Abflüsse

Abflüsse – mit Rückstau- und Geruchsverschluss gegen Überflutung und Gestank

Boden- und Deckenabläufe: Hierbei handelt es sich um mehr als um einen Abflussgully mit kleinem Gitter davor. Der Ablauf in Ihrem Haus nimmt das Abwasser auf, leitet es in die Abflussleitung und transportiert es in die Kanalisation. Egal von welchem Stockwerk aus. Das Abwasser gelangt erst über den Ablauf in die Kanalisation. Völlig geruchlos. Beim Ableiten von Schmutzwasser gibt es allerdings einige Bestimmungen und Richtlinien zu beachten.

Kompass, Struktur, Gliederung, Wegweiser, Navigation, richtungsweisend, Norden, Kompassnadel, Gradmesser, Himmelsrichtungen, Pfeil, Orientierung

1. Abflüsse und Abläufe – Richtlinien und Bestimmungen

Absatz, bestrafen, bestrafen sie, strafen

Zum einen gibt es die „Soll“-Bestimmung: Laut der Vorschrift DIN EN 12056, Teil 1, sollen Baderäume in allen Wohnungen einen Bodenablauf haben. Und die „Muss“-Bestimmung: Bei Bade- und Sanitärräumen in größeren Gebäuden sind Abläufe dringend erforderlich. Baderäume in Altersheimen, Hotels oder Schulen beispielsweise müssen mit Bodenabläufen ausgestattet sein. Bei Toilettenanlagen ist hier sogar ein Bodenablauf mit Geruchsverschluss vorgeschrieben. Auch Balkone und Loggien benötigen einen Bodenablauf. WC-Räume in Wohnungen sind von dieser Regelung wiederum ausgeschlossen.

Neben der eben angesprochenen DIN EN 12056 sind noch die „Arbeitsstätten-Richtlinien“ von Belang. Besteht ein Waschraum aus über 30m² zu reinigender Grundfläche, braucht dieser einen Bodenablauf.

Diese Abläufe sind an dem tiefsten Punkt im Raum anzubringen. Damit das Wasser problemlos ablaufen kann, ist ein bestimmtes Bodengefälle vorgesehen. In gefliesten Räumen mit geringem Wasseranfall sollte dieses Gefälle mindestens 1 Grad betragen. 2 Grad Bodengefälle und mehr sind bei gefliesten Räumen mit stärkerem Wasseranfall nötig.

2. Abläufe zu Ihrer Sicherheit – mit Rückstauverschluss

Abfluss, Gulli, Boden, Plastik

Die Liste der Vorteile ist lang: Abläufe aus Gusseisen sind robust, formbeständig, abriebfest, nicht brennbar und völlig unempfindlich gegenüber Hitze und Kälte. Sie funktionieren im Außen- sowie im Innenbereich und sind für jedes Stockwerk geeignet – auch für Ihren Keller. Darüber hinaus dient Ihr Abfluss auch Ihrer Sicherheit:

Folgendes Szenario ereignet sich bei manch einem Sommergewitter…

  •  Es kommen innerhalb kürzester Zeit mehrere Liter Regenwasser pro m² vom Himmel.
  • Die öffentlichen Straßenkanäle können mit diesen Mengen schnell überfordert sein.
  • Die Folge: Über Waschbecken und andere Ablaufstellen gelangt das Wasser zurück in die Wohnungen.
  • Ergebnis: Der Keller steht unter Wasser.

Aber keine Sorge: Es gibt ein wirksames Gegenmittel: den einfachen Rückstau-Verschluss an Ihrem Abfluss. Er verhindert zuverlässig jeglichen Rückfluss von Abwasser in Ihre Wohnung. Damit sind Sie auf der sicheren Seite.

3. Die Komponenten der Abläufe

Abfluss, Gulli, Boden, Bad

Boden- und Deckenabläufe bestehen meist aus 4 Komponenten: Aufsatzstück, Zwischenstück, Geruchsverschluss und Grundkörper. Zum Abdichten dieser Komponenten eignen sich 3 Varianten. Abdichten mit Klebeflansch, mit Pressdichtungsflansch oder mit Dünnbettaufsatz. Jedes Modell ist nach Belieben mit einem Rückstauverschluss erweiterbar.

Ihr Ablauf besteht aus folgenden Komponenten:

Aufsatzstück

Das Aufsatzstück ist der sichtbare Teil Ihres Bodenablaufes. Was Sie sehen, ist das Gitter im Fußboden. Von hier aus gelangt das Abwasser in den Ablauf. Das Aufsatzstück ist stufenlos höhenverstellbar , drehbar bis zu 5 Grad und neigbar in alle Richtungen.

Zwischenstück

Über die so genannte Lippendichtung ist das Aufsatzstück mit dem Zwischenstück verbunden. Die Lippendichtung sorgt an dieser Stelle für eine sichere Abdichtung. Mit Hilfe eines Verlängerungs-Stückes ist das Zwischenstück um bis zu 20 cm höhenverstellbar.

Geruchsverschluss

Der Geruchsverschluss befindet sich im Inneren Ihres Bodenablaufes. Seine Aufgabe ist es, die unangenehmen Gerüche der Kanalisation von Ihrer Wohnung fernzuhalten: es stinkt nicht aus dem Abfluss! Der Geruchsverschluss ist eine eigenständige Komponente Ihres Bodenablaufes. Er kann jederzeit ausgetauscht werden. Bei Bedarf ist der Geruchsverschluss mühelos mit einer Rückstauklappe nachrüstbar.

Rückstauverschluss

Der Rückstauverschluss verhindert jeglichen Rückfluss von Abwasser in Ihre Wohnung. Der Verschluss umfasst zwei selbsttätig schließende Klappen. Eine davon ist als Notverschluss von Hand verriegelbar.

Grundkörper

Beim Grundkörper handelt es sich um den untersten Teil Ihres Ablaufes. Hier sammelt sich Abwasser und gelangt über die Abwasserleitung in die Kanalisation. Der Auslauf ist entweder seitlich (z.B. bei Wohnungen im Erdgeschoss) oder senkrecht nach unten (z.B. in höheren Etagen) angebracht.

So könnte Ihr Ablauf abgedichtet sein:

In Bädern, Duschen und sonstigen Nassräumen ist unter keramischen Belägen und Naturstein eine Abdichtung gegen Feuchtigkeit erforderlich. Das verlangen die einzelnen Landesbauordnungen.
Dies geschieht mit Hilfe einer speziellen Folie oder einer Flüssigkeit unter Ihrem Zimmerboden. Die Größe der Folie richtet sich nach den räumlichen Gegebenheiten. Sie beschränkt sich aber im Schnitt auf einen halben Quadrat-Meter. Mittels Flansch wird diese Abdichtungs-Folie mit Ihrem Ablauf verbunden. Danach kommt einfach das Aufsatzstück Ihres Ablaufes darauf und Sie können mit dem Verlegen der Fliesen beginnen. Den Fliesenkleber können Sie übrigens ohne Bedenken auf der Abdichtungs-Folie auftragen.

Abläufe mit Klebeflansch

Bei Abläufen mit Klebeflansch wird die Abdichtungsfolie in den Ablauf-Körper eingeklebt. Anschließend wird sie mit Hilfe einiger Schrauben fixiert. Anders als beim Pressdichtungsflansch wird in erster Linie durch Kleben abgedichtet.

Abläufe mit Pressdichtungsflansch

Auch bei Abläufen mit Pressdichtungsflansch sorgt eine Folie unter Ihrem Zimmerboden für eine optimale Abdichtung. Anders als beim Klebeflansch erfolgt die Abdichtung durch einen ringförmigen Gegenflansch. Die Folie wird zwischen dem Grundkörper des Ablaufes und diesem Aufsatzstück festgepresst und verschraubt.

Dünnbettaufsatz

Neben den oben genannten Abdichtungsarten hat sich in den vergangenen Jahren das Dünnbett-Verfahren als alternative Abdichtungs-Variante etabliert. Ein so genannter Dünnbett-Aufsatz wird mit dem Ablauf kombiniert. Zur Abdichtung wird eine spezielle Streich- oder Spachtelmasse unterhalb der Fliesen auf den Estrich aufgetragen. Man spricht hier von einer Dünnbett-Abdichtung. Ist die Flüssigkeit trocken, werden die Fliesen darauf angeklebt.