Balkon

Der Balkon – Optimale Gestaltung

Als privater Erholungsort, Gartenersatz oder für Grillpartys – Ihr Balkon bietet viel Platz für Ideen. Er wertet nicht nur das Erscheinungsbild Ihres Hauses auf, sondern erweitert auch Ihre Wohnfläche. Erkundigen Sie sich über wertvolle Tipps, wie Sie Ihren Balkon gestalten können und was es vorab zu bedenken gibt. Sie suchen nach Möglichkeiten um Ihr Balkongeländer nach Ihren Wünschen fertigen zu lassen? Ihr Schlosser ist der richtige Ansprechpartner. Erfahren Sie hier mehr.

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1. Balkonmöbel, Balkonpflanzen & Co.

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Nah an Ihrem Zuhause und doch in der freien Natur. Vor allem, wenn man keinen eigenen Garten vor der Haustüre hat, ist der Balkon eine echte Alternative. Entspannen in der Sonne, gemütliche Abende mit Freunden oder Platz für ein eigenes Kräuterhochbeet. Ihr Balkon kann vielseitig genutzt werden. Dabei hat er nicht nur praktische Vorteile, sondern versprüht auch einen optischen Reiz. Und nicht nur das: Ein Balkon steigert auch den finanziellen Wert Ihres Hauses.

Damit Sie sich so richtig wohlfühlen darf die optimale Ausstattung an Balkonmöbeln nicht fehlen. Materialien aus Holz, Metall, Kunststoff oder Stein bieten eine große Auswahl. Doch auch eine passende Beleuchtung ist wichtig. Hell und trotzdem stimmungsvoll, nicht zu dunkel, aber auch nicht zu grell. Je nach Größe Ihres Balkons sind bestimmte Leuchten von Nutzen. Oft findet man fest installierte Wandleuchten oder –strahler. Gerade mit Dimmer sind diese besonders praktisch. Sie sorgen sowohl bei Grillabenden als auch beim Lesen für das richtige Licht. Doch auch mobile Lampen, die beispielsweise in Blumenkästen gesteckt werden, sind ideal. Möchten Sie Ihren Balkon einmal umgestalten, sind Sie vollkommen flexibel.

Generell gilt: Leuchten für den Außenbereich müssen gegen Spritzwasser geschützt sein. Achten Sie beim Einkauf auf das Typenschild IP 44. Das garantiert einen sicheren Einsatz im Freien.

Mit Pflanzen bringen Sie Vielfalt auf Ihren Balkon. Ein Klassiker unter den Balkonpflanzen sind wohl Geranien. Aber auch Lavendel, Fuchsien und Oleander sind beliebt – Sie machen Ihren Balkon bunt. Und falls es mal nicht so farbenfroh sein soll, sind Wasserpflanzen sind eine moderne Alternative. Mit einem Platz im Halbschatten sind sie sehr pflegeleicht. Doch auch ein kleines Kräuterbeet macht einiges her. Und mal ehrlich, wer bevorzugt denn nicht eigens angepflanzte Kräuter. Sie lassen sich auf die Optik Ihres Haus und der anderer Pflanzen auf Ihrem Balkon abstimmen und tragen so zu einem harmonischen Gesamtbild bei.

2. Die optimale Grundlage für Ihren Balkon

Balkon Sicht von unten

In seinem Aufbau besteht ein Balkon immer aus einer Tragplatte, einer Schicht zum Schutz vor Wasser und einer Nutzschicht.

Der Untergrund, also die Tragplatte, ist meist aus Beton. Dieser hat den Vorteil fest und stabil zu sein. Eine spezielle Beschichtung aus Estrich schützt die Platte vor Wasser und Witterung. Sie dient als Schutzmantel und hält das Fundament trocken. Eine ganz andere Variante, ist ein hölzerner Balkon. Auch die Tragfläche besteht hier aus Holz.

Auf der Tragplatte wird die Nutzschicht angelegt. Diese können Sie je nach Wunsch mit Fliesen, Naturstein, Holz oder Kunststoffplatten bestücken:

Fliesen sind besonders widerstandsfähig und leicht zu pflegen. Sie sind daher ideal für den Einsatz auf Ihrem Balkon. Auch bei der farblichen Gestaltung haben Sie mit Fliesen eine große Auswahl. Achten Sie besonders auf eine gute Entwässerung des Balkons. Dann bleiben Ihnen die Fliesen auch lange erhalten.

Naturstein liegt derzeit besonders im Trend. Als Balkon-, aber auch Terrassenbelag ist dieser sehr beliebt. Jedoch sind Natursteine besonders empfindlich gegen Feuchtigkeit. Daher ganz wichtig: Verlegen Sie die Steine auf so genanntem Einkornmörtel. So wird das Regenwasser, das über die Fugen nach unten dringt, optimal abgeführt. Der Belag bleibt trocken und lange haltbar.

Holz dagegen sorgt auch an kühleren Tagen für warme Füße. Denn: Holz kann Wärme speichern. So kühlt es nicht so schnell aus wie ein Fliesenboden. Allerdings ist ein Belag aus Holz empfindlicher gegen Witterungseinflüsse und muss daher regelmäßig gepflegt werden. Eine imprägnierende Schicht wirkt wasserabweisend.

Eine günstige Alternative sind Platten aus Kunststoff. Sie sind sehr pflegeleicht und langlebig. Kunststoff-Platten gibt es außerdem in nahezu allen Farben und Größen.

Optimale Entwässerung Ihres Balkons

Ohne richtigen Ablauf kann sich Feuchtigkeit zwischen Fundament und Belag stauen. Das führt zu Rissen und Unebenheiten. Daher ganz wichtig: Sorgen Sie für eine ausreichende Entwässerung Ihres Balkons. Dazu brauchen Sie:

  • Eine Regenrinne. Regenwasser kann sich darin sammeln und optimal ablaufen. So läuft es nicht einfach über den Rand des Balkons hinaus. Denn das würde unschöne Spuren auf Ihrer Hauswand hinterlassen und das Mauerwerk durchnässen.
  • Ein Fallrohr. Dieses ist an die Regenrinne angeschlossen und lässt das Wasser kontrolliert abfließen. Achten Sie darauf, dass der Lauf immer frei von Laub und Schmutz ist.

Grundsätzlich ist es zu empfehlen, dass Ihr Balkon zum Ablauf hin leicht geneigt ist. So staut sich kein Wasser auf der Fläche. Bei einem Fliesenbelag müssen die Fugen außerdem besonders wasserdicht sein. So bleiben auch die unteren Schichten des Fundaments trocken und stabil.

Kleinere Reparaturen an Ihrem Balkon

Ihr Balkon ist ständig Wind und Wetter ausgeliefert. Da können schon einmal kleine Risse und Unebenheiten entstehen. Mit wenigen Handgriffen bekommen Sie diese kleineren Schäden rechtzeitig in den Griff.

Balkonboden aus Fliesen: Hier können Sie die alten Fliesen ganz leicht unter den neuen verschwinden lassen. Mit normalem Fliesenkleber verlegen Sie Fliese auf Fliese. Schon gehören hässliche Risse oder Verfärbungen der Vergangenheit an. Und auch arbeitssparende Lösungen sind möglich: Mit einer speziellen Imprägnierung machen Sie Risse wieder wasserdicht. Die Flüssigkeit auf den Fliesen verteilen und fünf Minuten einwirken lassen. Dann mit einem feuchten Lappen nachwischen und schon sind die Fugen wieder wetterfest versiegelt.

Holzbalkon: Der Lack blättert ab oder die Farbe verblasst. Mit besonderen Holzlasuren für den Außenbereich lassen Sie das Holz wieder frisch aussehen. Dazu tragen Sie die Lasur in Richtung der Maserung des Holzes auf. Nach einigen Stunden wird eine zweite Schicht auftragen. So ist das Material gegen jedes Wetter gewappnet.

Tipp: Grundsätzlich sollten Sie alle zehn Jahre die Statik Ihres Balkons von einem Fachmann überprüfen lassen. Dadurch stellen Sie sicher, dass Ihr Balkon keine baulichen Mängel hat. So genießen Sie weiterhin in aller Ruhe Ihren Balkon.

3. Balkongeländer: Optik und Funktion

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Wählen Sie das Geländer passend zu Ihrem Haus aus. Es gibt verschiedene Materialien für Balkon-Brüstungen: Holz, Aluminium, Edelstahl, Glas oder Kunststoff. Ein Geländer aus Holz wirkt besonders natürlich, ist aber dafür etwas pflegeintensiver. Ungefähr alle fünf Jahre ist ein Anstrich fällig. Sehr pflegeleicht und edel sind dagegen Balkon-Brüstungen aus Edelstahl und Glas. Zum Schutz Ihrer Privatsphäre empfiehlt sich eine Verkleidung für den Balkon. Entscheiden Sie sich selbst für das Material, das am besten zu Ihrem Haus und zu Ihren Bedürfnissen passt.

Tipps für einen kindersicheren Balkon: Ganz wichtig ist eine kindersichere Brüstung. Ein einfaches Gitter kann gefährlich werden. Denn es lädt geradezu zum Klettern ein. Ein kindersicheres Gitter hat zwischen den senkrechten Streben einen Abstand von maximal 12 Zentimetern. So passen weder Kinderfüße noch Köpfe dazwischen. Auch waagerechte Streben sollten Sie vermeiden.

4. Ihr Schlosser: Metallbau für Balkon und mehr

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Sie möchten Hilfe von einem Fachmann für Ihre individuell gestaltete Balkonbrüstung? Je nach Fachbereich ist der Metallbauer Ihr Ansprechpartner für metallische Gebrauchsgegenstände oder eher dekorative Metallbauten.

Bei der Verarbeitung von Metall und dem Verbund mit Nichtmetall konstruiert er Balkonbrüstungen, Türen, Fensterrahmen und Fassadenelemente. Von der technischen Zeichnung über die Fertigung und Montage bis hin zur Instandhaltung – Ihr Schlosser konstruiert individuelle und passgenaue Einzelstücke.

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5. Rechtliche Vorschriften

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Während der Planungs- oder Bauphase nicht über einen Balkon nachgedacht oder spontan umentschieden? Eine nachträgliche Installation Ihres individuellen Balkons ist heutzutage problemlos möglich. Mit speziellen Balkon-Anbautechniken erweitern Sie Ihr Zuhause.

Bevor Sie jedoch beginnen zu planen, sollten Sie mit dem zuständigen Bauamt sprechen. Oft benötigen Sie eine Genehmigung und müssen bestimmte Vorschriften in Bezug auf Größe und Gestaltung des Balkons einhalten. Diese sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich.

Gerade wenn es um die Balkon-Verkleidung geht, gibt es verschiedene behördliche Richtlinien zu beachten. Normalerweise möchte jeder seinen Balkon mit einem Sichtschutz vor zu neugierigen Blicken der Nachbarn abschirmen.
Doch Vorsicht: Totale Verhüllungen mit Vorhängen oder Ähnlichem werden vor Gericht als zu starke optische Beeinträchtigung betrachtet. Dagegen ist ein kleinerer Sichtschutz erlaubt. Für Mieter gilt grundsätzlich: Der Sichtschutz darf die Höhe der Brüstung nicht überschreiten und sollte farblich zur Hausfassade passen.

Auch das Grillen auf dem Balkon sorgt oft für Streit unter Nachbarn. In Mietshäusern gilt meist ein „Qualmverbot“. Um Diskussionen zu umgehen, weichen Sie am besten auf einen elektrischen Grill aus.
Ausnahme sind die Monate April bis September: In dieser Zeit dürfen Sie einmal pro Monat auf dem Balkon grillen, wenn Sie Ihre Nachbarn 48 Stunden vorher informieren.

6. Individuelle Gestaltung mit verschiedenen Balkonböden

Damit Sie sich auf dem Balkon noch wohler fühlen, statten Sie ihn mit einem Bodenbelag aus. Dabei gibt es verschiedene Materialien, die unterschiedliche Vorteile bieten. Es resultieren daraus vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten. Damit machen Sie Ihren Balkon zu Ihrer individuellen Wohlfühl-Oase.

Balkonböden unterscheiden sich in erster Linie in ihrem Material. Die meisten Balkonboden-Beläge sind Paneele oder Fliesen. Allerdings können Sie auch zu Teppichen für den Außenbereich oder Kunstrasen greifen.

Verschiedene Materialien für Balkonböden

Ihren Balkonboden können Sie mit verschiedenen Materialien optisch aufwerten. Dabei hat jedes Material unterschiedliche Vor- und Nachteile. Hier finden Sie eine Übersicht über die verschiedenen Materialien.

Holz

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Das erste Material, das als Bodenbelag für Balkonböden genutzt werden kann, ist Holz. Holzfliesen, oder auch –dielen strahlen eine optische Wärme aus und erinnern an die Natur. Außerdem finden viele Menschen die Haptik und auch den Geruch von Holz angenehm.

Doch wie sieht es mit Feuchtigkeit und Regenwasser aus? Das Holz ist meist lackiert, außerdem kann das Wasser durch die Fugen abfließen. So bleiben Ihre Holzfließen trocken und in einem guten Zustand. Vernachlässigen sollten Sie die Fliesen nicht. Denn Holz braucht Pflege, es empfiehlt sich die Holzfliesen regelmäßig zu streichen. So behalten sie ihren guten Zustand. Bei einem überdachten Balkon halten Holzdielen natürlich länger. Regenwasser und Schnee gelangen dadurch nicht so leicht auf Ihren Balkon.

Tropische Hölzer oder lieber Holzarten aus der Heimat? Welche Holzart eignet sich am besten als Balkonboden? Wichtig ist, dass es sich um ein robustes Material handelt, das möglichst wetterbeständig ist. Risse und andere Beschädigungen dürfen natürlich auch nicht im Holz sein.

Eine Holzart, die sich besonders gut eignet ist die heimische Lärche. Diese wächst langsam in die Höhe und ist dadurch resistent gegenüber Feuchtigkeit, Moder und Verzug. Dazu wird das Holz der heimischen Lärche kaum von Schädlingen und Pilzen befallen. Bei dieser Holzart kann es allerdings sein, dass die Fliesen mit der Zeit eine gräuliche Verfärbung annehmen. Wenn Sie dies vermeiden wollen, sollten Sie Ihre Lärchen-Fliesen regelmäßig ölen.

Ein weiteres Holz, das sich zur Nutzung als Bodenbelag eignet sind Thermohölzer, wie die Thermoesche. Dabei wird das Holz vorbehandelt. Unter hohem Druck und hohen Temperaturen wird dem Holz Feuchtigkeit entzogen. Dadurch ist das Thermoholz witterungsbeständig und verformt sich nicht. Die dunkle Farbe sorgt außerdem für ein edles Aussehen.

Holzfliesen, die aus tropischen Hartholz bestehen, können ebenso als Bodenbelag für den Balkon genutzt werden. Die aus Südamerika, Asien oder Afrika stammenden Hölzer sind besonders gegen Schimmel und Fäulnis immun. So brauchen Sie keine chemische Vorbehandlung und Sie profitieren von Langlebigkeit. Allerdings können Tropenhölzer teurer und weniger nachhaltig als die genannten Beispiele sein. Achten Sie beim Kauf deswegen auf Siegel, die auf kontrollierte Nachhaltigkeit hinweisen.

Holzdielen und –fliesen gibt es in vielen verschiedenen Größen und Varianten. Sie lassen sich zudem auf jede Grundfläche verlegen und das sogar mit sehr geringem Aufwand. Einige Hersteller bieten Holzfliesen an, die sich ineinander verhaken lassen. So ist Ihr Balkonboden aus Holz schnell verlegt.

Holz als Balkonboden eignet sich also durchaus. Es überzeugt durch die angenehme Haptik und macht den Balkon warm und gemütlich. Darüber hinaus hat Holz eine lebendige und natürliche Wirkung. Auch die geringe Aufbauhöhe ist ein Argument für das Material Holz.

Doch wer barfuß auf den Balkon geht, muss möglicherweise auch mit Splittern rechnen. Im Winter hat Holz allerdings eine geringe Kälteleitung. Dafür hat Holz – verglichen mit den anderen Materialen – einen hohen Pflegeaufwand. Denn die Qualität verschlechtert sich, sobald Sie die Holzdielen nicht mehr regelmäßig streichen oder ölen.

Bodenfliesen aus Keramik

Neben Holz können natürlich auch andere Materialien verwendet werden. Für den Balkonboden gibt es auch Fliesen aus Keramik. Hier haben Sie viele Gestaltungsmöglichkeiten. Denn die Fliesen können verschiedene Optiken und Farben haben.

Keramikfliesen überzeugen durch eine einfache Reinigung. Über die glatte Oberfläche der Fliesen müssen Sie nur noch drüber wischen. Keramikfliesen müssen sie also nicht so intensiv pflegen wie Holzfliesen. Aber auch die Verlegung ist mit einem geringen Aufwand verbunden.

Bei der Verlegung der Fliesen müssen Sie lediglich darauf achten, dass die Fliesen hohlraumfrei verlegt werden. Ansonsten sammelt sich Regenwasser an. Im Winter kann dies zu Frost und zu Beschädigung des Bodenbelags führen.

Damit möglichst keine Feuchtigkeit in den Bodenbelag gerät, müssen Sie darauf achten, dass die Fliesen und Fugen wasserdicht sind. Wird bei der Verlegung an die Undurchlässigkeit gedacht, bleiben Keramikfliesen witterungsbeständig und langlebig.

Vor allem Feinsteinzeug wird häufig für Fliesen aus Keramik hergenommen. Denn Feinsteinzeug bietet viele Vorteile:

  • Geringe Wasseraufnahme, und somit frostbeständig.
  • Keramikfliesen sind recht bruchfest.
  • Sie sind kaum porös.

Dabei sieht es auch schlicht und hochwertig aus. Außerdem stoßen Sie bei Feinsteinzeug auf keine Grenzen, was die Gestaltungsmöglichkeit angeht. Feinsteinzeug gibt es nämlich in verschiedenen Farben.

Die vielen Gestaltungsmöglichkeiten und die Witterungsbeständigkeit sind also Argumente, die für Keramikfliesen sprechen. Außerdem ist die Wirkung von Balkonböden aus Keramik groß: Fliesen aus Keramik machen Ihren Balkonboden edel und modern. Zudem können Sie ihn nach Ihren Wünschen und Ihrem Einrichtungsstil ausrichten.

Bodenfliesen aus Naturstein

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Eine weitere Möglichkeit Ihren Balkonboden aufzuwerten sind Fliesen aus Naturstein. Auch hier finden Sie verschiedene Ausführungen. Wie wäre es zum Beispiel mit beigen Fliesen oder Natursteinfliesen aus Terrakotta?

Natursteinfliesen bieten ein breites Spektrum an Strukturen und Oberflächen. Sie können aber auch verschiedene Farben und Muster haben. So können Sie Ihren Balkonboden zu Ihrer Einrichtung und nach Ihrem Geschmack abstimmen.

Egal, wie die Natursteinfliesen aussehen, die sie ausgewählt haben, die Fliesen haben in jedem Fall ein stilvolles und elegantes Aussehen.

Allerdings ist die Verlegung von Natursteinfliesen etwas aufwändiger als bei anderen Materialien. Denn unter den Bodenbelag muss eine Drainage eingebaut sein. Das kann zum Beispiel ein Kiesbett sein. Die Drainage hat die Funktion, Staunässe zu vermeiden.

Der Aufwand ist zwar groß, doch sind die Fliesen aus Naturstein einmal verlegt, sind sie sehr beständig. Die Fliesen behalten über Jahre ihr Aussehen und müssen nicht intensiv gepflegt werden. Auch die Reinigung ist einfach.

Wählen Sie Naturstein als Balkonboden, haben Sie also die Qual der Wahl: Die Gestaltungsmöglichkeiten sind vielfältig und es gibt verschiedene Ausrichtungen. Außerdem sind Natursteinfliesen, trotz aufwändiger Verlegung, durch ihre Robustheit langlebig. Sie verändern ihr Aussehen über Jahre hinweg nicht. Das moderne und stilvolle Aussehen der Fliesen bleibt also lange erhalten.

Einen Nachteil haben die Natursteinfliesen aber schon. Möchten Sie beispielsweise morgens auf dem Balkon frühstücken, könnten Sie an den Füßen frieren. Steinfliesen sind morgens meist recht kalt. Haben Sie dunkle Fliesen, kann es außerdem sein, dass sie sich mittags aufheizen. Möchten Sie also viel barfuß Zeit auf Ihrem Balkon verbringen, eignet sich Holz oder Keramik eher als Bodenbelag.

WPC

WPC steht für Wood Plastic Composit. Das bedeutet, dass Holz und Kunststoff miteinander verbunden werden. Mit WPC werden die jeweiligen positiven Eigenschaften miteinander verknüpft. Paneele aus WPC sehen aus wie Holz, haben aber Eigenschaften von Kunststoff. Daher stellt WPC eine gute Alternative zu Holz dar.

Außerdem splittert WPC nicht, so können Sie barfuß auf den Balkon gehen ohne Angst vor Splitter haben zu müssen. Im Gegensatz zu Holz verziehen sich die Paneele mit der Zeit auch nicht. Der Pflegeaufwand bleibt ebenso gering. Ist Ihnen Holz also zu aufwendig, können Sie zu WPC als Balkonboden greifen.

Auch für Senioren und Kinder eignen sich WPC-Böden für den Balkon gut. Denn diese werden beschichtet und so rutschfest gemacht. Auf glatten Oberflächen, wie es bei Naturstein oder Keramik der Fall ist, ist die Rutschgefahr höher.

Bei Paneelen aus WPC gibt es ebenso eine große Auswahl was Ausführung und Optik angeht. Sie können sich zwischen verschiedenen Farben und Strukturen entscheiden. Die WPC-Böden für den Balkon können beispielsweise minimalistisch oder klassisch-gerade sein.

Böden aus WPC sind einfach zu pflegen und bieten eine große optische Auswahl. Außerdem sind sie eine Alternative zu Holzböden für den Balkon. Die Paneele sind widerständiger und es gibt keine Splittergefahr. Nachteilig ist aber, dass sich Pilze im Laufe der Zeit bilden können und die Farbe ausbleicht.

Aluminium

Ein weiteres Material für Böden auf den Balkon ist Aluminium. Das Metall ist leicht, kann aber auch wegen weiteren Vorteilen als Boden genutzt werden. Aluminium müssen sie kaum pflegen, dazu lässt es sich ohne große Mühen reinigen. Es ist außerdem rostfrei und UV- und witterungsbeständig.

Auch für die Kleinen ist Aluminium als Balkonboden geeignet. Mit einer speziellen Beschichtung lassen sich auch Aluminium-Paneele für den Balkon rutschfest machen.

Wer sich unter Aluminium-Böden nur Paneele in silberner Farbe vorstellt, wird jetzt überrascht. Denn auch die Balkonböden aus Aluminium können verschiedene Farben haben. Holzliebhaber können ebenso auf ihre Kosten kommen. Böden aus Aluminium gibt es in Holzoptik. Sie haben damit einen Boden der zwar wie Holz aussieht, aber nicht so pflege-intensiv ist. Dazu gibt es keine Splitter.

Bei der Verlegung müssen bestimmte Wandabstände eingehalten werden. Außerdem ist eine Unterkonstruktion nötig. Diese Unterkonstruktion kann sich sowohl auf Fliesen als auch auf Beton befinden.

Wichtig ist außerdem, dass innenliegende Abdichtungen angebracht werden. Nur so bleibt der Balkonboden komplett wasserdicht. Der Aufwand beim Verlegen von Aluminiumböden ist also etwas höher, allerdings können Sie aus verschiedenen Optiken wählen. Dazu bietet Aluminium eine gute Alternative zu Holz. Das Metall ist außerdem besonders pflegeleicht, einfach zu reinigen und langlebig.

Teppiche und Kunstrasen

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Sie möchten sich nicht auf einen dauerhaften Bodenbelag festlegen? Dann eignen sich Teppiche für Kunstrasen gut. Die Teppiche gibt es günstig zu kaufen. Mit ihnen können Sie schnell und einfach Ihren Balkon etwas schöner gestalten. Sie können die Teppiche aber auch wieder schnell und einfach aufräumen. Beispielsweise beim Umtopfen von Pflanzen. Mit den verschiedenen Farben, Stilen und aufgedruckten Motiven lässt sich etwas für jeden Geschmack finden.

Neben Teppichen gibt es auch Kunstrasen. Der lässt sich ebenso schnell und mühelos ein- und ausrollen. Dabei lässt sich Kunstrasen auf jede Größe zuschneiden. Vor allem für Menschen, die in der Stadt leben und keinen eigenen Garten haben, kann der Kunstrasen die Natur auf den Balkon holen.

Ein weiterer Aspekt, der für einen Kunstrasen spricht, ist das angenehme Gefühl, wenn Sie barfuß auf den Balkon treten. Zudem müssen Sie den Rasen nicht wie einen richtigen Rasen aufwendig pflegen. Allerdings empfiehlt es sich, Kunstrasen nur auf überdachten Balkonen zu verwenden. Denn so gelingt wenig Wasser auf den Rasen.

Bei einem Kunstrasen, der Regenwasser und Feuchtigkeit ausgesetzt ist, kann Schimmel entstehen und die Bausubstanz kann beschädigt werden. Das liegt daran, dass Kunstrasen sehr langsam trocknet.

Möchten Sie aber trotzdem einen Kunstrasen auf Ihrem Balkon, müssen Sie den Rasen bei schlechtem Wetter einrollen und in die Wohnung stellen. Das dürfte allerdings kein Problem sein, denn Kunstrasen lassen sich eben schnell ein- und ausrollen.

Kosten von Balkonböden

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Die Fliesen, Paneele und Dielen werden von vielen verschiedenen Herstellern angeboten. Da die riesige Auswahl schnell unübersichtlich werden kann, finden Sie hier eine grobe Übersicht der Preise. Allerdings dienen die Angaben nur zur Orientierung, denn die Preise der Balkonböden können je nach Hersteller, Größe und Ausführung variieren.[/caption]

  • Holz: reguläre Fliesen kosten circa 15 bis 30 Euro. Die Preise können aber auch höher liegen. Teure Holzfliesen können ab ungefähr 77 Euro angeboten werden.
  • Keramik: Feinsteinzeug: 10 bis 25 Euro pro Quadratmeter.
  • Naturstein: je nach Art können die Kosten sich unterscheiden. Meisten liegen die Preise zwischen 25 und 55 Euro. Schiefer, zum Beispiel, kosten ungefähr 25 bis 30 Euro – während ein Quadratmeter Travertin-Fliesen circa 35 bis 40 Euro kosten kann.
  • WPC: die Preise für WPC-Paneele können bei acht bis 20 Euro liegen.
  • Aluminium: ungefähr 10 bis 20 Euro.
  • Kunstrasen: je nach Ausführung und Qualität: sieben bis 30 Euro pro Quadratmeter.
  • Teppiche: Preise variieren stark, je nach Farbe, Größe und Ausführung: 10 Euro bis 40 Euro.

Vor- und Nachteile der verschiedenen Materialien

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Hier finden Sie auf einem Blick, welche Vor- und Nachteile es zwischen den unterschiedlichen Materialien gibt.

MaterialVorteileNachteile
HolzTrocknet schnell durch Wasserablauf
Angenehme Haptik
• Heizt sich nicht so schnell auf
Einfach zu verlegen
• Splitter
• Hoher Pflegeaufwand
KeramikGroße Auswahl und vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten
Einfache Reinigung und Verlegung
• Witterungsbeständig
Bruchfest
• Langlebigkeit
• In möglichen Hohlräumen kann sich Wasser ansammeln,
was zu Frost und Beschädigung der Fliesen führen kann
Naturstein• Große Auswahl
Stilvolles und modernes Aussehen
Robust und widerstandsfähig
• Langlebig
• Vergleichsweise teuer
• Verlege-Aufwand hoch
WPCGute Alternative zu Holz, keine Splitter
• Kombiniert die guten Eigenschaften von Holz und Kunststoff
• Mit Beschichtung rutschfest
Pflegeleicht
• Gestaltungsmöglichkeiten sind vielfältig
Verformung möglich
• Befallen von Pilzen im Laufe der Zeit
möglich
• Farbe kann ausbleichen
Aluminium• Wasserdicht
Rostfrei
• Durch Holzoptik, eine gute Alternative zu Holz, keine Splitter
• Rutschfest durch Beschichtung
Pflegeleicht
UV- und witterungsbeständig
Unterkonstruktion nötig,
also hoher Verlege-Aufwand
Kunstrasen• Angenehme Oberfläche
Schnelles ein- und ausrollen
• Pflegeleicht
Schimmelbildung bei nicht überdachten Balkonen
möglich
Teppiche• Schnell einsatzbereit
Individuelle Stile
• Müssen regelmäßig gewaschen werden
• Ersetzen keinen ganzen Bodenbelag

Jedes Material bietet also unterschiedliche Vorteile. Wählen Sie das aus, was am besten zu Ihrer Wohnung, Einrichtung und Ihrer Wohnsituation passt. Besonders WPC und Aluminium haben viele Pro-Argumente.