Bohrmaschinen

Bohrmaschinen – Für jeden Zweck die richtige

Eine Bohrmaschine gehört zu den wichtigsten Werkzeugen. Obwohl Sie sicher wissen, wie sie aussehen und funktionieren, gibt es spezifische Unterschiede. Tipp-zum-Bau erklärt Ihnen, welche Arten es gibt und welche Funktionen sie haben. Zudem bekommen Sie Tipps, welche Bohrmaschine für welchen Untergrund und Einsatzzweck geeignet ist.

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1. Arten von Bohrmaschinen

Zuerst erfahren Sie, welche unterschiedlichen Arten von Bohrmaschinen es gibt. Im Großen und Ganzen lassen sich die Bohrmaschinen in zwei Gruppen unterteilen. Handbohrmaschinen und Tischbohrmaschinen. Sie unterscheiden sich hauptsächlich in der Art und Weise, wie Sie diese einsetzen.

Handbohrmaschinen

Der Name dieser Art von Bohrmaschine ist im Grunde selbsterklärend. Handbohrmaschinen bedienen Sie überwiegend mit der Hand. Dabei haben Sie den Vorteil, dass sie wegen ihres geringen Gewichts relativ mobil sind. So erledigen Sie Arbeiten direkt dort, wo sie anfallen. Handbohrmaschinen werden wiederum in drei große Kategorien unterteilt. Sie unterscheiden sich in ihrem Einsatzzweck.

Akkubohrmaschine

Die Akkubohrmaschine oder auch umgangssprachlich Akkubohrer genannt, ist die kleinste dieser Unterkategorien. Für den größten Teil der anfallenden Arbeiten und Projekte tut es der Akkubohrer. Je nach Größe und Stärke des Akkus erledigen Sie damit einfache oder schwere Aufgaben. Ein mobiler Akku bringt jedoch nicht immer die Leistung einer kabelgebundenen Bohrmaschine auf. Schrauben eindrehen oder leichte Materialien zu bohren ist mit dem passenden Bohrer jedoch kein Problem.

Schlagbohrmaschine

Eine solche kabelgebundene Maschine ist die Schlagbohrmaschine, vereinfacht auch Schlagbohrer genannt. Die Bohrmaschine verfügt im Vergleich zum herkömmlichen Akkubohrer meist über ein Schlagwerk. Das führt dazu, dass Sie mit dem Schlagbohrer auch schwerere Aufgaben erledigen. Das Schlagwerk ermöglicht axiale Schlagbewegungen, die es Ihnen vereinfachen, durch ein Material zu kommen. Axial bedeutet, dass die Kraft am Bohrer entlang wirkt. Es ist dabei ebenfalls wichtig, auf den richtigen Bohraufsatz zu achten.

Bohrhammer

Der Bohrhammer ist eine Bohrmaschine mit Kabel. Hierbei ist in der Regel ein pneumatisches Schlagwerk verbaut. Pneumatisch bedeutet, dass die Kraft mithilfe von Luftdruck aufgebracht wird. Dadurch ist die Schlagzahl geringer, die maximale Energie jedoch höher. Zudem benötigen Sie weniger Kraft, da die kurzen Stöße ausreichend Schwung mit sich bringen. In Kombination mit einem geeigneten Bohrer gelingt es Ihnen, auch schwereres Material zu durchdringen.

Tischbohrmaschinen

Alles Wichtige zum Thema Standbohrmaschine auf Tipp zum Bau.

Ein Arbeiter an der Standbohrmaschine.

Tischbohrmaschinen sind Bohrmaschinen, die Sie auf einem festen Untergrund, vorzugsweise einem Tisch fixieren. Im Vergleich zu einer handlichen Bohrmaschine fehlt die Mobilität. Tischbohrmaschinen sind für Werkstätten gedacht und aufgrund der einmaligen Anschaffung teuer. Sie stehen meist an einem Ort, an dem Sie immer wieder bohren. Dennoch gibt es erschwingliche Modelle, die Sie zum Arbeiten daheim im eigenen Keller montieren.

Der typische Aufbau einer Tischbohrmaschine

Tischbohrmaschinen sind nach einem einfachen Prinzip aufgebaut. Sie sind fest auf dem Tisch montiert und bestehen im Normalfall aus diesen Bauteilen:

  • Fuß oder Schraubstock.
  • Säule/Ständer.
  • Bohrtisch.
  • Bohrkopf.

Die Bohrmaschine ist mithilfe eines verschraubten Fußes oder eines Schraubstocks befestigt. Die Säule oder der Ständer befestigt die eigentliche Maschine und dient als Führung. Davon steht meistens im neunzig Grad Winkel der Bohrtisch ab. Dieser ist je nach Ausführung verstellbar. Auf ihm befestigen Sie das zu bohrende Material. Über dem Tisch befindet sich der Bohrkopf inklusive des Bohrers. Je nach Fassung und Bedarf spannen Sie unterschiedliche Bohrer ein. Durch das Drehen einer Kurbel bewegt er sich auf und ab. Alternativ betreibt eine Maschine diesen Vorgang.

Arten von Tischbohrmaschinen

Die geläufigste Art einer Tischbohrmaschine heißt Ständer- oder Säulen-Bohrmaschine. Es gibt eine Vielzahl von Abwandlungen dieses Modells. Alles Wissenswerte über die Variationen lesen Sie in den folgenden Abschnitten.

  • Radialbohrmaschine: Am bekanntesten ist die Radialbohrmaschine. Die Bohrmaschine wird seit der Industrialisierung hauptsächlich für Metalle verwendet. Der Bohrmaschinenkopf ist in drei Dimensionen verschiebbar. Sie verstellen ihn in der Höhe, Breite und Tiefe.
  • Kernbohrmaschine: Eine Kernbohrmaschine verfügt über einen diamantbesetzten Bohrkopf. Er sorgt für ein präzises Ergebnis beim Bohren von harten Materialien. Der entstehenden Hitze wirkt die Bohrmaschine oft mit einer Wasserkühlung entgegen.
  • Magnetbohrmaschine: Bei einer Magnetbohrmaschine ist das zu bearbeitende Material aus Metall. Das Festhalten auf dem Bohrtisch findet nicht mechanisch, sondern magnetisch statt. Dadurch verkantet das Material nicht und Sie bearbeiten es bei hoher Drehzahl.
  • Reihenbohrmaschine: Eine Reihenbohrmaschine ist ein Aufbau, der mehrere Säulenbohrmaschinen kombiniert. Die kombinierte Bohrmaschinen bearbeitet parallel dasselbe Material. So bringen Sie die gleichen Bohrungen in identischen Abständen in das Material. Damit arbeiten Sie schneller und wirtschaftlicher.
  • Astlochbohrmaschine: Wenn Sie vorwiegend Holz bearbeiten, ist diese Bohrmaschine für Sie interessant. Unschöne Astlöcher in Brettern oder Balken entfernen Sie damit vergleichsweise einfach.

Einsatzmöglichkeiten von Tischbohrmaschinen

Tischbohrmaschinen finden Sie hauptsächlich in Fabriken und Werkstätten. Sie helfen möglichst viele und identische Bohrungen vorzunehmen. Dadurch sind Vorgänge schneller und günstiger erledigt. Durch die fehlende Flexibilität und Mobilität helfen Tischbohrmaschinen nicht bei ständig wechselnden Einsatzarten. Lediglich der Bohrkopf und der Bohrer lassen sich anpassen. Erst ab einer gewissen Stückzahl und Laufzeit lohnt sich der meist sehr hohe Anschaffungspreis.

2. Welche Bohrmaschine ist bei welchem Untergrund am besten?

Tischbohrmaschinen finden Sie meist in industriellen Betrieben. Selten hat jemand eine in der Garage oder im Keller. Bei privaten Projekten bringt Sie die Handbohrmaschine in der Regel deutlich weiter. Im Folgenden lesen Sie, welche Bohrmaschine für welche Einsatzart am sinnvollsten ist. Die richtige Bohrmaschine variiert meist mit dem zu bearbeitenden Material. Folgende Materialien erfordern unterschiedliche Bohrmaschinen:

  • Metall.
  • Verputzte Ziegel.
  • Holz.
  • Rigips.
  • Beton.

Metall

Wenn Sie einen Untergrund aus Metall bohren, gibt es mehrere Faktoren zu beachten. Neben der richtigen Bohrmaschine und dem geeigneten Bohrer brauchen Sie vor allem genügend Halt.

Alles, was Sie zum Verwenden der richtigen Bohrer wissen müssen, finden Sie auf Tipp zum Bau.

Zum Befestigen einer Metallleiste benötigen Sie den richtigen Bohrer.

Verwenden Sie den richtigen Bohrer. Es gibt für verschiedenes Material unterschiedliche Bohrer. Diese unterscheiden sich in ihrem Aufbau und Material. Für Metall verwenden Sie normalerweise einen HSS-Bohrer. Das steht für High-Speed-Steel-Bohrer, auf Deutsch ist das ein Hoch-Geschwindigkeits-Stahl-Bohrer. Dieser zeichnet sich dadurch aus, dass er besonders scharf ist. Dadurch schneidet er sich quasi selbst in das zu bearbeitende Metall.

Für das Ergebnis sind die Kraft und Ausführung der Bohrmaschine somit wenig ausschlaggebend. Verwenden Sie für die Bearbeitung von Metall ruhigen Gewissens eine Akku-Bohrmaschine. Die Kraft der Maschine reicht aus, um ein beliebig großes Loch in Metall zu bohren.

Sorgen Sie für einen guten Halt, damit Sie das Loch gerade bohren. Dazu markieren Sie die Stelle mit einem spitzen Gegenstand. Alternativ gibt es passende Halterungen für Ihre Bohrmaschine. Damit lässt sich der Bohrer in Position bringen und fixieren.

Verputzte Ziegel

Alles Wichtige zum Bohren von Ziegeln auf Tipp zum Bau

Zum Bohren einer Ziegelwand benötigen Sie einen passenden Bohrer und die richtige Bohrmaschine.

Sie kennen das mit Sicherheit. Sie befestigen ein Regalbrett an Ihrer Wohnzimmerwand. Auf das Regal stellen Sie später schwere Vasen oder Bücher. Mit dem Akkubohrer allein kommen Sie hier nicht weit. Deshalb ist es notwendig, das Regal stabil an der Wand zu verankern. Verwenden SIe deswegen Dübel, welche der tragenden Schraube den nötigen Halt geben. Um diese Dübel sicher in der Wand zu platzieren, benötigen Sie ein ausreichend tiefes Loch.

Ein solches Loch bohren Sie am besten mit der Schlagbohrmaschine. Sie bringt die nötige Kraft mit sich, um tief genug in möglicherweise starke Material einzudringen. Der Akkubohrer oder die Hand reicht hier nicht aus. Für den Fall, dass sich der Ziegel als robust herausstellt, verwenden Sie einen Bohrhammer. Dieser bringt durch kurze, kraftvolle Impulse bei harten Untergründen mehr. Doch achten Sie bei der Methode darauf, dass der Ziegel nicht bricht. Gewalt ist auch in diesem Fall keine Lösung.

Um ein perfektes Ergebnis bei beispielsweise Grobputz zu erlangen, sind Sie auf den richtigen Bohrer angewiesen. Ein extra gehärteter Bohrer für Stein ist am besten geeignet. Steinbohrer gehören zum Grundrepertoire einer gut sortierten Werkstatt.

Holz

Alles Wissenswerte zum Bohren von Holz auf Tipp-zum-Bau.

Zum Bohren von Holz bietet sich der Akkubohrer an.

Holz ist ein vergleichsweise weiches Material. Wie für alle anderen Materialien gibt es auch hierfür einen speziellen Bohrer. Ein Holzbohrer zeichnet sich durch eine feine Spitze aus. Damit lässt er sich zentrieren und ausrichten. Vorgezogene Schneiden sorgen dafür, dass der Bohrer zuerst das Äußere des Lochs schneidet. Dadurch durchtrennt er die Holzfasern sauber und sorgt für ein Loch, das nicht ausfranst.

Für diesen Vorgang benötigen Sie nicht viel Kraft. Es gibt natürlich spezielles Holz, welches andere Maßnahmen erfordert. Doch für die meisten Fälle reicht eine Akku-Bohrmaschine aus. Mit einem passenden Bohrer gelingt Ihnen fast alles, was Sie sich vorgenommen haben.

Ebenfalls lesenswert: Holzfassade.

Rigips

Eine Gipskartonwand verlangt Ihnen noch mehr Fingerspitzengefühl als beim Bohren von Holz ab. Dadurch, dass das Material sehr trocken und spröde ist, reißt ein Loch schnell ein. Für die Rigipswand gibt es ebenfalls sehr feine Bohrer. Damit gelingt Ihnen eine saubere Bohrung, welche bei der richtigen Anwendung nicht einreißt.

Genauso wichtig wie der passende Bohrer ist die Wahl der Bohrmaschine. Mit viel Gefühl und möglichst wenig Kraft kommen Sie bei der Rigipswand am weitesten. Der Akkubohrer ist wie beim Bohren von Holz die beste Lösung. Eventuell befindet sich hinter dem Rigips eine stärkere Wand. Wenn sie mehr Kraft erfordert, bohren Sie zunächst leicht vor. Ist die Gipskartonwand durchdrungen, greifen Sie zu einer stärkeren Alternative wie dem Schlagbohrer.

Beton

Ein weiteres Hindernis stellt eine Betonwand da. In vielen modernen Einrichtungen sind pure Betonwände ein essentieller Bestandteil. Auch hierfür gibt es verschiedene Anwendungsfälle in denen sich die Wahl der Bohrmaschine unterscheidet.Für einfache Löcher eignet sich erneut eine Schlagbohrmaschine. Sie durchdringt das feste Material. In besonders starken Fällen greifen Sie zum Bohrhammer.
Der Bohrhammer bietet zudem die Möglichkeit zu meißeln. Mit dem passenden Meißel als Aufsatz erschließen sich dem Bohrhammer ganz neue Aufgaben. Besonders auf Betonuntergrund ist das von Vorteil.

3. Vor- und Nachteile

Die Vorteile einer Bohrmaschine liegen auf der Hand. Wie bereits beschrieben bewältigen Sie mit der Bohrmaschine Arbeiten wie Bohren oder Verschrauben. Bei Schraubendrehern erreichen Sie beispielsweise schnell Ihre Grenzen. Ein Loch in die Wand oder in starkes Material zu bohren, geht damit natürlich nicht. Das erledigt die Bohrmaschine im Handumdrehen und ohne großen Kraftaufwand.

Dafür benötigen Sie bei einer kabelgebundenen Bohrmaschine immer eine Stromquelle in unmittelbarer Nähe. Bei Akkubohrern ist stets für einen geladenen Akku zu sorgen. Zudem ist der Schraubendreher oder ein handbetriebener Bohrer flexibler. Hiermit kommen Sie auch an schwer zu erreichende Stellen.

Die Tabelle stellt die größten Unterschiede übersichtlich dar.

 SchraubendreherBohrmaschine
KostenGünstig.Teurer.
FlexibilitätKommt überall hin.Erledigt Aufgaben leichter.
MobilitätEinfach mitzunehmen.Abhängig von der Größe, benötigt Stromquelle.
KraftMuskelkraft.Deutlich stärker.

4. Kosten einer Bohrmaschine

Behalten Sie die Kosten für Ihre Bohrmaschine im Blick auf Tipp-zum-Bau

Behalten Sie die Kosten Ihrer Bohrmaschine im Blick.

Verschiedene Ausführungen von Bohrmaschinen kosten auch unterschiedlich viel. Zu unterscheiden ist zwischen einer einfachen Bohrmaschine und Profiwerkzeug. Einfache Akku-Bohrmaschinen für den gelegentlichen Gebrauch gibt es oft beim Discounter schon ab 50 €. Für den erfahrenen Heimwerkerlohnt sich ein teureres Modell. Investieren Sie in Langlebigkeit, Leistung und Material. So haben Sie lange etwas von Ihrem Akkubohrer. Preislich liegen Sie hier bei etwa 150 € aufwärts.

Wer eine Akkubohrmaschine professionell nutzt, liegt preislich schnell bei 200 – 500 € oder darüber. Markenprodukte sind zu empfehlen. Sie bringen extra Leistung und sind durch Qualitätszubehör je nach Bedarf erweiterbar.Ähnlich wie beim Akkubohrer verhält es sich bei Schlagbohrmaschinen und Bohrhammer. Es gibt sie bereits für wenig Geld. Je nach Ausstattung, Qualität und Leistung investieren Sie deutlich mehr. Orientieren Sie sich an den aufgezeigten Punkten und vergleichen Sie diese mit Ihren Bedürfnissen.

Laufende Kosten entstehen hauptsächlich bei Akkubohrmaschinen durch das Ersetzen eines Akkus. Doch auch bei einer anderen Bohrmaschine kommen Kosten auf Sie zu. Die Stromkosten sind zu vernachlässigen, da sie bei jeder motorbetriebenen Bohrmaschine etwa gleich sind. Wechseln Sie je nach Benutzung gelegentlich die Bohrer. Zudem ist es ratsam, je nach Bedarf unterschiedliche Bohrer zu besitzen.

5. Fazit zur Bohrmaschine

Sie haben nun einen ersten Überblick Thema Bohrmaschine. Einen guten Akkubohrer braucht beinahe jeder einmal. Demzufolge haben Sie diesen vermutlich schon im Keller. Für anspruchsvollere Aufgaben lohnt es sich je nach Häufigkeit, eine stärkere Bohrmaschine zu kaufen. Für den professionellen und industriellen Betrieb ist eine Tischbohrmaschine meist unausweichlich. Hier geht Ihnen jedoch die Mobilität und Flexibilität verloren. Überlegen Sie sich, für welchen Einsatzzweck Sie eine Bohrmaschine benötigen. Mit den oben genannten Punkten verschaffen Sie sich einen idealen Überblick.

6. Bohrmaschine – Wie Sie das Abbrechen des Bohrers verhindern

Wenn Sie hin und wieder mit der Bohrmaschine arbeiten, kennen Sie das Problem bestimmt. An einem zu starken Widerstand oder ungünstigem Winkel bricht der Bohrer. Erfahren Sie, wie Sie das Brechen eines Bohrers in Zukunft verhindern.

Finden Sie alles zum Thema Bohren auf Tipp zum Bau.

Achten Sie beim Bohren auf das Geradehalten des Bohrers.

Gerade bohren

Achten Sie darauf, den Bohrer im 90 Grad Winkel auf den Untergrund aufzusetzen. Sie benötigen beim Bohren oft viel Kraft. Diese Kraft wirkt am besten, wenn Sie im rechten Winkel zur Wand arbeiten. Tun Sie das nicht und drücken dennoch in Richtung Wand, wirkt die Kraft nicht mehr ausschließlich auf das Material. Auf Dauer ist der Bohrer diesem Druck nicht gewachsen und bricht.

Gewalt ist keine Lösung

Es kommt vor, dass Sie beim Bohren an einer Stelle nicht weiter kommen. Dann hilft es nicht, den Bohrer hin und her zu biegen oder die Kraft zu erhöhen. Greifen Sie zu einem passenden Bohrer und arbeiten Sie mit Feingefühl. Je nach Stärke des Bohrers bricht dieser bei der falschen Anwendung. Sind Sie sich immer im Klaren, welches Material Sie gerade bohren. Mit dem richtigen Bohrer und der passenden Anwendung klappt das auch.

7. Das richtige Bohren mit Ihrer Bohrmaschine

Egal, in welches Material Sie bohren, es gibt allgemeingültige Grundsätze. Wenn Sie die befolgen, gelingt Ihnen jedes Loch so, wie Sie es sich vorstellen.

Jede Art von Bohrer gibt es in unterschiedlichen Stärken. Bohren Sie vorher immer mit einem schwächeren Bohrer vor. Bei einem Loch mit einem Durchmesser von 5 Millimeter, bohren Sie zuerst mit einem 4 Millimeter starken Bohrer. Dadurch gelingt Ihnen ein sauberes Ergebnis.

Bohren Sie zudem immer mit dem richtigen Bohrer. Das Umstellen der Bohrmaschine mag unnötig und mühsam erscheinen. Dennoch hat jeder Untergrund seinen speziell konzipierten Bohrer. Für ein perfektes Ergebnis lohnt sich der Aufwand, den passenden Bohrer einzuspannen.

Bohren Sie gerade. So verringern Sie das Risiko, dass ihr Bohrer bricht. Prüfen Sie zudem, ob sich hinter der zu bohrenden Wand eine Leitung befindet. Ein Stromkabel oder eine Trinkwasserleitung anzubohren, hat schlimme Konsequenzen. Besorgen Sie sich im Zweifel den Installationsplan Ihrer Immobilie, um hier kein Risiko einzugehen.

8. Der richtige Bohrer für Stein

Wenn Sie mit der Bohrmaschine arbeiten, stoßen Sie oft auf Beton oder Steinuntergründe. Für Stein gibt es besondere Bohrer, mit speziell auf den Untergrund abgestimmten Eigenschaften. Wenn Ihr Bohrer diese Punkte erfüllt, ist ein Untergrund aus Stein oder Ziegel für Sie kein Hindernis.

Die meisten Bohrer für Stein bestehen aus Vollhartmetall. Das sorgt dafür, dass die nötige Zähigkeit aufkommt, um Schläge und Rückstöße abzufangen. So ist kein noch so hartes Material vor Ihrem Steinbohrer sicher.Einen Steinbohrer erkennen Sie meistens an den vier Schneiden am Kopf. Er besteht aus zwei Hauptschneiden und zwei Nebenschneiden. So verkantet der Bohrer beim Auftreffen auf hartes Material nicht.

9. Der richtige Bohrer für Holz

Für den Fall, dass Sie oft Holz bohren, gibt es einen passenden Bohrer. Bei der Beplankung Ihrer Terrasse mit Holzdielen beispielsweise. Der Holzbohrer hat spezielle Eigenschaften, die ihn für das Bohren von Holz ideal machen. Achten Sie auf folgende Charakteristika um herauszufinden, ob der Bohrer für Holz geeignet ist.

  • Spitze: Ein Bohrer für Holz hat in der Regel eine mittig platzierte Spitze. Auf weichen Materialien wie Holz lässt sich der Bohrer damit zentralausrichten.
  • Schneiden: Um die Zentrierung herum schneiden zwei Schneiden das Holz kreisförmig aus. Sie durchtrennen die Fasern des Holzes, dadurch reißt das Loch nicht stark aus.
  • Chrom-Legierung: Holzbohrer bestehen oft aus einer Chrom-Vanadium Legierung. Teilweise sind sie wie Steinbohrer mit Hartmetall bestückt.

Eine Besonderheit stellt der Forstnerbohrer dar. Sie haben sich schonmal gefragt, wie die Versenkungen für Türscharniere in Ihren Schrank gebohrt werden? Der Forstnerbohrer ist eine Sonderform des Holzbohrers, welcher das Material nicht vollständig durchbohrt. Die so entstandene Vertiefung nennt sich Sackloch.

10. Der passende Bohrer für Metall

Auch für das richtige Bohren von Metall mit der Bohrmaschine benötigen Sie den passenden Bohrer. Es gibt Metalle in verschiedenen Härten. Für jeden Härtegrad gibt es einen geeigneten Bohrer.

  • Weiches Metall: Zum Bohren von weichen Metallen eignen sich einfache Metallbohrer. Diese erkennen Sie an einem spitz zulaufenden Kopf. Derartige Bohrer sind oft sehr fein gearbeitet und bestehen aus hartem Material. So bohren Sie weiche Metalle wie Aluminium oder Kupfer problemlos.
  • Hartes Metall: Harte Metalle erfordern spezielle Bohrer. Wenn Sie beispielsweise Edelstahl bohren, benutzen Sie einen Bohrer mit Chrom-, Kobalt- oder Titanium Karbid-Legierung. Durch diese Beschichtung sind sie widerstandsfähiger als herkömmliche Bohrer.

Mit der HSS-Markierung ist Ihr Bohrer für harte Metalle geeignet.

11. Entsorgung von alten Bohrern

Kein Werkzeug ist so viel Druck ausgesetzt wie der Bohrer einer Bohrmaschine. Egal, welche Art Bohrer Sie besitzen, nach einer gewissen Zeit ist Abnutzung erkennbar. Bohrer haben enormen Verschleiß, deshalb kommen Sie um gelegentliches Ersetzen nicht herum. Doch was machen Sie mit verschlissenen Bohrern?

  • Am besten sind Metallabfälle auf dem Wertstoffhof aufgehoben.
  • Sammeln Sie alte Bohrer und entsorgen Sie diese zusammen.
  • Die Müllabfuhr kümmert sich ebenfalls um Ihre alten Bohrer.
  • Unter Umständen sind Ihre Bohrer von hohem Wert für Sammler.

Gegebenenfalls lässt sich die alte Schärfe Ihres Bohrers wieder herstellen. Entfernen Sie Dreck und entgraten Sie Ihren Bohrer. Der Fachmann kennt sich mit dem Schleifen von Bohrern am besten aus. Gerade bei teuren Bohrern ist das die beste Möglichkeit.

12. Entsorgung von Ihrer akkubetriebenen Bohrmaschine

Ihre Bohrmaschine ist in der Regel sehr langlebig. Gerade wenn Sie viel Geld in die Hand genommen haben, hält die Bohrmaschine sehr lange. Hin und wieder kommt es dennoch vor, dass Sie eine Bohrmaschine entsorgen. Folgendes gibt es zu beachten:

Bei einer akkubetriebenen Bohrmaschine, bei der der Akku defekt ist, haben Sie Glück. Meistens ist der Austausch des in die Jahre gekommenen Akkus die Lösung Ihrer Probleme. Es ist günstiger, den Akku zu tauschen, als die gesamte Bohrmaschine zu ersetzen.

Bei tieferliegenden Problemen gibt es in der Regel nur eine Lösung. Ein Experte sieht sich die Maschine an. Stellt dieser fest, dass nichts mehr zu machen ist, ist wohl oder übel eine Neuanschaffung fällig. Das alte Gerät lassen Sie gleich beim Fachmann oder entsorgen es auf dem Wertstoffhof.

13. Die Entsorgung von Ihrer kabelgebundenen Bohrmaschine

Ob Schlagbohrer, Bohrhammer oder ähnliches. Sie alle sind robuste Bohrmaschinen. Dennoch kommt es gelegentlich vor, dass Sie diese zu entsorgen haben. Sie alle haben meist die Gemeinsamkeit, keinen Akku zu haben, der schnell austauschbar ist. Der Austausch löst in der Regel die meisten leistungsbedingten Probleme.

Doch was tun Sie bei anderen Ursachen? Kabelgebundene Bohrmaschinen sind oft schwerer zu reparieren. Bei den meisten Bohrmaschinen benötigen Sie Fachwissen, um innenliegende Fehler zu beheben. Somit lohnt sich ein Austausch meist vorher. Alte Maschinen entsorgen Sie fachgerecht auf dem Wertstoffhof oder überlassen Sie einem Sammler.

14. Der richtige Schutz bei der Arbeit mit der Bohrmaschine

Alles Wichtige zum Thema Schutz finden Sie bei Tipp zum Bau.

Der Schutz der Ohren ist vor allem bei lang anhaltenden Bohrarbeiten wichtig.

Jeder Heimwerker hat diverse Schutzkleidung für unterschiedliche Werkzeuge. Je nach Arbeit gibt es verschiedene Risiken, die Sie durch den richtigen Schutz minimieren.

  • Eine Schutzbrille schützt Sie vor Spänen, Funken und anderem Dreck.
  • Der Schutz für die Ohren ist bei starken Bohrmaschinen und hartem Material wichtig.
  • Tragen Sie eng anliegende Handschuhe. Die Gefahr, in den sich drehenden Bohrer zu gelangen ist ansonsten zu hoch.
  • Das gleiche gilt für Kleidung. Lange und weite Ärmel verfangen sich leicht in sich drehenden Bohrern.
  • Halte Sie einen Staubsauger bereit. Gerade bei Bohrarbeiten in Putz saugen Sie anfallenden Dreck so direkt ein. Das erspart Ihnen später viel Arbeit und hält zudem die Luft sauber.

Es ist zu empfehlen, sich immer komplett zu schützen. Neben elektronischen Sägen birgt kaum ein Werkzeug so viele Gefahren wie die Bohrmaschine.

15. Das richtige Säubern und Aufbewahren Ihrer Bohrer

Bohrer und Bohrmaschinen sind hoher Belastung ausgesetzt. Deshalb sind gerade Bohrer enorme Verschleißteile. Doch der Verschleiß lässt sich mit der richtigenPflege aufhalten oder zumindest hinauszögern. Folgendes gilt es beim Verstauen nach getaner Arbeit zu beachten:

  • Entfernen Sie Schmutz und beispielsweise Rückstände von Putz vom Bohrer. So verhindern Sie das Abstumpfen.
  • Ölen Sie Ihren Bohrer mit speziell dafür vorgesehenem Öl. Dadurch schützen Sie den Bohrer und machen Ihn haltbar.
  • Lagern Sie Ihren Bohrer sauber und trocken. Die meisten Bohrer sind zwar aus rostfreiem Material. Dennoch wirkt sich zu viel Feuchtigkeit auf die Langlebigkeit Ihres Bohrers aus.

16. Das richtige Lagern Ihrer Bohrmaschine

Es gibt hilfreiche Tipps, wie Sie das Altern Ihrer Bohrmaschine möglichst lange hinauszögern. Bohrmaschinen sind besonderen Herausforderungen ausgesetzt, die das Material auf Dauer belasten. Beachten Sie die folgenden Tipps, um die Langlebigkeit Ihrer Bohrmaschine zu verlängern:

  • Lagern Sie Ihren Akkubohrer und den Akku getrennt. So verhindern Sie ein vorzeitiges entladen und halten die Kapazität des Akkus möglichst hoch.
  • Wickeln Sie Kabel sauber auf. So verhindern Sie Kabelbrüche, die Sie sich nur durch Auseinandernehmen der Bohrmaschine reparieren lassen.
  • Lassen Sie keine Feuchtigkeit an Ihre Bohrmaschine. Feuchtigkeit und Elektrogeräte passen nicht gut zusammen. Verhindern Sie Probleme durch schleichende Feuchtigkeit mit einer trockenen Lagerung
  • Ölen Sie bewegliche Teile regelmäßig. Dadurch erhöht sich die Laufleistung und sich bewegende Teile laufen länger rund.
  • Entfernen Sie Schmutz und Rückstände von Ihrer Bohrmaschine. Das ist nicht nur optisch schöner, sondern vermeidet auch die Abnutzung des Materials.

17. Die richtige Lagerung von Akkus

Bei der Nutzung und Lagerung von Akkus und Batterien gibt es einiges zu beachten. Wenn Sie auf das Folgende Rücksicht nehmen, steigern Sie die Langlebigkeit Ihres Akkus deutlich.

  • Trennen Sie Bohrmaschine und Akku voneinander. So entlädt sich dieser besonders bei langer Lagerung langsamer.
  • Batterien mögen es generell kühl. Es empfiehlt sich eine Lagertemperatur von 15 bis 18 Grad Celsius. Der Keller bietet sich dafür perfekt an.

Bei einer längeren Lagerung empfiehlt es sich besonders bei Lithium-Ionen Akkus, diese aufzuladen. Damit beugen Sie der Gefahr der Tiefentladung vor, welche dem Akku auf Dauer schadet. Ein einmaliges Aufladen auf 70 oder 80 Prozent reicht dafür aus.

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