Bodendämmung

Bodendämmung – der zuverlässige Wärmeschutz

Die Tipp zum Bau Seite bietet Ihnen Navigationspunkte bei Ihrer Recherche.

1. Die Bodendämmung als Wärmeschutz und Schallschutz

Ein Schutz, der das Haus warm hält.

Schützen Sie Ihr Haus mit der Bodendämmung vor Kälte.


 

Eine zuverlässige Bodendämmung kann Ihnen dabei helfen einen Wärmeverlust zu verhindern und zudem Ihren Trittschallschutz zu verbessern. Besonders das Leben im Altbau kann durch eine Fußbodendämmung erleichtert werden. Altbauten fehlt meist ein ausreichender Wärme- und Schallschutz. Viele alte Gebäude sind daher besonders hellhörig.  Durch die Dielen kommt es zu fußkalten Räumen und daraus entstehenden hohen Heizkosten. Erst seit 2002 ist für Neubauten eine Wärmedämmung der Kellerwände und der Bodenplatte vorgeschrieben.

Anders als beim Neubau, wo die Wärmedämmung von Beginn an verlegt wird, ist es möglich bei einem Altbau eine Nachrüstung durchzuführen. Wo der Unterschied zwischen der Nachrüstung und dem sofortigen Einbau ist und auf welche Faktoren Sie achten müssen, erfahren Sie unter dem Navigationspunkt „Bauliche und rechtliche Voraussetzungen für den Einbau“.

2. Verschiedene Arten von Bodendämmungen

Haben Sie sich für eine Bodendämmung entschieden, können Sie sich grundsätzlich zwischen vier Arten entscheiden:

  • Wärmedämmung.
  • Trittschalldämmung.
  • Innendämmung.
  • Außendämmung.

Eine Wärmedämmung spart Energie und trägt durch warme Räume zum Wohnklima bei. Je nachdem wo die Bodendämmung verlegt werden soll ist sie mehr oder weniger nützlich. Sind die Räume, die übereinander liegen, gleich beheizt, spielt die Wärmeisolierung eine nicht so große Rolle. Liegt der Raum aber über einem nicht beheizten Raum, wie einem Keller, steigt die Relevanz der Wärmeisolierung.

Selbst bei einer Fußbodenheizung ist eine Bodendämmung unumgänglich. Die Wärmedämmung hilft die Wärme der Fußbodenheizung zu speichern und beugt dem Wärmeverlust vor. Hier erfolgt das Verlegen unter der Fußbodenheizung. Die Wärmedämmung kann auch durch sanieren nachgerüstet werden.

Eine Trittschalldämmung wirkt dem Schall entgegen, der vor allem im Altbau über Holzbalkendecken sehr gut übertragen wird. Jedoch ist eine Trittschalldämmung auch im Neubau, trotz der Verwendung von Estrich, unverzichtbar. Möchten Sie sich näher über die Trittschalldämmung und ihre Möglichkeiten informieren? Hier finden Sie nähere Informationen zur Trittschalldämmung: Link

Neben der Wärme- und der Trittschalldämmung wird bei der Fußbodendämmung zwischen einer Innen- und Außendämmung unterschieden. Die Innendämmung wird in den Raum hinein eingebaut, während die Außendämmung von unten an den Raum angebracht. Als Beispiel ist hier die Bodendämmung für das Erdgeschoss an der Kellerdecke zu nennen.

3. Das richtige Material für Ihr Heim

Wenn Sie sich für eine Bodendämmung entschieden haben, kommt es zur Auswahl des geeigneten Materials. Es gibt vier verschiedene Materialien, die sich für die Fußbodendämmung eignen:

  • Dämmmatten.
  • Schüttdämmung.
  • Einblasdämmung.
  • Vakuumdämmung.
Das richtige Material für Ihre Innendämmung finden Sie mit Tipp zum Bau.

Entscheiden Sie sich für das geeignete Dämmmaterial.

Um das geeignete Material für Ihr Heim zu finden, spielen einige Faktoren eine Rolle. Der Dämmstoff muss zu den baulichen Gegebenheiten wie dem Bodenbelag, der Befestigungsart des Bodens und dem Gesamtaufbau des Bodens passen.

Besteht Ihr Boden aus Klick-Laminat ist beispielsweise eine feste Dämmunterlage mit einer hohen Druckstabilität zu empfehlen. Haben Sie eine Fußbodenheizung und möchten nachträglich eine Bodendämmung verlegen, ist es wichtig einen für Fußbodenheizungen kompatiblen Dämmstoff auszuwählen. Mehr Informationen zu den Bedingungen finden Sie unter dem Navigationspunkt „Bauliche und rechtliche Voraussetzungen für den Einbau“.

Dämmmatten bestehen aus Mineralwolle, Holzfasern, Kork oder Schaumglas. Wie gut diese dämmt, ist von der Dicke abhängig. Durch einfaches Ausrollen und Zuschneiden kann die Dämmmatte angebracht werden.

Die Schüttdämmung kommt bei unebenen Oberflächen in Frage. Deshalb eignet sie sich perfekt für die Sanierung von Altbauten. Hiermit können Hohlräume aufgefüllt werden.

Die Einblasdämmung kann ebenfalls dort eingesetzt werden, wo sich Hohlräume im Boden befinden. Möchten Sie Ihren Altbau sanieren ist die Einblasdämmung zu empfehlen, da der Dämmstoff ganz einfach unter den Dielen angebracht werden kann.

Die Vakuumdämmung ist der neue Trend in der Welt der Fußbodendämmung. Mit seiner extraschlanken Beschaffung ist die Vakuumdämmung die perfekte Lösung für die Sanierung. Die dünnen Dämmplatten bieten einen hohen Wärmeschutz und stellen kein Problem für die Aufbauhöhe dar.

Bei der Auswahl des Materials sind bestimmte Dämmwerte zu beachten, die Informationen zur Wärmeleitfähigkeit, dem Wärmedurchgangskoeffizienten, der Druckfestigkeit, der Trittschalldämmung und dem Brandverhalten geben. Möchte Sie einen geeigneten Dämmstoff finden, helfen Ihnen diese Angaben weiter. Die folgende Tabelle zeigt Ihnen die Abkürzungen zu den Dämmwerten, sowie geeignete Verwendung.

DämmwerteAbkürzungMesseinheit
WärmeleitfähigkeitλW/mK (Watt pro Meter mal Temperatur in Kelvin)
WärmedurchgangskoeffizientUW/m²K
DruckfestigkeitW, WL = nicht belastbar, druckempfindlich
WD = belastbar, wenig druckempfindlich
WS, WDS, WDH = erhöhte Belastbarkeit
TrittschalldämmungT, TKDezibel
BrandverhaltenRF = nicht brennbar bis
RF 4 = leicht brennbar, unzulässiger Brandbeitrag

4. Bauliche und rechtliche Voraussetzungen für den Einbau

Das Verlegen der Bodendämmung ist an einige bauliche und rechtliche Voraussetzungen gebunden.

Bauliche Voraussetzungen

Der Einbau der Dämmung folgt speziellen Regeln.

Oft stehen zusätzliche Arbeiten beim Einbau der Dämmung an.


Haben Sie unter Ihrem Boden einen mineralischen Grund, benötigen Sie eine Dampfbremse unter Ihrer Wärmedämmung. So verhindern Sie, dass Feuchtigkeit zu Ihrem Bodenbelag vordringen kann. Bei der Bodendämmung auf Beton sollte eine dünne Dämmlage angebracht werden, damit die Bodenplatte unverändert bleibt.

Planen Sie eine nachträgliche Installation der Fußbodendämmung, entfernen Sie zunächst die alten Bodenbeläge. Waren diese mit Mörtel befestigt oder verklebt, sind sie nicht mehr wiederverwendbar. Bodenbeläge, die genagelt, geschraubt oder schwimmend sind, können auf der Wärmedämmung wiederverwendet werden.

Es empfiehlt sich, den Estrich ebenfalls zu entfernen. Bei Altbauten stellt sich das als schwierig heraus, da sich der Estrich nicht mehr entfernen lässt. Oftmals kann der Bodenbelag im Altbau nicht richtig definiert werden, was auch Schwierigkeiten für die Planung der Fußdämmung aufbringt. In diesem Fall ermöglicht es die Einblasdämmung die Wärmeisolierung unter die Dielen zu sprühen. Somit wird eine nachträgliche Wärmedämmung eingebaut, ohne den Bodenbelag zu beschädigen.

Möchten Sie eine Bodendämmung verlegen, aber haben bereits eine installierte Fußbodenheizung, stellt diese kein Hindernis dar. Hier ist zu beachten, dass das Dämmmaterial mit der Fußbodenheizung kompatibel und nicht brennbar ist. Haben Sie das richtige Dämmmaterial gefunden, wird die Wärmeisolierung unter die Fußbodenheizung angebracht.

Rechtliche Voraussetzungen

Rechtliche Vorschriften bezüglich der Dämmung und ihrem Einbau.

Achten Sie auf die gesetzlichen Vorschriften beim Einbau der Bodendämmung.


Besonders bei der Sanierung ist es wichtig die Aufbauhöhe der Bodenkonstruktion im Blick zu behalten. Eine nachträgliche Dämmung erhöht den Raum um sechs bis zehn Zentimeter. Hier ist zu beachten, dass die baurechtlichen Vorschriften eingehalten werden.

Die dicke Dämmschicht führt dazu, dass sich der Abstand zwischen Fenstern und Brüstungen zum Fußboden verändert. Der Mindestabstand zwischen Fenster und Fußboden befindet sich bei Aufenthaltsräumen bei 80 cm. Die einzuhaltende Raumhöhe schwankt zwischen 2,20 m und 2,40 m. Bei der Raumhöhe ist auch darauf zu achten, dass nach dem Einbau der Bodendämmung Türen, Zargen und Treppenansätze noch passen. Genauere Angaben zu den Vorschriften finden Sie in den landesgesetzlichen Bauvorschriften.

5. Kosten im Überblick

Tipp zum Bau zeigt Ihnen, mit welchen Kosten und Ersparnissen Sie bei Ihrer Deckendämmung rechnen können.

Durch verschiedene Förderprogramme bleiben Sie nicht alleine auf den Kosten sitzen.

Auch wenn eine zuverlässige Bodendämmung Ihnen unter anderem dabei hilft, Energie zu sparen, ist der Einbau mit Kosten verbunden. Der Preis für eine Innendämmung des Fußbodens im Erdgeschoss kann zwischen 70 € und 160 € pro Quadratmeter liegen. Bei der Außendämmung der Kellerdecke entstehen Kosten zwischen 15 € und 25 € pro Quadratmeter.

Die Kosten variieren je nach Dämmmaterial. Mit der folgenden Tabelle können Sie sich einen Überblick über die Kosten der verschiedenen Dämmmaterialien machen.

DämmmaterialKosten
Dämmmatten7-36 €/m2
Einblasdämmung15-25 €/m2
Schüttdämmung15-25 €/m2
Vakuumdämmung225-1000 €/m2

Mit dem Dämmmaterial sind noch nicht die gesamten Kosten für den Einbau einer Fußbodendämmung gedeckt. Das Herausnehmen des Bodens, ein neuer Boden, wie auch Handwerkerkosten beeinflussen erheblich den Preis.

Für die Finanzierung der Bodendämmung gibt es Fördermittel, die die Bundesregierung bereitstellt. Beantragen Sie die Förderung vor dem Dämmen und sichern Sie sich somit bis zu 60 % der Kosten als Zuschuss.

ProgrammBeschreibungUmfang
KfW 430Energieeffizient sanierenPro Wohneinheit bis zu 30000 €;
Einzelmaßnahmen 5000 €;
Heizungs-, Lüftungspaket
7500 €;
KfW-Effizienzhaus
15000 – 30000€;
10% - 30% der förderfähigen Kosten
KfW 431Energieeffizient bauen und sanieren – Zuschuss für die BaubegleitungPro Vorhaben bis zu 4000 €, 50 % der förderfähigen Kosten
KfW 151/ 152Kredit Energieeffizient sanierenKfW-Effizienzhaus bis 100000 €;
Einzelmaßnahme bis 50000€

6. Vorteile und Nachteile einer Bodendämmung

Erfahren Sie über Tipp zum Bau, wie auch Sie eine Förderung erhalten oder bei Ihrer Dachdämmung sparen.

Bodendämmung einbauen oder doch lieber darauf verzichten?

Die Wärmeisolierung speichert die Wärme besser und verhindert fußkalte Fußböden. Neben dem Wärmeschutz bieten einige Dämmmaterialien zusätzlich einen Schallschutz. Der Wärmeschutz, wie auch der Schallschutz tragen beide zu einer Verbesserung des Wohnklimas bei. Dieser zusätzliche Wärmeschutz und Schallschutz steigern den Wert Ihrer Immobilie.

Nachteile einer Fußbodendämmung sind die hohen Kosten, die durch das Dämmmaterial, die Handwerker, wie auch die gegebenenfalls anfallenden Kosten für einen neuen Boden entstehen. Zudem bringt das Verlegen einen hohen Aufwand mit sich. Verschiedene Fördermittel ermöglichen Ihnen jedoch, einen Teil der Kosten einzusparen. Außerdem machen die gesparten Energiekosten, wie auch die Wertsteigerung der Immobilie die Bodendämmung zu einer lohnenswerten Investition.

Hier finden Sie nochmals die Vor- und Nachteile einer Bodendämmung zusammengefasst.

Vorteile

  • Sinkende Heizkosten.
  • Wertsteigerung der Immobilie.
  • Besseres Wohnklima.
  • Wärmeisolierung.
  • Fördermittel.

Nachteile

  • Hohe Kosten, vor allem Vakuumdämmung.
  • Großer Aufwand.

7. Fazit: Die Bodendämmung als gute Investition

Auch wenn der Einbau einer Fußbodendämmung mit Kosten verbunden ist, machen die vielen Vorteile die Investition lohnenswert. Als Wärmeschutz hilft Ihnen die Bodendämmung dabei, Heizkosten zu sparen und sie steigert gleichzeitig den Wert Ihrer Immobilie. Außerdem dient sie als Schallschutz und verbessert Ihr Wohnklima erheblich. So sorgen Sie für eine wohlig warme Wohlfühl-Atmosphäre in Ihren vier Wänden und steigern gleichzeitig den Wiederverkaufswert Ihrer Immobilie deutlich.

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