Gemüsegarten, Blumen, Salat, Mauer

Der Gemüsegarten • Selbstversorgung statt Ladentheke

Selbstversorgung durch den eigenen Gemüsegarten wird immer mehr zum Trend. Aber auch als meditative Freizeittätigkeit erfreut sich das Gärtnern großer Beliebtheit.

Eine gute Planung beim Anlegen des Gemüsegartens ist dabei essentiell. Die Korrektur von Fehlern kann nämlich im Nachhinein recht aufwändig sein.

Hier finden Sie die wichtigsten Arbeitsschritte vom Planen bis zum Anlegen. Außerdem geben wir Ihnen hilfreiche Tipps zur ersten Bepflanzung eines Gemüsegartens. So wird der Traum vom selbst-gezogenen Obst und Gemüse ein blühender Erfolg.

1. Planung ist das halbe Gartenleben

Der richtige Standort

Der passende Standort ist das A und O für das Gedeihen Ihres Gartens. Ausschließlich der sonnigste Platz im Garten kommt deshalb bei der Planung in Betracht. Denn selbst bei Knollen- und Wurzelpflanzen brauchen die Blätter das Sonnenlicht. Nur so können die Früchte auch richtig wachsen und ihr volles Aroma entwickeln. Mit einer guten Belichtung können Sie außerdem die gesamte Anbausaison inklusive der oft trüben, lichtärmeren Frühlings- und Herbsttage optimal ausnutzen.

Denken Sie diesbezüglich auch an Bäume und Sträucher. Sie treiben im Frühling oder Sommer oft üppig aus und können so dem Gemüsegarten viel Sonne stehlen.

Bei der Standortwahl ist außerdem noch auf Abfluss-Möglichkeiten für überschüssiges Wasser zu achten. Eine Stelle, an der nach einem heftigen Regenschauer das Wasser lange stehen bleibt, ist nicht geeignet.

Beetflächen und Wege planen

Nachdem Sie den Standort für Ihren Gemüsegarten ausgewählt haben, müssen Sie die Beetflächen und Wege entsprechend planen. Personenanzahl, Platz und das gewünschte Maß an Selbstversorgung bestimmen die Beetgröße. Von der ergänzenden Versorgung bis zur totalen Selbstversorgung mit Gemüse kann die Beetgröße zwischen 1m² und 100m² pro Person variieren.

Beim Anlegen Ihrer Beete sollten Sie darauf achten, dass Sie der Breite nach alle Pflanzen leicht erreichen können. So können Sie diese später bequem pflegen und ernten. Die Beete sollten deshalb nicht breiter als 150 Zentimeter sein.

Geben Sie am besten allen Beeten eine einheitliche Größe. Das macht es später einfacher die Fruchtfolge einzuhalten. Sie können jedes Jahr das Beet wechseln, ohne die Mischkultur innerhalb des Beets verändern zu müssen. So ernten Sie immer etwa die gleichen Mengen der verschiedenen Gemüsesorten.

Bei größeren Gärten lohnt es sich in jedem Fall einen befestigten Hauptweg im Gemüsegarten anzulegen.

Die Wege zwischen den einzelnen Beeten sollten mindestens 30 Zentimeter breit sein. So können Sie sich leicht überall zwischen den Beeten bewegen ohne die Erde festzutreten oder die Pflanzen zu verletzen. Außerdem können Sie so später mit einer Schubkarre durch Ihre Beete manövrieren.

Für kleinere, unbefestigte Wege zwischen den Beeten genügt es, Rindenmulch als Unterlage aus zu streuen. Alternativ können Sie einfach breite Holzbretter als provisorische Wege zwischen die Gemüsebeete legen. Auch vereinzelte Trittsteine sind eine praktische Lösung.

Bewässerung

Ein wichtiger Teil des Gartens ist die Bewässerung. Nur so können Obst und Gemüse auch richtig gedeihen.

Zunächst sollten Sie also einen Wasseranschluss verlegen. Dadurch sparen Sie sich mühsames Wasserschleppen mit der Gießkanne.

Heben Sie unter dem geplanten Hauptweg einen etwa 40 Zentimeter tiefen Graben aus und legen Sie die Wasserzuleitung hinein. Je nach Bedarf können Sie am Ende eine zentrale Wassersteckdose anschließen, oder auch mehrere Dosen zwischenschalten. Sie werden bodeneben eingebaut und besitzen eine Abdeckklappe, damit sie auch in Wegeflächen eingebaut werden können.

Bodenbeschaffenheit

Bevor Sie tatsächlich mit der Bepflanzung beginnen können, sollten Sie unbedingt die Bodenbeschaffenheit an Ihrem gewählten Standort überprüfen lassen.

Schicken Sie dafür bis zu zehn Bodenproben aus Ihrem Garten an ein Labor.

Tipp: Um besonders aussagekräftige Ergebnisse zu erhalten, sollten Sie die Proben aus bis zu 25 Zentimeter Tiefe entnehmen.

Die fertige Bodenanalyse aus dem Labor gibt dann Aufschluss über Nährstoff– bzw. Mineralgehalt, PH-Wert sowie über auch eine mögliche Schadstoffbelastung im Boden.

Auch mit Hilfe sogenannter Zeigerpflanzen können Sie einige Rückschlüsse über die Qualität des Bodens ziehen. Moos spricht zum Beispiel für einen sauren Boden, Brennnesseln weisen auf zu viel Stickstoff in der Erde.

2. Den Gemüsegarten bepflanzen

Um eine effektive, langfristige Bepflanzung Ihres Gemüsegartens zu ermöglichen, sollten Sie einen gut durchdachten Pflanzplan anfertigen. Dieser berücksichtigt idealerweise Pflanzzeiten, Wachstumszeiten und Ernte der einzelnen Gemüsesorten.

Außerdem ordnet ein guter Pflanzplan den Haupt- sowie den Vor- und Nachkulturen einen Platz und Anpflanz-Zeitraum im Gartenbeet zu. Sogar die Fruchtfolge sollten Sie vor der ersten Bepflanzung Ihrer Beete zumindest grob planen.

Auch die Wahl des Saatgutes spielt natürlich eine große Rolle. Sie sollten sich für besonders robuste Sorten entscheiden. So ist Ihr Gemüse eher gegen bestimmte Krankheiten und Schädlinge geschützt und gegenüber widrigen Witterungsverhältnissen widerstandsfähiger. Besonders empfehlenswert sind deshalb alte Gemüsesorten. Sie haben sich über Generationen an die Bedingungen einer Region angepasst.

Mischkultur für gesunde Pflanzen

Wenn Sie in Ihrem Gemüsegarten Wert auf Vielfalt legen, sollten Sie bei der Bepflanzung eine Mischkultur anlegen. Denn es ist wichtig, dass Nachbargewächse nicht aus derselben Pflanzenfamilie stammen. Anderenfalls werden dem Boden zu einseitig Nährstoffe entzogen.

Da Pflanzen einer Familie außerdem für dieselben Krankheiten anfällig sind, können sich Erreger bei einer Monokultur für längere Zeit in der Erde ansiedeln. Dadurch werden die Pflanzen geschwächt und die Ernte beeinträchtigt.

Verschiedene Kräuter und Gemüsearten gemischt schützen sich zudem häufig gegenseitig vor Schädlingen. Blumen im Gemüsebeet ziehen nützliche Insekten an, die viele Pflanzen bestäuben, und halten Schädlinge fern.

So kann eine Mischkultur im Gemüsegarten insgesamt deutlich bessere Erträge liefern.

Auf die Fruchtfolge achten

Wie schon erwähnt, spielt auch die Fruchtfolge im Garten eine entscheidende Rolle. Es handelt sich dabei um eine jährliche Abfolge, in der Nutzpflanzen angebaut werden.

Sinnvoll ist so eine Fruchtfolge aus zweierlei Gründen:

Zum einen gibt es Pflanzen mit unterschiedlich hohem Nährstoffbedarf. Die sogenannten Starkzehrer und Schwachzehrer. Schwachzehrer entziehen der Erde kaum bis gar keine Nährstoffe. Die Starkzehrer dagegen sind auf einen sehr fruchtbaren Boden angewiesen. Damit sich die Erde im Beet optimal erholen kann, sollte man Pflanzen mit viel und wenig Nährstoffbedarf abwechseln.

Zum anderen trägt die Variation der Bepflanzung zur Gesundheit und Schädlingsfreiheit der Pflanzen bei. Wird eine Pflanzenfamilie nur alle paar Jahre in ein Beet gesetzt, können sich Krankheiten oder Schädlinge nicht festsetzen. Ihnen wird buchstäblich die Nahrung entzogen.

3. Die richtige Pflege für den Gemüsegarten

Zur richtigen Pflege eines Gemüsegartens gehört natürlich an erster Stelle die Bewässerung. Aber auch das Unkraut zu jäten und die Beete zu düngen gehören zu den regelmäßigen Aufgaben eines Gärtners.

Unkraut jäten

Unerwünschtes Unkraut raubt dem Gemüse Nährstoffe, Wasser und häufig auch Sonnenlicht. Hacken Sie das Gemüsebeet regelmäßig, um der Ausbreitung von Unkräutern vorzubeugen.

Sollten sie sich doch einmal angesiedelt haben, reißen Sie sie mit der Wurzel aus dem Boden und beseitigen sie.

Kleiner Tipp: Unkraut ist aber nicht nur schädlich. Viele Sorten wie Brennnesseln, Löwenzahn, Vogelmiere und Spitzwegerich gehören zu den Wildkräutern. Sie sind essbar und können zu Tee oder Suppen verarbeitet werden. Außerdem haben sie oft heilsame Wirkungen, die schon in der Medizin des Mittelalters bekannt waren.

Richtig düngen

In den meisten Fällen ist die Düngung mit Kompost, Hornspänen oder Pferdemist völlig ausreichend. Wer mit Kompost düngen möchte, sollte deshalb niemals ausgerissenes Unkraut zum Kompostieren geben.

Ob und wie häufig das Gemüsebeet gedüngt werden muss, hängt vom Nährstoffgehalt des Bodens ab.

Falls der Garten zusätzliche Nährstoffe braucht, kann biologischer Dünger aus dem Fachhandel verwendet werden. Chemikalien sollten möglichst vermieden werden. Sie hinterlassen nämlich nicht nur Rückstände im Boden und Gemüse, sondern sie töten oftmals auch nützliche Lebewesen in der Erde ab.

Vorhang, Fenster, Boden, Raum, Gardinen

Gardinen • Machen Sie Ihre Fenster zum absoluten Blickfang

Ob Meeresbrise in federleichten Seidenschleiern oder Zigarrenrauch, der schwere Samtvorhänge umwabert. Ob mediterranes Bungalow oder herrschaftliche Villa im Kolonialstil. Die passenden Gardinen verleihen jedem Raum das gewisse Etwas und runden jeden Einrichtungsstil perfekt ab.

1. Kleine Gardinen-Warenkunde

Gardine ist nicht gleich Gardine. Es gibt sie in jeder erdenklichen Länge und Beschaffenheit. Und jede Art hat einen eigenen Namen. Die geläufigsten Bezeichnungen finden Sie hier in einer kleinen Warenkunde erklärt.

Der sogenannte Store ist der Klassiker unter den Gardinen. Ein Store ist in der Regel halbdurchsichtig. So kann trotz Vorhang noch Tageslicht ins Zimmer fallen. Je nach Modell kann diese Art der Gardine bodenlang sein oder nur bis zur Fensterbank reichen. In der Regel wird ein Store seitlich von Schals begleitet, die als Übergardinen genutzt werden können.

Eine Unterkategorie der Stores sind die Plissees. Darunter versteht man Falt- bzw. Raffstores, die direkt vor dem Innenfenster sitzen. Sie lassen sich je nach an der Wand, der Decke, in oder auf dem Fenster anbringen. Plissees funktionieren ähnlich wie Rollos. Sie können nach oben oder unten verschoben und dabei beliebig zusammen- bzw. auseinandergezogen werden. Darüber hinaus bieten sie Sicht-und Lichtschutz.

Als Alternative zu schweren Vorhängen oder doppeltgereihten Stores bieten sich moderne Schiebegardinen an. Sie bestehen nur aus leichtem Stoff. Dieser wird meist in langen Bahnen vor dem Fenster oder der Wand aufgehängt. Diese sogenannten Paneele werden oben oft mit Klettverschluss an einer Leiste befestigt. Diese kann dann in einer Schiene hin- und hergeschoben werden. Unten wird die Schiebebahn mit einem Gewicht beschwert. So hängt die Gardine gerade. Die trendigen Schiebegardinen eignen sich übrigens auch hervorragend als Raumteiler.

2. Kleine Gardinen-Stoffkunde

Die Auswahl an Vorhangstoffen ist unglaublich groß. Für jeden Geschmack, Verwendungszweck und Geldbeutel gibt es einen passenden Vorhangstoff.

Ob blickdicht fürs Schlafzimmer, elegant für Wohnzimmer, abwaschbar fürs Bad oder pflegeleicht für Küche und Kinderzimmer. Sowohl stofflich als auch farblich können Sie Ihre Vorhänge individuell an Ihre Inneneinrichtung anpassen. So erzeugen Sie ganz leicht ein harmonisches Raumgefühl.

Hier finden Sie eine Übersicht der wichtigsten Gardinen-Stoffe:

Polyester: Pflegeleichtes, strapazierfähiges Kunst-Gewebe, läuft nicht ein, hohe Lichtbeständigkeit

Baumwolle: Strapazierfähige Naturfaser, waschbar, nicht bügelfrei

Leinen: Naturfaser, waschbar, nicht bügelfrei, knitteranfällig, besticht durch kühlen Griff

Mikrofaser: Feinfädiges Gewebe, aus natürlichen oder synthetischen Werkstoffen gefertigt, außergewöhnlich weich und formbeständig.

Voile: Feinfädiges, transparentes Gewebe, zeichnet sich besonders durch seinen weichfließenden Faltenfall aus

Organza: Hochtransparentes, hauchzartes Gewebe, leichter, sehr edlen Glanz

Jacquard: Blickdichter oder transparenter Stoff. Spezielles Webverfahren ermöglicht nahezu unbegrenzte Mustervielfalt

Scherli: Halbtransparentes Gewebe, eingewebt mit dickeren Effektfäden, Abschneiden der verbindenden Fäden ergibt die spezielle Art der Musterung.

Stickerei: Maschinell- oder handgefertigte Verzierung bei Gardinen & Rollos

Ausbrenner: Transparentes Gewebe, bestehend aus zwei Materialien, bei dem transparente Durchbrüche erzielt werden.

Bedenken Sie außerdem:

Neben der Ästhetik spielen bei der Stoffwahl auch die Größe des Raums und der Lichteinfall eine Rolle. Kleine, dunkle Räume wirken durch Stoffe in hellen Farbtönen heller und größer. Großzügig geschnittenen Räumen verleiht der richtige Stoff das entscheidende Quäntchen Gemütlichkeit.

Überlegen Sie sich auch, ob Sie lieber etwas Leichtes oder etwas Schweres haben wollen. Ein gefütterter oder moltonierter Vorhang beispielsweise wird schwerer, blickdichter und schluckt den Schall besser.

Die Farbe und das Muster spielen natürlich auch eine große Rolle. Der Vorhangstoff kann mit Mustern bedruckt, bestickt oder gewebt sein. Die Art der Technik entscheidet über den Preis des Stoffes.

Zur eigenen Sicherheit sollten Sie außerdem darauf achten, dass die Gardine aus schwer entflammbarem oder gar feuerfestem Material besteht.

3. Für jedes Zimmer die passenden Gardinen

Gardinen im Wohnzimmer

Im Wohnzimmer darf es gern auch mal eleganter zugehen. Vorhänge erfüllen hier oft einen dekorativen Zweck: Samt und seidenglänzende Stoffe dekoriert als Schals oder bodenlange Vorhänge wirken klassisch und vornehm. Modern und unkompliziert dagegen sind leichte Vorhänge aus Baumwolle in hellen Tönen oder bunt gemustert.

Gardinen im Schlafzimmer

Im Schlafzimmer sollen Vorhänge meist blickdicht sein und das Zimmer bei Bedarf abdunkeln. Dafür kommen dichte Baumwollstoffe in Frage. Gerade Gardinen aus eher dicken und flauschigen Textilien sorgen außerdem für zusätzlichen Schallschutz. Darüberhinaus schützen sie im Winter auch vor unangenehmer Kälte.

Gardinen im Kinderzimmer

Besonders bei Babys und Kleinkindern sind lichtundurchlässige Gardinen zur Verdunklung des Kinderzimmers sinnvoll.

Bei größeren Kindern kann man sich für die Wahl der Muster nach dem Geschmack des Kindes richten. Motive aus dem Lieblings-Disneyfilm oder der coolsten Actionserie kommen hier in den Sinn. Gardinen mit Farben und Mustern lassen das Kinderzimmer frisch und fröhlich aussehen. Dezentere Gardinen betonen eine harmonische und ruhige Atmosphäre.

Bei besonders spielfreudigen und wilden Kindern empfiehlt es sich, auf pflegeleichte Stoffe zurückzugreifen.

Gardinen in Küche und Bad

Für die Küche empfiehlt sich ein pflegeleichter Stoff, der regelmäßig gewaschen werden kann.

Vorhänge fürs Bad sind teilweise aus abwaschbarem Textil, so dass ihnen die Feuchtigkeit nichts anhaben kann.

4. Tipps zum Anbringen der Gardinen

Sie habe Ihre Lieblingsgardinen gefunden? Dann fehlt jetzt nur noch das Aufhängen.

Wichtig ist zunächst immer, dass Sie passende Dübel für Ihre Decke oder Wände verwenden. Wenn Sie sich bei der Auswahl unsicher sind, können Sie sich im Baumarkt beraten lassen.

Schwere Vorhang-Stoffe sollten mit stabilen Gardinenstangen oder -Schienen angebracht werden. Gardinenschienen lassen sich auch um Kurven führen. So können Sie problemlos über Eck führende Fenster mit Vorhängen versehen. Mit einem Raffhalter können Sie Ihre Gardine mehr Form verleihen. Dadurch sieht sie besonders dekorativ aussieht.

Leichtere Vorhänge können auch mit einer Drahtseil-Bespannung zwischen zwei Wänden angebracht werden. Wichtig ist auch, dass Sie die Befestigung so wählen, dass sie das Gewicht der Gardine tragen kann und sich der Vorhang hinterher leicht auf- und zuziehen lässt.

5. Gardinen reinigen: Darauf sollten Sie achten

Da das Waschen von Gardinen besonders arbeitsintensiv und zeitaufwändig sein kann, sollten Sie schon beim Kauf auf pflegeleichte, formbeständige Vorhänge mit gutem Faltenfall achten.

Die meisten modernen Stoffe sind relativ pflegeleicht und lassen sich in handelsüblichen Waschmaschinen im Schonprogramm (bei 30°C) problemlos waschen. Kunstoff- und Metallteile sollten Sie gerade bei empfindlicheren Stoffen vor dem Waschen entfernen.

Waschen Sie die Gardine am besten in einem Wäschesack oder einem Kopfkissenbezug. Achten Sie auch darauf, die Waschtrommel nicht zu voll zu beladen. Besonders empfindliche Stoffe waschen Sie sie am besten von Hand in der Badewanne. Dabei nicht rubbeln oder gar wringen, denn das kann den Stoff schädigen. Verwenden Sie für weiße Gardinen unbedingt ein spezielles Gardinenwaschmittel, das auch unschöne Grauschleier entfernt. So werden sie wieder wie neu.

Hängen Sie die Gardinen nach dem Waschen am besten noch leicht feucht vors Fenster. Dank ihres Eigengewichts hängen sie sich aus und werden auch ohne Bügeln schön glatt. Dickere Gardinen sollten sie allerdings in der Wäsche schleudern oder vorher etwas auf der Leine vortrocknen lassen. Bedenken Sie beim Aufhängen immer die zusätzliche Belastung auf Gardinenstange, Dübel und Schrauben.

Wand, Farbe, Bett

Farbtrends 2018 • Die neuen Farben für Ihr Zuhause

Ob kräftig oder ganz natürlich – bei den neuen Farbtrends 2018 ist für jeden etwas dabei. Flamingo-Pink und leuchtendes Gelb werden abgelöst. Dieses Jahr werden unter anderem Naturfarben ganz groß geschrieben.

Grün, grün, grün sind alle meine Farben…

Ganz nach dem Motto „Urban Jungle“ sind Grüntöne ganz groß im Rennen. Neben kräftigem Patinagrün sorgen vor allem helle Grüntöne für Gemütlichkeit. Zum Beispiel erzeugt ein frisches Lindgrün ein lebendiges und gleichzeitig modernes Flair. Gleiches gilt für das sanfte Salbeigrün. Wer es gerne noch erdiger mag, kann auch mit Moosgrün arbeiten. Dazu lassen sich vor allem gemütliche Holzmöbel kombinieren. So setzen Sie zusätzlich auf Natürlichkeit. Außerdem passen Accessoires aus naturbelassenem Holz hervorragend. Sie wollen mehr Farbe ins Spiel bringen? Mit einer Kombination aus Waldgrün und Rosatönen bringen Sie noch mehr Charakter in die eigenen vier Wände.

Immer schön – Pastell

Der Dauerbrenner unter den Wandfarben: Pastelltöne. Sie gehören nicht nur zu den Farbtrends für Frühjahr und Sommer 2018 – sie sind immer beliebt. Ob Rosé, Hellblau oder Mint, zartes Pastell sorgt für ein helles, gemütliches Flair. Pastelliges Apricot und Türkis wirken zusammen besonders frisch. Allgemein wirken sie in Kombination mit weißen Möbeln und hellem Holz sehr fröhlich.

Rosatöne sind dieses Jahr allgemein stark vertreten – helles Rosé, zurückhaltendes Altrosa oder auch Mauve. Vor allem letzteres ist sehr beliebt. Der Farbton zwischen Rosa und Flieder ist besonders verspielt. Zusammen mit Grau, Creme oder Weiß hingegen wirkt die Farbe unaufdringlicher und weniger kitschig. So hat Mauve mittlerweile schon Einzug in die Schlaf- und Wohnzimmer gehalten. Wer die Trendfarbe Mauve gerne extravaganter in Szene setzen will, kann auf andere Pastelltöne zurückgreifen, zum Beispiel Pastellblau-, -grün, oder –orange.

Ein außergewöhnliches Design schaffen Sie zudem mit einem Zusammenspiel aus Pastellrosa und Dunkelblau. Der starke Kontrast sorgt für einen dramatischen Effekt. So wird Ihr Raum ganz sicher zu etwas ganz Besonderem.

Rottöne – warm und edel

Bringen Sie ein wenig Leben in Ihr Zuhause – mit kräftigen Rottönen. Bestimmte Rottöne können beruhigend wirken. Vor allem wenn Sie dem Licht der untergehenden Sonne ähneln. Sehr kräftige Töne machen im Gegensatz dazu eher aggressiv. Einer der Farbtrends 2018: Bordeaux. Damit geben Sie Ihrem Zuhause einen einzigartigen, eleganten Charakter. Einrichtungsgegenstände in grau, schwarz oder braun unterstreichen die Farbe zusätzlich. So wirkt der Raum noch edler. Aber auch hier gilt: Bordeaux eignet sich eher für große, helle Räume.

Noch mehr Lebendigkeit geht mit einem kräftigen Orange. Die warme Farbe wirkt fröhlich und außergewöhnlich. Kombinieren Sie dazu helle und neutrale Töne wie Beige oder ein helles Grau, um den Raum nicht zu überladen. Extra Gemütlichkeit bringt zum Beispiel ein großes Sofa in creme.

Petrol

Auch Petrol liegt voll im Trend. Der dunkle Ton zwischen grün und blau wirkt klassisch und edel. Aber Achtung: Ein Anstrich in dieser Farbe will gut überlegt sein. Denn: Dunkle Farben machen Räume optisch kleiner. Am besten wirkt Petrol also in großen, lichtdurchfluteten Räumen. Möbel und Dekorationsgegenstände aus Holz, Stein oder Samt ergänzen den modernen Stil. Wer es gerne luxuriös hat kann es auch mit Violett und Waldgrün kombinieren. Mit Akzenten aus Gold und Kupfer schaffen Sie extra Glamour.

Zeitlos in Grau

Grau – noch ein Dauerbrenner. Mit verschiedensten Grautönen schaffen Sie ein stilvolles und modernes Ambiente. Mit einem sanften Hellgrau und viel Weiß gelingt das klare und moderne Design. Ein bisschen Pepp bringen kleine Akzente in frischen Farben. Wer es gerne zurückhaltender mag, kann außerdem auch auf Taubengrau zurückgreifen. Eine moderne und vielseitige Variante.

Aber auch Anthrazit hat seine Reize. Das dunkle Grau, dem Schwarz nah, ist besonders elegant. Mit hellen Kontrastfarben verhindern Sie, dass der Raum zu dunkel wirkt. Ähnlich zum trendigen Anthrazit: Dunkelblau. Dank heller Accessoires lässt sich auch mit Dunkelblau eine extravagante und edle Atmosphäre erzeugen.

Back to Nature – Naturtöne

Für Flexibilität und Vielseitigkeit sorgen besonders natürliche Farben. Ganz vorne mit dabei: Beige. Wände in Beige oder Sand sind zeitlos schön und lassen sich mit Dekoration aus Holz, Gold oder Kupfer perfekt ergänzen. So erhalten Sie den gewünschten Glamour.

Schlichter geht’s mit Naturtönen wie Holz, Stein oder Wolle. Im Gegensatz zum kalten Weiß sorgen dezente Naturfarben gleichzeitig für Gemütlichkeit und Klarheit. Weiße Wände lassen Räume schnell kalt wirken. Mehr Wärme erhalten Sie auch mit warmen Tönen wie rot und gelb.

Passend zu den Naturfarben können Sie Ihr Heim im schwedischen Wohntrend „Lagom“ einrichten. Dabei spielt eine natürliche Farbgebung eine entscheidende Rolle.

Grundregeln für die Auswahl der Wandfarbe

Generell gilt: Bei der farblichen Gestaltung Ihres Hauses sind nicht nur die aktuellen Farbtrends entscheidend. Sie sollten auch einige Grundregeln beachten. So spielt zum Beispiel die Lage des Raums eine Rolle. Kühle Farben wirken besonders in Räumen auf der Sonnenseite. Helle Farben wirken dort noch heller. Hier ist Vorsicht geboten – je nach Farbton kann der Raum dann kalt wirken. Auf der Nordseite sollten Sie besser auf warme Farben setzen. Denn: Dort fehlt das Sonnenlicht. Das können Sie aber leicht ausgleichen, zum Beispiel mit kräftigem Orange. Orange und andere Rottöne, aber auch Gelb, wirken besonders gut in Zimmern auf der Westseite. Dort unterstreicht die untergehende Sonne die Farbe zusätzlich.

Außerdem sollten Sie auch die Wandfarbe auf den Zweck des Raums anpassen. Denn: Farben haben ihre Wirkung. Im Schlafzimmer bieten sich beruhigende Farben an, zum Beispiel ein sanftes Blau oder die trendigen Rosatöne. Sie haben eine beruhigende Wirkung und laden zum Entspannen ein. Genauso strahlt auch Grün eine gewisse Ruhe aus, kann aber auch die Kreativität fördern. Im Wohn- oder Essbereich bietet sich zum Beispiel Orange an. Sie strahlen Geselligkeit und Fröhlichkeit aus.

Sommer, Stuhl, Blume, draußen, Outdoor-Küche

Die Outdoor-Küche • Genussvoll kochen unter freiem Himmel

Laue Sommerabende und ein Essen mit Freunden oder der ganzen Familie unter freiem Himmel. Als Gastgeber will man da verständlicherweise nicht den ganzen Abend lang in die Küche laufen. Abhilfe schafft eine sogenannte Outdoor-Küche. Hier können Sie waschen, schneiden, kochen, braten und anrichten – und all das, während Sie sich mit Ihren Gästen unterhalten.

1. Die Planung Ihrer Outdoor-Küche

Bei der Planung einer komplett neuen Outdoor-Küche haben Sie den Vorteil, dass Sie gleich zu Anfang einige wichtige Punkte berücksichtigen können.

Bei der Wahl der Materialien zum Beispiel spielt eine Rolle, wie stark die Küche der Witterung ausgesetzt ist. Ob sie ganzjährig draußen steht oder im Winter in den Schuppen geschoben wird. Auch der Untergrund und der Bodenbelag sollten schwerem Gerät gewachsen und unempfindlich gegen Schmutz sein.

Achten Sie bei der Planung außerdem auf genügend Stauraum und Abstellfläche. Das erspart so manches Hin- und Herlaufen zwischen Küche und Garten.

Eine weitere wichtige Frage ist, wie viel Platz Ihnen zur Verfügung steht. Die Abmessungen Ihrer Küchengeräte sind ausschlaggebend für die restliche Bemaßung der Küche. Dabei sollten Kühlschrank, Kochfeld/Grill und Spüle nicht mehr als jeweils drei Meter entfernt sein. Um störenden Rauch und Gerüche von Ihren Gästen fernzuhalten, sollten Grills möglichst weit von der Sitzgruppe entfernt platziert werden. Apropos Gäste! Für diese sollte die Küche natürlich auch genügend Platz bieten.

Darüber hinaus wählen Sie für die Küche einen möglichst windgeschützten Platz aus. Im Idealfall ist dieser sogar überdacht, so dass ein plötzlich einsetzendes Unwetter Ihnen nicht wortwörtlich die Suppe verhagelt.

Achten Sie bei der Standort-Wahl außerdem auf bestehende Anschlüsse von Strom, Wasser und Gas. Wenn Sie nicht alle Leitungen quer über das Grundstück verlegen müssen, spart Ihnen das Geld und Arbeit.

2. Vorteile einer Outdoor-Küche

Eine Outdoor-Küche bietet Ihnen den Luxus, ganz spontan entscheiden zu können, was und wie Sie im Garten kochen wollen. Ob frische Pasta, selbstgemachte Pizza, leckere Nachspeisen, saftige Kuchen oder deftige Eintöpfe – in einer Outdoor-Küche haben Sie die gleichen Möglichkeiten wie in einer normalen Küche.

Das Schöne dabei: Sie müssen nicht allein in der Küche stehen, sondern können sich mit ihren Gästen unterhalten, während Sie das Essen zubereiten. Das macht Sie nicht nur zu einem besseren Gastgeber, Sie selbst fühlen sich auch nicht von der Party ausgeschlossen. Und wenn Sie mal Hilfe brauchen, können die Gäste Ihnen leicht zur Hand gehen.

Auch in Sachen Komfort ist eine Outdoor-Küche von Vorteil. Sie sparen sich den langen Weg von der Küche im Haus bis in den Garten. So kommt das Essen immer warm auf den Tisch. Und falls mal eine Gabel oder ein Teller fehlt, müssen Sie dafür auch nicht weit laufen, sondern können sich in Ihrer Gartenküche bedienen.

3. Ausstattung + Zubehör

Im Idealfall steht eine Outdoor-Küche in ihrer Ausstattung einer kleinen Einbauküche in nichts nach. Zunächst dürfen deshalb ein oder mehrere Kochfelder auf keinen Fall fehlen. Je nach persönlichem Wunsch können Sie entweder Gas- oder Induktionskochfelder installieren.

Eine gut ausgestattete Außenküche beinhaltet außerdem eine Grillstelle. Hier haben Sie die Wahl zwischen Gas oder Holzkohle. Modelle mit Gas werden bevorzugt, wenn sich die Outdoor-Küche unter einer Pergola oder dem Terrassendach befindet. Sie rußen weniger als Holzkohlegrills.

Einige Outdoor-Küchen bieten Halterungen für Spieße, an denen größere Braten garen können, sowie die Möglichkeit, einen Wok einzusetzen. Ist eine Abdeckhaube vorhanden, lässt sich in der Gartenküche sogar backen.

Neben der eigentlichen Kochstelle sollte eine Outdoor-Küche über ausreichend Arbeitsfläche verfügen. Ablagemöglichkeiten und Stauraum für Küchenutensilien erleichtern das Arbeiten an der Kochstation zusätzlich.

Äußerst praktisch wird eine Outdoor-Küche, wenn sie über ein Spülbecken und einen Wasserhahn verfügt. Eine Möglichkeit, elektrische Geräte wie Öfen, Mikrowellen oder Kühlschränke zu integrieren ist außerdem vorteilhaft.

4. Material

Die Anforderungen an eine Outdoor-Küche sind hoch: Das Material muss Hitze, Frost und hohe Luftfeuchtigkeit aushalten. Für die Schränke einer Outdoor-Küche eignen sich deshalb als Materialien vor allem

  • Polymer: UV-resistent, leicht zu reinigen
  • Edelstahl: sehr belastbar, wetterbeständig
  • Teakholz: natürliche Optik, wasserresistent (wenn versiegelt)

Für Fußböden und Arbeitsflächen bieten sich vor allem sehr unempfindliche Untergründe an, wie beispielsweise:

  • Stein:  Flecken-unempfindlich und enorm robust. Als budget-freundlicher Bodenbelag eignet sich am besten Kalkstein, Sandstein und Schiefer. Für ein höheres Budget ist Marmor eine gute Option.
  • Beton: Für Arbeitsplatten und Fußböden sollte er bei der Installation versiegelt werden. Da Beton mittlerweile gefärbt werden kann, ist er sehr individuell einsetzbar.
  • Fliese: Erhältlich in unzähligen Stilen und Farben. Relativ günstig in der Anschaffung. Sie können Ihren Boden auch selbst fliesen. Achten Sie jedoch darauf, dass die Fliesen frostsicher sind, damit Sie auch den Winter überstehen.

Als Unterbau eignet sich zum Beispiel eine gemauerte Basis oder sogar Anrichten aus fest verankertem Beton.

5. Mobil oder Gemauert – die verschiedenen Outdoor-Küchen

Gemauerte Lösungen für Outdoor-Küchen sind eine gute und langlebige Option. Beachten sollten Sie dabei nur die Gefahr von Staunässe. In der Nähe von Salzwasser sollte aus Gründen der Langlebigkeit idealerweise ausschließlich Edelstahl verwendet werden.

Wer seine Outdoor-Küche zu bestimmten Jahreszeiten gar nicht nutzt, sollte über eine mobile Variante nachdenken. Viele Küchen-Elemente gibt es auch auf Rädern.
So bleiben Sie flexibel und können die Küche bei Bedarf auch leicht von A nach B transportieren. Wenn Sie beispielsweise in den Wintermonaten nicht da sind, können Sie die Küche einfach in die Garage verfrachten. Dort bleibt sie auch bei Schnee trocken und geschützt.

Wer eine vollständig mobile Outdoor-Küche haben will, kann sich mit Modulen behelfen. Die Bestandteile sind aus Stahl gefertigt. Sie lassen sich frei miteinander kombinieren und je nach Geschmack arrangieren. Zum Beispiel können Sie so eine klassische Küchenzeile oder eine Kochinsel kreieren. Die Module sind nicht nur teilweise rollbar, sondern auch mittels einfachem Steckprinzip leicht zerleg- und wieder aufbaubar. So lässt sich die Küche mit geringem Aufwand schnell umstellen.

6. Outdoor-Küche – Kaufen oder selber bauen?

Als erstes sollten Sie überlegen, wie oft und wofür Sie die Außenküche überwiegend nutzen möchten. Grenzen Sie auf Basis dieser Überlegungen ein, welche Funktionen Sie unbedingt benötigen. Beispielsweise brauchen Sie keinen zusätzlichen Kühlschrank, wenn sich Sie Ihre Outdoor-Küche nah genug am Haus befindet. Außerdem kommt es natürlich auch darauf an welches Budget Ihnen zur Verfügung steht.

Die Kosten für eine maßgeschneiderte, voll ausgestattete Outdoor-Küche für den Garten sind vergleichbar mit der Investition einer Einbauküche für den Innenraum. Vorgefertigte Outdoor-Küchen sind bereits ab 2.500 Euro zu haben.

Wer mag, kann sich in Sachen Outdoor-Küche auch im Eigenbau versuchen. Im Baumarkt werden Sie über geeignete Bausteine für den Unterbau und die Arbeitsflächen der Outdoor-Küche informiert.

Garten, Beleuchtung, Terrasse, Gartenbeleuchtung

Gartenbeleuchtung • Rücken Sie Ihren Garten ins rechte Licht

Jetzt im Sommer ist der Garten wieder ein zentraler Ort für Groß und Klein. Ob Grillparty oder romantischer Abend zu zweit – für das i-Tüpfelchen sorgt stimmungsvolle Gartenbeleuchtung.

Aber auch im Herbst oder Winter beim Blick auf leuchtendes Laub oder schneebedeckte Äste: Die passenden Beleuchtungselemente schaffen eine individuelle Atmosphäre. Mit ein paar Tipps kann man seine Gartenbeleuchtung effektiv planen.

1. Arten der Gartenbeleuchtung

Generell kann man zwei Arten der Gartenbeleuchtung unterscheiden.

Zum einen die zweckmäßige, funktionale Beleuchtung. Sie dient dazu, den Hauseingang, die Einfahrt, Wege und Stufen auszuleuchten und hilft in erster Linie bei der Orientierung und bietet Sicherheit. Oft sind die Leuchten mit Bewegungsmeldern gekoppelt. Sie schalten sich also nur bei Bedarf ein.

Dies kann auch der Abschreckung von Einbrechern dienen, genau wie das Ausleuchten von schlecht einsehbaren Bereichen rund ums Haus.

Für Wege und Einfahrten sind Poller-Leuchten ideal, deren Licht von einem erhöhten Punkt nach unten abgestrahlt wird. So sind Wege und insbesondere Treppenstufen gut zu erkennen, ohne dass das Licht blendet.

Auch auf Terrassen und Sitzplätzen hat Licht eine praktische Funktion. Besonders allerdings zielt diese Art der Beleuchtung auf eine ästhetische Wirkung ab. Der Garten soll bei Dunkelheit in Szene gesetzt und die Terrasse in stimmungsvolles Licht getaucht werden. Hierfür werden nicht nur elektrische Leuchten, sondern auch Windlichter, Lichterketten, Fackeln oder andere Feuerstellen verwendet.

2. Energieversorgung/Lichterzeugung

Vielseitige Beleuchtung mit LEDs

Eine technische Entwicklung hat die Gartenbeleuchtung in den vergangenen Jahren revolutioniert: LED-Leuchten. Sie verbrauchen im Vergleich zu herkömmlichen Glühbirnen nur einen Bruchteil des Stroms. Zudem haben sie eine viel höhere Lebensdauer.

LEDs können sehr gut mit Niedrigvolt-Systemen betrieben werden, die auch ein Laie gefahrlos installieren kann.

Die Leuchtkörper passen in kleine Leuchten, Bänder und Lichterketten, wodurch sich neue Einsatzmöglichkeiten ergeben. LED-Lampen mit aufladbaren Akkus sind unabhängig von der Stromversorgung über Kabel. Dadurch können sie sehr flexibel eingesetzt werden. Es gibt auch viele Modelle, die sich über ein kleines Solarpanel von selbst wieder aufladen.

LEDs gibt es inzwischen in den verschiedensten Farben, oder mit selbst einstellbarer Farbwahl. Man sollte nur darauf achten, dass der Garten mit Beleuchtung in Farbtönen wie Blau und Rot schnell etwas kitschig wirken kann.

Solarlampen für unkomplizierte Gartenbeleuchtung

Falls im Garten keine Steckdose zur Verfügung steht, kann man auf Solarlampen zurückgreifen. Die benötigen nämlich kein Kabel und können einfach in den Boden gesteckt werden. Sie tanken und speichern tagsüber Sonne und leuchten nachts. Ein Lichtsensor im Gehäuse schaltet die Lampe bei Dunkelheit automatisch an.

Romantik pur mit Kerzen

Wenn Sie es noch romantischer und heimeliger haben wollen, bieten sich Kerzen zur Beleuchtung an. Diese können einfach freistehend auf dem Gartentisch platziert werden. Oder man kann sie wahlweise in Laternen oder Windlichter stellen. Wem echte Kerzen ein zu großes Feuerrisiko darstellen, der kann auch batteriebetriebene Kunst-Kerzen verwenden.

3. Material und Design – Gartenbeleuchtung als Mittel der Gartengestaltung

Die Gartenbeleuchtung soll idealerweise die Architektur des Hauses und den Stil des Gartens unterstreichen. So passt zum Beispiel zu einer herrschaftlichen Villa aus dem 19. Jahrhundert eher eine gusseiserne Wandlampe. Wohingegen moderne Solar-Laternen im Stil viel besser zu einem kubischen Neubau passen.

Die Gartenbeleuchtung sollte eher zurückhaltend verwendet werden. Ideal hebt sie nur einzelne Besonderheiten hervor. Dafür eignet sich vor allem Licht mit warm-weißer Farbe, denn es zeichnet die Konturen besonders weich nach.

Neben einem stimmigen Design kommt es bei der Gartenbeleuchtung vor allem auf das Material an. Die Lampen müssen allen Witterungsverhältnissen standhalten können. Deshalb eignen sich Kunststoff und rostfreier Edelstahl für Gartenleuchten besonders.

4. Der richtige Platz für die Gartenbeleuchtung

Licht für den Gartensitzplatz

Wenn es im Sommer warm genug wird, um auch abends draußen essen zu können, ist es wichtig, am Sitzplatz für ausreichend Helligkeit zu sorgen.

Neben einer Beleuchtung durch Außenleuchten an der Hauswand sind vor allem mehrere kleine Leuchten für den Sitzplatz ideal.

Besonders Gartenleuchten im wohnlichen Design als Tisch- oder Standleuchten schaffen stimmungsvolle Lichtinseln. Auch Hängeleuchten sind für die Beleuchtung des Sitzplatzes bestens geeignet. Mit Fackeln oder Windlichtern zaubern Sie eine richtig gemütliche Atmosphäre.

Strahler für einzelne Pflanzen

Mit der richtigen Gartenbeleuchtung werden Blumen und Bäume zu echten Kunstwerken. Nach oben gerichtete Strahler eignen sich dafür besonders. Durch das gezielte Licht wird nur die einzelne Pflanze angeleuchtet.

Zur effektvollen Beleuchtung von Beeten oder kleinen Sitzecken im Garten sind Einbauleuchten die passende Wahl. Wenn Sie das Licht ganz gezielt auf die schönsten Ecken Ihres Gartens richten, bekommt dieser räumliche Tiefe.

Licht für den Weg

Die Beleuchtung an Wegen hat in erster Linie den Zweck, diese ausreichend zu beleuchten. So stolpert man nachts nicht oder übersieht Hindernisse oder Stufen. Um eine gleichmäßige Beleuchtung zu erzeugen verwenden Sie mehrere Leuchten in kurzen Abständen.

Neben dem Sicherheitsaspekt spielt Wegbeleuchtung im Garten design-technisch eine große Rolle. Sie strukturiert den Garten und vermitteln erst die Größe eines Gartens. Die meisten Poller- oder Sockelleuchten gibt es in Größen bis maximal 1,5 Meter Höhe. Sie sind so gebaut, dass ihr Licht direkt auf den Boden strahlt und nicht nach oben blendet.

Am Teich oder unter Wasser

Licht und Wasser sind die Essenzen des Lebens. In Ihrem Garten können Sie diese beiden Kräfte ganz leicht in Harmonie bringen. Gartenleuchten können sowohl außen am Teich oder Springbrunnen als auch unter Wasser effektvoll eingesetzt werden.

Mit vorgesetzten Filterscheiben wechselt das Wasser sogar seine Farbe.

Diese Art der Beleuchtung arbeitet mit Niedervolttechnik und braucht wenig Strom. Alternativ können Sie eine wasserdichte Lichterkette mit LEDs verlegen, die in unterschiedlichen Farben leuchten können.

5. Steuerung

Die Steuerung der Gartenbeleuchtung ist heutzutage völlig flexibel möglich. Tragbare Akku-Leuchten sorgen für Licht, wo Sie es gerade benötigen. Ob auf einer festlichen Tafel im Freien, beim Grillen oder neben dem Liegestuhl als Leselicht. Auch auf dem Balkon sind Akkuleuchtejn eine kompakte Wahl.

Außerdem ist es praktisch, dimmbare Gartenleuchten einzusetzen. Sogenannte Plug & Shine Leuchten lassen sich mit der Fernbedienung oder Smartphone ganz Wunsch einstellen. So können Sie sogar ganz individuell definierbare Gruppenschaltungen programmieren.

Wer eine Sprachsteuerung besitzt, bei dem heißt es dank moderner Gartenleuchten ganz einfach: „Alexa, Beleuchtung im Garten anschalten!“

6. Sicherheit

Da Gartenleuchten das Jahr über allen Witterungsverhältnissen ausgesetzt sind, ist Sicherheit besonders wichtig. Verwenden Sie im Garten nur Leuchten, die für die Verwendung im Freien auch wirklich vorgesehen sind. Die Lampen sollten unbedingt immer die ausreichende Schutzklasse besitzen.

Diese wird mit der sogenannten Schutzklasse IP angegeben, die die Dichte gegenüber Fremdkörpern und Wasser bezeichnet. Je höher eine Ziffer ist, desto höher ist der Schutz. Im Außenbereich, beispielsweise für eine Wandleuchte, ist mindestens IP 44 erforderlich. Im Boden eingelassene Leuchten brauchen die höhere Schutzklasse IP 67. Dauerhaft unter Wasser angebrachte Lampen benötigen die Schutzklasse IP 68.

Achten Sie darauf, dass auch Kabel, Transformatoren und andere elektrische Bauteile die entsprechenden Schutzklassen aufweisen und stellen Sie diese entsprechend geschützt auf.

Wenn Sie Leuchten in der Nähe von Blumenbeeten, Bäumen oder Tischen mit Tischdecken platzieren, müssen Sie außerdem die Wärmeentwicklung der Lampen bedenken. Dies gilt besonders für klassische Halogenlampen, da diese am meisten Wärme produzieren.

7. Tipps zur Installation

Bei größeren Gärten ist es sinnvoll, feste 230 Volt Steckdosen zu installieren. Dies muss grundsätzlich von einem Fachmann übernommen werden.

Die Kabel für diese Grundversorgung sollten mindestens 60 Zentimeter tief in der Erde liegen.

Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte gleich ein mindestens fünfadriges Kabel verlegt werden. Fällt da mal eine Ader aus, übernehmen die anderen die Arbeit. So muss man im Notfall nicht die ganze Verkabelung wieder aus der Erde holen.

Von der festen 230-Volt-Steckdose ausgehend kann auch der Laie an einem Niedrigvolt-System gefahrlos weiterarbeiten. Mit einem Trafo wird die Spannung heruntergeregelt. An ihn kann man dann Spots und Poller-Leuchten anschließen.

Besonders für bereits bestehende und eingewachsene Gärten ist es ideal, die dünnen Kabel oberirdisch zu verlegen. Sie können zum Beispiel unter einer Mulch-Schicht leicht versteckt werden.

Sie sollten sich nur den Verlauf der Kabel unbedingt merken, um sie nicht beim Rasenmähen versehentlich zu beschädigen.

Wichtig sind außerdem ausreichend Schalter, um die Beleuchtung ein- und ausschalten zu können. Auch über Funkschalter oder die Hausautomation („Smart Home“) lässt sich die Gartenbeleuchtung bequem und flexibel steuern.

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Glücklich dank Lagom • Der neue Wohntrend aus Schweden

Der dänische Wohntrend Hygge wurde abgelöst von Lagom aus Schweden. Was Lagom bedeutet und wie Sie den Wohntrend in Ihrem Zuhause umsetzen können, erfahren Sie hier.

Was ist Lagom?

Unter Lagom versteht man einen neuen Trend aus Skandinavien. Im Gegensatz zum dänischen Kuschel-Wohntrend Hygge steht bei Lagom Balance und Mäßigung im Fokus. Ob Lebenseinstellung oder Wohntrend, das Konzept ist einfach: Die richtige Balance finden. Das Wort Lagom kommt aus dem Schwedischen und bedeutet frei übersetzt „genau richtig“ oder „nicht zu viel, nicht zu wenig“. Die Grundidee dahinter ist es, mit dem zufrieden zu sein, was man hat – bewusst und nachhaltig leben. Das Ziel ist dabei dauerhafte, innere Ausgeglichenheit und Glück, sowohl beim Einrichten als auch in allen anderen Bereichen des Lebens.

Wie geht’s?

Das Wichtigste ist immer das Mittelmaß. Natürlich ist das Wort Mittelmaß subjektiv auslegbar. Beurteilen Sie also ganz für Sie selbst, was das für Sie bedeutet. Allgemein gelten aber einige Anhaltspunkte für eine ausgeglichene Einrichtung. Ihre Räume sollten weder überfüllt, noch gänzlich leergefegt sein. Strenger Minimalismus kann schnell kalt und unwohnlich wirken. Aber auch bei einer zu kuscheligen und gemütlichen Einrichtung sammelt sich zu viel Krimskrams an. Ziel des Lagom-Style ist es daher, die goldene Mitte zwischen den beiden Extremen zu finden. Grundsätzlich gehören auch eine reduzierte Farbpalette, viel Licht und schlichte Eleganz zum Konzept Lagom.

Außerdem wird Umweltbewusstsein ganz groß geschrieben. Die Idee: Funktionalität, Gemütlichkeit und Eleganz gepaart mit Nachhaltigkeit. Langlebige Materialien sind daher das A und O. Wer Lagom lebt, versucht außerdem Müll weitestgehend zu vermeiden und mit sämtlichen Ressourcen sorgsam umzugehen – nicht nur mit Materialien, sondern auch mit Energie, Wasser und dem eigenen Geld. Deshalb lautet die Devise: Qualität vor Quantität. Lieber weniger, aber dafür hochwertige Gegenstände aussuchen, die Sie lange behalten werden.

Tipps zum Einrichten

Setzen Sie beim Lagom auf langlebige und nachhaltige Materialien wie Wolle oder Holz. So schützen Sie nicht nur die Umwelt, sondern schaffen eine warme, natürliche Wohnatmosphäre. Auch natürliche Farben und ruhige Töne sind unverzichtbar. Vor allem sollten Sie Möbel, Teppiche, Wandfarben und sonstige Gegenstände farblich aufeinander abstimmen. Bleiben Sie dabei unbedingt in der Farbfamilie. So schaffen Sie ein stimmiges Bild. So sind zum Beispiel Farben wie weiß und grau beim Lagom beliebt.

Wer dennoch ein wenig Farbe ins Leben bringen will, kann mit gezielten Farbakzenten spielen. Aber auch hier gilt: Weniger ist mehr. Verzichten Sie auf knallige Farben oder prunkvolle Verzierungen. Eine farbige Decke oder schöne Zimmerpflanzen reichen aus.

Außerdem können Sie mit dezenten Accessoires Wohnlichkeit schaffen, zum Beispiel mit einer hellen Baumwolldecke oder weißen Kerzen. Auch schlichte Lampen verschönern das Gesamtbild und sorgen für viel Licht. Vor allem bei Accessoires sollten Sie darauf achten, nur Gegenstände mit emotionaler Bedeutung zu behalten.

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Bodentiefe Fenster • Neuer Trend oder doch nur unnötiger Luxus?

Bodentiefe Fenster oder komplett verglaste Wände sind inzwischen nicht nur ein Geheimtipp unter gefeierten Architekten. Auch unter Haus- und Wohnungsbesitzern sind die großen Fenster sehr beliebt. Egal ob ein einzelnes Fenster, eine komplett verglaste Wand oder sogar über mehrere Stöcke hinweg – der Trend der bodentiefen Fenster verschlägt jedem den Atem. Dabei ist diese Bauweise teurer und aufwändiger als normale Fenster einzubauen. Viele fragen sich deshalb, ob sich der unglaubliche Blick überhaupt lohnt.

Vor- und Nachteile

Der Grund, warum die großen Fenster so beliebt sind, liegt weniger im praktischen als im ästhetischen Bereich. Die Fenster werden mit gutem Grund auch Panoramafenster genannt, denn sie ermöglichen einen spektakulären Ausblick. Durch die weiten Flächen wirkt der Raum größer und offener. Zusätzlich fällt mehr natürliches Licht von draußen herein. Jedoch ist die Privatsphäre gerade bei nahen Straßen oder Häusern geringer. Das verhindert man am besten mit verspiegelten Fenstern. Diese funktionieren wie ein einseitiger Spiegel. Nach innen kann nichts gesehen werden, nach außen ist ein ungetrübter, klarer Blick möglich.

Ein weiterer Nachteil ist, dass der Einbau von bodentiefen Fenstern nur durch Profis möglich ist und die Kosten auch je nach Größe und Wärmeschutzgrad höher als bei normalen Fenstern werden. Bereits bei einfachen Ausführungen liegt der Preis bei etwa 800€ mit Einbau.

Im Winter wärmt die Sonne den entsprechende Raum angenehm auf. Im Sommer jedoch sollten Sie für ausreichend Wärmeschutz sorgen um Vorkehrungen gegen diesen Treibhauseffekt zu treffen. Diese treiben die Kosten der Fenster in die Höhe, sind jedoch inzwischen sehr effizient. Dadurch, dass unter dem Fenster kein Platz für eine Heizung ist, muss oft eine Fußbodenheizung eingebaut werden. Bei einem kleineren Umbau der Fenster entsteht deshalb häufig viel Aufwand und hohe Kosten. Diese mindert zwar in vielen Fällen die KfW-Förderung, jedoch nur bis zu 25% und auch nur, wenn alle Vorgaben zur Energieeinsparung erfüllt werden.

Ein weiterer Pluspunkt ist die gute Sauerstoffregulation bei bodentiefen Fenstern, denn diese beugt Schimmel vor. Vielen Hausfrauen und –männern fällt ein weiterer Nachteil sofort auf: das Putzen. Beim Frühjahrsputz müssen Sie sich schon auf einen halben Tag Pflege einstellen. Oder Sie besorgen sich gleich professionelle Hilfe bei einem Fachbetrieb für Fensterreinigung. Außerdem gibt es viele Tipps im Internet für schnelleres Putzen, die sich lohnen.

Wichtige Vorgaben

Nicht jeder kann einfach seine Fenster austauschen und bodentiefe Fenster einbauen, für den Umbau gibt es Vorschriften. Für die bodentiefen Fenster müssen Sie zum Schutz Verbundsicherheitsglas nutzen, optimal ist auch ein Wärmeschutz. Ab einer bestimmten Höhe müssen Sie eine Absturzsicherung einbauen. Das kann ein Gitter davor sein oder Fenster, die nicht geöffnet werden können. Die Mindesthöhe variiert von Bundesland zu Bundesland.  Für die KfW-Förderung müssen Anforderungen erfüllt werden. Den Antrag dazu bearbeiten sie am besten mit einem Energieberater.

Auch bei Altbauten ist der Umbau möglich. Durch die neuen Fenster wird oft mehr Energie eingespart als bei den alten Fenstern. Ob sich der Umbau lohnt, muss aber letztendlich jeder selbst entscheiden.

 

Bodentiefe Fenster: Ihre Technik und Zukunft

Der Trend der bodentiefen Fenster wächst stetig und mit seiner Bekanntheit auch Technik und Neuheiten. Bereits seit Jahren gibt es die elektrischen Jalousien. Bei zu viel Sonnenlicht schließen  sie sich automatisch. Auch die bereits erwähnten verspiegelten Gläser, die den Schutz der Privatsphäre im Fokus haben, sind nicht schwer zu bekommen. Doch auch im chemischen Bereich gibt es Fortschritte: selbstverdunkelnde Scheiben. Es gibt einerseits elektrochrome Fenster, die bei einfallenden UV-Strahlen wie eine Sonnenbrille dunkler werden als auch Fenster, die auf Knopfdruck lichtundurchlässig werden. Die Technik ist aber noch nicht massenproduzierbar und wird im Moment verbessert.

Eine verfügbare Technik hingegen ist der sogenannte Lotuseffekt. Bei dieser Technologie befinden sich Nanopartikel  in einer preiswerten Flüssigkeit, die mit Lappen oder Schwamm auf Fenster oder auch Dusche aufgetragen wird. Durch die Nanopartikel entsteht eine wachsartige, unsichtbare und hydrophobe, also wasserabweisende, Schicht auf dem Fenster. Durch die bleibt das Wasser nicht an der Glasscheibe hängen und verdunstet stattdessen, es perlt ab und entfernt dabei den Schmutz. So ersparen Sie sich als Hausbesitzer öfter das Fensterputzen.

Kartons, Umzug, Renovierung, Möbel

Der Umzug • Tipps zur ersten eigenen Wohnung

Sie ziehen in Ihre erste eigene Wohnung? Dann denken Sie vielleicht vorrangig an den Umzug. Aber: Vor dem Einzug in die neue Wohnung müssen Sie auch einige organisatorische Aufgaben abarbeiten. So müssen Sie Internetanschluss und Telefon, sowie das Auto ummelden. Seit 2015 können Sie zwar Ihr altes Kennzeichen behalten, müssen sich aber dennoch ummelden. Außerdem sind die Ummeldung beim Einwohnermeldeamt oder bei anderen wichtigen Adressen wie Behörden, Ärzten, Versicherungen oder Banken. Darüber hinaus ist der Nachsendeantrag der Post wichtig. Dieser kann wahlweise für 6, 12 oder 24 Monate beantragt werden. Idealerweise stellen Sie den Nachsendeantrag zwei bis drei Wochen vor dem Umzug.

Aber natürlich besteht die Hauptarbeit beim Umzug selbst. Wenn Sie in Ihre erste eigene Wohnung ziehen, sind die folgenden Tipps und Hinweise sicherlich hilfreich, um den Umzug zu meistern.

Was kostet ein Umzug?

Am Anfang sollten Sie sich Gedanken machen, ob Sie den Umzug selbst durchführen oder ein Umzugsunternehmen oder Handwerker engagieren. Diese Entscheidungen haben vor allem Einfluss auf die Umzugskosten.

Die Kosten eines Umzugs ergeben sich aus den Kosten für Möbel, Elektrogeräte und Leuchtmittel. Außerdem müssen Sie Einrichtungsgegenstände, den Transport, Umzugskartons, Umzugsunternehmen und –helfer mit einrechnen. Auch Ummeldungen kosten Geld, zum Beispiel der Nachsendeantrag. Dessen Kosten belaufen sich auch 19,90-34,90€. Dazu kommen die Renovierungs- oder Verschönerungsarbeiten.

Die anfallenden Kosten können Sie senken, indem Sie selbst schleppen und Familie und Freunde um Hilfe bitten. Außerdem sollten Sie sich Gedanken darüber machen, welche Möbel oder andere Gegenstände aus der vorigen Wohnung mitbringen. Sie möchten sich aber neu einrichten? In allen großen Städten finden Sie eine Vielzahl an preisgünstigen Möbelhäusern.

Am besten stellen Sie sich vor dem Umzug eine persönliche Checkliste für die erste eigene Wohnung zusammen. Im Netz sind einige Versionen zu finden und dienen als Gedankenstütze.  Selbstverständlich können kleinere Gegenstände auch nach und nach besorgt werden. Was in jedem Fall auf Ihrer Checkliste stehen sollte sind wichtige Möbel wie das Bett oder Elektrogeräte wie der Kühlschrank oder ein Herd, falls keine Einbauküche vorhanden ist.

Die Renovierung beim Umzug

 Allgemeines

Ihre Vormieter sind beim Auszug generell nicht zu einer kompletten Renovierung der Wohnräume verpflichtet. Deshalb sind beim Einzug in die erste eigene Wohnung oft Schönheitsreparaturen notwendig, vor allem das Streichen der Wände. Der Vormieter ist nicht gezwungen die Wände weiß zu streichen, dafür aber in einer möglichst dezenten und akzeptablen Farbe. Sollte diese dennoch nicht Ihrem Geschmack entsprechen, muss eventuell neu gestrichen werden. Bei der Gestaltung Ihrer neuen Wohnung sind Ihnen grundsätzlich keine Grenzen gesetzt. Die Veränderungen müssen nur beim Auszug wieder rückgängig gemacht werden. Wichtig ist auch, dass Sie keinesfalls ohne Absprache mit dem Vermieter Veränderungen an der Bausubstanz durchführen. Bohren und Dübeln ist aber in normalem Umfang durchaus erlaubt.

Was als Schönheitsreparatur gehandelt wird, ist meist im Mietvertrag geregelt. Arbeiten, die der Vermieter aber in jedem Fall selbst übernehmen muss sind folgende:

  • Außenanstriche bei Fenstern und Türen
  • Renovierung des Treppenhauses
  • Ausbesserungen am Mauerwerk
  • Reparaturen an Lichtschaltern, Elektro- und Gasleitungen, sowie an Heizkörpern
  • Aufbereiten von Parkettfußböden
  • Eventuell Auswechseln von Teppichböden

Renovieren Schritt für Schritt:

Die Arbeiten an Ihrer ersten eigenen Wohnung können beginnen! Dazu können einige Grundregeln nützlich sein. Grundsätzlich gilt, dass Sie sich unnötige Kosten sparen, wenn Sie selbst mit anpacken, anstatt Handwerker zu engagieren. Arbeiten wie Tapezieren und Streichen können Sie meist selbst erledigen. Elektroinstallationen oder ähnliches sollten Sie jedoch besser den Spezialisten überlassen.

  • Wenn Möbel vor Vormieter übernommen werden oder schon das ein oder andere Stück in der Wohnung steht, sollten Sie diese am besten zu Anfang entfernen oder mit Plastikfolien abdecken, um Schäden zu vermeiden. Auch der Boden sollte gründlich abgedeckt sein, falls dieser nicht ausgewechselt wird.
  • Danach können Tapeten oder auch Böden entfernt werden.
  • Bohrlöcher können Sie zuspachteln auch ohne vorher den Dübel zu entfernen. Falls Sie ihn herausnehmen wollen, benutzen Sie einen Korkenzieher und drehen ihn langsam in den Dübel ein. So können Sie Ihn vorsichtig entfernen.
  • Beim Streichen sind folgende Hinweise nützlich für eine einfache Durchführung. Idealerweise arbeiten Sie sich von oben nach unten vor, das heißt bei der Decke beginnen und danach die Wände Langflorige Farbrollen eignen sich besonders für dünnflüssige Farben und grobporige Wände. Mittelflorige Rollen benutzen Sie am besten für glatte Wände und kurze Flore für feste Farben. Grundsätzlich sind kleinere Rollen handlicher und deshalb für Anfänger einfacher in der Handhabung.
  • Berechnen Sie vorab die benötigte Menge an Farbe.
  • Streichen Sie immer vom Fenster ausgehend, so sind Ansätze der Farbrolle weniger sichtbar. Außerdem ist es wichtig, bei Raumtemperatur zu streichen, damit die Farbe schneller trocknet.
  • Wenn Sie einen neuen Boden verlegen, ist es wichtig sich vorab Gedanken über den Typ des Bodenbelags zu machen. Beispielsweise ist Klick-Laminat besonders einfach in der Handhabung. Für aufwändigere Bodenbeläge sollten Sie jedoch ein Fachmann zu Rate ziehen.
  • Sind Decke, Wände und Fußboden fertig, können Sie die Deckenlampen montieren. Die Anbringung von Deckenleuchten erfordert keinen Elektriker. Dennoch lohnt es sich, jemanden um Hilfe zu bitten, wenn Sie diesbezüglich keine Erfahrung haben.

Die erste eigene Wohnung einrichten

Bei der Einrichtung der ersten eigenen Wohnung sollten Sie sich vor dem Umzug fragen, welche Möbelstücke oder andere Gegenstände aus der vorigen Wohnung mitgenommen werden können. Sind Sie mit Ihren jetzigen Möbeln zufrieden oder wollen Sie neu einrichten? Egal ob Sie Ihre alten Möbel mitbringen oder neue kaufen möchten, suchen Sie im Voraus eine dazu passende Wandfarbe aus. So kann unnötiges Umstreichen der bereits möblierten Wohnung vermieden werden.

Vorheriges Planen lohnt sich immer! Dazu gehören nicht nur Wandfarben oder Tapeten, sondern auch die passende Beleuchtung will überlegt sein. Zum Beispiel bietet sich im Wohn- und Schlafbereich indirektes Licht an, um für eine angenehme Atmosphäre zu sorgen. Dafür bieten sich zum Beispiel Wandleuchten oder Deckenfluter an. Arbeitsbereiche können Sie hingegen direkter beleuchten, um die Konzentrationsfähigkeit zu fördern.

In jedem Fall sollte sinnvoll eingerichtet werden. Bei großen Räumen können beispielsweise Regale als Raumtrenner fungieren. So können Sie das Zimmer für verschiedene Zwecke nutzen, wie zum Beispiel für Wohnen und Arbeiten. Für kleine Räume lohnen sich auch platzsparende Möbelstücke. Dies bietet zum Beispiel für Studierende an. So ermöglicht zum Beispiel ein Hochbett zusätzlichen Raum für den Schreibtisch oder ein kleines Sofa.

Natürlich ist auch die Dekoration ein entscheidender Faktor für eine wohnliche Atmosphäre. Der freien Entfaltung sind hier kaum Grenzen gesetzt. Bilder oder Poster, aber auch Gardinen verschönern die Wände. Platzieren Sie beispielsweise auch Lampen und Zimmerpflanzen für eine persönliche Note.

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Smart Home • Intelligent, komfortabel und sicher

Dank zeitgesteuerter Rollläden strahlt Ihnen morgens stets pünktlich die Sonne aufs Bett. Die automatisierte Kaffeemaschine lockt Sie mit dem Duft von frisch gekochtem Kaffee. Beim Gang ins Bad behalten Sie dank selbstregelnder Heizung warme Füße.

All das ist heute schon längst kein Wunschtraum mehr. Moderne Hausautomatik – auch Smart Home genannt – macht es möglich.

Laut einer YouGov-Studie (ein britisches Markt- und Meinungsforschungsinstitut) nutzen bereits 13 Prozent der Deutschen Smart Home-Anwendungen. Weitere 52 Prozent können sich die Nutzung mindestens in einem Bereich vorstellen.

Doch wie funktioniert Smart Home eigentlich? Hier erklären wir Ihnen die wichtigsten Funktionen intelligenter Haustechnik, die auch aus Ihrem Zuhause ein Smart Home machen.

Was genau ist Smart Home?

Smart Home dient als Oberbegriff für technische Verfahren und Systeme in Wohnräumen. Deren Basis sind vernetzte und fernsteuerbare Geräte und Installationen sowie automatisierbare Abläufe.

Dabei besitzt das Smart Home eine eigene Programmierschnittstelle, die auch via Internet angesprochen und über erweiterbare Apps gesteuert werden kann.

Wie funktioniert Smart Home?

Die Schlüssel-Komponenten

In den meisten Fällen besteht ein intelligentes Haus aus mehreren Elementen.

  • Eingabegeräte: Hierüber steuern Sie die Endgeräte im Smart Home. Auf Eingabegeräten wie Smartphones und Tablets können Sie den Status Ihrer Geräte prüfen. Wenn Sie zum Beispiel vergessen haben ein Licht auszuschalten, können Sie das direkt über eines der Geräte ändern.
  • Sensoren: Sie registrieren zum Beispiel Bewegungen in einzelnen Räumen und im Garten. Sie entdecken geöffnete Fenster und Türen, checken den Sonnenstand und die Raumtemperaturen oder nehmen Rauchentwicklung wahr. Diese Daten senden die Sensoren an die Smart Home-Zentrale.
  • Smart Home-Zentrale (Gateway): Das ist sozusagen die Kommunikationszentrale Ihres intelligenten Hauses. Hier kommen die Signale der Sensoren sowie die Befehle, die Sie über die App eingeben, an. Die Smart Home-Zentrale sortiert alle diese Daten und entscheidet gemäß Programmierung, welches Endgerät wie reagieren soll.
  • Aktoren: Damit Leuchten, Heizung und Rollläden auch auf die übermittelten Signale reagieren können, brauchen sie sogenannte Aktoren. Nur die „verstehen“ die Signale der Zentrale. Die Aktoren werden beispielsweise hinter den Steckdosen und unter den Anschlüssen der Leuchten unsichtbar in Wand und Decke platziert.
  • Endgeräte: Das können zum Beispiel Heizkörperventile, Lichtschalter, Jalousien oder Stereoanlagen sein.
  • Vernetzung: Ein intelligentes Haus muss natürlich vernetzt werden. Die Vernetzung sorgt dafür, dass Endgeräte und Gateway miteinander kommunizieren können. Eine Verbindung kann per Funk oder Kabel hergestellt werden.

Die Vorteile eines Smart Home

Einer YouGov-Studie zufolge halten Verbraucher insbesondere im Energiebereich Smart Home-Anwendungen für sinnvoll (40%). Auch bei vielen Aspekten der Sicherheitstechnik (37%) und Unterhaltungselektronik (38%) spricht das Smart Home an.

Ein Smart Home bietet Vorteile in all diesen Bereichen.

+ Komfort

Einer der angenehmsten Effekte eines Smart Home ist der Komfortgewinn. Viele Geräte lassen sich bequem per Handydisplay oder Tablet vom Sofa aus steuern. Über die dazugehörigen Programme lassen sich auch zeitliche Abläufe einrichten.

Nahezu alle Lampen- und Leuchtenhersteller bieten inzwischen Systeme an, mit denen sich jedes Licht im Haus per WLAN steuern lässt. Die Lampen stellen sich nach einmaliger Programmierung kontinuierlich auf den Tagesablauf des Nutzers ein. Sie schalten sich etwa zum Aufstehen selbständig an und ebenso selbständig wieder aus, wenn Sie zur Arbeit gehen.

Auch Heizungen lassen sich ähnlich unkompliziert fernsteuern. Programmierbare Thermostate geben dem Nutzer per App von überall her Zugriff auf das heimische Heizungssystem. So kehrt man auch an kalten Winterabenden immer in eine geheizte Wohnung zurück.

Durch eine Vernetzung der einzelnen intelligenten Elemente untereinander, lassen sich außerdem individuelle Szenarien einstellen. Zum Beispiel können für den Heimkino-Abend mit einen Klick die Fenster verdunkelt, das Licht gedimmt und die Raumtemperatur erhöht werden.

+ Energieeinsparung

Neben Komfort steht Energiesparen bei einem Smart Home mit an vorderster Stelle.

Experten des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik gehen in einem intelligent vernetzten Single-Haushalt von einer Energieersparnis von bis zu 40 Prozent aus. Bei Familien liegt sie immerhin noch bei rund 20 Prozent.

Dank der Verbindung zum Smartphone kann man sich über den Stromverbrauch aller Geräte jederzeit informieren. Wenn Sie eine Photovoltaikanlage besitzen, können Sie sich außerdem anzeigen lassen, wie viel Strom diese auf dem Dach produziert. Per App lassen sich auf Wunsch die stärksten Verbraucher einzeln ausknipsen. Beim Verlassen des Hauses können Sie so auch alle Geräte mit einem Mal ausschalten. Oder es schaltet sich etwa bei geöffnetem Fenster die Heizung ab. Denn ausgeschaltete Geräte sparen die meiste Energie.

+ Sicherheit

Neben Komfort und Energieeinsparung bietet ein Smart Home noch ein bedeutendes Plus an Sicherheit. Im Zeitalter von Internet und Smartphone müssen Sicherheitskonzepte weder teuer noch aufwändig sein.

Immer mehr Nutzer setzen auf sogenannte IP-Kameras zur Überwachung von Haus und Grundstück. Die handlichen Geräte werden per Kabel oder WLAN mit dem heimischen Netzwerk verbunden und sind damit ohne größeren Installationsaufwand betriebsbereit. Besonders praktisch: Kamerabilder lassen sich auch unterwegs jederzeit per App auf dem Smartphone aufrufen.

Vernetzte Lampen, Jalousien oder Tür- und Fenstersensoren lassen sich ebenfalls per Handy steuern und überwachen – auch aus dem Urlaub. So können Sie etwa vorgeben, jemand sei bei Ihnen Zuhause. Oder Sie bekommen eine Info, wenn die Fenstersensoren lärmen und können direkt die Polizei rufen.

Ein Smart Home kann aber noch mehr. Batteriebetriebene Wassermelder können beispielsweise sofort einen geplatzten Wasserschlauch an der Waschmaschine erkennen. Schon ab einer Wasserhöhe von nur 1,5 Millimeter wird dann eine SMS aufs Handy geschickt. So lassen sich größere Schäden schon im Vorfeld abwenden.

+ Entertainment

Smarte Assistenten wie Amazon Echo, Google Home und Apple Homekit sind aktuell der letzte Schrei. Das Besondere: die integrierte Sprachsteuerung. Damit kann man nicht nur nach dem Wetter fragen, sondern auch seine Lieblingssongs abspielen lassen. Sogar immer mehr Lautsprecher oder Kopfhörer beinhalten bereits einen smarten Assistenten.

Ein namhafter Elektroartikel-Hersteller präsentierte zuletzt Kühlschränke mit eingebauten Displays, über die man das Fernsehprogramm sehen kann. Die Sprachassistentin Alexa von Amazon gibt es jetzt auch verbaut in einem größeren Display. Das Ganze nennt sich Echo Show und kann neben der Steuerung des intelligenten Zuhauses auch Videos abspielen.

Investition – Was kostet Smart Home?

Noch bis vor wenigen Jahren musste man für ein Smart Home in eine aufwändige, feste Verkabelung investieren. Meist war dies auch nur in Neubauten oder im Zuge großer Umbauarbeiten realisierbar. Nicht selten entstanden dabei Kosten von mehreren tausend Euro. Heute geht das zum Glück auch viel unkomplizierter. Nahezu jeder kann sein Zuhause ein bisschen smarter machen – egal, ob Eigentum oder Mietwohnung.

Die aktuellen Modul-Lösungen für ein Smart Home machen es möglich. Sie funktionieren per Funk im Nahbereich oder über das Stromnetz als Datenleitung.

Einzelne Geräte können Sie relativ kostengünstig mit smarten Assistenten wie Echo, Google Home oder dem iPhone mit HomeKit und Siri erweitern. Erkundigen Sie sich allerdings vor dem Kauf, ob alle Geräte auch mit allen Systemen kompatibel sind.

Für systematische Vernetzung bieten Hersteller Einsteigerpakete an, die für spezielle Aufgabengebiete zugeschnitten sind. Starter-Pakete für verschiedene Szenarien wie „Energie sparen“ oder „Sicherheit“ gibt es oft schon zwischen 200 und 300 Euro. Sie bekommen dafür die Steuerungszentrale und ein paar Einsteiger-Geräte wie smarte Tür- und Fensterkontakte.

Praktisch dabei: Die Startersets können später problemlos erweitert und um weitere Produkte ergänzt werden.

Wer plant, ein neues Haus zu bauen, kann schon von Anfang an die Weichen für ein Smart Home stellen. Etwa durch ein Bus-Netz in der Wand und Netzwerk-Anschlüsse an den zentralen Stellen im Haus.

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Tiny Houses • Viel Leben auf wenig Raum

„Quadratisch, praktisch, gut!“ – aber auch gerne mal rechteckig oder als Kapsel kommen die sogenannten Tiny Houses, zu Deutsch „Mikrohäuser“, daher. Maßgeschneidert auf jeden Wunsch und jedes Budget erfreuen sie sich seit Jahren wachsender Beliebtheit.

Hintergrund – Die Wurzeln des Tiny House Movements

Im Jahr 1837 entstand die Manning Portable Cottage Company aus der Idee eines flach gepackten Bausatzes für ein Mikrohaus aus Holz, dessen Einzelteile leicht transportiert und mit einem einfachen Werkzeug auch leicht zusammengebaut werden konnten. Sie lieferten dutzende von Häusern aus Großbritannien, einige von ihnen stehen auch heute noch, 180 Jahre später. Im 20. Jahrhundert wurden von Architekten wie Corbusier und Mies van der Rohe viele verschiedene Formen von massenproduzierten modularen Mikrohäusern entwickelt.

Hintergrund des sogenannten „Tiny House Movement“, das im 21. Jahrhundert zuerst in den USA, dann auch international Aufwind bekam, ist vor allem die Wohnraumknappheit in Städten. Andererseits kam ab 2008 noch die weltweite Finanzkrise hinzu, die so manchen sein Eigenheim kostete.

Was sind eigentlich Tiny Houses?

Als Tiny Houses, beziehungsweise Mikro- oder Minihäuser, bezeichnet man Gebäude mit einer Fläche meist unter 50 qm. Sie werden ohne Fundament und vorwiegend ein- oder maximal zweistöckig gebaut. Außerdem sind die meisten Minihäuser nach einem Modulsystem konzipiert, was für eine hohe Flexibilität sorgt. Durch die standardisierte Bauweise lassen sich auch zwei oder mehr dieser Mikrohäuser miteinander verbinden.

Die Wohnfläche der kleinen Modulhäuser wird vor allem den Bedürfnissen der wachsenden Zahl Alleinstehender, Alleinerziehender oder kinderlosen Paaren gerecht. Deshalb werden die Tiny Houses auch häufig mit dem Begriff “Singlehaus“ beworben.

Will allerdings ein Partner mit einziehen oder kündigt sich Nachwuchs an, kann man einfach ein zweites oder drittes Kleinsthaus anbauen.

Auch für ältere Menschen, die nicht mehr so viel für Wohnraum ausgeben wollen, sind barrierefreie Tiny Houses ideal. Da bleibt auch mehr Geld für andere Dinge – für das Reisen etwa.

Und apropos Reisen! Wer gerne reist oder einfach seinen Standort verändern möchte, kann sich für eine mobile Variante der Tiny Houses entscheiden.

Warum Tiny Houses? – Vorteile

Platz sparend, mobil und günstig

Mit Hilfe der kleinen Häuschen kann zum Beispiel brachliegendes, ungenütztes Bauland naturschonend zwischengenutzt werden. Durch ihre Mobilität lassen sich die Mikrohäuser bei Bedarf jederzeit wieder umstellen.

Außerdem lassen sich Lücken in der Stadtbebauung nutzen und es kann auch auf bereits bestehenden Häusern gebaut werden. So kann man in dicht besiedelten Städten den Luftraum effizient nutzen.

Als Abhilfe in Sachen Wohnungsnot bieten sich die Tiny Houses außerdem auf Grund ihres niedrigen Preises an. Ein fertiges Häuschen kann man schon ab 20.000 Euro erwerben. Wer selbst Hand anlegen möchte, spart erst recht.

Baustellen – Sauber, ruhig und trocken

Neben der Dauer ist vor allem die Lärmbelastung ein entscheidender Faktor auf den Baustellen in der Stadt. Dieses Problem wird im Allgemeinen oft unterschätzt oder vernachlässigt, Anwohner und Arbeiter nehmen es aber am intensivsten wahr.

Die Baustellen der Tiny Houses hingegen sind sauber, ruhig und trocken. Es müssen keine lauten Zementmischmaschinen oder Presslufthämmer zum Einsatz kommen.

Energieeffizient, umweltfreundlich und autark

Eine besondere Rolle bei Tiny Houses spielen energetische Systeme, die eine gewisse Autarkie von öffentlichen Versorgungssystemen bieten sollen. Die kompakte Bauweise der Tiny Houses ermöglicht dabei einen absolut geringen Energieverbrauch insbesondere zu Heizzwecken. Moderne elektronisch gesteuerte Pelletöfen und Dämmstoffe wie zum Beispiel Polyurethan oder spezielle wärmereflektierende Isolationsfolien tragen zur Nachhaltigkeit bei.

Die Verwendung von ökologischen Baustoffen wie Holz und Schafwolle, Hanf oder Seegras als Dämmstoffe macht die Mikrohäuser umweltfreundlich.

Zur Bewässerung des Gartens oder für die Toilettenspülung kann Regenwasser gesammelt werden. Dieses kann man mit Hilfe von Kleinkläranlagen immer wieder aufbereiten.

Photovoltaik– und Solaranlagen können – ähnlich wie bei Wohnwagen – den Bedarf an Strom unabhängig von öffentlichen Stromnetzen decken.

Rechtliches

Die baurechtliche Zulassung ist abhängig von der Nutzungsart. Wird ein Tiny House als Wohn-, Ferien- oder Wochenendhaus genutzt, so ist grundsätzlich eine Baugenehmigung für dauerhafte oder temporäre Nutzung einzuholen. Ein dauerhaftes Bewohnen außerhalb der regional definierten Innenbereiche ist in Deutschland grundsätzlich verboten.

Die Versorgung mit Strom, Wasser sowie Abwasser und Müllabfuhr muss sichergestellt und nachgewiesen werden. Die bautechnische Ausfertigung muss grundsätzlich von einem Architekten, einem zugelassenen Prüfingenieur oder einem Handwerksmeister geprüft werden. Bei Tiny Houses aus Holz, sind zudem besondere brandschutzrechtliche Anforderungen an die elektrotechnischen Systeme einzuhalten.

Eine besondere baurechtliche Ausnahme stellt ein Campingplatz dar, auf dem Tiny Houses grundsätzlich ohne explizite Baugenehmigung aufgestellt werden dürfen. Die weiteren Bedingungen regeln die Campingverordnung des jeweiligen Bundeslandes beziehungsweise die Vorgaben der jeweiligen kommunalen Einrichtungen.

Für mobile Tiny Houses in Deutschland brauchen Sie grundsätzlich eine straßenverkehrstechnische Zulassung (TÜV oder DEKRA). Auch eine Deklaration als abnehmbare Ladung ist möglich. Darüber hinaus haftet jeder Hersteller eines Tiny House für die statische Zuverlässigkeit unter Straßenverkehrsbedingungen.