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Alles rund ums Holzhaus • Natürlich, traditionell und gemütlich

Geschichte des Holzbaus

Ein kleiner Rückblick in die Vergangenheit zeigt uns, dass bereits im 7. Jahrhundert v.Chr. mit Holz gebaut wurde. Vor allem in Mitteleuropa gab es viele Funde. Holz war nämlich leicht zu bekommen, da es durch große Wälder massig zu Verfügung stand.

Zu Beginn waren es einfach und schlicht gehaltene Häuser, die lediglich ihren Zweck erfüllten: Schutz vor Wind, Wetter und Kälte. Später wurden die ersten Fachwerkhäuser errichtet, die mit mehr Aufwand verbunden waren. So geht Holz als wichtigster Baustoff der Menschheit in die Geschichte ein.

 

Das Fertighaus

Ein Fertighaus ist eine gute Option, um möglichst schnell und effizient zu bauen. Dabei werden alle benötigten Bauelemente in der jeweiligen Holzbaufirma hergestellt und später dann auf der Baustelle zu einem kompletten Haus zusammengestellt. Im Gegensatz zu anderen Baumethoden ist ein Fertighaus in null Komma nichts aufgebaut. Danach kann man direkt mit dem Innenausbau des Hauses beginnen.

 

Alpenländischer Baustil

Der Holzhausbau hat eine lange Tradition. So auch die Häuser in Bergregionen, wie beispielsweise in den Alpen. Das liegt daran, dass Holz grundsätzlich gut für schwierige und unebene Bodenverhältnisse geeignet ist und hauptsächlich für steile Hanglagen gebraucht wird.

Typisch für den Stil dieser Häuser sind weiße Wände im Untergeschoss, eine Holzfassade im Obergeschoss, große Holzbalkone, geschnitzte Verzierungen und Blumenkästen sowie Fensterläden aus Holz. Diese sehen nicht nur gemütlich aus, sondern verleihen gleichzeitig den Regionen ihren gewissen Charme.

 

Das Schwedenhaus

Wer kennt es nicht? – das Schwedenhaus. Eines der bekanntesten Fertighäuser aus Skandinavien. Ursprünglich kommt dieser Typ Holzhaus aus Norwegen. Immer häufiger werden Schwedenhäuser aber auch in Deutschland gebaut. Aufgrund ihrer geringen Bauzeit, die nur 1-3 Tage in Anspruch nimmt, ist es sehr beliebt.

Außerdem können Sie ihr Schwedenhaus individuell gestalten. Kräftige Farben sowie weiße  Sprossenfenster und Türrahmen dürfen dabei jedoch nicht fehlen, da diese das Schwedenhaus ausmachen.

 

Arten des Holzhauses

Natürlich gibt es viele Arten Holz zu verbauen. Manche Bauweisen werden jedoch häufiger angewandt als andere:

  • Das Blockhaus

Diese Bauweise ist die älteste, aber gleichzeitig auch die bekannteste Form. Dabei werden besonders tragfähige und hochwertige Hölzer übereinander gestapelt und miteinander verbunden. So steht das Haus stabil und hält jedem Wetter stand.

  • Der Skelettbau

Ein typischer Vertreter des Skelettbaus ist das Fachwerkhaus. Beim Bau werden kräftige Balken waagrecht, senkrecht und schräg angebracht und anschließend, je nachdem wie das Haus später aussehen soll, mit Beton oder Glas verkleidet. Wer sich ein Holzhaus auf diese Weise baut, muss deutlich tiefer in die Tasche greifen als bei anderen Bauweisen.

  • Der Holzrahmenbau

Auch diese Methode zählt zu den weitverbreiteten Holzbausystemen. Es werden Holzbalken senkrecht angebracht und mit Holzplatten verkleidet. So entsteht eine Fassade komplett aus Holz. Im Vergleich zu anderen Bauweisen ist diese die häufigste und preiswerteste.

 

Verschiedene Dämmstoffe

Da die Wände im Holzhaus dünn sind, ist es wichtig, trotzdem für ausreichend Wärmeschutz zu sorgen. Dank guter Dämmstoffe gelingt dies optimal. Oft werden folgende Stoffe für Holz verwendet:

  • Holzfaserdämmstoffe

Wird in Form von Dämmplatten oder als lose Einblasdämmung genutzt. Einsatzbereiche sind Dächer, Decken sowie Innen- und Außenwände. Besonders gut ist, dass dieser Stoff viel Wärme aufnehmen kann.

  • Mineralwolle

Wird überwiegend aus Basalt (Gestein), Hofofenschlacke und anderen Materialien hergestellt.

  • Perlite

Ist ein absolutes Naturprodukt, das eine optimale Wärmedämmung erzeugt. Durch die Leichtigkeit und Effizienz senkt das den Energieverbrauch enorm.

  • Polyurethan-Hartschaum

Wird durch Treibmittel wie Petan oder CO2 gewonnen.

 

Besonderheiten beim Holzbau

  • Massivholzbau

Bei diesem Bau werden die Böden, sowie Decken und Wände mit massiven und kräftigen Holzelementen angefertigt. Massivholzbau hat viele Vorteile. Zum einen bietet es einen guten Brandschutz und hat eine optimale Dämmfähigkeit. Zum anderen verleiht massives Holz dem Haus eine rustikale Optik, aber sorgt dennoch für eine gemütliche Atmosphäre.

  • Ökologisches Bauen

Für ein ökologisches Bauen benötigen Sie vor allem natürliche Holzwerk- und Dämmstoffe, die für eine gesunde und umweltfreundliche Gebäudehülle sorgen. Falls Sie jedoch noch eine Schippe drauflegen wollen, investieren Sie in Solarenergie.

 

Vor- und Nachteile im Überblick

Dennoch ist zu beachten, dass Holz auch ein paar wenige Nachteile mit sich bringt. Hier erhalten Sie einen kleinen Überblick über Vor- und Nachteile von Holzbauten.

Vorteile

  • Weniger Bauzeit
  • Keine langen Trocknungsprozessen
  • Für schwierige Bodenverhältnisse
  • Gute Isoliereigenschaften

Nachteile

  • Witterungen können Holz beschädigen
  • Geräuschbelastung, z.B. Knarren
Eigentumswohnung kaufen

Was eine Eigentumswohnung kostet

Sie spielen mit dem Gedanken, eine Eigentumswohnung zu erwerben? Dann werden Sie schnell feststellen, dass viel beachtet werden muss. Neben Rechtlichem spielen vor allem Finanzen eine große Rolle. Neben dem eigentlichen Kaufpreis der Wohnung müssen Sie einige weitere Kostenfaktoren berücksichtigen:

  • Wie kann ich den Kauf finanzieren?
  • Gibt es spezielle Förderungen?
  • Welche Ausgaben sind in Deutschland fest vorgeschrieben?
  • Welche zusätzlichen Kosten fallen an?
  • Und welche Kosten kommen auf mich zu, wenn die Wohnung abbezahlt ist?

Hier erhalten Sie Antworten auf die wichtigsten finanziellen Fragen.

In Deutschland ist der Gang zum Notar beim Wohnungskauf vorgeschrieben. Dafür fallen Kosten an. Diese betragen normalerweise etwa 1 – 1,5 Prozent des Kaufpreises. Von diesem ist auch die genaue Höhe abhängig. Ist der Kaufpreis höher, fällt der Prozentsatz niedriger aus. Außerdem wird bei der Kostenstellung eine eventuelle Grundschuld berücksichtigt.

Ebenfalls verpflichtend ist der Eintrag des Wohnungskaufes ins Grundbuch. Hierbei entstehen Kosten bei der so genannten Auflassungsvormerkung. Das ist die vertragliche Einigung zwischen dem Vorbesitzer der Wohnung und Ihnen. Nachdem Sie die Auflassungsvormerkung bezahlt haben, kann die Änderung zur Eintragung der Auflassung erfolgen. Dabei fallen erneut Kosten für Sie an. Ihre Eigentümerschaft besteht, sobald die Auflassung in das Grundbuch eingetragen wurde.

Neben den Kosten für den Notar und für die Auflassung fällt eine Grunderwerbssteuer an. Die Höhe der Steuer unterscheidet sich von Bundesland zu Bundesland. Rechnen müssen Sie mit einem Betrag in der Höhe von 3,5 bis 6,5 Prozent.

Benötigen Sie Hilfe bei der Suche nach der richtigen Wohnung, können Sie einen Makler beauftragen. Der Makler erhält eine Provision, die nicht gesetzlich festgelegt ist und frei vereinbart wird. Es bestehen jedoch bundeslandspezifische Richtwerte. Übernehmen Sie die Wohnung direkt von einem Bauträger, fallen keine Provisionen an.

 

Finanzierung

Sie können Ihre favorisierte Wohnung nicht auf einmal bezahlen? Das muss kein Problem sein! Vielleicht können Sie sich für ein Förderprogramm qualifizieren. Eine weitere Option ist der günstige Kredit der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau. Für alle Förderprogramme gelten bestimmte Kriterien, die Sie erfüllen müssen.

Um eine Sonderförderung zu erhalten müssen Sie meist planen, die Wohnung für den Eigenbedarf zu nutzen. Örtliche Förderungsprogramme betreffen oft junge Familien oder Menschen, die bereits lange ortsansässig sind. Können oder wollen Sie die Kriterien dafür nicht erfüllen, bleibt Ihnen die Möglichkeit, einen Kredit bei einer Bank aufzunehmen.

Der Kredit wird in das Grundbuch als Grundschuld eingetragen. Die Bank besitzt dann das so genannte Pfandrecht. Das bedeutet, dass das Geldinstitut Ihre Wohnung versteigern kann, sollten Sie nicht mehr in der Lage sein, Ihren Kredit zurückzuzahlen. Hierfür kann die Bank auch eine Wertermittlung der Wohnung veranlassen, für die Sie aufkommen müssen. Die Kosten dafür betragen zwischen 0,2 und 0,5 Prozent der Höhe Ihres Darlehens.

Wenn Sie einen Kredit aufnehmen, sollten Sie wissen, was „Zins“ und „Tilgung“ bedeuten. Zinsen sind die Kosten, die die Bank für die Kreditvergabe verlangt. Angegeben wird ein Prozentsatz. Die Höhe der Kosten ist also abhängig von der Höhe Ihres Kredits. Zinsen kommen zusätzlich zu dem Betrag, den Sie leihen, hinzu. Unter Tilgung ist der Betrag zu verstehen, der von dem geliehenen Betrag effektiv zurückgezahlt wird. Klar wird das an einem einfachen Beispiel:

Sie leihen sich von einer Bank einen Betrag in der Höhe von 100 000 Euro. Jährlich zahlen Sie 6000 Euro zurück, wobei der Zinssatz 4 Prozent und der Tilgungssatz 2 Prozent beträgt. Im ersten Jahr zahlen Sie also 2000 Euro Ihres Kredits ab. Die übrigen 4000 Euro sind Zinsen. Im Jahr darauf beträgt Ihre Schuld nur noch 98 000 Euro. Zahlen Sie weiterhin 6000 Euro zurück, steigt der Tilgungsbetrag auf 2080 Euro. Die Zinsen hingegen betragen nur noch 3920 Euro.

Beachten Sie auch, dass Sie das Darlehen eigenständig zurückzahlen müssen und nicht auf etwaige Mieter übertragen können. Kreditrückzahlungen für die Wohnung erlauben keine Mieterhöhung. Benötigen Sie eine Anschlussfinanzierung, können die Zinsen deutlich höher ausfallen als bei Ihrer ersten Finanzierungsspanne. Nutzen Sie deshalb wenn möglich die Option der Sondertilgung. Diese erlaubt Ihnen, den Kredit vorzeitig abzubezahlen und muss vertraglich mit dem Geldinstitut vereinbart werden.

 

Eigentumsnebenkosten

Von Kosten befreit sind Sie auch nicht, wenn die Wohnung abbezahlt ist! Als Eigentümer einer Wohnung müssen Sie Verwaltungskosten mittragen. Diese betragen etwa 20 – 30 Euro im Monat. Weiter müssen Sie Instandhaltungsrücklagen bilden für den Fall, dass eine Renovierung, Sanierung oder Unvorhergesehenes eintritt. Die Rücklagenhöhe ist nicht vorgegeben, allerdings bestehen Richtlinien.

Blauer Himmel, Garten, Schornstein
Bauen im Winter Wunderland

Bauen im Winter Wunderland

Früher, als noch Stein auf Stein gebaut wurde, war es ungewöhnlich im Winter zu bauen. Üblich war es im Frühling mit dem Bau zu beginnen, so dass im Herbst der Rohbau steht. Dadurch, dass keine Türen und Fenster vorhanden waren, konnte der Rohbau optimal trocknen. Es gab also eine Winterpause, die mehrere Wochen andauerte. In Leipzig, zum Beispiel, war es sogar gesetzlich verboten im Winter zu bauen.

Da die Winter allerdings immer milder werden, wird es auch immer einfacher im Winter sein Bauvorhaben weiter aus zu führen. Das heißt von November bis März können Sie trotz Schnee und kalten Temperaturen Ihr Traumhaus weiter verwirklichen.

Bauen mit bestimmten Baumaterialen

Natürlich ist Bauen im Winter denn mit Schwierigkeiten verbunden. Die Baumaterialien werden zwar immer weiter optimiert, doch eine Faustregel müssen Sie beachten: Unter fünf Grad Celsius sollten Sie nicht bauen.

Beton

Beton beispielsweise kann unter 5 Grad Celsius nicht richtig aushärten. Vor allem nicht, wenn das Wasser im Beton bei niedrigeren Temperaturen gar gefriert. Es gibt allerdings Zusatzstoffe, die dafür sorgen, dass der Beton auch bei Temperaturen um den Gefrierpunkt aushärten kann. Auch wenn immer innovativere Baustoffe auf den Markt kommen, erst bei Temperaturen über 5°C können Sie sich hundert prozentig darauf verlassen, dass der Beton richtig aushärtet.

Putzmörtel und Estrich

Auch für Putzmörtel gibt es sogenannte „Wintermischungen“. Bei unter 5°C kann der Putz allerdings an Festigkeit verlieren und wird rissanfälliger. Estrich sollten Sie am besten noch vor Weihnachten verlegen. So kann er bis zum nächsten Jahr vollständig trocknen. Folgende Voraussetzungen müssen Sie dabei beachten:

  • Lüften und Heizen Sie regelmäßig,. Dadurch wird Feuchtigkeit abtransportiert und das Schimmelrisiko verringert
  • Zum Heizen können Sie Baustellen-Beheizer
  • Eine andere Möglichkeit ist ein großes Zelt über Ihr zukünftiges Haus zu spannen. Das ist zwar ein großer Aufwand und somit auch teuer. Allerdings ist dies noch immer günstiger als eine Schimmelbeseitigung.

Holz

Auch bei Bauteilen aus Holz müssen Sie aufpassen. Denn wenn es feucht wird kann sich auch hier Schimmel bilden. Für den Dachstuhl zum Beispiel gibt es Planen zum Abdecken. Diese sind bis zu drei Monaten UVbeständig. Die Dämmung sollte auch in trockenen Monaten eingesetzt werden. Besonders weiche Dämmmaterialien, wie Mineralwolle, müssen trocken bleiben.

Mauersteine

Mauersteine sind besonders empfindlich. Sie sollten sie deshalb abdecken. Wird das Mauerwerk nass und das Waser gefriert, kann dies zu einer Sprengwirkung führen. Das ist so ähnlich als würden Sie eine Wasserflasche bei Minusgraden im Garten stehen lassen. Die platzt nämlich auch, wenn das Wasser gefriert. Das liegt daran, dass das Wasser sich beim Gefrieren ausdehnt.

Wenn also das Mauerwerk einmal gefroren ist, dürfen Sie auf keinen Fall weiter darauf bauen. Das Mauerwerk kann beschädigt sein und muss so schnell wie möglich repariert werden. Das bedeutet, dass Sie beschädigte Mauersteine austauschen müssen. Wie Sie merken, ist es also keine gute Idee im Winter mit dem Rohbau zu beginnen. Daneben gibt es gibt bestimmte Bauschritte, die Sie nicht im Winter ausführen sollten.

Weitere zu beachtende Aspekte

Für den Keller beispielsweise muss der Boden ausgehoben werden. Das ist bei einem gefrorenen Boden deutlich schwerer und aufwendiger. Wenn allerdings der Schnee schmilzt, sickert das Wasser in den Boden und macht ihn sehr weich. Das ist leichter zum Graben, erschwert jedoch den Abtransport der Erde. Sowohl für sehr harte Böden als auch für sehr weiche Böden werden bestimmte technische Maßnahmen und Geräte benötigt, die Ihre Kosten in die Höhe treiben.

Im Winter hingegen relativ gut möglich ist der Innenausbau. Sie müssen nur auf ausreichende Lüftung achten. Aufgepasst: Hier wiederholt sich die nicht-unter-5°C-Regel. Wassergebundene Baustoffe können ihre Materialeigenschaften und somit ihre Qualität bei zu niedrigen Temperaturen ändern. Das bedeutet, dass beispielsweise Kleber oder Mörtel weniger haften.

Allgemein lässt sich sagen, dass im Winter durch Frost, Nebel, Schnee und Regen vermehrt Feuchtigkeit vorhanden ist. Diese kann bekanntlich für Schimmel sorgen. Passen Sie also auf, dass Sie abwechselnd lüften und heizen, denn eine Schimmelbeseitigung ist ein sehr teurer und aufwendiger Prozess. Achten Sie auch auf eine flexible Zeitplanung und planen Sie unbedingt auch Verzögerungen ein.

Diese können vor allem beim Bauen im Winter auf Sie zukommen.  Denn in der kalten Jahreszeit dauern bestimmte Bauabschnitte länger. Zum Beispiel müssen Sie längere Trockenzeiten einhalten. Unvorhersehbare Kälteperioden können Sie zu einer Pause zwingen. Beobachten Sie also möglichst genau und regelmäßig den Wetterbericht, sodass Sie eventuell extremes Wetter einplanen und in den Bau Ihres Hauses einbeziehen können.

Sie kennen es sicher selbst: Im Winter fühlen Sie sich schlapper und unmotivierter als im Sommer, bei sonnigem Wetter. Genauso ergeht es den Arbeitern auf der Baustelle auch. Vor allem in der Kälte arbeiten Menschen weniger leistungsstark als bei warmen Wetter. Das bedeutet also, dass im Winter der Bauprozess auch wegen der geringeren Leistung verlangsamt wird.

Ein Hausbau im Winter ist also grundsätzlich möglich, aber nicht optimal. Wichtig sind erfahrene Planer und Architekten, die das gewisse Knowhow mitbringen. So meistern Sie die Herausforderung Bauen im Winter ohne große Probleme.

Ein Nachteil ist, dass Sie mit höheren Kosten rechnen müssen, wenn Sie im Winter weiter bauen.  Schutzplanen, Baustellen-Beheizer, spezielle Baustoffe und Maschinen stellen einen höheren Aufwand dar und sind demnach teuer.

Die optimale Jahreszeit

Doch welche Jahreszeit ist die beste um einen Bau zu beginnen? Ein Einfamilienhaus neu zu bauen braucht im Durchschnitt ein Jahr. Das bedeutet das Bauprojekt durchläuft alle Jahreszeiten. Lesen Sie hier, wann der ideale Zeitpunkt ist, ein Bauvorhaben zu starten.

Im Frühling werden die meisten Häuser gebaut. Es gibt also eine hohe Nachfrage an die Baufirmen. Ist die Nachfrage hoch, so ist das Angebot knapp und der Preis sehr hoch. Beginnen Sie dennoch im Frühling mit dem Bau, können Sie im Winter allerdings schon mit einem dichten Gebäude mit Fenstern und Türen rechnen. Die Gebäudehülle ist also bis zum Winter fertig und Sie müssen Sich nur noch auf den Innenausbau konzentrieren.

Sie konnten im Frühjahr nicht mit der Realisierung Ihres Traumhauses starten? Der Starttermin hat sich in den Sommer verschoben. Während der heißen Jahreszeit müssen sich die Bauarbeiter beeilen, sonst ist der Rohbau bis zum Winter noch nicht fertig.

Da bis zum Winter die Gebäudehülle stehen muss, kann es passieren, dass die Arbeiter sich nicht zuverlässig an die vorgegebenen Trockenphasen halten und einfach weiter bauen. Pfusch am Bau kann fatale Folgen haben. Denn werden die Trockenphasen nicht eingehalten, so kann die Standfestigkeit Ihres Hauses nicht mehr gewährt werden. Zudem verlieren Sie viel Geld und Nerven für die nachträglichen Reparaturen.

Das heißt im Sommer mit dem Bau zu beginnen ist eine knappe Kalkulation. Genauso wie kalte Temperaturen, können auch sehr warme Temperaturen Baustoffen schaden. Beton beispielsweise muss nachbehandelt werden, wenn er bei heißen Temperaturen ausgetrocknet ist. Sie können zwar den Beton dauerhaft befeuchten und abdecken. Das verursacht aber wiederum einen hohen Aufwand. Die ideale Temperatur für das Arbeiten mit Beton ist 16°C.

Der Herbst ist deshalb die ideale Jahreszeit um einen Bau zu beginnen. Bis zum Winter sind zumindest schon mal der Rohbau und das Dach fertig. Über Fenster und Türen müssen Sie sich noch keine Gedanken machen. Die kalte Luft kann das Haus richtig trocknen. So ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass Schimmelpilze in Ihr Haus einziehen, bevor Sie es tun. Im Winter können Sie sich dann in Ruhe um den Innenausbau kümmern.

Im Winter mit dem Hausbau zu beginnen, ist am aufwendigsten, riskantesten und kostenintensivsten. Bauschritte werden durch lange Trockenphasen in die Länge gezogen und eventuell müssen sogar Baupausen eingelegt werden. Darüber hinaus sind bestimmte Baumaterialien nicht kältebeständig und können nicht die gewohnte Qualität aufweisen.

Morgens muss zudem die Baustelle von Eis und Schnee befreit werden und abends muss die Baustelle wieder ordentlich abgedeckt werden. Das nimmt viel Zeit in Anspruch. Darüber hinaus brauchen die Arbeiter einen Ort, wo sie sich wieder aufwärmen können.

Die Wahrscheinlichkeit allerdings gering, dass Sie sich als Bauherr einen festen Zeitpunkt aussuchen können. Denn der Baustart hängt von der Dauer der Entscheidungen über Kreditzusagen, Baugenehmigungen, Architekten und Baufirmen ab. Solange sie einen erfahrenen Planer beauftragen, ist der Bau jedoch zu jeder Jahreszeit möglich.

Fertighäuser im Winter bauen

Fertighäuser werden immer beliebter, denn sie bieten viele Vorteile:

  • Die Bauteile eines Fertighauses sind industriell hergestellt und lassen sich direkt zur Baustelle liefern
  • Fertighäuser haben eine kurze Bauzeit
  • Sie können Musterhäuser besichtigen
  • Es gibt eine abgestimmte Haustechnik
  • Sie sparen viel Energie ein

Ein weiterer Vorteil: Der Aufbau ist witterungsunabhängig. Sie können Fertighäuser dank der vorgefertigten Bauteile problemlos auch im Winter aufbauen. Schnee kann schnell weg gefegt werden und bei Regen kann man die Wände mit einer Plane schützen.

Da die Türen und Fenster schon eingebaut sind, steht die Gebäudehülle recht bald. Das kann idealerweise sogar schon nach zwei Tagen geschehen sein! Durch die dichte Gebäudehülle kann keine Feuchtigkeit eindringen. Sie müssen Sich nicht ständig ans Lüften und Heizen erinnern und es bildet sich kein Schimmel.

Auch der Estrich-Einbau stellt kein Problem dar, denn die Gebäudehülle steht bereits. Sie müssen nur für genug Wärme sorgen, damit alles gut trocknen kann.

Bauen im Winter: Vor- und Nachteile

Hier finden Sie zusammengefasst welche Vor- und Nachteile es beim Bauen im Winter gibt.

Die Vorteile

  • Es muss keine lange Baupause eingelegt werden
  • Ihr Traumhaus wird somit möglichst schnell einziehbereit sein
  • Bei den immer öfter genutzten Fertighäusern ist ein Aufbau im Winter problemlos und risikoarm

Die Nachteile

  • Es ist aufwändig und kann die Kosten in die Höhe treiben
  • Es muss sich an bestimmte Vorschriften (Trockenphasen, Temperatureinschränkungen) gehalten werden
  • Sonst erhöht sich das Risiko für Schäden

Ihre Baustelle muss also keinen Winterschlaf halten. Sie können im Grunde ununterbrochen Ihr Haus weiterbauen, solange Sie sich an die bestimmten Vorschriften halten. Bleiben Sie geduldig und warten Sie die Trockenzeiten ab. Ansonsten kann sich das Haus Ihrer Träume in einen Albtraum verwandeln. Läuft der Bau allerdings reibungslos, können Sie bald Ihr Eigenheim einrichten, darin einziehen und sich wohlfühlen.

Richtig Heizen und Lüften im Winter

Energiesparen durch Heizen und Lüften

Die Einstellung des Thermostats

Das richtige Heizen und Lüften im Winter will geübt sein. An sich sollten Sie die Heizung frühestens im Oktober aufdrehen und spätestens im April abschalten. Die Monatsangaben sind natürlich abhängig von der Region und können dementsprechend abweichen.

Das Thermostat gibt nur die Wunsch-Temperatur an, nicht aber die Heiz-Geschwindigkeit. Volles Aufdrehen des Thermostats führt also nicht zu einer schnelleren Raum-Erwärmung sondern zu einer zu starken Erhitzung. Aber so schön Geld und Energie sparen auch ist, mehr ist nicht immer mehr. Kalte Luft nimmt weniger Wasser auf als warme. Wenn sich die Raumluft nachts zu stark abkühlt kondensiert die enthaltende Feuchtigkeit an der kalten Wand – und kann zu Schimmel führen.

Grundsätzlich gilt: schalten Sie auf keinen Fall die Heizung ab an kalten Tagen! Sie, als Mieter, sind verpflichtet zumindest den Frostschutz einzustellen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass Leitungen einfrieren.

Wenn sie Energie sparen wollen, empfiehlt es sich dennoch den Heizkörper etwas abzusenken. Pro gesenktem Grad sparen sie bis zu 6% der Energiekosten! Und das bereits, wenn die Wohnräume nur wenige Tage oder nachts nicht genutzt werden! Die meisten modernen Häuser sind so gut gedämmt, dass die Temperatur gehalten wird.

Handelt es sich aber um einen Zeitraum ab einer Woche, ist es effizienter den Frostschutz einzustellen. Es lohnt sich dann kostentechnisch bei der Rückkehr in die ungenutzten Räume diese wieder einzuheizen.

Allgemein gilt, dass schlecht gedämmte Gebäude oder Leichtbauhäuser einen hohen Energieverlust verzeichnen. Deshalb können sie, durch das nächtliche Herunterdrehen des Heizkörpers, sparen. Bei dieser Vorgehensweise gilt jedoch zu beachten, dass der Heizkörper dann langsam stufenweise wieder erhitzt werden sollte. Die erhitzte Heizungsluft kondensiert an der kalten Außenwand. Dadurch bildet sich Tauwasser und damit erhöhte Schimmel-Gefahr.

Richtiges Lüften im Winter

Diese lässt sich durch richtiges Lüften vermeiden. Doch auch hierbei gibt es im Winter einiges zu beachten. Zu warme Luft sorgt für trockene Schleimhäute, da Feuchtigkeit schneller verdampft. Zu viel kalte Luft kann für Kondenswasser und damit sogar Schimmel im Mauerwerk sorgen.

Dies entsteht zum Beispiel bei gekippten Fenstern, was zum Auskühlen der Wände führt. Besser ist ein 5 bis 10-minütiges Stoßlüften mindestens 2-mal am Tag. Der effektivste Luftaustausch entsteht beim Querlüften. Hierdurch entweicht nur verbrauchte Luft und auch nur diese Wärme, wodurch der Raum nicht komplett auskühlt.

Bekanntlich soll das Thermostat vor und während des Lüftens geschlossen werden. Ansonsten versucht der Heizkörper die geregelte Temperatur zu halten und wird dadurch heißer als nötig.

Richtige Isolation und Dämmung

Deshalb empfiehlt sich in eine gute Dämmung zu investieren. Diese schützt vor hohem Wärme- und damit Energieverlust. Außerdem reduziert sie die Schimmelgefahr. Diese ist besonders bei Wärmebrücken vorhanden. Also dort, wo verwendete Materialien und geometrische Gegebenheiten Wärme an die Außenwände leiten.

Die Außenwand in Heizkörpernischen ist beispielsweise dünner als reguläre Außenwände. Hier verliert der Raum besonders viel Wärme. Vermeiden können Sie das durch eine Isolationsschicht direkt hinter dem Heizkörper. Bereits für wenig Geld bekommen Sie Dämmstoffplatten im Baumarkt. Besonders Aluminium beschichtete Platten sind empfehlenswert, da diese die Wärmestrahlung reflektieren. Dadurch reduzieren Sie den Wärmeverlust.

Abhilfe gegen undichte Fenster und Türen bieten selbsthaftende Schaumstoffstreifen, Bürstendichtungen und Gummidichtungen bzw. Profildichtungen. Durch diese einfach anbringbaren Helfer lässt sich der Verlust von Wärme durch Zugluft vermeiden. Diese Methoden sind günstiger als ein kompletter Austausch von Tür oder Fenster. Jedoch ist es wichtig zu beachten, dass auch die Dichtungen erneuert werden müssen, um effizient zu bleiben.

Eine weitere, günstige Möglichkeit sind Vorhänge, Jalousien und Rollläden. Sie verringern den Wärmeanteil, welcher durch undichte Fenster nach außen dringt, um bis zu 20%. Dadurch kühlt das beheizte Zimmer nicht so schnell aus.
Achten Sie darauf, dass die Heizung nicht zugestellt ist. So kann die Luft zirkulieren und staut sich nicht. Ansonsten muss die Heizung stärker arbeiten als benötigt und verbraucht dementsprechend Energie.

Wichtig ist auch, die Heizungsanlage zu dämmen. Diese befindet sich nicht in den Wohnräumen. Sie soll die Wärme weiterleiten und nicht, an den sie umgebenden Raum, abgeben.
Für neue Dämmungen gibt es Fördermittel.

Stellen Sie Ihre Heizung richtig ein

Wie schon erwähnt, lassen sich bereits durch nur ein Grad weniger viel Energie und Kosten sparen. Seien sie sich bewusst, dass in jedem Zimmer eine andere Ideal-Temperatur herrscht.
Die optimale Temperatur tagsüber liegt bei normalerweise 18 bis 20 Grad, also Heizstufen 2-3. In den ungenutzten Räumen reicht die Stufe 1 für ca. 14 Grad. Im Bad ist eine Mindesttemperatur von 15 Grad empfehlenswert um Schimmelbildung zu vermeiden. In Schlafzimmer und Küche darf es bis zu 4 Grad kälter sein, also um die 16 Grad.

Energie sparen können Sie durch das nächtliche Abdrehen des Thermostats. Wie bereits erwähnt, bei schlecht gedämmten Häusern auf Frostschutz einstellen, bei gut gedämmten auf ca. 14 Grad. Ob es sich in Ihrem Zuhause lohnt die Heizung abzudrehen, finden sie durch folgenden Test heraus:

Schalten Sie bei 0 Grad Außentemperatur in der Nacht die Heizung ab. Die Temperatur-Differenz am nächsten Morgen zum vorherigen Abend gibt Auskunft über Speicher-Fähigkeit des Gebäudes. Je höher der Verlust, desto sinnvoller das nächtliche Heizen mit niedriger Temperatur.

Bei gut gedämmten Häusern übersteigt das Neu-Aufwärmen des Raumes die Einsparung durch das Ausschalten. Deshalb sollten Sie beim Abdrehen der Heizung nicht zu weit von der Optimal-Temperatur abweichen. Hier lohnt es sich nicht. Die Heizung heizt nach dem Abdrehen noch nach. Deshalb können sie ohne Wärmeverluste bereits 30 Minuten vor dem Schlafen den Heizkörper abdrehen.

Auch wenn niemand zuhause ist, lohnt es sich die Wärmezufuhr zu verringern und erst bei Heimkehr wieder zu erhöhen. Hier ist eine Investition in eine automatische Heizkörper-Steuerung eine Überlegung wert. Diese programmierbaren Thermostate sorgen für einen optimalen Heizzyklus über Handy-Apps oder Bluetooth. So werden nur die Räume beheizt, die genutzt werden und der Heizzyklus ist individuell auf jeden Raum abgestimmt.

 

Weitere Tipps zum Energiesparen im Winter

    • Entlüften Sie Ihre Heizkörper sobald sie beginnen zu gluckern und füllen sie Wasser in das Heizungssystem nach. Geräusche der Heizkörper signalisieren, dass das Leitungssystem nicht voll mit Wasser gefüllt ist und sich nicht mehr richtig aufheizt.
    • Nutzen sie Gas statt Strom oder Öl zum Heizen um Kosten zu sparen. Mit einer Wärmepumpe können Sie noch mehr sparen, nämlich bis zu 50% der Kosten.
    • Ein hydraulischer Abgleich hilft Ihnen zusätzlich die Vorlauftemperatur der Heizung zu senken und alle Heizflächen mit der nötigen Wärme zu versorgen
    • Beleuchten Sie Ihr Zuhause in der dunklen Jahreszeit mit LED- und Energiesparlampen. Diese sparen 80 – 90% Energie und sind besonders effizient in Kombination mit Bewegungsmeldern.
    • Trocknen Sie feuchte Kleidung nicht in Wohnräumen. Ansonsten bestehen Schimmel-Gefahr und es entstehen zusätzliche Heizkosten.
    • Vermeiden Sie Querheizen indem Sie Türen schließen. Dieses erfordert nämlich mehr Leistung. Außerdem wird Schimmel begünstigt, da Feuchtigkeit aus wärmeren Räumen in kältere getragen wird und dort kondensiert.
    • Finden Sie die Heizkennlinie, also die optimale Einstellung für Ihren Kessel bei bestimmter Außentemperatur.
Architektur, Flachdach, Stein
Die aktuellen Bautrends • innovativ und zukunftsweisend

Die Bautrends der Zukunft

Bestimmt hatten auch Sie schon einmal den Gedanken vom Eigenheim. Um diesen Traum zu verwirklichen, möchten Sie vermutlich am liebsten gleich morgen anfangen. Zur erfolgreichen Errichtung müssen Sie allerdings an Einiges denken. Dies sind beispielsweise eine vorausschauende Planung für die Familie sowie auch das Alter. Und am besten ist das Ganze dann noch so energiesparend und individuell wie nur möglich. In diesem Blog-Beitrag stellen wir Ihnen fünf aktuelle Bautrends und Technologien zum Thema Hausbau vor. Bestimmt finden Sie hier einen Bautrend, der genau Ihren Vorstellungen entspricht. oder noch paar Anregungen zu Ihrem persönlichen Traumhaus!

Der Bungalow: Zukunftsorientiertes Bauen

Bungalows gewinnen in den letzten Jahren immer mehr Aufmerksamkeit bei Bauherren und Architekten. Sie sind als eingeschossiges Haus modern und praktisch. Die Lifestyle-Bauform mit offenen Grundrissen versinnbildlicht Modernität und Eleganz. Zudem können Sie die Räume nebeneinander anordnen, wie es Ihnen persönlich am besten gefällt. Somit können Sie den Grundriss Ihres Traumhauses ganz individuell erstellen.

Ein Bungalow eignet sich aufgrund des ebenerdigen Zugangs besonders für Familien mit Kindern. Hier gibt es kaum Stolperfallen und die Kleinen können immer schnell in den Garten flitzen. Aber auch für ältere Menschen, denen das Treppensteigen schwer fällt, bietet sich ein Bungalow hervorragend an. Viele Hausherren möchten zukunftsorientiert bauen und entscheiden sich deshalb für einen schicken Bungalow mit großer Terrassen- und Gartenfläche.

Ihre Vorteile

  • barrierefreies Wohnen
  • viel Spielraum dank individueller Gestaltungmöglichkeit
  • moderne und offene Raumkonzeption
  • gute Energiebilanz

Ihre Nachteile

  • Benötigt große Grundfläche zum Bau
  • Viel Dach- und Wandflächen bringen höhere Baukosten

Das Holzhaus: Ein ökologischer & nachhaltiger Wohnraum

Am beliebtesten ist der Bautrend Holzhaus bei Familien mit kleinen Kindern. Hauptgrund ist die Möglichkeit, sehr individuell bauen und einrichten zu können. Die Fantasie vom kleinen, kuschligen Eigenheim wird hiermit greifbar. Fast jeden Ihrer Wünsche können Sie hier umsetzen!

Holz vermittelt nicht nur ein gesundes und natürliches Wohnklima, sondern hat auch gute Wärmedämm-Eigenschaften. So können Förder-Richtlinien der KfW-Förderbank auch mit einem Holzhaus problemlos eingehalten werden. Zudem geben Naturbaustoffe wie Holz in der Regel keine Schadstoffe ab und sind deshalb besonders gut für Allergiker geeignet. Ein Beispiel für ein energieeffizientes Fertighaus ist das Schwedenhaus. Je nach Modell lässt sich der Traum vom einzugsfertigen Holzhaus schon in 4 -6 Monaten erfüllen.

Ihre Vorteile

  • energieeffizient und nachhaltig
  • gesundheitliche Vorteile durch ein natürlich gesundes Wohnklima
  • kurze Bauzeiten

Ihre Nachteile

  • Holz als Baustoff benötigt viel Pflege
  • Fehler bei der Bauausführung können sich später gravierend auswirken
  • Erstklassige Qualität des Baustoffes ist Grundvoraussetzung und kann kostspielig werden

Energie sparen mit intelligenter Gebäudetechnik

Die smarte Gebäudetechnik umfasst elektrische Türen und Garagentore, Überwachungssysteme, programmierbare Belüftungs- und Lichtsysteme, automatische Regulierung der Heizung, und vieles mehr. Die elektronisch gesteuerten Einrichtungen sind aber nicht nur komfortabel und  zeitsparend, sondern bergen zudem ein ungeahntes Energiesparpotential. Ein Bautrend, der Ihnen für die Zukunft viel verspricht!

Insgesamt können Sie mit einem Smart Home unter gewissen Bedingungen bis zu 45 Prozent Ihres Energieverbrauchs einsparen. Dies gelingt, indem Sie zum Beispiel Sonnenschutz, Einzelraumtemperatur, Beleuchtung und Belüftung automatisieren lassen. Die intelligente Gebäudetechnik kann meist sogar schon über Ihr Smartphone gesteuert werden. Wie reparaturanfällig bzw. haltbar die Systeme sind und wie lange jeweils Ersatzteile zur Verfügung stehen, wird sich allerdings erst in der Zukunft erweisen.

Ihre Vorteile

  • Energieeinsparungen von bis zu 45%
  • deutlich erhöhter Wohn- und Lebenskomfort
  • immense Wertsteigerung Ihrer Immobilie

Ihre Nachteile

  • Probleme rund um Datenschutz und Privatsphäre
  • Hohe Anschaffungskosten bei der Installation eines Heimautomatisierungs-Systems
  • viele Systeme sind noch nicht ganz ausgereift

Umweltbewusstes Bauen mit regenerativen Energiequellen

Umweltbewusste Bautrends sind derzeit ein allgegenwärtiges Thema. Bereits seit vielen Jahren jedoch setzen Bauherren schon verstärkt auf energieeffizientes, nachhaltiges Bauen. Mit einem Solareffizienzhaus wird die Sonnenenergie in Strom bzw. Wärme umgewandelt. Diese können Sie dann für den Eigenbedarf nutzen. Somit sind Sie unabhängig von teuren Energieträgern, wie beispielsweise Braunkohle oder Kernenergie.

Auf lange Sicht können Sie so dauerhaft Energie sparen. Denn erneuerbare Energien sind ausschlaggebend für die nachhaltige Energieversorgung der Zukunft! Das ist nicht nur nachhaltig für Ihre laufenden Energiekosten, sondern schützt zudem auch die Umwelt. Dies können Sie beispielsweise durch die Installation von Photovoltaikanlagen ermöglichen.

Ihre Vorteile

  • Stromerzeugung ohne Schadstoffausstoß
  • bis zu 700€ jährlich an Stromkosten einsparen
  • KfW-Förderung möglich

Ihre Nachteile

  • keine gleichmäßige Stromeinspeisung durch Wetterbedingungen möglich
  • Speichermöglichkeiten sind derzeit noch sehr kostspielig
  • Hohe Investitionskosten

Bautrend Wärmedämmung: Effizient und platzsparend

Zu den Evergreens der Bautrends gehört auch eine effiziente Wärmedämmung. Mit dem richtigen Dämmmaterial können Sie Heizkosten langfristig einsparen. Bei Häusern mit begrenztem Platzangebot stehen extrem dünne Dämmstoffe, wie zum Beispiel Vakuumisolationsplatten, hoch im Kurs.

Bei der Auswahl des richtigen Dämmstoffes sollten Sie darauf achten, dass das Material eine geringe Wärmeleitfähigkeit hat. Das bedeutet also, dass dieses bei Temperaturschwankungen wenig Wärme nach außen abgibt. Weitere wichtige Faktoren sind die Haltbarkeit sowie auch die Brenneigenschaften. Beachten Sie weiterhin, wie umweltbelastend das Material während der Phase der Nutzung und bei der Entsorgung ist.

Massivhaus oder Fertighaus?

Häufig stehen Sie als Bauherr vor der Qual der Wahl: Fertighaus oder Massivhaus? Eine generelle Antwort auf die Frage, welcher Baustil besser ist, gibt es leider nicht. Unabhängig davon stehen die oben genannten Hausbau-Trends für alle Haustypen hoch im Kurs. Dazu gehört insbesondere der Bautrend zur Energieeffizienz. Immer häufiger wird bei dem neuen Eigenheim aber auch auf eine zukunftsorientierte und natürliche Bauweise gesetzt. Mit komfortabler intelligenter Gebäudetechnik können Sie zudem langfristig viel Zeit und Geld einsparen.

Die Vorteile eines Massivhauses

Das Massivhaus wird aus natürlichen Steinen gemauert. Da diese dazu in der Lage sind, Wasserdampf aufzunehmen und wieder abzugeben, sorgen sie für ein besonders gesundes Klima im Haus. Die massiven Wände speichern Wärme optimal. Im Inneren eines Massivhauses bleibt es im Winter warm und im Sommer kühl. Wenn Sie sich für die moderne DuoTherm-Bauweise entscheiden, profitieren Sie zusätzlich von der innovativen und effektiven Dämmung der Wände. Diese sorgt für ein gesundes Raumklima und spart zudem gleichzeitig Energiekosten. Auch hinsichtlich Schall- und Brandschutz sind die schweren Steine optimal. Massivhäuser können problemlos mehr als hundert Jahre überdauern und sind somit eine echte Wertanlage.

  • Individuell planbar
  • Sommerlicher und winterlicher Wärmeschutz vorhanden
  • Gute Schall- und Brandschutzeigenschaften
  • Sehr gutes Raumklima
  • Gute Wertanlage und Wertbeständigkeit

Die Nachteile eines Massivhauses

Wenn Sie es mit der Verwirklichung Ihres Traumhauses eilig haben, so müssen Sie sich wohl oder übel etwas gedulden. Es dauert je nach Größe des Hauses um die acht Monate oder mehr, bis ein Massivhaus fertig ist. Dies liegt unter anderem daran, dass bei dieser Bauweise auch die Trocknungszeiten berücksichtigt werden müssen. Zudem ist der Bau wetterabhängig, was bedeutet, dass beispielsweise an sehr kalten Tagen nicht gearbeitet werden kann. Außerdem sind Massivhäuser in derRegel teurer als Fertighäuser.

  • längere Bauphase
  • Wetterabhängigkeit
  • höhere Baukosten

Die Vorteile eines Fertighauses

Ein Fertighaus wird von einzelnen Unternehmen zumeist schlüsselfertig angeboten. Die Auswahl an Haustypen, Grundrissen und Materialen ist hier sehr groß. Diese können Sie sich sogar in vielen Musterhaussiedlungen ganz genau ansehen. Die Wände, das Dach und die Decken des Fertighauses werden in großen Hallen vorgefertigt. Nun können sie nach dem Baukastenprinzip auf der Baustelle in kürzester Zeit zusammengesetzt werden. Die verwendeten Materialien für den Rohbau des Hauses beschränken sich zumeist auf Holz. Der Aufbau erfolgt in Holzrahmenbauweise. Die Kosten für ein Fertighaus sind durch die Standardisierung der Häuser außerdem wesentlich niedriger.

  • kürzere Bauzeit
  • Besichtigung von Musterhäusern möglich
  • niedrige oder fixe Baukosten
  • wetterunabhängiger Bau

Die Nachteile eines Fertighauses

Zwar erfreuen Sie sich bei Ihrem Fertighaus einer kürzeren Bauzeit, dennoch ist die gestalterische Freiheit beim Grundriss stark eingeschränkt. Individuelle Umsetzungen Ihrer Wünsche sind meist entweder mit hohen Kosten verbunden. Manche sehr spezielle Vorstellungen können leider gar nicht realisiert werden. Zudem erwartet Ihr Fertighaus eine kürzere Lebensdauer.

  • Eingeschränkte individuelle Gestaltung und Planung von Grundriss und Architektur
  • geringere Schalldämmung der Wände und Decken
  • weniger wertbeständig als ein Massivhaus, vergleichsweise niedriger Wiederverkaufswert

Individuell und beständig oder doch lieber schnell und günstig? Die Entscheidung liegt ganz bei Ihnen. Fertig- und Massivhäuser bringen jeweils Vor- und Nachteile mit sich.

Autoren: Stefan Nowak/Sarah Kohn

Blumenwiese, Baum blauer Himmel
Das Schwedenhaus • Energieeffizienz trifft idyllischen Charme

Das Schwedenhaus – Fertighaus mit Charakter

Traditionelle Häuser aus Schweden versprühen ein ganz eigenes Flair. Sie bringen Gemütlichkeit und schaffen ein idyllisches Heim mit natürlicher Wärmedämmung. Zudem sind sie von ganz besonderer Schönheit. Bestimmt kennen Sie die typische schwedenrote Fassade mit den weißen Fenstern. Ein sogenanntes Schwedenhaus bietet Ihnen die perfekte Kombination aus Naturverbundenheit, traditionellem Charme und zeitgemäßem Lebensstil. Die schwedische Bauweise ist dabei nicht nur unkompliziert, sondern auch herrlich gemütlich. Besonders bei Familien erfreut sich das Schwedenhaus wachsender Beliebtheit. Denn dieses hat nicht nur gesundheitliche und ökonomische Vorteile zu bieten. Es ist nämlich ganz besonders energieeffizient.

Was ist ein Schwedenhaus?

Das Schwedenhaus kam in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg nach Deutschland. Denn damals wurden im Zuge des Wiederaufbaus besonders viele Fertighäuser aus Schweden importiert. Somit wurde das Schwedenhaus dann schon bald zum Zeichen für besonders gute Qualität. Über die Jahre hinweg wurde diese Bauweise dann als praktische und vor allem schnelle Lösung zum Wiederaufbau genutzt. Aber gleichzeitig steht die nostalgische Hausform auch für das romantische Bild vom traditionellen Eigenheim.

Ein Schwedenhaus ist immer ein Holzhaus und zählt somit nicht zu den Massivhäusern. Die Wände bestehen dabei schlicht aus einem Holzrahmen und einer Holzschalung. Diese Wandkonstruktion ist mehrschalig, solide und diffusions-offen. Die Fassade wird traditionell mit vertikalen oder horizontal ausgerichteten Holzlatten verkleidet. Ab und zu wird dieser Haustyp auch in Blockbauweise errichtet.

Der Begriff „Schwedenhaus“ ist in den 1980er Jahren entstanden. Übrigens stammt die Bezeichnung zwar aus Schweden, umfasst jedoch auch Häuser, die in Norwegen oder Dänemark zu finden sind und ebenfalls in diesem Stil gebaut werden. Außerdem ist diese Bezeichnung nur im deutschsprachigen Raum üblich. In den skandinavischen Ländern wird sie eigentlich nicht verwendet.

Der skandinavische Charme

Seinen einzigartigen Charakter erhält das Schwedenhaus durch die Holzoptik, die farbige Außenfassade und die klassische Form. Diese wird mit einem Satteldach oder Zwerchdach abgerundet. Dabei ist eine Erweiterung des Dachs durch einen Kapitäns- oder Friesengiebel über dem Eingangsbereich besonders beliebt. Denn das verleiht dem Haus nicht nur das heimelige Gesicht, sondern schafft gleichzeitig auch mehr Raum. Typische Farben sind das charakteristische Schwedenrot (auch „falunrot“ genannt), ein helles Blau, oder aber auch ein hellgelber Farbton. Es gibt aber viele weitere hübsche Farbvarianten für die beliebte skandinavische Fassadengestaltung. Weiße Sprossenfenster und weiß gestrichene Dachlatten sind weitere Merkmale, an welchen Sie ein klassisches Schwedenhaus erkennen können.

Vom traditionellen Schwedenhaus über die modernisierte Variante bis hin zum puristischen Schwedenhaus – es sind also fast keine Grenzen gesetzt. Jedes Schwedenhaus ist maßgeschneidert. Sie bestimmen die Art und die Größe, die Ausstattung und die Raumaufteilung. Auch die Fassadenfarbe, die Fenster und Türen können Sie individuell gestalten. Es gibt sie in ursprünglicher Bauweise als traditionelle Variante oder als Fertighaus mit einer modernen Zusammensetzung verschiedener, nachhaltiger Bausubstanzen.

Was macht das Schwedenhaus so besonders?

Die Quintessenz ist Holz! Holz ist ein leichter Baustoff, und dennoch ist er hoch belastbar. Die individuellen Gestaltungsmöglichkeiten sind aufgrund dieser Eigenschaften nahezu unbegrenzt.

Schwedenhäuser verfügen über ein gesundes und behagliches Raumklima. Dies liegt daran, dass Holz von Natur aus ein feuchteregulierender Baustoff ist. Durch die ständige Aufnahme und Abgabe von Feuchtigkeit herrscht in einem Schwedenhaus zu jeder Jahreszeit ein gleichbleibendes und angenehmes Wohnklima. Auch die Dämmeigenschaften sind hervorragend. Die Hülle des Gebäudes erfüllt die Anforderungen der strengen deutschen Energie-Einsparverordnung (EnEV).Ihr Schwedenhaus bleibt dadurch im Winter gemütlich warm und im Sommer angenehm kühl.

Bei einem Haus, in welchem viel Holz verbaut wird, ist das Raumklima merklich anders. Im Falle von Schwedenhäusern sind es qualitativ hochwertige Holzarten, die Langlebigkeit garantieren. Zudem sorgt der Baustoff Holz aber auch für einen wohngesunden Innenbereich. Darüber hinaus bringen sie ökologische Vorteile mit sich, die ebenfalls nur auf den natürlichen Baustoff Holz zurückzuführen sind.

Unabhängig von der modernen Wärmedämmung und Feuchtigkeitsregulierung ist bei Innen- und Außenwänden  gestalterisch ebenfalls alles möglich. Auch für alle Allergiker eignet sich das Wohnen in einem Schwedenhaus hervorragend. Durch die stetige Regulierung der Luftfeuchtigkeit haben Hausstaub, Milben, Schimmel oder Pilze kaum eine Chance.

Nachhaltig und Ökologisch

Als zu Beginn der 1990er Jahre immer mehr Wert auf Nachhaltigkeit und somit auf eine ökologische Bauweise gelegt wurde, wurde das Schwedenhaus zum Symbol von gesundem Wohnen. Denn dank seiner natürlichen Bauweise und der positiven Eigenschaften des verwendeten Holzes hat das Schwedenhaus viele Vorteile gegenüber anderen Häusern.

Ein Schwedenhaus steht insbesondere für Nachhaltigkeit. Denn Holz ist ein nachwachsender Rohstoff und verfügt über die günstigsten ökologischen Eigenschaften:

  • stetiges Nachwachsen
  • relativ energiearme Verarbeitung
  • weitgehende Wiederverwertbarkeit
  • Bindung von CO2

Das stetige Nachwachsen und die Wiederverwertbarkeit sind nur zwei von vielen positiven Eigenschaften des Materials! Im Gegensatz zu anderen Baustoffen, die mit hohem Energieaufwand hergestellt werden müssen, stellt Holz als natürlicher Baustoff einen umweltfreundlichen Werkstoff dar. Wird dieser dann auch richtig eingesetzt, kommt er sogar vollkommen ohne Giftstoffe aus.

Was kostet ein Schwedenhaus?

Die Baukosten für ein Schwedenhaus sind im Verhältnis zu anderen Häusern weder maßgeblich höher noch niedriger. Die Kosten für ein 100 m² großes Objekt würden sich in der Regel auf 120.000 Euro bis 160.000 Euro belaufen. Schlüsselfertig können Sie ein Schwedenhaus ab 130.000 € bekommen; als Ausbauhaus sollten Sie mit einem Preis ab ca. 90.000 € rechnen. Die Grenzen nach oben sind dagegen natürlich offen. Besondere Wünsche, neueste Energiegewinnungssysteme und -standards können das Budget stark beanspruchen. Nichtsdestotrotz sprechen viele Faktoren dafür, ein Schwedenhaus zu kaufen oder zu bauen. Wenn Sie also anstelle eines schlüsselfertigen Schwedenhauses auf ein Ausbau- oder Bausatzhaus zurückgreifen, können Sie sich so Einiges an Startkapital sparen.

Sparsam im Energieverbrauch

Übrigens sind Schwedenhäuser sehr sparsam im Energieverbrauch. So schonen Sie die Umwelt ebenso wie Ihre Kosten. Die Holzbauweise verschafft Schwedenhäusern einen enormen Vorteil gegenüber anderen Bauweisen, da Holz sehr gute Dämmeigenschaften besitzt und dadurch energiesparend wirkt. Somit erfüllen alle Schwedenhäuser bereits die strengen Förderrichtlinien eines KfW-Effizienzhauses 55 und Sie können die staatliche Förderung in Anspruch nehmen. Die Preise für den Unterhalt eines hochwertigen Schwedenhauses lassen sich nach aktuellen Kriterien als gering bis normal einzustufen.

Die sehr gering ausfallenden Heizkosten sind dabei die unschlagbare Stärke der skandinavischen Holzhäuser. Dies schont nicht nur Ihre Haushaltskasse, sondern auch die Natur. Schwedenhäuser werden nicht nur ökologisch aus nachwachsenden Ressourcen gebaut werden, sondern zeichnen sich auch durch einen besonders niedrigen Verbrauch aus. In der Verarbeitung mit hochwertigen Massivhölzern in innovativen Techniken besitzen neu gebaute schwedische Holzhäuser eine überdurchschnittliche Energieeffizienz. Zusätzlich zur Kerndämmung kommt zumeist noch eine Wärme- und Schallisolierung hinzu.

Damit können auch die neuesten gesetzlichen Vorschriften für ein Ökohaus, Niedrigenergiehaus oder Energiesparhaus eingehalten werden. Zudem erfüllen Sie damit die möglichen KfW-Standards. Je nach Heizart und Methoden zur zusätzlichen Dämmung und Energiegewinnung können Sie viele Energieeffizienzklassen erreichen. Sogar ein Plus-Energie-Haus ist für Ihr Schwedenhaus möglich!

Langlebige Holzbauten

Auch unter dem Aspekt der Lebensdauer überzeugt ein typisches Schwedenhaus mit Robustheit und Widerstandskraft. Die äußere Holzfassade schützt die tragende Grundkonstruktion zu 100 % vor jeglichen Wettereinflüssen. Diese schützende Funktion übt die Holzfassade übrigens auch dann aus, wenn sie nicht gepflegt wird. Dies steht völlig im Gegensatz zu einem verputzten Mauerwerk. Somit bleibt die tragende Konstruktion vollständig wartungsfrei.

Die laufenden Unterhaltskosten begrenzen sich also rein auf das Erscheinungsbild Ihres Schwedenhauses!  Je nach Lage Ihres Hauses ist gerade mal alle 10 – 15 Jahre ein renovierender Anstrich nötig. Die Renovierungsintervalle für den Innenbereich unterscheiden sich von anderen Holzhäusern, oder Häusern anderer Bauart, nicht.

Die Bauweise eines Schwedenhauses hat sich als sehr langlebig erwiesen. Unendlich viele skandinavische Holzhäuser sind der Beweis dafür! Denn die meisten traditionellen Schwedenhäuser stehen schon seit mehreren hundert Jahren. Zudem steht Ihr Schwedenhaus für die positive Synergie zwischen Mensch und Umwelt. Denn ein nachhaltiges Haus macht Sie zu einem gesunden und glücklichen Menschen.

Autorin: Sarah Kohn

Lampen, Design, Beleuchtung
Gemütliche Innenbeleuchtung in der dunklen Jahreszeit

Richtige Innenbeleuchtung – Gemütlich und gesund

1.   Wie wirkt Licht auf Menschen?

Licht hat nicht nur die Funktion der Beleuchtung, es hat auch einen Einfluss auf Ihre Gesundheit, Ihr Wohlbefinden und Ihre Stimmung.
Sie kennen es: Sie gehen im Dunkeln aus dem Haus und kommen im Dunkeln wieder nach Hause. Tagsüber sitzen Sie im Büro und da bekommen Sie natürlich wenig Tageslicht ab. Im Sommer bei einem blauen Himmel wirken 100.000 Lux auf den Körper. Lux (der lateinische Name für „Licht“) ist die Einheit, mit der die Beleuchtungsstärke gemessen wird.

Im Winter sind es bei bedecktem Himmel  dagegen 3.500 Lux. Der Mangel an Licht führt dazu, dass die innere Uhr aus dem Takt kommt. Dies wiederum kann Antriebslosigkeit, Müdigkeit, Schlaflosigkeit und Stimmungsschwankungen auslösen. Es sind also typische Symptome einer Winterdepression. Eine Winterdepression müssen Sie nicht unbedingt mit Medikamenten behandeln lassen. Nehmen Sie sich doch mal Zeit, wöchentlich an der frischen Luft spazieren zu gehen. Eine andere Möglichkeit der schlechten Stimmung und Müdigkeit entgegenzuwirken ist eine Lichttherapie.

Allerdings hat nicht nur die Menge des Lichts einen Einfluss auf den menschlichen Körper, sondern auch die Wellenlänge des Lichts. Je kürzer die Wellenlänge, desto blauer ist das Licht. Blaues Licht unterdrückt das Schlafhormon Melatonin, was dafür sorgt, dass Sie sich abends entspannen. Dementsprechend macht blaues Licht Sie also wach. Zudem schüttet blaues Licht das Stresshormon Cortisol aus. Aus diesem Grund empfinden Menschen warmes, blauarmes Licht als angenehmer und gemütlicher.

Sie können also durchaus mit Ihrer Innenbeleuchtung Ihre Gesundheit fördern und eine gemütliche Stimmung schaffen, indem Sie Licht gezielt einsetzen.

2.   Verschiedene Beleuchtungsarten

Es gibt verschiedene Arten der Beleuchtung, die auch verschiedene Funktionen und Wirkungen haben:

Direkte Beleuchtung:

Unter direkter Beleuchtung versteht man das gleichmäßige und direkte Erhellen eines Objektes oder eines Bereichs. Das kann zum Beispiel ein Möbelstück oder der Arbeitsbereich sein. Also trifft das Licht vertikal auf eine horizontale Fläche und wird nicht von Objekten reflektiert. Am besten funktioniert dies mit Deckenleuchten und sogenannten Spots. Diese lenken das Licht, und somit das Auge, gezielt auf spezifische Objekte. So können bestimmte Akzente durch Innenbeleuchtung gesetzt werden.

Indirekte Beleuchtung:

Bei der indirekten Beleuchtung wird das Licht von der Decke, den Wänden und vom Boden reflektiert. Dabei ist die Lichtquelle meist nicht sichtbar. Das Licht wird abgeschirmt oder die Lichtquelle befindet sich hinter Möbeln oder Paneelen. Achten Sie aber darauf, dass Sie nicht zu viele Leuchtmittel an den Wänden und Decken anbringen. Dies führt zu einer zu hellen und monotonen Beleuchtung, was ungemütlich wirkt.

Außerdem wird das Licht in alle Richtungen gestreut, daher wirkt diese Art der Innenbeleuchtung kontrastarm und sanft. Das verschafft eine behagliche Stimmung in Ihren Räumen. Auch scheint es so, als würde es im Raum glühen, deswegen wirkt indirekte Beleuchtung sanft und sorgt so für eine gemütliche Stimmung.

3.   Was indirekte Beleuchtung kann

Indirekte Beleuchtung kann einen großen Einfluss auf die Stimmung in Ihrem Raum haben, Sie können damit:

  • Möbel in Szene setzen, wie zum Beispiel: Vitrinen, Bücherregale, Kleiderschränke und vieles mehr
  • Die Architektur betonen, indirekte Beleuchtung eingesetzt an einer Treppe oder einer Wand kann diese hervorheben
  • Indirekte Beleuchtung kann Ihren Einrichtungsstil betonen und gleichzeitig Wohlfühl-Stimmung schaffen

Wichtig bei der indirekten Innenbeleuchtung ist, dass die Lichtquelle nicht direkt ersichtlich ist. Sie können daher die Lichtquelle beispielsweise mit einem Lampenschirm überdecken.
Der Klassiker unter den indirekten Innenbeleuchtungen ist der Halogen-Deckenfluter. Wie der Name schon sagt, strahlen diese das Licht direkt nach oben, sodass das Licht von der Decke reflektiert wird. Allerdings ist der Halogen-Deckenfluter eher altmodisch und nicht besonders energieeffizient.

Aus diesem Grund gibt es eine alternative Lichtquelle.

LEDs – Die Alleskönner in der Innenbeleuchtung

Super geeignet für indirekte Beleuchtung sind LED-Stripes. Wegen ihrer kompakten Größe, lassen sich die selbstklebenden Kunststoffbänder nahezu überall anbringen. Wie wäre es zum Beispiel am Regalboden, unter dem Bett oder hinter dem Fernseher?

LED-Stripes lassen sich dimmen und die Lichtfarbe lässt sich ebenso einstellen. Sie können meist nicht nur zwischen warmen und kalten Licht, sondern auch andere Farben wie blau oder rot wählen. Bei manchen Modellen ist dies sogar mit einer Smartphone-App möglich. Somit können Sie gemütlich vom Sofa aus das perfekte Licht einstellen. So lässt sich also kinderleicht eine gemütliche Stimmung in Ihrem Zuhause erzeugen.

LED-Stripes sind vielfältig einsetzbar und erzeugen kaum Wärme. Daher können Sie LED-Lampen auch in Nischen oder neben brennbaren Materialen stellen. Sie brauchen sich also keine Sorgen zu machen, dass etwas in Flammen aufgeht.

Eine neuere Variante der klassischen LED-Leuchte ist die O-LED-Leuchte. Der Buchstabe O steht für „organisch“. Denn die O-LEDs bestehen aus organischen, halbleitenden Materialen, die bei Stromzufuhr Licht abgeben. Das Besondere daran ist, dass sie im Gegensatz zu normalen LEDs über eine Fläche leuchten können. Außerdem lassen sich O-LEDs in jede Form biegen, das heißt Ihre Einrichtungsmöglichkeiten lassen sich erweitern. Sie können die O-LEDs an Holz oder anderen Materialen anbringen. Außerdem besitzen sie eine gute Farbqualität. Trotzdem sind O-LEDs noch nicht in die Wohnzimmer eingezogen. Für den privaten Gebrauch sind diese Leuchten nämlich recht teuer und die Leistung reicht noch nicht an die der LEDs heran.

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass LEDs viele Vorteile bieten:

  • schnell, einfach und überall einsetzbar
  • energiesparend
  • erzeugen kaum Wärme
  • lassen sich dimmen
  • perfekt für indirekte Beleuchtung

4.   Die Innenbeleuchtung verschiedener Räume

Wohnzimmer

Sie kommen abends nach Hause und gehen wahrscheinlich als erstes in Ihr Wohnzimmer. Dort befinden sich vielleicht schon Ihre Liebsten, die Sie begrüßen. Das Wohnzimmer ist auch ein Ort, wo Sie entspannen. So ist das Wohnzimmer der perfekte Ort, um ein Buch zu lesen oder fernzusehen. Es ist wohl das meistgenutzte Zimmer in Ihrem Zuhause. Deswegen ist eine gemütliche Stimmung im Wohnzimmer besonders wichtig.

Licht kann dabei helfen. Zur Allgemeinbeleuchtung des Wohnzimmers eignen sich Decken- und Wandleuchten, diese erhellen den Raum zur Orientierung. Allerdings schafft eine Allgemeinbeleuchtung noch keine Strukturen im Raum. Dafür kann man Tischleuchten oder Stehlampen aufstellen, die optimal fürs Lesen sind. Dies nennt sich Platzbeleuchtung.

Um eine noch wohligere Stimmung zu schaffen, verwenden Sie doch auch dekorative Leuchtmittel. Wie zum Beispiel: Lichterketten, LED-Stripes oder auch Salzkristallleuchten.

Küche und Essbereich

Die Küche und der Essbereich ist mehr als ein Platz, wo Sie nur noch Ihre Mahlzeiten zu sich nehmen. Viele nutzen die Küche auch als Ort zum Entspannen oder zum Beisammensein mit Freunden und Familie. Mit einer gemütlichen Beleuchtung in der Küche verschönern Sie sich die Zeit in der Küche.

Die Küche darf nicht zu dunkel sein, sonst werden Ihre Augen zu sehr belastet. Deswegen ist es empfehlenswert, in der Küche Deckenleuchten für die Allgemeinbeleuchtung zu installieren.

Über dem Esstisch hängt am besten eine Hängeleuchte. Diese leuchtet direkt auf den Tisch und eventuell auf die Stühle am Esstisch. Somit wird der Essbereich in den Mittelpunkt gerückt und dieser wird zum zentralen Element in Ihrer Küche. Dadurch wird auch der Rest der Küche sanft abgedunkelt, sodass der Fokus noch mehr auf das Beisammensein mit Ihrer Familie und Ihren Freunden gelegt wird. Übrigens gibt es Hängeleuchten in den verschiedensten Formen und Farben. Da ist für jeden Geschmack und Einrichtungsstil etwas dabei.

Natürlich soll nicht nur der Esstisch schön dastehen, sondern auch das restliche Inventar Ihrer Küche darf in Szene gesetzt werden. Durch Akzentbeleuchtung an Geschirrschränken und Vitrinen verleihen Sie Ihrer Küche das gewisse Etwas. Auch hier können Sie zum Beispiel auf LED-Stripes zurückgreifen.

Bad

Eine gute Innenbeleuchtung in Ihrem Bad ist ebenso wichtig wie in anderen Räumen. Schließlich beginnen und beenden Sie Ihren Tag in diesem Zimmer. Ein helles Badezimmer dient nicht nur dazu sich selbst im Spiegel besonders gut betrachten zu können. Sie erkennen Pfützen besser und vermeiden so Unfälle. Das bedeutet: möglichst helle Allgemeinbeleuchtung. Dafür können Sie Deckenleuchten anbringen. Je dunkler Ihre Fliesen, desto heller sollte auch die Beleuchtung sein, denn dunkle Fliesen absorbieren das Licht.

Akzentbeleuchtung für atmosphärische Stimmung darf im Badezimmer natürlich auch nicht fehlen. Setzten sie dafür auf mehrere Lichtquellen, das heißt: Decken-, Wand- und Pendelleuchten. Je nach Einrichtungsstil können es dezentere oder auffällige Modelle sein.
Für Regale kommen beispielsweise eingebaute Möbelleuchten in Frage.

Wie Sie bereits gelesen haben, kann Licht dabei helfen Sie wach oder entspannt zu machen. Das bedeutet, dass Sie morgens kaltes Licht zum Wachwerden brauchen und abends warmes Licht brauchen um runter zu kommen. Daher ist es sinnvoll Leuchtmittel einzusetzen, die dimmbar sind und, deren Lichtfarbe sich ändern lassen. Die Leuchtmittel sollen also mehr können als Ihnen nur beim Sehen helfen.

Passen Sie jedoch auf, dass das Licht nicht nur von oben kommt, dann macht das sich-im-Spiegel-begutachten keinen großen Spaß mehr, da unansehnliche Schlagschatten entstehen. Damit Sie Ihr Spiegelbild im besten Licht sehen, ist eine helle und seitliche Ausleuchtung am Spiegel ratsam.

Schlafzimmer

Das Schlafzimmer ist schon lang kein Platz mehr um nur zu schlafen. Sie kleiden sich an und entspannen vor dem Schlafengehen. Vor allem vor dem Schlaf kann eine gemütliche Stimmung für eine gelungene Nachtruhe sorgen. Da kann eine ausgefeilte Innenbeleuchtung helfen! Auch im Schlafzimmer können LED-Stripes für sanftes Licht sorgen. Bringen Sie LED-Stripes unter dem Bettrahmen an oder an Bücherregalen an. Für eine behagliche Stimmung im Schlafzimmer sorgen auch dimmbare Leuchtmittel. Stellen Sie also selbst die Helligkeit ein, die Sie gerade benötigen.

Als Platzbeleuchtung empfiehlt es sich Nachttischlampen zu nutzen, damit können Sie in Ruhe lesen, ohne andere Personen im Raum zu stören. Mit Möbeleinbauleuchten kreieren Sie ein leichtes Licht an Ihrem Kleiderschrank. So finden Sie morgens alle Kleidungsstücke, die Sie brauchen, ohne Ihre Augen zu überanstrengen.

Sowohl in der Früh als auch am Abend werden Ihre Augen wohl müde sein. Daher lässt es sich empfehlen, blendenfreie Decken- oder Pendelleuchten als Allgemeinbeleuchtung zu verwenden. Ideal wäre farbwechselbares Licht (morgens: blaues Licht, abends: blauarmes Licht) oder warmweißes Licht.

Home-Office

Wenn Sie von zuhause aus arbeiten, dann brauchen Sie auch einen eigenen Arbeitsplatz, Ihr Büro. Auch hier ist die Beleuchtung relevant, denn Ihre Leistungsfähigkeit kann gesteigert werden. Sie arbeiten schließlich am besten, wenn Sie sich wohl fühlen. Die Beleuchtung fördert auch den Sehkomfort und die Sehleistung. Empfohlen wird eine Beleuchtungsstärke von 300 bis 500 Lux. Bei anstrengenden oder genauen Sehaufgaben, sollen es sogar 750 Lux sein.

Zur Allgemeinbeleuchtung sind Deckenfluter am besten, die den Raum gleichmäßig beleuchten. Achten Sie darauf, dass Ihre Augen nicht geblendet werden. Da können Jalousien helfen, die vor Sonneneinstrahlung schützen. Außerdem soll das Licht auch nicht von Ihrem Schreibtisch reflektiert werden.

Sie können Pendel- oder Stehlleuchten verwenden, die auf Ihren Arbeitsbereich leuchten, dabei geben diese auch indirektes Licht in den Rest des Raums ab. Für Platzbeleuchtung, die das Sehen optimieren, stellen Sie Schreibtischlampen auf Ihren Tisch. Beachten Sie dabei, dass die Lampe entgegengesetzt zu Ihrer Schreibhand steht.

Auch im Büro ist die Lichtfarbe ein wichtiger Faktor. Um morgens aktiv und produktiv zu sein, hilft weißes Licht. Nachmittags, wenn Sie in Feierabendstimmung kommen möchten, hilft warmes Licht.

 

Mit der richtigen Innenbeleuchtung werden also nicht nur Ihre Räume hell, Ihre Stimmung erhellt sich ebenso. Die Folge: Sie fühlen sich wohl und aktiv. Außerdem steht die Adventszeit auch schon an, da werden auch die Straßen in der Stadt dekorativ beleuchtet. Dazu können Sie sich auch Gedanken über Ihre Weihnachtsbeleuchtung machen. Die Vorfreude auf Weihnachten könnte Ihre Stimmung genauso heben.

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Bad, 3d, Keramik, blaue Fliesen
Altersgerechtes Bad • Wie Sie richtig sanieren

Altersgerechtes Bad – mobil und selbstständig bleiben

1. Die Badsanierung

Badewannen

Badewannen kann man mit wenig Aufwand altersgerecht umbauen. Sie können für den Anfang rutschfesten Untergrund verlegen, um auf nassem Boden nicht auszurutschen. Sie können in Badewannen auch eine kleine schwenkbare Tür einbauen lassen. Dadurch müssen Sie nicht mehr über den hohen Rand der Badewanne steigen. Bestenfalls geht die Tür in beide Richtungen auf und zu.

Wenn Sie sich eine neue Badewanne anschaffen wollen, haben Sie generell zwei Möglichkeiten. Sie können sich eine Sitz– oder eine Liegebadewanne holen. Eine Sitzbadewanne spart nicht nur Wasser- sie ist sogar rollstuhlgeeignet und eine weitere Person kann der badenden Person helfen. Eine Liegebadewanne ist dazu geeignet, sich hinzulegen. Durch die seitlich hochklappbare Tür ist der Einstieg bequem und durch die Lage kann man auch nicht verunglücken- Sie liegen dann eher gegen eine schräge Rückenlehne gelehnt.

Badewannenlifts sind ohne Veränderung der eigentlichen Wanne einbaubar. Sie werden seitlich neben der Wanne platziert, man setzt sich hin, und per Knopfdruck wird man dann in die Wanne gehoben. Es gibt auch Tuch-Lifts, diese spannen ein Tuch über die Badewanne, auf das man sich setzen kann. Dieses wird per Knopfdruck herabgelassen und wahlweise wieder angespannt, sodass sie vom Liegen in der Wanne zurück zum Sitzen kommen.

Duschen

Wenn Sie bereits eine Dusche besitzen, können Sie ganz einfach einen rutschfesten Boden einsetzen. So mindern sie Sturzverletzungen. Außerdem können Sie auch komplett auf einen Boden verzichten- nicht nur, dass bodengleiche Duschen im Trend sind. Einsteigen ist viel einfacher und zur Vervollständigung können Sie auch einen Duschsitz verwenden. Dieser wird in die Dusche gestellt und ermöglicht bequemes Waschen.

Falls Sie eine Wanne haben und aus Platzgründen nun lieber eine Dusche wollen, können Sie das eine mit dem anderen austauschen. Die Wanne wird hierbei einfach von der Wand und dem Boden gelöst, letzterer wird rutschfest überzogen und eine Dusche ohne Schwelle entsteht.

Waschbecken

Bei Waschbecken ist es wichtig, dass diese erreichbar sind. Was Sie brauchen sind niedrige Becken, die auch für eine kleinere Person erreichbar sind. Manche Waschbecken haben Griffe an den Seiten, diese ermöglichen das selbstständige Hochziehen.

Zusätzlich sind Ablageflächen eine gute Idee. Da hohe Schränke zum Aufbewahren Ihrer Produkte nicht geeignet sind, empfiehlt es sich, alles außerhalb aufzubewahren. Dadurch haben Sie alles im Blick und müssen sich weder bücken noch strecken, um etwas zu erreichen.

Ein Punkt, der gerne vergessen wird ist der Spiegel. Empfohlen sind schwenkbare Spiegel, die vor allem nach unten klappen. Die Kanten sollten nicht scharf sein und Sie können auch einen Hebel daran montieren, um auch von weiter weg Zugang zu erhalten.

WC

Haben Sie schon einmal ein WC für Rollstuhlfahrer gesehen? Diese haben nicht nur Platz außen herum um bequem den Rollstuhl zu drehen. Halterungen an den Wänden sind hier das Zauberwort. Damit können Sie sich beim Setzen leicht abstützen und drohen nicht wegzukippen. Natürlich ist so ein WC auch für Menschen ohne Rollstuhl geeignet.

Als Alternative zur Halterung ist eine Strickleiter. Wenn man körperlich dazu in der Lage ist, sich Hochzuziehen, dann ist das ein geschickter Weg, Halterungen zu Umgehen. Strickleitern sind im Vergleich sehr günstig und der Einbau ist ganz einfach.

Armaturen und Beleuchtung

Damit Sie sich nicht die Finger verbrennen, ist es ratsam, Thermostat-Armaturen einzubauen. Diese Renovierung zahlt sich auf Dauer aus: Nicht nur, dass Sie Wasser sparen, weil Sie nicht warten müssen, bis es warm ist. Es gibt auch keinen plötzlichen Schock, wenn jemand einen Wasserhahn aufdreht. Thermostatarmaturen behalten eine Temperatur konstant bei und so können Sie auch länger ohne Überraschung duschen.

Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, berührungslose Armaturen einzubauen. Diese werden aktiv, sobald man in ihre Nähe kommt, und schalten sich selbstständig wieder aus. Entweder, wenn Sie zu weit weg sind, oder wenn eine bestimmte Zeit vergangen ist.

Einmischbatterien sind dann gut, wenn Sie keine Probleme mit der Temperatur haben, sondern eine möglichst bequeme Art der Nutzung wollen. Sie können mit nur einer Hand bedient werden und sind somit auch geeignet, wenn Sie sich beispielsweise mit einer Hand stützen wollen.

Eine gute Beleuchtung im Bad ist unerlässlich. Am Spiegel sollten mindestens zwei Lampen sein, die sich am besten durch Bewegungsmelder ein- und ausschalten. So können Sie das Abschalten nicht vergessen und müssen auch nicht den Schalter suchen.

Türen

Wenn Sie nicht nur Ihr Bad renovieren wollen, sondern auch den Eingang dahin, dann tauschen Sie doch einfach Ihre Tür aus. Das klingt erstmal banal, aber: eine Schiebetür ist zum Beispiel dann gut, wenn sie wenig Platz haben. Denn sie brauchen keinen Schwenkbereich und sind somit platzsparend.

Wie bei Ihrer Dusche auch sollte Ihre Tür schwellenlos sein. Das erreichen Sie, indem der Boden des Bads auf den angrenzenden Raum angepasst wird. Dadurch können Sie nicht stolpern und haben einen nahtlosen Übergang von einem Raum in den nächsten.

2. Der Grundriss

Es gibt Anforderungen für Ihre Badsanierung, wenn Sie staatliche Förderungen in Anspruch nehmen wollen. Dazu müssen Sie sich an die DIN 18040-2 halten, das sind Vorschriften für barrierefreie Bäder. Wichtig ist zu wissen, dass diese nicht für Rollstuhlbenutzer geeignet sind. Diese sind in einer eigenen DIN beschrieben, nämlich in der DIN 18025-1.

Hier sind die Maße, an die Sie sich halten müssen:

Bewegungsflächen:       120 x 120 cm vor WC, Waschtisch und Badewanne

Dusche:                               120 x 120 cm,  kann als Bewegungsfläche mitgenutzt werden

WC, Toiletten:                 20 cm zur Wand oder anderen Objekten

Waschbecken:                 Freiraum für die Beine darunter

Tür:                                      80 cm breit

                                            205 cm hoch

3. Der Umbau

Viele Menschen fürchten sich vor einem langwierigen Umbau. Die realistische Annahme ist, dass ein komplettes Bad ein, maximal zwei Tage in Anspruch nimmt. Wenn Sie zum Beispiel nur einen Badewannenlift wollen, dauert das in der Regel nur ein paar Stunden. Ihr Bad können Sie in der Zeit sogar (beschränkt) nutzen.

Wenn Sie in einer Mietwohnung wohnen, ist das kein Grund, im Alter auf Komfort zu verzichten. Ihr Vermieter muss Ihnen gestatten, Ihre Wohnung altersgerecht zu renovieren. Vielleicht können Sie auch eine Beteiligung aushandeln, diese kommt Ihrem Vermieter natürlich auch zu Gute.

4. Förderungen

Ein komplettes Bad zu Sanieren kann je nach Größe ab 5.000 € und mehr kosten. Das ist eine ganz schöne Menge Geld. Wenn Sie dabei im Kopf behalten, dass dies ein Startwert ist. Ca. 40% sind Materialkosten und 60% sind die Handwerker, die Sie engagieren müssen. Damit niemand im Alter damit Probleme kriegt, gibt es Fördermittel, um die finanzielle Belastung zu verringern.

KfW-Bank

Die KfW-Bank bietet Zuschüsse für altersgerechte Sanierung. Sie können entweder einen Kredit oder einen Zuschuss beantragen. Kredite gibt es ab 0,75% Jahreszins und die maximale Kreditsumme beträgt 50.000 €. Dieser Betrag ist pro Wohnung und ist altersunabhängig.

Die KfW fördert für den altersgerechten Umbau Ihres Bads bis zu 5.000 € (10% der förderfähigen Kosten) im Rahmen des KfW-Progamms 455.

Kassen

Bei der Pflegekasse bekommen Sie einen Zuschuss für folgenden Leistungen:

  • eine Einstiegshilfe für die Badewanne
  • Aufbesserung des Bodens in einen rutschfesten Boden
  • eine barrierefreie Dusche und
  • ein höhenverstellbares WC und/oder Waschbecken.

Bei der Krankenkasse müssen Sie erst vom Arzt eine Verschreibung bekommen. Danach erst können Ihnen Zuschüsse auf folgende Leitungen gewährt werden:

  • auf Duschstühle
  • für Haltergriffe und
  • auf Wannenlifts.

Wichtig ist, dass Sie erst den Antrag stellen und danach anfangen mit dem Umbau.

Weitere Zuschuss-Arten

Sie können Ihre Renovierungskosten nach dem Fertigstellen auch beim Finanzamt einreichen. Dort prüft man Ihre Unterlagen und setzt diese dann von der Steuer ab – somit kriegen Sie anteilig Geld zurück.

Jedes Bundesland stellt zusätzlich weitere Fördermittel zur Verfügung. Informationen erhalten Sie auf den Sozialämtern oder im Internet auf der jeweiligen Länderseite.

Auf gutes Sanieren!

Keramik, Küchenboard, Arbeitsplattee, Marmor
Die Küchen Trends für 2019

Die Küche wird das neue Wohnzimmer

Die Küche ist nicht nur der Ort zum Kochen, Essen und Trinken. Für die meisten Menschen ist sie das emotionale Zentrum des Zuhauses. Es ist der bedeutsame Ort des Zusammenseins für Familie, Geschwister und Freunde. Hier wird nicht nur zusammen gekocht und gegessen. Wir treffen uns zum Diskutieren und Hausaufgaben machen, zum Lachen und Entscheidungen verkünden und Feiern. Auch während des Studiums führen alle Lebenswege in der WG in die Küche. Man trifft sich zum ausgedehnten Sonntagsfrühstück, zum Kaffee am Nachmittag, oder zu einer Flasche Wein in aufregenden Nächten. Mit jeder neuen Saison gibt es nicht nur Einrichtungstrends und -farben, sondern auch die Küche geht mit der Mode. Lesen Sie hier, was für Ihre Küche 2019 „en vogue“ ist.

Neue Küchen-Materialien

Holz

Holz ist definitiv eines der schönsten Materialien, welches die Natur zu bieten hat. Spätestens seit dem dänischen Hygge-, sowie dem schwedischen Lagom-Trend ist die Begeisterung für Holz stark gewachsen. Denn Holz ist ein Material, das Wärme und Gemütlichkeit in Ihr Zuhause bringt. Und diese Gemütlichkeit spielt mittlerweile auch in der Küche eine große Rolle.

Auch mit Holz können Sie viele verschiedene Stile verwirklichen. Wer hier direkt an eine altbackene Landhausküche wie bei Oma denkt, für den haben wir hier einige Überraschungen. Denn Küchen, in welchen Holz als Material im Fokus steht, können durchaus edel und modern gestaltet werden. Dies können Sie vor Allem über die Farbe des Holzes ausleben. Dunkle Hölzer wie Nussbaum, Wildeiche oder Berglärche bringen Eleganz ganz nach italienischem Design in Ihre Küche. Das findet sich 2019 besonders bei der Gestaltung der Küchenfronten. In Verbindung mit Glaselementen und der richtigen Beleuchtung können Sie so eine anmutige und puristische Atmosphäre schaffen, in der sich jeder wohl fühlt!

Aber auch bei praktischen Elementen wie der Arbeitsplatte wird nun auf Massivholz gesetzt. Es kann hierfür beispielsweise mit einem matten Kunststofflack behandelt werden. So erzeugen Sie ein spannendes Wechselspiel zwischen natürlich und elegant. Und gleichzeitig wird das Holz so zu einem hygienischen Material, welches sich nicht mit Schmutz oder Farbstoffen aufsaugt. Ebenso verhindert diese Lackierung, dass das Holz durch Flüssigkeiten wie Wasser aufquillt und sich verzieht. Dadurch wird es nun zu einem besonders pflegeleichten Material. In Kombination mit geflochtenen Körben, weißen Akzenten und einigen Pflanzen und Küchenkräutern können Sie so eine helle, offene und einladende Küche schaffen!

Metall und Beton

Auch Materialien wie Metall und Beton finden 2019 Eingang in die Küchen-Gestaltung. Diese sind nicht nur langlebige und beständige Stoffe. Sondern sie sind gleichzeitig auch zeitlos und funktional.

Beton ist derzeit in der Küche sehr beliebt. Bei Arbeitsplatten wird manchmal sogar auf echten Beton gesetzt. Bei den Fronten kombiniert man eher den Beton-Look als Nachbildung mit den praktischen Eigenschaften von Holz. Fast jeder Hersteller bietet mittlerweile weiße, graue oder anthrazitfarbene Beton-Nachbildungen an. Diese Fronten bringen einen lässigen und urbanen Look in Ihre Küche. Sie können hier tolle Akzente in einer Kombination mit Holz und Glas setzen. Eine helle Beton-Küche schafft kombiniert mit Holzelementen und ein paar bunten Akzenten eine besonders gemütliche und gleichzeitig moderne Atmosphäre.

Auch Kontraste spielen bei den Küchen-Trends 2019 eine große Rolle. Diese können Sie beispielsweise mit Fronten aus Metall inszenieren. Wem ganze Küchenfronten aus Metall zu viel sind, der kann mit einzelnen Metallic-Elementen Akzente setzen. Diese wirken besonders gut in Kombination mit mattschwarz. Die richtige Beleuchtung kann Metallic-Elemente zu einem ganz spannenden Highlight Ihrer Küche machen.

Glas

Verschiedene Elemente aus Glas bringen Leichtigkeit in Ihre Küche. Es lässt sich außerdem auch besonders vielseitig einsetzen. Fronten, Arbeitsplatten, Glasvitrinen – die Möglichkeiten sind zahlreich. Besonders schöne Akzente können Sie mit Milchglas oder buntem, gut beleuchtetem Glas setzen. Glasfronten in der Küche wirken klar, großzügig und schaffen ein helles Raumklima. Ebenfalls wirkt Glas edel und ist zudem individuell gestaltbar! Glas ist nicht nur ein ästhetisches Plus, sondern zudem ein durchaus praktisches Material: es ist hygienisch, leicht zu reinigen und unempfindlich gegenüber Wasser und anderen Flüssigkeiten.

Die neuen Farb-Trends

Schwarz ist das neue Schwarz

Auf Schwarz können sich die Designer aller Länder einigen: die geheimnisvolle, tiefdunkle Farbe kommt einfach nie aus der Mode. In 2019 wird Schwarz vor allem in satten, mattlackierten Variationen punkten. Neben matten, unifarbenen Fronten werden 2019 auch immer mehr schwarze Fronten aus Holz angeboten. Ein schwarzes Holz, wie zum Beispiel Vulkaneiche wirkt gemütlich und nimmt der dunklen Farbe die Schwere. In Kombination mit Beton-Oberflächen lässt sich so der Industrial Style gut in Ihre neue Küche integrieren.

Auch immer mehr Armaturen werden 2019 in Schwarz angeboten. Spülbecken, Wasserhahn und Co. sehen in schwarz unbeschreiblich elegant und cool aus. Ebenfalls finden Sie jetzt auch viele Küchengeräte in Schwarz, egal ob mattlackiert oder als getöntes Glas in Carbonblack. Viele verschiedene Hersteller bieten von der Kaffeemaschine über den Geschirrspüler bis zur Kühl-Gefrier-Kombination alles in herrlich glänzendem oder lässigem, mattem Schwarz an. Alles in allem ist die Farbe Schwarz ein eleganter und zeitloser Klassiker, den Sie vielseitig und individuell in Szene setzen können.

Natürlich und Neutral

Auch farblich geht der Trend mit Hygge und Lagom zur Natürlichkeit. Im Gegensatz zu dunklen Schwarz- und Anthrazittönen sollten Sie 2019 auf natürliche Farben setzen. Dazu zählen besonders ruhige und neutrale Farbtöne. Das sind beispielsweise alle möglichen Schattierungen von Beige und erdigen Terracotta-Tönen. Solche Farben wirken entschleunigend und besonders einladend zum Entspannen und Wohlfühlen. Farbliche Akzente können Sie mit Salbeigrün, Altrosa oder Taubenblau setzen. Sollten Ihnen diese Farben zu langweilig sein, sind etwas peppigere Töne wie Apricot, Pfirsich und Mint für 2019 angesagt. In Kombination mit hellem Holz wirken diese Farben nicht mehr spießig. Ganz im Gegenteil, diese Farbtrends wirken in einer minimalistischen Küche modern, verspielt und einladend.

Smart Home in der Küche

Ein großes Thema bleibt die Vernetzung der Küchengeräte. Viele Geräte funktionieren inzwischen mit digitalen Sprachassistenten wie Siri oder Alexa. Den Wäschetrockner und die Geschirrspülmaschine einschalten, Einkaufslisten erstellen,  oder den Kühlschrankinhalt online bestellen, benötigt bald nicht viel mehr als einen Griff zum Smartphone. Das klingt Ihnen zu futuristisch? Dann können Sie hier noch ein paar Innovationen entdecken, die Ihnen schon bald den Alltag erleichtern werden.

Zum Beispiel werden Induktionskochfelder immer intelligenter. Sie können das Kochgeschirr an der Größe erkennen und es punktgenau erhitzen. Auch der Kochfeldabzug ist eine spannende technische Neuerung. Dieser ersetzt die Dunstabzugshaube und bietet so eine Lösung, die durchaus ästhetisch ist. Dabei wird die Luft direkt dort abgezogen, wo sie entsteht – nämlich direkt am Kochfeld. Das geschieht außerdem schneller und effektiver als bei einer deckenhängenden Haube.

Zukünftig wird das Smart Home zudem mit immer weniger menschlichen Eingriffen in die Technik zurechtkommen. Demnächst können Sie in Ihrer Küche einen selbstdosierenden Geschirrspüler oder auch einer selbstdosierende Waschmaschine finden. Vieles generiert das Smart Home aus gesammelter Erfahrung. So kann es beispielsweise erkennen und lernen, wie lange ein Gericht zum Backen braucht, bis es gar ist. Anderes wird über Sensoren wahr genommen. Ihre Spülmaschine wird schon bald erkennen können, wie verschmutzt die Teller und Tassen sind. Das Smart Home wird uns künftig nicht nur verstärkt Arbeit abnehmen, sondern diese auch selbst anweisen und prozessieren. Ihr Alltag wird sich jedenfalls um einiges an Küchenarbeit erleichtern.

Zusammensein

Der wichtigste „Trend“ in Sachen Küchen ist nun aber die Tatsache, dass die Wichtigkeit der Familie und des Zusammenseins immer mehr Bedeutung gewinnt. Das spürt man auch bei den Design- und Einrichtungstrends. Die sogenannte „Wellness-Küche“ steht jetzt im Fokus! Und das gleich aus mehreren Gründen. Denn es konzentrieren sich immer mehr Menschen auf einen gesünderen Lebensstil. Insbesondere betrifft das eine gesunde und nachhaltige Ernährung. Dass sich das auf die Konzeption einer Küche auswirkt, versteht sich von selbst.

Zu sehen ist dies in recycelten, nachhaltigen und besonders hygienischen Materialien. Außerdem wird die Wellness-Küche in großen, offenen Räumen konzipiert. Das fördert nicht nur das gemütliche Beisammensein. Wir erfahren hier mehr und mehr eine Verschmelzung von Küche und Wohnraum. Man findet aktuell in Wohnungsinseraten nicht umsonst immer häufiger die Beschreibung „Wohnküche“. Denn nichts macht mehr Spaß, als gemeinsam zu kochen und dabei zu quatschen! Wenn Sie sich an rauschende WG-Partys zurück erinnern, dann fällt Ihnen vielleicht auch auf, dass die coolen Leute schon immer in der Küche standen.

Autorin: Sarah Kohn

buntes Laub, Bäume, Hecke, Garten
Happy Halloween

Hokkaido, Butternut & Co. – Alles über Kürbisse

 

1. Eine kleine Kürbis-Geschichte

Schon sehr früh hat sich der Kürbis auf die lange Reise nach Europa gemacht. Ursprünglich stammt der gewöhnliche Kürbis, den wir als Speisekürbis kennen, nämlich vom amerikanischen Kontinent. Verschiedene Sorten des Kürbisses entstammen Regionen in Nord-, Zentral- und Südamerika. Und auch in unseren Breitengraden wird er schon immer gern als Nahrungsmittel kultiviert. Vor allem jetzt im Herbst ist das Gemüse in allen Farben und Formen nicht mehr vom Marktstand wegzudenken. Ganz allgemein wird zwischen Riesen-Kürbis, Moschus-Kürbis und Garten-Kürbis unterschieden – natürlich gibt es aber noch sehr viel mehr Sorten!

Der Riesen-Kürbis

Der Riesen-Kürbis kommt ursprünglich aus Südamerika. Bei uns wird der Riesen-Kürbis auch als Winterkürbis bezeichnet, da er mehr Kälte als die anderen Kürbis-Arten verträgt, jedoch keine längeren Frostperioden. Er ist weltweit vor allem durch Wettbewerbe bekannt: diese Sorte kann durch die richtige Zucht und Pflege nämlich sehr, sehr groß und sehr, sehr schwer werden. Der aktuelle Weltrekordkürbis wog 1190,5 kg und wurde am 2. Oktober 2016 in Ludwigsburg prämiert. Damit ist er also in etwa so schwer wie zwei ausgewachsene Pferde!

Wahrscheinlich kennen Sie den Riesen-Kürbis aber ausgehöhlt als Halloween-Dekoration. Aber essen kann man den Riesen-Kürbis auch: weil das Fruchtfleisch besonders faserarm ist können Sie daraus hervorragend Suppen kochen. Oder Sie verarbeiten das Innere Ihres nächsten Halloween-Kürbisses doch einfach mal zum beliebten amerikanischen „Pumpkin Pie“, ein Kürbis-Kuchen. Auch der wohlbekannte Hokkaido-Kürbis zählt trotz seiner kleinen, knubbligen Form zur Gattung der Riesen-Kürbisse.

Der Moschus-Kürbis

Diese Sorte werden Sie nicht zufällig am Flussufer finden, denn der Moschus-Kürbis zählt zu den kultivierten Arten. Er entstammt mittel- und südamerikanischen Ländern und bevorzugt ein warmes Klima. Daher wird er heute meist in tropischen Ländern, insbesondere in Mexiko und Indien angebaut. Die bekannteste und meist-verbreitete Untergattung ist der Butternut-Kürbis. Er kann zur Zubereitung von vielen verschiedenen köstlichen Gerichten verwendet werden. Und Sie können aus ihm sogar Süßigkeiten herstellen! Der Butternut-Kürbis ist aber, wie auch der Hokkaido-Kürbis, ein Winterkürbis, den Sie also nicht nur in der Gärtnerei, sondern auch im eigenen Beet finden werden.

Der Garten-Kürbis

Garten-Kürbisse sind Kletterpflanzen und benötigen warme Temperaturen. Sie sind sehr empfindlich und erfrieren schon bei etwas länger andauernder kühler Sommerwitterung. Dafür gibt es von dieser Kürbis-Gattung die meisten Unterarten und Sorten-Gruppen. Sie kommen ursprünglich aus Mittelamerika, in etwa zwischen Peru und dem Süden der USA. Der Gartenkürbis traf in Kuba auf Christoph Kolumbus und begab sich in dessen prominenter Gesellschaft auf seine Reise nach Europa. Ein Garten-Kürbis eignet sich besonders für die Gewinnung von Kürbiskernöl; aufgrund der Größe werden Garten-Kürbisse auch gern als Zierkürbisse verwendet. Die bekanntesten Vertreter sind der Spaghetti-Kürbis, sowie die Zucchini. Ja, richtig gelesen! Die Zucchini gehört zu den Kürbisgewächsen.

Hokkaido, Butternut & Co. – wenn Sie jetzt also denken, Sie wissen schon alles über unseren Kürbis-Kumpel, dann erfreuen Sie sich doch einfach an unseren Tipps und Tricks, wie Sie selbst Kürbisse züchten können, und was man sonst noch alles mit ihnen anstellen kann.

2. Zuhause Pflanzen, Pflegen & Ernten

Obwohl der Kürbis ja ursprünglich aus Amerika kommt, ist es dennoch nicht schwer, auch im heimischen Garten Kürbisse zu kultivieren. Ob Sie nun ein großes Kürbis-Beet planen, oder Urban Gardening auf dem Balkon betreiben, ist ganz gleich: Die leuchtenden gelben Blüten des Exoten sind jedenfalls in jedem Beet hübsch anzusehen! Mit ein paar kleinen Tipps und Tricks gelingt der Anbau von Kürbis ganz leicht:

  • Ein Kürbis braucht viel Platz. Er breitet sich je nach Sorte auch mal 1,5 bis 2 Quadratmeter über das Beet hinweg aus.
  • Kleine Sorten ranken und klettern gern. Beispielsweise auch der Hokkaido-Kürbis. Diese Sorten brauchen entweder eine Rankhilfe, oder sollten in der Nähe des Gartenzauns gepflanzt werden.
  • Kürbisse sind wärmeliebende Pflanzen. Der Standort für Ihren Kürbis sollte deshalb sonnig und windgeschützt sein.
  • Der Boden darf nicht sauer sein (pH-Wert > 6). Am Besten eignet sich Kompostboden.

Den Kürbis pflanzen

Obwohl sie kälteempfindlich sind, sind Kürbisse ansonsten eher unkomplizierte Gesellen. Bei der Direktsaat werden die Samen gleich draußen im Beet eingesetzt. Das sollte aber erst ab Mitte Mai passieren, denn für die Keimung sind Temperaturen ab 14°C nötig. Unter 5 °C wird es nämlich sonst gefährlich für die kleinen Pflanzen! Die Saat sollte zwischen 2 und 4 cm tief ausgesät werden. Außerdem wird im Abstand von 0,5-1,5 m gesät. Der Abstand zwischen den Reihen sollte 1,5 m betragen.

Soll die Kultivierung tatsächlich gelingen, ist eine Vorkultur im Haus eine sinnvolle Alternative. Hier werden die Samen ebenfalls 2-4 cm tief im Topf eingepflanzt; das können Sie auch schon im April tun. Die ideale Keimungstemperatur liegt bei 20-24 °C. Sobald die Pflänzchen die ersten Laubblätter gebildet haben, können ebenfalls ab Mitte Mai ins Beet eingepflanzt werden. In kühleren Gegenden lohnt sich eine Vorkultur im Haus auf jeden Fall! Außerdem können Sie so schon viel früher ernten.

Ganz allgemein sollten Sie die jungen Pflanzen anfangs mit einem Vlies abdecken, um sie vor Nachtfrost zu schützen. Allerdings sollten Sie diesen Schutz noch vor der Bildung der leuchtend gelben Blüten wieder abnehmen. Ansonsten kann es nicht zur Bestäubung der Blüten kommen.

Die Pflege

Sobald sich Ihre Kürbispflanze nicht mehr unter der Erde versteckt, ist sie sehr leicht zu pflegen! Besonders wichtig ist es, die Pflanzen regelmäßig zu gießen. Vor allem bei der Phase der Fruchtbildung, denn ansonsten fällt Ihre Ernte eher gering aus. Gießen Sie direkt auf den Boden, nicht auf die Blätter, da diese sonst faulen können.

Da der Kürbis ein Starkzehrer ist, sollten Sie auch den Boden regelmäßig düngen. Am Besten bereiten Sie das Beet schon vor der Aussaat mit Kompostgabe vor. Während der Wachstumsperiode können Sie sogar einmal wöchentlich mit einem stickstoffreichen Volldünger oder Brennesseljauche nachhelfen.

Wenn Sie viele, große Früchte ernten möchten, sollten Sie die Pflanzen regelmäßig ausgeizen. Das bedeutet, die neuen Triebe oder Nebentriebe zu entfernen. Denn je mehr Kürbis-Früchte wachsen, desto kleiner werden sie. Deshalb lohnt es sich, nicht alle Früchte wachsen zu lassen, damit die Anderen dafür genügend Nährstoffe und Energie bekommen. Das können Sie zum ersten Mal im Juni, und danach im Juli vornehmen. Ebenfalls können Sie noch die männlichen Blüten entfernen, damit die Pflanze mehr Energie für die Fruchtbildung bekommt.

Krankheiten und Schädlinge

Die schlimmsten Schäden entstehen für die Kürbispflanze leider durch Wetterbedingungen. Das kann beispielsweise Hagel sein, oder zu viel Regen. Ein weiterer Feind des Kürbisses ist die Nacktschnecke. Hier hilft am Besten das Ausstreuen von Kaffeesatz, da die Schnecken das Pulver nicht mögen! Eine Pilzinfektion der Blätter, wie der Echte Mehltau, lässt sich übrigens nur durch vorsichtiges Gießen vermeiden. Achten Sie sorgfältig darauf, nur den Boden mit Wasser zu benetzen.

Je nach Sorte beginnt die Reife der Kürbisse frühestens ab Mitte August. Die meisten Sorten werden aber zwischen September und Oktober geerntet. Empfehlenswert ist die Ernte vor den ersten Nachtfrösten. Sollten Sie nicht sicher sein, ob Ihr Kürbis bereit zur Ernte ist, hilft die Klopfprobe: klingt der Kürbis hohl, kann er geerntet werden!

3. Was ein Kürbis sonst noch kann

Außer bunt und hübsch und schmackhaft zu sein, hat der Kürbis noch so viel mehr zu bieten!

  • In der Medizin wird der Kürbis als heilendes Nahrungsmittel bezeichnet. Er liefert Proteine, Vitamine, Magnesium, Kalium und Spurenelemente. Außerdem kann der Kürbis Rheuma und Herzbeschwerden vorbeugen.
  • Botanisch gesehen ist der Kürbis eine Beere. Botaniker bezeichnen ihn als Panzerbeere.
  • Insgesamt gibt es über 800 bekannte Kürbis-Sorten.
  • Alle Kürbisse (außer Zierkürbisse) können auch roh verzehrt werden.
  • Pumpkin chunking – Der Kürbisweitwurf dient allein der Unterhaltung. Das sollten Sie sich wirklich mal ansehen! Der einzige Unfall, der bisher geschah, war eine durch einen Kürbis getroffene Ente.

Die Tradition der Jack O’Lantern kommt von irischen Einwanderern in den USA. Der Brauch, den Kürbis mit einer gruseligen Fratze zu versehen, und eine brennende Kerze darin zu platzieren, soll den Teufel und böse Geister abhalten.

In diesem Sinne: Happy Halloween!

Autorin: Sarah Kohn