Freistehende Badewanne

Die freistehende Badewanne – Der Wow-Effekt in Ihrem Badezimmer

Eine Badewanne ist für die meisten das Wellness-Accessoire. Ob nach einem anstrengenden Arbeitstag oder an einem verregneten Sonntag: Die Badewanne bietet die gewünschte Entspannung, bei der man die Seele baumeln lassen kann. Gesteigert wird dieses Erlebnis nur durch den Luxus einer freistehenden Wanne. Ob auf Löwenfüßen stehend oder am Boden montiert – sie ist immer ein echter Hingucker.

Alles Wichtige, was Sie zu freistehenden Badewannen wissen sollten, erfahren Sie in dem folgenden Beitrag.

1. Einbau – Darauf sollten Sie achten

Tipp zum Bau hilft Ihnen bei der Einrichtung Ihres Bades.

Die freistehende Badewanne als Alternative zur Einbaubadewanne.

Eine freistehende Badewanne eignet sich nicht für jedes Badezimmer. Da im Bestfall mindestens 55 cm Abstand zur Wand rund um die Wanne sein sollte, sollte Ihr Badezimmer eine Größe von etwa 10 qm haben. Ansonsten wird es im Bad sehr eng. Auch eine Reinigung rund um die Badewanne erweist sich sonst als äußerst schwierig. Besonders gut zur Geltung kommt eine freistehende Badewanne aber erst ab einer Größe von etwa 15 qm.

Um etwas Platz zu sparen, ist es möglich, die kurze Seite der Wanne an einer Wand montieren. Dabei können auch die Armaturen und Wasserrohre an und in der Wand montiert werden. Die Wanne wäre so nicht mehr komplett freistehend, bietet aber einen ähnlich hohen Komfort zugunsten Ihrer Bewegungsfreiheit im Badezimmer.

Wenn Sie die Wanne nicht an einer Wand montieren, verlaufen die Rohre im Boden. Bedenken Sie bei einer Wanne mit Füßen, dass Sie hier die Rohre unter der Wanne sehen. Liegt die Badewanne direkt auf dem Boden, verschwinden die Rohre im Boden. Entscheiden Sie sich für eine freistehende Wanne mit Füßen, achten Sie außerdem darauf, dass der Abstand zum Boden groß genug ist, um darunter sauber zu machen.

Bei der Installierung in einem Altbau ist es nicht immer möglich, die Rohre nachträglich zu verbauen. Hier kann Abhilfe geschaffen werden, indem Sie ein zusätzliches Podest bauen, auf dem die Wanne stehen kann. In diesem Podest werden dann die Rohre verbaut.

Beim Einbau ist es auch wichtig zu wissen, wie Sie die Badewanne nutzen werden. Werden Sie nur darin baden oder auch duschen? Wenn Sie beides machen möchten, ist der Einbau eines Spritzschutzes wichtig und sinnvoll. So gelangt auch im Stehen kein Wasser ungewünscht auf den Boden.

Zu berücksichtigen ist hier, dass für eine Duschoption auch eine dementsprechende Armatur eingebaut werden muss. Je nach Position der Wanne kann eine Brause entweder am Boden als große Standarmatur oder an der nächstgelegenen Wand montiert werden.

Ein weiterer Zusatz, den es beim Einbau zu beachten gibt, ist ein integrierter Überlauf. Durch diesen läuft das Wasser ab einer gewissen Höhe wieder ab. So wird verhindert, dass Wasser aus der Badewanne überläuft.

2. Vorteile & Nachteile

Tipp-zum-Bau zeigt Ihnen die Vor- und Nachteile der freistehenden Badewanne auf.

Elegant und praktisch: die freistehende Badewanne.

Mit einer freistehenden Wanne bringen Sie ein kleines bisschen Luxus in die eigenen vier Wände. Der Vorteil, der hier auf der Hand liegt ist natürlich das beeindruckende Erscheinungsbild einer freistehenden Badewanne. Es hat etwas sehr edles, was man oft nur aus luxuriösen Hotelzimmern kennt.

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Außerdem ist es ein Gewinn für die Optik Ihres Badezimmers, dass Sie den Stellplatz der Wanne völlig frei wählen können. Gerade bei einem größeren Raum ist es schön, beim Einbau der Badewanne nicht an die Wände gebunden zu sein. Ob mitten im Raum als Zentrum der Aufmerksamkeit oder aber vielleicht vor einem Fenster mit schöner Aussicht: Sie entscheiden, wo Sie Ihre Wanne platzieren.

Ein weiterer Vorteil ist, dass freistehende Wannen auch für Bäder mit Wandschrägen geeignet sind. Da die Wanne nicht an einer Wand montiert werden muss, spielt es keine Rolle, ob sie an eine Wand anschließen kann oder nicht.

Ein Nachteil ist möglicherweise, dass es bei einer freistehenden Wanne meist keine von vornherein integrierten Ablageflächen gibt. Als Alternative können Sie hier zu Zubehör wie einem Rollwagen oder einer Badewannenablage greifen.

Außerdem sollte, wie bei anderen Badewannen auch, die Statik des Bodens geprüft werden. Vor Allem in Altbauten ist es denkbar, dass Ihr Fußboden das Gewicht einer Badewanne nicht tragen kann. Besonders Wannen aus Beton oder Naturstein haben auch ungefüllt ein hohes Eigengewicht.

3. Kosten – Das erwartet Sie

Welche Kosten auf Sie bei einer freistehenden Badewanne zukommen erfahren Sie auf Tipp-zum-Bau.

Mit höherem Komfort stoßen Sie gleichzeitig auf höhere Kosten.

Die Kosten sind hier verhältnismäßig höher. Eine freistehende Badewanne ist aus verschiedenen Gründen kostspieliger als eine ordinäre Badewanne. Während letztere schon ab etwa 100 € erhältlich ist, befindet sich der Preisrahmen von freistehenden Badewannen im vierstelligen Bereich. Je nach Modell und Material gibt es nach oben hin eigentlich keine Grenze. In den folgenden Abschnitten zum Material wird noch einmal ausgeführt, mit welchen Kosten Sie rechnen können.

4. Material – Welches passt am besten in Ihr Bad?

Stahl-Email

Stahl-Email ist bei Badewannen ein lang bewährtes Material. Der robuste Werkstoff aus Stahlblech und Glas wird schon seit Jahrzehnten zur Herstellung von Badewannen genutzt. Und das nicht ohne Grund: Bei guter Pflege hält sich so eine Badewanne ein Leben lang und beschert Ihnen so viele entspannende Stunden.

Durch die Trägheit des Stoffes ist leider keine große Formvielfalt gegeben. Außerdem ist das Material recht schwer, was einen Einbau alleine kompliziert gestalten würde. Holen Sie sich hier auf jeden Fall Hilfe hinzu.

Bei dem Wort Stahl denkt wohl jeder erstmal an ein kaltes und keineswegs gemütliches Material. Was den Werkstoff für Badewannen aber so beliebt macht, ist die Email-Oberfläche. Diese beschichtet den Stahl glänzend und geschmeidig. Durch diese glatte Oberfläche ist das Material außerdem besonders hygienisch und pflegeleicht.

Auch ist das Modell aus Stahl besonders robust und unempfindlich. Stahlemail verfärbt sich nicht und ist allgemein nicht empfänglich für Einflüsse von außen. Besonders für größere Badewannen eignet sich Stahl besser, da dieser sich nicht verformt und so mehr Belastung aushält.

Ein Nachteil bei der Badewanne aus Stahl-Email ist, dass sie sich auf der Haut recht kalt anfühlt. Dies wird aber dadurch ausgeglichen, dass sich das Material bei der Befüllung mit warmem Wasser schnell aufwärmt.

Die Kosten einer Stahl-Email Badewanne sind schwer einzugrenzen. Günstige Modelle sind bereits ab 130 € verfügbar, während ausgefallenere Ausführungen bis zu 5.000 € oder mehr kosten können.

Acryl

Ihre freistehende Badewanne im modernen Badezimmer bei Tipp zum Bau. Erfahren Sie alles über Materialien von freistehenden Wannen.

Das Material beeinflusst Ihr Badeerlebnis.

Acryl ist ein besonders leichtes Material, was den Einbau verhältnismäßig unkompliziert gestaltet. Dadurch ist es auch gut für einen Einbau in Altbauten geeignet, wo der Boden nicht immer ein schwereres Gewicht aushält. Auch ist der Stoff rutsch- und bruchfest sowie unempfindlich für Stöße. Sollte doch mal etwas vom Material absplittern, lässt sich der Schaden in der Regel leicht reparieren.

Allerdings verkratzt das Material recht leicht, weshalb Sie bei der Reinigung auf kratzige Schwämme verzichten sollten. Durch seine Flexibilität ist Acryl leicht formbar, wodurch Sie bei Acryl-Wannen einer vielfältigen Auswahl an Formen gegenüberstehen.

Freistehende Badewannen aus Acryl sind etwas günstiger als Vergleichsmodelle aus Stahl-Email. Die Preisspanne befindet sich allerdings in einem ähnlichen Rahmen, nämlich bei ungefähr 100 € bis 5.000 €. Doch auch hier gilt: Wenn die Ausstattung noch Extras wie etwa eine außergewöhnliche Form oder Massagedüsen haben soll, steigen die Preise dementsprechend.

Beton

Beton hat ein sehr puristisches Aussehen und kann durch die Zugabe von Pigmenten auch farblich variiert werden. Auch die Haptik der Wannenoberfläche kann sich durch verschiedene Behandlungen unterscheiden. Ein Schleifen, Polieren oder Beschichten des Materials führt zu einer jeweils ganz unterschiedlichen Wahrnehmung des Werkstoffes.

Da Beton gegossen wird, sind bei diesem Material auch individuelle Anfertigungen von ungewöhnlichen Wannenformen möglich. Dementsprechend steigen die Kosten einer solchen Wanne. Der Preisrahmen einer Badewanne aus Beton liegt je nach Hersteller, Größe und verbautem Zubehör etwa zwischen 2.000 € und 5.000 €.

Beachten Sie, dass eine Wanne aus Beton zwischen 500 kg und 1000 kg wiegen kann und so nicht für jede Wohnung geeignet ist.

Holz

Eine Badewanne aus Massivholz ist eine zugleich exklusive wie kostspielige Investition. Ohne Frage: Sie bietet einen außergewöhnlichen Blickfang im eigenen Badezimmer. Ob elegant oder rustikal: Eine Wanne aus Holz passt sich verschiedenen Stilen hervorragend an.

Das Holz hat aber auch praktische Vorteile: Es speichert die Wärme des Wassers besonders lange und ermöglich Ihnen so ein ausgedehntes Badeerlebnis. Durch eine Behandlung mit speziellen Ölpflegemitteln bleibt das Holz außerdem dauerhaft wasserdicht. So lässt es sich auch unkompliziert reinigen. Zudem wiegt sie nicht so viel wie verwandte Modelle aus Beton oder Naturstein und kann so einfacher eingebaut werden.

Die beliebtesten Holzarten sind aufgrund ihrer Beständigkeit Ahorn-, Eichen- und Nussbaumholz. Aber auch Hölzer wie Eiche, Birne, Fichte oder Lärche stehen Ihnen zur Auswahl. Egal, für welches Holz Sie sich entscheiden, eine Holzwanne bringt eine Naturverbundenheit zum Ausdruck, welche sonst nur schwer in das Eigenheim transportiert werden kann. Zuletzt ist Holz als Material sehr rutschfest und wird nicht so schnell von Schmutz und Kalk befallen.

So einzigartig und schön eine Holzwanne auch sein mag, sie hat ihren Preis. Holzwannen sind meist Unikate, die individuell handgefertigt werden. Preislich befinden Sie sich hier meist im hohen vierstelligen Bereich bis hin zu fünfstelligen Beträgen. Je nach gewünschtem Zubehör, Design, Größe und Holzart sind die Preise nach oben hin offen. Natürlich finden Sie auch günstigere Modelle, etwa ab 1.000 €. Hier leidet allerdings meist die Qualität unter dem niedrigen Preis.

5. Zubehör – So werten Sie Ihre Badewanne noch auf

Bei Tipp-zum-Bau erfahren Sie, wie die freistehende Badewanne noch schicker wird.

Mit zusätzlichen Funktionen wird Ihre freistehende Badewanne zu einem kleinen Wellnessbereich.

Eine Badewanne an sich bringt eigentlich schon fast alles mit, was es zum Entspannen braucht. Trotzdem gibt es einige Extras, die Ihr Badeerlebnis noch verbessern können. Viele freistehende Badewannen haben keine Ablagefläche. Falls dies für Sie jedoch wichtig ist, können Sie auch Badewannen mit integrierten Ablageflächen erwerben.

Optional gibt es Badewannenablagen, beispielsweise aus Holz, welche auf dem Rand der Badewanne aufliegen. Hier können Sie eine Tasse Tee, ein Buch oder andere Kleinigkeiten ablegen, ohne dass diese nass werden.

Ebenfalls komfortfördernd ist ein Nackenpolster. Schnell an der Wand der Wanne befestigt ist dieses der perfekte Begleiter für gemütliche Abendstunden.

Eine etwas größere Anschaffung ist eine Wanne mit integrierte Düsen. So baden Sie in den eigenen vier Wänden wie in einem Whirlpool. Ein und dasselbe Modell wird mit solchen Massagedüsen etwas teurer ausfallen, allerdings finden Sie derartige Badewannen bereits ab einem Preis von etwa 1.000 €.

Wer es besonders ausgefallen mag, kann sich an seine freistehende Badewanne auch noch LED-Lichter montieren. Diese sorgen für ein schönes Licht beim Baden und machen, passend eingesetzt, optisch richtig was her.

6. Fazit – Lohnt sich das?

Ob sich so eine freistehende Badewanne für Sie lohnt und ob Sie damit zufriedener sind als mit einer Einbauwanne, können Sie sich nur selbst beantworten. Eine freistehende Wanne sieht toll aus und hat auch praktische Vorteile, doch ebenso hat die Einbauwanne ihre eigenen Vorteile. Es kommt ganz darauf an, wie viel Platz Sie in Ihrem Badezimmer haben, wie groß Ihr Budget ist und schließlich natürlich wie Ihr ganz persönlicher Geschmack ist.

7. Fachpartner finden

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