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Wohnpsychologie: Wie Sie Ihr Haus zu einem Zuhause machen

Tische, Stühle und Bett gehören in jeder Wohnung zur Grundausstattung. Trotzdem fühlen wir uns nicht überall wohl. Denn unsere Einrichtung spiegelt nicht nur unseren Charakter wieder, sondern beeinflusst auch unsere Stimmung. Die Wohnpsychologie verrät, worauf Sie bei der Raumgestaltung achten sollten.

Farben verpassen Ihrer Stimmung den richtigen Anstrich

Kein anderes Gestaltungsmittel beeinflusst den Menschen so stark wie Farben. Diese Wirkung macht sich sogar körperlich bemerkbar. Studien zeigen zum Beispiel, dass rot gestrichene Wände den Ruhepuls erhöhen und dadurch anregend wirken. Wenn Sie sich für eine Wandfarbe oder bunte Möbel entscheiden, sollten Sie also immer den Verwendungszweck des jeweiligen Raumes im Kopf behalten.

Im Schlafzimmer bieten sich beispielsweise Blau- und Grüntöne an. Vor allem Blau beruhigt die Nerven, da es an wolkenlose Himmel und ruhige Gewässer erinnert: Ein Zeichen für das Gehirn, dass keine Bedrohungen von der Umgebung ausgehen. Der Körper kann sich so problemlos in den Entspannungs-Modus begeben.

Abgesehen davon spielen aber auch Ihre ganz persönlichen Farbassoziationen eine Rolle. Auf den einen mag die Farbe Gelb fröhlich und warm wirken. Der andere hingegen empfindet sie als grell und störend. Hören Sie bei der Farbgestaltung also immer auch auf Ihr Bauchgefühl. Nur so fühlen Sie sich wirklich wohl in den eigenen vier Wänden.

Farben und ihre psychologische Wirkung im Überblick:

  • Rot: wirkt vitalisierend und wärmend. Fördert Aufmerksamkeit und Kommunikation. Zu viel oder zu intensives rot kann aber auch aggressiv machen. Besonders für Wohn- und Besprechungszimmer zu empfehlen.
  • Blau: beruhigend und entspannend. Löst Muskelverspannungen, senkt den Blutdruck und verschafft Linderung bei Migräne. Gut für Schlafräume.
  • Grün: wirkt regenerierend und fördert die Konzentration. Entspannt die Augen, kann Magengeschwüre und Allergien lindern. Macht sich gut in Arbeits- und Schlafzimmern.
  • Gelb: stimmungsaufhellend und konzentrationsfördernd. Regt die Nerven an, aktiviert die Verdauung und lässt Räume optisch größer wirken. Wird auch zur Behandlung von Depressionen eingesetzt.
  • Braun: warm und gemütlich, vermittelt ein Gefühl von Sicherheit. Kann Räume aber enger wirken lassen.
  • Weiß: nach wie vor die beliebteste Wandfarbe. Wirkt in der richtigen Dosierung leicht und beschwingend. Zu viel weiß erscheint dagegen hart und macht müde. Weiß sollte immer durch andere Farben oder Gegenstände aufgelockert werden.

Damit Ihnen immer ein Licht aufgeht: Die richtige Beleuchtung 

Neben Farben, Formen und Materialien stellt auch die Beleuchtung einen wichtigen Wohlfühlfaktor dar. Dass grelle Neon-Röhren nicht gerade zum Verweilen und Entspannen einladen, ist bekannt. Aber auch sonst gibt es beim Lampen-Kauf einige Grundsätze zu beachten:

Bei der Wahl Ihrer Lichtquellen sollten Sie nicht nur die Optik in den Vordergrund stellen. Viel wichtiger für eine angenehme Raum-Atmosphäre ist das Licht an sich. Dieses sollte nie zu hell sein und möglichst natürlich wirken. Entgegen der landläufigen Meinung schadet gedimmtes Licht den Augen nicht und sorgt stattdessen für eine wohlige Stimmung.

Ein besonders harmonisches Bild erzielen Sie, indem Sie mehrere kleine Lichtquellen installieren. Wichtig dabei ist, dass zwar dunklere Stellen entstehen, aber keine komplett unbeleuchteten Bereiche zurückbleiben. Zentrale Leuchten wirken laut Experten schnell erdrückend und ungemütlich.

Das Stimmungsbild bei farbiger Beleuchtung verhält sich eigenartigerweise gegenteilig zu den sonstigen Farbwirkungen. Bläuliches (kühles) Licht wirkt anregend und vitalisierend. Rotstichiges (warmes) Licht dagegen entspannt und beruhigt.

Zeig mir, wie du wohnst, und ich sag dir, wer du bist 

Ihre Art und Weise zu Wohnen beeinflusst nicht nur ihr Wohlbefinden, sondern sagt auch etwas über Sie selbst aus. Erfahrene Wohnpsychologen benötigen oft nur einen kurzen Blick durch ihr Haus, um Rückschlüsse auf Ihren Charakter zu ziehen.

Vielleicht zieren Ihr Heim zahlreiche Kunst- und Design-Gegenstände? Dann sind Sie wahrscheinlich ein Mensch der viel Wert auf Image legt. Die Anerkennung anderer ist Ihnen wichtig.

Sie dekorieren Ihre Wände doch lieber mit Fotos von Familie und Freunden? In der Wohnpsychologie deutet das darauf hin, dass Sie ein extrovertierter und gefühlsbetonter Mensch sind. Introvertierte hingegen mögen es lieber puristisch. Zu viel Dekoration kann schnell zur Reizüberflutung führen.

Ganz gleich welcher Typ Mensch Sie nun aber sind: Mit Hilfe der Wohnpsychologie fühlen Sie sich mit nur wenigen Handgriffen so richtig wohl in Ihrem Eigenheim. Und in schwereren Fällen berät Sie Ihr Experte natürlich gern persönlich.

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