Bodenfliesen Bad

Bodenfliesen für das Bad

Bei der Gestaltung eines Badezimmers bilden schöne Fliesen die Grundlage. Sie sind meist etwas robuster als Wandfliesen und bieten perfekte Voraussetzungen für den Einsatz im Bad. Denn sie sind wasserresistent und einfach zu reinigen. Wählen Sie Ihre Fliesen aus einem breiten Angebot von Produkten: Ob zurückhaltend und einfarbig oder bunt und mit ausgefallenem Muster. Ob aus Naturstein oder in Keramik mit Holzoptik. Hier finden Sie das richtige Produkt für Ihr Bad.

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1. Bodenfliesen: Der perfekte Boden für Ihr Bad

Fliesen eignen sich perfekt für den Einsatz im Bad. Denn sie sind widerstandsfähig und aufgrund ihrer glatten Oberfläche hygienisch und einfach zu reinigen. Am besten achten Sie darauf, dass die Fliesen außerdem Shampoo, Haarfarbe und Kosmetika standhalten.

Darum sollten Sie Bodenfliesen für Ihr Bad wählen

Fliesen sind einfach zu reinigen. Die einfach zu reinigende Oberfläche sorgt aber auch dafür, dass die Fliesen in nassem Zustand rutschig werden. Deswegen achten Sie bei der Auswahl Ihrer Bodenfliesen darauf, dass die Fliesen möglichst rutschfest sind.

Für das Bad eignen sich Fliesen mit einer erhöhten Rutschfestigkeit. Idealerweise sind Ihre Fliesen mit einem Wert von mindestens R10 gekennzeichnet. So finden Sie einen Ausgleich zwischen angenehmer Haptik und Trittsicherheit.

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In Kombination mit einer Fußbodenheizung sorgen Bodenfliesen für ein angenehmes Gefühl

Im Badezimmer stehen Sie oft mit nackten Füßen auf dem Boden. Besonders angenehm sind Fliesen in Verbindung mit einer Fußbodenheizung. Das sorgt auch dafür, dass Feuchtigkeit schneller vom Fußboden verdunstet.

Fliesen als Bodenbelag ermöglichen es Ihnen, ein barrierefreies Badezimmer zu gestalten. Da Fliesen den Boden gut abdichten, ist ein ebenerdiger Übergang zur Dusche kein Problem. Dabei achten Sie darauf, dass im Duschbereich ein leichtes Gefälle zum Abfluss herrscht. So breitet sich das Wasser nicht im gesamten Badezimmer aus.

Fliesen sind produktionsbedingt ungleich. Um Problemen beim Verlegen aus dem Weg zu gehen, haben Sie drei Möglichkeiten: Fliesen werden rektifiziert oder kalibriert angeboten.

Rektifizierte Fliesen werden nachbearbeitet und sind im Anschluss zu 100% exakt gleich groß. Kalibrierte Fliesen werden vor dem Verpacken sortiert. Eine dritte Möglichkeit zum Ausgleich ungleicher Fliesen ist das großzügige Verfugen.

Bei der Auswahl Ihrer Bodenfliesen für das Bad beachten

Bei der Auswahl der Bodenfliesen für Ihr Bad beachten Sie folgende Punkte:

  • Viele Händler geben Ihnen einzelne Fliesen zur Probe mit nach Hause. So überprüfen Sie, ob die Fliesen im heimischen Licht genauso gut wirken, wie im Geschäft.
  • Berechnen Sie mit ein, dass Sie später Fliesen für die Ränder zuschneiden werden. Planen Sie also genug Material ein.
  • Außerdem lohnt es sich, mehr Fliesen zu kaufen. Denn das ermöglicht später ein einfacheres Austauschen beschädigter Fliesen.
  • Planen Sie Ihr Bad als Gesamtkonzept. Ruhige, einfarbige Fliesen erlauben einen Farbakzent an den Wänden. Möchten Sie ein schlichtes Bad lebendiger gestalten, dann greifen Sie auf gemusterte Fliesen zurück.

2. Bodenfliesen für Ihr Bad: Verschiedene Materialien

Grundsätzlich gilt, dass strukturierte Oberflächen rutschfester sind. Allerdings setzt sich auf ihnen auch schneller Schmutz fest und sie sind schwieriger zu reinigen.

Die Abriebklasse Ihrer Fliesen gibt an, wie robust das Produkt ist. Für Badezimmer wird eine Abriebklasse von 3 bis 4 empfohlen.

Keramik

Fliesen aus Feinkeramik wie zum Beispiel Steinzeug sind auch ohne Glasur fleckenunempfindlich. Sie sind sehr dicht gepresst und nehmen aufgrund ihrer gesinterten Oberfläche kaum Wasser auf.

Verschiedene Fliesen Materialien, Optiken

Keramikfliesen gibt es in verschiedenen Mustern und Farben.

Feinsteinzeugfliesen zählen zu den beliebtesten Bodenbelägen fürs Badezimmer. Denn sie sind wasserabweisend, leicht zu reinigen und vielfältig im Design. Von Mustern aller Art über Böden in Stein- und Holz- bis hin zu Textiloptik ist die Auswahl groß. So genießen Sie zum Beispiel die Optik eines Holz- oder Steinbodens ohne den erhöhten Pflegeaufwand.

Steingut dagegen nimmt viel Wasser auf und ist deswegen für das Bad nur bedingt geeignet. Mit Glasur werden diese Fliesen allerdings ebenfalls wasserabweisend.

Porzellankeramik oder Porzellanlaminat sieht aus wie Keramik, fühlt sich aber weniger kalt an und ist leichter als Keramikfliesen. Als 3 x 1 Meter große Platten verlegt, ist Porzellankeramik wasserdicht und erfordert nur wenige Fugen. Diese Fliesen halten Einwirkungen wie Säure, Hitze und Chemikalien stand. Außerdem können sie aufgrund ihrer geringen Dicke von rund 3 mm auf bestehenden Belägen angebracht werden. So sparen Sie sich das Herausreißen der vorhandenen Fliesen.

Naturstein

Informationen zu Naturstein-Bodenfliesen für das Bad finden Sie bei Tipp zum Bau

Naturstein wirkt edel und fühlt sich gut an

Natursteine fühlen sich angenehm an und sehen edel aus. Steine wie Marmor erfordern aber einen Fleckenschutz. Nach der Benutzung wischen Sie diesen Boden feucht ab und trocknen nach. Vermeiden Sie bei der Pflege säurehaltige Reinigungsmittel und verwenden Sie stattdessen spezielle Marmor-Pflegemittel. Außerdem verlegen Fachkräfte Natursteinfliesen mit einem speziellen Kleber. Das verhindert, dass sich später Flecken bilden.

Granit und Lavastein sind unempfindlich und werden mit Haushaltsreiniger geputzt.

Antik-Marmor sieht aus wie echter Marmor. Hinter dem Namen verbergen sich allerdings nicht immer Marmore. Auch Kalksteine oder Travertine kommen hier zum Einsatz. Sie werden so bearbeitet, dass eine gealterte Optik entsteht.

Antik-Marmor ist leicht zu pflegen:

  • Kehren Sie den Boden ab und säubern Sie ihn mit Wasser, milden Laugen und einer weichen Bürste.
  • Säure verträgt auch dieser Boden nicht.
  • Eine Imprägnierung schützt den Boden zusätzlich.

3. Bodenfliesen für Ihr Bad: Größen und Formen

Bodenfliesen für Ihr Bad gibt es in vielen verschiedenen Größen und Formen. Große Fliesen wirken ruhig und das Verfugen ist einfacher. Allerdings ist ein möglichst ebener Untergrund für große Fliesen besonders wichtig.

Informationen zu Bodenfliesen für das Bad finden Sie bei Tipp zum Bau

Bodenfliesen in besonderen Formen erlauben ein individuelles Muster

Am anderen Ende der Größenskala sind Mosaikfliesen angesiedelt. Ein Bodenmosaik ist ein Kunstwerk und wird von Fachkräften verlegt. Dementsprechend ist das Verlegen von Mosaikfliesen teuer. Mit einem Mosiak wird Ihr Badezimmerboden zum Blickfang. Außerdem überzeugen Mosaikböden durch eine hohe Rutschfestigkeit. Auch eine nur spärliche Verteilung von Mosaiksteinen zwischen größeren Fliesen wirkt rutschhemmend.

Auch was die Form der Fliesen angeht, ist die Auswahl groß. Rechteckige oder quadratische Fliesen sind zeitlos und einfach zu finden. Wer es etwas extravaganter mag, greift auf polygonale Exemplare oder Fliesen in Tropfenform zurück. Damit lassen sich gut Akzente setzen.

4. Bodenfliesen für Ihr Bad – Verlegemuster

Nicht nur bei der Auswahl der Materialien oder der Form der Fliesen besteht Gestaltungsspielraum. Auch was die Verlegemuster angeht, ist Kreativität gefragt.

Aber Achtung: Nicht jede Fliese eignet sich für jedes Verlegemuster.

Eine Übersicht über verschiedene Verlegemuster finden Sie bei Tipp zum Bau

Im Kreuzverband kreuzen sich alle Fugen im rechten Winkel

Im Querverband, das heißt parallel zur Stirnseite des Raumes, verlegen Sie die Fliesen in sehr langen Räumen. So wirken diese weniger eng und lang.

Beim Parallelverband werden die Fliesen parallel zur Längsseite des Raumes verlegt. Das streckt kurze Räume optisch.

Hier finden Sie eine Übersicht über die verschiedenen Verlegemuster:

  • Der Kreuzverband ist aus Fliesen im Quadrat- und Rechteckformat zusammengesetzt. Alle Fliesen, die im Kreuzverband verlegt werden, sind gleich groß. Wie der Name schon sagt, durchkreuzen sich beim Kreuzverband alle Fugen.
  • Im Diagonalverband kommen quadratische oder rechteckige Fliesen zum Einsatz. Auch hier kreuzen sich die Fugen mit 90°. Zusätzlich sind die Fliesen hier um 45° gedreht, sodass die Ecken zu den Wänden zeigen.
  • Für den Halbverband eignen sich einheitlich große rechteckige Fliesen. Sie sind in eine Richtung um die Hälfte der Fliesenlänge versetzt. Aber Vorsicht: Dieses Verlegemuster eignet sich nicht für Fliesen in Holzoptik.
  • Der Viertelverband besteht aus einheitlich großen Rechtecken, die in eine Richtung um ein Viertel der Fliesenlänge versetzt werden.
  • Das Fischgrätmuster setzt sich aus schmalen, langen Rechtecken zusammen. So entsteht ein Zickzack-Muster.
  • Beim Bahnenverband werden Fliesen in unterschiedlichen Längen und Breiten verlegt. Sie werden in Bahnen mit unterschiedlicher Höhe angeordnet.
  • Der römische Verband zeichnet sich durch eine Zusammensetzung aus Quadraten und Rechtecken aus. Es entstehen keine Kreuzfugen und keine langlaufenden Fugen.
  • Beim Polygonalverband werden vieleckige Fliesen in unterschiedlichen Größen zu einem willkürlichen Muster zusammengesetzt.
  • Im wilden Verband werden große rechteckige Fliesen ohne erkennbare Struktur angeordnet.

Regelmäßige Verlegemuster wie Kreuzverband, Halbverband oder Viertelverband sind zeitlose Klassiker.

Unregelmäßige Muster wie der Polygonalverband, Hexagonalverband oder wilder Verband wirken natürlich.

5. Voraussetzungen für das Verlegen von Bodenfliesen im Bad

Was Sie zum Verlegen Ihrer Bodenfliesen benötigen, erfahren Sie bei Tipp zum Bau

Das richtige Werkzeug ist essentiell für das Verlegen Ihrer Bodenfliesen

Die wichtigste Voraussetzung für einen schönen Fliesenboden ist eine gute Vorbereitung. Das Bad selbst zu fliesen ist möglich, erfordert aber etwas handwerkliches Geschick. Damit nichts schiefgeht, informieren Sie sich im Vorfeld umfassend.

Besorgen Sie alle Materialien. Dazu gehören:

  • Wasserwaage und Zollstock zum Vermessen des Raumes.
  • Nach Bedarf Bodenausgleichsmasse.
  • Nach Bedarf Grundierung. Diese wird beispielsweise für Estrich benötigt.
  • Randdämmstreifen.
  • Ein passender Fliesenkleber und eine Zahnkelle. Die Art des Klebers variiert je nach Material.
  • Fliesen in ausreichender Menge. Rechner im Internet helfen Ihnen dabei, Ihren Materialbedarf zu berechnen.
  • Berechnen Sie 10% mehr zum Zuschneiden für die Ränder und für einen späteren Austausch eventuell zerbrochener Fliesen mit ein.
  • Fliesenhexe und Abstandshalter für die Fliesenzwischenräume machen das Verlegen einfacher.
  • Fliesenschneider zum Zuschneiden der Fliesen.
  • Fugenmörtel und eine Schwammkelle.
  • Sanitärsilikon und einen Fugenglätter.

6. So werden Bodenfliesen verlegt

Oft werden im Badezimmer sowohl Wände als auch Boden gefliest. Dabei fliesen Sie zunächst die Wände und dann den Boden. Hier finden Sie die wichtigsten Schritte beim Verlegen von Bodenfliesen in Ihrem Bad:

  1. Die Vorbereitung des Untergrundes hat das Ziel, eine möglichst ebene Fläche zu erzeugen. Dazu entfernen Sie zunächst jeglichen Schmutz. Anschließend bessern Sie Unebenheiten aus. Dafür kommt oft Bodenausgleichsmasse zum Einsatz.
  2. Im zweiten Schritt wird eine Grundierung auf den trockenen Estrich aufgetragen.
  3. Bringen Sie nun Randdämmstreifen als Dehnungsfugen an.
  4. Jetzt wird der Kleber gleichmäßig aufgetragen. Das geschieht mithilfe einer Zahnkelle.
  5. Legen Sie die Fliesen auf den Kleber und klopfen Sie sie leicht an. Mischen Sie beim Verlegen Fliesen aus unterschiedlichen Paketen. Denn produktionsbedingt kann es zu kleinen Farbunterschieden kommen. Fliesenhexe und Fliesenkreuz helfen beim Einhalten gleichmäßiger Fugen. Fliesen für die Ränder werden mit dem Fliesenschneider bearbeitet.
  6. Nun kleben Sie die Sockelfliesen an die Wand. Die Wand sollte nicht tapeziert und eventuell mit Tiefengrund vorbehandelt werden.
  7. Jetzt geht es ans Verfugen: Sobald der Fliesenkleber trocken ist, bringen Sie den Fugenmörtel auf die Fliesen auf.
  8. Wenn der Mörtel getrocknet ist, wischen Sie überschüssiges Material mithilfe einer feuchten Schwammkelle von den Fliesen.
  9. Zum Schluss spritzen Sie Silikon in die Übergangsfugen zur Badewanne und in die Wandfugen. Die Fugen werden sofort mit einem Fugenglätter abgezogen.

7. Kosten Ihrer Bodenfliesen

Die Kosten für einen neuen Badezimmerboden setzen sich aus Materialkosten, Arbeitskosten und Wartungskosten zusammen.

Materialkosten

Badezimmerfliesen finden Sie ab 15 € pro Quadratmeter. Je nach Material steigen die Preise aber auch in den dreistelligen Bereich. Auch die Größe der Fliesen und die Größe des Raumes spielen eine Rolle.

Arbeitskosten

Einen groben Überblick darüber, wie Ihre Bodenfliesen im Bad verlegt werden, liefert Ihnen Tipp zum Bau

Eine Fachkraft verlegt Ihre Bodenfliesen am professionellsten

Da das Verlegen von Bodenfliesen anspruchsvoll ist, lassen viele Badeigentümer diese Arbeit von einer Fachkraft erledigen. Bei durchschnittlich großen Fliesen und einem durchschnittlich großen Raum haben Sie mit 30 bis 50 € pro Stunde zu rechnen.

Sehr große Fliesen sind etwas teurer zu verlegen, denn sie sind schwerer. Mosaikfliesen zu verlegen ist mehr Arbeit und deswegen ebenfalls teurer.

Wartungskosten

Da Fliesen in der Regel robust sind, ist eine Wartung nur selten notwendig. Sollte doch einmal eine Fliese ausgetauscht werden müssen, ist der Aufwand vergleichsweise hoch.

8. Vor- und Nachteile verschiedener Materialien für Bodenfliesen im Bad

Tipp zum Bau hilft Ihnen, Vor- und Nachteile verschiedener Bodenfliesen abzuwägen

Hier finden Sie eine Übersicht über die Vor– und Nachteile verschiedener Bodenfliesen im Bad:

Bodenfliesen aus Keramik

VorteileNachteile
pflegeleichtaufwendiges Verlegen, das eine Fachkraft
übernimmt
langlebig und robust Reparatur und Austausch schwierig
in vielen Designs erhältlich, z.B. in Holzoptikerhöhte Rutschgefahr bei Nässe
gute Wärmeleitung
perfekt für die Kombination mit Fußbodenheizung
ohne Fußbodenheizung fußkalt

Bodenfliesen aus Naturstein

VorteileNachteile
edle Optikteuer
hohe Rutschfestigkeitschwierige Reinigung
angenehme Haptiksäureempfindlich
langlebigvon Fachkräften zu verlegen

9. Fazit – Bodenfliesen im Bad

Die große Vielfalt an Designs, Formen und Verlegweisen ermöglicht Ihnen eine individuelle Gestaltung Ihres Badezimmerbodens.

Mit Bodenfliesen profitieren Sie vor allem von diesen Punkten:

  • Fliesen versprechen eine einfache Reinigung.
  • Sie sind langlebig und wartungsarm.
  • Sie lassen sich perfekt mit einer Fußbodenheizung kombinieren.
  • Warme Bodenfliesen fühlen sich auch mit nackten Füßen gut an.
  • Fliesen nehmen keinen Staub auf und sind deswegen gut für Menschen mit Allergien geeignet.
  • Fliesen bieten die Möglichkeit, einheitliche Böden im gesamten Haus zu gestalten.

10. So bereiten Sie Ihren Boden perfekt auf das Verlegen Ihrer Bodenfliesen vor

Vor dem Verlegen Ihrer Bodenfliesen im Bad bereiten Sie den Boden vor.

  1. Zunächst wird die Heizung abgedreht und die Tür ausgehängt.
  2. Eine genaue Reinigung des Bodens ist für das Verlegen essentiell. Am besten geht das mit Besen und Staubsauger.
  3. Estrich saugt stark. Damit der Kleber später gut haftet, tragen Sie eine Grundierung auf den Boden auf.
  4. Legen Sie eine Richtlatte. Besonders für das Verlegen von großen Fliesen ist es wichtig, dass der Boden eben ist.
  5. Kleinere Vertiefungen lassen sich mit Fugenmörtel schließen. Größere Unebenheiten behandeln Sie mit Bodenausgleichsmasse. Diese wird nach Packungsanleitung angerührt und auf den Boden gegossen. Anschließend grundieren Sie diese Stelle erneut.
  6. Im nächsten Schritt wird der Raum vermessen. Rechner im Internet helfen Ihnen dabei, die Materialmenge zu ermitteln.
  7. Planen Sie ein Verlegemuster. Es sollte von der Tür aus harmonisch wirken. Außerdem ist darauf zu achten, dass die Fugen von Wand- und Bodenfliesen übereinstimmen.
  8. Im letzten Vorbereitungsschritt passen Sie Ihren Türrahmen an die neue Bodenhöhe an. Diese Höhe ermitteln Sie, indem Sie eine Fliese auf ein Stück Pappe legen.

11. So verlegen Sie Ihre Bodenfliesen im Bad

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Oft verlegen Fachkräfte Ihre Fliesenböden, denn es ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Sollten Sie sich doch selbst daran wagen, orientieren Sie sich an folgenden Punkten:

  1. Beim Fliesenlegen arbeiten Sie sich zur Tür vor. Tragen Sie eine Bahn Kleber mit einer Zahnkelle auf den vorbereiteten Boden auf. Dazu halten Sie die Kelle im 45° Winkel zum Boden.
  2. Legen Sie die Fliese auf den Kleber und klopfen Sie sie leicht an. Die Fliesenhexe sorgt für eine gerade Fugenflucht. Fliesenkreuze helfen dabei, eine gleichmäßige Fugendicke einzuhalten.
  3. Zwischendurch prüfen Sie immer wieder, ob die Fliesen gerade verlegt sind.
  4. Schneiden Sie die Randfliesen mit dem Fliesenschneider passend zu. Auch Aussparungen für Badewanne oder Heizungsrohre erfordern ein passendes Zuschneiden der Fliesen.
  5. Warten Sie, bis der Fliesenkleber getrocknet ist, bevor Sie das Zimmer erneut betreten.
  6. Schließlich verfugen Sie Ihren Boden. Fugenmörtel wird dabei großzügig auf die Fliesen aufgetragen.
  7. Sobald der Mörtel getrocknet ist, säubern Sie Ihren Boden mit einer feuchten Schwammkelle. Spülen Sie den Schwamm regelmäßig aus und achten Sie darauf, dass er nicht zu nass ist.
  8. Nun werden die Rand- oder Übergangsfugen zu Sanitäranlagen angebracht. Spritzen Sie dazu Silikon in die Fugen und ziehen Sie es sofort mit einem Fugenglätter ab. Randfugen dienen als Dehnungsfugen und sollen so Rissen vorbeugen. Eine Dehnungsfuge hat eine Größe von ungefähr 5 mm in Breite und Tiefe.
  9. Nun schneiden Sie die Tür auf die entsprechende Höhe zu.

12. So tauschen Sie eine beschädigte Bodenfliese in Ihrem Bad aus

Eine beschädigte Fliese auszutauschen ist nicht ganz einfach. Denn beizeiten ragt die neue Fliese dann über die alten Fliesen hinaus. Außerdem sind Hohlräume unter der Fliese zu vermeiden. Deswegen überlassen viele Badbesitzer diese Aufgabe einer Fachkraft.

  1. Im ersten Schritt wird die Fliese aus dem Boden gelöst. Dabei ist Fingerspitzengefühl gefragt, denn es gilt die umliegenden Fliesen nicht zu beschädigen. Deswegen beginnen Sie in der Mitte der Fliese mit dem Herauslösen. Eine gängige Vorgehensweise ist das mittige Anbohren der Fliese. Wahlweise können Sie die Fliese auch mit Hammer und Meißel zertrümmern. Dann lösen Sie die einzelnen Scherben ab.
  1. Nun wird der Fugenmörtel von den Rändern der umliegenden Fliesen entfernt. Hierzu nehmen Sie einen kleinen Spachtel oder einen Schraubenzieher zur Hand.
  1. Den restlichen Fliesenkleber tragen Sie nun mithilfe eines Spachtels und eines Hammers ab. Das gewährleistet, dass die neue Fliese die anderen Fliesen nicht überragt.
  1. Beim Ankleben der neuen Fliese achten Sie darauf, dass keine Hohlräume unter der Fliese entstehen. Denn sonst bricht die Fliese erneut.
  1. Nun verfugen Sie die Fliese.

13. Trends für Bodenfliesen im Bad

Fliesen in Terrazzo-Optik sind zeitlose Klassiker. Terrazzo war schon in der Antike beliebt und verleiht Ihrem Badezimmer auch heute noch mediterranes Flair.

Auch Fliesen mit farbenfrohen floralen Mustern sind wieder beliebt. Wer es etwas zurückhaltender mag, greift auf Fliesen mit geometrischen Formen in gedeckten Farben zurück.

Fliesen in Holzoptik bringen ein freundliches Ambiente ins Bad. Diese Fliesen vereinen die einfache Reinigung und Langlebigkeit von Keramik mit der natürlichen Wirkung von Holz. So müssen Sie sich keine Gedanken um ein Aufquellen machen.

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Fliesen in Marmoroptik wirken zurückhaltend und edel. Sie sind einfacher zu reinigen als echter Naturstein und nicht so säureempfindlich. Mit der angenehmen Haptik von Naturstein können die Fliesen natürlich nicht mithalten, dafür leiten sie die Wärme von Fußbodenheizungen besser.

Auch Fliesen in Betonoptik liegen im Trend. Besonders gut wirken sie in hellen Badezimmern, die auf klare Linien setzen.

Fliesen mit 3D-Profil simulieren natürliche Materialien wie Stein und Holz. Sie überzeugen durch erhöhte Rutschfestigkeit, sind aber auch schwer zu reinigen. Denn in Rillen und Unebenheiten setzt sich schnell Schmutz ab.

Bei Fliesen in großen Größen von bis zu 240 x 120 cm und 320 x 160 cm müssen Sie nur wenige Fugen anbringen. Die Fliesen sind allerdings auch schwer zu verlegen. Außerdem muss der Grund äußerst eben sein, damit die Fliesen sicher und fest sitzen.

Auch Fliesen in Metalloptik sind beliebt. Sie sorgen für ein ähnlich zurückhaltendes und schlichtes Raumgefühl wie Fliesen in Betonoptik.

In Wohnungen und Häusern mit offenen Raumkonzepten werden die Böden in einheitlichem Design gehalten. Fliesen eignen sich für jedes Zimmer und sind deswegen für dieses Unterfangen besonders geeignet.

14. So reparieren Sie kleine Beschädigungen Ihrer Bodenfliesen

Der Parfümflakon rutscht aus der Hand und hinterlässt beim Aufprall eine kleine Beschädigung in der Fliese. Hier finden Sie drei Tipps, die Abhilfe schaffen.

Zunächst einmal wird die betreffende Stelle gründlich gereinigt, sodass sie frei von Staub und Fett ist.

Ist die Beschädigung lediglich oberflächlich, lässt sie sich einfach mit einem Reparaturstift übermalen.

Für die Reparatur kleinerer Macken gibt es im Handel Reparatursets zu kaufen. Diese Sets enthalten oft Wachs in verschiedenen Farben, sodass die reparierte Stelle später kaum noch zu sehen ist. Den richtigen Farbton zu treffen stellt sich aber manchmal als schwierig heraus.

Für das Ausbessern größerer Schäden kommt Reparaturkleber oder eine Füllmasse aus Epoxidharz zum Einsatz. Vorher wird die entsprechende Fliese abgeklebt. Nach dem Füllen schleifen Sie die entsprechende Stelle ab und lackieren sie mit einem Fliesenlack.

15. Klebeverfahren für Bodenfliesen im Bad

Heutzutage werden Fliesen meist mit Dünnbettmörtel verlegt. Hierbei wird nur eine dünne Schicht Kleber aufgetragen.

• Das Floating-Verfahren sieht vor, dass der Kleber auf den Untergrund aufgetragen wird. Auf dieses Kleber-Bett werden dann die Fliesen gelegt.
• Beim Buttering hingegen wird der Kleber direkt auf die Rückseite der Fliesen gestrichen.
• Das Floating-Buttering kombiniert beide Verfahren. Hier tragen Sie den Kleber sowohl auf den Untergrund als auch auf die Fliesenrückseite auf. Diese Vorgehensweise eignet sich besonders für Fliesen aus Naturstein.

16. Der richtige Kleber für Ihre Bodenfliesen im Bad

Welcher Kleber für das Verlegen Ihrer Fliesen zum Einsatz kommt richtet sich nach dem Material der Fliesen.

Kleber auf Zementbasis: Diesen Kleber rühren Sie vor Ort mit Wasser an. Aufgrund seiner kurzen Trocknungszeit erlaubt er, dass das Zimmer schnell wieder betreten werden kann.

In Flexkleber sind Kunststoffanteile enthalten. Deshalb ist dieser Kleber flexibel. Er kommt bei vielerlei Fliesenarten zum Einsatz.

Natursteinkleber werden speziell für das Verlegen von Natursteinen hergestellt. Da jeder Stein anders ist, wird der Kleber an den entsprechenden Stein angepasst. Und weil Naturstein Wasser aufnimmt, trocknet Natursteinkleber schnell.

Wasserbasierte Dispersionskleber bestehen zum Teil aus Füllstoffen. Sobald sie getrocknet sind, haften sie sehr gut.

Epoxidharzkleber kommen oft im gewerblichen Kontext zum Einsatz. Sie setzen sich aus einem Härter und einem Bindemittel zusammen. Diese Bestandteile reagieren beim Trocknen chemisch miteinander.

17. Materialgerechte Pflege Ihrer Bodenfliesen im Bad

Fliesen als Bodenbelag im Badezimmer sind pflegeleicht und einfach zu reinigen. Das ist auch gut so, denn sie sind vielen Einflüssen ausgesetzt. Kalkhaltiges Wasser, Seifen und allerlei Pflegeprodukte wirken täglich auf die Fliesen ein. Deswegen ist eine regelmäßige und gründliche Reinigung essentiell, um das schöne Erscheinungsbild Ihrer Fliesen lange zu erhalten.

Tipp zum Bau zeigt Ihnen, wie Sie Ihre Bodenfliesen im Bad richtig pflegen.

Natursteinreiniger und eine Bürste sind für die Reinigung von Naturstein perfekt geeignet.

Viele für Bäder geeignete Keramikfliesen, zum Beispiel aus Feinsteinzeug sind säurebeständig. Hier sind also auch säurehaltige Kalklöser erlaubt.

Reinigungsmittel, die pflegende Anteile enthalten sind dagegen nicht geeignet. Denn Sie hinterlassen einen rutschigen oder klebrigen Film auf dem Boden.

Ihren Boden reinigen Sie einfach mit lauwarmem Wasser, in das Sie etwas Reiniger geben. Mit einem Bodenwischer oder Mopp arbeiten Sie sich nun zur Tür vor.

Bei Bedarf arbeiten Sie mit klarem Wasser nach, um Rückstände zu entfernen.

18. So pflegen Sie Bodenfliesen aus Naturstein richtig

Naturstein kommt aufgrund seiner angenehmen Haptik gerne als Bodenbelag im Bad zum Einsatz. Auch hier ist Stein nicht gleich Stein. Im Naturzustand ist er nämlich recht fleckenempfindlich. Deswegen raten Experten zu einer Imprägnierung.

Diese Imprägnierung erschwert das Eindringen von Schmutz und ermöglicht so eine einfache Reinigung. Diese Imprägnierung wird alle vier Jahre erneuert.

Außerdem gibt es auf dem Markt zahlreiche Natursteinreiniger mit neutralem pH-Wert. Sie sind perfekt auf die Bedürfnisse jeden Steines abgestimmt.

Viele Natursteine sind säureempfindlich. Deswegen gestaltet sich die Entfernung von Kalkflecken als schwierig.

Leichte Kalkablagerungen lassen sich mit destilliertem Wasser abspülen.

Auch auf seifige Produkte sollten Sie verzichten. Diese hinterlassen einen Film auf dem Boden.

19. 5 Fehler, die Sie beim Verlegen Ihrer Bodenfliesen im Bad am besten vermeiden

Fliesenlegen ist ein schwieriges Unterfangen. Damit Sie sich später nicht ärgern, vermeiden Sie diese fünf Fehler:

  1. Boden- und Wandfugen nicht abstimmen. Im Bad sind oft sowohl der Boden als auch Wandabschnitte gefliest. Achten Sie darauf, dass die Fugenfluchten wenn möglich durchgehend verlaufen.
  2. Kaufen Sie nicht zu wenige Fliesen. Es lohnt sich, einige Reservefliesen zu kaufen. Denn wenn Sie später eventuell beschädigte Fliesen austauschen, finden Sie die gleiche Fliese vielleicht nicht mehr. Das kommt ganz darauf an, wie geläufig Ihr Fliesendesign ist.
  3. Sparen Sie nicht an Fliesenkleber! Wird dieser nämlich zu dünn aufgetragen und die Fliese nicht angeklopft, entstehen Hohlräume. Und das erhöht das Risiko für Brüche.
  4. Estrich grundieren nicht vergessen! Denn Estrich ist saugfähig und verringert ohne Grundierung die Klebkraft Ihres Fliesenklebers.
  5. Beim Ebnen des Untergrunds ein Auge zudrücken. Die Fliesen sitzen nur auf einer geraden Fläche sicher und gut.

20. So versiegeln Sie Ihre Bodenfliesen im Bad richtig

Eine Versiegelung ist oft eine gute Idee. Denn sie erleichtert die Reinigung. Besonders geeignet ist eine Versiegelung für Fliesen mit offenporiger Oberfläche. Fliesen, die bereits mit einer Vergütung versehen sind, benötigen keine zusätzliche Behandlung. Dann lohnt sich aber nichtsdestotrotz eine Versiegelung der Fugen.

Tipp zum Bau informiert Sie über die Pflege Ihrer Bodenfliesen

Eine Versiegelung schützt vor Schmutz

Am besten werden die Fliesen gleich nach dem Verlegen versiegelt. Alternativ werden sie gründlich gereinigt und getrocknet.

Besonders einfach gestaltet sich die Versiegelung, wenn Sie die ganze Bodenfläche auf einmal bearbeiten. So versiegeln Sie die Fugen gleich mit.

Auf der Packungsanweisung finden Sie eine genaue Anleitung. Meist wird die Versiegelung mit einem Lappen aufgetragen. Anschließend trocknet die Versiegelung an.

Naturstein wird nach der Versiegelung meist etwas dunkler.

Nach ungefähr anderthalb Jahren erneuern Sie die Versiegelung.

21. Ist ein fugenloses Verlegen Ihrer Bodenfliesen im Bad möglich?

Manche Menschen empfinden Fugen als störend. Dennoch sind sie wichtiger Bestandteil eines langlebigen Fliesenbodens. Denn sie erfüllen eine Schutzfunktion und bewahren die Fliesen vor etwaigen Beschädigungen.

Denn sie gleichen kleine Unterschiede in der Größe der Fliesen aus und verringern Spannungen in der verfliesten Fläche.

Das Verlegen von XXL-Fliesen ist eine Möglichkeit, nur wenige Fugen anzubringen.

Rektifizierte Fliesen erlauben es, lediglich sehr dünne Fugen anzubringen. Sie werden nach der Herstellung nachbearbeitet und kommen exakt gleich groß aus der Fabrik.