sorgt für einen dramatischen Effekt. So wird Ihr Raum ganz sicher zu etwas ganz Besonderem.

Rottöne – warm und edel

Bringen Sie ein wenig Leben in Ihr Zuhause – mit kräftigen Rottönen. Bestimmte Rottöne können beruhigend wirken. Vor allem wenn Sie dem Licht der untergehenden Sonne ähneln. Sehr kräftige Töne machen im Gegensatz dazu eher aggressiv. Einer der Farbtrends 2018: Bordeaux. Damit geben Sie Ihrem Zuhause einen einzigartigen, eleganten Charakter. Einrichtungsgegenstände in grau, schwarz oder braun unterstreichen die Farbe zusätzlich. So wirkt der Raum noch edler. Aber auch hier gilt: Bordeaux eignet sich eher für große, helle Räume.

Noch mehr Lebendigkeit geht mit einem kräftigen Orange. Die warme Farbe wirkt fröhlich und außergewöhnlich. Kombinieren Sie dazu helle und neutrale Töne wie Beige oder ein helles Grau, um den Raum nicht zu überladen. Extra Gemütlichkeit bringt zum Beispiel ein großes Sofa in creme.

Petrol

Auch Petrol liegt voll im Trend. Der dunkle Ton zwischen grün und blau wirkt klassisch und edel. Aber Achtung: Ein Anstrich in dieser Farbe will gut überlegt sein. Denn: Dunkle Farben machen Räume optisch kleiner. Am besten wirkt Petrol also in großen, lichtdurchfluteten Räumen. Möbel und Dekorationsgegenstände aus Holz, Stein oder Samt ergänzen den modernen Stil. Wer es gerne luxuriös hat kann es auch mit Violett und Waldgrün kombinieren. Mit Akzenten aus Gold und Kupfer schaffen Sie extra Glamour.

Zeitlos in Grau

Grau – noch ein Dauerbrenner. Mit verschiedensten Grautönen schaffen Sie ein stilvolles und modernes Ambiente. Mit einem sanften Hellgrau und viel Weiß gelingt das klare und moderne Design. Ein bisschen Pepp bringen kleine Akzente in frischen Farben. Wer es gerne zurückhaltender mag, kann außerdem auch auf Taubengrau zurückgreifen. Eine moderne und vielseitige Variante.

Aber auch Anthrazit hat seine Reize. Das dunkle Grau, dem Schwarz nah, ist besonders elegant. Mit hellen Kontrastfarben verhindern Sie, dass der Raum zu dunkel wirkt. Ähnlich zum trendigen Anthrazit: Dunkelblau. Dank heller Accessoires lässt sich auch mit Dunkelblau eine extravagante und edle Atmosphäre erzeugen.

Back to Nature – Naturtöne

Für Flexibilität und Vielseitigkeit sorgen besonders natürliche Farben. Ganz vorne mit dabei: Beige. Wände in Beige oder Sand sind zeitlos schön und lassen sich mit Dekoration aus Holz, Gold oder Kupfer perfekt ergänzen. So erhalten Sie den gewünschten Glamour.

Schlichter geht’s mit Naturtönen wie Holz, Stein oder Wolle. Im Gegensatz zum kalten Weiß sorgen dezente Naturfarben gleichzeitig für Gemütlichkeit und Klarheit. Weiße Wände lassen Räume schnell kalt wirken. Mehr Wärme erhalten Sie auch mit warmen Tönen wie rot und gelb.

Passend zu den Naturfarben können Sie Ihr Heim im schwedischen Wohntrend „Lagom“ einrichten. Dabei spielt eine natürliche Farbgebung eine entscheidende Rolle.

Grundregeln für die Auswahl der Wandfarbe

Generell gilt: Bei der farblichen Gestaltung Ihres Hauses sind nicht nur die aktuellen Farbtrends entscheidend. Sie sollten auch einige Grundregeln beachten. So spielt zum Beispiel die Lage des Raums eine Rolle. Kühle Farben wirken besonders in Räumen auf der Sonnenseite. Helle Farben wirken dort noch heller. Hier ist Vorsicht geboten – je nach Farbton kann der Raum dann kalt wirken. Auf der Nordseite sollten Sie besser auf warme Farben setzen. Denn: Dort fehlt das Sonnenlicht. Das können Sie aber leicht ausgleichen, zum Beispiel mit kräftigem Orange. Orange und andere Rottöne, aber auch Gelb, wirken besonders gut in Zimmern auf der Westseite. Dort unterstreicht die untergehende Sonne die Farbe zusätzlich.

Außerdem sollten Sie auch die Wandfarbe auf den Zweck des Raums anpassen. Denn: Farben haben ihre Wirkung. Im Schlafzimmer bieten sich beruhigende Farben an, zum Beispiel ein sanftes Blau oder die trendigen Rosatöne. Sie haben eine beruhigende Wirkung und laden zum Entspannen ein. Genauso strahlt auch Grün eine gewisse Ruhe aus, kann aber auch die Kreativität fördern. Im Wohn- oder Essbereich bietet sich zum Beispiel Orange an. Sie strahlen Geselligkeit und Fröhlichkeit aus.