Bauphysiker

Bauphysiker – der Spezialist für die perfekte Außendämmung

Auf der Straße hämmert der Bauarbeiter mit seinem Presslufthammer. In Ihrem Zuhause hören Sie nichts. Draußen ist es eisig kalt, aber in Ihrem Haus herrscht eine angenehme Wärme. All das und noch mehr ist der Verdienst Ihres Bauphysikers. Er sorgt durch individuelle Pläne und Entwürfe für die ideale Dämmung in jedem Haus. Bei Tipp zum Bau erfahren Sie alles Wissenswerte über den Bauphysiker.

1. Die Ausbildung zum Bauphysiker

Erfahren Sie bei Tipp zum Bau die Hintergründe zur Ausbildung des Bauphysikers.

Die Ausbildung zum Bauphysiker kann auch berufsbegleitend sein.

Es gibt verschiedene Ausbildungswege zum Bauphysiker. Bauphysik kann als Vertiefungsfach innerhalb eines Bauingenieur- oder Architekten-Studiums gewählt werden. Auch ähnliche Fachrichtungen bieten diese Ausbildung an. Interessenten, welche diesen Voraussetzungen nicht entsprechen, haben dennoch die Möglichkeit sich für die Weiterbildung zum Bauphysiker zu qualifizieren. Jedoch werden dann eine gleichwertige Ausbildung und Berufserfahrung vorausgesetzt.

Aktuell werden aber auch eigenständige Bachelor- und Masterstudiengänge zum Bauphysiker angeboten. In Deutschland bietet zur Zeit jedoch lediglich die Hochschule für Technik in Stuttgart das Bachelor-Studium Bauphysik an.

Die Master-Ausbildung wird berufsbegleitend an der Universität Stuttgart gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut und der Bauhaus-Universität Weimar absolviert . Für die Masterstudiengänge, die jeweils sechs Semester in Anspruch nehmen, fallen jedoch Studiengebühren an. Aufgrund des Angebots von Online-Lehrveranstaltungen, und damit maximal zehn verpflichtenden Präsenztagen, eignet sich das Studium als berufsbegleitende Weiterbildung.

Auch Fortbildungen für Architekten, Ingenieure oder ähnliche Berufsfelder spezialisieren auf den Fachbereich Bauphysik. Sie werden von verschiedenen Anbietern gehalten und sind durchaus kostengünstig buchbar. So werden Sie einfach zum Bauphysiker weitergebildet.

In der Schweiz ist eine spezialisierte Weiterbildung zum Bauphysiker an Fachhochschulen möglich. Diese richtet sich an bereits berufstätige Architekten, Gebäudetechniker, Bauingenieure oder Hochschulabsolventen ähnlicher Fachrichtungen. Hier wird zwischen dem Certificate of Advanced Studies (CAS) und Diploma of Advanced Studies (DAS) unterschieden. Der Zertifikatslehrgang CAS erfordert 900 Präsenz- und Lernstunden und die Lehrgangsdauer beträgt ca. 4 Monate.

Der Unterricht findet nur einmal die Woche statt. So setzen Sie neben der Weiterbildung zum Bauphysiker Ihren Beruf fort. Für eine Absolvierung des DAS ist das CAS obligatorisch. Die Dauer des Diplom-Lehrgangs beträgt dann insgesamt drei Semester. Die maximale Lehrgangszeit beträgt drei Jahre.

2. Die Aufgaben eines Bauphysikers

Ihr Bauphysiker hilft Ihnen dabei, sich rundum wohl zu fühlen. Wie? Er arbeitet vorausschauend und gründlich – schon bevor Sie überhaupt einziehen. Außerdem erkennt der Bauphysiker durch seine Berechnungen Mängel in der Konstruktion und im Baumaterial. Diese lässt er natürlich gleich beheben. Dadurch haben Sie noch viel länger Freude an Ihrem Haus.

Schallschutz – kein Lärm mehr von draußen

Wir leben oft Tür an Tür mit unseren Mitmenschen, besonders in Städten. Und nicht jeder Nachbar ist ein potenzieller bester Freund, mit dem man alles teilen will. Auch wenn es schön ist, dass er Nachwuchs bekommen hat. Nachts wollen Sie dann doch nicht ständig darüber informiert werden. Sondern lieber ungestört schlafen. Der Schallschutz ist deshalb eine wichtige Aufgabe des Bauphysikers. Bei der Planung von Verkehrswegen muss zum Beispiel die ausreichende Entfernung zu Wohngebieten beachtet werden – zur Not helfen Schutzwälle. Ebenso bei Industrie-, Sport- und Freizeitanlagen hilft der Bauphysiker.

Mehr zu den Aufgaben des Bauphysikers bei Tipp zum Bau.

Ein Bauphysiker hat verschiedene Aufgaben.

Denn Bauphysiker

  • erfassen, analysieren und prognostizieren Lärm aus der Umwelt.
  • beurteilen  die Situation anhand von Gesetzen, Richtlinien und Verordnungen.
  • erstellen Gutachten und schlagen Lösungen vor. Sie orientieren sich zum Beispiel an DIN 4109, der Regelung für Schallschutz im Hochbau.
  • überwachen und koordinieren die Realisierung dieser Konzepte Nach der Planung.

Wärmeschutz und Feuchtigkeitsschutz – für angenehmes Klima in Ihren vier Wänden

Stellen Sie sich vor, draußen schneit und stürmt es. Aber drinnen ist es warm und gemütlich. Denn Ihr Haus lässt keine Kälte zu Ihnen durchdringen – die Wände sind dicht und die Wärme bleibt drinnen. Dank Ihres Bauphysikers. Neben einer kuschelig-warmen Atmosphäre haben Sie so auch noch niedrige Heizkosten. Und sparen bares Geld.

Der Bauphysiker untersucht die Wärmeverteilung in Ihrem Haus und die Reaktion von Bauteilen auf Wärme. Dabei stützt er sich auf eine Reihe von Richtlinien (DIN 4108) und der Energieeinsparverordnung (EnEV), die im Jahre 2002 ins Leben gerufen wurde. Damit wird der CO2-Ausstoß verringert. Der Bauphysiker ist als auch da, um der Umwelt zu helfen.

Hierfür zieht der Bauphysiker zum einen die klimatischen Vorgänge im Haus und die Eigenschaften der Baustoffe heran. Dabei ist es aber auch wichtig für ihn, den Feuchtigkeitsschutz mit zu betrachten. Denn eine feuchte Dämmung büßt viel Wärme ein. Zudem entsteht durch Feuchtigkeit oft Schimmel. Das kommt Ihrer Gesundheit sicher nicht zu Gute. Daher kommt der Bauphysiker der Feuchtigkeit zuvor.

Durch modernste Geräte und Software macht der Bauphysiker Wärmeströme und Temperaturverläufe sichtbar. So erkennt er, wo es zieht und wo sich die Wärme eher staut. Und er bestimmt, welche Wände oder Fenster noch gedämmt werden müssen, damit die Wärme in Ihrem Haus bleibt.

Regenschutz – Feuchtigkeit hat keine Chance

Eine Aufgabe des Bauphysikers ist der Schutz vor Regen.

Eine Aufgabe des Bauphysikers ist der Schutz vor Regen.

Basis für den Feuchtigkeitsschutz ist natürlich der Regenschutz. Nur mit einem ordentlichen Außenschutz bleiben alle Bauteile intakt. Auch hier muss sich der Bauphysiker an eine Reihe von Normen halten (DIN 4108).

Dabei wird geregelt

  • inwieweit Putze Wasser aufnehmen können und dürfen.
  • aber auch die Einberechnung des Windes ist hier wichtig. Damit gewährleistet Ihr Bauphysiker, dass kein Wasser durch etwaige Risse in das Haus kommt.

Der Bauphysiker muss zu diesem Zwecke die Regenbeanspruchungszonen heranziehen, die der Deutsche Wetterdienst erstellt hat. Je höher die Zahl der Zone, umso mehr Regen fällt in diesem Gebiet. Aufgrund dieser physikalischen Gegebenheiten berechnet der Bauphysiker die Anforderungen an die Außenmaterialien in Ihrem Haus. So können Sie sicher sein, dass kein Wasser ins Haus kommt.

Bauakustik – endlich Stille in Ihrem Haus

Schützen Sie sich gegen den Lärm der Umwelt. Die Geräusche innerhalb Ihres eigenen Hauses und seiner Materialien können Sie von Anfang an begrenzen. Schritte müssen nicht im ganzen Gebäude hörbar sein. Außerdem wirken sich bauakustische Eigenschaften auf Ihr Wohlbefinden aus. Hier berät Sie Ihr Bauphysiker und fördert dabei auch noch Ihre Baugenehmigung.

Schon in der Planungsphase unterstützt der Bauphysiker Ihren Architekten und Sie als Bauherr. Denn für die Baugenehmigung brauchen Sie schalltechnische Nachweise. Der Bauphysiker erbringt diese Nachweise, indem er den Baulärm vorausberechnet. Das gilt für schall-leitende Bauteile und Konstruktionen ebenso wie für Geräusche bei der Installation von Wänden, Decken, Dächern, Fenstern und Türen.

Bei Bauakustik sollen Räume vor fremdem äußeren Geräuschen schützen, aber auch vor Lauten, die im Gebäude entstehen. Das kann beispielsweise das Pochen der Heizung sein. Das Stichwort hier ist die richtige Dämmung mit dem richtigen Material.

Hier unterscheidet der Bauphysiker zwischen

  • schwingungsfähigen Materialien, also harten Baustoffen wie Beton oder Granit.
  • und weichen Materialien, zum Beispiel Dämmstoffen oder elastischen Trennschichten.

Ihr Bauphysiker weiß auch, wie die Materialien richtig verwendet werden, damit keine Schallbrücken auftreten. Solche, den Lärm leitenden Hohlräume finden sich zum Beispiel in Trennwänden, aber auch in Treppenhäusern. Der Bauphysiker misst Schallbrücken und erarbeitet Lösungen, um sie zu vermeiden oder zu dämmen.

Raumakustik – optimale Sprach-Verständlichkeit garantiert

Ähnlich sieht es mit der Raumakustik aus. Sprach-Verständlichkeit und geringerer Hall sind beispielsweise für Tagungsräume und auch in Büros unerlässlich. In privaten Räumen spielt dies sicherlich weniger eine Rolle. Der Bauphysiker untersucht Schallfelder und die Verteilung von Schallenergie im Raum. Er misst, wie lange Worte nachhallen, ob Silben verschluckt werden und ob gesprochene Sprache gut verständlich ist. Anschließend entwirft der Bauphysiker Anforderungen an die Räume, die eine optimale Verständlichkeit bewirken. Seine Berechnungen werden dann beim Bau umgesetzt: Größe und Form des Raums spielen hier eine Rolle, ebenso Decken- und Wandgestaltung sowie Einrichtungen und Beschallungstechnik.

Erschütterungsschutz – damit Sie keinen Erdstoß bemerken

Sie haben einen schönen Bauplatz und planen ein wunderschönes Haus. Aber leider fährt der Zug alle paar Minuten direkt daran vorbei. Oder LKW donnern über die anliegende Straße. Oft kann man sich keinen Bauplatz in allzu idyllischer Lage auswählen. Dass jedoch die Erschütterungen von draußen nicht auch Ihr Haus zum Beben bringen, dafür sorgt Ihr Bauphysiker.

Der Bauphysiker misst die Erschütterungen und stellt sicher, dass die dem Menschen zumutbaren Werte gemäß DIN 4150 eingehalten werden. Und das gilt nicht nur bei Schienen- und Straßenverkehr, sondern auch bei gewerblichen Anlagen wie lauten Fabriken. Und auch im Fall von Sprengung oder Abriss eines Gebäudes in Ihrer Nähe steht der Bauphysiker zur Stelle. Er gewährleistet also einen ausreichenden Wohnstandard in Ihrem Haus.

3. Wie hat sich die Bauphysik entwickelt?

Erfahren Sie bei Tipp zum Bau etwas zur Entwicklung des Bauphysikers.

Bauphysiker sind immer gefragter.

Wer hört das nicht gerne. Durch Dämm-Maßnahmen kann viel Geld und Energie eingespart werden. Vor allem im Winter ist eine gute Wärmedämmung unbedingt nötig. Außerdem, wer will schon den Straßenverkehr von draußen hören oder den Nachbarn von nebenan?

Genau hierfür ist der Bauphysiker da. Er ist ihr Fachberater rund um die Themen Dämmung und Schutz. Dieser Beruf ist mittlerweile nicht mehr weg zu denken, denn steigende Komfortbedürfnisse der Menschen verlangen nach besser werdendem Schallschutz und Wärmeisolierungen.

Auch wurde durch viele Ereignisse, wie etwaige Ölkrisen, gezeigt, dass Umweltverschmutzung minimiert werden muss. Es gilt also: Ökologisch denken ist voll im Trend. Dadurch dass man durch gute Dämmung außerdem weniger Energieressourcen verbraucht, freut sich nicht nur der Geldbeutel, sondern auch die Umwelt.

4. Ihr Bauphysikbüro – wer braucht es?

Bei Tipp zum Bau geht es um den Zusammenhang zwischen Bauphysiker und Bauherr.

Früher oder später benötigt jeder Bauherr einen Bauphysiker.

Die Welt, in der wir leben, wird immer hektischer. Kennen Sie das Gefühl, einfach mal abschalten zu wollen? Denn wie gut tut es doch, sich nach getaner Arbeit in die eigenen vier Wände zurückzuziehen. Um einfach zu entspannen und sich vom stressigen Alltag zu erholen. Doch wenn der Nachbar nebenan meint, er müsse das Haus auf den Kopf stellen, ist es vorbei mit der Entspannung. Damit wieder Stille in Ihre eigenen vier Wände einkehrt, steht Ihnen Ihr Bauphysiker zur Seite.

Was ist Bauphysik?

Ihr Bauphysiker

  • untersucht mit der Bauphysik erst einmal die Bautechnik eines jeden Hauses.
  • testet damit verbunden die Dichte der Wände auf Wärme, Schall und Feuchtigkeit. Nicht zu vernachlässigen gilt es den Brandschutz, der auch eng mit dem Schall- und Wärmeschutz verbunden ist. Kein Wunder also auch, dass der Bauphysiker immer wichtiger wird.
  • schaut voraus und bezieht Umwelteinflüsse in seine Pläne mit ein. Damit fühlen Sie sich später in Ihrem Heim wohl. Worin genau der Bauphysiker Sie unterstützt, das erfahren Sie hier.

5. Trends und Neuheiten in der Bauphysik

Mehr über die Trends in der Baubranche bei Tipp zum Bau.

Jedes Jahr gibt es neue, spannende Trends in der Baubranche.

Für viele Menschen steht neben der geeigneten Schalldämmung auch nachhaltiges Bauen im Vordergrund. So liegt zum Beispiel Dämmmaterial aus Holz voll im Trend. Oder wie wäre es, wenn Ihre Fassaden-Elemente dünne Solarzellen-Schichten enthalten würden? Diese könnten dann nach Bedarf die gespeicherte Sonnenenergie in Form von Wärme in Ihr Haus abgeben. Das ist nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch ziemlich günstig für Ihr Budget.

Aber auch durch die voranschreitende Digitalisierung ergeben sich neue Möglichkeiten. Sie können Ihr Haus mit Ihrer Gebäudetechnik und Infrastruktur optimal verknüpfen. Somit wird Energie nur dann verbraucht, wenn Sie auch wirklich im Haus sind. Durch immer neuere IT-Lösungen ermöglicht Ihnen der Bauphysiker immer bessere Möglichkeiten, um ihr Haus bestmöglich zu dämmen. Fragen Sie doch mal nach und erkundigen sich nach weiteren Trends.

6. Wärme als Teilgebiet der Bauphysik

Der Bauphysiker sorgt für die perfekte Außen-Dämmung Ihres Eigenheims. Dabei kümmert er sich um den richtigen Schutz vor Kälte und Hitze. Zu diesem Teil der Bauphysik zählen die folgenden Bereiche.

  • Wärmedämmung durch Ihren Bauphysiker:

Dank einer Wärmedämmung wird der Durchgang von Wärmeenergie reduziert. Dadurch wird ein Raum davor geschützt, abzukühlen oder sich zu erwärmen.

  • Wärmeleitung:

Ein Mechanismus zum Transport von thermischer Energie wird auch Wärmediffusion oder Konduktion genannt. Wärme fließt dabei immer nur in die Richtung zur geringeren Temperatur. Dabei geht keine Wärmeenergie verloren.

  • Wärmeschutz von Ihrem Bauphysiker:

Der Wärmeschutz als Teilbereich der Bauphysik ist wiederum in die Bereiche winterlicher Wärmeschutz und sommerlicher Wärmeschutz aufgeteilt.

  • Wärmestrahlung:

Auch thermische Strahlung oder Temperaturstrahlung ist eine elektromagnetische Strahlung. Sie ist am Ort ihrer Entstehung im thermischen Gleichgewicht.

7. Feuchtigkeit in der Bauphysik

Für den richtigen Schutz vor Feuchtigkeit in Ihrem Zuhause ist der Bauphysiker Ihr Ansprechpartner. In der Bauphysik gibt es dabei folgende Teilbereiche:

  • Der Feuchteschutz dank Ihres Bauphysikers:

Es ist wichtig, an den Fußpunkten der Innenschalen die Feuchtigkeit daran zu hindern, einzudringen. Damit tritt kein Wasser auf die Dämmung über. Weiter wird die Abdichtung im Bereich des Zwischenraumes und im Bereich der Außenschale horizontal verlegt.

Dieses gilt ebenso für Bauteilübergänge bei Fenster- und Türstürzen sowie im Bereich von Sohlbänken. Hier sind Sperrschichten vorzusehen.

  • Die Baufeuchte:

Baufeuchte bezeichnet die durch den Bauprozess in ein Bauwerk eingebrachte freie Feuchtigkeit in flüssiger oder Dampf-Form.

8. Akustik-Schutz von Ihrem Bauphysiker

Um vor Lärm geschützt zu sein, dämmt Ihr Bauphysiker Ihre Wände gegen Schall. Dabei handelt es sich um:

  • Die Schalldämmung:

Die Schalldämmung in der Bauphysik bezeichnet die Behinderung der Ausbreitung von Schall. Dabei wird der sich ausbreitende Schall an einzelnen Stellen reflektiert. Die Schalldämmung bildet die Grundlage der Bauakustik.

  • Die Bauakustik:

In der Bauphysik beschäftig sich die Bauakustik mit der Auswirkung der baulichen Gegebenheiten auf die Schallausbreitung. Diese kann zwischen den Räumen eines Gebäudes oder im Rauminneren von der Außenwelt sein.

  • Die Raumakustik:
Der Bauphysiker kümmert sich um die Raumakustik in Großraumbüros.

Der Bauphysiker kümmert sich um die Raumakustik in Großraumbüros.

Die Raumakustik beschäftigt sich mit der Auswirkung der baulichen Gegebenheiten eines Raumes auf die Schallereignisse. Schwerpunkt der Raumakustik ist die Gestaltung der Wahrnehmbarkeit von Schallereignissen durch Nutzer von:

  • Konzertsälen und Theatern.
  • Versammlungssälen.
  • Schulräumen.
  • Fernseh- und Rundfunkstudios.
  • Kirchen.
  • Und anderen Räumen, in denen akustische Darbietungen vielen Zuhörern zugänglich gemacht werden.

Auch in Räumen des Alltags wie Restaurants, Einkaufszentren oder Großraumbüros spielt die Raumakustik eine zunehmende Rolle. Sie wird oftmals durch den Bauphysiker in die Planung einbezogen.

9. Brandschutz in der Bauphysik

Für Ihre eigene Sicherheit gibt es in der Bauphysik den Aufgabenbereich des Brandschutzes. Die Maßnahmen Ihres Bauphysikers im Brandschutz können je nach Funktion in zwei Bereiche unterteilt werden:

  • Der vorbeugende Brandschutz: alle Maßnahmen, die die Entstehung und Ausbreitung eines Brandes vorbeugen.
  • Der abwehrende Brandschutz: alle Maßnahmen, die die Rettung von Menschen und Tieren sowie wirksame Löscharbeiten bei einem Brand ermöglichen.

Brandschutz ist vielseitig und findet sich in vielen Bereichen des täglichen Lebens. Daher gibt es zum Beispiel in Deutschland Anforderungen an den Brandschutz in einer Vielzahl von Rechtsvorschriften. Dazu zählen unter anderem die Feuerwehr-Gesetze sowie zahlreiche weitere Gesetze, Verordnungen und Richtlinien. Ihr Bauphysiker ist hier der richtige Ansprechpartner.

10. Der Einfluss des Klimas auf die Bauphysik

Die klimatischen Bedingungen sind von großer Bedeutung zur Planung des Wärme– und Feuchteschutzes Ihres Bauphysikers. Dazu zählen zum Beispiel:

  • Der Einfluss der Sonne im Jahresverlauf.
  • Der Wind.
  • Die Niederschläge.
Alles zum Bauphysiker erfahren Sie bei Tipp zum Bau.

Das Klima beeinflusst die Arbeit des Bauphysikers enorm.

Diese können in unterschiedlicher Form auf das Bauwerk einwirken. Aber auch die Erwärmung des Erdreiches kann dazu gezählt werden. Die Temperaturschichtung wird nämlich in den Böden in den oberen Lagen von der Außenlufttemperatur beeinflusst. Darauf hat der Bauphysiker zu achten.

Klimatische Bedingungen in Deutschland

Deutschland liegt in der gemäßigten Klimazone. Dieses vorherrschende Klima beeinflusst die Arbeiten eines Bauphysikers. Ein weiterer Einfluss der regionalen Bedingungen ist das topografische Verhältnis. Typisch ist, dass es an den Westseiten der deutschen Mittelgebirge zum Steigungsregen kommt, da hier die Wolken aufsteigen müssen. Diese Regionen sind geprägt von höheren Niederschlägen. Da die östlichen Seiten der Mittelgebirge im Schatten der Hauptwindrichtung liegen, sind diese Bereiche wesentlich trockener.

11. Rundumschutz durch eine zweischalige Wand

Zweischalige Wände haben, wie alle Außenwände, Schutzfunktionen zu erfüllen: Brand- und Schallschutz, Wärme- und Feuchteschutz. Winterlicher Wärmeschutz ebenso wie sommerlicher Wärmeschutz und damit wirkungsvoller Schutz vor Kälte und Überhitzung.

Eine besondere Eigenschaft ist der hohe Schlagregenschutz des zweischaligen Prinzips. Die Vormauerschale aus witterungsbeständigem Backsteinmauerwerk schützt die Wärmedämmung dauerhaft vor Feuchtigkeit. Kapillarität und Diffusionseigenschaften des Verblendmauerwerks in Kombination mit konstruktiven Maßnahmen erfüllen höchste Anforderungen.

Außerdem bleibt das tragende Mauerwerk das ganze Jahr über trocken. Das ist eine Voraussetzung für ein gesundes Wohnklima und hohe Wohnqualität. Ihr Bauphysiker ist der richtige Ansprechpartner zum Thema zweischalige Wand.

12. Dämmtechnik in der Bauphysik

Tipp-zum-Bau erklärt, worauf es bei Fassadendämmungen ankommt. Lassen Sie sich von uns beraten.

In der Bauphysik spielt die Dämmtechnik eine wichtige Rolle.

Die Dämmtechnik umfasst innerhalb der Bauphysik alle Maßnahmen zur Wärmedämmung, Kältedämmung und zum Schallschutz.

Die Hauptgründe für die Dämmung von Gebäuden durch Ihren Bauphysiker sind:

  • Vermeidung von Energieverlusten und Bauschäden.
  • Sicherstellung der bauhygienischen Standards und die Sicherheit von Personen und Sachen.
  • Schutz der physischen und psychischen Gesundheit von Menschen.

Darüber hinaus spielt Dämmtechnik für Industrieanlagen eine wichtige Rolle. Hier werden die Effektivität von Anlagen erhöht, Kosten reduziert, Anlagen geschützt und deren Standzeiten verlängert. Ihr Bauphysiker ist Experte für Dämmtechniken.

13. Bauphysikalische Nachweise

Seitens der Bauphysik sind im Rahmen der Gebäudeplanung einige Nachweise zum Wärme-, Feuchte- und Schallschutz notwendig. Dazu zählen die Berechnungen, die auf bauaufsichtlich eingeführte Normen beruhen.

Zu den erforderlichen Nachweisen des Bauphysikers zählen:

  • Nachweis zur Energieeinsparverordnung.
  • Nachweis zum Mindestwärmeschutz und sommerlichen Wärmeschutz nach DIN 4108-2.
  • Nachweis zum Feuchteschutz nach DIN 4108-3.
  • Nachweis zum Schallschutz nach DIN 4109.
  • Erstellung eines Luftdichtheitskonzeptes nach DIN 4108-7.
  • Sicherstellung des Mindestluftwechsels u.a. nach DIN 1946-6 für Wohngebäude.

14. Bauphysikalische Normen

Ebenso wie die vorgegebenen Nachweise müssen einige Normen in der Bauphysik eingehalten werden. Die DIN-Normen gelten als Richtlinien für Bauphysiker. Zu den wichtigsten Normen Ihres Bauphysikers zählen:

  • DIN 4108-2: Anforderungen an den Mindestwärmeschutz:
    In ihr sind die Anforderungen zum Mindestwärmeschutz und zum sommerlichen Wärmeschutz geregelt.
    DIN 4108-3: Anforderungen an den Feuchteschutz:
    Dabei stehen der Regenschutz von Fassaden und der Nachweis der Tauwasserfreiheit in Bauteilen im Vordergrund.
    DIN 4109: Anforderungen an den Schallschutz:
    Hier sind die Grundlagen zum Schallschutz geregelt. Für einen höheren Schallschutz können die Vorgaben der VDI 4100 oder der DIN 4109 Beiblatt 2 genutzt werden. Beide Regelwerke enthalten Vorgaben für einen erhöhten Schallschutz.

15. Beratung durch Ihren Bauphysiker

Ihr Bauphysiker berät Sie bei wichtigen Fragen.

Ihr Bauphysiker berät Sie bei wichtigen Fragen.

Die Bauphysik ist ein ausschlaggebender Teil bei der Nutzung von Gebäuden. Dabei geht es darum, dass sich Menschen im Inneren der Häuser wohlfühlen. Viele Bauphysiker beraten Sie bei der Planung, sodass Sie einen hohen Wohn- und Arbeitskomfort vorfinden.

Durch eine sorgfältige Wahl der Baukonstruktion wird die richtige thermische Behaglichkeit in allen Jahreszeiten erreicht. Zusätzlich wird dadurch das Entstehen von Bauschäden in Ihrem Zuhause verhindert.

Die Hauptziele bei der Beratung durch Ihren Bauphysiker sind:

  • Minimierung der Wärmeverluste im Winter.
  • Erreichung von Energiestandards.
  • Verhinderung der Überhitzung im Sommer.
  • Verhinderung von Bauschäden.

16. Die Atmende Wand

In der modernen Bauphysik ist die Wasserdampfdurchlässigkeit davon abhängig, ob die in der DIN-Norm festgelegten Tauwassermengen im Bauteil überschritten werden. Zum Nachweis der Tauwassermengen werden statische und dynamische Rechenverfahren vom Bauphysiker eingesetzt. Die Baustoffe werden hierzu ohne Bewertung in drei Kategorien eingeteilt:

  • Diffusionsoffen.
  • Diffusionshemmend.
  • Diffusionsdicht.

Es gibt die Vorstellung, eine Wand müsse atmen können, um ein behagliches Raumklima zu schaffen und Schimmel an Wandstellen zu vermeiden. Dies geht jedoch auf einen Irrtum zurück und ist noch heute in verschiedenen Ausdeutungen populär. Sogenannte Atmungsaktivität ist auch bei Funktionstextilien ein Thema der Werbung.

17. Abgrenzung der Bauphysik

Die Bauphysik ist ein Arbeits- und Forschungsfeld der Architektur und des Bauingenieurwesens an Universitäten und Fachhochschulen. Die Bauphysik fokussiert sich dabei auf Sicherheitsmaßnahmen. So berücksichtigt der Bauphysiker physikalische Eigenschaften bei Bauwerken und Gebäuden.

Nicht zur Bauphysik zählen jedoch:

  • Die statischen Berechnungen, denn diese sind Teil der Tragwerkslehre.
  • Die Materialbeschaffenheit von Baustoffen– diese wird in den Disziplinen Baustoffkunde und Bauchemie behandelt.

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